revisionismus - revisionisten

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Nomen Nescio
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revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Do 30. Jul 2015, 08:26

ich lese im subforum 33 (osteuropa) vieles, wobei ich ein aha-erlebnis habe. »putinverteidiger« benützen sehr oft dieselbe taktiken die revisionisten schon lange hantieren.
bis vor etwa 10 jahren habe ich mich nie realisiert was revisionisten taten und wie. erst als ich mich in deutschen foren bewegte merkte ich wie verdorben sie sein können. aber auch wie leicht sie menschen betrügen können.

um revisionisten zu bestreiten braucht man einsicht in ihrer verfahrensweise. in diesem strang plane ich das zu tun. wenn anderen menschen andere beispiele geben können, um so besser.



das deutlichste beispiel ist lügen. putin: es gab keine russische soldaten in der krim. AH: da wird zurückgeschossen.

die bibel der revisionisten ist »der große wendig«. da findet man wunderbare beispiele.
das meist benützt aber wird die verharmlosung oder aber »tu quoque« (du auch) bzw eine kombination davon benützt. wendig gibt ein sehr schönes beispiel »Die Untersuchung von Jan Tomasz GROSS gab Anlaß zu einer breit angelegten Studie unter der Leitung Pawel MACHIEWICZ' vom polnischen Institut für das Nationale Gedenken (IPN), an der 30 Historiker des IPN, der Polnischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Bialystok mitwirkten. Die im Jahre 2002 veröffentlichte 1500seitige Studie Rund um ]edwabne kommt zu dem Schluß, daß Polen in mindestens 30 Städten um Bialystok 1941 Juden ermordeten
stell mal vor, liebst (mindestens !!) 1941 juden wurden durch die polen ermordet. damit hatten nazis nichts von tun. daß die nazihenker um die 3 millionen polnischen juden ermordeten, das muß man raten.

eine andere weise ist die beschuldigung; das in frage stellen.
wendig wieder »Ein großer Teil der in den Kriegsund Nachkriegsjahren gesammelten Hilfsgelder kam allerdings nicht den wirklich bedürftigen und notleidenden Juden in Osteuropa zugute, sondern es wurden riesige Summen für zionistische und kommunistische »Aufbauprojekte« ausgegeben, es wurde in polnische Banken, Gewerkschaften und Industriegesellschaften, zumeist mit jüdischem Hintergrund, aber auch in Kibbuze investiert.«

es gibt viel mehr methoden. eine sehr beliebte ist »ad hominem/ad personam«. evt kombiniert mit »einmal ein lügner, immer ein lügner.
dabei wird oft zurückgegriffen auf wieder andere - in ihren augen - falsche oder untaugliche behauptungen oder beweisen.
oder das nachfragen: bist du sicher, das 6.000.000 juden ermordet wurden? kann es nicht ein nehr oder minder gewesen sein?
usw

revisionisten behaupten die (viele) fehler in der geschichte richtig stellen zu wollen: zu überprüfen (revidere). das wort revisionisten hat aber einen faden beigeschmack bekommen. fast alle sogenannten revisionisten wollen nicht korrigieren, sondern umschreiben. und das in ihrer sinne:
nicht wir deutschen haben schuld, sondern (an erster stelle) das trio GB, die USA und F. und natürlich auch die juden.
daneben stimmen die zahlen der (sogenannten) öpfer überhaupt nicht.
dieses trio war eifersüchtig, denn D konkurierte wirtschaftlich diese länder tot.
die wehrmacht war sauber und hat sich nie/nicht an exzessen beteiligt.
fälschungen werden regelmäßig durch sie präsentiert. dagegen beschuldigen sie beweise von verbrechen als fälschung.
das IMT in nürnberg wird eine siegerjustizinstanz genannt, dessen urteile selbstverständlich einseitig und subjektiv sind, wenn nicht komplett falsch.



ich hoffe, auf viele punkten näher eingehen zu können. nochmals: wer beispiele hat, teile sie mit.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Ammianus » Do 30. Jul 2015, 14:45

Deutliche Hinweise es mit Leuten zu tun zu haben, die ihre Argumente aus revisionistischen Quellen beziehen:

Die Engländer haben Deutschland in 1. und 2. Weltkrieg getrieben. Deutschland ist also völlig unschuldig und war das Opfer. Hier dürfte es sich um Quellen oft älteren Datums und schon nach dem 1. Weltkrieg entstandene Quellen handeln die in revisionistischen Kreisen fleißig tradiert werden.

Holocaustleugner bringen gern die Beispiele von Juden, die sich als angebliche Opfer der Shoa ausgaben ohne es zu sein. Dies gehört zu einem ganzen Bündel von Behauptungen. Eine Mischung aus Lüge und Wahrheit, die das Denken der Angesprochenen in eine gewünschte Richtung lenken sollen.

Auf einer vorwiegend islamofaschistischen Webseite shiitischer Prägung und mit starker Ausrichtung auf das Mullahregime in Teheran fragte ein User nach der Zahl der ermordeten Juden. Sämtliche Zahlenangaben bewegten sich im unteren sechsstelligen Bereich. Der Strang wurde sehr schnell von den Moderatoren geschlossen. Derartige Zahlenangaben dürften von rechtsextremen, neonazistischen und revisionistischen Quellen kommen.
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Nomen Nescio
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Do 30. Jul 2015, 15:30

ich schrieb mal eine mail an prof. evans, der verfasser vom ansehnlichen trilogie über das dritte reich. fragte ihn um auskünfte über schultze rhonhof, weil soviel menschen von ihm schwärmten. die antwort war ganz kurz »er gehört zu den schlimmsten revisionisten«.
das kann ich verstehen, denn ich habe sein buch »der krieg der vielen väter hat« gelesen. und gerade darum wollte ich mehr wissen.
ein moderator in einem anderen forum druckte es sehr gut aus
SR lügt ja nicht, er lässt nur viel weg und konstruiert dadurch neue Sichtweisen. Als Unterhaltungslektüre interessant, meinungsbildend sollte es nicht werden.
und das stimmt. SR läßt sehr viel weg, wodurch er ganz andere eindrucke vermittelt.

dies ist ein auszug aus einen beitrag, den ich schon eher in einem anderen forum schrieb.
SR schreibt auf Seite 103 u.a. über Seyß-Inquart. Weil SI Reichskommissar für die Niederlande war, wußte ich mehr über ihn. Zuerst was SR schreibt
Im April 1937 setzt Schuschnigg auf deutsches Drängen einen Vermittler zwischen der Regierung und den Kräften der sogenannten Nationalen Opposition ein, um diese, wie versprochen, zur Mitwirkung an der politischen Verantwortung heranzuziehen. Der Vermittler ist der junge und parteilose Rechtsanwalt Dr. Seyß-Inquart, der sowohl das Vertrauen seines Bundeskanzlers Schuschnigg hat als auch bald das von Adolf Hitler. Seyß-Inquart macht keinen Hehl aus seinem Wunsch nach einem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich.

Anmerkung: Seyß-Inquart tritt erst 1938 der Nationalsozialistischen Partei Österreichs bei.
Wenn man das liest, wird suggeriert, daß SI integer ist. Und genau da darf man Fragezeichen setzen.
Seit 1931 engagierte er sich in österreichischen Organisationen, die der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) nahe standen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Seyss-Inquart
ab 1931
Er baut Kontakte zur österreichischen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) auf.
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SeyssInquartArthur/index.html
stand ab 1931 mit der NSDAP in Kontakt (Beitritt 1938).
http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.s/s557667.htm

Liest man in Kershaws Biographie über Hitler, dann wird da geschrieben, daß SI ein Nazi-Sympathisant war und Hitler verriet, zu welche Konzessionen Schussnig bereit wäre. (Weinberg, ii, S 290). Kershaws Buch ist mit sehr viel Fußnoten versehen, die durch das IfZ geprüft wurden.
Darum glaube ich diese Behauptung. **


Etwas weiter auf Seite 103 schreibt SR
Trotz des Deutsch-Österreichischen Abkommens vom Juli 1936 und der Vermittlungstätigkeit Seyß-Inquarts läßt der Druck der Diktatur im Donau-Staat nicht nach. Die Dokumentation eines Wiener Rechtsanwalts vom Juni 1937 legt Zeugnis davon ab, wie Gerichte, Parteibehörden, Gendarmerie und Polizei 1936 und 37 mit den Personen umgehen, die sich im Sinn der ersten österreichischen Verfassung von 1918 nach wie vor zur Einheit mit dem Deutschen Reich bekennen. Die Dokumentation „Justitia fundamentum regnorum“ , die Bundeskanzler Schuschnigg zugeleitet wird, umfaßt 264 Beispielfälle von Rechtsbrüchen und Verfolgung an Angehörigen der „Nationalen Opposition“. Diese Sünden-liste ist beachtlich. Sie umfaßt
liste ist beachtlich. Sie umfaßt
☻ Haftstrafen ohne Gerichtsverfahren,
☻ Einweisung in Konzentrationslager ohne Gerichtsverfahren und Urteil,
☻ Untersuchungshaft ohne richterliche Anordnung,
☻ Beugehaft für Verwandte von Beschuldigten,
☻ Haft- und Geldstrafen ohne Schuldbeweis,
☻ Haftstrafen ohne Vorliegen eines Straftatbestandes,
☻ Doppelbestrafung in zwei getrennten Verfahren wegen ein und derselben Straftat,
☻ zusätzliche wirtschaftliche Nebenstrafen wie Vermögenseinziehung,
☻ Führerscheinentzug oder das Erheben von Verpflegungs- und Unterbringungskosten bei Konzentrationslager-Haft,
☻ Umkehrung der Beweislast in Strafverfahren,
☻ Geständniserpressung,
☻ körperliche Mißhandlung von Inhaftierten,
☻ Unterlassung von medizinischer Behandlung erkrankter oder verletzter politischer Gefangener, zum Teil mit Todesfolge,
☻ Aberkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft nach ungenehmigten Reisen nach Deutschland,
☻ Einziehung von Handwerks- und Gewerbegenehmigungen sowie Zulassungen für akademische Berufe bei Personen mit „mangelnder staatsbürgerlichen Verläßlichkeit“ und
☻ Entlassung von Angehörigen des öffentlichen Dienstes wegen des „Verdachts der nationalen Gesinnung“ ohne Pensionen und Arbeitslosenhilfe.
Die Gründe dieser Strafen liegen immer ähnlich. Es sind die Zugehörigkeiten zu verbotenen Parteien, meist zu den österreichischen Nationalsozialisten, oder zu einem der vielen deutsch gesonnenen Gesangs- und Sportvereine oder auch nur der Wunsch des Angeklagten nach einer deutsch-österreichischen Vereinigung und manchmal auch nur ein Verdacht in dieser Richtung.
Das klingt ja sehr schlimm. Da wird ein Bild von Österreich gezeigt, daß es ein Land ist, wo das Recht wenig bis nicht zählt.

Dennoch muß man hier etwas dazu sagen. Warum schweigt SR über die Rechtsvergewaltigung in Deutschland.

Zusammen mit Kershaws «Hitler» wird Evans «The Third Reich» als maßgebend betrachtet.
Wohlan, was schrieb Evans über Deutschland und die Gegner der Nazis?
Ich übersetze gleich vom Niederländisch:
1933 wurde in kurzer Zeit ein riesiges Apparat von Überwachung und Kontrolle organisiert, um jeder, der gegen das Nazi-Regime war ausfindig zu machen, zu verhaften und zu strafen, einschließlich mehr als eindrittel der Wählerschaft, die bei den letzten freien Wahlen in Deutschland links gewählt hatte.
Kurz: SR berichtet nicht genau, läßt manches bis viel weg. Dadurch zeigt er ein falsches Bildzeigt. Es ist tendenziös.
Jeder hätte das selbst entdecken können, wenn er die Fakten hätte prüfen wollen.

** anmerkung: ich habe dazu noch eine biographie über seyss die geschrieben wurde durch neumann.
Zuletzt geändert von Nomen Nescio am Do 30. Jul 2015, 15:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Do 30. Jul 2015, 22:06

ich hatte zum thema schultze rhonhof eine menge notizen. einige davon werde ich hier einstellen.

Schultze-Rhondorfs dürre Bilanz stellt die Ergebnisse der seriösen Forschung auf den Kopf. Als die eigentlich Schuldigen am Zweiten Weltkrieg erscheinen hier Frankreich und Großbritannien. Gerade die Briten hätten alles unternommen, um Deutschland zu schwächen, bis dieses "unter Hitler ab 1936 anfängt, die aufgezählten Fragen eine nach der anderen selbst zu lösen": "Mit der Annexion der Rest-Tschechei ist Hitler dann zu weit gegangen . . . Kurz nach dem deutschen Einmarsch in die Rest-Tschechei fängt England an, den nächsten Weltkrieg einzufädeln." Das ist nicht die einzige Entgleisung. Im Grunde sind Interpretationen wie diese auch nicht neu. Sie folgen alten Spuren, die weniger im Bereich der Forschung als in dem von Ideologie und Propaganda angesiedelt sind. Neu ist dagegen, daß sie von einem ehemals führenden Offizier der Bundeswehr öffentlich vertreten werden.
http://www.faz.net/s/RubA330E54C3C12410 ... ntent.html

Der ehemalige Bundeswehrgeneral Gerd Schultze-Rhonhof zum Beispiel macht in seinem jetzt in zweiter Auflage erschienenen Band "1939 - Der Krieg, der viele Väter hatte" gleich sechs Staaten für den deutschen Angriff auf Polen verantwortlich. Zentral ist auch hier wieder die "Widerlegung" der (echten) Hoßbach-Niederschrift von November 1937, einem wichtigen Beweisstück im Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozess.
http://www.welt.de/print-welt/article27 ... _sind.html

bei http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion ... ze-Rhonhof wird auf viele punkte eingegangen: zb. auch in dem punkt dort: »zu den angeführten thesen schultze-rhonhofs«.

Als wichtigste Belege Schultze-Rhonhofs werden andere Hobbyhistoriker und Geschichtsrevisionisten wie David L. Hoggan, der ehemalige Gaupresseleiter, SS-Mann und Landserheftautor Erich Kern, das frühere Mitglied der Deutschen Reichspartei Friedrich Grimm sowie der französische Holocaust-Leugner Paul Rassinier herangezogen
Allen genannten Autoren konnten Historiker in den letzten vierzig Jahren SYSTEMATISCHE Quellenfälschungen und Entstellungen nachweisen, so dass diese in der Geschichtswissenschaft nicht als zitierwürdig angesehen werdem.
http://www.antifa-lg.de/docs/reservisten.pdf


man braucht also nur die quellen/autoren auseinandernehmen, auf die sich SR beruft. Und die sind bereits zur genüge auseinandergenommen. SR ist nämlich ein abschreiber, der kaum selbst recherchiert. das ist auch der grund, warum er in der geschichtswissenschaft bislang nichtz rezipiert wurde!
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon HugoBettauer » Do 13. Aug 2015, 10:52

Es ist nicht verkehrt, dass zahlreiche Mächte am Vorabend des 1. Weltkrieges einer Entscheidung von Machtfragen durch einen Krieg lieber morgen als übermorgen aufgeschlossen gegenüberstanden. Teilweise sollten in den Vorstellungen der Planer Vorsprünge genutzt werden, bevor sie nicht mehr vorhanden waren oder internen Problemen zuvorgekommen werden.

Die thematische Vermischung der Holocaustleugnung mit den aktuellen Konflikten in Osteuropa durch den Eröffner finde ich nicht gut.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon SID77 » Do 13. Aug 2015, 11:01

SoleSurvivor » Do 13. Aug 2015, 11:52 hat geschrieben:Es ist nicht verkehrt, dass zahlreiche Mächte am Vorabend des 1. Weltkrieges einer Entscheidung von Machtfragen durch einen Krieg lieber morgen als übermorgen aufgeschlossen gegenüberstanden. Teilweise sollten in den Vorstellungen der Planer Vorsprünge genutzt werden, bevor sie nicht mehr vorhanden waren oder internen Problemen zuvorgekommen werden.

Die thematische Vermischung der Holocaustleugnung mit den aktuellen Konflikten in Osteuropa durch den Eröffner finde ich nicht gut.


Und ich finde die Eigenbezeichnung Revisionisten nicht gut. Sie täuscht über die kriminelle Intention dieser Leute hinweg. Geschichtsfälscher wäre das passendere Wort.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Tom Bombadil » Do 13. Aug 2015, 11:32

Es gibt viele solcher Lügen, hier noch zwei beliebte:
1. Polen fuhr vor dem September 1939 eine sehr aggressive Politik gegen Deutschland, das Dritte Reich musste sich verteidigen.
2. Der Angriff auf die Sowjetunion war ein Präventivschlag, Stalin wollte Deutschland überfallen.

Beides natürlich ausgemachter Quatsch, von Hitler selber durch sein Buch widerlegt.
Zuletzt geändert von Tom Bombadil am Do 13. Aug 2015, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon SID77 » Do 13. Aug 2015, 12:09

Tom Bombadil » Do 13. Aug 2015, 12:32 hat geschrieben:Es gibt viele solcher Lügen, hier noch zwei beliebte:
1. Polen fuhr vor dem September 1939 eine sehr aggressive Politik gegen Deutschland, das Dritte Reich musste sich verteidigen.
2. Der Angriff auf die Sowjetunion war ein Präventivschlag, Stalin wollte Deutschland überfallen.

Beides natürlich ausgemachter Quatsch, von Hitler selber durch sein Buch widerlegt.


Das ist ja noch harmlos. Von größerer Brisanz ist die Lüge, das "Weltjudentum" habe Adolf keine andere Wahl gelassen. Er selbst hat das mal in einer Rede gesagt und seine Fans glauben den Mist bis heute.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon harry52 » Do 13. Aug 2015, 13:00

Tom Bombadil » Do 13. Aug 2015, 11:32 hat geschrieben:Es gibt viele solcher Lügen, hier noch zwei beliebte:
1. Polen fuhr vor dem September 1939 eine sehr aggressive Politik gegen Deutschland, das Dritte Reich musste sich verteidigen.
2. Der Angriff auf die Sowjetunion war ein Präventivschlag, Stalin wollte Deutschland überfallen.

Beides natürlich ausgemachter Quatsch, von Hitler selber durch sein Buch widerlegt.

Ja. Das ist Quatsch, sagen aber nur einige wenige alte und neue Nazis.

Wahr ist aber auch,

dass Stalins Sowjetunion und somit auch Russland ebenfalls 1939 in Polen einmarschiert sind. Sie haben nicht nur gemeinsame Sache mit den Nazis gemacht, sondern auch wie Hitler tausende Polen ermordet, die ihnen gefährlich hätten werden können, z.B. polnische Offiziere.

Zum zweiten ist auch wahr,

dass Stalin 1944 die Polen bei ihrem Warschauer Aufstand hat hängen lassen, auch wieder um die Polen zu schwächen, um sie dann später zu Vasallen zu machen. Was dann ja auch über 4 Jahrzehnte erfolgte. Wenn man es mal aus Sicht der Polen sieht, dann versteht man, wieso sie in den Kreis der westlichen Demokratien und der NATO eingetreten sind. Die meisten Polen haben die Nase voll von roten und braunen und schwarzen Diktatoren, die sich wie Putin, Franco und Pinochet mit der Kirche verbünden haben.

Es ist traurig, dass die Russen ihre verbrecherische Rolle im 20. Jahrhundert

nicht ausreichend aufarbeiten und ihre zwielichtige Rolle auch noch feiern. Wir Deutsche haben das mehrheitlich hingegen getan (spätestens seit Willy Brandt) und sind mehrheitlich auch froh wie die Polen, Tschechen... endlich im Westen, bei den bunten und freien Demokratien angekommen zu sein mit Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, ... fairen Umgang mit Frauen, Homosexuellen, religiösen Minderheiten, mit guter Medizin, toller Musik, super Kinofilme, super Serien wie Big Bang Theory, ...

Und hier mal das größte Versagen Russlands in den letzten 100 Jahren.

Keinen einzigen Nobelpreis in Medizin. Aber die A-Bombe hat man, tolle Panzer, tolle Atom U-Boote,... Sportler kann man auch toll dopen und im Weltraum ist man weit gekommen. Nur Prestige und Waffen, aber nix Medizin. Null!!! Die einzigen 2 Nobelpreise stammen aus der Zarenzeit. Menschenverachtend ist das, weil die Russen eindeutig ja nicht zu dumm sind, wie auch die vielen Schachweltmeister zeigen. Die USA haben 96,5 Nobelpreise in Medizin. Die haben auch gute Waffen und gedopte Sportler, aber sie haben eben auch diese vielen Nobelpreise. Auch in Physik ....

Es ist schade.

Vielleicht wäre Krebs schon besiegt, oder Alzheimer... Immer müssen wir warten wie bei Ebola, dass der Westen was erfindet. Die Russen konzentrieren sich auf Waffen und bezahlte Trolle im Internet.
Zuletzt geändert von harry52 am Do 13. Aug 2015, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon HugoBettauer » Do 13. Aug 2015, 13:04

SID77 » Do 13. Aug 2015, 11:01 hat geschrieben:
Und ich finde die Eigenbezeichnung Revisionisten nicht gut. Sie täuscht über die kriminelle Intention dieser Leute hinweg. Geschichtsfälscher wäre das passendere Wort.

Es führt zu Verwirrung, da der Begriff "Revisionismus" in der Zeitgeschichte schon ein anderes Phänomen beschreibt. Die Revision historischer Auffassungen ist ganz normal, soweit sie anhand einer seriösen Quellenlage geschieht. Bei den HCL ist das meistens nicht gegeben.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51

Da ich hier noch keine Gegenstimmen gelesen habe möchte mal die Gegenseite einnehmen:

Revisionismus geschieht immer und überall, wo es Leute gibt, die die 'ursprüngliche' Geschichtsschreibung bezweifeln. Es ist zum Beispiel so, dass am Anfang immer die Sieger aus einem Konflikt die herrschende Geschichtsschreibung bestimmen. Beispielsweise die Alleinschuld des dt. Reiches am ersten Weltkrieg im Vertrag von Versailles. Bis in die achtziger Jahre wurde dies von der Mehrheit der Historiker nicht bezweifelt. Nun wurde aber verstärkt ab dem Jahre 2014 mit der Aufarbeitung dieses Themas angefangen. Immerhin war schon seit jeher bekannt, dass die französische Republik seit 1971 eine Revance haben wollte, die sie ja auch 1918/19 bekamen und bis 1925(Ruhrbesatzung) ausgekostet hatten. Und der Tow-Power-Standard der Briten wird jetzt sogar in der Schule aufgearbeitet(ich gehe übrigens nun in die 13. Klasse und bekomme das aktiv mit).

Ich selbst distanziere mich nicht nur von der Leugnung des Holocausts, sondern ich verurteile diese Leugnungen zutiefst, wie auch Behauptungen davon, wie unschuldig das dt. Reich 1914 doch gewesen sei. Aber ich finde, dass man Geschichte etwas nüchterner sehen muss! Und wir müssen mehr in Relationen zueinander stellen. Beispielsweise haben die Briten im 17. Jhr. ebenfalls enorme Deportationen an den Iren unternommen, die Spanier vom 15. bis zum 17. Jhr. in Süd-Amerika an den Indianern und die Franzosen&Briten waren 1916/1918 auch nicht gerade großzügig zu den Osmanen/Arabern im Sykes-Picot-Abkommen..
Auch wurde nach dem zweiten Weltkrieg Adolf Hitler als die Reinkarnation des Teufels 'seriös' dargestellt, was auch falsch ist. Ihm wurde vorgeworfen, dass er die ganze Welt erobern wollte und die Japaner haben ja so hinterrücks Pearl Harbor aus dem nichts angegriffen. - Ich wiederhole: Wir müssen die Geschichte nüchterner sehen und wir müssen noch sehr viel aufarbeiten und revisionieren.

Wieso? Weil nunmal etwas dran ist, dass Polen aggressive Politik gegen Deutschland und Ost-Europa betrieben hat; weil nunmal etwas dran ist, dass die USA ein Öl-Embargo gegen Japan geführt hat, um im Pazifik eine Vormachtsstellung zu übernehmen; weil nunmal etwas dran ist, dass Briten, Franzosen, Russen und Serben genauso gerne einen Show-Down 1914 sehen wollten, wie die Deutschen, die K&K und das osmanische Reich. Auch kleinere Mächte, wie Arabische und Jüdische Eliten waren an einem Krieg/ an dessen Ergebnis interessiert(Etwa die Unabhänigkeit der arabischen Stämme vom osmanischen Reich oder der aufkeimenden zionistischen Bewegung, welche sich im bereits erwähnten Sykes-Picot-Abkommen stark an die britische Delegation gehangen hat).
Wir sollten den Dreck wirklich mal etwas genauer verteilen, statt nur den Einen für alles verantwortlich zu machen. Der heutige Anti-US-Amerikanismus und Putin-Bashing sind nur emotionale Propaganda und keine wissenschaftlichen Analysen.
"Ich sehe den Untergang einer jeden Poleis kommen, wenn ihr Gesetz nicht ihre Herrscher bestimmt, sondern diese ihr Gesetz" - Platon
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon A.D. » So 16. Aug 2015, 17:55

ps. Wenn mich jetzt irgendjemand in eine rechte Ecke drängen will, nur weil ich eine elitär-zionistische Bewegung angeprangert habe oder weil ich die deutsche Schuld am 1. Weltrkieg nicht ausreichend hervorgehoben habe, wie auch Hitler 'verteidigt' habe, dem sei nur zuvor gesagt, dass ich nur ein Halbdeutscher bin und von Nationalismus nichts halte!
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Do 27. Aug 2015, 07:23

SoleSurvivor » Do 13. Aug 2015, 10:52 hat geschrieben:Die thematische Vermischung der Holocaustleugnung mit den aktuellen Konflikten in Osteuropa durch den Eröffner finde ich nicht gut.

du meinst, das ich als beispiel auch das lügen durch putin nenne?? das ist aber auch die geschichte anders schreiben als sie in wirklichkeit war. und es war eine bemerkung die nebenbei gemacht wurde. ansonsten geht es über revisionismus und naziwahrheiten.
ich hoffe morgen das abschließende teil über schultze-rhonhoff einstellen zu können.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Do 27. Aug 2015, 07:30

SID77 » Do 13. Aug 2015, 11:01 hat geschrieben:Und ich finde die Eigenbezeichnung Revisionisten nicht gut. Sie täuscht über die kriminelle Intention dieser Leute hinweg. Geschichtsfälscher wäre das passendere Wort.

wäre das so einfach. es umfaßt nicht nur lügen, sondern auch auf alle möglichen weisen verharmlosen.

ich gebe dir ein beispiel, daß ich selbst sage »wenn ich 1933 hätte wählen müssen, keine stelle hätte, kein geld, eine familie zu essen geben müßte, die krawallen teils die schuld gab von der elend, dann könnte es gut, daß ich auch NSDAP gewählt hätte«.





vorausgesetzt: ich hatte nicht mein kampf gelesen !!
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon BingoBurner » Do 27. Aug 2015, 07:41

SoleSurvivor » Do 13. Aug 2015, 10:52 hat geschrieben:Es ist nicht verkehrt, dass zahlreiche Mächte am Vorabend des 1. Weltkrieges einer Entscheidung von Machtfragen durch einen Krieg lieber morgen als übermorgen aufgeschlossen gegenüberstanden. Teilweise sollten in den Vorstellungen der Planer Vorsprünge genutzt werden, bevor sie nicht mehr vorhanden waren oder internen Problemen zuvorgekommen werden.

Die thematische Vermischung der Holocaustleugnung mit den aktuellen Konflikten in Osteuropa durch den Eröffner finde ich nicht gut.


Die Vermischung ist vielleicht nicht gut aber treffend. Ich würde das sogar noch ausweiten.
Nimm irgendeine Verschwörungsseite zu irgendein Thema und man erkennt deutliche Muster in der Argumentation.

Pharma, Hochfinanz, Ostküste der USA, Juden.

Das ist z.b. eine typische Kette bei hardcore Impfgegnern.

Die selbe Nummer kannst du auch bei Menschen finden die meinen die BRD seine Firma.

Deutsches Reich, Hitler, Hochfinanz, Ostküste der USA, Juden.

Oder 9/11

USA, CIA, keine Juden in den Twin Towers, False Flag
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Wolverine » Do 27. Aug 2015, 18:34

A.D. Dein ganzer Beitrag ist Humbug Revisionismus ist wissenschaftlich systemimmanent. Die Revision ist der Wissenschaft täglich Brot. Es kann nicht einfach jeder Amateur einfach mal die Geschichte anzweifeln. In der Regel behaupten rechtsradikale Volltrottel, dass die Historiker in Deutschland "in Abhängigkeit" von der jüdischen Hochfinanz schreiben ober aber auf Befehl der Juden aus den USA. Solche Beleidigungen der gewöhnlichen Intelligenz lehnt jeder normal denkende Mensch ab. Man muss sich keine Sorgen machen. Die Wissenschaft benötigt keine Hinweise von "Revisionisten", also kriminellen Elementen, die nur an einer Verfälschung der Geschichte zugunsten der Nazis interessiert sind. Deshalb schreibt man ja auch "Revisionisten" in Anführungszeichen. Bis jetzt habe ich noch in jedem Forum die Lieblingsquelle der Neunazis auseinandergenommen. Metapedia. Geht man einem Verweis nach landet man bei einem anderen Nazi. Ein Nazi behauptet, ein anderer bestätigt. So ist Schulze - Sponkhof zu betrachten. Ein Fälscher durch Auslassen oder aber Zitatverfälscher. Ein Betrüger also.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Olifant » Fr 28. Aug 2015, 07:26

Wolverine » Do 27. Aug 2015, 19:34 hat geschrieben:A.D. Dein ganzer Beitrag ist Humbug Revisionismus ist wissenschaftlich systemimmanent.

Nein. Ist er keineswegs. Natürlich gehört die fortlaufende Verifizierung und ggf. Neubewertung historischer Fakten zum Wesen der Geschichtswissenschaft. Ganz sicher nicht damit in Verbindung steht das, was auch wissenschaftlicherseits als revisionistische Interpretation - insbesondere der NS-Geschichte - bezeichnet wird.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Dark Angel » Fr 28. Aug 2015, 13:19

A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51 hat geschrieben:Da ich hier noch keine Gegenstimmen gelesen habe möchte mal die Gegenseite einnehmen:

Es geht hier nicht um pro oder contra, sondern um eine unvoreingenommene und unparteiische Betrachtung geschichtlicher Ereignisse und ggf noch um eine auf Basis historischer Fakten begründeter Wertung.
Dies als Hinweis und ich werde das nicht noch einmal wiederholen!


A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51 hat geschrieben:Revisionismus geschieht immer und überall, wo es Leute gibt, die die 'ursprüngliche' Geschichtsschreibung bezweifeln.

Revisionismus geschieht immer da, wo es Leute gibt, die die Geschichte zu ihren Gunsten zu verändern trachten.

A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51 hat geschrieben:Es ist zum Beispiel so, dass am Anfang immer die Sieger aus einem Konflikt die herrschende Geschichtsschreibung bestimmen.

FALSCH!! Geschichtsschreibung ist faktenbasiert. Alles andere IST Revisionismus und/oder Geschichtsklittelung.

A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51 hat geschrieben:Auch wurde nach dem zweiten Weltkrieg Adolf Hitler als die Reinkarnation des Teufels 'seriös' dargestellt, was auch falsch ist. Ihm wurde vorgeworfen, dass er die ganze Welt erobern wollte ...

Nein, das ist NICHT falsch. Hitler hatte solche Bestrebungen!

A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51 hat geschrieben:und die Japaner haben ja so hinterrücks Pearl Harbor aus dem nichts angegriffen.

Haben sie, haben sie - sie haben die USA nämlich OHNE Kriegserklärung angegriffen und das IST hinterrücks!


A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51 hat geschrieben:- Ich wiederhole: Wir müssen die Geschichte nüchterner sehen und wir müssen noch sehr viel aufarbeiten und revisionieren.

Nein - wir müssen nichts revidieren
Wenn Du, wie Du behauptest, die 13. Klasse besuchst, sollte Dir bekannt sein, dass einen Begriff/Verb "revisionieren" nicht gibt - der Begriff heißt revidieren.
Revidieren bedeutet ändern und an der Geschichtsschreibung muss nichts aber auch gar nichts geändert werden.
Differenzierter, kritischer betrachten bzw werten, hat nichts, aber auch gar nichts mit revidieren zu tun.

A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51 hat geschrieben:Wieso? Weil nunmal etwas dran ist, dass Polen aggressive Politik gegen Deutschland und Ost-Europa betrieben hat; weil nunmal etwas dran ist, ...

Nein - da ist nichts, aber auch gar nichts dran. Es gibt nichts in der polnischen Zwischenkriegs-Außenpolitik, was einen Krieg gerechtfertigt hätte.
Um die bestehenden Differenzen zu beenden, hätte die Ausschöpfung der diplomatischen Möglichkeiten vollkommen ausgereicht.

A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51 hat geschrieben:... dass die USA ein Öl-Embargo gegen Japan geführt hat, um im Pazifik eine Vormachtsstellung zu übernehmen; ...

Auch das ist falsch! Das amerikanische Ölembargo gegen Japan war die Antwort auf Japans Kolonial- und Genozid-Politik gegenüber China. Es ging NICHT um Vormachtstellung im Pazifik. Eine solche Politik wurde von Japan betrieben.
Das rechtfertigt den hinterhältigen und heimtückischen Überfall Japans auf Pearl Harbor in keiner Weise.

A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51 hat geschrieben:Wir sollten den Dreck wirklich mal etwas genauer verteilen, statt nur den Einen für alles verantwortlich zu machen. Der heutige Anti-US-Amerikanismus und Putin-Bashing sind nur emotionale Propaganda und keine wissenschaftlichen Analysen.

Und ich werde den Dreck, den Du hier absonderst, sehr genau im Auge behalten!
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 28. Aug 2015, 18:44

Dark Angel » Fr 28. Aug 2015, 13:19 hat geschrieben: Es geht hier nicht um pro oder contra, sondern um eine unvoreingenommene und unparteiische Betrachtung geschichtlicher Ereignisse und ggf noch um eine auf Basis historischer Fakten begründeter Wertung.
Dies als Hinweis und ich werde das nicht noch einmal wiederholen!

ich weiß nicht ob ich unvoreingenommen bin, oder unparteiisch. ich versuche aber »neutral« zu berichten über alle fehler die ich entdecke. das letzte kann natürlich nur, wenn ich tatsächlich die richtigen fakten nenne, erwähne wie m.e. die wahrheit war.
schließlich muß jeder aber seine eigene meinung formen. ich hoffe nur eine anregung gegeben zu haben einige sachen zu überdenken.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 28. Aug 2015, 18:49

A.D. » So 16. Aug 2015, 17:51 hat geschrieben:Ihm wurde vorgeworfen, dass er die ganze Welt erobern wollte

ich will keine diskussion beginnen. lese mal hitlers zweites buch. darin findest du bestätigt, daß er tatsächlich einen weltkrieg entfesseln wollte (der dann endete mit seinem krieg gegen die USA),
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«

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