Araber, Islam und Nationalsozialismus

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Zunder
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Zunder » Mo 3. Apr 2017, 15:58

relativ hat geschrieben:(03 Apr 2017, 15:40)

Ja , da stimme ich dir völlig zu. Das politische Minderwertigkeitsgefühl, welches aus dieser kolonialen Geschichte entsprungen ist, ist auch ein riesiger Hemmschuh für Frieden in dieser Region.

Das Osmanische Reich war nie Kolonie und die nach dem 1. Weltkrieg geschaffenen Staaten sind schon ein paar Jahrzehnte länger selbständig als sie unter Mandat standen.
Die Verhältnisse auf eine Geschichte zurückzuführen, die es nicht gab, läuft letztlich auf den Versuch hinaus, den Arabern die Verantwortung für ihr eigenes Handeln abzusprechen.
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Bleibtreu
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Bleibtreu » Mo 3. Apr 2017, 16:46

Zunder hat geschrieben:(03 Apr 2017, 16:58)

Das Osmanische Reich war nie Kolonie und die nach dem 1. Weltkrieg geschaffenen Staaten sind schon ein paar Jahrzehnte länger selbständig als sie unter Mandat standen.
Die Verhältnisse auf eine Geschichte zurückzuführen, die es nicht gab, läuft letztlich auf den Versuch hinaus, den Arabern die Verantwortung für ihr eigenes Handeln abzusprechen.

So ist es - darauf hatte ich Gestern auch schon hingewiesen, sogar mit Verlinkung einer Karte, da diese Unkenntnis scheinbar nicht auszurotten ist. :cool:

Edit:
Die Osmanen hatten nach ihrer Zerschlagung die arabischen Gebiete im WK1 in erbaermlichster Armut hinterlassen. Weil sich ihre muslimischen Brueder einen Dreck um sie + diese Laender gekuemmert hatten. Das Osmanische Reich hat seine Besitzungen nur hemmungslos ausgeblutet. Als Beispielsweise die Briten im damaligen Palaestina einmarschierten sah es dort so aus:

Grosse Teile des JordanTals, sowie zahlreiche kleine Baeche, die in das Mittelmeer flossen, waren zu Malaria verseuchten Suempfen verkommen. Kurz vor dem britischen Einmarsch in Jerusalem lebten in Palaestina nur noch 600.000 Menschen; meist in extremer Armut - Palaestina, in seiner damaligen Groesse, gehoerte seit 1516-1917 zum Osmanischen Reich

Zum Irak als 2tes Beispiel:
1401 wurde Bagdad durch Timur verwüstet, 1534 fiel das Land an das Osmanische Reich. Der Irak war für das Osmanische Reich vor allem als Verbindung zum Persischen Golf und als Verteidigungsbarriere gegenüber dem Iran (Persien) bedeutend; an wirtschaftlicher Entwicklung hingegen waren die Osmanen kaum interessiert. So beschränkte sich ihre Administration vor allem in den ersten Jahrhunderten weitgehend auf das Eintreiben von Steuern und der (Zwangs-)Rekrutierung von Soldaten. Der Irak war eine vergleichsweise unbedeutende Provinz des Osmanischen Reiches, regiert von Beamten

Damit duerfte diese DiskussionsSchiene hoffentlich endlich geklaert sein. :D
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Mo 3. Apr 2017, 17:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Ger9374 » Mo 3. Apr 2017, 17:14

Bleibtreu hat geschrieben:(03 Apr 2017, 17:46)

So ist es - darauf hatte ich Gestern auch schon hingewiesen, sogar mit Verlinkung einer Karte, da diese Unkenntnis scheinbar nicht auszurotten ist. :cool:

Edit:
Die Osmanen hatten nach ihrer Zerschlagung die arabischen Gebiete in erbaermlichster Armut hinterlassen. Weil sich ihre muslimischen Brueder einen Dreck um sie + diese Laender gekuemmert hatten. Das Osmanische Reich hat seine Besitzungen nur hemmungslos ausgeblutet. Als Beispielsweise die Briten im damaligen Palaestina einmarschierten sah es dort so aus:

Grosse Teile des JordanTals, sowie zahlreiche kleine Baeche, die in das Mittelmeer flossen, waren zu Malaria verseuchten Suempfen verkommen. Kurz vor dem britischen Einmarsch in Jerusalem lebten in Palaestina nur noch 600.000 Menschen; meist in extremer Armut

Zum Irak als 2tes Beispiel:
1401 wurde Bagdad durch Timur verwüstet, 1534 fiel das Land an das Osmanische Reich. Der Irak war für das Osmanische Reich vor allem als Verbindung zum Persischen Golf und als Verteidigungsbarriere gegenüber dem Iran (Persien) bedeutend; an wirtschaftlicher Entwicklung hingegen waren die Osmanen kaum interessiert. So beschränkte sich ihre Administration vor allem in den ersten Jahrhunderten weitgehend auf das Eintreiben von Steuern und der (Zwangs-)Rekrutierung von Soldaten. Der Irak war eine vergleichsweise unbedeutende Provinz des Osmanischen Reiches, regiert von Beamten

Damit duerfte diese DiskussionsSchiene hoffentlich endlich geklaert sein. :D



Noch eine Anmerkung. Die Türken haben für die
Araber bis heute nicht viel übrig. Das sind wohl
noch folgen der Herren-Diener Beziehung.
Arabs so lautete eine Bezeichnung und auf Deutsch noch Ziegenfi....

Das Osmanische Reich verfiel von Innen.
Da brauchte es nicht mehr viel anstoss von aussen .
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon relativ » Mo 3. Apr 2017, 17:43

Zunder hat geschrieben:(03 Apr 2017, 16:58)

Das Osmanische Reich war nie Kolonie und die nach dem 1. Weltkrieg geschaffenen Staaten sind schon ein paar Jahrzehnte länger selbständig als sie unter Mandat standen.
Die Verhältnisse auf eine Geschichte zurückzuführen, die es nicht gab, läuft letztlich auf den Versuch hinaus, den Arabern die Verantwortung für ihr eigenes Handeln abzusprechen.

Ich kann ja auch nix dafür, daß du dir immer genau die Moslems in deine Argumentation hinpackt, die euch gerade passen. Osmanen ungleich Arabern, aber nunja wem erzähle ich das, gelle?
Also kannst du dir deine dämliche Behauptung dahin schieben wo sie bei dir rein gehört, so wie immer eigentlich, wenn um so ein Thema geht.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Ammianus » Mo 3. Apr 2017, 17:54

relativ hat geschrieben:(03 Apr 2017, 18:43)

Ich kann ja auch nix dafür, daß du dir immer genau die Moslems in deine Argumentation hinpackt, die euch gerade passen. Osmanen ungleich Arabern, aber nunja wem erzähle ich das, gelle?
Also kannst du dir deine dämliche Behauptung dahin schieben wo sie bei dir rein gehört, so wie immer eigentlich, wenn um so ein Thema geht.


Hm, der User Zunder hat eigentlich nur sachlich seine Meinung dargelegt. Deine Reaktion sagt, wie meist, alles über dich aus. Das es bis heute so etwas wie Rassismus innerhalb der sogenannten Ummah gibt, dürfte dem, der es wissen will, bekannt sein.

Ich erinnere mich, mal gelesen zu haben, dass die Türkei 1941 Gewehr bei Fuß stand. Es galt immerhin im günstigsten Fall eine Leiche zu fleddern. Allerdings hatten sie aus dem vorherigen Krieg gelernt und ließen es lieber bleiben. Zum Glück, sonst hätte Hitler vielleicht noch gewonnen.

Yavuz Öguz, Chameini-Treuer Hetzer aus Delmenhorst (Muslim-Markt) sieht es als positiv an, dass der Iran in beiden Kriegen eigentlich auf der richtigen Seite stand.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Zunder » Mo 3. Apr 2017, 17:58

relativ hat geschrieben:(03 Apr 2017, 18:43)

Ich kann ja auch nix dafür, daß du dir immer genau die Moslems in deine Argumentation hinpackt, die euch gerade passen. Osmanen ungleich Arabern, aber nunja wem erzähle ich das, gelle?
Also kannst du dir deine dämliche Behauptung dahin schieben wo sie bei dir rein gehört, so wie immer eigentlich, wenn um so ein Thema geht.

Wer keine Ahnung hat, kann immer noch sinnlos rumpöbeln.
Die arabischen Länder Irak, Syrien, Libanon und Jordanien waren NIE Kolonien. Es ist einfach nur kenntnisfreies Gequatsche, die Verhältnisse im Nahen Osten auf den Kolonialismus zurückzuführen.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Platon » Mo 3. Apr 2017, 20:48

Zunder hat geschrieben:(03 Apr 2017, 16:58)

Das Osmanische Reich war nie Kolonie und die nach dem 1. Weltkrieg geschaffenen Staaten sind schon ein paar Jahrzehnte länger selbständig als sie unter Mandat standen.
Die Verhältnisse auf eine Geschichte zurückzuführen, die es nicht gab, läuft letztlich auf den Versuch hinaus, den Arabern die Verantwortung für ihr eigenes Handeln abzusprechen.

Der Punkt ist, dass die zentrale Frage politischen Denkens in der Region die Bedrohung durch den Westen und die eigene Schwäche ist. Diese Bedrohung hatte Ende des 18ten Jahrhunderts mit der Eroberung von Ägypten durch Napoleon eingesetzt. Alles was in der islamischen Welt an Reformen und politischen Strömungen existiert, soll letztlich die Frage beantwortet wie man die eigene Schwäche gegenüber dem Westen beheben kann. Das gilt für Nationalisten, Sozialisten, Islamisten und was es sonst nocht gibt gleichermaßen. Der IS will ja letztlich auch nichts Anderes als koloniale Grenzen aufheben und den Islam wieder errichten. Diese ganze Brutalität und der Triumphalismus des IS spielt auf diese empfundene Demütigung durch den Westen an. Die öffentliche Hinrichtung von Ausländern und die Anschläge im Westen sind ja kein Ausdruck der Stärke, sondern Ausdruck einer Ohnmacht die man durch möglichst brutale Gewalt loswerden möchte. So nach dem Motto, wir nehmen es mit denen auf, schließt euch uns an. Es geht immer darum die eigene Schäche gegenüber dem Westen zu beheben.

Von daher geht es auch nicht nur um direkte koloniale Herrschaft, sondern es geht um die eigene politische Schwäche, die um 1800 eingesetzt hat und ja im großen und ganzen bis heute anhält.
Zuletzt geändert von Platon am Mo 3. Apr 2017, 21:43, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Platon » Mo 3. Apr 2017, 20:54

Zunder hat geschrieben:(03 Apr 2017, 18:58)

Wer keine Ahnung hat, kann immer noch sinnlos rumpöbeln.
Die arabischen Länder Irak, Syrien, Libanon und Jordanien waren NIE Kolonien. Es ist einfach nur kenntnisfreies Gequatsche, die Verhältnisse im Nahen Osten auf den Kolonialismus zurückzuführen.

Für dich bedeutet ein Völkerbundmandat einer Kolonialmacht wie dem britischen Empire oder Frankreich also keine koloniale Herrschaft?
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Platon » Mo 3. Apr 2017, 21:02

Bleibtreu hat geschrieben:(03 Apr 2017, 17:46)

So ist es - darauf hatte ich Gestern auch schon hingewiesen, sogar mit Verlinkung einer Karte, da diese Unkenntnis scheinbar nicht auszurotten ist. :cool:

Edit:
Die Osmanen hatten nach ihrer Zerschlagung die arabischen Gebiete im WK1 in erbaermlichster Armut hinterlassen. Weil sich ihre muslimischen Brueder einen Dreck um sie + diese Laender gekuemmert hatten. Das Osmanische Reich hat seine Besitzungen nur hemmungslos ausgeblutet. Als Beispielsweise die Briten im damaligen Palaestina einmarschierten sah es dort so aus:

Grosse Teile des JordanTals, sowie zahlreiche kleine Baeche, die in das Mittelmeer flossen, waren zu Malaria verseuchten Suempfen verkommen. Kurz vor dem britischen Einmarsch in Jerusalem lebten in Palaestina nur noch 600.000 Menschen; meist in extremer Armut - Palaestina, in seiner damaligen Groesse, gehoerte seit 1516-1917 zum Osmanischen Reich

Zum Irak als 2tes Beispiel:
1401 wurde Bagdad durch Timur verwüstet, 1534 fiel das Land an das Osmanische Reich. Der Irak war für das Osmanische Reich vor allem als Verbindung zum Persischen Golf und als Verteidigungsbarriere gegenüber dem Iran (Persien) bedeutend; an wirtschaftlicher Entwicklung hingegen waren die Osmanen kaum interessiert. So beschränkte sich ihre Administration vor allem in den ersten Jahrhunderten weitgehend auf das Eintreiben von Steuern und der (Zwangs-)Rekrutierung von Soldaten. Der Irak war eine vergleichsweise unbedeutende Provinz des Osmanischen Reiches, regiert von Beamten

Damit duerfte diese DiskussionsSchiene hoffentlich endlich geklaert sein. :D

mir ist nicht klar, was eigentlich dein Argument ist?
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Bleibtreu » Mo 3. Apr 2017, 21:15

Platon hat geschrieben:(03 Apr 2017, 22:02)

mir ist nicht klar, was eigentlich dein Argument ist?

Dasselbe wie Zunder und dasselbe, das ich dir Gestern schon dazu schrieb - Guten Morgen! :p

Platon hat geschrieben:(03 Apr 2017, 21:54)

Für dich bedeutet ein Völkerbundmandat einer Kolonialmacht wie dem britischen Empire oder Frankreich also keine koloniale Herrschaft?

OK, dir ist also nicht klar was die MandatsVerwaltung bedeutet. Da kann ich Abhilfe schaffen:

Auch ein Großteil des Osmanischen Reichs, das mit Deutschland und Österreich-Ungarn verbündet gewesen war und somit ebenfalls auf der Seite der Verlierer stand, wurde unter Aufsicht des Völkerbunds beziehungsweise unter Schutzherrschaft bestimmter Siegerstaaten gestellt. Die Partitionierung des Vielvölkerstaats, die bereits am 16. Mai 1916 im Sykes-Picot-Abkommen skizziert worden war, wurde am 10. August 1920 im Vertrag von Sèvres formalisiert und am 24. Juli 1923 im Vertrag von Lausanne endgültig festgeschrieben. der Völkerbund sah es als seine Aufgabe an, seine so genannten „Mandatsgebiete“ oder kurz „Mandate“ auf die Unabhängigkeit vorzubereiten.

Die über 1920 hinaus verbleibenden Mandate wurden anhand ihrer jeweiligen geographischen Lage sowie aus der Überlegung heraus, dass sich nicht alle dieser Territorien gleich schnell zu lebensfähigen selbständigen Staaten aufbauen lassen würden, in drei Klassen eingeteilt:

Die Klasse der so genannten „A-Mandate“ umfasste die nichttürkischen Teile des zerschlagenen Osmanischen Reichs. Der Irak (Siehe: Britisches Mandat Mesopotamien) und die Region Palästina wurden britischer Verwaltung unterstellt. Der Irak wurde 1932 in den Völkerbund aufgenommen, Transjordanien wurde 1922 ein autonomes Emirat und wurde 1946 in die Unabhängigkeit entlassen. Das Völkerbundsmandat für Palästina dauerte bis zur israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948. Frankreich erhielt das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon zugesprochen, wobei Syrien und der Libanon 1946 beziehungsweise 1943 unabhängig wurden.


Gern geschehen! :)


Hervorhebung von mir
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Platon » Mo 3. Apr 2017, 21:21

Bleibtreu hat geschrieben:(03 Apr 2017, 22:15)

Dasselbe wie Zunder und dasselbe, das ich dir Gestern schon dazu schrieb - Guten Morgen! :p


OK, dir ist also nicht klar was die MandatsVerwaltung bedeutet. Da kann ich Abhilfe schaffen:

Auch ein Großteil des Osmanischen Reichs, das mit Deutschland und Österreich-Ungarn verbündet gewesen war und somit ebenfalls auf der Seite der Verlierer stand, wurde unter Aufsicht des Völkerbunds beziehungsweise unter Schutzherrschaft bestimmter Siegerstaaten gestellt. [...] der Völkerbund sah es als seine Aufgabe an, seine so genannten „Mandatsgebiete“ oder kurz „Mandate“ auf die Unabhängigkeit vorzubereiten.

Die über 1920 hinaus verbleibenden Mandate wurden anhand ihrer jeweiligen geographischen Lage sowie aus der Überlegung heraus, dass sich nicht alle dieser Territorien gleich schnell zu lebensfähigen selbständigen Staaten aufbauen lassen würden, in drei Klassen eingeteilt:

Die Klasse der so genannten „A-Mandate“ umfasste die nichttürkischen Teile des zerschlagenen Osmanischen Reichs. Der Irak (Siehe: Britisches Mandat Mesopotamien) und die Region Palästina wurden britischer Verwaltung unterstellt. Der Irak wurde 1932 in den Völkerbund aufgenommen, Transjordanien wurde 1922 ein autonomes Emirat und wurde 1946 in die Unabhängigkeit entlassen. Das Völkerbundsmandat für Palästina dauerte bis zur israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948. Frankreich erhielt das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon zugesprochen, wobei Syrien und der Libanon 1946 beziehungsweise 1943 unabhängig wurden.


Gern geschehen! :)


Hervorhegung von mir

Die Briten hatten ja bekanntlich immer nur die beste Absicht der Welt das Licht der Zivilisation zu bringen.

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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Bleibtreu » Mo 3. Apr 2017, 21:22

Platon hat geschrieben:(03 Apr 2017, 22:21)

Die Briten hatten ja bekanntlich immer nur die beste Absicht der Welt das Licht der Zivilisation zu bringen.
https://www.youtube.com/watch?v=yHNfvJc99YY

OK, dir sind die Argumente ausgegangen - verstaendlich. :)
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Mo 3. Apr 2017, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Platon » Mo 3. Apr 2017, 21:23

Das Argument die Völkerbundmandate seien keine koloniale Herrschaft und ohnehin eigentlich eine feine Sache gewesen, ist einfach zu absurd um da näher drauf einzugehen. Auf so einen Blödsinn habe ich heute Abend keine Lust.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Quatschki » Mo 3. Apr 2017, 21:33

1860/61 gab es die erste westliche humanitäre Intervention in Syrien durch die Franzosen,
nachdem die Araber zehntausende Christen und Drusen massakriert hatten und das ottomanische Militär weder Willens noch in der Lage war, die Terroristen zu stoppen. Das war damals schon genau das Gleiche wie heutzutage.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Bleibtreu » Mo 3. Apr 2017, 21:54

Platon hat geschrieben:(03 Apr 2017, 22:23)

Das Argument die Völkerbundmandate seien keine koloniale Herrschaft und ohnehin eigentlich eine feine Sache gewesen, ist einfach zu absurd um da näher drauf einzugehen. Auf so einen Blödsinn habe ich heute Abend keine Lust.

Nein, bitte nicht wieder unzulaessige + unsachliche Vermischungen. Es geht um die VoelkerbundsMandate und ihre Aufgaben, die vom Voelkerbund beschlossen wurden, nicht um BritBashing, Herr Platon! :D Weitere BashingGelueste bitte in den EU und BrexitStraengen auskotzen. Danke
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Ger9374 » Mo 3. Apr 2017, 22:17

Bleibtreu hat geschrieben:(03 Apr 2017, 22:54)

Nein, bitte nicht wieder unzulaessige + unsachliche Vermischungen. Es geht um die VoelkerbundsMandate und ihre Aufgaben, die vom Voelkerbund beschlossen wurden, nicht um BritBashing, Herr Platon! :D Weitere BashingGelueste bitte in den EU und BrexitStraengen auskotzen. Danke


Rein rechtlich aus Sicht des Völkerbundes waren
die Mandate nur zu verwaltende Gebiete .
Treuhänderisch. Mag es aus anderer Sichtweise
Wie Kolonien erschienen sein , hat das vielleicht
Mit dem aufkommenden Nationalismus in manchen Gebieten zu tun.Da waren die Kolonialmächte schon lange das rote Tuch.
Gerade GB und Frankreich!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon relativ » Mo 3. Apr 2017, 23:24

Bleibtreu hat geschrieben:(03 Apr 2017, 22:15)

Dasselbe wie Zunder und dasselbe, das ich dir Gestern schon dazu schrieb - Guten Morgen! :p


OK, dir ist also nicht klar was die MandatsVerwaltung bedeutet. Da kann ich Abhilfe schaffen:

Auch ein Großteil des Osmanischen Reichs, das mit Deutschland und Österreich-Ungarn verbündet gewesen war und somit ebenfalls auf der Seite der Verlierer stand, wurde unter Aufsicht des Völkerbunds beziehungsweise unter Schutzherrschaft bestimmter Siegerstaaten gestellt. Die Partitionierung des Vielvölkerstaats, die bereits am 16. Mai 1916 im Sykes-Picot-Abkommen skizziert worden war, wurde am 10. August 1920 im Vertrag von Sèvres formalisiert und am 24. Juli 1923 im Vertrag von Lausanne endgültig festgeschrieben. der Völkerbund sah es als seine Aufgabe an, seine so genannten „Mandatsgebiete“ oder kurz „Mandate“ auf die Unabhängigkeit vorzubereiten.

Die über 1920 hinaus verbleibenden Mandate wurden anhand ihrer jeweiligen geographischen Lage sowie aus der Überlegung heraus, dass sich nicht alle dieser Territorien gleich schnell zu lebensfähigen selbständigen Staaten aufbauen lassen würden, in drei Klassen eingeteilt:

Die Klasse der so genannten „A-Mandate“ umfasste die nichttürkischen Teile des zerschlagenen Osmanischen Reichs. Der Irak (Siehe: Britisches Mandat Mesopotamien) und die Region Palästina wurden britischer Verwaltung unterstellt. Der Irak wurde 1932 in den Völkerbund aufgenommen, Transjordanien wurde 1922 ein autonomes Emirat und wurde 1946 in die Unabhängigkeit entlassen. Das Völkerbundsmandat für Palästina dauerte bis zur israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948. Frankreich erhielt das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon zugesprochen, wobei Syrien und der Libanon 1946 beziehungsweise 1943 unabhängig wurden.


Gern geschehen! :)


Hervorhebung von mir

Wie schön, daß naive Geister dieser Formulierung immer noch Folgen, obwohl doch fast jeder weiss welche Intention der Siegermächte die Aufteilung des osmanischen Reiches hatte. Aber egal bei einigen hier spielen solche Fakten wohl keine Rolle, sie Glauben immer noch an den Völkerbund und die Mandatsverwaltung.
Wie sehen ja heute den arabischen Staatenteppich und wem wir diesen zu verdanken haben wissen wir auch.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon relativ » Mo 3. Apr 2017, 23:25

Ammianus hat geschrieben:(03 Apr 2017, 18:54)

Hm, der User Zunder hat eigentlich nur sachlich seine Meinung dargelegt. Deine Reaktion sagt, wie meist, alles über dich aus. Das es bis heute so etwas wie Rassismus innerhalb der sogenannten Ummah gibt, dürfte dem, der es wissen will, bekannt sein.

Ich erinnere mich, mal gelesen zu haben, dass die Türkei 1941 Gewehr bei Fuß stand. Es galt immerhin im günstigsten Fall eine Leiche zu fleddern. Allerdings hatten sie aus dem vorherigen Krieg gelernt und ließen es lieber bleiben. Zum Glück, sonst hätte Hitler vielleicht noch gewonnen.

Yavuz Öguz, Chameini-Treuer Hetzer aus Delmenhorst (Muslim-Markt) sieht es als positiv an, dass der Iran in beiden Kriegen eigentlich auf der richtigen Seite stand.

Aha total sachlich, hm ja klar. Naja was sollst du auch anderes in seiner post sehen.... :D
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon ThorsHamar » Mo 3. Apr 2017, 23:50

Liegestuhl hat geschrieben:(03 Apr 2017, 16:18)

Der Nahostkonflikt begann mit der Ablehnung der jüdischen Einwanderer nach Palästina. Diese Ablehnung geht zu großen Teilen auf Al-Husseini zurück bzw. wurde maßgeblich von ihm antijüdisch und religiös geprägt.


Wie bereits gesagt: Ein Märchen, um die Geschichte der Entstehung Israel makellos zu halten und möglichst dicht an Nazis und die Shoa zu knüpfen.
Der Nahostkonflikt begann mit der Idee des Zionismus, einen Judenstaat in Palästina zu gründen, unter dem Schutz der europäischen Mächte und mit der Hilfe der jüdischen Lobby in UK und setzte sich dann fort mit dem Ignorieren der Ablehnung dieser Aktionen durch die Araber.
"Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst."
Voltaire,
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Ger9374 » Di 4. Apr 2017, 00:12

Das diese jüdische Lobby im britischen Empire
so grossen Einfluss hatte das ein Jüdischer Staat
in Palästina von diesem Empire geschützt worden wäre und aus der Taufe gehoben, muss ich noch in Frage stellen. Zumal es viele Juden gab die die Nationalstaaten als Heimat empfanden.Alles andere ging in ganz unterschiedlichen Strömungen seine Wege. Mehr Konzeptentwicklung.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:

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