revisionismus - revisionisten

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Dampflok94
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Dampflok94 » Do 24. Aug 2017, 07:44

Nomen Nescio hat geschrieben:(24 Aug 2017, 00:29)

das ist dann schade für dich. du mußt bedenken das sehr oft preußen und deutschland verwechselt wurden. im normalen sprachgebrauch war preußen = deutschland und umgekehrt.

mein land kenn dasselbe problem. sehr oft wird holland gesagt, aber meint man NL. auch umgekehrt passiert es,wenn auch nicht so oft.

pars pro toto nennt man das, ein teil soll das ganze vertreten.

Mag ja sein, daß viele das tun. Vor allem außerhalb Deutschlands. Aber hier sollte man doch wissen, diese Gleichsetzung ist absolut unstatthaft. Von daher kann ich den Schluß von Alexyessin auch absolut nicht nachvollziehen.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Nomen Nescio
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Do 24. Aug 2017, 07:56

Dampflok94 hat geschrieben:(24 Aug 2017, 08:44)

Mag ja sein, daß viele das tun. Vor allem außerhalb Deutschlands. Aber hier sollte man doch wissen, diese Gleichsetzung ist absolut unstatthaft. Von daher kann ich den Schluß von Alexyessin auch absolut nicht nachvollziehen.

da bleiben wir anders denken.

ich betrachte viel deutsche staaten im 19. jhdt wenn sie was sagten, wie ostblockstaaten nach WK II: his master's voice.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Europa2050
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Europa2050 » Do 24. Aug 2017, 08:14

Nomen Nescio hat geschrieben:(24 Aug 2017, 08:56)

da bleiben wir anders denken.

ich betrachte viel deutsche staaten im 19. jhdt wenn sie was sagten, wie ostblockstaaten nach WK II: his master's voice.


Ein bairisch, badisch, württembergisch, Hessisch oder hanseatisch geprägtes Deutsches Reich hätte sich im endenden 19. Jhd. Und beginnenden 20. Jhd. definitiv anders, defensiver verhalten, als das preußisch geprägte.
Dafür hätten wir noch mehr Märchenschlösser und Parks ...
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Do 24. Aug 2017, 08:34

Europa2050 hat geschrieben:(24 Aug 2017, 09:14)

Ein bairisch, badisch, württembergisch, Hessisch oder hanseatisch geprägtes Deutsches Reich hätte sich im endenden 19. Jhd. Und beginnenden 20. Jhd. definitiv anders, defensiver verhalten, als das preußisch geprägte.
Dafür hätten wir noch mehr Märchenschlösser und Parks ...

anders... JA; defensiver... keine ahnung.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Europa2050 » Do 24. Aug 2017, 10:16

Nomen Nescio hat geschrieben:(24 Aug 2017, 09:34)

anders... JA; defensiver... keine ahnung.


Naja, die alte Bonner Republik, die ja im Wesentlichen ein Deutschland ohne das ursprüngliche Preußen war(ja, auch ohne Thüringen,Sachsen und Mecklenburg) ist zwischen 1949 ind 1990 eher nicht durch aggressives Gehabe aufgefallen, eher durch zusammenkehren der Scherben, insbesondere in Frankreich.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon busse » So 27. Aug 2017, 08:58

Europa2050 hat geschrieben:(24 Aug 2017, 11:16)

Naja, die alte Bonner Republik, die ja im Wesentlichen ein Deutschland ohne das ursprüngliche Preußen war(ja, auch ohne Thüringen,Sachsen und Mecklenburg) ist zwischen 1949 ind 1990 eher nicht durch aggressives Gehabe aufgefallen, eher durch zusammenkehren der Scherben, insbesondere in Frankreich.


Na, ja eingebunden in der NATO. Als Mittelmacht in Europa warst du immer im Arsch, weil andere Großmächte Dir Dein Erfolg neideten (Made in Germany).
Zerstückelt war natürlich alles gut, da haben Großmächte Deutsche gegen Deutsche schießen lassen und als Kanonenfutter mißbraucht.
Ich habe mich , weil es gerade der Monat war mit ein paar Schlachten von Napoleon im Süden von Berlin beschäftigt, Großbeeren , Hagelsberg.
Da haben sage und schreibe die Preußen in Großbeeren (ohne Scheden) gegen 80 % Deutsche (Sachsen, Württemberger) gekämpft, der Rest waren Italiener und Franzosen. In Hagelsberg haben noch 100 Russen auf seite des Landsturms gekämpft, auf seiten der Franzosen das selbe Bild.
Das muß eine wunderbare Zeit gewesen sein.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon gödelchen » So 27. Aug 2017, 09:23

busse hat geschrieben:(27 Aug 2017, 09:58)

Na, ja eingebunden in der NATO. Als Mittelmacht in Europa warst du immer im Arsch, weil andere Großmächte Dir Dein Erfolg neideten (Made in Germany).
Zerstückelt war natürlich alles gut, da haben Großmächte Deutsche gegen Deutsche schießen lassen und als Kanonenfutter mißbraucht.
Ich habe mich , weil es gerade der Monat war mit ein paar Schlachten von Napoleon im Süden von Berlin beschäftigt, Großbeeren , Hagelsberg.
Da haben sage und schreibe die Preußen in Großbeeren (ohne Scheden) gegen 80 % Deutsche (Sachsen, Württemberger) gekämpft, der Rest waren Italiener und Franzosen. In Hagelsberg haben noch 100 Russen auf seite des Landsturms gekämpft, auf seiten der Franzosen das selbe Bild.
Das muß eine wunderbare Zeit gewesen sein.
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genau..alle gegen alle..hat was. Nur dem, der tot ist , ist das egal. Dem Nationalisten, AfDler und Revisionisten natürlich auch. Hauptsache, irgendwas mit first (also im falschen Sinne dessen, was vordest sein müsste) ist heute besonders auf Twitter angesagt.

Übrigens hier in der Region des Rheinlandes haben wir noch 3 Familienstämme mit klassischem russischen Familiennamen, deren Vorfahren beim Rückmarsch 1815 hier hängen geblieben sind...sind ganz hervorragende Rheinländer geworden...im Gegensatz zu denen, die als letzter Schwung vor kurzem nach Deutschland schwappten.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 22. Sep 2017, 15:33

Europa2050 hat geschrieben:(24 Aug 2017, 11:16)

Naja, die alte Bonner Republik, die ja im Wesentlichen ein Deutschland ohne das ursprüngliche Preußen war(ja, auch ohne Thüringen,Sachsen und Mecklenburg) ist zwischen 1949 ind 1990 eher nicht durch aggressives Gehabe aufgefallen, eher durch zusammenkehren der Scherben, insbesondere in Frankreich.

es bleibt aber ein »was wäre wenn...«. die umstände nach WK I waren überhaupt nicht vergleichbar mit denen nach WK II.
denk nur an den dolchstoß. und die vielen freikorpse. oder das GG.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Do 28. Sep 2017, 19:14

vermutlich trug auch noch zu allem bei, daß das klima in D eigentlich noch ein »kaiserliches« war und daß fast alles was antirepublikanisch war nicht verdammt wurde.
beispiele? von seekt der sich weigerte das heer einzusetzen; das urteil über dem putsch von hitler und ludendorff; das urteil bei einer klage der briten über einen U-boot kapitän; der dolchstoßlegende; die viele freikorpse; usw.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Quatschki » Do 28. Sep 2017, 19:40

busse hat geschrieben:(27 Aug 2017, 09:58)
Ich habe mich , weil es gerade der Monat war mit ein paar Schlachten von Napoleon im Süden von Berlin beschäftigt, Großbeeren , Hagelsberg.
Da haben sage und schreibe die Preußen in Großbeeren (ohne Scheden) gegen 80 % Deutsche (Sachsen, Württemberger) gekämpft, der Rest waren Italiener und Franzosen. In Hagelsberg haben noch 100 Russen auf seite des Landsturms gekämpft, auf seiten der Franzosen das selbe Bild.
Das muß eine wunderbare Zeit gewesen sein.
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Wenn man sich die Karten jener Zeit anschaut, wird deutlich, dass das gesamte linksrheinische Gebiet, ganz Norddeutschland mit Bremen und Hamburg und die Stadt und Festung Erfurt direkt dem Französischen Kaiserreich angegliedert waren. Somit trugen die dort gezogenen Rekruten (und das waren gewiß nicht wenige), die französische Uniform!
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon busse » Di 3. Okt 2017, 09:32

Quatschki hat geschrieben:(28 Sep 2017, 20:40)

Wenn man sich die Karten jener Zeit anschaut, wird deutlich, dass das gesamte linksrheinische Gebiet, ganz Norddeutschland mit Bremen und Hamburg und die Stadt und Festung Erfurt direkt dem Französischen Kaiserreich angegliedert waren. Somit trugen die dort gezogenen Rekruten (und das waren gewiß nicht wenige), die französische Uniform!


Richtig, nur die waren bei den von mir benannten Schlachten nicht beteiligt, da waren es zum Hauptteil nur Sachsen, und Württemberger.
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Re: revisionismus - revisionisten

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 20. Nov 2017, 17:10

ein aktueller beitrag.

es bleibt noetig wach zu sein. die grenze zwischen objektivitat und verharmlosung ist schmal.
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