Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

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immernoch_ratlos
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 12. Aug 2017, 15:39

Wer etwas "kritisch" bewerten möchte, sollte sich zuvor mindestens ausreichend mit diesem Objekt befasst haben und ein Minimum an überprüfbarem Wissen dazu angeeignet haben.

"angeeignet" dazu meint der "DUDEN" (auch etwas, das sich über eine Suchmaschine rasch finden lässt) - den Zusammenhang muss man allerdings selbst herstellen :
DUDEN hat geschrieben:Lesefrucht

Substantiv, feminin - etwas, was jemand durch Lektüre weiß, sich angeeignet hat
Wo jemand liest, wird selbst vom "Duden" nicht vorgeschrieben - Hauptsache jemand kommt beim Lesen über mehr als drei Worte hinaus und versucht - auch wieder gleichgültig - zu verstehen, was da geschrieben steht. So wurde schon mancher zum :
DUDEN hat geschrieben:Autodidakt
Substantiv, maskulin - jemand, der sich ein bestimmtes Wissen, bestimmte Kenntnisse ausschließlich durch Selbstunterricht angeeignet hat
Wenn mir nun noch jemand verständlich erklärt, warum ich in einem solchen Fall - aufstehen soll - zum Regal eilen, soll - mich dort entweder für den Duden "Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in 6 Bänden" - oder "Meyers neues Lexikon in 8 Bänden" oder gern auch "Meyers großes Taschen-Lexikon in 24 Bänden" oder in Spezialfällen "Schlag nach ! 1939" (auch vom "Bibliographischen Institut") oder - oder sonstwo nachschlagen soll. Unerfreulich, all diese Bücher hätte ich zwar (noch einige mehr ,wenn es denn sein muss) aber nicht nur das "Schlag nach !" von 1939 ist in vielerlei Hinsicht inzwischen hoffnungslos veraltet.

Wer weiß um was es geht - eine nicht unwichtige Voraussetzung, die dem Suchen im WWW vorausgeht - kann auch finden - schnell und mit etwas mehr Zeitaufwand auch umfassend. Wem diese Informationen nicht ausreichen, kann sich ebenfalls im WEB nach entsprechender Literatur "umsehen" sich altes und brandneues dort bestellen. Oder mit der entsprechenden Zugangsberechtigung in den wirklich umfangreichen Literaturdatenbanken "umsehen". Wer nur (schnell) wissen möchte "wie geht das" findet in YouTube nahezu zu jedem Thema einen mehr oder weniger kurzes Filmchen :thumbup:

Nun möchte ich den sehen, der sich in praktisch jedes Thema ohne das "Internet" zu nutzen gleichermaßen rasch und umfassend einarbeiten kann - BEVOR er / sie sich echtes Spezialwissen "außerhalb" beschafft.

Wer allerdings von sich auf all die Anderen schließt oder die "lustigen Geschichten" von furchtbar dummen Leuten die mit ihrem Navigationssystem partout nicht umgehen können, als Maßstab für "unnötig" sieht, alles, was er selbst nicht so recht versteht - nutzen möchte, verallgemeinernd für "elektronischen Mumpitz" hält, dem kann niemand helfen :dead:

Diese "vormaligen Navigationssystem" enthält u.U. - Rückfahrkameras - Einparkhilfen (bis hin zu PKW sucht und parkt sich selbst ein - auch ohne Fahrer) -Augmented Reality - Sprachsteuerung - POI sowieso - als "Head-up-Display" für statische und oder dynamische Informationen im Blickfeld des Fahrers .... usw. usf.

Dies Weiterentwicklungen mögen "weil es "so was" früher nicht gab (als wirklich tolles Argument) ja generell "elektronischer Mumpitz" sein, aber einiges davon wird zunehmend sicherheitsrelevant und findet genügend Abnehmer, die durchaus einen "Mehrwert" darin sehen. Wer älter ist - das bin ich nun mal - kann sich problemlos an Zeiten erinnern, wo noch die Richtungsanzeige aus der Seitenwand des KFZ herausklappten und ein Autoradio das Privileg einiger weniger Autofahrer war - mit Mittel- und Langwelle :eek: ....

Ich befürchte, einige sind diesem Tempo mit der allerlei Neuerungen unser gesamtes Leben "beglücken" schlicht nichtgewachsen und frei nach den Früchten die "zu hoch hängen" sind die "vermutlich" sowieso "ungenießbar".....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon KarlRanseier » So 13. Aug 2017, 01:41

frems hat geschrieben:(11 Aug 2017, 15:49)

Das Problem ist selten die Technik, sondern der Nutzer. Wenn jemand offenbar noch nicht einmal weiß, dass man mit Smartphones googlen kann, dann ist das nicht die Schuld des Apparats. Selbiges für die Nutzung von dynamischen Inhalten in Navigationsgeräten, z.B. zur Verkehrslage, Baustellen und temporären Tempolimitveränderungen.

Die Schüler sind in den letzten 15 Jahren auch stets besser geworden, wofür es viele Erklärung gibt. Nur ist es nun einmal so, dass sie andere Inhalte hatten als man selbst vor Jahrzehnten. Nimm einen durchschnittlichen 50-Jährigen und lass ihn Berechnungen mit VBA in Excel anstellen, um später Diagramme der Auswertung in einem englischen Fachvortrag zu präsentieren. Müssen Gymnasiasten heute können und ihren Bregen anregen, um komplexe Skripte aufzustellen. Da hilft's wenig, wenn man selbst nur aus der Hüfte die Jahreszahl der Gründung Roms schießen kann und sich dann auf die Brust trommelt.



Natürlich ist letztlich der Nutzer an den körperlichen und noch gravierenderen geistigen Schäden schuld, die er durch Schlaufone erleidet. Allerdings scheinen die Geräte doch so aufgebaut zu sein, dass der Suchtfaktor ganz erheblich ist. Möchte nicht wissen, wieviele Süchtige schon in Autos gelaufen sind, weil sie es auch unterwegs nicht lassen können, permanent aufs Schlaufon zu glotzen...

Und Menschen, die geistig so bereits so stark beeinträchtigt sind, dass sie Straßenschilder, temporäre Tempolimits, Fußgänger oder Radfahrer nicht mehr erkennen und rechtzeitig interpretieren können, wenn sie nicht vom Navi darauf hingewiesen werden, gehören doch keinesfalls an das Steuer eines Fahrzeuges! So weit ist die Technik noch nicht, dass sie das Hirn eines Fahrers komplett ersetzen kann. Orientierungslose sollten sich einen Blindenhund zulegen, aber doch kein Fahrrad oder gar Auto!

In der Schule wird Allgemeinwissen vermittelt. Dazu gehört es heute, Programme in einer objektorientierten Sprache schreiben zu können. Aber es gehört doch trotzdem auch noch dazu, dass man weiss, dass Madrid nicht in Italien liegt. Auch sollte man Sätze wenigstens in seiner Muttersprache halbwegs fehlerfrei schreiben können, und zwar ohne technische Hilfe. Und da sieht es in Deutschland sehr trübe aus...

Wenn man sein Gehirn nicht nutzt, weil man alles "googeln" kann, weil man auf Rechtschreibung keinen Wert legt und Gleichaltrige auch nichts wissen, abgesehen von der Anzahl ihrer "virtuellen Freunde" in irgendwelchen asozialen Netzwerken, dann baut das Gehirn recht schnell ab. Es verbraucht viel Energie, und wenn man die sparen kann, dann macht man das auch...

Deshalb kann ich die Leute nicht verstehen. NIEMALS werde ich mir ein Navi oder gar Schlaufon kaufen, denn mein Kopf ist festgewachsen, ich kann keinen Grund erkennen, ihn "outzusorucen", auch wenn das monentan gerade "in" ist. Wenn ich vielleicht 5x im Jahr an einen unbekannten Ort fahre, dann schaue ich mir vorher den Weg auf einer Karte an.

Es ist eigentlich erstaunlich, dass sich die Leute nicht alle einen Rollstuhl zulegen. Die sind vermutlich zu teuer, oder? Fährt man mit dem Rollstuhl, kann man auch seine Muskeln "entlasten" und damit in der Summe noch mehr Energie sparen. Absichtlich verblöden und gleichzeitig Sport treiben, um körperlich fit zu bleiben, ist jedenfalls inkonsequent und kaum nachvollziehbar.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Alpha Centauri » So 13. Aug 2017, 11:43

KarlRanseier hat geschrieben:(13 Aug 2017, 02:41)

Natürlich ist letztlich der Nutzer an den körperlichen und noch gravierenderen geistigen Schäden schuld, die er durch Schlaufone erleidet. Allerdings scheinen die Geräte doch so aufgebaut zu sein, dass der Suchtfaktor ganz erheblich ist. Möchte nicht wissen, wieviele Süchtige schon in Autos gelaufen sind, weil sie es auch unterwegs nicht lassen können, permanent aufs Schlaufon zu glotzen...

Und Menschen, die geistig so bereits so stark beeinträchtigt sind, dass sie Straßenschilder, temporäre Tempolimits, Fußgänger oder Radfahrer nicht mehr erkennen und rechtzeitig interpretieren können, wenn sie nicht vom Navi darauf hingewiesen werden, gehören doch keinesfalls an das Steuer eines Fahrzeuges! So weit ist die Technik noch nicht, dass sie das Hirn eines Fahrers komplett ersetzen kann. Orientierungslose sollten sich einen Blindenhund zulegen, aber doch kein Fahrrad oder gar Auto!

In der Schule wird Allgemeinwissen vermittelt. Dazu gehört es heute, Programme in einer objektorientierten Sprache schreiben zu können. Aber es gehört doch trotzdem auch noch dazu, dass man weiss, dass Madrid nicht in Italien liegt. Auch sollte man Sätze wenigstens in seiner Muttersprache halbwegs fehlerfrei schreiben können, und zwar ohne technische Hilfe. Und da sieht es in Deutschland sehr trübe aus...

Wenn man sein Gehirn nicht nutzt, weil man alles "googeln" kann, weil man auf Rechtschreibung keinen Wert legt und Gleichaltrige auch nichts wissen, abgesehen von der Anzahl ihrer "virtuellen Freunde" in irgendwelchen asozialen Netzwerken, dann baut das Gehirn recht schnell ab. Es verbraucht viel Energie, und wenn man die sparen kann, dann macht man das auch...

Deshalb kann ich die Leute nicht verstehen. NIEMALS werde ich mir ein Navi oder gar Schlaufon kaufen, denn mein Kopf ist festgewachsen, ich kann keinen Grund erkennen, ihn "outzusorucen", auch wenn das monentan gerade "in" ist. Wenn ich vielleicht 5x im Jahr an einen unbekannten Ort fahre, dann schaue ich mir vorher den Weg auf einer Karte an.

Es ist eigentlich erstaunlich, dass sich die Leute nicht alle einen Rollstuhl zulegen. Die sind vermutlich zu teuer, oder? Fährt man mit dem Rollstuhl, kann man auch seine Muskeln "entlasten" und damit in der Summe noch mehr Energie sparen. Absichtlich verblöden und gleichzeitig Sport treiben, um körperlich fit zu bleiben, ist jedenfalls inkonsequent und kaum nachvollziehbar.



Ja Suchtfaktor Smartphone. Das da etwas dran ist kann man schwer bestreiten, sieht man sie doch alltäglich egal ob auf der Straße, in Bus oder Bahn oder beim Einkaufen, gebannt ihr Smartphone schauend, den Kopf gebeugt, moderne Techniksklaven eben :D
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Alpha Centauri » So 13. Aug 2017, 11:49

Selina hat geschrieben:(02 Aug 2017, 14:57)

Wenn man nicht so träge wäre, könnte man sich bei allen technischen Neuerungen ja immer um eine Alternative zum jeweiligen Weltgiganten bemühen. Also man kann ja gerne ein Smartphone haben, aber muss es unbedingt das Samsung Galaxy S6, S7 oder S8 sein? Oder ein Apple-Iphone? Gibt es nicht Alternativen, um kleinere Anbieter ein wenig zu pushen? Muss es dieses oder jenes sein? Gehts nicht auch anders? Wie oft stellen wir uns denn eigentlich solche nicht unintelligenten Fragen? Ich glaube, eher selten.




Das Problem ist das nicht nur technische Fortschritt sondern materieller Wohlstand im allgemeinen, die Menschen eher bequem und träge macht.

Nicht umsonst kennt die Medizin die Begriffe Bewegungsmangel und Wohlstandskrankheiten.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Realist2014 » So 13. Aug 2017, 13:04

Selina hat geschrieben:(02 Aug 2017, 14:57)

Wenn man nicht so träge wäre, könnte man sich bei allen technischen Neuerungen ja immer um eine Alternative zum jeweiligen Weltgiganten bemühen. Also man kann ja gerne ein Smartphone haben, aber muss es unbedingt das Samsung Galaxy S6, S7 oder S8 sein? Oder ein Apple-Iphone? G.


frag mal die Fahrer von BMW, Porsche, Daimler usw

warum sie nicht Hyundai fahren....

das "Image"und das EIGENE Wertesystem spielt eine große Rolle...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Realist2014 » So 13. Aug 2017, 13:05

Alpha Centauri hat geschrieben:(13 Aug 2017, 12:49)

Das Problem ist das nicht nur technische Fortschritt sondern materieller Wohlstand im allgemeinen, die Menschen eher bequem und träge macht.

Nicht umsonst kennt die Medizin die Begriffe Bewegungsmangel und Wohlstandskrankheiten.



nicht umsonst liegt die Anzahl der Mitglieder von Fitness-Studios etc bei mehr als 10 Mio...
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Realist2014 » So 13. Aug 2017, 13:08

KarlRanseier hat geschrieben:(13 Aug 2017, 02:41)



Deshalb kann ich die Leute nicht verstehen. NIEMALS werde ich mir ein Navi oder gar Schlaufon kaufen, denn mein Kopf ist festgewachsen, ich kann keinen Grund erkennen, ihn "outzusorucen", auch wenn das monentan gerade "in" ist. .



das ist ein Fehler....

technische Neuerungen sind ja für intelligente Menschen ein Ergänzung- und kein "Outsourcing"

versuch mal während der Fahrt ne Karte zu lesen...

mit dem Navi klappt das...
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon frems » So 13. Aug 2017, 14:47

KarlRanseier hat geschrieben:(13 Aug 2017, 02:41)
Natürlich ist letztlich der Nutzer an den körperlichen und noch gravierenderen geistigen Schäden schuld, die er durch Schlaufone erleidet. Allerdings scheinen die Geräte doch so aufgebaut zu sein, dass der Suchtfaktor ganz erheblich ist. Möchte nicht wissen, wieviele Süchtige schon in Autos gelaufen sind, weil sie es auch unterwegs nicht lassen können, permanent aufs Schlaufon zu glotzen...

Problem sind eher Autofahrer, die bei der Fahrt auf ihr Smartphone schauen. Verballhornungen werden daran nichts ändern.

Und Menschen, die geistig so bereits so stark beeinträchtigt sind, dass sie Straßenschilder, temporäre Tempolimits, Fußgänger oder Radfahrer nicht mehr erkennen und rechtzeitig interpretieren können, wenn sie nicht vom Navi darauf hingewiesen werden, gehören doch keinesfalls an das Steuer eines Fahrzeuges! So weit ist die Technik noch nicht, dass sie das Hirn eines Fahrers komplett ersetzen kann. Orientierungslose sollten sich einen Blindenhund zulegen, aber doch kein Fahrrad oder gar Auto!

Autonome Fahrzeuge werden das Problem lösen.

In der Schule wird Allgemeinwissen vermittelt. Dazu gehört es heute, Programme in einer objektorientierten Sprache schreiben zu können. Aber es gehört doch trotzdem auch noch dazu, dass man weiss, dass Madrid nicht in Italien liegt. Auch sollte man Sätze wenigstens in seiner Muttersprache halbwegs fehlerfrei schreiben können, und zwar ohne technische Hilfe. Und da sieht es in Deutschland sehr trübe aus...

Da sind die Schüler in den letzten 15-20 Jahren besser geworden. Das hättest Du googlen können. Geschimpfe über die "Jugend von heute" hilft da herzlich wenig.

Wenn man sein Gehirn nicht nutzt, weil man alles "googeln" kann, weil man auf Rechtschreibung keinen Wert legt und Gleichaltrige auch nichts wissen, abgesehen von der Anzahl ihrer "virtuellen Freunde" in irgendwelchen asozialen Netzwerken, dann baut das Gehirn recht schnell ab. Es verbraucht viel Energie, und wenn man die sparen kann, dann macht man das auch...

Wieder viele Vorurteile. Nicht Netzwerke sind ggf. asozial, sondern Personen. Zudem ist der Glaube falsch, man würde dort nicht mit realen Freunden kommunizieren können.

Deshalb kann ich die Leute nicht verstehen. NIEMALS werde ich mir ein Navi oder gar Schlaufon kaufen, denn mein Kopf ist festgewachsen, ich kann keinen Grund erkennen, ihn "outzusorucen", auch wenn das monentan gerade "in" ist. Wenn ich vielleicht 5x im Jahr an einen unbekannten Ort fahre, dann schaue ich mir vorher den Weg auf einer Karte an.

Wenn Du die Leute verstehen möchtest, empfehle ich, dass Du Dich mit dem Thema mal beschäftigst und Dich nicht in so viele Widersprüche verwickelst. Unwissen ist keine Heldentat. Vor allem dann nicht, wenn man sich als überlegen profilieren möchte.

Es ist eigentlich erstaunlich, dass sich die Leute nicht alle einen Rollstuhl zulegen. Die sind vermutlich zu teuer, oder? Fährt man mit dem Rollstuhl, kann man auch seine Muskeln "entlasten" und damit in der Summe noch mehr Energie sparen. Absichtlich verblöden und gleichzeitig Sport treiben, um körperlich fit zu bleiben, ist jedenfalls inkonsequent und kaum nachvollziehbar.

Rollstuhlfahren ist nicht weniger anspruchsvoll als Gehen. Man kann natürlich aber absichtlich Informationen meiden.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Umetarek » So 13. Aug 2017, 15:40

Ja, schön wenn man 5x im Jahr an einen unbekannten Ort fährt, ich hab bis zu 4 Baustellen am Tag in einem Radius von ca 150km, teilweise ändert sich das Ziel unterwegs. Mein Mann hat sich ja auch lange gesträubt, aber ich bin heilfroh ein Navi zu haben.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Alpha Centauri » So 13. Aug 2017, 15:53

[quote="Realist2014"](13 Aug 2017, 14:05)

nicht umsonst liegt die Anzahl der Mitglieder von Fitness-Studios etc bei mehr als 10 Mio...[/quote


Die Zahl der Übergewichtigen und Adipösen inklusive denn daraus folgenden Erkrankungen ist dennoch weit aus höher, erst recht im globalen Maßstab betrachtet.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Milady de Winter » So 13. Aug 2017, 16:03

Für interessierte und wissensdurstige Menschen ist Google in meinen Augen ein großer Segen. Man kann im allgemeinen spezielle Informationen quasi auf Knopfdruck bekommen, die man früher nur sehr schwer bis gar nicht bekam. Viele Fragen blieben damals unbeantwortet. Man kann sich folglich in meinen Augen Wissen schneller und vor allem vermehrt aneignen, allerdings behält man meiner Erfahrung nach aufgrund der Reizüberflutung nur einen Bruchteil. Einen Nachteil hat Google: manchmal eignet man sich zu viel "Wissen" an. Da wäre weniger dann mehr gewesen. Dennoch, mein Fazit: SEGEN.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Realist2014 » So 13. Aug 2017, 16:20

Alpha Centauri hat geschrieben:(13 Aug 2017, 16:53)



yoh

Dummheit frisst.... :D
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Realist2014 » So 13. Aug 2017, 16:22

Milady de Winter hat geschrieben:(13 Aug 2017, 17:03)

Für interessierte und wissensdurstige Menschen ist Google in meinen Augen ein großer Segen. Man kann im allgemeinen spezielle Informationen quasi auf Knopfdruck bekommen, die man früher nur sehr schwer bis gar nicht bekam. Viele Fragen blieben damals unbeantwortet. Man kann sich folglich in meinen Augen Wissen schneller und vor allem vermehrt aneignen, allerdings behält man meiner Erfahrung nach aufgrund der Reizüberflutung nur einen Bruchteil. Einen Nachteil hat Google: manchmal eignet man sich zu viel "Wissen" an. Da wäre weniger dann mehr gewesen. Dennoch, mein Fazit: SEGEN.


Die kontinuierlich steigende Menge an Information ( und Daten...) , welche im Netz verfügbar sind, erfordert ganz neue Fertigkeiten, diese zu verarbeiten...
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon frems » So 13. Aug 2017, 16:37

Realist2014 hat geschrieben:(13 Aug 2017, 17:22)

Die kontinuierlich steigende Menge an Information ( und Daten...) , welche im Netz verfügbar sind, erfordert ganz neue Fertigkeiten, diese zu verarbeiten...

Ist sicherlich richtig. Und an Schulen gibt's einigen Nachholbedarf. Der ist aber vor allem bei Lehrern festzustellen, weniger bei den Schülern, die oftmals schon weiter sind. Sagt selbst meine Schwester, die Lehrerin ist und einige Kollegen hat, die sich bis heute weigern, einfache, alltägliche Dinge wie einen E-Mail-Account zu nutzen. Ich wollte es ihr fast nicht glauben. Und statt die Verfügbarkeit von technischen Geräten zu nutzen und einzubinden, fordern dann die Ewiggestrigen, diese Geräte aus der Schule zu verbannen. Unterstützt werden sie dann von solchen Politikern:

Scheuerl verteidigte im Mai 2013 die Entfernung informatischer Inhalte aus dem Pflichtkanon der Stadtteilschulen in Hamburg. Er klassifizierte die Informatik als Teil der Physik[16] und erklärte die digitale Revolution für weitgehend abgeschlossen[17]. Dies brachte auch internationale Aufmerksamkeit für den Sachverhalt.[18] Sowohl Lehrkräfte, Schüler als auch Vertreter der Wirtschaft und anderer Parteien kritisierten dieses Vorhaben hingegen scharf.[19]

Ende 2014 sprach sich Scheuerl gegen ein Pilotprojekt zur Einführung von Laptops, Tablets und WLAN für den Unterricht an Hamburger Schulen aus. Dafür wurde er von Hansjörg Schmidt (SPD) kritisiert. Scheuerl sei ein „Ewiggestriger, der nicht verstanden hat, dass das Internet die Schulbibliothek von heute ist“, so Schmidt.[20]

https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Sc ... er_Bildung

:rolleyes:
Labskaus!

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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Realist2014 » So 13. Aug 2017, 16:47

frems hat geschrieben:(13 Aug 2017, 17:37)

Ist sicherlich richtig. Und an Schulen gibt's einigen Nachholbedarf. Der ist aber vor allem bei Lehrern festzustellen, weniger bei den Schülern, die oftmals schon weiter sind. Sagt selbst meine Schwester, die Lehrerin ist und einige Kollegen hat, die sich bis heute weigern, einfache, alltägliche Dinge wie einen E-Mail-Account zu nutzen. Ich wollte es ihr fast nicht glauben. Und statt die Verfügbarkeit von technischen Geräten zu nutzen und einzubinden, fordern dann die Ewiggestrigen, diese Geräte aus der Schule zu verbannen. Unterstützt werden sie dann von solchen Politikern:


https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Sc ... er_Bildung

:rolleyes:



solche Trottel sind natürlich untragbar. :dead:

D lebt von hoher ( ökonomisch relevanter) Bildung.

Das ist schon fast "Sabotage" :?
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon KarlRanseier » Mo 14. Aug 2017, 00:25

Es gibt in Deutschland sogar Leute, die mit dem Auto ins Fitnessstudio fahren, um dort das "Fahrrad" zu benutzen. Blöder geht es wirklich nicht mehr... Aber es ist halt "in", genau wie Schlaufon und Navi.

Früher konnte man Menschen beleidigen, indem man ihnen unterstellte, ein Spatzenhirn zu haben. Heute ist das vielfach eine Beleidigung für Spatzen, denn diese können sich in ihrer Umgebung ohne technische Hilfsmittel orientieren. Und sie brauchen auch keine App, die ihren Blutdruck kontrolliert und ihnen sagt, ob es ihnen gut geht. Die merken das auch so! Auch wissen Spatzen selbst, dass sie futtern und trinken müssen, sie sind nicht so degeneriert, dass sie daran von einer technischen Krücke erinnert werden müssen.
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon KarlRanseier » Mo 14. Aug 2017, 00:35

frems hat geschrieben:(13 Aug 2017, 17:37)

Ist sicherlich richtig. Und an Schulen gibt's einigen Nachholbedarf. Der ist aber vor allem bei Lehrern festzustellen, weniger bei den Schülern, die oftmals schon weiter sind. Sagt selbst meine Schwester, die Lehrerin ist und einige Kollegen hat, die sich bis heute weigern, einfache, alltägliche Dinge wie einen E-Mail-Account zu nutzen. Ich wollte es ihr fast nicht glauben. Und statt die Verfügbarkeit von technischen Geräten zu nutzen und einzubinden, fordern dann die Ewiggestrigen, diese Geräte aus der Schule zu verbannen. Unterstützt werden sie dann von solchen Politikern:


https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Sc ... er_Bildung

:rolleyes:



Ob eine Lehrerin Mails schreibt, sollte schon ihr überlassen bleiben. Ich kenne auch Menschen, die ganz bewusst auf ein Auto und einen Fernseher verzichten. Das ist wohl deren gutes Recht, oder gibt es schon eine Pflicht, sich jeden Scheißdreck zuzulegen, "wegen der Arbeitsplätze"?
Im übrigen sollte man nicht, wie in Deutschland, Kinder nur als "werdende Humankapitale" betrachten, die möglichst billig auszubilden und dann billig und schnell dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen sind. Sie haben auch Rechte, unter anderem das auf Allgemeinbildung.

Freilich sollten Gymnasiasten heute mit einem PC umgehen und einfache Programme schreiben können. Der Hype, der darum gemacht wird, ist allerdings nicht mehr nachvollziehbar. Aber hier wundert mich gar nichts mehr. Bei der Diskussion um G-7 oder G-8 argumentierte KEIN EINZIGER Politiker mit dem Wohl der Kinder, das scheint Niemanden mehr zu interessieren, es dreht sich hierzulande alles ums Geld, und das finde ich zum Kotzen. :mad:
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon frems » Mo 14. Aug 2017, 14:58

KarlRanseier hat geschrieben:(14 Aug 2017, 01:35)
Ob eine Lehrerin Mails schreibt, sollte schon ihr überlassen bleiben. Ich kenne auch Menschen, die ganz bewusst auf ein Auto und einen Fernseher verzichten. Das ist wohl deren gutes Recht, oder gibt es schon eine Pflicht, sich jeden Scheißdreck zuzulegen, "wegen der Arbeitsplätze"?

In diesem Falle gibt's die Pflicht, da die E-Mail-Adresse nicht nur für die Kommunikation mit Kollegen oder Eltern ist, sondern auch mit anderen Behörden. Nun läuft's darauf hinaus, dass ein jüngerer Kollege (Referendar) dies für die alte Person übernimmt, die sich weigert, den dienstlichen Kommunikationsweg zu vereinfachen, obwohl der Dienstherr dies zur Verfügung stellt.

Und es geht nicht um "jeden Scheißdreck", sondern schlichtweg Technik, die heute zum Alltag gehört. Wenn nun einige ältere Personen einen Groll auf diese Technologien haben, aber noch nicht einmal wissen, was man mit ihnen anstellen kann, dann weiß man jedenfalls, dass die jüngere Generation eine höhere Bildung benötigt. Ob's einem gefällt oder nicht: wir sind eben eine Nation, deren Wohlstand auf Innovationen beruht. So viele fossile Rohstoffe gibt's bei uns nun nicht, um die Beine hochzulegen und den ganzen Tag lieber nur mit Aristoteles zu verbringen.

Im übrigen sollte man nicht, wie in Deutschland, Kinder nur als "werdende Humankapitale" betrachten, die möglichst billig auszubilden und dann billig und schnell dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen sind. Sie haben auch Rechte, unter anderem das auf Allgemeinbildung.

Das eine schließt das andere nicht aus. Und Schule soll Kinder eben auch aufs Leben vorbereiten. Möglichst billig ist der schulische Einsatz von modernen Technologien auch nicht. Am billigsten wäre Frontalunterricht und etwas Kreide und Papier. Die Ausgaben pro Schüler waren vor Jahrzehnten auch nicht höher. Viel mehr profitierten die Schüler von der Demographierendite.

Freilich sollten Gymnasiasten heute mit einem PC umgehen und einfache Programme schreiben können. Der Hype, der darum gemacht wird, ist allerdings nicht mehr nachvollziehbar. Aber hier wundert mich gar nichts mehr. Bei der Diskussion um G-7 oder G-8 argumentierte KEIN EINZIGER Politiker mit dem Wohl der Kinder, das scheint Niemanden mehr zu interessieren, es dreht sich hierzulande alles ums Geld, und das finde ich zum Kotzen. :mad:

Naja, viele Länder bieten G9 wieder an und begründen es damit, dass einige Kinder vielleicht etwas länger brauchen. Bei mir im Bundesland gibt's beides. Einmal die Gymnasien (G8) und dann noch die Stadtteilschulen (G9). Und das ist nun einmal kein Hype, sondern schlichtweg eine Grundvoraussetzung. Ohne EDV-Kenntnisse besteht man heute kein Hochschulstudium und selbst in der Lehre ist es vielerorts unausweichlich. Und es schadet den Kindern nicht, wenn sie wissen, wie sie zum einen an benötigte Informationen kommen und zum anderen auch Informationen erstellen. Noch mehr "Mausrutscher" braucht das Land nun wirklich nicht.
Labskaus!

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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 18. Aug 2017, 11:57

frems hat geschrieben:(14 Aug 2017, 15:58)
Ob's einem gefällt oder nicht: wir sind eben eine Nation, deren Wohlstand auf Innovationen beruht. So viele fossile Rohstoffe gibt's bei uns nun nicht, um die Beine hochzulegen und den ganzen Tag lieber nur mit Aristoteles zu verbringen.

"Dekadenz" als antiliberaler Kampfbegriff hat in Deutschland eine Tradition, die von Bismarck über Ulbricht bis Westerwelle reicht. In Preußen, Nazideutschland und der DDR als "Arbeitsscheu" auch juristisch hinterlegt.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Alpha Centauri
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Re: Macht uns Google dumm? - digitale Demenz - Fluch oder Segen?

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 18. Aug 2017, 12:10

KarlRanseier hat geschrieben:(14 Aug 2017, 01:35)

Ob eine Lehrerin Mails schreibt, sollte schon ihr überlassen bleiben. Ich kenne auch Menschen, die ganz bewusst auf ein Auto und einen Fernseher verzichten. Das ist wohl deren gutes Recht, oder gibt es schon eine Pflicht, sich jeden Scheißdreck zuzulegen, "wegen der Arbeitsplätze"?
Im übrigen sollte man nicht, wie in Deutschland, Kinder nur als "werdende Humankapitale" betrachten, die möglichst billig auszubilden und dann billig und schnell dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen sind. Sie haben auch Rechte, unter anderem das auf Allgemeinbildung.

Freilich sollten Gymnasiasten heute mit einem PC umgehen und einfache Programme schreiben können. Der Hype, der darum gemacht wird, ist allerdings nicht mehr nachvollziehbar. Aber hier wundert mich gar nichts mehr. Bei der Diskussion um G-7 oder G-8 argumentierte KEIN EINZIGER Politiker mit dem Wohl der Kinder, das scheint Niemanden mehr zu interessieren, es dreht sich hierzulande alles ums Geld, und das finde ich zum Kotzen. :mad:



Egal in welchen Bereich man Blickt, Politik,Wirtschaft, Justiz, Kunst, Wissenschaft, oder Sport,Geld regiert überall und nur die Welt, ein einfacher Satz, aber dennoch so wahr.

Für diejenigen die am Gott glauben oder denn Glauben daran längst verloren haben gibt es stets eine Ersatz Gottheit, den einzig wertvollen Wertmaßstab: Das Geld.

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