Dresden ein Kriegsverbrechen ?

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Puschel

Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Puschel » Mi 20. Mai 2015, 21:36

Waren die Luftangriffe auf Dresden im 2. WK ein Kriegsverbrechen?

Eine Stadt ohne jegliche mobile Luftabwehr und voller Flüchtlingsströme zu über 80 % zu zerstören
war gewiss nicht Kriegsnotewendig oder?
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jack000
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon jack000 » Mi 20. Mai 2015, 21:45

Puschel » Mi 20. Mai 2015, 22:36 hat geschrieben:Waren die Luftangriffe auf Dresden im 2. WK ein Kriegsverbrechen?

Eine Stadt ohne jegliche mobile Luftabwehr und voller Flüchtlingsströme zu über 80 % zu zerstören
war gewiss nicht Kriegsnotewendig oder?

Dresden wurde zu 1/3 zerstört und nicht zu 80%. Das macht es zwar nicht besser, aber die zerstörung von deutschen Städten endete ab dem Zeitpunkt der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation.
=> Diese hätte man auch weitaus vorher unterschreiben können (z.B. 1942/1943), oder noch besser gar nicht erst mit einem Angriff andere Städte zu zerstören! Aber die Verbrecher damals haben das nicht gemacht und deswegen sehen die Städte in Deutschland aus wie sie aussehen.

Dazu kommt noch der fehlerhafte Aufbau der Städte nach dem WWII, bsp.:
- Richtig gemacht: Münster (Schöne Altstadt, wiederhergestellt)
- Falsch gemacht: Kassel (Sehr häßlich, Architekturexperiment)
(Beide zu 90% zerstört)

Täter der verschandelten Städte in Deutschland:
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2. Ideologen des Wiederaufbaus
Zuletzt geändert von jack000 am Mi 20. Mai 2015, 21:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon NMA » Mi 20. Mai 2015, 21:47

Definiere "Kriegsverbrechen".

Gar nicht so einfach, stimmts?

Und nein, die Berufung auf das "Völkerrecht" reicht nicht. Denn keiner Kriegspartei kann es pauschal vorgeworfen werden, durch einen Verstoß nach diesen Regeln etwas getan zu haben, was verwerflicher ist als viele andere kriegerische Handlungen.

Ich bin kein Pazifist, aber der Begriff "Kriegsverbrechen" ist eine weißgott alte Keule, die alles andere als Gewicht hat.

Ich erlaube mir diese Einladung:
viewtopic.php?f=75&t=32095
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon NMA » Mi 20. Mai 2015, 21:54

Waren die Bomben von Hiroshima und Nagasaki Kriegsverbrechen? Oder wäre es ein Verbrechen gewesen, auf die Chance, den Krieg gegen fanatisierte Japaner erheblich abzukürzen, zu verzichten?
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Fadamo » Mi 20. Mai 2015, 22:01

jack000 » Mi 20. Mai 2015, 21:45 hat geschrieben:Dresden wurde zu 1/3 zerstört und nicht zu 80%. Das macht es zwar nicht besser, aber die zerstörung von deutschen Städten endete ab dem Zeitpunkt der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation.
=> Diese hätte man auch weitaus vorher unterschreiben können (z.B. 1942/1943), oder noch besser gar nicht erst mit einem Angriff andere Städte zu zerstören! Aber die Verbrecher damals haben das nicht gemacht und deswegen sehen die Städte in Deutschland aus wie sie aussehen.

Dazu kommt noch der fehlerhafte Aufbau der Städte nach dem WWII, bsp.:
- Richtig gemacht: Münster (Schöne Altstadt, wiederhergestellt)
- Falsch gemacht: Kassel (Sehr häßlich, Architekturexperiment)
(Beide zu 90% zerstört)

Täter der verschandelten Städte in Deutschland:
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Du hörst es nicht gerne,das auch die amis kriegsverbrechen begangen haben ?
Sicherlich haben sie auch in vietnam keine kriegsverbrechen begangen , oder in japan mit der a-bombe .
Nur weil die welt schweigt,dass heißt nicht ,dass die amis kein verbrechen an der menschheit begangen hat.
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Herberger » Mi 20. Mai 2015, 22:47

NMA » Mi 20. Mai 2015, 22:54 hat geschrieben:Waren die Bomben von Hiroshima und Nagasaki Kriegsverbrechen? Oder wäre es ein Verbrechen gewesen, auf die Chance, den Krieg gegen fanatisierte Japaner erheblich abzukürzen, zu verzichten?


Der Krieg hätte schon viel früher beendet werden können, denn Japan wollte über Kapitulationsbedingungen verhandeln. Aber die US-Regierung wollte nicht verhandeln. Truman wollte die Bomben unbedingt noch einsetzen. Hiroshima und Nagasaki waren militärische Feldexperimente und eine Machtdemonstration, sonst nichts.

Aber hälst du es denn grundsätzlich für legitim, einen Krieg abrupt zu beenden, indem man durch Massenvernichtungswaffen hundertausende Zivilisten eines Landes gezielt ermordet?
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon jack000 » Mi 20. Mai 2015, 22:56

Herberger » Mi 20. Mai 2015, 23:47 hat geschrieben:
Der Krieg hätte schon viel früher beendet werden können,

In der Tat, die Kaputalition früher unterschreiben hätte viel Leid und Elend ersparen können. Ab dem Zeitpunkt der Unterschrift fiel keine Bombe mehr !
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 20. Mai 2015, 23:18

Herberger » Mi 20. Mai 2015, 23:47 hat geschrieben:
Der Krieg hätte schon viel früher beendet werden können, denn Japan wollte über Kapitulationsbedingungen verhandeln. Aber die US-Regierung wollte nicht verhandeln. Truman wollte die Bomben unbedingt noch einsetzen. Hiroshima und Nagasaki waren militärische Feldexperimente und eine Machtdemonstration, sonst nichts.

Aber hälst du es denn grundsätzlich für legitim, einen Krieg abrupt zu beenden, indem man durch Massenvernichtungswaffen hundertausende Zivilisten eines Landes gezielt ermordet?

Sorry, aber Japan hätte schon viel früher kapitulieren können, der Krieg war verloren,
aber der Glaube an den Kaiser nicht.
Der Glaube an den Führer auch nicht.
Dresden ist kein Kriegsverbrechen, das ist eine Mahnung.
Nie wieder Krieg!
Was ist daran so schwierig?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon bakunicus » Mi 20. Mai 2015, 23:23

NMA » Mi 20. Mai 2015, 22:54 hat geschrieben:Waren die Bomben von Hiroshima und Nagasaki Kriegsverbrechen? Oder wäre es ein Verbrechen gewesen, auf die Chance, den Krieg gegen fanatisierte Japaner erheblich abzukürzen, zu verzichten?

eine sehr gute frage ...
was wäre wohl gewesen, wenn die amerikaner eine atombombe 30 km vor tokio über dem meer abgeworfen hätten, anstatt 2 x in hiroshima und nagasaki ein exempel zu statuieren ?

wir wissen es nicht ...

wir wissen nicht ob das genug grund zur einlenkung und kapitulation japans gewesen wäre ...
höchstwahrscheinlich schon, und wenn nicht hätte man immer noch militärische ziele auswählen können.
Zuletzt geändert von bakunicus am Mi 20. Mai 2015, 23:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon bakunicus » Mi 20. Mai 2015, 23:25

was wir aber wissen ist, dass die amerikaner seitdem praxistaugliche erfahrungen über die wirkung von solchen sprengkörpern besitzen.
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon bakunicus » Mi 20. Mai 2015, 23:36

Puschel » Mi 20. Mai 2015, 22:36 hat geschrieben:Waren die Luftangriffe auf Dresden im 2. WK ein Kriegsverbrechen?

Eine Stadt ohne jegliche mobile Luftabwehr und voller Flüchtlingsströme zu über 80 % zu zerstören
war gewiss nicht Kriegsnotewendig oder?


ja .... das war ein kriegsverbrechen.
das war die antwort auf die luftschläge der nazis, die antwort auf den ultimativen krieg mit allen mitteln ...
Zuletzt geändert von bakunicus am Mi 20. Mai 2015, 23:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Puschel » Mi 20. Mai 2015, 23:41

jack000 » Mi 20. Mai 2015, 21:45 hat geschrieben:Dresden wurde zu 1/3 zerstört und nicht zu 80%. Das macht es zwar nicht besser, aber die zerstörung von deutschen Städten endete ab dem Zeitpunkt der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation.
=> Diese hätte man auch weitaus vorher unterschreiben können (z.B. 1942/1943), oder noch besser gar nicht erst mit einem Angriff andere Städte zu zerstören! Aber die Verbrecher damals haben das nicht gemacht und deswegen sehen die Städte in Deutschland aus wie sie aussehen.

Dazu kommt noch der fehlerhafte Aufbau der Städte nach dem WWII, bsp.:
- Richtig gemacht: Münster (Schöne Altstadt, wiederhergestellt)
- Falsch gemacht: Kassel (Sehr häßlich, Architekturexperiment)
(Beide zu 90% zerstört)

Täter der verschandelten Städte in Deutschland:
1. Nazis!
2. Ideologen des Wiederaufbaus




Ist das ihre eigene Meinung oder nur, eine sagen wir Systemvorgabe bei zu heiklenThemen? :s

Verstehe! Also mußten Zivilisten in Dresden brennen weil die Deutschen den Krieg begonnen hatten, oder ist das auch falsch???

Nach dieser Auffassung hätten alle Staaten die jemals von den USA angegriffen wurden, sich einfach sich eine Nukleare Waffe besorgen dürfen um damit in Großstädten der USA Rache zu üben, oder?

Nun meine Meinung ist dass Coventry oder Dresden sowie Kassel oder Stalingrad usw. KRIEGSVERBRECHEN waren.

Auch das mit den jährlich nach unten korregierten Opferzahlen betr. Dresden ist mir schleierhaft.

Die Nazis hatten auch Interesse die Opferzahlen nach unten zu korrigieren um die Moral der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

Damals sprach man von: 253.000 Opfern.
Zu DDR Zeiten von 70.000 -80.000 Opfern.

Heute geht man von 25.000 Opfern aus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangrif ... Propaganda




Wie viele starben? Wer kennt die Zahl?
An Deinen Wunden sieht man die Qual.
Der Namenlosen die hier verbrannt.
Im Höllenfeuer aus Menschenhand.
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 20. Mai 2015, 23:44

bakunicus » Do 21. Mai 2015, 00:36 hat geschrieben:
ja .... das war ein kriegsverbrechen.
das war die antwort auf die luftschläge der nazis, die antwort auf den ultimativen krieg mit allen mitteln ...

Ja und nach dieser Logik sind alle Krieger Kriegsverbrecher, die zivile Bevölkerung beschiessen, oder?
Ich will die Definition wissen, aber erst nach 45Hiroshima.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon bakunicus » Mi 20. Mai 2015, 23:47

Puschel » Do 21. Mai 2015, 00:41 hat geschrieben:


Ist das ihre eigene Meinung oder nur, eine sagen wir Systemvorgabe bei zu heiklenThemen? :s

Verstehe! Also mußten Zivilisten in Dresden brennen weil die Deutschen den Krieg begonnen hatten, oder ist das auch falsch???

Nach dieser Auffassung hätten alle Staaten die jemals von den USA angegriffen wurden, sich einfach sich eine Nukleare Waffe besorgen dürfen um damit in Großstädten der USA Rache zu üben, oder?

Nun meine Meinung ist dass Coventry oder Dresden sowie Kassel oder Stalingrad usw. KRIEGSVERBRECHEN waren.

Auch das mit den jährlich nach unten korregierten Opferzahlen betr. Dresden ist mir schleierhaft.

Die Nazis hatten auch Interesse die Opferzahlen nach unten zu korrigieren um die Moral der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

Damals sprach man von: 253.000 Opfern.
Zu DDR Zeiten von 70.000 -80.000 Opfern.

Heute geht man von 25.000 Opfern aus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangrif ... Propaganda




Wie viele starben? Wer kennt die Zahl?
An Deinen Wunden sieht man die Qual.
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ja ... die zivilisten in dresden mußten brennen, weil london auch gebrannt hat.
weil die nazis mit der V1 und V2 genau dieses kalkül beabsichtigt haben ...
terror in der zivilbevölkerung um den kriegswillen zu demoralisieren ...

das war die antwort auf hitler und goebbels ...
die einzig mögliche antwort zu dieser zeit.
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 20. Mai 2015, 23:53

Puschel » Do 21. Mai 2015, 00:41 hat geschrieben:


Ist das ihre eigene Meinung oder nur, eine sagen wir Systemvorgabe bei zu heiklenThemen? :s

Verstehe! Also mußten Zivilisten in Dresden brennen weil die Deutschen den Krieg begonnen hatten, oder ist das auch falsch???

Nach dieser Auffassung hätten alle Staaten die jemals von den USA angegriffen wurden, sich einfach sich eine Nukleare Waffe besorgen dürfen um damit in Großstädten der USA Rache zu üben, oder?

Nun meine Meinung ist dass Coventry oder Dresden sowie Kassel oder Stalingrad usw. KRIEGSVERBRECHEN waren.

Auch das mit den jährlich nach unten korregierten Opferzahlen betr. Dresden ist mir schleierhaft.

Die Nazis hatten auch Interesse die Opferzahlen nach unten zu korrigieren um die Moral der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

Damals sprach man von: 253.000 Opfern.
Zu DDR Zeiten von 70.000 -80.000 Opfern.

Heute geht man von 25.000 Opfern aus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangrif ... Propaganda




Wie viele starben? Wer kennt die Zahl?
An Deinen Wunden sieht man die Qual.
Der Namenlosen die hier verbrannt.
Im Höllenfeuer aus Menschenhand.

Puschel, was wolltest du sagen?
Die in russischen Kirchen verbrannten Mütter und Kinder, welche Qual?
Höllenfeuer in deutscher Hand,
wer hatte die Wahl?
den Rest stellte die Nazis an die Wand.
Das ist Wahrheit.
Nebenbei die Engländer schickten die Bomben.
Es war eben Krieg.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon odiug » Do 21. Mai 2015, 00:08

Puschel » Mi 20. Mai 2015, 21:36 hat geschrieben:Waren die Luftangriffe auf Dresden im 2. WK ein Kriegsverbrechen?

Eine Stadt ohne jegliche mobile Luftabwehr und voller Flüchtlingsströme zu über 80 % zu zerstören
war gewiss nicht Kriegsnotewendig oder?

Warum hat die Deutsche Wehrmacht nicht kapituliert ?
Also spaetestens, also wirklich ganz ganz ganz spaetestens auch fuer den letzten fanatischen Volldepp war doch klar, nach der Ardennenoffensive war die Sache gelaufen?
Das war auch einem Model klar.
Warum hat der, oder Rundstedt sich nicht schon nach dem Zusammenbruch der Westfront in irgendeinem abgelegenen Wald eine Kugel in den Kopf gejagt und den ihren unterstellten Truppen noch befohlen, jeden Widerstand aufzugeben und sich zu ergeben.
Was sollte dieser Volkssturm und Endsieg Mist noch, der Dresden ja erst noetig machte und warum stimmte die Wehrmachtfuehrung dem zu, wo die doch genau wussten, wie es stand?
Zuletzt geändert von odiug am Do 21. Mai 2015, 00:24, insgesamt 2-mal geändert.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Bielefeld09 » Do 21. Mai 2015, 00:18

odiug » Do 21. Mai 2015, 01:08 hat geschrieben:Warum hat die Deutsche Wehrmacht nicht kapituliert ?
Also spaetestens, also wirklich ganz ganz ganz spaetestens auch fuer den letzten fanatischen Volldepp war doch klar, nach der Ardennenoffensive war die Sache gelaufen?
Das war auch einem Model klar.
Warum hat der, oder Rundstedt sich nicht schon nach dem Zusammenbruch der Westfront sich in irgendeinem abgelegenen Wald eine Kugel in den Kopf gejagt und den ihren unterstellten Truppen noch befohlen, jeden Widerstand aufzugeben und sich zu ergeben.
Was sollte diese Volkssturm und Endsieg Mist noch, der Dresden ja erst noetig machte und warum stimmtet die Wehrmachtfuehrung dem zu, wo die doch genau wussten, wie es stand?

Es ging doch nie um Dresden oder Berlin.
Es ging um Führers Meinung.
Und danach hätte Deutschland mit den Deutschen nicht zu überleben.
Hitler ist der Kriegsverbrecher, kein anderer.
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Kopernikus » Do 21. Mai 2015, 04:58

Solche Themen sind jedes Mal auf´s Neue nichts weiter als der Versuch von rechtsradikaler Seite, irgendwie die Schuld der Nazis am 2. Weltkrieg zu relativieren oder deren Verbrechen (inklusive Holocaust) als nur ein Ereignis neben vielen "ebenso schlimmen" Ereignissen abzutun. Sieht man hier schon daran, dass der Threadersteller auf den ersten kritischen Einwand nichts anderes entgegenzusetzen weiß, als die rhetorische Schwachsinn-Frage, ob das irgendwie eine vom ominösen "System" vorgebene Antwort sei. Am rechten Rand duldet man keinen Gedanken darüber, ob Nazideutschland die Bombardierung von Dresden letztlich selbst heraufbeschworen hat mit der Ausrufung des Totalen Krieges gegen alle seine Feinde. Gleiches gilt auch für die wissenschaftliche Erforschung der Opferzahlen. Sind die Ergebnisse solcher Untersuchungen einfach zu niedrig für den rechten Mythos wird kurzerhand mit den Füßchen aufgestampft und einfach weiter das Märchen von hunderttausenden Toten hinausgeplärrt. Immer in der Hoffnung, dass sich schon irgendein Dummer finde, der das glaubt.
http://kartoffeln-im-netz.tumblr.com/
"Das Volk ist immer da, wo das große Maul, die heftigste Phrase ist." Alfred Döblin
http://www.youtube.com/watch?v=xwsOi0ypuSI
Demolit

Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Demolit » Do 21. Mai 2015, 06:17

Kopernikus » Do 21. Mai 2015, 04:58 hat geschrieben:Solche Themen sind jedes Mal auf´s Neue nichts weiter als der Versuch von rechtsradikaler Seite, irgendwie die Schuld der Nazis am 2. Weltkrieg zu relativieren oder deren Verbrechen (inklusive Holocaust) als nur ein Ereignis neben vielen "ebenso schlimmen" Ereignissen abzutun. Sieht man hier schon daran, dass der Threadersteller auf den ersten kritischen Einwand nichts anderes entgegenzusetzen weiß, als die rhetorische Schwachsinn-Frage, ob das irgendwie eine vom ominösen "System" vorgebene Antwort sei. Am rechten Rand duldet man keinen Gedanken darüber, ob Nazideutschland die Bombardierung von Dresden letztlich selbst heraufbeschworen hat mit der Ausrufung des Totalen Krieges gegen alle seine Feinde. Gleiches gilt auch für die wissenschaftliche Erforschung der Opferzahlen. Sind die Ergebnisse solcher Untersuchungen einfach zu niedrig für den rechten Mythos wird kurzerhand mit den Füßchen aufgestampft und einfach weiter das Märchen von hunderttausenden Toten hinausgeplärrt. Immer in der Hoffnung, dass sich schon irgendein Dummer finde, der das glaubt.


Genua so ist es alles ausdiskutiert, sehr gut historisch aufgearbeitet. Wer das stets neu aufkocht hat hinterlistiges im Sinn und Lügen auf den Lippen.

Und ein ganz schlimmer Dummer steht am Anfang dieses Fadens.

echt ;)
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Re: Dresden ein Kriegsverbrechen ?

Beitragvon Quatschki » Do 21. Mai 2015, 11:59

Mal sollte mal lieber die Ethik der Drohnenangriffe diskutieren!

Wäre es zum Beispiel eine legitime Kriegshandlung, einem dieser Drohnenlenker in seinem amerikanischen Vorstadtidyll ein paar Landminen in den Driveway zu platzieren? Wenn der Täter dann bei der Verhaftung eine Uniform des islamischen Staates trägt und seien Rang und Dienstnummer nennt, hat er dann ein Recht, als Kriegsgefangener gemäß der Genfer Konvention behandelt zu werden?
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.

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