(europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Moderator: Moderatoren Forum 7

...wäre meine Wahl (aus praktischen Gründen auf Europa + Mittelmeeraum beschränkt) die folgende:

EINFACH ALLES
3
7%
Ur- und Frühgeschichte (Altsteinzeit bis Jungsteinzeit)
2
5%
Altertum I - Frühe Hochkulturen bis Bronzezeit (ca. 3000 - 1500 v Chr)
1
2%
Altertum II - Bronzezeit - Eisenzeit (ca. 1500 - 800 v Chr)
0
Keine Stimmen
Altertum III - Frühantike (ca. 1200 - 800 v Chr)
1
2%
Antike - ALLES
3
7%
Antike I (ca. 800 - 400 v Chr)
0
Keine Stimmen
Antike II (ca. 400 - 1 v Chr)
2
5%
Antike III - (ca. 0 - 500)
2
5%
Mittelalter - ALLES
2
5%
Frühmittelalter (ca. 500/600 - 1000)
1
2%
Hochmittelalter (ca. 1000 - 1300)
1
2%
Spätmittelalter (ca. 1300 - 1500)
0
Keine Stimmen
Neuzeit - ALLES
2
5%
Frühe Neuzeit I (ca. 1500 - 1648)
0
Keine Stimmen
Frühe Neuzeit II (ca. 1648 - 1789)
1
2%
Neuere & Neuste Geschichte (1789 - 1918/1945)
8
18%
Zeitgeschichte I (1945 - 1991)
9
20%
Zeitgeschichte II (1991 - heute)
4
9%
EINFACH GAR NIX, ich hab mich nur verirrt
2
5%
 
Abstimmungen insgesamt: 44
Sniper

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon Sniper » Di 12. Aug 2014, 17:38

Harmoniebeauftragter » Di 12. Aug 2014, 17:40 hat geschrieben:
Der Fixpunkt ist die Eroberung Konstantinopels und nicht die Renaissance. Nix drchndrbrgne bitte :(

Dass die GL nix taugen, war eine Aussage von mir und das im nüchternen Zustand, allerdings nicht ernst gemeint.

wat :?: (siehe original Post oben, hehe) :|

davon abgesehen bzw. nach wie vor:

Ich checke net was Du EINDEUTIG meinst mit "daher auch der Name" :?:


MfG
Der so :?: Machende
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 24791
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon Adam Smith » Di 12. Aug 2014, 19:14

Harmoniebeauftragter » Sa 9. Aug 2014, 09:55 hat geschrieben:
Dagegen war die Entdeckung Amerikas ein echter Umbruch, der das Weltbild der Europäer veränderte und nichtadligen Schichten, dem dritten Stand den Aufstieg ermöglichte. Die industrielle Revolution wurde wohl durch diese Entdeckung, die ja nur eine in der Reihe vieler Entdeckungen war, massiv begünstigt.


Die Erfindung des Kapitalismus hat die Welt grundlegend verändert. Handel war auf einmal gut und es wurde investiert um mehr und neue Güter zu produzieren. Nichts hat die Welt so verändert wie der Kapitalismus.
Benutzeravatar
Gregorius I
Beiträge: 2680
Registriert: Do 6. Mai 2010, 16:34
Benutzertitel: Kardinaler Althumanist

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon Gregorius I » Di 12. Aug 2014, 19:19

Harmoniebeauftragter » Mo 11. Aug 2014, 23:17 hat geschrieben:Der Sprung von der Reformation zu den Menschenrechten ist mir ein wenig zu weit, vermutlich brauchts da eine Menge Glauben :D



Keineswegs, Wissen reicht völlig. :D

Dadurch, dass es plötzlich in Deutschland und anderen Ländern zwei, ja drei christliche Konfessionen gab, haben die Menschen teils friedlich, teils unfriedlich lernen müssen, dass für ein gedeihliches Zusammenleben Toleranz zu üben und die Wahl eines Bekenntnisses als persönliche Gewissensentscheidung zu respektieren sei. Heute wird die Religionsfreiheit in fast allen europäischen Verfassungen garantiert.


Ich kann mir höchstens vorstellen, dass die Reformation das Menschenbild Europas veränderte: Der Mensch, der nicht mehr einer menschlichen Obrigkeit Gehorsam schuldet, sondern zunächst einmal Gott. Leider ging das im deutschen Obrigkeitsdenken des langen 19. Jahrhunderts etwas unter.



Spätestens im 19. Jh. hat sich fast überall in Europa die Ansicht durchgesetzt, dass es keine (monarchische) Obrigkeit "von Gottes Gnaden" gibt, die nur Gott verantwortlich ist, sondern nurmehr eine Obrigkeit, die sich vor dem Volk bzw. seinen gewählten Vertretern zu verantworten hat; eine Obrigkeit, die nicht mehr absolut herrscht, sondern an Verfassung und politische Mitwirkung eines Parlamentes gebunden ist.


Auf der anderen Seite erhöht das den Stellenwert des Menschen, wenn Gott sich persönlich um ihn kümmert. Er braucht keine Kirche mehr, die ihm das Denken vorschreibt.



Die Reformation hat mit der Idee einer Unmittelbarkeit der Christen zu Gott, die keiner kirchlichen Vermittlung mehr bedarf, einen wesentlichen Beitrag zur Freiheit der Menschen geleistet.
Errare humanum est, perseverare diabolicum.

Augustinus
Benutzeravatar
Gregorius I
Beiträge: 2680
Registriert: Do 6. Mai 2010, 16:34
Benutzertitel: Kardinaler Althumanist

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon Gregorius I » Di 12. Aug 2014, 19:23

Gretel » Di 12. Aug 2014, 07:16 hat geschrieben:
:? Martin Luthers Hetzschriften und Aufrufe zu Massakern haben zum Gegenteil beigetragen.
Guckst Du:
viewtopic.php?p=2014943#p2014943

viewtopic.php?p=2013219#p2013219



Ja, Luther war - leider - fanatisch judenfeindlich. Das bedeutet aber nicht, dass ihm alle Lutheraner oder auch die Calvinisten/Reformierten darin nachgeeifert hätten.
Errare humanum est, perseverare diabolicum.

Augustinus
Diskursant

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon Diskursant » Di 12. Aug 2014, 21:18

Adam Smith » Di 12. Aug 2014, 19:14 hat geschrieben:
Die Erfindung des Kapitalismus hat die Welt grundlegend verändert. Handel war auf einmal gut und es wurde investiert um mehr und neue Güter zu produzieren. Nichts hat die Welt so verändert wie der Kapitalismus.


"Ô"

zum Gruße
wenn wir schon so fundamental sein wollen, warum nicht den Gebrauch des Feuers erwähnen,
die Erfindung des Rads, den Übergang von der Urhorde zur Säßhaftigkeit, zum Ackerbau
zur Arbeitsteilung zum Privateigenthum . , .

D
Benutzeravatar
Gretel
Beiträge: 10555
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 13:45
Benutzertitel: Gib mir Zucker!

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon Gretel » Di 12. Aug 2014, 21:23

Gregorius I » Di 12. Aug 2014, 19:23 hat geschrieben:

Ja, Luther war - leider - fanatisch judenfeindlich. Das bedeutet aber nicht, dass ihm alle Lutheraner oder auch die Calvinisten/Reformierten darin nachgeeifert hätten.


Nun, damals doch aber die meisten:
viewtopic.php?p=2013219#p2013219
B. ist mein alter Nick - deshalb die Copy ;-)
Zuletzt geändert von Gretel am Di 12. Aug 2014, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.
Muck watt jü wüllt - de Lüüd snackt doch.
Sniper

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon Sniper » Di 12. Aug 2014, 22:54

Gretel » Di 12. Aug 2014, 22:23 hat geschrieben:[...] B. ist mein alter Nick - deshalb die Copy ;-)

:|
Diskursant

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon Diskursant » Di 12. Aug 2014, 23:45

Gretel » Di 12. Aug 2014, 21:23 hat geschrieben:
Nun, damals doch aber die meisten:
viewtopic.php?p=2013219#p2013219
B. ist mein alter Nick - deshalb die Copy ;-)


^v^

zum Gruße
Luthers Antisemitismus entsprang primär religiösen Motiven.
Und dem Bestreben, der Ausbreitung des Protestantismus mit
Hilfe xenofobischer Ressentimente weitere Impulse zu setzen.
Sicherlich beklagenswürdig, doch lässt sich eine Nachhaltigkeit
zum rassistisch-sozialen Antisemitismus des 20sten Jahr100s
nicht herstellen.

diskur20st

D
Benutzeravatar
Gregorius I
Beiträge: 2680
Registriert: Do 6. Mai 2010, 16:34
Benutzertitel: Kardinaler Althumanist

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon Gregorius I » Mi 13. Aug 2014, 15:34

Gretel » Di 12. Aug 2014, 22:23 hat geschrieben:
Nun, damals doch aber die meisten:
viewtopic.php?p=2013219#p2013219
B. ist mein alter Nick - deshalb die Copy ;-)



Nein. Gretel, Du machst den Fehler, theoretische Diskurse für eine Widerspiegelung der Realität zu nehmen. Nicht zuletzt der sich schon im mittelalterlichen Reich verbreitende Humanismus und seine Einmündung in die Aufklärung hat dazu beigetragen, viele mittelalterliche Vorurteile gegen Juden, von denen ein Martin Luther noch sehr geprägt war, zu relativieren. Selbst in der Theorie gab es also pro- und antijüdische Einstellungen - und auch Zwischenformen.

In der Realität waren Juden in vielen, gerade evangelischen Territorien relativ sicher und wurden nicht verfolgt oder mit Gewalt bedroht wie im Mittelalter. Selbst Ausnahmen, die man nennen könnte, widerlegen diese Grundtatsache nicht.
Errare humanum est, perseverare diabolicum.

Augustinus
Benutzeravatar
aleph
Moderator
Beiträge: 7639
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:25
Benutzertitel: Hat den Überblick
Wohnort: ប្រទេសអាល្លឺម៉ង់

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon aleph » Do 14. Aug 2014, 05:25

Gretel » Di 12. Aug 2014, 22:23 hat geschrieben:
Nun, damals doch aber die meisten:
http://www.politik-forum.eu/viewtopic.p ... 9#p2013219
B. ist mein alter Nick - deshalb die Copy ;-)


So wie ich das verstanden habe, ist die Sache mit Menschenrechte und Aufklärung eine Folge der Zustände nach der Reformation, nicht etwas, was Luther angestrebt hatte, als er seine Thesen annagelte (in denen vom Hass auf Juden und Bauern auch nichts zu lesen war, weil es ihm zunächst mal um seine Religion ging).
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein. Walter Jens
Economic Left/Right: -2.5 Social Libertarian/Authoritarian: -3.54
Benutzeravatar
Nomen Nescio
Beiträge: 12252
Registriert: So 1. Feb 2015, 19:29

Re: (europäische) Geschichte - wenn ich wählen müsste...

Beitragvon Nomen Nescio » So 1. Feb 2015, 21:51

mich interessiert besonders die geschichte ab ± 1790. die französische revolution und ihre folgen wirkt(e) bis im 20 jhdt.

der wiener kongreß ist ein versuch die geschichte zurückdrehen zu können. leider hat man dabei übersehen, das es genügend konfliktstoff gab, die vernachlässigt wurde. denke an elsaß-lothringen, an polen.

dann kommt bismarck, mit seinem von oben aufgelegte GG. das wurde nicht durchs volk getragen.
daneben war bismarck ein diplomatischer gaukler par excellence. er hätte sich realisieren müssen, daß seine nachfolger vermutlich nicht seine statur hatten.
der webfehler seines GG zeigte sich bereits als wilhelm II kaiser wurde.
Zuletzt geändert von Nomen Nescio am Mo 2. Feb 2015, 08:55, insgesamt 1-mal geändert.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«

Zurück zu „71. Geschichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste