pearl harbor, war das nötig?

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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 15. Okt 2016, 17:32

Dark Angel hat geschrieben:(15 Oct 2016, 16:19)

1. Verschwörungstheorien, sind nichts für ein Geschichtsforum und um eine solche handelt es sich hier.
2. Die USA waren nicht auf einen Krieg vorbereitet, schon gar nicht auf einen Krieg im Pazifik. Sie besaßen 1940/41 gerade mal 234.000 Mann reguläre Streitkräfte (Army), 17 Schlachtschiffe - die hoffnungslos veraltet waren und 7 Flugzeugträger.
Diese geringe Stärke der USAmerikanischen Streitkräfte war der isolationistischen Politik geschuldet.


3. Sorry, aber das ist Unsinn!
4. Abgesehen davon, dass sich die "Ananas-Armee" wirklich nicht mit Ruhm bekleckert hat, steht die Aussage Kimmels in keinem Zusammenhang mit dem tatsächlichen Angriff.
5. Der japanische Flugzeugträgerverband hielt absolute Funkstille und bewegte sich nördlich des 40. Breitengrades in östlicher Richtung. Selbst wenn er gesichtet worden wäre, hätte sich aus dieser Route kein Angriff auf Pearl Harbor ableiten. Auch ab dem 4. Dezember nicht, als die Route in südöstliche Richtung geändert wurde.
Angriffsziele hätten zu diesem Zeitpunkt immer noch die Kolonien der Alliierten oder die Philipienen sein können.
Mit einem Angriff auf die Philipienen wurde ja gerechnet.

1. na na, es ist keine VT die hier behandelt wird, sondern fakten die meist später bekannt wurden, werden hier genannt. ich brauche nicht die kontra-fakten zu nennen, denn die findet man ohne mühe. ebenso gut sind mehrere dokumente noch unter verschluß. warum ?

2. inzwischen war mit einer stimme mehrheit schon die allgemeine wehrpflicht angenommen. also bevor PH. auch wurden nach und nach die waffen modernisiert. nimm die flugzeuge. sie waren noch im entwurfstadium, aber das hatte man schon angefangen.

3 du kannst selbst im netz suchen und wirst dann fündig. es ist jedenfalls kein unsinn. vllt eine grobe nachlässigkeit, aber dann hat murphy hier sehr tüchtig mitgespielt. denn ich habe noch mehr punkte. die werden noch genannt... :D

4 auch hier irrst du dich, denn kimmel war bloß einige tage davor (ich dachte drei) gewarnt daß die japaner bereit waren einen krieg zu entfachen. kimmel hat selbst gesagt, als er vor einer untersuchsuchungskommission stand, daß er sich nicht vorstellen konnte daß die japaner PH angreifen würden.

5 funkstille? die flotte hatte was gefunkt was sogar in tokio (??) aufgefangen wurde. außerdem wurde die flotte durch eine niederländische U-boot gesichtet. die K-17 hat die mitteilung nach dem englischen befehlshaber geschickt. das geschah zwei tage bevor den angriff.

und was zu denken vom botschafter, der warnte für einen angriff auf PH? sowie die niederländer, die genau dasselbe taten. daneben gab es noch einen amerikanischen marine-oberst. der war teils verantwortlich für die dechiffrierten »magic« berichte der japaner. es wurde ihn sogar verboten noch weiter zu reden über einen japanischen angriff.
es gibt aber mehr hinweise, die später noch behandelt werden.
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 15. Okt 2016, 17:37

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 Oct 2016, 17:12)

Die Frage ist doch ob man nicht eher mit einem Überfall auf die naheliegenden Philippinen rechnen mußte.

lese den vorigen beitrag. darin kannst du sehen daß PH bestimmt ein angriffsziel sein mußte. daneben wurden aber auch die philippinen gefährdet, als die japaner ein »freies geleit« durch indo china (vichy französisch !) bekamen.
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon HugoBettauer » Sa 15. Okt 2016, 18:03

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 Oct 2016, 15:01)

Amerika ist ja nicht erst seit gestern eine Nation die Risiken im Verhältnis zu anderen Nationen besonders schlecht einschätzen kann. Ich erinnere da mal an diesen aus heutiger Sicht skurillen "War plan red" als Reaktion auf eine vorgebliche Bedrohung durch GB/Kanada.

Stimmt schon, aber in der Rückschau ist manches viel klarer zu sehen als wenn man verantwortlich mittendrin hockt.
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 15. Okt 2016, 18:38

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Oct 2016, 18:32)

5 funkstille? die flotte hatte was gefunkt was sogar in tokio (??) aufgefangen wurde. außerdem wurde die flotte durch eine niederländische U-boot gesichtet. die K-17 hat die mitteilung nach dem englischen befehlshaber geschickt. das geschah zwei tage bevor den angriff.

sorry, ich denke daß ich hier PH und midway mit einander verwechsle. da war rede von funken mit n schwachen sender. trotzdem wurde das durch yamamoto, hunderte seemeilen hinter nagumos eskader aufgefangen.
dennoch, das niederländische U-boot K17 bleibt. die japanische flotte war also gesichtet.
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Dark Angel » So 16. Okt 2016, 10:15

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Oct 2016, 18:32)

1. na na, es ist keine VT die hier behandelt wird, sondern fakten die meist später bekannt wurden, werden hier genannt. ich brauche nicht die kontra-fakten zu nennen, denn die findet man ohne mühe. ebenso gut sind mehrere dokumente noch unter verschluß. warum ?

2. inzwischen war mit einer stimme mehrheit schon die allgemeine wehrpflicht angenommen. also bevor PH. auch wurden nach und nach die waffen modernisiert. nimm die flugzeuge. sie waren noch im entwurfstadium, aber das hatte man schon angefangen.

3 du kannst selbst im netz suchen und wirst dann fündig. es ist jedenfalls kein unsinn. vllt eine grobe nachlässigkeit, aber dann hat murphy hier sehr tüchtig mitgespielt. denn ich habe noch mehr punkte. die werden noch genannt... :D

4 auch hier irrst du dich, denn kimmel war bloß einige tage davor (ich dachte drei) gewarnt daß die japaner bereit waren einen krieg zu entfachen. kimmel hat selbst gesagt, als er vor einer untersuchsuchungskommission stand, daß er sich nicht vorstellen konnte daß die japaner PH angreifen würden.

5 funkstille? die flotte hatte was gefunkt was sogar in tokio (??) aufgefangen wurde. außerdem wurde die flotte durch eine niederländische U-boot gesichtet. die K-17 hat die mitteilung nach dem englischen befehlshaber geschickt. das geschah zwei tage bevor den angriff.

und was zu denken vom botschafter, der warnte für einen angriff auf PH? sowie die niederländer, die genau dasselbe taten. daneben gab es noch einen amerikanischen marine-oberst. der war teils verantwortlich für die dechiffrierten »magic« berichte der japaner. es wurde ihn sogar verboten noch weiter zu reden über einen japanischen angriff.
es gibt aber mehr hinweise, die später noch behandelt werden.

Doch - es handelt sich um Verschwörungstheorien und zwar auf der ganzen Linie, Verschwörungstheorien die sogar von amerikanischen Historikern vertreten werden - z.B. durch Charles A. Beard und Harry Elmer Barnes.
Diese Verschwörungstheorien basieren u.a. darauf, dass durch eingemeinsames Manöver von Army und Navy im Jahre 1932, welches unter dem Kommando von Admiral Harry E. Yarnell, durchgeführt wurde und aufzeigte, wie Pearl Harbor angegriffen werden kann. Aus diesem Manöver wird u.a. abgeleitet, dass der Angriff welcher 1941 erfolgte vorhersehbar gewesen sein müsse. Ignoriert wird dabei jedoch, dass zum Zeitpunkt des Manövers, seichte Häfen wie Pearl Harbor als sicher galten, weil keine Lufttorpedos mit geringem Tiefgang verfügbar waren. Selbst nach dem Angriff der Briten auf den Hafen von Tarent - mit einer Tiefe von nur 23m - galt Pearl Harbor noch als sicher, weil seine Tiefe nut 15m beträgt.
Das sind Zusammenhänge, die berücksichtigt werden müssen, aber von Verschwörungstheoretikern nicht berücksichtigt werden.
Eine andere Grundlage ist die Verlegung der Pazifik-Flotte von San Diego nach Hawaii - dies wird von Verschwörungstheoretikern als Kriegsvorbereitung gewertet, ignoriert wird dabei, dass sie gesamte amerikanische Flotte, mit Ausnahme der wenigen Flugzeugträger hoffnungslos veraltet war ==> USS Arizona wurde z.B vor Ausbruch des WK1 gebaut. Gleiches gilt für die US Army Air Forces - sie verfügten nur über hoffnungslos veraltete Flugzeuge, mit Ausnahme Curtiss P-40 "Kitty Hawk".
Ebenso Grundlage für die Verschwörungstheorien ist die Tatsache, dass in den 1930ern eine grundlegende Modernisierung der US-Streitkräfte vorgenommen wurde.
Eine eigentlich simple Tatsache wird hier zu "Kriegsvorbereitungen" bzw "Kenntnisse über Angriffspläne" hochstilisiert.

Verschwörungstheorie heißt ja nicht, dass alles frei erfunden ist, sondern das Fakten/Tatsachen entsprechend eines bestimmten Weltbildes eigeordnet und interpretiert werden.
Und genau dafür lieferst du hier ein Paradebeispiel - übrigens auch eine Form von Revisionismus.
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon HugoBettauer » So 16. Okt 2016, 10:17

Dark Angel hat geschrieben:(16 Oct 2016, 11:15)

Und genau dafür lieferst du hier ein Paradebeispiel - übrigens auch eine Form von Revisionismus.

Kannst du das mit dem Revisionismus bitte kurz ausführen? Da komme ich noch nicht ganz mit.
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Dark Angel » So 16. Okt 2016, 11:58

HugoBettauer hat geschrieben:(16 Oct 2016, 11:17)

Kannst du das mit dem Revisionismus bitte kurz ausführen? Da komme ich noch nicht ganz mit.

Im Zusammenhang mit den Verschwörungstheorien um den Angriff auf Pearl Harbor wird von Geschichtsrevisionismus gesprochen, weil wichtige Fakten ignoriert bzw uminterpretiert werden/wurden.
So wird u.a. die Verlegung der Pazifik-Flotte von San Diego (Kalifornien) nach Hawaii von Verschwörungstheoretikern als Kriegsvorbereitung interpretiert bzw mit dem Wissen um Angriffsvorbereitungen. Die Behauptung einiger amerikanischer Historiker, der US-Regierung seien japanische Angriffspläne bekannt gewesen ist Geschichtsrevisionismus,
die Behauptung, die Modernisierung der US-Streitkräfte Mitte bis Ende der 30er Jahre und deren Forcierung sowie das Lend-Lease-Abkommen hätte dazu gedient in dem WK2 einzutreten, ist Geschichtsrevisionimus und last but not least die Warnung Gen. Marshalls, die er an alle amerikanischen Stützpunkte im Pazifik ergehen ließ - allerdings ohne jeden Dringlichkeitsvermerk - wird als sichere Kenntnis eines bevor stehenden Angriffs seitens der Japaner gedeutet und ist Geschichtsrevisionismus.

Angesichts der Pleiten, Pech und Pannen, die den ameriknischen Nachrichtendiensten unterliefen, kann wohl kaum die Rede davon sein, dass die USA (insbesondere Roosevelt) auf einen Kriegseintritt der USA hin arbeiteten bzw mit einem Angriff rechneten. Dies zu behaupten ist Geschichtsrevisionismus.
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Dark Angel » So 16. Okt 2016, 12:28

Nochmal im Einzelnen:
Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Oct 2016, 18:32)

1. na na, es ist keine VT die hier behandelt wird, sondern fakten die meist später bekannt wurden, werden hier genannt. ich brauche nicht die kontra-fakten zu nennen, denn die findet man ohne mühe. ebenso gut sind mehrere dokumente noch unter verschluß. warum ?

Doch ist es. Schon die Aussage/Behauptung "Dokumente unter Verschluss" ist ein Hinweis auf VT.

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Oct 2016, 18:32)2. inzwischen war mit einer stimme mehrheit schon die allgemeine wehrpflicht angenommen. also bevor PH. auch wurden nach und nach die waffen modernisiert. nimm die flugzeuge. sie waren noch im entwurfstadium, aber das hatte man schon angefangen.

Ja und - was hat das mit Kriegsvorbereitungen zu tun? Gaar nichts! Jeder Staat modernisiert seine Streitkräfte in bestimmten Abständen - einfach um auf jeweiligen technischen Stand zu bleiben.
Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Oct 2016, 18:32)
3 du kannst selbst im netz suchen und wirst dann fündig. es ist jedenfalls kein unsinn. vllt eine grobe nachlässigkeit, aber dann hat murphy hier sehr tüchtig mitgespielt. denn ich habe noch mehr punkte. die werden noch genannt... :D

Doch, der von dir konstruierte Zusammenhang ist Unsinn, ist VT.

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Oct 2016, 18:32)4 auch hier irrst du dich, denn kimmel war bloß einige tage davor (ich dachte drei) gewarnt daß die japaner bereit waren einen krieg zu entfachen. kimmel hat selbst gesagt, als er vor einer untersuchsuchungskommission stand, daß er sich nicht vorstellen konnte daß die japaner PH angreifen würden.

Ist Kimmel nicht. Die Warnung ging an alle amerikanischen Stützpunkte im Pazifik. Ein Angriff wurde auf den Philippinen erwartet - nicht auf Pearl Harbor. Die Warnung war allgemein gehalten, weil die Nachrichtendienste heraus gefunden hatten, dass die japanische Flotte mit unbekanntem Ziel ausgelaufen war.
Das ist nun wirklich kein Geheimnis, was "unter Verschluss" gehalten wurde, sondern wird bereits in dem Film "tora, tora, tora" von 1970 thematisiert.
Und Nein - Kimmel konnte sich einen Abgriff auf Pearl Harbor nicht vorstellen, weil eer keine Kenntnis von den japanischen Lufttorpedos hatte, die auch in etrem seichten Häfen Anwendung finden (können), hatte.

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Oct 2016, 18:32)5 funkstille? die flotte hatte was gefunkt was sogar in tokio (??) aufgefangen wurde. außerdem wurde die flotte durch eine niederländische U-boot gesichtet. die K-17 hat die mitteilung nach dem englischen befehlshaber geschickt. das geschah zwei tage bevor den angriff.

Jawohl Funkstille! Der Trägerverband, der zum Angriff auf Pearl Harbor ausgelaufen war, hielt absolute Funkstille ==> Überraschungsangriff!

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Oct 2016, 18:32)und was zu denken vom botschafter, der warnte für einen angriff auf PH? sowie die niederländer, die genau dasselbe taten. daneben gab es noch einen amerikanischen marine-oberst. der war teils verantwortlich für die dechiffrierten »magic« berichte der japaner. es wurde ihn sogar verboten noch weiter zu reden über einen japanischen angriff.
es gibt aber mehr hinweise, die später noch behandelt werden.

Welcher Botschafter soll denn die USA vor einem japanischen Angriff auf Pearl Harbor gewarnt haben?
Belege?
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Dark Angel » So 16. Okt 2016, 12:30

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Oct 2016, 18:37)

lese den vorigen beitrag. darin kannst du sehen daß PH bestimmt ein angriffsziel sein mußte. daneben wurden aber auch die philippinen gefährdet, als die japaner ein »freies geleit« durch indo china (vichy französisch !) bekamen.

Nein - aus dem "vorigen Beitrag" ist gar nichts zu ersehen, schon gar nicht, dass Pearl Harbor Angriffzeil sein musste.
Genau das ist die VT.
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Dark Angel » So 16. Okt 2016, 12:42

Nomen Nescio hat geschrieben:(15 Oct 2016, 19:38)

sorry, ich denke daß ich hier PH und midway mit einander verwechsle. da war rede von funken mit n schwachen sender. trotzdem wurde das durch yamamoto, hunderte seemeilen hinter nagumos eskader aufgefangen.
dennoch, das niederländische U-boot K17 bleibt. die japanische flotte war also gesichtet.


Der Trägerverband mit Ziel Pearl Harbor wurde nicht gsichtet - auch von keinem niederländischen U-Boot!
Nichtmal am 6. Dezember 1941 um 21:00 Uhr hatte irgendein Schiff Kontakt (Sicht) zum japanischen Trägerverband, der sich zu diesem Zeitpunkt noch etwa 910km nördlich von Hawaii befand.
Tut mir leid, aber das sind keine Fakten, was du uns hier auftischt, du versuchst uns hier einen vom Pferd zu erzählen!
Es geht immer noch um den Trägerverband, der den Angriff auf Pearl Harbor ausführen sollte und nicht um die japanische Flotte, die mit einem ganz anderen Ziel ausgelaufen war.
Japanische Flotte und japanischer Trägerverband Ziel Hawaii sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Im Gegensatz zur japanischen Flotte, die Anweisungen über Funk erhielt, hielt der Trägerverband absolute Funkstille.

Sorry, aber duch schmeißt hier ganz kräftig etwas durcheinander
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Nomen Nescio » So 16. Okt 2016, 12:48

Dark Angel hat geschrieben:(16 Oct 2016, 11:15)

Verschwörungstheorie heißt ja nicht, dass alles frei erfunden ist, sondern das Fakten/Tatsachen entsprechend eines bestimmten Weltbildes eigeordnet und interpretiert werden.
Und genau dafür lieferst du hier ein Paradebeispiel - übrigens auch eine Form von Revisionismus.

ha, ich tue nichts anders als FAKTEN liefern. und setze fragezeichen.

so finde ich es suspekt das die britische admiralität offensichtlich die beobachtung der K VII von der japanischen flotte nicht weiter geleitet hat. churchill wollte ja, daß die USA krieg führen würde.
ebenso daß roosevelt dann wieder einen krieg herauslocken will, dann aber wieder sagt daß die japaner erst angreifen müssen.

es kommen aber noch mehr fakten. tröste dich.


das wahrscheinlichste scheint mir jetzt, wo ich immer mehr alles nachsuchen mußte, das ein ungeheures maß an nonchalance, ignoranz und optimismus hand in hand ging. zusammen mit einem superioritätsgefühl.
OK, es waren alte schlagschiffe. nichtsdestotrotz es gab sie. und evt konnte man auch noch die atlantikflotte berauben. da gab es ja auch noch einiges. denke nicht daß in den augen der admiräle das vergessen wurde. im krieg wurde das öfter durch die amerikanen getan je nachdem ein bedürfnis bestand. vom pazifik nach atlantik. und umgekehrt.

ein deutliches zeichen daß man im pentagon isoliert war, beweist wohl daß alle warnungen negiert wurden. ja, daß sogar gesagt wurde chefs nicht mehr zu belästigen mit hohlen meldungen. das passierte u.a. einen oberst (A.J. Barker ??), der q.q. entschlüsselte berichte - ob magic oder JN - den höchsten beteiligten überreichen mußte (präsident, ein oder zwei ministers, gen. marshall, admiral stark).

bereits IM krieg wurden fragen gestellt ob roosevelt die USA absichtlich in einem krieg geführt hatte. persönlich denke ich, daß wenn eher die japaner gesagt wäre »hier ist die grenze«, daß das ganze kriegstheater in der pazifik früher ausgebrochen war und früher beendet war. ohne die menge toten.

ich suche in moment ein offizielles dokument worin marshal, stark und alle hohen offiziere sowie ministers primär verantwortlich gehalten werden. das habe ich, dachte ich, kopiert. wahrscheinlich war es das resultat einer kongreßuntersuchung.
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Tom Bombadil » So 16. Okt 2016, 12:55

Nomen Nescio hat geschrieben:(16 Oct 2016, 13:48)

ha, ich tue nichts anders als FAKTEN liefern. und setze fragezeichen.

Du lieferst eine Menge an Behauptungen, ohne etwas zu belegen. Und diese Fragen kennt man zur Genüge von anderen VT, da werden auch querbeet Fragen gestellt.

Lies dir das mal in Ruhe durch:
https://www.washingtonpost.com/opinions ... b66e11afb8

Antony Best, a historian at the London School of Economics and author of book on Pearl Harbor said: "I was very doubtful that the second telegram existed. I think it is just one of those mistakes of history. I have never found any evidence that there was a conspiracy and I have looked high and low."
http://www.independent.co.uk/news/pearl ... 73728.html

David Irving sagt dir sicher was, der meint auch sowas zu Pearl Harbor...
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Nomen Nescio » So 16. Okt 2016, 13:04

Dark Angel hat geschrieben:(16 Oct 2016, 13:42)

Der Trägerverband mit Ziel Pearl Harbor wurde nicht gsichtet - auch von keinem niederländischen U-Boot!
Nichtmal am 6. Dezember 1941 um 21:00 Uhr hatte irgendein Schiff Kontakt (Sicht) zum japanischen Trägerverband, der sich zu diesem Zeitpunkt noch etwa 910km nördlich von Hawaii befand.
Tut mir leid, aber das sind keine Fakten, was du uns hier auftischt, du versuchst uns hier einen vom Pferd zu erzählen!

da das mysteriöse »verschwinden« der KVII in meinem land noch immer bei uns umstritten ist, ist mir ganz klar, das du dich irrst.
The Netherlands and the attack on Pearl Harbor

President Franklin D. Roosevelt knew months before the attack on Pearl Harbor of a massive presence by Japan in the Pacific Ocean. 12 days before he knew the exact date of the attack on Pearl Harber. The Dutch submarine K-XVII discovered that the Japanese fleet was on its way to Pearl Harbor, this was kept secret. The Dutch crew was sacrificed and the K-XVII (photo) perish on 7 December 1941 in to the Pacific as a result of sabotage by the British secret service (Rothschild's) where Winston Churchill was aware of
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Tom Bombadil » So 16. Okt 2016, 13:08

Nomen Nescio hat geschrieben:(16 Oct 2016, 14:04)

da das mysteriöse »verschwinden« der KVII in meinem land noch immer bei uns umstritten ist, ist mir ganz klar, das du dich irrst.

Warum gibst du deine Quelle nicht an? Sind die "No cancer foundation" und Alex Jones doch nicht seriös genug?

Wie kann das UBoot die jap. Flotte im Golf von Thailand gesichtet haben?

6 Dec 1941
The Dutch 1st submarine division (made up of HrMs O 16 (Lt.Cdr. A.J. Bussemaker, RNN) and HrMs K XVII (Lt.Cdr. H.C. Besançon, RNN)) departed Singapore to patrol off the Gulf of Siam near position 07.30N, 103.00E.
http://uboat.net/allies/warships/ship/2880.html
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon PeterK » So 16. Okt 2016, 13:11

Nomen Nescio hat geschrieben:(16 Oct 2016, 14:04)
da das mysteriöse »verschwinden« der KVII in meinem land noch immer bei uns umstritten ist, ist mir ganz klar, das du dich irrst.

Laut der Churchill-Kurzbiographie von Sebastian Haffner (sehr lesenswert) war Churchill über alle Maßen erleichtert, als er von dem Angriff auf PH erfuhr, weil er richtig kalkulierte, dass seine Bemühungen, die USA in den Krieg zu ziehen, nun fruchten würden. Die dämliche Kriegserklärung Hitlers an die USA war dann das i-Tüpfelchen. Churchill wusste angeblich in dem Moment, dass der Krieg gewonnen war, und soll sich an dem Abend betrunken haben :D.
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Nomen Nescio » So 16. Okt 2016, 13:13

Dark Angel hat geschrieben:(16 Oct 2016, 12:58)

Angesichts der Pleiten, Pech und Pannen, die den ameriknischen Nachrichtendiensten unterliefen, kann wohl kaum die Rede davon sein, dass die USA (insbesondere Roosevelt) auf einen Kriegseintritt der USA hin arbeiteten bzw mit einem Angriff rechneten. Dies zu behaupten ist Geschichtsrevisionismus.

dies ist also revisonismus oder lüge ?
The US was warned by, at least, the governments of Britain, Netherlands, Australia, Peru, Korea and the Soviet Union that a surprise attack on Pearl Harbor was coming. All important Japanese codes were broken. FDR and Marshall and others knew the attack was coming, allowed it and covered up their knowledge. It's significant that both the the chief of OP-20-G Safford and Friedman of Army SIS, the two people in the world that knew what we decoded, said that FDR knew Pearl Harbor was going to be attacked
In November FDR ordered the Red Cross Disaster Relief director to secretly prepare for massive casualties at Pearl Harbor because he was going to let it be attacked. When he protested to the President, President Roosevelt told him that "the American people would never agree to enter the war in Europe unless they were attack [sic] within their own borders." See U.S. Naval Institute - Naval History - Advance Warning? The Red Cross Connection by Daryl S. Borgquist
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Tom Bombadil » So 16. Okt 2016, 13:29

whatreallyhappened.com ist auch wieder so eine sehr "seriöse" VT-Website: http://jewishnews.timesofisrael.com/cau ... b-of-hate/
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon HugoBettauer » So 16. Okt 2016, 13:48

Dark Angel hat geschrieben:(16 Oct 2016, 12:58)

Im Zusammenhang mit den Verschwörungstheorien um den Angriff auf Pearl Harbor wird von Geschichtsrevisionismus gesprochen, weil wichtige Fakten ignoriert bzw uminterpretiert werden/wurden.
So wird u.a. die Verlegung der Pazifik-Flotte von San Diego (Kalifornien) nach Hawaii von Verschwörungstheoretikern als ...

Danke für die Erläuterungen
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Nomen Nescio » So 16. Okt 2016, 14:02

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 Oct 2016, 14:08)

Warum gibst du deine Quelle nicht an? Sind die "No cancer foundation" und Alex Jones doch nicht seriös genug?

Wie kann das UBoot die jap. Flotte im Golf von Thailand gesichtet haben?

es gibt mehr quellen. die muß ich dann suchen. willst du den link haben? kannst du bekommen. ich hatte nicht gedacht daß bei diesem nennen von kontroversiellen mitteilungen das auch nötig war.
vergiß nicht, das ich fragezeichen setze bei allem bzgl PH. sowohl pro als kontra. ich behaupte absolut nicht, daß es so und so gewesen sein muß. falls du diesen eindruck bekamst, der ist falsch.

dies ist m.e. wirklich revisionistisch, auch wenn die seite mehrere fakten bietet. der tendenz ist aber diskutabel. die »fakten soll man aber prüfen«.
FDR planned Pearl Harbor to be their target. He ordered the ships in and the carriers out. Co-conspirator Churchill wrote about Pearl Harbor that FDR and his top advisers "knew the full and immediate purpose of their enemy." (GRAND ALLIANCE p 603) Churchill's entire discussion of Pearl Harbor was a justification of treason, e.g.: "A Japanese attack upon the U.S. was a vast simplification of (FDR's and advisors') problems and their duty. How can we wonder that they regarded the actual form of the attack, or even its scale, as incomparably less important than the fact that the whole American nation would be united...
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Nomen Nescio
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Re: pearl harbor, war das nötig?

Beitragvon Nomen Nescio » So 16. Okt 2016, 14:03

Tom Bombadil hat geschrieben:(16 Oct 2016, 14:29)

whatreallyhappened.com ist auch wieder so eine sehr "seriöse" VT-Website: http://jewishnews.timesofisrael.com/cau ... b-of-hate/

das fand ich auch. dennoch haben sie mehrere punkte genannt, die mich stutzen ließen. denn durch andere quellen war es möglich die zu verifizieren.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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