9 . November - Ein Schicksalstag

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9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Alexyessin » Fr 9. Nov 2018, 12:43

Hallo Zusammen,

der 9. November des 20. Jahrhunderts ist ohne weiteres als Schicksalstag der Deutschen zu nennen.

Im Jahre 1918 wurde die erste Republik - später in die Geschichte eingehende "Weimarer Republik" ausgerufen.
Im Jahre 1923 Hitler-Putsch in München
Im Jahre 1938 Reichsprogomnacht
und im Jahre 1989 der Fall der Mauer in Berlin

Als am 9. November 1918 Scheidemann die Republik ausgerufen hatte - soweit ich informiert bin, war das nicht mit Ebert abgestimmt gewesen - war dies nach der Revolution von München und dem Matrosenaufständen, sowie die Demonstrationen der Kriegsmüden Bevölkerung eine Befreiung. "Von altem und morschen". Die Republik wurde ausgerufen.
Die frühen Nationalsozialisten machten genau deswegen - damals noch im Tandem Hitler und des WK Generals Ludendorff - an diesem Tage im Jahre 1923 den Versuch die ungeliebte, ja undeutsche Form der Regierung demokratische Republik, zu stürzen. Dieses Vorhaben wurde von der damaligen bayrischen Polizei recht bald gestoppt.
Aber dies war nur ein Prolog zu dem, was die Nazis dann am 9. November im Jahre 1938 mit diesem Datum veranstalteten - die bis dahin schlimmsten organisierten Progrome gegen Juden in Deutschland wurden in der Nacht auf den 10. November durchgezogen und besudelten diesen ehmaligen Tag der Demokratie, ja des Volkes aufs Schlimmste.
Und den Bürgern der DDR sei gedankt, das sie diesen Tag zurück geholt haben in dem sie dem "alten und morschen" Regime der sozialistischen Diktatur ein Ende bereitet haben.

Daher wäre ich dafür, das dieser Tag ein nationaler Feiertag wird. Ein Feiertag zu Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten und ein Feiertag zu Danken an die mutigen Frauen und Männer, die sich an den beiden wirklichen Tagen ( die Nazis hatten das Datum ja bewusst geklaut ) getraut haben für sich und ihr Volk einzustehen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Quatschki » Fr 9. Nov 2018, 13:10

Gibt es denn Belege dafür, dass die Nazis die Reichspogromnacht bewußt auf den 20. Jahrestag der Novemberrevolution oder den 15.Jahrestag des Hitlerputsches gelegt haben?
Logisch wäre es.
Als offizieller Vorwand gilt aber bislang die Ermordung des Ernst von Rath, dessen Todesnachricht am 8.November die Runde gemacht hat.

Beim Hitlerputsch 1923 mag die bewußte Datumswahl schon eher zutreffen, heißt es doch in der Proklamation: "Die Regierung der Novemberverbrecher in Berlin ist heute für abgesetzt erklärt worden."

Zu bedenken ist auch, dass der 9. November ab 1939 als "Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung" staatlicher Feiertag war und man dann mit dem 1.Mai gleich zwei Feiertage hätte, die durch Hitler eingeführt wurden.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon MäckIntaier » Fr 9. Nov 2018, 13:22

Alexyessin hat geschrieben:(09 Nov 2018, 12:43)


Daher wäre ich dafür, das dieser Tag ein nationaler Feiertag wird. Ein Feiertag zu Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten und ein Feiertag zu Danken an die mutigen Frauen und Männer, die sich an den beiden wirklichen Tagen ( die Nazis hatten das Datum ja bewusst geklaut ) getraut haben für sich und ihr Volk einzustehen.


Wenn ich mich recht erinnere, stand das seinerzeit zur Debatte, aber man wollte den Tag des Mauerfalls und der Reichskristallnacht nicht in einen Feiertag zusammen packen.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Alexyessin » Fr 9. Nov 2018, 13:22

Quatschki hat geschrieben:(09 Nov 2018, 13:10)

Zu bedenken ist auch, dass der 9. November ab 1939 als "Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung" staatlicher Feiertag war und man dann mit dem 1.Mai gleich zwei Feiertage hätte, die durch Hitler eingeführt wurden.


Der erste Mai, also der Tag nach der "Freinacht" war schon Feiertag, da ist Hitler noch mit seinen Genen am Waldrand von Transilvanien spazieren gegangen.
Und als Tag der Arbeit beginnt dieser Feiertag in den USA.
Also...........leg deinen Revisionismus wieder schlafen.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Alexyessin » Fr 9. Nov 2018, 13:24

MäckIntaier hat geschrieben:(09 Nov 2018, 13:22)

Wenn ich mich recht erinnere, stand das seinerzeit zur Debatte, aber man wollte den Tag des Mauerfalls und der Reichskristallnacht nicht in einen Feiertag zusammen packen.


Der Ausdruck Reichskristallnacht ist unangebracht - so nebenbei.
Und ja, man wollte genau aus diesem Grunde eben nicht den Feiertag hinsetzen - was ich persönlich für sehr Schade empfinde, denn das Licht ist stärker als jede Dunkelheit.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Quatschki » Fr 9. Nov 2018, 13:29

Vielleicht steckt auch Absicht dahinter, Gedenk- und Feiertage zu überlagern und inhaltlich umzugewichten? Schon die Christen haben heidnische Feiertage so mit neuen Inhalten überstülpt
Den "Tag der offenen Moschee" auf dem 3.Oktober zu legen, ist auch so ein Fall.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Alexyessin » Fr 9. Nov 2018, 13:35

Quatschki hat geschrieben:(09 Nov 2018, 13:29)

Vielleicht steckt auch Absicht dahinter, Gedenk- und Feiertage zu überlagern und inhaltlich umzugewichten? Schon die Christen haben heidnische Feiertage so mit neuen Inhalten überstülpt


Das Maifest geht auf Beltane zurück. Irgendwo haben die Christen da vergessen das aufzufangen.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon MäckIntaier » Fr 9. Nov 2018, 13:36

Alexyessin hat geschrieben:(09 Nov 2018, 13:24)

Der Ausdruck Reichskristallnacht ist unangebracht - so nebenbei.


Das scheint mir entgangen zu sein. Warum eigentlich?
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Kritikaster » Fr 9. Nov 2018, 13:42

Quatschki hat geschrieben:(09 Nov 2018, 13:29)

Vielleicht steckt auch Absicht dahinter, Gedenk- und Feiertage zu überlagern und inhaltlich umzugewichten? Schon die Christen haben heidnische Feiertage so mit neuen Inhalten überstülpt

Das sind ja mal Vergleiche! :rolleyes:

Die Tatsache, dass sich diverse Vorkommnisse von Bedeutung für Deutschland an diesem Datum ereigneten, hat ja nun mal so überhaupt nichts mit den willkürlichen Aktionen im Zuge der Christianisierung gemein.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Alexyessin » Fr 9. Nov 2018, 13:42

MäckIntaier hat geschrieben:(09 Nov 2018, 13:36)

Das scheint mir entgangen zu sein. Warum eigentlich?


Seit ihrem 50. Jahrestag 1988 wurde der verbreitete Ausdruck „(Reichs)-Kristallnacht“ zunehmend problematisiert. Die Debatte um die angemessene Bezeichnung ist offen.


Für mich ganz einfach. Das glitzernde Kristall waren die Glasscherben der Synagogen.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon MäckIntaier » Fr 9. Nov 2018, 13:45

Alexyessin hat geschrieben:(09 Nov 2018, 13:42)

Für mich ganz einfach. Das glitzernde Kristall waren die Glasscherben der Synagogen.


Dann besser hier nachlesen.

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14390
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Alexyessin » Fr 9. Nov 2018, 13:53

MäckIntaier hat geschrieben:(09 Nov 2018, 13:45)

Dann besser hier nachlesen.

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14390


Und? Wo entspricht das nicht meiner Einschätzung?
Wenn du Kristallnacht schreiben musst, bitte - ich halte es für unangemessen.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon MäckIntaier » Fr 9. Nov 2018, 14:07

Alexyessin hat geschrieben:(09 Nov 2018, 13:53)

Und? Wo entspricht das nicht meiner Einschätzung?
Wenn du Kristallnacht schreiben musst, bitte - ich halte es für unangemessen.


Der Artikel erweitert Ihre Einschätzung und gibt einen ganz guten Abriss über wer wann warum und lässt es am Ende doch in der Schwebe, da die Herkunft nicht geklärt werden kann. Es steht ja über die Glasscherbentheorie hinaus auch die Theorie der Ironie im Raum, das Analogon zur Reichswasserleiche.

Gut, Ende des Exkurses. Einen weiteren Feiertag braucht es für mich als Bürger nicht.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon JJazzGold » Fr 9. Nov 2018, 14:09

Alexyessin hat geschrieben:(09 Nov 2018, 12:43)

Hallo Zusammen,

der 9. November des 20. Jahrhunderts ist ohne weiteres als Schicksalstag der Deutschen zu nennen.

Im Jahre 1918 wurde die erste Republik - später in die Geschichte eingehende "Weimarer Republik" ausgerufen.
Im Jahre 1923 Hitler-Putsch in München
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und im Jahre 1989 der Fall der Mauer in Berlin

Als am 9. November 1918 Scheidemann die Republik ausgerufen hatte - soweit ich informiert bin, war das nicht mit Ebert abgestimmt gewesen - war dies nach der Revolution von München und dem Matrosenaufständen, sowie die Demonstrationen der Kriegsmüden Bevölkerung eine Befreiung. "Von altem und morschen". Die Republik wurde ausgerufen.
Die frühen Nationalsozialisten machten genau deswegen - damals noch im Tandem Hitler und des WK Generals Ludendorff - an diesem Tage im Jahre 1923 den Versuch die ungeliebte, ja undeutsche Form der Regierung demokratische Republik, zu stürzen. Dieses Vorhaben wurde von der damaligen bayrischen Polizei recht bald gestoppt.
Aber dies war nur ein Prolog zu dem, was die Nazis dann am 9. November im Jahre 1938 mit diesem Datum veranstalteten - die bis dahin schlimmsten organisierten Progrome gegen Juden in Deutschland wurden in der Nacht auf den 10. November durchgezogen und besudelten diesen ehmaligen Tag der Demokratie, ja des Volkes aufs Schlimmste.
Und den Bürgern der DDR sei gedankt, das sie diesen Tag zurück geholt haben in dem sie dem "alten und morschen" Regime der sozialistischen Diktatur ein Ende bereitet haben.

Daher wäre ich dafür, das dieser Tag ein nationaler Feiertag wird. Ein Feiertag zu Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten und ein Feiertag zu Danken an die mutigen Frauen und Männer, die sich an den beiden wirklichen Tagen ( die Nazis hatten das Datum ja bewusst geklaut ) getraut haben für sich und ihr Volk einzustehen.


Nachdem ohnehin gerade angedacht wird, einen zusätzlichen Feiertag einzuführen, ein diskutabler Vorschlag. :thumbup:
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon SirToby » Fr 9. Nov 2018, 14:10

Alexyessin hat geschrieben:(09 Nov 2018, 13:22)

Der erste Mai, also der Tag nach der "Freinacht" war schon Feiertag, da ist Hitler noch mit seinen Genen am Waldrand von Transilvanien spazieren gegangen.
Und als Tag der Arbeit beginnt dieser Feiertag in den USA.
Also...........leg deinen Revisionismus wieder schlafen.


Das ist falsch der 1. Mai als verbindlicher Feiertag wurde in der Tat in Deutschland durch Hitler eingeführt. Die SPD hatte zwar versucht ihn einzuführen, aber "gefeiert" wurde er nur 1919.

https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai#Deutschland_–_gesetzlicher_Feiertag
Daniel Patrick Moynihan: "Sie haben ein Recht auf ihre eigene Meinung! Sie haben kein Recht auf ihre eigenen Fakten!"
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon MäckIntaier » Fr 9. Nov 2018, 14:16

JJazzGold hat geschrieben:(09 Nov 2018, 14:09)

Nachdem ohnehin gerade angedacht wird, einen zusätzlichen Feiertag einzuführen, ein diskutabler Vorschlag. :thumbup:


Warum? Worin läge der Sinn außer in einem freien Tag für Arbeitnehmer? Glauben Sie, dass über ein paar Bilder fürs Fernsehen hinaus jemand ernsthaft gedenkt? Es freuen sich die Wirte am Abend zuvor und die Schüler über schulfrei. Oder welchen Sinn sehen Sie darin?
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Alexyessin » Fr 9. Nov 2018, 14:17

SirToby hat geschrieben:(09 Nov 2018, 14:10)

Das ist falsch der 1. Mai als verbindlicher Feiertag wurde in der Tat in Deutschland durch Hitler eingeführt. Die SPD hatte zwar versucht ihn einzuführen, aber "gefeiert" wurde er nur 1919.

https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai#Deutschland_–_gesetzlicher_Feiertag


Hitler hat es ganz gut verstanden einen "eh nicht Arbeitstag" als Arbeiterferiertag der SPD wegzunehmen. Ist doch nix neues. Zurückgehen tut er auf Chicago. Und ursprünglich auf den Maitanz.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Alexyessin » Fr 9. Nov 2018, 14:17

MäckIntaier hat geschrieben:(09 Nov 2018, 14:16)

Warum? Worin läge der Sinn außer in einem freien Tag für Arbeitnehmer? Glauben Sie, dass über ein paar Bilder fürs Fernsehen hinaus jemand ernsthaft gedenkt? Es freuen sich die Wirte am Abend zuvor und die Schüler über schulfrei. Oder welchen Sinn sehen Sie darin?


Zum Gedenken und Feiern.
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Gluck » Fr 9. Nov 2018, 14:20

Auch interessant:
9. November 1969: Die linksradikale Organisation Tupamaros West-Berlin platziert eine Bombe im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin. Die Bombe explodiert jedoch nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tupamaros_West-Berlin
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Re: 9 . November - Ein Schicksalstag

Beitragvon Kritikaster » Fr 9. Nov 2018, 14:22

MäckIntaier hat geschrieben:(09 Nov 2018, 14:16)

Es freuen sich die Wirte am Abend zuvor ...

... womit dann auch wieder der Wirtschaft gedient wäre.

Wir können das ja nächstes Jahr mal probeweise machen. Fällt da eh aufs Wochenende. ;)
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