Radikal auf Twitter

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Radikal auf Twitter

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 6. Nov 2017, 13:44

http://www.nw.de/blogs/games_und_netzwe ... siert.html

In dem Artikel erlebt ein Autor, wie sich eine lose Bekannte immer weiter radikalidiert. Der Autor weiß keinen Rat und schaut zu, wie immer radikalere Beiträge kommen. Irgendwann sucht er das Gespräch, wird aber auch nicht schlauer. Er bricht den Kontakt ab.

Kennt ihr ähnliche Fälle? Habt ihr Tipps zum Umgang mit Bekannten, die im Internet aufdrehen?
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frems
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon frems » Mo 6. Nov 2017, 18:27

Im Forum konnte man auch einige Blitzradikalisierungen feststellen, sogar bei einem Mod, der seit zwei Jahren oder so hier nicht mehr schreibt. Im privaten Umfeld erlebte ich nur mal das Gegenteil. 2013/14 noch mit der AfD geliebäugelt und sie gewählt, aber dann zum demokratischen Spektrum zurückgekehrt.
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rifk
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon rifk » Mo 6. Nov 2017, 19:01

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(06 Nov 2017, 13:44)
Kennt ihr ähnliche Fälle?

Hier meine These:
Besonders auf sozialen Netzwerken wie Twitter kommt man schnell in eine "Blase".
Denn, wer seine Informationen nur aus einer bestimmten Quelle nimmt und nur Beiträge von "gleichgesinnten" Nutzern ließt wird früher oder später -> stur.
Ebenso macht ihn diese "Blase" sehr anfällig für Manipulation, welche später auch zur Radikalisierung führen kann. -> Er wird zum Schaf.

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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 6. Nov 2017, 19:06

rifk hat geschrieben:(06 Nov 2017, 19:01)

Hier meine These:
Besonders auf sozialen Netzwerken wie Twitter kommt man schnell in eine "Blase".
Denn, wer seine Informationen nur aus einer bestimmten Quelle nimmt und nur Beiträge von "gleichgesinnten" Nutzern ließt wird früher oder später -> stur.
Ebenso macht ihn diese "Blase" sehr anfällig für Manipulation, welche später auch zur Radikalisierung führen kann. -> Er wird zum Schaf.

-rifk

Naja, das würde erklären, warum irgendwelche Single-Heinz-Dietrichs in ihren 50ern nichts mehr merken. Aber im Beitrag geht es um eine junge, sozial vernetzte Frau mit einem - zumindest ursprünglich - diversen, tendenziell linksliberalen Umfeld, die eben auch im echten Leben agiert. Da stelle ich mir das schon komplizierter vor.
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon rifk » Mo 6. Nov 2017, 19:15

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(06 Nov 2017, 19:06)

Naja, das würde erklären, warum irgendwelche Single-Heinz-Dietrichs in ihren 50ern nichts mehr merken. Aber im Beitrag geht es um eine junge, sozial vernetzte Frau mit einem - zumindest ursprünglich - diversen, tendenziell linksliberalen Umfeld, die eben auch im echten Leben agiert. Da stelle ich mir das schon komplizierter vor.


Ich schätze bei ihr spielt die emotionale Belastung eine große Rolle.
Jenny berichtet von Menschen aus ihrem Freundeskreis, die „körperlich schmerzhafte" Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht hätten — und von Menschen, die ihre Freunde heftig für ihre „Islamkritik" beschimpfen.

Ebenso eine mögliche Manipulation durch Na­he­ste­hende.
Jenny berichtet, dass ihr Partner und ihr Bruder noch stärker gegen den Islam seien als sie — und bestätigt damit indirekt unsere Ausgangsvermutung.


Anders kann ich mir diese bereits genannte Blitzradikalisierung nicht erklären.

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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 6. Nov 2017, 19:20

rifk hat geschrieben:(06 Nov 2017, 19:15)

Ich schätze bei ihr spielt die emotionale Belastung eine große Rolle.

Ebenso eine mögliche Manipulation durch Na­he­ste­hende.


Anders kann ich mir diese bereits genannte Blitzradikalisierung nicht erklären.

-rifk

Mir tut das dann auch sehr leid - als normaler Mensch hat man ja nur ein begrenztes "Budget" an solchen Diskussionen - die wenigsten führen über Facebook/Twitter lange Diskussionen, zumal mit zunehmend schwieriger werdenden Personen. Irgendwann wird man selbst gefragt, was man da für Leute auf seiner Wall habe. Da greift dann der Selbstschutz. Radikales Zeug + hoher Takt = Problem.
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon rifk » Mo 6. Nov 2017, 19:28

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(06 Nov 2017, 19:20)

Mir tut das dann auch sehr leid - als normaler Mensch hat man ja nur ein begrenztes "Budget" an solchen Diskussionen - die wenigsten führen über Facebook/Twitter lange Diskussionen, zumal mit zunehmend schwieriger werdenden Personen. Irgendwann wird man selbst gefragt, was man da für Leute auf seiner Wall habe. Da greift dann der Selbstschutz. Radikales Zeug + hoher Takt = Problem.


Man muss aber auch zugeben, dass diskutieren auf Twitter/Facebook in den meisten Fällen unmöglich ist, da man es meist mit einem sehr sturen Diskussionspartner zutun hat.
Ebenso wird in den meisten Fällen sehr vulgär miteinander umgegangen und Argumentationen werden nicht mit Fakten oder Informationen unterfüttert. -> eine typische RICHTIG oder FLASCH Diskussion.
Zumindest ist das meine Erfahrung. :D
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 6. Nov 2017, 19:38

Privat mache ich kein Twitter mehr und im Facebook vertrete ich überwiegend Themen, die den Haudraufs zu hoch oder nicht sexy genug sind. Beruflich läuft es mehr auf beweisen als auf meinen hinaus. Hier im Forum kenne ich sture Teilnehmer, aber ich mag nicht Nabelschau halten. Das hier ist kein Generalmedium, in dem eine eskalierende Diskusson echte Interessen stören könnte. Meine Erfahrung in Live-Veranstaltungen ist, dass die Leute die Augen verdrehen und auch zwischenrufen, wenn ein notorischer Malwassagenmüsser drankommt. Das ist weitgehend ungefährlich. Nach der großzügig-tolerant nachgemessenen Maximalredezeit geht die Warnung und kurz danach ist das Mikro aus. Dann an besten nichts sagen und den Redner zur Besinnung kommen oder wütend protestieren lassen. Bloß nicht einmischen. Aber Online gibt es keine Zeitbegrenzung und kein Saalpublikum
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon Uffzach » Di 7. Nov 2017, 17:10

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(06 Nov 2017, 13:44)

http://www.nw.de/blogs/games_und_netzwe ... siert.html

In dem Artikel erlebt ein Autor, wie sich eine lose Bekannte immer weiter radikalidiert. Der Autor weiß keinen Rat und schaut zu, wie immer radikalere Beiträge kommen. Irgendwann sucht er das Gespräch, wird aber auch nicht schlauer. Er bricht den Kontakt ab.

Kennt ihr ähnliche Fälle? Habt ihr Tipps zum Umgang mit Bekannten, die im Internet aufdrehen?


Die Jenny ist doch schwer in Ordnung. :thumbup:
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon Ebiker » Di 7. Nov 2017, 18:01

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(06 Nov 2017, 19:06)

Naja, das würde erklären, warum irgendwelche Single-Heinz-Dietrichs in ihren 50ern nichts mehr merken. Aber im Beitrag geht es um eine junge, sozial vernetzte Frau mit einem - zumindest ursprünglich - diversen, tendenziell linksliberalen Umfeld, die eben auch im echten Leben agiert. Da stelle ich mir das schon komplizierter vor.


So kompliziert ist das gar nicht. Man muß nur die augen auf machen und Realitäten anerkennen. So wie diese radikale junge frau

http://www.focus.de/regional/koeln/koeln-darum-habe-ich-als-frau-abends-angst-in-koeln_id_7802387.html
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon Umetarek » Di 7. Nov 2017, 19:45

Ebiker hat geschrieben:(07 Nov 2017, 18:01)

So kompliziert ist das gar nicht. Man muß nur die augen auf machen und Realitäten anerkennen. So wie diese radikale junge frau

http://www.focus.de/regional/koeln/koeln-darum-habe-ich-als-frau-abends-angst-in-koeln_id_7802387.html

Weißt du, vieles wäre einfacher, wenn ihr über eure Ängste reden würdet, Frauen können ganz gut für sich selbst reden. Dieses über das andere Geschlecht reden ist sexuell übergriffig und sehr unangenehm.

Aber trotzdem was mich angeht von Angst keine Spur, tut mir leid.
Mutter des Wahnsinns und Harmoniebeauftragte des Forums, sowie geprüfte Völkermörderin!
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon garfield336 » Mi 8. Nov 2017, 13:31

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(06 Nov 2017, 13:44)

http://www.nw.de/blogs/games_und_netzwe ... siert.html

In dem Artikel erlebt ein Autor, wie sich eine lose Bekannte immer weiter radikalidiert. Der Autor weiß keinen Rat und schaut zu, wie immer radikalere Beiträge kommen. Irgendwann sucht er das Gespräch, wird aber auch nicht schlauer. Er bricht den Kontakt ab.

Kennt ihr ähnliche Fälle? Habt ihr Tipps zum Umgang mit Bekannten, die im Internet aufdrehen?


Durch den Kontaktabbruch verschlimmert sich die Situation nur. Die Bekannte ist in einer Filterblase gefangen.
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 8. Nov 2017, 14:44

garfield336 hat geschrieben:(08 Nov 2017, 13:31)

Durch den Kontaktabbruch verschlimmert sich die Situation nur. Die Bekannte ist in einer Filterblase gefangen.

Ich denke eben, dass man ab einer bestimmten Schwelle sich selbst schützen will vor dem ideologischen Dauerfeuer. Es nervt, es kostet Kraft, es macht einen falschen Eindruck und es frisst Aufmerksamkeit, die man vielleicht auf konstruktivere Menschen lenken will. Das ist, wie wenn man einem Alkoholiker eine Plattform für Selbstmitleid bietet statt ihm dringend zu einer Therapie zu raten.
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon Brainiac » So 12. Nov 2017, 20:28

[MOD] Strang aufgeräumt (diverser Spam). Bei vermeintlichen oder wirklichen weiteren Beispielen für "Radikalisierung" bitte erläutern, warum das so gesehen wird, die Äußerung abweichender Standpunkte reicht dafür nicht aus.
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon Watchful_Eye » Sa 18. Nov 2017, 03:30

Ehrlich gesagt, es gibt bestimmte Themen, zu der ich bestimmte Gedanken nie oder nur gegenüber engsten Freunden uneingeschränkt äußere, weil ich Angst habe, im Anschluß nicht mehr ernst genommen oder in politisch unangenehme Ecken gesteckt zu werden (und ich werde hier natürlich nicht erzählen, welche). Das ist teilweise schade, da ich diese Gedanken durch öffentliche Diskussion auch für mich selbst leichter hinterfragen könnte. Ich würde zwar niemals so einen Kram schreiben wollen wie diese Frau, kann mir aber schon vorstellen, dass auch in Deutschland viele Menschen zu einem gewissen Grad mit einer "Schere im Kopf" leben. Dafür ist eine Einschränkung der Meinungsfreiheit von staatlicher Seite überhaupt nicht nötig, weil sich schon die Gesellschaft selbst gegenseitig kontrolliert.
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Nach langer Inaktivität wieder Hilfssheriff im Forum 32.
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Adam Smith
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Re: Radikal auf Twitter

Beitragvon Adam Smith » Sa 18. Nov 2017, 04:40

Islamische Kämpfer sollen sich ja in Deutschland radikalisieren. Vorher waren sie gemässigt. Nur ist es so, dass es z.B. in Afghanistan halt mehr radikale Kämpfer als hier geben muss. Ansonsten gäbe es in dem Land ja keine Probleme.

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