Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

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Olifant
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Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Olifant » Di 19. Aug 2014, 10:32

Gestern lief in der ARD eine sehenswerte Doku zur Rolle der Welfen in der Nachkriegszeit und der ausgebliebenen Aufarbeitung dieser historischen Epoche. Höchst interessant waren auch die Passagen zum Verkauf des Evangeliars Heinrichs des Löwen. Ich empfehle allen, sich diese Doku anzusehen, da sie sehr schön aufzeigt, wie die latente und offene Unterstützung des Nationalsozialismus in dieser Zeit ausgesehen hat und wie schwer sich manche Familien/Unternehmen damit tun, sich ihrer historischen und persönlichen Verantwortung zu stellen.
Ich persönlich fand es bgrüßenswert, dass sich ein Heinrich von Hannover den Fragen gestellt hat, die eigentlich das Oberhaupt der Welfen hätte beantworten sollen. Ich fand manche Aussage zwar grenzwertig, seine Bereitschaft aber durchaus löblich.
http://www.ndr.de/kultur/geschichte/chr ... en134.html
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Gregorius I
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Gregorius I » Di 19. Aug 2014, 19:25

Die Welfen - und sie sind nicht die einzigen - glauben immer noch, als ehem. regierende Dynastie auch heute noch Sonderrechte für sich in Anspruch nehmen zu können. Und - sie kommen damit durch. Denn in der Bundesrepublik haben viele Menschen einschließlich der Medien und vieler Politiker immer noch nicht begriffen, dass ein Ernst August kein Prinz von Hannover ist, sondern dass er nur so heißt!

Wer immer noch von "Adel" faselt und meint, dass diese Leute etwas Besseres seien, der sollte sich allmählich eines Besseren belehren lassen. Die erwähnte Doku belegt eindeutig, dass das Vermögen der Welfen nicht zuletzt auf gewissenloser Ausbeutung unschuldiger Menschen beruht - für sie, die Welfen, vielleicht eine alte Tradition, nach heutigem Rechtsverständnis aber nicht nur verwerflich, sondern auch justiziabel. Ihr Umgang mit Kunstschätzen nationalen Ranges, die sie als Privateigentum ohne Verpflichtung für die Allgemeinheit betrachten, ist empörend. Warum mischt sich niemand ein, sondern lässt sie gewähren? Die Welfen waren im Dritten Reich mit dem Regime irgendwie verwoben, was ihnen die Möglichkeit gab, sich jüdische Besitztümer anzueignen und auch als Kriegsgewinnler abzusahnen - und sie wollen keine "richtigen" Nazis gewesen sein, wie Heinrich von Hannover meinte?

Aber wen kümmert das heute, wenn sich nur seine Möchtegern-"Hoheit", der Pinkelprinz, zur Audienz, aber nicht zu einem Interview und zu ehrlichen Stellungnahmen herablässt?

Meine Meinung: unrechtmäßigen Besitz enteignen, nationale Kunstschätze in landeseigene Musseen überführen und den ernsten Chefaugust nach England ins Exil abschieben.
Errare humanum est, perseverare diabolicum.

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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon HugoBettauer » Di 16. Sep 2014, 12:10

In Deutschland und Österreich ist der Adel erloschen und außer einigem Privatbesitz und ein paar ungewöhnlichen Namen erinnert nichts mehr an ihn. Diese Doku ist sehr sehenswert, aber ich denke, dass man die heutigen Träger dieser Namen und - wo noch besteht - Vermögen allein an ihren eigenen Lebenswerken messen sollte.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Deutschtümler » Di 23. Dez 2014, 22:25

So eine Dokumentation ist nur für linksgrüne Bessermenschen, die sich am Schuldkulte ergötzen, erträglich.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Tantris » Di 23. Dez 2014, 22:38

Deutschtümler » Di 23. Dez 2014, 23:25 hat geschrieben:So eine Dokumentation ist nur für linksgrüne Bessermenschen, die sich am Schuldkulte ergötzen, erträglich.


Man muss n icht linksgrün sein, um was gegen die verbrechen der nazis zu haben, kamerad.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Deutschtümler » Di 23. Dez 2014, 22:54

Ich lehne den Nationalsozialismus ebenso ab.

Ich muss deswegen aber nicht dem Schuldkulte frönen und alles "Aufarbeiten" bis zum Umfallen und eine "Gedenkkultur" fördern, die nichts außer deutschen Selbsthass geriert.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Tantris » Di 23. Dez 2014, 23:01

Deutschtümler » Di 23. Dez 2014, 23:54 hat geschrieben:Ich lehne den Nationalsozialismus ebenso ab.

Ich muss deswegen aber nicht dem Schuldkulte frönen und alles "Aufarbeiten" bis zum Umfallen und eine "Gedenkkultur" fördern, die nichts außer deutschen Selbsthass geriert.


Wenn beschäftigung mit der deutschen geschichte für dich ¨selbsthass¨ ist, scheinst du tatsächlich nicht zu wissen, dass es ausser nazis noch viele andere deutsche gibt.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Deutschtümler » Di 23. Dez 2014, 23:11

Ja, außer Nazis gibt es z.B. auch Deutschnationale, Nationalkonservative, Nationalliberale, ... mit allen diesen dreien kann ich viel anfangen.

Womit ich nichts anfangen kann sind Grünkommunisten, die die Gesamtheit deutscher Geschichte auf zwölf unheilvolle braune Jahre reduzieren suchen.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Katenberg » Mi 24. Dez 2014, 19:00

Deutschtümler » Di 23. Dez 2014, 23:54 hat geschrieben:Ich lehne den Nationalsozialismus ebenso ab.

Ich muss deswegen aber nicht dem Schuldkulte frönen und alles "Aufarbeiten" bis zum Umfallen und eine "Gedenkkultur" fördern, die nichts außer deutschen Selbsthass geriert.


Schwierige Sache. Die Aufarbeitung der deutschen Geschichte ist richtig und wichtig!
Sie dient dazu, dass derartige Vorkommnisse sich nicht wiederholen werden. Davon, ein gesundes Verhältnis zur eigenen Vergangenheit zu haben, ist Deutschland aber noch entfernt. Das wird sich erst in den nächsten Jahrzehnten geben.
Aber daneben gibt es immer wieder kulturelle Bewegung, die nationalsozialistische Kulturvernichtung letztendlich hinter sich zu lassen und an die "Erfolge" (besseres Wort findet sich gerade nicht) vor Hitler anzuknüpfen.

In dieser Hinsicht entwickelt sich Deutschland ganz gut.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Katenberg » Mi 24. Dez 2014, 19:02

Deutschtümler » Mi 24. Dez 2014, 00:11 hat geschrieben:Ja, außer Nazis gibt es z.B. auch Deutschnationale, Nationalkonservative, Nationalliberale, ... mit allen diesen dreien kann ich viel anfangen.

Womit ich nichts anfangen kann sind Grünkommunisten, die die Gesamtheit deutscher Geschichte auf zwölf unheilvolle braune Jahre reduzieren suchen.


Nur die Ruhe, Genosse.
Deine Aufgabe als Gegenwehr wäre dann selbstverständlich die Lebendighaltung der sonstigen deutschen Geschichte, anstatt über die bösen "Grünkommunisten" zu flennen.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Marie-Luise » Mi 24. Dez 2014, 20:08

SoleSurvivor » Di 16. Sep 2014, 12:10

ich denke, dass man die heutigen Träger dieser Namen und - wo noch besteht - Vermögen allein an ihren eigenen Lebenswerken messen sollte.


Die Welfen kenne ich nicht persönlich. Einen anderen deutschen Prinzen allerdings. Sein Bruder hat das schöne Schloß und Weingut in Sachsen nach der Wende zurückgekauft und aus "verkommen" "neu" gemacht. Dazu waren Gerichtsverfahren nötig und die Spende auch von der Stiftung Denkmalschutz, für die wir immer gespendet haben, als wir noch Einkommen hatten.
Zuletzt geändert von Marie-Luise am Mi 24. Dez 2014, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Tantris » Mi 24. Dez 2014, 21:50

Marie-Luise » Mi 24. Dez 2014, 21:08 hat geschrieben:
Die Welfen kenne ich nicht persönlich. Einen anderen deutschen Prinzen allerdings. Sein Bruder hat das schöne Schloß und Weingut in Sachsen nach der Wende zurückgekauft und aus "verkommen" "neu" gemacht. Dazu waren Gerichtsverfahren nötig und die Spende auch von der Stiftung Denkmalschutz, für die wir immer gespendet haben, als wir noch Einkommen hatten.


Sagt sicher viel ueber die welfen zur nazi zeit aus.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Tantris » Mi 24. Dez 2014, 21:56

Deutschtümler » Mi 24. Dez 2014, 00:11 hat geschrieben:Ja, außer Nazis gibt es z.B. auch Deutschnationale, Nationalkonservative, Nationalliberale, ... mit allen diesen dreien kann ich viel anfangen.

Womit ich nichts anfangen kann sind Grünkommunisten, die die Gesamtheit deutscher Geschichte auf zwölf unheilvolle braune Jahre reduzieren suchen.


Gibts wirklich nur grüne und solche, die mit ¨national-¨ anfangen?

Sind es wirklich nur die grünen, die was aus der geschichte gelernt haben?
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Dampflok » Mi 24. Dez 2014, 22:18

Katenberg » Mi 24. Dez 2014, 19:00 hat geschrieben:Aber daneben gibt es immer wieder kulturelle Bewegung, die nationalsozialistische Kulturvernichtung letztendlich hinter sich zu lassen und an die "Erfolge" (besseres Wort findet sich gerade nicht) vor Hitler anzuknüpfen.


Und an die Erfolge nach Hitler.

Wären wir so schlecht, würden nicht so Viele ausgerechnet zu uns nach Deutschland wollen.


""Political correctness" sollte das Unwort des Jahrzehnts werden!"
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Tantris » Mi 24. Dez 2014, 22:27

[quote="[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=2891845#p2891845]Dampflok » Mi 24. Dez 2014, 23:18[/url]"][quote="[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=2891771#p2891771]Katenberg » Mi 24. Dez 2014, 19:00[/url]"]
Aber daneben gibt es immer wieder kulturelle Bewegung, die nationalsozialistische Kulturvernichtung letztendlich hinter sich zu lassen und an die "Erfolge" (besseres Wort findet sich gerade nicht) vor Hitler anzuknüpfen.
[/quote]

Und an die Erfolge [i]nach[/i] Hitler.

Wären wir so schlecht, würden nicht so Viele ausgerechnet zu uns nach Deutschland wollen.


♂[/quote]

Richtig und logisch, wie alle deine aussagen hier im forum.


Ab jetzt gibbts keine kritik an der gesellschaft hier, weil es ja noch leute gibt, die meinen, woanders sei es noch schlimmer.

Wie lange hälst diesen vorsatz wohl durch? 20 sekunden?
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Katenberg » Mi 24. Dez 2014, 22:29

Dampflok » Mi 24. Dez 2014, 23:18 hat geschrieben:
Und an die Erfolge nach Hitler.

Wären wir so schlecht, würden nicht so Viele ausgerechnet zu uns nach Deutschland wollen.




Auch wieder wahr. Aber nicht auszudenken, wo wir (vor allem kulturell!!) stünden, hätten wir keinen ungebildeteten, kriminellen Ausländer an die Spitze gesetzt (Für alle, die ne kleine Begriffshilfe brauchen: Das ist eine Polemik auf Kosten von Nazis und ihrer "Ausländer raus"-Rhetorik. Kabbische? NIx mit Ausländerfeindlichkeit in diesem Beitrag...
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Tantris » Mi 24. Dez 2014, 22:38

Hitler war nur ein pass-ausländer.
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Dampflok » Do 25. Dez 2014, 08:12

Katenberg » Mi 24. Dez 2014, 22:29 hat geschrieben:
Auch wieder wahr. Aber nicht auszudenken, wo wir (vor allem kulturell!!) stünden, hätten wir keinen ungebildeteten, kriminellen Ausländer an die Spitze gesetzt


Insofern hätte auch damals schon eine Regelung des Zuzugs nicht geschadet! :cool:


""Political correctness" sollte das Unwort des Jahrzehnts werden!"
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Re: Das Haus Hannover im Nationalsozialismus

Beitragvon Olifant » Do 25. Dez 2014, 08:14

Deutschtümler » Di 23. Dez 2014, 23:25 hat geschrieben:So eine Dokumentation ist nur für linksgrüne Bessermenschen, die sich am Schuldkulte ergötzen, erträglich.

Was genau ist an der Doku zu kritisieren?

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