Neville Chamberlain

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Dampflok94
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Neville Chamberlain

Beitragvon Dampflok94 » Mo 30. Jun 2014, 11:44

Aus einem anderen Strang über die Aussagen unseres Buprä:
jorikke » 30. Jun 2014, 09:50 hat geschrieben: Na ja, wir haben da ja ein gutes Beispiel, uns selbst betreffend.
Es begann damit, nicht bereit zu sein, auf Hitlers Säbelrasseln adäquat zu antworten.
Herr Chamberlain wusste, Waffen sind igitt, ihre Anwendung noch viel mehr, nur Verhandlungen können den Frieden erhalten.
Also flog er zu Hitler, verhandelte, gab das Sudetenland preis und verkündete bei seiner Rückkehr stolz:
Peace for our time.
Ein paar Jahre später waren 6o Millionen Menschen massakriert.

Hier wird Chamberlain letztlich mal wieder vorgeworfen Hitler nicht gestoppt zu haben, sprich die gescheiterte Appeasementpolitik. Aber trägt dieser Vorwurf eigentlich? Gilt nicht wie immer: Hinterher ist man immer klüger?

Ein Regierungschef, gerade in einer Demokratie, agiert nicht im luftleeren Raum. Er muß die politische Stimmung in seinem Land beachten. Und wie sah denn 1938 aus? Man hatte alle Brüche des Vertrags von Versailles seitens Deutschlands hingenommen. (Wiedereinführung der Wehrpflicht, Besetzung des entmilitarisierten Rheinlandes, Anschluß Österreichs) Denn all das erschienen legitime Ziele zu sein. Ja man war sogar weiter gegangen. Mit dem Deutsch-Britischen Flottenabkommen von 1935 hatte man selber einen Teil des Vertrages für obsolet erklärt. Und auch was das Sudetenland anging, hielt man die deutschen Forderungen durchaus für legitim. Und garantiert nicht für derart überzogen, um sich dafür ggf. in einen Krieg zu stürzen. Und aus dieser Sicht heraus flog Chamberlain, aber auch Daladier, nach München. Mit dem Ziel den Frieden zu erhalten. Und glaubte, dieses Ziel erreicht zu haben. Erst ein halbes Jahr erkannte er, daß mit Hitler dieses Ziel gar nicht zu erreichen war. Denn der wollte den Krieg.

Was man Chamberlain natürlich vorwerfen muß, ist die Tatsache, daß das Abkommen ein klassischer Vertrag zu Lasten Dritter war. Nämlich zu Lasten der CSR. Die wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und mußte einen Terretoriumsverzicht hinnehmen, da es eine realistische militärische Option nicht gab. Aber das ist eine anderer Punkt.

Es bleibt jedoch die Frage: Kann man Chamberlain seine Haltung im Nachhinein vorwerfen? Ist der Versuch den Frieden zu erhalten nicht alle Anstrengungen wert?
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Zwarte Piet » Mo 30. Jun 2014, 11:54

Um diese Frage zu beantworten muß man sich zuerst die Frage stellen ob der Vertrag von Versailles überhaupt rechtswirksam war. Mit welchem Recht hat man die CSR denn von Österreich abgespalten?

Wie Sie richtig anmerken haben sich die Vertragspartner wie England und Frankreich selbst nicht an den Vertrag gehalten. Womit dieser obsolet war.
Siegfried

Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Siegfried » Di 1. Jul 2014, 16:08

Dampflok94 » Mo 30. Jun 2014, 11:44 hat geschrieben:Was man Chamberlain natürlich vorwerfen muß, ist die Tatsache, daß das Abkommen ein klassischer Vertrag zu Lasten Dritter war. Nämlich zu Lasten der CSR.


Beim Münchner Abkommen ging es um das Selbstbestimmungsrecht der Sudetendeutschen. Die waren 1918 von ihrem Heimatland abgespalten und gegen ihren Willen zwangsweise in die CSR eingegliedert worden. Nach 20 Jahren Unterdrückung wurde mit dem Münchner Abkommen ihr Recht anerkannt sich dem Staat anzuschließen, dem sie sich zugehörig fühlen.

Warum sollte man Chamberlain das vorwerfen? Man kann ihm höchstens vorwerfen, daß der den britischen Kolonien nicht dieselbe Unabhängigkeit zugestanden hat.

Dampflok94 » Mo 30. Jun 2014, 11:44 hat geschrieben:Es bleibt jedoch die Frage: Kann man Chamberlain seine Haltung im Nachhinein vorwerfen? Ist der Versuch den Frieden zu erhalten nicht alle Anstrengungen wert?


Das "Appeasement" war doch erfolgreich. Leider hat Chamberlain auf Druck Roosevelts diese Politik aufgegeben. Sonst hätte man in einem zweiten Münchner Abkommen auch die strittigen deutsch-polnischen Fragen diplomatisch lösen und damit den Krieg verhindern können.
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Tantris » Di 1. Jul 2014, 16:22

Siegfried » Di 1. Jul 2014, 17:08 hat geschrieben:
Dampflok94 » Mo 30. Jun 2014, 11:44 hat geschrieben:Was man Chamberlain natürlich vorwerfen muß, ist die Tatsache, daß das Abkommen ein klassischer Vertrag zu Lasten Dritter war. Nämlich zu Lasten der CSR.


Beim Münchner Abkommen ging es um das Selbstbestimmungsrecht der Sudetendeutschen. Die waren 1918 von ihrem Heimatland abgespalten und gegen ihren Willen zwangsweise in die CSR eingegliedert worden. Nach 20 Jahren Unterdrückung wurde mit dem Münchner Abkommen ihr Recht anerkannt sich dem Staat anzuschließen, dem sie sich zugehörig fühlen.

Nein, es waren keine volksabstimmungen im vertrag vorgesehen. Es waren "territoriale forderungen" hitlers, die er auch genauso bezeichnete. Lügner, der er war, mal wieder mit dem hinweis, es sei seine absolute letzte forderung.



Warum sollte man Chamberlain das vorwerfen? Man kann ihm höchstens vorwerfen, daß der den britischen Kolonien nicht dieselbe Unabhängigkeit zugestanden hat.

Es geht darum, dass man sich den 2. weltkrieg erspart hätte, wenn man hitler früh genug gestoppt hätte. auch für dich extrem-nationalisten hätte das vorteile gehabt: die grenzen von 1937 würden noch heute gelten.

Aber... wer konnte damals wissen, wie hitler weiter machen wird?
Wer kann es heute bei putin wissen?

Vielleicht hören sie ja doch bald auf, "territoriale forderungen" zu stellen?


Das "Appeasement" war doch erfolgreich. Leider hat Chamberlain auf Druck Roosevelts diese Politik aufgegeben. Sonst hätte man in einem zweiten Münchner Abkommen auch die strittigen deutsch-polnischen Fragen diplomatisch lösen und damit den Krieg verhindern können.


Du scheinst sehr wenig über hitler zu wissen. Lies mal seine schwarte! Und informier dich, von wem die kampfhandlungen im osten und im westen ausgingen.

Viel erfolg!
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Mari » Di 1. Jul 2014, 16:40

Siegfried » Di 1. Jul 2014, 17:08 hat geschrieben:
Dampflok94 » Mo 30. Jun 2014, 11:44 hat geschrieben:Was man Chamberlain natürlich vorwerfen muß, ist die Tatsache, daß das Abkommen ein klassischer Vertrag zu Lasten Dritter war. Nämlich zu Lasten der CSR.


Beim Münchner Abkommen ging es um das Selbstbestimmungsrecht der Sudetendeutschen. Die waren 1918 von ihrem Heimatland abgespalten und gegen ihren Willen zwangsweise in die CSR eingegliedert worden. Nach 20 Jahren Unterdrückung wurde mit dem Münchner Abkommen ihr Recht anerkannt sich dem Staat anzuschließen, dem sie sich zugehörig fühlen.

Warum sollte man Chamberlain das vorwerfen? Man kann ihm höchstens vorwerfen, daß der den britischen Kolonien nicht dieselbe Unabhängigkeit zugestanden hat.

Dampflok94 » Mo 30. Jun 2014, 11:44 hat geschrieben:Es bleibt jedoch die Frage: Kann man Chamberlain seine Haltung im Nachhinein vorwerfen? Ist der Versuch den Frieden zu erhalten nicht alle Anstrengungen wert?


Das "Appeasement" war doch erfolgreich. Leider hat Chamberlain auf Druck Roosevelts diese Politik aufgegeben. Sonst hätte man in einem zweiten Münchner Abkommen auch die strittigen deutsch-polnischen Fragen diplomatisch lösen und damit den Krieg verhindern können.


Richtig, aber Chamberlain wurde letztendlich auf Linie gebracht. Dazu schreibt Schutze-Rhonhoff: "Roosevelt verspricht Chamberlain und Daladier Hilfe gegen Deutschland und bestärkt sie, sich nicht vor einem weiteren Krieg zu scheuen.
Chamberlain nimmt den Polen mit seinem Beistandsangebot den letzten Anreiz, auf die deutschen Wünsche einzugehen. Zum Schluß verspielt er mit seiner vorgetäuschten Vermittlungstätigkeit die letzten Zeitreserven Hitlers. Daladier und Gamelin locken die Polen mit dem Versprechen eines französischen Großangriffs gegen Deutschlands Westfront auf einen „Siegespfad“, der im Desaster für die Polen endet. Stalin schürt die Kriegsbereitschaft aller Seiten. Und Roosevelt, als er von den sowjetischen „Interessen“ an Ostpolen hört, läßt die Polen ungewarnt, damit sie nicht am Ende doch noch Danzig opfern und dadurch einen Krieg verhindern. Polen ist für alle nicht ein Schützling, sondern nur das Mittel, das mit Sicherheit den nächsten Krieg ermöglicht. Aber Polen ist dabei nicht nur das Opfer. Die Qualen, die die Polen „ihren“ Deutschen, Weißrussen und Ukrainern antun, wiegen im Sommer 1939 schwerer als das Danzig-Korridor-Problem. Resümierend kann man sagen, daß die hier genannten Akteure - jeder auf seine ganz eigene Weise - den Zweiten Weltkrieg mit angezettelt haben. Mitschuldig an diesem neuen Krieg sind die Regierungen und Staaten, die in Versailles und Saint-Germain die Gründe für den nächsten Krieg geschaffen und später bei Gefahr bewußt verhindert haben, daß die Gründe beseitigt werden konnten."

Das eigentliche Problem ist bis heute, daß, wo immer die Sieger versäumten, ein Kriegsende in den Anfang eines Friedens umzuwandeln, die besiegten Länder nicht zur Ruhe kommen.

Sieh nach Libyen, Irak, Afghanistan, Syrien. Überall geht es um Kriegsgewinne, sei es Öl, Land, politischer Einfluss. Es werden nach wie vor regelmäßig Zustände hinterlassen, die Abhängigkeit, Armut oder Unfreiheit bedeuten, die die Besiegten nicht auf Dauer dulden können.
LG Mari
Man kann ein ganzes Volk eine Zeit lang belügen, Teile eines Volkes dauernd betrügen, aber nicht das ganze Volk dauernd belügen und betrügen. (Abraham Lincoln)
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Zwarte Piet » Di 1. Jul 2014, 18:23

Mari » Di 1. Jul 2014, 16:40 hat geschrieben:
Siegfried » Di 1. Jul 2014, 17:08 hat geschrieben:
Beim Münchner Abkommen ging es um das Selbstbestimmungsrecht der Sudetendeutschen. Die waren 1918 von ihrem Heimatland abgespalten und gegen ihren Willen zwangsweise in die CSR eingegliedert worden. Nach 20 Jahren Unterdrückung wurde mit dem Münchner Abkommen ihr Recht anerkannt sich dem Staat anzuschließen, dem sie sich zugehörig fühlen.

Warum sollte man Chamberlain das vorwerfen? Man kann ihm höchstens vorwerfen, daß der den britischen Kolonien nicht dieselbe Unabhängigkeit zugestanden hat.



Das "Appeasement" war doch erfolgreich. Leider hat Chamberlain auf Druck Roosevelts diese Politik aufgegeben. Sonst hätte man in einem zweiten Münchner Abkommen auch die strittigen deutsch-polnischen Fragen diplomatisch lösen und damit den Krieg verhindern können.


Richtig, aber Chamberlain wurde letztendlich auf Linie gebracht. Dazu schreibt Schutze-Rhonhoff: "Roosevelt verspricht Chamberlain und Daladier Hilfe gegen Deutschland und bestärkt sie, sich nicht vor einem weiteren Krieg zu scheuen.
Chamberlain nimmt den Polen mit seinem Beistandsangebot den letzten Anreiz, auf die deutschen Wünsche einzugehen. Zum Schluß verspielt er mit seiner vorgetäuschten Vermittlungstätigkeit die letzten Zeitreserven Hitlers. Daladier und Gamelin locken die Polen mit dem Versprechen eines französischen Großangriffs gegen Deutschlands Westfront auf einen „Siegespfad“, der im Desaster für die Polen endet. Stalin schürt die Kriegsbereitschaft aller Seiten. Und Roosevelt, als er von den sowjetischen „Interessen“ an Ostpolen hört, läßt die Polen ungewarnt, damit sie nicht am Ende doch noch Danzig opfern und dadurch einen Krieg verhindern. Polen ist für alle nicht ein Schützling, sondern nur das Mittel, das mit Sicherheit den nächsten Krieg ermöglicht. Aber Polen ist dabei nicht nur das Opfer. Die Qualen, die die Polen „ihren“ Deutschen, Weißrussen und Ukrainern antun, wiegen im Sommer 1939 schwerer als das Danzig-Korridor-Problem. Resümierend kann man sagen, daß die hier genannten Akteure - jeder auf seine ganz eigene Weise - den Zweiten Weltkrieg mit angezettelt haben. Mitschuldig an diesem neuen Krieg sind die Regierungen und Staaten, die in Versailles und Saint-Germain die Gründe für den nächsten Krieg geschaffen und später bei Gefahr bewußt verhindert haben, daß die Gründe beseitigt werden konnten."

Das eigentliche Problem ist bis heute, daß, wo immer die Sieger versäumten, ein Kriegsende in den Anfang eines Friedens umzuwandeln, die besiegten Länder nicht zur Ruhe kommen.

Sieh nach Libyen, Irak, Afghanistan, Syrien. Überall geht es um Kriegsgewinne, sei es Öl, Land, politischer Einfluss. Es werden nach wie vor regelmäßig Zustände hinterlassen, die Abhängigkeit, Armut oder Unfreiheit bedeuten, die die Besiegten nicht auf Dauer dulden können.





Vorzüglich zusammengefasst! Leider wird es noch ein paar Jahre dauern, bis sich daß in unseren Schulgeschichtsbüchern niederschlägt.
Demolit

Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Demolit » Di 1. Jul 2014, 18:52

Dazu schreibt Schutze-Rhonhoff: "Roosevelt verspricht Chamberlain und Daladier Hilfe gegen Deutschland und bestärkt sie, sich nicht vor einem weiteren Krieg zu scheuen.


Vorzüglich zusammengefasst! Leider wird es noch ein paar Jahre dauern, bis sich daß in unseren Schulgeschichtsbüchern niederschlägt.


Hoffentlich nie Spinner !

Schulze Ronhof :

http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikont ... onhof-gerd

man, was hier wieder ein Quark zusammengereimt wird.

Roosevelt wollte überhaupt nie Krieg, er wollte nur nicht, das das Hitler-Regime eien Übermacht in Europa bekäme.
Zuletzt geändert von Demolit am Di 1. Jul 2014, 18:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Nichtwähler » Di 1. Jul 2014, 19:11

Demolit » 01.07.2014, 19:52 hat geschrieben:


Roosevelt wollte überhaupt nie Krieg, er wollte nur nicht, das das Hitler-Regime eien Übermacht in Europa bekäme.


Und wie er den wollte, er brauchte ihn, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen.
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Zwarte Piet » Di 1. Jul 2014, 19:21

Nichtwähler » Di 1. Jul 2014, 19:11 hat geschrieben:
Demolit » 01.07.2014, 19:52 hat geschrieben:
Roosevelt wollte überhaupt nie Krieg, er wollte nur nicht, das das Hitler-Regime eien Übermacht in Europa bekäme.


Und wie er den wollte, er brauchte ihn, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen.



Wer mitreden will muß Opfer bringen. Die Soldaten bringen die Opfer. Die Politiker reden mit.
Demolit

Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Demolit » Di 1. Jul 2014, 19:24

Nichtwähler » Di 1. Jul 2014, 19:11 hat geschrieben:
Demolit » 01.07.2014, 19:52 hat geschrieben:
Roosevelt wollte überhaupt nie Krieg, er wollte nur nicht, das das Hitler-Regime eien Übermacht in Europa bekäme.


Und wie er den wollte, er brauchte ihn, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen.

Zwarte Piet » Di 1. Jul 2014, 19:21 hat geschrieben:
Nichtwähler » Di 1. Jul 2014, 19:11 hat geschrieben:
Und wie er den wollte, er brauchte ihn, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen.



Wer mitreden will muß Opfer bringen. Die Soldaten bringen die Opfer. Die Politiker reden mit.


Da haben sich wieder zwei Dämlacks im Geiste gefunden...

zur Erinnerung:

http://de.wikipedia.org/wiki/New_Deal
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Nichtwähler » Di 1. Jul 2014, 19:37

Demolit » 01.07.2014, 20:24 hat geschrieben:
Nichtwähler » Di 1. Jul 2014, 19:11 hat geschrieben:
Und wie er den wollte, er brauchte ihn, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen.

Zwarte Piet » Di 1. Jul 2014, 19:21 hat geschrieben:

Wer mitreden will muß Opfer bringen. Die Soldaten bringen die Opfer. Die Politiker reden mit.


Da haben sich wieder zwei Dämlacks im Geiste gefunden...

zur Erinnerung:

http://de.wikipedia.org/wiki/New_Deal


Zur Erinnerung: Ich schreibe hier nur meine eigene Meinung, also lass dieses Bashing.

Und zu deinem "New Deal" nur mal eine Passage aus deinem hier gesetzten Link kopiert:

Die Frage, wie erfolgreich der New Deal war, ist bis heute umstritten. Der desolate Zustand der amerikanischen Wirtschaft konnte überwunden werden, andererseits wurde erst 1941 Vollbeschäftigung erreicht.

Du kannst gerne mit mir diskutieren, nur dann bitte in einem anderen Ton.
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Demolit » Di 1. Jul 2014, 20:06

urde erst 1941 Vollbeschäftigung erreicht.


das sagt was aus?

Spinnerei in deinem Post hier drüber !

München war wann und die Intention Roosevelts zu dem Zeitpunkt war was unter den wirtschaftlichen Möglichkeiten innerhalb seiner Wahlperiode?

Du bestimmst mit deinem blöden Wissensgehabe den Ton..

also ?

wo du wolle Klitterer?

echt :)
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Nichtwähler » Di 1. Jul 2014, 20:15

Demolit » 01.07.2014, 21:06 hat geschrieben:
urde erst 1941 Vollbeschäftigung erreicht.


das sagt was aus?

Spinnerei in deinem Post hier drüber !

München war wann und die Intention Roosevelts zu dem Zeitpunkt war was unter den wirtschaftlichen Möglichkeiten innerhalb seiner Wahlperiode?

Du bestimmst mit deinem blöden Wissensgehabe den Ton..

also ?

wo du wolle Klitterer?

echt :)


Ihr deutschen habt tatsächlich einen Knall. Und auf tumbe Schreibereien von solchen Knallchargen lege ich keinen Wert.
Such dir einfach einen anderen, den du vollblubbern kannst. Aber ich mit dir nicht mehr.
Tatsachen hören nicht auf zu existieren, nur weil sie ignoriert werden.
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Siegfried » Di 1. Jul 2014, 20:30

Tantris » Di 1. Jul 2014, 16:22 hat geschrieben:Nein, es waren keine volksabstimmungen im vertrag vorgesehen. Es waren "territoriale forderungen" hitlers, die er auch genauso bezeichnete.


Ja, aber diese Forderungen waren doch nicht aus der Luft gegriffen. Die Sudentendeutschen wollten noch nie zur CSR gehören, sondern wurden die ganze Zeit unterdrückt. Und 1938 war der Anschlußwille an das Deutsche Reich Konsens im Sudentenland.

Für Danzig und den "Korridor" galt genau dasselbe. Hätte Chamberlain weiterhin auf Appeasement gesetzt und diplomatisch daran mitgewirkt, daß die legitimen Forderungen Deutschlands umgesetzt werden, dann hätte das dem Frieden in Europa sicher mehr gedient, als die konfrontative, undiplomatische Politik, zu der Chamberlain sich von Roosevelt und Co. hat drängen lassen.
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Mari » Di 1. Jul 2014, 20:31

Zwarte Piet » Di 1. Jul 2014, 19:23 hat geschrieben:
Mari » Di 1. Jul 2014, 16:40 hat geschrieben:
Richtig, aber Chamberlain wurde letztendlich auf Linie gebracht. Dazu schreibt Schutze-Rhonhoff: "Roosevelt verspricht Chamberlain und Daladier Hilfe gegen Deutschland und bestärkt sie, sich nicht vor einem weiteren Krieg zu scheuen.
Chamberlain nimmt den Polen mit seinem Beistandsangebot den letzten Anreiz, auf die deutschen Wünsche einzugehen. Zum Schluß verspielt er mit seiner vorgetäuschten Vermittlungstätigkeit die letzten Zeitreserven Hitlers. Daladier und Gamelin locken die Polen mit dem Versprechen eines französischen Großangriffs gegen Deutschlands Westfront auf einen „Siegespfad“, der im Desaster für die Polen endet. Stalin schürt die Kriegsbereitschaft aller Seiten. Und Roosevelt, als er von den sowjetischen „Interessen“ an Ostpolen hört, läßt die Polen ungewarnt, damit sie nicht am Ende doch noch Danzig opfern und dadurch einen Krieg verhindern. Polen ist für alle nicht ein Schützling, sondern nur das Mittel, das mit Sicherheit den nächsten Krieg ermöglicht. Aber Polen ist dabei nicht nur das Opfer. Die Qualen, die die Polen „ihren“ Deutschen, Weißrussen und Ukrainern antun, wiegen im Sommer 1939 schwerer als das Danzig-Korridor-Problem. Resümierend kann man sagen, daß die hier genannten Akteure - jeder auf seine ganz eigene Weise - den Zweiten Weltkrieg mit angezettelt haben. Mitschuldig an diesem neuen Krieg sind die Regierungen und Staaten, die in Versailles und Saint-Germain die Gründe für den nächsten Krieg geschaffen und später bei Gefahr bewußt verhindert haben, daß die Gründe beseitigt werden konnten."

Das eigentliche Problem ist bis heute, daß, wo immer die Sieger versäumten, ein Kriegsende in den Anfang eines Friedens umzuwandeln, die besiegten Länder nicht zur Ruhe kommen.

Sieh nach Libyen, Irak, Afghanistan, Syrien. Überall geht es um Kriegsgewinne, sei es Öl, Land, politischer Einfluss. Es werden nach wie vor regelmäßig Zustände hinterlassen, die Abhängigkeit, Armut oder Unfreiheit bedeuten, die die Besiegten nicht auf Dauer dulden können.





Vorzüglich zusammengefasst! Leider wird es noch ein paar Jahre dauern, bis sich daß in unseren Schulgeschichtsbüchern niederschlägt.


Ja, die Wahrheit erkennst Du immer daran, daß ihre Feinde keine Argumente dagegen bringen können, sondern nur Agitation.
LG Mari
Man kann ein ganzes Volk eine Zeit lang belügen, Teile eines Volkes dauernd betrügen, aber nicht das ganze Volk dauernd belügen und betrügen. (Abraham Lincoln)
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Demolit » Di 1. Jul 2014, 20:36

Mari » Di 1. Jul 2014, 20:31 hat geschrieben:
Zwarte Piet » Di 1. Jul 2014, 19:23 hat geschrieben:



Vorzüglich zusammengefasst! Leider wird es noch ein paar Jahre dauern, bis sich daß in unseren Schulgeschichtsbüchern niederschlägt.


Ja, die Wahrheit erkennst Du immer daran, daß ihre Feinde keine Argumente dagegen bringen können, sondern nur Agitation.


Die Dummheit des Mitdiskutanten erkennt man immer daran, dass er Agitation brüllt, wenn seine Argumente als das herausgestrichen werden, als das, was sie sind....Klitter-Gedrissen !

echt :)
Zuletzt geändert von Demolit am Di 1. Jul 2014, 20:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Dampflok94 » Mi 2. Jul 2014, 07:19

Siegfried » 1. Jul 2014, 17:08 hat geschrieben:
Dampflok94 » Mo 30. Jun 2014, 11:44 hat geschrieben:Was man Chamberlain natürlich vorwerfen muß, ist die Tatsache, daß das Abkommen ein klassischer Vertrag zu Lasten Dritter war. Nämlich zu Lasten der CSR.


Beim Münchner Abkommen ging es um das Selbstbestimmungsrecht der Sudetendeutschen. Die waren 1918 von ihrem Heimatland abgespalten und gegen ihren Willen zwangsweise in die CSR eingegliedert worden. Nach 20 Jahren Unterdrückung wurde mit dem Münchner Abkommen ihr Recht anerkannt sich dem Staat anzuschließen, dem sie sich zugehörig fühlen.

Warum sollte man Chamberlain das vorwerfen? Man kann ihm höchstens vorwerfen, daß der den britischen Kolonien nicht dieselbe Unabhängigkeit zugestanden hat.

Dampflok94 » Mo 30. Jun 2014, 11:44 hat geschrieben:Es bleibt jedoch die Frage: Kann man Chamberlain seine Haltung im Nachhinein vorwerfen? Ist der Versuch den Frieden zu erhalten nicht alle Anstrengungen wert?


Das "Appeasement" war doch erfolgreich. Leider hat Chamberlain auf Druck Roosevelts diese Politik aufgegeben. Sonst hätte man in einem zweiten Münchner Abkommen auch die strittigen deutsch-polnischen Fragen diplomatisch lösen und damit den Krieg verhindern können.

Laß mal deine Hitler-Begeisterung stecken.

Hitler gingen die Sudeten-Deutschen am Allerwertesten vorbei. Die waren Mittel zum Zweck. Und am Ende waren es unter anderm sie, die für diese Politik büßen mußten.
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Tantris » Mi 2. Jul 2014, 08:01

Siegfried » Di 1. Jul 2014, 21:30 hat geschrieben:
Tantris » Di 1. Jul 2014, 16:22 hat geschrieben:Nein, es waren keine volksabstimmungen im vertrag vorgesehen. Es waren "territoriale forderungen" hitlers, die er auch genauso bezeichnete.


Ja, aber diese Forderungen waren doch nicht aus der Luft gegriffen. Die Sudentendeutschen wollten noch nie zur CSR gehören, sondern wurden die ganze Zeit unterdrückt. Und 1938 war der Anschlußwille an das Deutsche Reich Konsens im Sudentenland.

Für Danzig und den "Korridor" galt genau dasselbe. Hätte Chamberlain weiterhin auf Appeasement gesetzt und diplomatisch daran mitgewirkt, daß die legitimen Forderungen Deutschlands umgesetzt werden, dann hätte das dem Frieden in Europa sicher mehr gedient, als die konfrontative, undiplomatische Politik, zu der Chamberlain sich von Roosevelt und Co. hat drängen lassen.


Ich sags dir auch nochmal, kamerad hitler-hurra:

Wäre hitler das deutsche, sudetendeutsche oder sonst ein volk in irgendeiner weise am herzen gelegen, er hätte einige hunderttausend leben einfach nur dadurch gerettet, dass er sich 3 wochen früher erschossen hätte oder kapituliert.
ABer, für deinen geliebten feigling war D ja nur eine bühne, auf dem er seinen eigenen untergang inszenierte.
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon NMA » Mi 2. Jul 2014, 08:05

Demolit » Di 1. Jul 2014, 19:52 hat geschrieben:
Dazu schreibt Schutze-Rhonhoff: "Roosevelt verspricht Chamberlain und Daladier Hilfe gegen Deutschland und bestärkt sie, sich nicht vor einem weiteren Krieg zu scheuen.


Vorzüglich zusammengefasst! Leider wird es noch ein paar Jahre dauern, bis sich daß in unseren Schulgeschichtsbüchern niederschlägt.


Hoffentlich nie Spinner !

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man, was hier wieder ein Quark zusammengereimt wird.

Roosevelt wollte überhaupt nie Krieg, er wollte nur nicht, das das Hitler-Regime eien Übermacht in Europa bekäme.


Wer darauf hinweist, dass die Versailler Friendesordnung ungelöste und unlösbare Konflikte hinterlassen hat, ist weder Spinner, noch braucht man mit einer Seite gegen Nazis kontern. Die Versailler "Friedensordnung" hat nicht nur um Deutschland, sondern auch in ganz Osteuropa und im Mittleren Osten Konflikte hinterlassen, das ist offenkundig. Und er hat Deutschland tief gedemütigt. Dabei geht es nicht um Rechtfertigung, sondern schlicht um die Weitsicht, wie man nun ein Land befriedet oder wie man es am kochen hält. Mitnichten ist das mit einer Rechtfertigung für Hitler oder seinem Krieg gleichzusetzen, aber der Versailler Vertrag hat einen erheblichen Anteil daran, dass man die Zeit zwischen 1918 und 1939 nur noch als "Zwischenkriegszeit"(Forschungskonsens) bezeichnet oder auch als "zweiter 30jähriger Krieg" (z. B. Helmut Schmidt).
Zuletzt geändert von NMA am Mi 2. Jul 2014, 08:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neville Chamberlain

Beitragvon Dampflok94 » Mi 2. Jul 2014, 08:21

New Model Army » 2. Jul 2014, 09:05 hat geschrieben:Wer darauf hinweist, dass die Versailler Friendesordnung ungelöste und unlösbare Konflikte hinterlassen hat, ist weder Spinner, noch braucht man mit einer Seite gegen Nazis kontern. Die Versailler "Friedensordnung" hat nicht nur um Deutschland, sondern auch in ganz Osteuropa und im Mittleren Osten Konflikte hinterlassen, das ist offenkundig. Und er hat Deutschland tief gedemütigt. Dabei geht es nicht um Rechtfertigung, sondern schlicht um die Weitsicht, wie man nun ein Land befriedet oder wie man es am kochen hält. Mitnichten ist das mit einer Rechtfertigung für Hitler oder seinem Krieg gleichzusetzen, aber der Versailler Vertrag hat einen erheblichen Anteil daran, dass man die Zeit zwischen 1918 und 1939 nur noch als "Zwischenkriegszeit"(Forschungskonsens) bezeichnet oder auch als "zweiter 30jähriger Krieg" (z. B. Helmut Schmidt).

Das ist alles richtig. Aber was das mit dem von dir Zitierten zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Da sind mal wieder einige auf dem Trip, daß Hitler doch nur legitime deutsche Interessen eingefordert hat, weswegen ihn Großbritannien und Frankreich unter "Anfeuern" Roosevelts mit Krieg überzogen. Und gegen eine derartige Geschichtsklitterung sollte man sich wenden.
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