Araber, Islam und Nationalsozialismus

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Ammianus
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Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Ammianus » Do 30. Mär 2017, 16:49

Um berechtigten OT-Vorwurf im AfD-Strang auszuschließen mache ich dieses Thema da auf, wo es hingehört:

Ich schrieb dort:

„Die damaligen Deutschen standen zu großen Teilen hinter den Nazis bzw. waren welche und die damaligen Moslems standen zu großen Teilen hinter dem, was die Islamisten vertraten bzw. hinter dem, was heute als Islamismus definiert wird. Nicht umsonst warteten viele in Kairo sehnsüchtig auf Rommel.





Darauf antwortete User „relativ“:

„Die Moslems und auch die Islamisten warteten sehnsüchtig auf jemanden, der sie von den Briten befreite. So wie sie im 1.Weltkrieg auf die Versprechungen der Briten auf Unabhängigkeit gehofft haben, mit den Unterschied, für die Briten haben sie sogar gekämpft, für die Deutschen eben nicht, denn auch die Moslems sind ja nicht dümmer geworden und wussten wofür Nazi Deutschland stand und welches rassistische Ideologie sie verfolgten. Also war den Moslems auch bewusst, daß sie aus Sicht der Nazis nicht zu den Herrenmenschen gehörten.“

Meine vorläufige Antwort:

„Was du schreibst zeugt davon, dass dir die nationalsozialistische Rassenideologie nicht sonderlich bekannt ist. Du scheinst eine Reihe von Vermutungen aneinander zu reihen und diese dann irgendwie als Realität anzusehen. Ich verweise wieder auf Aussagen von Fritz Schachermeyr zu Arabern in seinem Buch "Indogermanen und Orient". Nur als Beispiel.“

Ich halte das Verhältnis Islam, Islamismus, Moslems, Islamisten und Nationalsozialismus, wozu auch deren Rassenbild gehört, für ein interessantes Thema.

Differenziertes findet man nach wenigen Klicks auf:

https://de.qantara.de/inhalt/nationalso ... geschichte

Das Buch dazu dürfte sich aber wohl hauptsächlich in großen Bibliotheken oder Uni-Bibliotheken finden:

Gerhard Höpp, Peter Wien, René Wildangel
"Blind für die Geschichte? – Arabische Begegnungen mit dem Nationalsozialismus"
Klaus Schwarz Verlag Berlin 2004, 382 S., 26,- Euro
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Platon » Do 30. Mär 2017, 17:30

Es war letztlich immer so, dass Leute aus der arabischen Welt den Nationalsozialismus bzw. Teile der Ideologie aus ihrer eigenen Perspektive verstanden haben. Das heißt sie haben ihn - genau wie alle anderen Ideen die aus Europa kamen - selektiv wahr genommen. Das interessante in den 30er Jahren war sicherlich der Aufstieg Deutschlands und, dass man gut organisiert sich gegen Briten und Franzosen durchsetzen konnte. Das hat man natürlich gut gefunden und wollte das auch umsetzen. Es ging da dann mehr um die Parteiorganisation als um weltaunschauliche Inhalte.

Als dann sich in Palästina der Konflikt zuspitzte hat man im Antisemitismus Symbole und Argumente gefunden um die Juden bzw. Israel zu dämonisieren und da hat man sich dann das heraus genommen und mitunter islamisiert.

Andere mögen in Nazi-Deutschland einfach nur einen natürlichen Verbündeten z.B. gegen England gesehen haben.

Andere wiederum waren überzeugte Rassisten, allerdings weniger in der arabischen Welt als im Iran, wo man sich als Arier gesehen hat um sich so als Brudervolk der Europäischen Völker darzustellen und so auf ideologischem/weltanschaulichen Wege Teil der europäischen Moderne zu werden bzw. wie man sich das damals vorgestellt hat. Der Rassismus war damals sozusagen "wissenschaftlich" und übrigens nicht nur in Deutschland sondern z.B. auch sehr stark in England mit ihrem britischen Empire. Das war einfach Teil der europäischen Moderne bzw. eine intellektuelle Tradition der damaligen Zeit und natürlich haben Leute die die Europäer nachgeahmt haben, das dann übernommen.

Von daher ist wie gesagt der Umgang mit dem Nationalsozialismus dort immer sehr selektiv gewesen und man hat immer die Teile übernommen bzw. sich von ihnen inspirieren lassen, die einem gerade besonders gut in den Kram passten.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon ThorsHamar » Do 30. Mär 2017, 18:24

Platon hat geschrieben:(30 Mar 2017, 18:30)

.... Als dann sich in Palästina der Konflikt zuspitzte hat man im Antisemitismus Symbole und Argumente gefunden um die Juden bzw. Israel zu dämonisieren und da hat man sich dann das heraus genommen und mitunter islamisiert. ....



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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Europa2050 » Fr 31. Mär 2017, 08:13

Ammianus hat geschrieben:(30 Mar 2017, 17:49)

Um berechtigten OT-Vorwurf im AfD-Strang auszuschließen mache ich dieses Thema da auf, wo es hingehört:

Ich schrieb dort:

„Die damaligen Deutschen standen zu großen Teilen hinter den Nazis bzw. waren welche und die damaligen Moslems standen zu großen Teilen hinter dem, was die Islamisten vertraten bzw. hinter dem, was heute als Islamismus definiert wird. Nicht umsonst warteten viele in Kairo sehnsüchtig auf Rommel.





Darauf antwortete User „relativ“:

„Die Moslems und auch die Islamisten warteten sehnsüchtig auf jemanden, der sie von den Briten befreite. So wie sie im 1.Weltkrieg auf die Versprechungen der Briten auf Unabhängigkeit gehofft haben, mit den Unterschied, für die Briten haben sie sogar gekämpft, für die Deutschen eben nicht, denn auch die Moslems sind ja nicht dümmer geworden und wussten wofür Nazi Deutschland stand und welches rassistische Ideologie sie verfolgten. Also war den Moslems auch bewusst, daß sie aus Sicht der Nazis nicht zu den Herrenmenschen gehörten.“

Meine vorläufige Antwort:

„Was du schreibst zeugt davon, dass dir die nationalsozialistische Rassenideologie nicht sonderlich bekannt ist. Du scheinst eine Reihe von Vermutungen aneinander zu reihen und diese dann irgendwie als Realität anzusehen. Ich verweise wieder auf Aussagen von Fritz Schachermeyr zu Arabern in seinem Buch "Indogermanen und Orient". Nur als Beispiel.“

Ich halte das Verhältnis Islam, Islamismus, Moslems, Islamisten und Nationalsozialismus, wozu auch deren Rassenbild gehört, für ein interessantes Thema.

Differenziertes findet man nach wenigen Klicks auf:

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Das Buch dazu dürfte sich aber wohl hauptsächlich in großen Bibliotheken oder Uni-Bibliotheken finden:

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Klaus Schwarz Verlag Berlin 2004, 382 S., 26,- Euro


Sehen wir es mal aus der Sicht der Faschisten:
Alle Religionen waren den (echten) Faschisten egal, auch das Christentum. Deshalb war die Judenverfolgung auch keine religiöse wir vorher, sondern eine völkische. Damit war auch der Islam als solcher kein Thema im DR.
Mit dem "Weltjudentum" sollte der Freigeist, die Modernität, die Elite in USA und UdSSR und was weiß ich noch bekämpft werden.
All das stellte die islamische Welt für die Führung des Dritten Reiches nicht dar. Arabische Nationalisten stellten vielmehr die Auflehnung gegen den "Westen" inkl. Juden dar - also schlichtweg ein (strategischer) Partner im Geiste für die Nazis. So behandelte man sie auch.
In den ebenfalls faschistischen Ländern Italien und Spanien dagegen fuhr man gegen Juden einen moderateren Kurs, unterdrückte aber Araber ...
Faschismus heist eben nicht automatisch Judenhass, sondern Ausgrenzung bis zur Unterdrückung / physischen Vernichtung mengenmässig relevanter, rassistisch definierter Gruppen.
Und das sind für die heutigen faschistioden Gruppen mangels Masse heute eben meist nicht die Juden, sondern Menschen arabischer oder vorderasiatischer Herkunft.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Liegestuhl » Fr 31. Mär 2017, 08:16

ThorsHamar hat geschrieben:(30 Mar 2017, 19:24)
Zu der Zeit strömten Juden aus Europa nach Palästina und nahmen sukzessive das Land ein.


Wenn man den Kauf von Land als "einnehmen" bezeichnet, ist das eine gezielte Dämonisierung.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon ThorsHamar » Fr 31. Mär 2017, 08:48

Liegestuhl hat geschrieben:(31 Mar 2017, 09:16)

Wenn man den Kauf von Land als "einnehmen" bezeichnet, ist das eine gezielte Dämonisierung.


Deine Phrase aus der zionistischen Narrativ-Kiste ist vielmehr Dämonisierung der Araber, denn nicht der Kauf ist das Einnehmen, sondern die Einwanderung nach dem Kauf ist der zwangsläufig folgende, physische Vorgang des Einnehmens.
Und auch die Einwanderung ohne Kauf, die es ja schliesslich auch gab, ist Einnehmen von Land in Palästina durch Europäer.
Es ist immer schön einfach und effektiv, diese völlig nachvollziehbare Ablehnung mit dem Antisemitismus der deutschen Nazis zu verknüpfen. Mehr geht ja schliesslich nicht ...

Wie die Ablehnung von Masseneinwanderung tatsächlich funktioniert, sogar nach Einladung und ohne die Absicht, Staaten zu gründen, ist doch gerade europaweit zu sehen.
Anders war das damals auch nicht, mit dem Unterschied, dass die Polen und Russen dem Aufruf einer politischen Bewegung folgten, um dort, in Palästina, unter zwangsläufiger Verdrängung der Araber, einen Staat zu gründen, was heute die meisten Zuwanderer nach Europa ja wohl nicht wollen ....
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon relativ » Fr 31. Mär 2017, 09:07

Ammianus hat geschrieben:(30 Mar 2017, 17:49)

Um berechtigten OT-Vorwurf im AfD-Strang auszuschließen mache ich dieses Thema da auf, wo es hingehört:

Ich schrieb dort:

„Die damaligen Deutschen standen zu großen Teilen hinter den Nazis bzw. waren welche und die damaligen Moslems standen zu großen Teilen hinter dem, was die Islamisten vertraten bzw. hinter dem, was heute als Islamismus definiert wird. Nicht umsonst warteten viele in Kairo sehnsüchtig auf Rommel.





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„Die Moslems und auch die Islamisten warteten sehnsüchtig auf jemanden, der sie von den Briten befreite. So wie sie im 1.Weltkrieg auf die Versprechungen der Briten auf Unabhängigkeit gehofft haben, mit den Unterschied, für die Briten haben sie sogar gekämpft, für die Deutschen eben nicht, denn auch die Moslems sind ja nicht dümmer geworden und wussten wofür Nazi Deutschland stand und welches rassistische Ideologie sie verfolgten. Also war den Moslems auch bewusst, daß sie aus Sicht der Nazis nicht zu den Herrenmenschen gehörten.“

Meine vorläufige Antwort:

„Was du schreibst zeugt davon, dass dir die nationalsozialistische Rassenideologie nicht sonderlich bekannt ist. Du scheinst eine Reihe von Vermutungen aneinander zu reihen und diese dann irgendwie als Realität anzusehen. Ich verweise wieder auf Aussagen von Fritz Schachermeyr zu Arabern in seinem Buch "Indogermanen und Orient". Nur als Beispiel.“

Ich halte das Verhältnis Islam, Islamismus, Moslems, Islamisten und Nationalsozialismus, wozu auch deren Rassenbild gehört, für ein interessantes Thema.

Differenziertes findet man nach wenigen Klicks auf:

https://de.qantara.de/inhalt/nationalso ... geschichte

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Wenn ich mir deinen Link so durchlese, daß verstehe ich deine pauschale Kritik an meiner Aussage nicht. Denn meine Aussage war ja nicht, daß es unter den Moslems und Arabern nicht auch Rassisten gab, die wohl in fast jeder Gesellschaft zu finden sind. Auch geht aus dem link hervor, daß die Araber /Moslems mehrheitlich wohl nix für den Nationalsozialismus der Nazi Prägung übrig hatten. Die Araber hatten ihre eigenen Ziele und Wünsche , hatten aber nie die einigende Kraft diese gegen die Fremdherrschaft durchzusetzen. Daher setzen sie auf Verbündete gegen ihre aktuell größeren Feinde, oder eben auf Versprechungen, siehe 1. Weltkrieg. Das es unter Arabern auch die Menschen gab die mit den Kolonialherren gut konnten, betreitet auch niemand.
Das sich Perser auch gerne als Arier sahen und dies sogar in Afghanistan reicht, liegt auch an Alexander den Großen , als deren Erben sich auch Teile dieser Ethnien sehen. Das ist m.M. auch die einzige Verbindung die es Ideologisch gibt, nimmt man mal die dort vergleichmäßig/subjektiv häufiger auftredenden Äusserlichkeiten , wie blaue Augen und blondes Haar aus der Gleichung raus.
Ein anderer Zusamenhang bestand auch im Sprachgebrauch. Denn das Wort Arier stammt eben aus den Indogermanischen und eben aus der persisch indischen Region. Sogesehen waren die Perser die ersten Arier. Die Nazis machten daraus ne elitäre Personengruppe.
Das ist, will ich nochmal erwähnen meine Meinung, die hat keinen Anspruch auf Wahrhaftigkeit. Das lassen m.M auch die Überlieferungen so gar nicht zu.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Liegestuhl » Fr 31. Mär 2017, 09:12

ThorsHamar hat geschrieben:(31 Mar 2017, 09:48)

Deine Phrase aus der zionistischen Narrativ-Kiste ist vielmehr Dämonisierung der Araber, denn nicht der Kauf ist das Einnehmen, sondern die Einwanderung nach dem Kauf ist der zwangsläufig folgende, physische Vorgang des Einnehmens.

Einwanderungen waren gerade zu dieser Zeit etwas völlig normales. Auch die Araber sind irgendwann mal eingewandert. Allerdings haben die Juden für das "eingenommene" Land bezahlt.
Es ist immer schön einfach und effektiv, diese völlig nachvollziehbare Ablehnung mit dem Antisemitismus der deutschen Nazis zu verknüpfen. Mehr geht ja schliesslich nicht ...

Die Ablehnung wurde antisemitisch begründet und bei den Judenpogromen in Palästina wurde zuvor antisemitisch gehetzt.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon ThorsHamar » Fr 31. Mär 2017, 10:29

Liegestuhl hat geschrieben:(31 Mar 2017, 10:12)

Einwanderungen waren gerade zu dieser Zeit etwas völlig normales. Auch die Araber sind irgendwann mal eingewandert. Allerdings haben die Juden für das "eingenommene" Land bezahlt.

Die Ablehnung wurde antisemitisch begründet und bei den Judenpogromen in Palästina wurde zuvor antisemitisch gehetzt.


Aha ....was wurde denn so konkret gehetzt, dass man das mit dem Naziplan der Judenvernichtung in Verbindung bringen kann?
Ich persönlich bin ja der Meinung, dass durch den manipulativen Trick der Gleichsetzung des Judenhasses der deutschen Nazis und der hasserfüllten Ablehnung der Einwanderung durch jüdische Europäer die Narrative des Judenstaates praktisch schuldfrei gestaltet werden sollen und somit auch die gegenwärtige Politik des Staates Israel kritikfrei gehalten werden kann, indem nämlich Kritiker zwangsläufig in die Nazinähe gerückt und zu Antisemiten gemacht werden.
Ich bin der Überzeugung, dass die Pläne der Judenvernichtung der Nazis und die hasserfüllte Ablehnung eines europäischen Judenstaates in Palästina durch Araber nicht identische Grundlagen haben und die "Zusammenarbeit", Palästina betreffend, zwischen arabischen Protagonisten und Hitler kaum anders pragmatisch war als die "Zusammenarbeit" zwischen Nazis und Zionisten.
Ein weiterer propagandistischer Trick für den "Beleg" der Ähnlichkeit von Islam und Nationalsozialismus ist die Anführung des "Faktes", dass in der arabischen Welt "Mein Kampf" ein Bestseller sei.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Liegestuhl » Fr 31. Mär 2017, 10:49

ThorsHamar hat geschrieben:(31 Mar 2017, 11:29)

Aha ....was wurde denn so konkret gehetzt, dass man das mit dem Naziplan der Judenvernichtung in Verbindung bringen kann?


Mach dich einfach mal mit den Verbindung von Al-Husseini mit Hitlers Nationalsozialismus vertraut!
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Bleibtreu » Fr 31. Mär 2017, 11:26

Liegestuhl hat geschrieben:(31 Mar 2017, 11:49)

Mach dich einfach mal mit den Verbindung von Al-Husseini mit Hitlers Nationalsozialismus vertraut!

Weiss Thor doch ganz genau - hatten wir im 35er gefuehlte 1000 Mal gehabt. :D Dann auf ein Weiteres fuer die, die es nicht wussten:

Husseini kann also nicht als Randfigur, als politischer Wirrkopf, abgetan werden. Im Gegenteil. Keiner hat so nachhaltig die Politik der Palästinenser, und damit indirekt auch Israels, bestimmt, wie Husseini. Und das über einen Zeitraum von knapp vier Jahrzehnten, beginnend in den 30iger Jahren. Und keiner vor ihm und nach ihm belastet in diesem Ausmaß das israelische - palästinensische Verhältnis bis in die Gegenwart. Grund hierfür ist nicht sein Nationalismus, sondern seine Verhalten während des Zweiten Weltkriegs.

"Und er wiegelte die Massen auf mit seinem Leitspruch, der ihn sein ganzes Leben lang begleitete, "tötet die Juden, wo immer ihr sie findet, das gefällt Gott, der Geschichte und der Religion."

In Jerusalem suchte er den Generalkonsul Wolff auf und erklärte ihm freudig, dass er mit der neuen Regierung gerne auch zusammenarbeiten würde. Der am meisten von ihm beeindruckt war, war Himmler. Der schwärmte von der Verbundenheit zwischen Islam und Nationalsozialismus.

Das Buch von Gensicke führt in diese Geschichte ein. Es schildert eine Fülle Details aus dem Leben des Muftis in Berlin, den Versuch, die Weltanschauung des Nationalsozialismus mit dem, was Himmler, den Islamismus nannte, zu verbinden.


und

Der damalige politische Führer und das religiöse Oberhaupt der palästinensischen Muslime, Muhammad Amin el-Husseini, bat nach 1933 die Nationalsozialisten um Unterstützung seines Kampfes gegen Juden und Briten. Im Gegenzug erbot er sich, unter Moslems Propaganda für das Dritte Reich zu machen. Klaus Gensickes Biographie beschreibt die engen Verbindungen.

Über Jahrzehnte war er der wichtigste Repräsentant der arabischen Welt, ihr politischer Führer und das religiöse Oberhaupt der palästinensischen Muslime: Muhammad Amin el-Husseini, Sohn einer der einflussreichsten arabischen Familien Palästinas. 1897 in Jerusalem geboren, besuchte er in Istanbul die Verwaltungshochschule und Militärakademie, diente als Offizier in der türkischen Armee.

El-Husseinis politische Aktivitäten begannen nach dem 1. Weltkrieg. Er propagierte eine arabische Nationalbewegung, initiierte und unterstützte gewaltsame Aufstände gegen Briten und die jüdische Bevölkerung Palästinas. Persönlicher Machtwille, gewalttätiger Antisemitismus und das Streben nach einem unabhängigen arabischen Großreich bestimmten zeitlebens sein Handeln. 1921 wurde er zum Mufti von Jerusalem ernannt. Ein Jahr darauf zum Präsidenten des islamischen Oberrates, welcher islamische Gerichte, Moscheen und Schulen kontrollierte.


Klaus Gensicke
Der Mufti von Jerusalem und die Nationalsozialisten
Eine politische Biographie Amin el-Husseinis
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007

Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart, Bd. 11
Herausgegeben von Klaus-Michael Mallmann

[Hervorhebung im Zitat von mir]
• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State. [Ben-Gurion]
https://www.mossad.gov.il/Pages/default.aspx
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 31. Mär 2017, 11:41

In den meisten Beiträgen wird die Kollaboration zwischen Muslimen und den Nazis als gewissermaßen passiv und defensiv von seiten der Deutschen angesehen. Das war aber keineswegs so. Die zentrale Führung in Berlin sah in den Muslimen selbst potenzielle Verbündete gegen die Alliierten. Eines der bekanntesten Dokumente, die dies belegen, war eine noch vor dem Einmarsch in Nordafrika herausgegebene und an die Wehrmacht verteilte "Tornisterschrift" mit dem Titel "Der Islam". Darin ist unter anderem davon die Rede "welches außerordentliche Maß von Toleranz und Takt dem Muslim Andersdenkenden gegenüber zu Gebote steht.“ Besonders beim Vorrücken Richtung Balkan, Kaukasus, Schwarzmeerregion, Zentralasien beteiligten sich die Nazis aktiv am Wiederaufbau der während der Stalinzeit zerstörten Moscheen und gaben sich als Schutzherren des Islams. (Das zielte nun allerdings hauptsächlich auf nicht-arabische Muslime). Das Absurde an dieser Konstellation ist, dass gerade die Zentralmacht in Berlin Mäßigung, Kooperation und "Toleranz" gegenüber Moslems ausrief ... an der Front jedoch, häufig aus schlichter Unkenntnis und roher Brutalität Muslime als vermeintliche Juden vernichtet wurde: Sie sahen jüdisch aus und waren beschnitten. Heydrich persönlich erließ einen Befehl an die Einsatzgruppen, in welchem es heißt: "Die Beschneidung und das jüdische Aussehen stellen nicht ohne weiteres den Beweis einer jüdischen Abstammung dar."
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 31. Mär 2017, 11:47

Bleibtreu hat geschrieben:(31 Mar 2017, 12:26)
Husseini kann also nicht als Randfigur, als politischer Wirrkopf, abgetan werden. Im Gegenteil. Keiner hat so nachhaltig die Politik der Palästinenser, und damit indirekt auch Israels, bestimmt, wie Husseini. Und das über einen Zeitraum von knapp vier Jahrzehnten, beginnend in den 30iger Jahren. Und keiner vor ihm und nach ihm belastet in diesem Ausmaß das israelische - palästinensische Verhältnis bis in die Gegenwart. Grund hierfür ist nicht sein Nationalismus, sondern seine Verhalten während des Zweiten Weltkriegs.

Hier gehts aber gar nicht speziell um Israel, Palästina, Hitlerdeutschland sondern ganz allgemein um die Beziehung Nazideutschland/Islam.
Zu Husseini in diesem Zusammenhang:
Diese Geschichte der Beziehungen Nazi-Deutschlands zur islamischen Welt wird oft auf diese Kollaboration des Mufti reduziert. Tatsächlich aber waren die Deutschen im Zweiten Weltkrieg mit Millionen Muslimen konfrontiert.

http://www.deutschlandradiokultur.de/ns-geschichte-wie-die-nazis-den-islam-vereinnahmen-wollten.976.de.html?dram:article_id=335932
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Bleibtreu » Fr 31. Mär 2017, 11:56

schokoschendrezki hat geschrieben:(31 Mar 2017, 12:47)
Hier gehts aber gar nicht speziell um Israel, Palästina, Hitlerdeutschland sondern ganz allgemein um die Beziehung Nazideutschland/Islam.

Dann hast du offensichtlich nicht alles korrekt in meinem Beitrag gelesen und verstanden, wenn bei dir dieser Eindruck entstanden ist.
Al-Husseini war DAS VerbindungsGlied zwischen Islam und NaziDeutschland. "Über Jahrzehnte war er der wichtigste Repräsentant der arabischen Welt, ihr politischer Führer..." Er wollte nicht nur ein unabhaengiges Palaestina, sondern ein arabisches GrossReich! ;)
Zuletzt geändert von Bleibtreu am Fr 31. Mär 2017, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon ThorsHamar » Fr 31. Mär 2017, 11:56

Liegestuhl hat geschrieben:(31 Mar 2017, 11:49)

Mach dich einfach mal mit den Verbindung von Al-Husseini mit Hitlers Nationalsozialismus vertraut!


Das Thema kenne ich ziemlich fundiert. Es ist ja sowieso das Standardbeispiel, welches immer wieder benutzt wird, ob es passt oder nicht ....
Zuletzt geändert von ThorsHamar am Fr 31. Mär 2017, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 31. Mär 2017, 12:00

Bleibtreu hat geschrieben:(31 Mar 2017, 12:56)

Dann hast du offensichtlich nicht alles korrekt in meinem Beitrag gelesen und verstanden, wenn bei dir dieser Eindruck entstanden ist.
Al-Husseini war DAS VerbindungsGlied zwischen Islam und NaziDeutschland. "Über Jahrzehnte war er der wichtigste Repräsentant der arabischen Welt, ihr politischer Führer..." Er wollte nicht nur ein unabhaengiges Palaestina, sondern ein arabisches GrossReich! ;)

Es ist wesentlich bedeutsamer, was - umgekehrt - die Nazis von den Muslimen erwarteten oder sich erhofften und was sie in dieser Richtung auch unternahmen, als das, was ein einzelner Muslim von Hitlerdeutschland erwartete. Zur Empfehlung der weiter oben verwiesene Deutschlandfunk-Artikel.
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Fr 31. Mär 2017, 12:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon ThorsHamar » Fr 31. Mär 2017, 12:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(31 Mar 2017, 13:00)

Es ist wesentlich bedeutsamer, was - umgekehrt - die Nazis von den Muslimen erwarteten oder sich erhofften, als das, was ein einzelner Muslim von Hitlerdeutschland erwartete. Zur Empfehlung der weiter oben verwiesenen Deutschlandfunk-Artikel.


Genau das meine ich!
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon Bleibtreu » Fr 31. Mär 2017, 12:07

schokoschendrezki hat geschrieben:(31 Mar 2017, 13:00)

Es ist wesentlich bedeutsamer, was - umgekehrt - die Nazis von den Muslimen erwarteten oder sich erhofften und was sie in dieser Richtung auch unternahmen, als das, was ein einzelner Muslim von Hitlerdeutschland erwartete. Zur Empfehlung der weiter oben verwiesene Deutschlandfunk-Artikel.

Du magst es warum auch immer verstaerkt nur aus der Warte der Braunen sehen wollen. Den Gefallen werde ich dir nicht tun. ;)

Nochmal:
Über Jahrzehnte war er der wichtigste Repräsentant der arabischen Welt, ihr politischer Führer - Al-Husseini
war nicht irgendein "einzelner Muslim", auf den du ihn reduzieren willst. Und ich habe 2 Artikel vom DeutschlandFunk verlinkt, mit Verlaub! Aus diesen stammen auch meine Zitate, die mit eben diesen 2 Links unterlegt sind. Einfach mal richtig lesen, nicht immer schnell, schnell hinhuschen. :)
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon think twice » Fr 31. Mär 2017, 12:31

Bleibtreu hat geschrieben:(31 Mar 2017, 12:56)

Al-Husseini war DAS VerbindungsGlied zwischen Islam und NaziDeutschland. "Über Jahrzehnte war er der wichtigste Repräsentant der arabischen Welt, ihr politischer Führer..." Er wollte nicht nur ein unabhaengiges Palaestina, sondern ein arabisches GrossReich! ;)

Wenn überhaupt, dann war er ein Verbindungsglied zwischen der arabischen Welt und Nazi-Deutschland. Und es ging wohl eher um Politik und Staatsmacht als um einen Glaubenskrieg.
Auf jeden Fall scheint Al-Husseini keine große Nummer in der Geschichte des Holocaust gespielt zu haben. Ich habe mich nun eingehend mit dem Thema befasst, aber den Namen Al-Husseini habe ich nie gelesen.
Wer mit mir nicht auskommt, muss eben noch etwas an sich arbeiten. ;)
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Re: Araber, Islam und Nationalsozialismus

Beitragvon relativ » Fr 31. Mär 2017, 12:36

Bleibtreu hat geschrieben:(31 Mar 2017, 13:07)

Du magst es warum auch immer verstaerkt nur aus der Warte der Braunen sehen wollen. Den Gefallen werde ich dir nicht tun. ;)

Nochmal:
Über Jahrzehnte war er der wichtigste Repräsentant der arabischen Welt, ihr politischer Führer - Al-Husseini
war nicht irgendein "einzelner Muslim", auf den du ihn reduzieren willst. Und die 2 Artikel vom DeutschlandFunk habe ich verlinkt, mit Verlaub! Aus diesen stammen auch meine Zitate, die mit den 2 Links unterlegt sind. Einfach mal richtig lesen, nicht immer schnell, schnell hinhuschen. :)

Hat Al Husseini eine arabische Armee gegen die Briten geführt? M.M. war er ein rassistischer Maulheld. Auch die können Anhänger haben. Er hatte Machtpolitisch zur damaligen Zeit eher keine Relevanz, sonst hätte er wohl kaum 1941 nach Berlin "flüchten" muessen. Also allzuweit ging sein Einfluss auf die Araber dann wohl doch nicht.
Das sein verbreiteter Antisemitismus noch bis heute Einfluss in der arabischen Welt hat, ist für mich auch nix aussergewöhnliches, bedenkt man die geschichtlichen Ereignisse nach 1945. Selbst in Deutschland fängt der Antisemitismus der Nazis ja noch Menschen ein.
Al Husseini war also eher ein nützlicher Hassprediger, als ein mächtiger Verbündeter für die Nazis.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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