Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

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Beitragvon frems » Mi 2. Aug 2017, 13:33

schokoschendrezki hat geschrieben:(02 Aug 2017, 14:30)

Ab hier habe ich nicht mehr weitergelesen.

Es ist auch schöner, hübschen Frauen hinterherzuschauen statt... Du weißt schon.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon frems » Mi 2. Aug 2017, 13:35

Selina hat geschrieben:(02 Aug 2017, 14:23)

Die "Weltmachtstellung" von Google ist natürlich scharf zu kritisieren. Und man hat ja die Möglichkeit, andere Suchmaschinen zu nutzen. Zumal Google ja längst auch sämtliche andere Felder besetzt hat. Einen kritischen Blick auf diese Form der Globalisierung zu werfen, finde ich schon ganz gut. Das zu tun, bedeutet ja nun auch nicht unbedingt, technikfeindlich zu sein.

Bedeutet es nicht, richtig. Das wäre nämlich ein Strohmanntrugschluss. Die Aussage war bloß, dass man die Geschäfte Googles (etc.) nie hinterfragen würde, nur weil man nicht den technischen Fortschritt beklagt. Da macht Google uns dumm, verkümmert die Sinne und raubt uns mit der Digitalisierung jegliche Kompetenzen zur Reflexion. Das kann man alles in diesem Forum regelmäßig lesen. Was bei all den Behauptungen bloß fehlt, sind die Belege. Wenn dann noch versehentlich herausrutscht, dass die besagte Machtstellung das private Hauptproblem ist, macht das die Behauptungen nicht aussagekräftiger, sondern ausufernder.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 2. Aug 2017, 13:47

frems hat geschrieben:(02 Aug 2017, 14:35)

Bedeutet es nicht, richtig. Das wäre nämlich ein Strohmanntrugschluss. Die Aussage war bloß, dass man die Geschäfte Googles (etc.) nie hinterfragen würde, nur weil man nicht den technischen Fortschritt beklagt.

Die Frage ist, wer denn eigentlich "den technischen Fortschritt beklagt". Wer bitte? Nutzername reicht! Denn ich kenne keinen.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Selina » Mi 2. Aug 2017, 13:57

Wenn man nicht so träge wäre, könnte man sich bei allen technischen Neuerungen ja immer um eine Alternative zum jeweiligen Weltgiganten bemühen. Also man kann ja gerne ein Smartphone haben, aber muss es unbedingt das Samsung Galaxy S6, S7 oder S8 sein? Oder ein Apple-Iphone? Gibt es nicht Alternativen, um kleinere Anbieter ein wenig zu pushen? Muss es dieses oder jenes sein? Gehts nicht auch anders? Wie oft stellen wir uns denn eigentlich solche nicht unintelligenten Fragen? Ich glaube, eher selten.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon frems » Mi 2. Aug 2017, 13:58

schokoschendrezki hat geschrieben:(02 Aug 2017, 14:47)
Die Frage ist, wer denn eigentlich "den technischen Fortschritt beklagt". Wer bitte? Nutzername reicht! Denn ich kenne keinen.

Vielleicht kennst Du diesen Zeitgenossen:
schokoschendrezki hat geschrieben:(02 Jul 2017, 16:13)
Stahl, Beton, Technikbegeisterung ... Heute klebt am Empfangseingang ein gelbes Plakat mit Käufersuche und weiter oben scheißen die Tauben den Betonklotz zu. Die Liste derartiger technologischer Sackgassen ließe sich endlos fortsetzen.

schokoschendrezki hat geschrieben:(30 Jun 2017, 21:39)
Die Kernaussage, dass Technologie zunehemend die Fähigkeit zur Selbsthinterfragung verliert, ist richtig. Und das Ergebnis dieser Selbsthinterfragung muss ja keineswegs immer oder auch nur überwiegend negativ ausfallen. Aber sie sollte stattfinden und unterschiedliche persönliche Ergebnisse dieser Hinterfragung sollten nebeneinander koexistieren können.

Zunehmender Verlust, endlose Liste technologischer Sackgassen. Hm! Sind das keine Klagelieder?
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 2. Aug 2017, 15:02

frems hat geschrieben:(02 Aug 2017, 14:58)
Vielleicht kennst Du diesen Zeitgenossen:
Zunehmender Verlust, endlose Liste technologischer Sackgassen. Hm! Sind das keine Klagelieder?

Nein. Denn
das Ergebnis dieser Selbsthinterfragung muss ja keineswegs immer oder auch nur überwiegend negativ ausfallen.

An sich ist "macht uns Google dumm" ein interessantes Thema, um das es sich zu diskutieren eigentlich lohnte. Bislang oder momentan jedenfalls gibts nur einen selbstbezüglichen DIsput gegen imaginierte Technikfeinde.

An dem ich mich gewiss nicht beteiligen werde.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Brainiac » Mi 2. Aug 2017, 21:09

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Aug 2017, 13:46)

Das Problem weiter oben ist eben quasi die Streiternsthaftigkeit. Zwei Phänomene gibt es sehr häufig in Onlinediskussionen: 

Nummer eins: Nicht auf Argumente seiner Mitdiskutanten zu antworten sondern auf antizipierteArgumente. Nicht auf das, was ein Mitdiskutant sagt oder schreibt sondern auf das, was jemand meint, dass es sein Mitdiskutant gemeint habe.

Nummer zwei: Bei Abwesenheit einer echten Gegenposition, die man für starke Argumentation glaubt zu brauchen, diese Gegenposition einfach dem Nächstbesten zu unterstellen.

Beide Phänomene gehören zu den Spitzenreitern bei den Standard-Big-No-Nos für Online-Diskussionen. Es müsste eine Person her, die wenigstens ein Basiswissen für guten Diskussionsstil hat und Threads wie diesen hier entsprechend moderierte.

Da kann ich leider nicht mit dienen, ich habe von "gutem Diskussionsstil" keine Ahnung. :(

Vielleicht eine Anfrage an den Verein stellen? :)

(Dass man mit solchen Mod-Prinzipien die Messlatte für Beiträge sehr hoch legt und bei konsequenter Umsetzung nur noch und ununterbrochen am Entfernen / Editieren ist, ist dir klar, oder?)
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon schokoschendrezki » Do 3. Aug 2017, 07:11

Brainiac hat geschrieben:(02 Aug 2017, 22:09)
(Dass man mit solchen Mod-Prinzipien die Messlatte für Beiträge sehr hoch legt und bei konsequenter Umsetzung nur noch und ununterbrochen am Entfernen / Editieren ist, ist dir klar, oder?)

Ist mir schon klar. Dennoch: Am Grundprinzip vernünftigen Kommunizierens ... dass man nämlich nur auf das eingeht, was tatsächlich behauptet wird, und nicht auf etwas, was nur als Annahme, Vorstellung, Anitizipation angenommen wird, führt kein Weg vorbei.

"Wut auf Technologien", "Ablehner jeglicher Veränderungen" ... wo bitte habe ich das behauptet oder auch nur angedeutet? Veränderung und Technologie ist die Basis meines Lebensmodells. Nicht nur irgendwie abstrakt und polemisch sondern ganz konkret und real. Ich verdiene mit Java-Programmierung, SQL, Management von komplexen Netzwerk-Applikationen, aktuell Einführung und Implementation von Student-Cards meinen Lebensunterhalt. Und das nicht schlecht. Glaubt man ernsthaft daran, dass sich daraus eine "Wut auf Technologien" ableiten lässt?


Es ist nicht das Problem, dass man mit sehr konfrontativen Meinugsäußerungen klarkommen muss. Ich diskutiere mit Leuten hier, die nun wirklich und definitiv eine andere Meinung vertreten. Und: es macht mir Spaß! Mit User frems, bei dem das Problem wirklich nicht darin besteht, dass er eine indiskutable politische Richtung vertritt. sondern schlicht darin, dass er nicht weiß, was Diskussionskultur bedeutet, ist das nicht möglich.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 3. Aug 2017, 10:00

Lässt man mal alle persönlichen Befindlichkeiten bei den einzelnen Beiträgen wech - ob da noch z.Z. 108 Beiträge übrigbleiben würden :?:

Ein kleiner Schwank aus meiner beruflichen Zeit - war mal ein sehr guter "Kenner" der inzwischen antiquierten "Klappertechnik" - gemeint sind Steuerungen mittels einer großen Zahl von "Schützen" - eigentlich deren Kontakte. Das komplette "Programm" als Hardware - tausende Drähtchen die (meist) sinnvoll von Kontakt zu Kontakt und zu den "Endschaltern" in der Peripherie führten.

Um so was zu realisieren, mussten je nach Umfang solcher Schaltungen jede Menge Seiten mit Schaltplänen zueinander in Bezug gebracht werden - Symbole und Beschriftungen genormt und bekannt sein, um die Funktion - mindestens Teilfunktionen - so verstehen zu können, wie andere z.B. die Zusammenhänge in einem Musikstück (hoffentlich stimmt letzteres, davon habe ich keine Ahnung). Bei Störungen musste man an den "Symptomen" erkennen wo der oder die Fehler liegen könnten. Es gibt Rechenmethoden um z.B. überflüssige Kontakte zu eliminieren oder man kann das "gefühlsmäßig".

Die umfangreichen Schaltpläne mussten permanent "revidiert" werden, mit einer "natürlichen" Fehlerquote die sich unerfreulich vergrößert, wenn man versucht das Ganze wirklich fehlerfrei zu gestalten.

Inzwischen ist ein großer Teil der Hardware durch sog. "Speicherprogrammierbaren Steuerungen" (SPS) ersetzt worden. Alle vorher über Hilfskontakte hergestellten Verbindungen lassen sich nun am PC oder sonst einem Eingabegerät am Schreibtisch vorab herstellen und oh Wunder auch testen. Gleichartige oder Variationen solcher Schaltungen können schlich "kopiert" und oder entsprechend angepasst werden. Die Darstellung ist nun bildhaft und keiner muss mehr alle möglichen Standardschaltungen im Kopf haben um zu verstehen was da passiert - manchmal nur "passieren sollte".

Jetzt könnte jeder der vergangenen Technologieform herzzerreißend nachweinen und den Fortschritt beklagen. Oder wesentlich sinnvoller, die neuen Methoden möglichst schnell erlernen, die Möglichkeiten die über die Vorgängertechnologie teilweise weit hinausgeht begreifen, lernen und nutzen. Für mich ist letzteres jedenfalls ein logischer Vorgang. Das Schema wende ich überall an. Das dabei kommerzielle Störfaktoren ärgerlich sind, kann doch den Kern, die Nützlichkeit solcher Systemveränderungen nicht wirklich annullieren. Trennt man diese Faktoren und nutzt den wesentlichen Teil des Systems, wo ist dann das Problem ?

Zurück zur "SPS" - ein großer dt. Hersteller benötigte deutlich länger als die "Mitbewerber" um zu erkennen, "kommandozeilenorientiert" mag ja irgendwie "näher" am Objekt zu sein, aber eine Graphische Oberfläche, wo die Regeln (wie alles grundsätzlich zusammenwirken soll) inhärent bereits erzwungen werden, kommt der Routine entgegen, veranlasst aber den Probanden, diesen Teil des Wissens zu vernachlässigen. So wird zwar das Ergebnis "fehlerfrei", aber "warum" das so ist kann dann verloren gehen, wenn nur mit solchen Systemen gearbeitet wird.

So oder vergleichbar dürfte das schlichtweg überall in der "modernen Welt" sein. Es gilt möglichst überall zu begreifen wie wichtig sog. "Nebenaspekte" sind, um sie bei seinem Tun oder Lassen entsprechend ihres "Gewichts" zu berücksichtigen.

Wer im WWW "herum surft", sollte wissen, wie er sich z.B. der Verfolgung / Beeinträchtigungen durch alles was zusätzlich zu einer Suche und oder auf einer WEB-Seite versucht Daten über mich zu sammeln - was mir persönlich eben nicht gleichgültig ist. Das solch "Blockerprogramme" auch Nachteile haben (ich verwende "uBlock Origin") muss man wissen und entsprechend akzeptieren. Wem das völlig gleichgültig ist, mag so agieren - ich sehe das eben anders.

Wer sich die Zeit nimmt, solche Zusammenhänge zu analysieren und auf seine eigenen Erwartungen abzustimmen, wird weder "dumm" - was ja die Bezeichnung für "WIKI : ...einen Mangel an Intelligenz, pars pro toto auch eine daraus resultierende törichte Handlung" und somit VORHER bereits vorhanden sein muss und wohl kaum durch Nutzung von Suchmaschinen wie "Google" erst hervorgerufen wird.

Meint doch die selbe Quelle :
WIKI hat geschrieben:Im engeren Sinne bezeichnet Dummheit die mangelhafte Fähigkeit, aus Wahrnehmungen angemessene Schlüsse zu ziehen beziehungsweise zu lernen.

Dieser Mangel beruhe teils auf Unkenntnis von Tatsachen, die zur Bildung eines Urteils erforderlich sind, teils auf mangelhafter Intelligenz oder Schulung des Geistes oder auf einer gewissen Trägheit und Schwerfälligkeit im Auffassungsvermögen beziehungsweise der Langsamkeit bei der Kombination der zur Verfügung stehenden Fakten (siehe Urteilsvermögen).

In diesem Sinne nennt Kant den „Mangel an Urteilskraft“ als „das, was man Dummheit nennt“, und postuliert, dass „einem solchen Gebrechen ... gar nicht abzuhelfen“ sei.
Es muss also bereits "Dummheit" vorliegen um durch Googel lediglich darin bestärkt zu werden.

Ergo kann man mit Fug und Recht behaupten, Googel macht NICHT dumm, wer allerdings bereits "dumm" ist, sollte die Dosis möglichst gering halten :p

"Digitale Demenz" - "Cyberkrank" sind Vorstellungen des deutscher Psychiaters, Psychologe und Hochschullehrer Manfred Spitzer. Dessen Thesen sind keineswegs unwidersprochen. Ohnedies mangelt es der Psychologie an naturgesetzlichen Zusammenhängen.

"Fluch oder Segen" ? Nichts was Menschen je erfunden haben, lässt sich NICHT auch missbrauchen. Es liegt letztendlich an jedem selbst Dinge auf ihre "Brauchbarkeit" für ihn und seine Ambitionen zu untersuchen, um herauszufinden ob und wie er / sie möglichst viel Nutzen und möglichst geringen Schaden daraus ziehen kann.

Habe eben nochmal den "Starter" gelesen. Eine gute Idee um das Nachlesen zu erleichtern, wenn es einen Link gibt. Hier isser : Quelle : FAZ "Technologischer Fortschritt - Macht uns Google dumm?"

Im Prinzip muss wohl überall entschieden werden - ist nun der Weg das Ziel oder besteht daran warum auch immer ein geringes Interesse und man ist in der Hauptsache am eigentlichen Ziel interessiert und der "Weg" ist die Nebensache.

Das beide Aspekte zwischen null und vollständig auch gleichzeitig eine Bedeutung haben, hängt letztendlich mit "meinem Vorhaben" zusammen. Bei navigieren durch eine unbekannte Gegend mittels eines Navis oder der Software auf Smartphone - Tablett & Co, ist es bestimmt kein Fehler, die Grundlagen von Karte usw. zu kennen. Das lässt sich recht gut miteinander vereinbaren. Nur muss das jemandem "irgendwann" einmal "beigebracht" werden. Wie sonst soll zwischen einer ergebnisorientierten Maschine und den Grundlagen auf denen das alles beruht, ein verständlicher Zusammenhang hergestellt werden ?

Sicher um ein Navi zu bedienen, muss niemand Herrn Einstein und seine Erkenntnisse kennen - schaden kann es allerdings nicht ! Nahezu alles hängt mit allem "irgendwie" zusammen. Wer als Kind von seiner Umgebung nicht darin bestärkt wird, wird als Erwachsener wohl kaum diesen wichtigen Aspekt verstehen und schlimmer noch, an seinen Nachwuchs weitergeben können. Die Neugier, weiterzusuchen, möglichst viel von dieser Welt zu erfahren und zu verstehen, ist ein probates Mittel gegen all diese Anfeindungen. Soll ja auch der altersbedingten Demenz, dem „Nachlassen der Verstandeskraft“ entgegenwirken. Bleibt in Einzelfällen die Hoffnung, da sei etwas "was nachlassen könnte"... :p
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Brainiac » Do 3. Aug 2017, 15:09

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Aug 2017, 08:11)

Ist mir schon klar. Dennoch: Am Grundprinzip vernünftigen Kommunizierens ... dass man nämlich nur auf das eingeht, was tatsächlich behauptet wird, und nicht auf etwas, was nur als Annahme, Vorstellung, Anitizipation angenommen wird, führt kein Weg vorbei.

"Wut auf Technologien", "Ablehner jeglicher Veränderungen" ... wo bitte habe ich das behauptet oder auch nur angedeutet? Veränderung und Technologie ist die Basis meines Lebensmodells. Nicht nur irgendwie abstrakt und polemisch sondern ganz konkret und real. Ich verdiene mit Java-Programmierung, SQL, Management von komplexen Netzwerk-Applikationen, aktuell Einführung und Implementation von Student-Cards meinen Lebensunterhalt. Und das nicht schlecht. Glaubt man ernsthaft daran, dass sich daraus eine "Wut auf Technologien" ableiten lässt?


Es ist nicht das Problem, dass man mit sehr konfrontativen Meinugsäußerungen klarkommen muss. Ich diskutiere mit Leuten hier, die nun wirklich und definitiv eine andere Meinung vertreten. Und: es macht mir Spaß! Mit User frems, bei dem das Problem wirklich nicht darin besteht, dass er eine indiskutable politische Richtung vertritt. sondern schlicht darin, dass er nicht weiß, was Diskussionskultur bedeutet, ist das nicht möglich.

Na ja. Ich lasse das jetzt erst mal so stehen, behalte mir aber hiesige Aufräumaktionen vor.

Wenn dich ein Feedback zu der Diskussion dieses Stranges von meiner Seite interessiert. Der Beitrag von frems, auf den du dich beziehst, war wohl dieser? http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=73&t=61491&start=60#p3961380 Dort unterstellt er dir aber persönlich keine Zukunftsfeindlichkeit, widerspricht nur deiner Ansicht (sinngemäß), dass die Navi-Nutzung zur Einschränkung der Weltsicht führen würde. Daraufhin hat sich eure Auseinandersetzung immer weiter hochgeschaukelt, weil ihr beide jeweils Beiträge der Gegenseite in den falschen Hals bekommen habt, so wie ich das sehe.

Was sollte jetzt jemand hier im Nachhinein wegmoderieren und dabei entscheiden, was davon "gute Diskussionskultur" war und was nicht? Ich sehe dazu keinen Ansatz. M.E. muss man mit solchen Diskussionsentwicklungen und Eskalationen in einem Forum bis zu einem gewissen Grade leben. Wir sind hier in einem Politikforum, wo die Emotionen gerne mal hochkochen, und das ist auch richtig so und kann nicht anders sein.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Fazer » Do 3. Aug 2017, 23:54

Fuerst_48 hat geschrieben:(30 Jul 2017, 23:16)

Bist du immer so eingeschränkt in deinem Denken?? Stell dir einen Mega-Crash vor, der das NET lahmlegt. Wie viele (vornehmlich) Youngsters stehen dann hilflos da, weil ihnen Lexika, Wörte- oder Sachbücher fremd sind.
In so einem Fall geht mit Wikipedia herunterladen GAR NICHTS MEHR!
Nachvollziehbar??


Bei einem kompletten NET Crash haben wir ganz andere Probleme als ein paar Jugendliche, die jetzt kein Wikipedia mehr nutzen können ...
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Fuerst_48 » Fr 4. Aug 2017, 08:33

Fazer hat geschrieben:(04 Aug 2017, 00:54)

Bei einem kompletten NET Crash haben wir ganz andere Probleme als ein paar Jugendliche, die jetzt kein Wikipedia mehr nutzen können ...

Die Abhängigkeit vom NET ist dann offenkundig. Wer sich anders zu helfen weiß, ist im Vorteil. Aber die Probleme wären gewaltig, das stimmt.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon unity in diversity » Fr 4. Aug 2017, 12:21

Wenn man die richtigen Suchbegriffe kennt, macht Google schlau.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
(Aus den Divided States of America)
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Senexx » Fr 4. Aug 2017, 16:11

Google macht nicht direkt dumm, sondern lässt sich die Dummen sich schlau fühlen. Ermutigt sie mitzuschwandronieren, wo sie besser schweigen sollten. In diesem Forum gibt es zahlreiche anschauliche Beispiele für dieses Phänomen.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon unity in diversity » Sa 5. Aug 2017, 05:27

Manchmal bringt Google keine verwertbaren Erkenntnisse:
http://www.geektime.co.il/gartner-acquires-senexx/
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
(Aus den Divided States of America)
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Shellsort » Sa 5. Aug 2017, 19:15

So etwas wie "digitale Demenz" gibt es nicht.
Meine Fragen sind nur Fragen, und gegen niemanden gerichtet.
Auch wenn sie blöd klingen...
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Realist2014 » Mo 7. Aug 2017, 16:12

Senexx hat geschrieben:(04 Aug 2017, 17:11)

Google macht nicht direkt dumm, sondern lässt sich die Dummen sich schlau fühlen. Ermutigt sie mitzuschwandronieren, wo sie besser schweigen sollten. In diesem Forum gibt es zahlreiche anschauliche Beispiele für dieses Phänomen.


hm

auf Basis von welcher nachprüfbarer , objektiver Kompetenz schreibst du deine Beiträge? :D
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon von Grimm » Mo 7. Aug 2017, 18:24

Es soll Leute geben, die dieses Forum via Google gefunden haben.
Manch einer davon schreibt hier.
Digitale Demenz.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon KarlRanseier » Mo 7. Aug 2017, 21:45

Viele elektronische Helferlein sind durchaus kritisch zu bewerten.

So sorgten vor allem Navigationssysteme dafür, dass immer mehr Menschen die Fähigkeit, sich zu orientieren und auch selbständig Entscheidungen zu treffen, verlieren. Sie lassen sich vom Navi zur Arbeit führen, obwohl sie diese Strecke schon seit Jahren zurücklegen. Ist dann eine Straße mal gesperrt, sind sie aufgeschmissen und hilflos, sofern sie wenigstens noch mitbekommen, dass die Straße eben gesperrt ist. Häufig zu beobachten sind auch Kranke, die an den Einfahrten zu Parkplätzen einfach stehenbleiben, weil ihnen das Navi nicht sagt, welche freie Parklücke sie nutzen sollen, usw. Für Navinutzer sollte aller 6 Monate ein Idiotentest angeordnet werden, denn Orientierungslose gehören nicht in den Straßenverkehr und stellen eine Gefahr dar.

Von dem ganzen anderen elektronischen Mumpitz, der in neue Fahrzeuge serienmäßig eingebaut wird und den, abgesehen von Blinden, Grobmotorikern und absoluten Vollidioten, die jedoch nicht wirklich hinter ein Steuer gehören, kein Mensch braucht, mal ganz abgesehen...

Allgemeinbildung zählt heute tatsächlich weniger als vor vielleicht 15 Jahren, und halbwegs richtig schreiben können die meisten Abiturienten heute auch nicht mehr. Das ist schade.

Ich finde, dass man bewusst mit der Technik umgehen muss. Aber das können die meisten Leute eben nicht. Sie "googeln" nicht mal eben, wenn sie etwas nicht wissen, sondern sie hängen stundenlang an ihrem Schlaufon und ruinieren sich damit auf Dauer nicht nur ihre körperliche Gesundheit, sondern auch ihre geistige.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon frems » Fr 11. Aug 2017, 14:49

KarlRanseier hat geschrieben:(07 Aug 2017, 22:45)
Viele elektronische Helferlein sind durchaus kritisch zu bewerten.

Das Problem ist selten die Technik, sondern der Nutzer. Wenn jemand offenbar noch nicht einmal weiß, dass man mit Smartphones googlen kann, dann ist das nicht die Schuld des Apparats. Selbiges für die Nutzung von dynamischen Inhalten in Navigationsgeräten, z.B. zur Verkehrslage, Baustellen und temporären Tempolimitveränderungen.

Die Schüler sind in den letzten 15 Jahren auch stets besser geworden, wofür es viele Erklärung gibt. Nur ist es nun einmal so, dass sie andere Inhalte hatten als man selbst vor Jahrzehnten. Nimm einen durchschnittlichen 50-Jährigen und lass ihn Berechnungen mit VBA in Excel anstellen, um später Diagramme der Auswertung in einem englischen Fachvortrag zu präsentieren. Müssen Gymnasiasten heute können und ihren Bregen anregen, um komplexe Skripte aufzustellen. Da hilft's wenig, wenn man selbst nur aus der Hüfte die Jahreszahl der Gründung Roms schießen kann und sich dann auf die Brust trommelt.
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