Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

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frems
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Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon frems » So 3. Jul 2016, 18:27

Liebe Genossinnen und Genossen,

heute vor 150 Jahren kämpften Sachsen und Österreich im böhmischen Sadowa gegen die Preußen. Letztere konnten die Schlacht haushoch für sich entscheiden, was einige Historiker als faktische Gründung Deutschlands -- im Rahmen der "kleindeutschen Lösung" -- betrachten, da unmittelbar nach der Schlacht der Norddeutsche Bund gegründet wurde, der ein halbes Jahrzehnt später im Deutschen Reich aufging.

Diese gigantische Schlacht schuf Deutschland
Am 3. Juli 1866 trafen die Armeen Österreichs und Preußens bei Königgrätz in Böhmen aufeinander. Ein Gewaltmarsch entschied die Riesenschlacht, die Europa und die Welt von Grund auf veränderte.

http://www.welt.de/geschichte/article15 ... hland.html

Wie würdet Ihr den Ausgang bewerten? Ähnlich wie Berthold Seewald (WELT-Artikel)? Und wie könnte die Geschichte verlaufen sein, wenn die Allianz von Sachsen und Österreich als Sieger hervorgegangen wäre?
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Billabong
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Billabong » So 3. Jul 2016, 18:30

Happy Birthday Schlacht bei Königgrätz!
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H2O
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon H2O » So 3. Jul 2016, 18:43

frems hat geschrieben:(03 Jul 2016, 19:27)

Liebe Genossinnen und Genossen,

heute vor 150 Jahren kämpften Sachsen und Österreich im böhmischen Sadowa gegen die Preußen. Letztere konnten die Schlacht haushoch für sich entscheiden, was einige Historiker als faktische Gründung Deutschlands -- im Rahmen der "kleindeutschen Lösung" -- betrachten, da unmittelbar nach der Schlacht der Norddeutsche Bund gegründet wurde, der ein halbes Jahrzehnt später im Deutschen Reich aufging.

Diese gigantische Schlacht schuf Deutschland
Am 3. Juli 1866 trafen die Armeen Österreichs und Preußens bei Königgrätz in Böhmen aufeinander. Ein Gewaltmarsch entschied die Riesenschlacht, die Europa und die Welt von Grund auf veränderte.

http://www.welt.de/geschichte/article15 ... hland.html

Wie würdet Ihr den Ausgang bewerten? Ähnlich wie Berthold Seewald (WELT-Artikel)? Und wie könnte die Geschichte verlaufen sein, wenn die Allianz von Sachsen und Österreich als Sieger hervorgegangen wäre?


Im Sinne einer Reichsbildung verstehe ich heute nicht, warum Preußen den Sieg nicht dazu nutzte, das Habsburger Reich mit Preußen zu vereinigen. Auch Preußen war doch im Osten kein rein deutscher Staat. Hätte es da denn Ärger mit den Franzosen gegeben?
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Bielefeld09
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Bielefeld09 » So 3. Jul 2016, 18:55

frems hat geschrieben:(03 Jul 2016, 19:27)

Liebe Genossinnen und Genossen,

heute vor 150 Jahren kämpften Sachsen und Österreich im böhmischen Sadowa gegen die Preußen. Letztere konnten die Schlacht haushoch für sich entscheiden, was einige Historiker als faktische Gründung Deutschlands -- im Rahmen der "kleindeutschen Lösung" -- betrachten, da unmittelbar nach der Schlacht der Norddeutsche Bund gegründet wurde, der ein halbes Jahrzehnt später im Deutschen Reich aufging.

Diese gigantische Schlacht schuf Deutschland
Am 3. Juli 1866 trafen die Armeen Österreichs und Preußens bei Königgrätz in Böhmen aufeinander. Ein Gewaltmarsch entschied die Riesenschlacht, die Europa und die Welt von Grund auf veränderte.

http://www.welt.de/geschichte/article15 ... hland.html

Wie würdet Ihr den Ausgang bewerten? Ähnlich wie Berthold Seewald (WELT-Artikel)? Und wie könnte die Geschichte verlaufen sein, wenn die Allianz von Sachsen und Österreich als Sieger hervorgegangen wäre?

Was möchtest du hier einstellen?
Das unser Deutschland erst nach 1945 entstanden ist,
die Zeit dazwischen bis 1933 nur ein Fehltritt war und wir
abgesehen von dem ersten Weltkrieg, ein Siegervolk sind?
Die Toten von Königgrätz schweigen.
Sprichst du nun für sie?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon frems » So 3. Jul 2016, 18:58

Bielefeld09 hat geschrieben:(03 Jul 2016, 19:55)

Was möchtest du hier einstellen?
Das unser Deutschland erst nach 1945 entstanden ist,
die Zeit dazwischen bis 1933 nur ein Fehltritt war und wir
abgesehen von dem ersten Weltkrieg, ein Siegervolk sind?
Die Toten von Königgrätz schweigen.
Sprichst du nun für sie?

Ich wollte einfach nur das 150-jährige "Jubiläum" als Anlass für eine Diskussion im Geschichtsforum nehmen. Und beim deutsch-deutschen Krieg ist es etwas schwierig, nicht Sieger zu sein. :?
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Bielefeld09
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Bielefeld09 » So 3. Jul 2016, 19:20

frems hat geschrieben:(03 Jul 2016, 19:58)

Ich wollte einfach nur das 150-jährige "Jubiläum" als Anlass für eine Diskussion im Geschichtsforum nehmen. Und beim deutsch-deutschen Krieg ist es etwas schwierig, nicht Sieger zu sein. :?

Nee, ich wollte mich auch nicht auf die Siegerdiskussion einlassen.
Ich wollte nur übersetzen.
Heute vor 150 Jahren: Schlachten bei Königsgrätz.
Da haben sich Menschen abgeschlachtet.
Entehre ich jetzt dieses Jubiläum?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon frems » So 3. Jul 2016, 19:22

Bielefeld09 hat geschrieben:(03 Jul 2016, 20:20)

Nee, ich wollte mich auch nicht auf die Siegerdiskussion einlassen.
Ich wollte nur übersetzen.
Heute vor 150 Jahren: Schlachten bei Königsgrätz.
Da haben sich Menschen abgeschlachtet.
Entehre ich jetzt dieses Jubiläum?

Nein, wieso? :?:
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Bielefeld09 » So 3. Jul 2016, 19:39

frems hat geschrieben:(03 Jul 2016, 20:22)

Nein, wieso? :?:

Und ich dachte immer, Verträge machen Kriege unmöglich.
Aber Vertragsgrundlage sind einfach die Grenzen des anderen.
Warum sollte das so kompliziert sein?
Dazu braucht es kein Schlachten von Menschen.
Es braucht dazu die Schlachten in Verträgen,
aber das ist die EU.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Quatschki » So 3. Jul 2016, 19:58

frems hat geschrieben:(03 Jul 2016, 19:27)
http://www.welt.de/geschichte/article15 ... hland.html

Wie würdet Ihr den Ausgang bewerten? Ähnlich wie Berthold Seewald (WELT-Artikel)? Und wie könnte die Geschichte verlaufen sein, wenn die Allianz von Sachsen und Österreich als Sieger hervorgegangen wäre?

Der Artikel beleuchtet kaum die komplexe außenpolitische Situation, die preußisch-italienische Allianz (unter Bruch des Bundesrechts) und der dadurch bedingte Zweifrontenkrieg für Österreich. Der Verlust Venetiens und das Lauern Frankreichs.
Wäre Preußen geschlagen worden, hätte sich Napoleon III. das linksrheinische Gebiet einverleibt
Aber Preußen konnte nicht geschlagen werden, denn Österreich hatte nur eine Multikulti-Armee und war deshalb zur Umsetzung einer komplexen, koordinierten Strategie garnicht in der Lage, selbst wenn Benedek dies gewollt hätte.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Bielefeld09 » So 3. Jul 2016, 21:50

Quatschki hat geschrieben:(03 Jul 2016, 20:58)

Der Artikel beleuchtet kaum die komplexe außenpolitische Situation, die preußisch-italienische Allianz (unter Bruch des Bundesrechts) und der dadurch bedingte Zweifrontenkrieg für Österreich. Der Verlust Venetiens und das Lauern Frankreichs.
Wäre Preußen geschlagen worden, hätte sich Napoleon III. das linksrheinische Gebiet einverleibt
Aber Preußen konnte nicht geschlagen werden, denn Österreich hatte nur eine Multikulti-Armee und war deshalb zur Umsetzung einer komplexen, koordinierten Strategie garnicht in der Lage, selbst wenn Benedek dies gewollt hätte.

Sie hätten nicht verhandeln können?
Sie mussten Tote produzieren.
Das nennt man Krieg.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Quatschki » So 3. Jul 2016, 22:13

Bielefeld09 hat geschrieben:(03 Jul 2016, 22:50)

Sie hätten nicht verhandeln können?
Sie mussten Tote produzieren.
Das nennt man Krieg.

Sie haben ja verhandelt.
Deshalb gab es nur einen kleinen und kurzen Krieg, der nicht zum Flächenbrand wuchs.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Bielefeld09 » So 3. Jul 2016, 22:18

Quatschki hat geschrieben:(03 Jul 2016, 23:13)

Sie haben ja verhandelt.
Deshalb gab es nur einen kleinen und kurzen Krieg, der nicht zum Flächenbrand wuchs.

Es gab wieder mal keine Tote,
weil man nur verhandelt hat?
Oder was?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Quatschki » Mo 4. Jul 2016, 06:44

Bielefeld09 hat geschrieben:(03 Jul 2016, 23:18)

Es gab wieder mal keine Tote,
weil man nur verhandelt hat?
Oder was?

Du hättest keinen einzigen retten können, weil sie am Ende ihres Lebens sowieso gestorben wären.

Aber stell dir mal vor, Wien wäre europäische Hauptstadt und Berlin kreisfreie Stadt im Bundesland Sachsen mit eigenem Regionalbahnanschluß!
Das wäre die Sache doch Wert gewesen!
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Keoma » Mo 4. Jul 2016, 06:44

Quatschki hat geschrieben:(03 Jul 2016, 20:58)

Der Artikel beleuchtet kaum die komplexe außenpolitische Situation, die preußisch-italienische Allianz (unter Bruch des Bundesrechts) und der dadurch bedingte Zweifrontenkrieg für Österreich. Der Verlust Venetiens und das Lauern Frankreichs.
Wäre Preußen geschlagen worden, hätte sich Napoleon III. das linksrheinische Gebiet einverleibt
Aber Preußen konnte nicht geschlagen werden, denn Österreich hatte nur eine Multikulti-Armee und war deshalb zur Umsetzung einer komplexen, koordinierten Strategie garnicht in der Lage, selbst wenn Benedek dies gewollt hätte.


Vor allem hatte Österreich wieder einmal am falschen Platz gespart und nicht auf Hinterlader umgerüstet.
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Quatschki » Mo 4. Jul 2016, 07:44

1871 haben die Preußen die Franzosen trotz deren weit überlegenen Chassepotgewehre besiegt.
Wesentlich entscheidender ist, dass das österreichische Heer, ein bunter Haufen aus Deutschen, Ungarn, Italienern, Tschechen, Slowaken, Polen, Ukrainern, Rumänen und Kroaten, die als gemeinsamen Sprachschatz nur ca. hundert Kommandos gepaukt haben, dieses Manko nur mit einer 2-3fachen zahlenmäßigen Überlegenheit hätte ausgleichen können, die Preußén aber durch die Effizienz ihres Eisenbahnwesens, Organisation und Disziplin viel besser und schneller manövrieren und ihre Truppen auf den Schwerpunkt konzentrieren konnten.
Und dass das Österreichische Heer nach der Schlacht trotz überschaubarer Verluste in völlige Auflösung geriet, lag auch nicht an den unmodernen Gewehren.
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 4. Jul 2016, 08:51

Ufftata:

:)
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon H2O » Mo 4. Jul 2016, 09:47

Tom Bombadil hat geschrieben:(04 Jul 2016, 09:51)

Ufftata:

:)


Immerhin ohne Stechschritt im Parademarsch. ;)
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 4. Jul 2016, 10:25

Ich habe das Video so politisch korrekt wie möglich ausgesucht :D
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon Dampflok94 » Mo 4. Jul 2016, 11:39

H2O hat geschrieben:(03 Jul 2016, 19:43)

Im Sinne einer Reichsbildung verstehe ich heute nicht, warum Preußen den Sieg nicht dazu nutzte, das Habsburger Reich mit Preußen zu vereinigen. Auch Preußen war doch im Osten kein rein deutscher Staat. Hätte es da denn Ärger mit den Franzosen gegeben?

Wie hätte denn das funktionieren sollen? Etwa so, wie man es mit Hannover gemacht hat? Also schlicht die Habsburger raus schmeißen? Mal abgesehen davon, daß in Berlin niemand auf so eine schräge Idee gekommen wäre, schon rein praktisch nicht durchführbar. Dann wäre der Krieg noch mal neu angefangen. Wer hätte daran ein Interesse haben sollen? Preußen hatte seine Kriegsziele erreicht. Und im Gegensatz zu 1871 war man schlau genug den wichtigsten Gegnern milde Bedingungen aufzudrücken.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Heute vor 150 Jahren: Schlacht bei Königgrätz

Beitragvon H2O » Mo 4. Jul 2016, 11:57

Dampflok94 hat geschrieben:(04 Jul 2016, 12:39)

Wie hätte denn das funktionieren sollen? Etwa so, wie man es mit Hannover gemacht hat? Also schlicht die Habsburger raus schmeißen? Mal abgesehen davon, daß in Berlin niemand auf so eine schräge Idee gekommen wäre, schon rein praktisch nicht durchführbar. Dann wäre der Krieg noch mal neu angefangen. Wer hätte daran ein Interesse haben sollen? Preußen hatte seine Kriegsziele erreicht. Und im Gegensatz zu 1871 war man schlau genug den wichtigsten Gegnern milde Bedingungen aufzudrücken.


Sicher haben Sie Recht! So etwas wie ein freundliches Angebot, bei der Gestaltung Mitteleuropas künftig unter preußischer Führung sehr eng zusammen zu arbeiten, das gab es damals wohl noch nicht. Ein solches Verfahren müssen wir mit unseren Demokratien eben heute entwickeln.

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