Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Moderator: Moderatoren Forum 4

Möglichkeiten für die zukünftige Entwicklung des Einzelhandels

Die Dinge so weiter laufen lassen wie bisher?
4
33%
Staatliche Regulierung?
1
8%
Komplett neue Geschäftsfelder suchen?
5
42%
Internet abschaffen
1
8%
Etwas anders
1
8%
 
Abstimmungen insgesamt: 12
Positiv Denkender
Beiträge: 3421
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 11. Jun 2018, 17:49

Raskolnikof hat geschrieben:(04 Jun 2018, 18:29)

Wer heute einen Fernseher, einen Computer oder eine Digitalkamera kauft legt meist keinen besonderen Wert auf Kundendienst. Das sind heute in aller Regel Wegschmeißartikel, die nach vielleicht drei Jahren ihre Schuldigkeit erfüllt haben. Technik, die heute up to date ist ist doch morgen Schnee von gestern. Wer will denn heute noch einen Röhrenfernseher im Wohnzimmer stehen haben, auch wenn der noch tadellos seinen Dienst verrichtet? Genau so sieht es mit der ersten und zweiten Generation von Flachfernsehgeräten aus. Zudem wird heute kein Fernsehgerät oder eine Kamera noch von einem Händler vor Ort repariert. Derartige Geräte werden stets zur Vertragswerkstatt des Herstellers eingeschickt. Meist lohnt sich das aber nicht, weil stets ganze Baugruppen getauscht werden, dessen Preise incl. Arbeit in keinem Verhältnis zum Neupreis des Geräts stehen. Mit der Fehlersuche- und dessen Behebung auf einem Mainboard eines modernen Fernsehgerätes wäre auch jeder Händler bzw. dessen Werkstatt überfordert. Viele Bauteile wie bestimmte Microchips werden explizit für ein bestimmtes Gerät hergestellt und nicht als Ersatztele gehandelt.
Was bleibt ist der Garantiefall. Da geben sich die großen und bekannten Onlineshops aber keine Blöße. Ich hatte mal bei einer Kamera (Kaufpreis 800 Euro) nach sechs Monaten einen Totalausfall. Da habe ich umgehend von A..... ein Rücksendeetikett für die kostenfreie Rücksendung der Kamera erhalten und postwendend Ersatz geliefert bekommen. Das klappt so vielleicht nicht immer. Aber wie gesagt, große Händler, die einen Namen zu verlieren haben lassen sich da nicht lumpen.


Wie schon erwähnt es bleibt jeden selbst überlassen . Persönlich kaufe ich im Fachhandel egal ob ich ein Gerät nach 3 Jahren
austausche oder nicht . So viele Menschen kenne ich nicht die sich alle 3 Jahre einen neuen Kühlschrank .eine neue Spülmaschine
einen neuen Fernseher usw. kaufe. Bisher hatte ich noch nie Probleme wenn tatsächlich ein Gerät repariert werden musste .
Kommt auch selten vor . Gute Marken garantieren lange Lebensdauer . Ich kaufe halt preiswert nicht billig.
Benutzeravatar
Raskolnikof
Beiträge: 1616
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldabstinenzler
Wohnort: Lummerland

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Raskolnikof » Mo 11. Jun 2018, 18:23

Positiv Denkender hat geschrieben:(11 Jun 2018, 18:49)

Gute Marken garantieren lange Lebensdauer . Ich kaufe halt preiswert nicht billig.

Das mache ich auch. Mit der Garantie auf lange Lebensdauer ist das so eine Sache. Solange die Garantie noch nicht abgelaufen ist ist ja alles gut. Aber danach? Ein Fernsehgerät der heutigen Generation verfügt lediglich über ein einziges Mainboard bestückt mit nur Millimeter großen direkt auf die Platine gelöteten SMD-Bauteilen und Halleitern bzw. Chips, die vom Gerätehersteller als Ersatzteile gar nicht geliefert werden. Nicht selten häufen sich nach der Garantiezeit die Pixelfehler auf dem LED-Bildschirm. LED Bildscirm tauschen? Macht keinen Sinn!
Kamera kaputt? Die repariert dir kein Händler. Wird eingeschickt. Ist die Kamera älter als drei Jahre kann man das gute Stück in der Regel abschreiben.
Große Haushaltsgeräte: Solange ich da keine Billiggurke "made in Turkey" gekauft habe ist ja alles gut. Gute Geräte der altbekannten Marken werden auch nach zehn Jahren noch repariert. Küchen-Kleingeräte wie Toaster oder Kaffeemaschinen sind reine Wegwerfartikel und nicht einmal für das Öffnen des Gehäuses vorgesehen.

Eine Waschmaschine so zu bauen, dass sie auch nach zehn Jahren noch relativ kostengünstig repariert werden kann macht ja auch Sinn, weil bei diesen Geräten die Entwicklung so ziemlich abgeschlossen ist und da keine revolutionierende Entwicklungen mehr zu erwarten sind. Unsere Waschmaschine "Made in Gütersloh" :) beispielsweise verrichtet seit 20 Jahren zuverlässig ihren Dienst. Was könnte eine neue Waschmaschine besser als die alte? Nichts, ausser dass eine neue Maschine ein um ein Kilo höheres Fassungsvermögen hat. Bei der Unterhaltungselektronik sieht das aber völlig anders aus. Das heutige Nonplusultra ist da in drei oder vier Jahren Schnee von gestern, von 20 Jahren alter Technik ganz zu schweigen. Wenn du dir vor vier Jahren ein Fernsehgerät gekauft hast und vergleichst dessen Bild mit einem heutigen UHD oder OLED Fernseher wirfst du deinen alten vom Balkon. ;)
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
Positiv Denkender
Beiträge: 3421
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Positiv Denkender » Di 12. Jun 2018, 13:43

Wie schon erwähnt jeder darf wie er möchte . Persönlich bevorzugen wir den Fachhandel weil wir in all den Jahrzehnten damit
bestens gefahren sind . Meinen Fernseher Metz 2008 gekauft werde ich sicherlich nicht wegwerfen zumal ich einen 2.
besitze (2016 ) ( Ausweichgerät für bestimmte Sendungen ). Mit dem 10 Jahre alten Gerät sind wir bestens zufrieden
eine Reparatur ist bisher nicht angefallen . Allerdings war der Preis noch doppelt so hoch wie beim 2016 gekauften Gerät.
Ob ein Gerät repariert wird richtet sich nach den Kosten . Die Relation muss stimmen .Egal was , wir kaufen im Fachhandel.
Da liegt man richtig. Das gilt für Fernseher ,Waschmaschine ,Spülmaschine ,Herd oder andere hochwertige technische Geräte genau
wie für Möbel Betten Matratzen oder Klamotten . Ich mach mir auch keinerlei Sorgen ,dass der Fachhandel zu meinen Lebzeiten
ausstirbt selbst wenn hier und da mal ein Geschäft schließt .
Den überteuerte Online Handel werde ich nicht unterstützen .Ich werde aus Umweltgründen auch nicht
die ständig steigende Flotte der Kurierfahrzeuge unterstützen . Diese oft schrottreifen Auslieferungsfahrzeuge ,deren
Fahrer Verkehrsregeln und Halteverbote lediglich als Hinweis betrachten werde ich sicher nicht unterstützen .
Wohl dem der beim Einkaufen noch Spaß hat .
Benutzeravatar
Raskolnikof
Beiträge: 1616
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldabstinenzler
Wohnort: Lummerland

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Raskolnikof » Mo 18. Jun 2018, 18:13

Positiv Denkender hat geschrieben:Ich werde aus Umweltgründen auch nicht die ständig steigende Flotte der Kurierfahrzeuge unterstützen . Diese oft schrottreifen Auslieferungsfahrzeuge ,deren Fahrer Verkehrsregeln und Halteverbote lediglich als Hinweis betrachten werde ich sicher nicht unterstützen . Wohl dem der beim Einkaufen noch Spaß hat .

Wenn es dir (u.a.) um den Schadstoffausstoß der Kurierfahrzeuge (DHL, Hermes etc.) geht: Da gab es mal eine interessierte Studie, die ich leider nicht mehr verlinken kann weil ich nicht mehr weiß, wer die wo veröffentlicht hat. Im Ergebnis kam dabei jedenfalls heraus, dass dass selbst ein exzessiver Besteller seine Umwelt mehr schont als Otto Normalverbraucher, der für regelmäßige Einkäufe seinen PKW benutzt. Der Paketdienstler fährt schließlich nicht ein einziges Paket für einen Kunden aus sondern bedient auf einer einzigen Rundtour bis zu 100 Kunden.

Schrottreife Auslieferungsfahrzeuge? Hast du dafür Belege? Zudem: Auch ein Zustellfahrzeug muss alle zwei Jahre zum TÜV. Aber die TÜV-Prüfer stecken mit den Paketdienstleistern natürlich unter eine Decke... :?:

Und ob nun ein Kurierfahrer oder du häufiger Verkehrsregeln und Halteverbote mißachtet sei mal dahingestellt... ;)
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13444
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Teeernte » Mo 18. Jun 2018, 19:50

Positiv Denkender hat geschrieben:(12 Jun 2018, 14:43)

Wie schon erwähnt jeder darf wie er möchte . .


Grundig, Nordmende, Saba, Telefunken – einst standen diese Namen für robuste Fernseher aus Deutschland. Heute halten die türkische Koç-Gruppe und der französische Thomson-Konzern die Markenrechte. Fernseher mit Nordmende-Logos kommen aus Italien, Telefunken und Grundig steht auf Geräten aus der Türkei, Saba ist verschwunden. Wer einen Fernseher „Made in Germany“ besitzen will, hat nur die Auswahl zwischen drei Firmen: Loewe, Metz und Technisat. Die beiden erstgenannten haben schwere Zeiten hinter sich, Insolvenz, Neustart. Doch zur IFA wollen alle mit neuen Geräten die Kundschaft überzeugen.

Loewe „Wir vereinen die Vorteile eines agilen Start-up-Unternehmens mit über 90-jähriger Erfahrung“

Hinter Metz stehen Chinesen...TV-Sparte ging an den chinesischen Fernsehbauer Skyworth....


"D" mit nachvollziehbarer Garantie gibts nur noch bei Technisat.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Raskolnikof
Beiträge: 1616
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldabstinenzler
Wohnort: Lummerland

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Raskolnikof » Mo 18. Jun 2018, 20:27

Deutschland schafft sich ab...
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43738
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon frems » Mo 18. Jun 2018, 21:17

Naja, vielerorts stirbt der Einzelhandel weg und das ist auch gut so. Städte sind keine Naturschutzgebiete für veraltete Geschäftsmodelle, sondern leben von Dynamik, Wandel und Anpassung. Da kann man den freiwerdenden Raum für bessere Nutzungen umwidmen. Wir leben ja im Jahr 2018 und nicht 1948. Überleben werden wohl nur jene, die mit der Zeit gehen, um nicht mit der Zeit zu gehen. In den Flaniermeilen der Metropolen, wo zum "Erlebnis Shopping" mehr geboten wird als stumpfer Konsum, werden auch weiterhin Menschen entschlangschlendern, um ein paar Euro zu lassen. Aber für den alltäglichen Verbrauch fährt man dort eh nicht hin, da es geliefert günstiger ist, während das besagte "Erlebnis" derzeit nicht digital befriedigend umzusetzen ist. Eine Nische ist das jedoch eh. Und zu vorigen Kommentaren: natürlich ist es sinnvoller, wenn ein Transporter systemisch nach kalkulierten Routen 50 Haushalte abklappert statt dass 50 Pkw zum Einkaufsort und zurück fahren.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
JohnnyWeissmüller
Beiträge: 49
Registriert: Mi 13. Jun 2018, 14:12
Benutzertitel: כלב רע

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon JohnnyWeissmüller » Mo 18. Jun 2018, 23:50

"Fach"handel ist doch meistens Schwachsinn. Wenn ich heute ein Produkt erwerben will, einen anerkannten Markenartikel in einer Preisklasse über 500€, dann finde ich im Internet weit mehr Infos, Testberichte und Tricks, als ein sogenannter "Fach"händler vermitteln kann oder will.
Ich wohne in der schönen Landeshauptstadt München und meine Fachhändler für Waffen und der für Fotoapparate, beides erste Adressen bayernweit, haben schon vor Jahren dicht gemacht, weil die sogenannte Fachberatung keiner bezahlen will, denn er kriegt ja auch keinen Mehrwert dafür.
Bei Erwerb meiner Deagle schon vor 15 Jahren, hatte mein Fachhändler kein Vorführgerät "wird kaum gefragt", hab ich gebraucht aus Tschechien bestellt und die professionelle regelmäßige Reinigung übernimmt ein schweizer Spezialist.
Mein vorletztes Auto hab ich auch mal am Händlernetz vorbei als grau-Import gekauft, weil erstens 25% billiger und was diese Fachberater für einen Müll von sich geben, da bekomme ich Kopfschmerzen und manchmal ballt sich mir die Faust in der Tasche. Und wenn ich Probleme mit meinem Auto habe, frage ich in meinem Fachforum, da bekomme ich die besten und kostengünstigsten Tipps und die Fehlerdiagnose ist auch meistens zutreffender als beim Örtlichen.
JohnnyWeissmüller
Beiträge: 49
Registriert: Mi 13. Jun 2018, 14:12
Benutzertitel: כלב רע

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon JohnnyWeissmüller » Di 19. Jun 2018, 00:58

frems hat geschrieben:(18 Jun 2018, 22:17)

Naja, vielerorts stirbt der Einzelhandel weg und das ist auch gut so. Städte sind keine Naturschutzgebiete für veraltete Geschäftsmodelle, sondern leben von Dynamik, Wandel und Anpassung. Da kann man den freiwerdenden Raum für bessere Nutzungen umwidmen. Wir leben ja im Jahr 2018 und nicht 1948. Überleben werden wohl nur jene, die mit der Zeit gehen, um nicht mit der Zeit zu gehen. In den Flaniermeilen der Metropolen, wo zum "Erlebnis Shopping" mehr geboten wird als stumpfer Konsum, werden auch weiterhin Menschen entschlangschlendern, um ein paar Euro zu lassen. Aber für den alltäglichen Verbrauch fährt man dort eh nicht hin, da es geliefert günstiger ist, während das besagte "Erlebnis" derzeit nicht digital befriedigend umzusetzen ist. Eine Nische ist das jedoch eh. Und zu vorigen Kommentaren: natürlich ist es sinnvoller, wenn ein Transporter systemisch nach kalkulierten Routen 50 Haushalte abklappert statt dass 50 Pkw zum Einkaufsort und zurück fahren.

Ich glaube, du hast keine Ahnung von Zukunft und Städten.

Man muss sich nur mal überlegen wofür der deutsche Michel am meisten Geld ausgibt:

1. Eigenheim.
Auslandswährungsfinanzierungen gibts schon über 20 Jahre. Also das Geld für eine schweizer oder japanische Hypothek landet eben dort. Support your local dealer -1.

2. Eigenheim Eigenleistung. Die Baumärkte blühen überall in der Peripherie von Ballungszentren. Im weiteren Sinne ist das noch der local dealer. Support your local dealer 1.

3.Schrankwand Eiche Funier. Da haben sich die Leute früher über Jahre schwer verschuldet, juckt heute keine Sau mehr. Maßgeschreinerter Möbel kann man heute im Internet konfigurieren und die Teile werden gefertigt in 3.Welt-Regionen und werden verschickt. Support your local dealer -1.

4. PKW.
Gibts alles billiger im Ausland als Grau- oder Reimport. Lokale Fachberatung eher nachteilig, weil bei des Deutschen liebsten Spielzeug ist die Beratung in den Internet-Communities deutlich besser.
Support your local dealer -1.

5. Irgendwas mit Medien.
TV, Blueray-player, Hi-Fi-Anlagen (sagt man das noch?) Spielkonsolen, Gamer-PC gibts alles im Internet viel billiger und die Fachberatung in den Communities ist um Längen besser als im Media Markt.
Support your local dealer -1.

6. Fahrräder.
Da gibts ne Szene, hab ich gehört, da diskutiert der abgebrochene Sozialpädagoge (FH) mit dem abgebrochenen Raumausstatter, ob jetzt Alu oder Chrome-Molybdänrahmenrohre leichter zu schweißen sind.
Klassische Minderleister finden da ihr Statussymbol und geben da (für ihre Verhältnisse) noch richtig viel Geld aus.
Teile, Workshops und selbst konfigurierte Systeme laufen aber zum großen Teil über das Internet. Selbst Schwalbe-Mäntel werden über das Internet bestellt.
Support your local dealer -1.

7.Bekleidung.
Weiber werden immer die zentral gelegeneren Geschäfte bevölkern, schon alleine um sich bei der Anprobe im Spiegel zu betrachten und dazu das Werturteil der Freundinnen zu hören.
Der Ingenieur wird sich seine Jeans für 7,99€ im Internet bestellen und wenn sie zu weit ist, muss halt der Gürtel mehr leisten.
Support your locak dealer 1.

8.. Dinge des täglichen Bedarfs.
Da machen Discounter das Rennen. Geiz ist geil. Kein Geschäftsmodell, das zentrale Lage erfordert, aber doch etwas in der Nähe der großen Wohnsilos.
Support your local dealer 1

Ich denke mal, für die Cities bleiben nur noch hippe Lokale, Restaurants, Clubs und Diskos und eben die wenigen besonderen Einzelhändler.
Die Leute haben immer weniger Geeld und das Wenige wandert ins Internet abseits der Ballungszentren.
:D
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13444
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Teeernte » Di 19. Jun 2018, 07:45

JohnnyWeissmüller hat geschrieben:(19 Jun 2018, 01:58)

Ich glaube, du hast keine Ahnung von Zukunft und Städten.

Man muss sich nur mal überlegen
Ich denke mal, für die Cities bleiben nur noch hippe Lokale, Restaurants, Clubs und Diskos und eben die wenigen besonderen Einzelhändler.
Die Leute haben immer weniger Geeld und das Wenige wandert ins Internet abseits der Ballungszentren.
:D


Hatta....

aber - früher gab es bei uns (Ost) den "Fliesenladen" (geflieste Wände mit Regal -- in denen NICHTS lag) ....ham wa nich.

Heute - müssma bestelln ... (kann ich selbst auch)

Geld ist doch da.... Ja kann nie genug sein - .

Wenn der "Lokale" sich nichts einfallen lässt - ja - dann kann er sich einsargen lassen. So wie Du beschrieben hast.

Ich bin nun schon ein "Alter Sack" , der zusehen muss - das Geld unter die Leute zu bringen ......

Das E-Bike für 4500 Eu kauf ich doch nicht im "Indernett"... und auch bei keinem - der mir NUR eine "marke" / Style anbieten will//kann.
Manche Dinge MUSS man "erfahren".. Das "Fachwissen" ....wenn "sie" es denn haben - also die FACH-Verkäufer - ist doch nicht in 5 Minuten angelesen....

klar - wenn ich 5 Jahre auf eine gute Kamera sparen muss - ....dann kenn ich alles was es für Geld auf dem Markt gibt.
Ob man es jedoch "werten" kann ? Bildrauschen, Zeilen per inch, AAAA x BBBB Pixel bei UHD, Quasi OLED....kürzeste Verschlusszeit, kürzeste Blitzsynchronzeit, Blitzauslösung auf den ersten oder den 2. "Vorhang"..

Es gibt Leute - die kaufen - weil sie sich grad mal für etwas belohnen wollen....sich etwas "gönnen". Blick in die Tasche .....aufs Konto - 2000 ....was kauf ich mir ?
Andere machen das mit 20.000. Eu. Hach - man macht eine Schiffsreise - a 8000 Oken. und der Rest wird auf der Reise verplempert - oder vorab in Koffer und Klamotten versenkt.

Ach - man legt sich einen Hund zu .... oder da - gibt es die Gitarre , die man schon als Kind haben wollte.

Man REALISIERT Träume (des Käufers) als Verkäufer.



DAS kann kein NETZ.

Wer als Verkäufer keinen EVENT //. Einkaufserlebnis bieten kann .....ja - der stirbt.

Das müssen nun nicht die "Ohren" einer halbnackten Dame beim Autowaschen auf der Frontscheibe sein..... (JAAAAAA es dürfen auch die "Ohren" von 2 Damen sein !!). :D :D :D :D :D

....und wenn ich eine Programmierbare Stickmaschine mit 256 Farbfäden kauf - erwarte ich schon eine Einweisung.

Ansonsten migriert das Internet zur Ausleihstelle für teuere Artikel zum Probieren ....und für "Events" (wie Urlaub )
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43738
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon frems » Di 19. Jun 2018, 08:17

JohnnyWeissmüller hat geschrieben:(19 Jun 2018, 01:58)
Ich denke mal, für die Cities bleiben nur noch hippe Lokale, Restaurants, Clubs und Diskos und eben die wenigen besonderen Einzelhändler.

Du scheinst eine Leseschwäche zu haben, denn Du wiederholst gerade genau das, was ich schrieb: für den Alltagskram verschwindet der städtische stationäre Einzelhandel, weil es anderweitig bequemer und günstiger ist, während für Nischen der Bedarf bleibt, da es nicht (nur) um den reinen Konsum bei den Angeboten geht und es hierfür bisher kein geeignete Substitution erfunden wurde. Vielleicht wäre es dann nicht so vorteilhaft, wenn Du klischeehaft nur Personen mit Hochschulreife zeichnest. Die sind in Deutschland bekanntlich eine Minderheit und es scheint hier im Strang nicht anders zu sein.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Raskolnikof
Beiträge: 1616
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldabstinenzler
Wohnort: Lummerland

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Raskolnikof » Di 19. Jun 2018, 10:25

JohnnyWeissmüller hat geschrieben:(19 Jun 2018, 01:58)
Ich denke mal, für die Cities bleiben nur noch hippe Lokale, Restaurants, Clubs und Diskos und eben die wenigen besonderen Einzelhändler.
Die Leute haben immer weniger Geeld und das Wenige wandert ins Internet abseits der Ballungszentren.
:D

Die Zusammenfassung deines Beitrags trifft den Nagel auf den Kopf. Der kleine Fachhandel als Familienbetrieb, wie er von 30 Jahren und mehr noch unsere Innenstädte dominierte ist tot. Wenn ich an meine Heimatstadt Oldenburg denke, wo ich Ende der 1960er, Anfand der 1970er Jahre im seinerzeit renommiertesten Fachgeschäft für Radio und Fernsehen meine Berufsausbildung absolvierte... Von diesen Geschäften "lebte" die Stadt. Es machte einfach Spaß, auch nach allgemeinen Geschäftsschluss durch die Innenstadt zu schlendern. "Schaufensterbummel" nannte man so etwas. Aber heute? Was soll ich in der Stadt? Die Auslagen von unzähligen Handyläden anschauen? Die Verkäufer von Smartphones und Handyverträgen nerven mich schon über Gebühr an den Stehtischen in den Eingangsbereichen der Einkaufszentren -und Passagen. Einfach nur nervig. Oder sollte ich vielleicht eine Spielhalle aufsuchen? Nee, hab kein Geld zu verschenken. Und dann an jeder Ecke eine dieser Billig-Klamottenläden in denen ungelernte Verkäuferinnen mit Nasenring auf 450 Euro-Basis lustlos auf Feierabend warten... Auch locken mich die vermehrt anzutreffenden teils über Monate mit Brettern zugenagelten Schaufensterfronten nicht so besonders. Zudem ist ein abendlichen Spaziergang durch die Fußgängerzone ohnehin nicht empfehlenwert. Zumindest rät die Polizei davon ab. Aber nicht weil es langweilig wäre...

Heute zieht es die überwiegend jungen Leute eher wegen der Filialen unzähliger Fressketten, Caffes und libanesischer Italiener in die innenstädte. Sehen und gesehen werden beim Schlürfen eines Latte Macciato oder eines Caffee to go in feinen Klamotten aus dem Internetshop. Ja, dafür ist eine die City gut.
Einkäufe außer dem Bic Mac und dem besagten Latte werden daheim mit der Maus getätigt.
Übrigens: Mein Auto (Ford) mit Wahlausstattung ab Werk (nicht von der Halde) gabs als Reimport aus Dänemark knapp 31 Prozent günstiger. Nachteile: Keine, ganz im Gegenteil: Die Werkstatt des Vertragshändlers vor Ort war froh einen neuen Werkstattkunden für die fälligen Inspektionen gewonnen zu haben. So wurde ich zur ersten Inspektion mit einer Flasche Sekt empfangen. :)
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
Positiv Denkender
Beiträge: 3421
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Positiv Denkender » Di 19. Jun 2018, 14:03

Teeernte hat geschrieben:(18 Jun 2018, 20:50)

"D" mit nachvollziehbarer Garantie gibts nur noch bei Technisat.

Bisher hat mein Metz 10 Jahre beste Dienste geleistet ohne Reparatur . Reparieren würde ich ihn
nicht mehr lassen . Wenn er den Geist aufgibt kommt ein Neuer .Der kostet dann eh nur noch die Hälfte .
Was bleibt ist die Erkenntnis ,der Verbraucher entscheidet ob ein Unternehmen hier Marktchancen hat oder nicht .
Zu hohe Lohnkosten in Deutschland haben dazu geführt das Unterhaltungselektronik ins Ausland abgewandert ist .
Siehe auch Handybranche . Ich kann bei den heutigen Spottpreisen für Fernsehgeräte gut damit leben wenn ein Gerät seinen
Geist nach 12 Jahren oder mehr aufgibt . Für den ersten Schwarz -Weiß Fernseher musste man noch ca 1 Monatsgehalt hinblättern .
Heute nicht mal mehr 1 Wocheneinkommen .
Positiv Denkender
Beiträge: 3421
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Positiv Denkender » Di 19. Jun 2018, 14:21

Raskolnikof hat geschrieben:(18 Jun 2018, 19:13)

Wenn es dir (u.a.) um den Schadstoffausstoß der Kurierfahrzeuge (DHL, Hermes etc.) geht: Da gab es mal eine interessierte Studie, die ich leider nicht mehr verlinken kann weil ich nicht mehr weiß, wer die wo veröffentlicht hat. Im Ergebnis kam dabei jedenfalls heraus, dass dass selbst ein exzessiver Besteller seine Umwelt mehr schont als Otto Normalverbraucher, der für regelmäßige Einkäufe seinen PKW benutzt. Der Paketdienstler fährt schließlich nicht ein einziges Paket für einen Kunden aus sondern bedient auf einer einzigen Rundtour bis zu 100 Kunden.

Schrottreife Auslieferungsfahrzeuge? Hast du dafür Belege? Zudem: Auch ein Zustellfahrzeug muss alle zwei Jahre zum TÜV. Aber die TÜV-Prüfer stecken mit den Paketdienstleistern natürlich unter eine Decke... :?:

Und ob nun ein Kurierfahrer oder du häufiger Verkehrsregeln und Halteverbote mißachtet sei mal dahingestellt... ;)


Du kannst dir doch deine Welt schönreden . Allein der Einwand Paketzusteller würden Privatfahrten verringern ist an Schwachsinn
nicht zu überbieten .Du meinst nun ernsthaft deshalb fahren Leute nicht mehr Einkaufen weil sie sich ein Handy oder ein Pullover schicken lassen . Das eine Versandhandel ,schließt das andere nicht aus. Letztendlich steht es in den Sternen ob nun gerade dieser
Autofahrer der sich ein Teil im Versandhandel kauft überhaupt mit dem Auto fahren würde . Nun zu den Autos der Zusteller.
Ich kann schon erkennen ob es sich um ein neues Model oder um ein Model das einige Jahre alt ist erkennen . Aber auch hier
sieht man einmal mehr wie du kreiselst . Einmal forderst du Fahrverbote für Diesel dann wiederum sprichst du dich für den steigenden Fuhrpark der Zusteller aus . Ein Privater Diesel muss auch alle 2 Jahre zur Hauptuntersuchung. Kreisel weiter .
Übrigens Zusteller müssen oft 2 X oder öfter den gleichen Empfänger anfahren ,weil viele Empfänger ja so freundlich sind sich etwas zu bestellen und bei der Auslieferung durch Abwesenheit glänzen . Trotzdem erheitern deine Feststellung ,wer sich durch den Versandhandel etwas schicken lässt fährt weniger Auto. Es sei denn du meinst dich persönlich .
Die Frage ob Zusteller öfter als ich Verkehrsregeln und Halteverbote missachten kann ich nur belächeln .
Erstens missachte ich kein Halteverbot zweitens versuche ich Verkehrsregeln grundsätzlich zu beachten ,egal ob als
Autofahrer ,Radfahrer oder Fußgänger . Ich wüsste nicht das ich ,wie viele Paketzusteller, einfach mit eingeschalteter Wahnblinkanlage
Straßen blockiere im Winter oft mit laufenden Motor ,auf Radwegen oder Fußwegen parke über hochgelegte Straßenbahnschienen fahre verbotswidrig abbiege nur weil ich es eilig hätte . Mag ja sein dass dir das in deinem Dorf nicht passiert . Ich erlebe kaum einen Tag wo solche Auslieferungsfahrer nicht andere Verkehrsteilnehmer in engeren Straßen behindern einfach auf
Rad oder Fußwegen parken und vergeblich versuchen ihr Päckchen loszuwerden .Es bleibt dir allein überlassen solche Verhaltensweisen nicht als verkehrswidrig zu beurteilen . Hier handelt es sich nicht um Versehen sondern um Vorsatz .
Letztendlich soll jeder kaufen wo er will .Nur zu behaupten Versandhandel verursacht weniger Autoverkehr ist lachhaft .
Oder meinst du dadurch fahren weniger Straßenbahn ? Versandhandel schließt einkaufen nun mal nicht aus .
Wer sich ein Buch schicken lässt wird trotzdem den größten Teil seines Bedarfs noch m EH kaufen . Deine Mähr Verbraucher
würden um ein einziges Teil zu kaufen das Auto in Gang setzten mag allein auf dich bezogen sein .
Übrigens viele Fachgeschäfte befinden sich ehe nicht in der Innenstadt. Das war auch früher kaum anders weil dort
die Ladenmieten viel zu hoch sind . Der Fachhandel befindet sich seit eh und je in den verschiedenen Stadteilen .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Di 19. Jun 2018, 15:31, insgesamt 1-mal geändert.
Positiv Denkender
Beiträge: 3421
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Positiv Denkender » Di 19. Jun 2018, 15:11

JohnnyWeissmüller hat geschrieben:(19 Jun 2018, 00:50)

"Fach"handel ist doch meistens Schwachsinn. Wenn ich heute ein Produkt erwerben will, einen anerkannten Markenartikel in einer Preisklasse über 500€, dann finde ich im Internet weit mehr Infos, Testberichte und Tricks, als ein sogenannter "Fach"händler vermitteln kann oder will.
Ich wohne in der schönen Landeshauptstadt München und meine Fachhändler für Waffen und der für Fotoapparate, beides erste Adressen bayernweit, haben schon vor Jahren dicht gemacht, weil die sogenannte Fachberatung keiner bezahlen will, denn er kriegt ja auch keinen Mehrwert dafür.
Bei Erwerb meiner Deagle schon vor 15 Jahren, hatte mein Fachhändler kein Vorführgerät "wird kaum gefragt", hab ich gebraucht aus Tschechien bestellt und die professionelle regelmäßige Reinigung übernimmt ein schweizer Spezialist.
Mein vorletztes Auto hab ich auch mal am Händlernetz vorbei als grau-Import gekauft, weil erstens 25% billiger und was diese Fachberater für einen Müll von sich geben, da bekomme ich Kopfschmerzen und manchmal ballt sich mir die Faust in der Tasche. Und wenn ich Probleme mit meinem Auto habe, frage ich in meinem Fachforum, da bekomme ich die besten und kostengünstigsten Tipps und die Fehlerdiagnose ist auch meistens zutreffender als beim Örtlichen.

Was du tust oder lässt ist doch allein deine Angelegenheit . Mag ja sein dass du im Internet mehr Infos findest .
Was hindert jemanden daran mit den Kenntnissen aus dem Internet einen Fachhändler aufzusuchen ?
Mehr Information als ein Produkt selbst zu begutachten geht nicht . Oder sagt dir das Internet auch ob das Kleidungsstück dir
steht zumal ja die Größen oft von einander abweichen . Ich will ja nicht nur ein Produkt erwerben sondern technische Produkte
müssen angeschlossen oder installiert werden . Das wird dein Onlinehändler höchstens durch externe Betriebe leisten .
Das Produkt wird dadurch nicht preiswerter . Natürlich ist es dir auch vorbehalten dein Auto als Reimport zu kaufen . Habe ich auch schon
vor vielen Jahren ,allerdings über einen Händler . Eine Fehldiagnose allein nützt wenig .Entscheidend ist die Beseitigung von Fehlern .
Fazit du darfst kaufen wo du möchtest andere Menschen dürfen das auch . Was du glaubst was für dich günstiger ist bleibt
auch deine Sache .Der Online Handel hat einen Marktanteil von ca 10 % . Alle Menschen die im EH kaufen sind deiner Meinung doof
Übrigens welchen Müll du aufnimmst oder nicht bleibt allein dir überlassen .
Meine Händler ,Handwerker erzählen keinen Müll sondern legen viel Wert darauf ihre Kunden zu behalten .
Eine reine Falschaussage im Onlinehandel kauft man preiswerter. Woher weist du das wenn du nicht im Fachhandel kaufst ?
Positiv Denkender
Beiträge: 3421
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Positiv Denkender » Di 19. Jun 2018, 15:23

JohnnyWeissmüller hat geschrieben:(19 Jun 2018, 01:58)

Ich glaube, du hast keine Ahnung von Zukunft und Städten.

Man muss sich nur mal überlegen wofür der deutsche Michel am meisten Geld ausgibt:

1. Eigenheim.
Auslandswährungsfinanzierungen gibts schon über 20 Jahre. Also das Geld für eine schweizer oder japanische Hypothek landet eben dort. Support your local dealer -1.

2. Eigenheim Eigenleistung. Die Baumärkte blühen überall in der Peripherie von Ballungszentren. Im weiteren Sinne ist das noch der local dealer. Support your local dealer 1.

3.Schrankwand Eiche Funier. Da haben sich die Leute früher über Jahre schwer verschuldet, juckt heute keine Sau mehr. Maßgeschreinerter Möbel kann man heute im Internet konfigurieren und die Teile werden gefertigt in 3.Welt-Regionen und werden verschickt. Support your local dealer -1.

4. PKW.
Gibts alles billiger im Ausland als Grau- oder Reimport. Lokale Fachberatung eher nachteilig, weil bei des Deutschen liebsten Spielzeug ist die Beratung in den Internet-Communities deutlich besser.
Support your local dealer -1.

5. Irgendwas mit Medien.
TV, Blueray-player, Hi-Fi-Anlagen (sagt man das noch?) Spielkonsolen, Gamer-PC gibts alles im Internet viel billiger und die Fachberatung in den Communities ist um Längen besser als im Media Markt.
Support your local dealer -1.

6. Fahrräder.
Da gibts ne Szene, hab ich gehört, da diskutiert der abgebrochene Sozialpädagoge (FH) mit dem abgebrochenen Raumausstatter, ob jetzt Alu oder Chrome-Molybdänrahmenrohre leichter zu schweißen sind.
Klassische Minderleister finden da ihr Statussymbol und geben da (für ihre Verhältnisse) noch richtig viel Geld aus.
Teile, Workshops und selbst konfigurierte Systeme laufen aber zum großen Teil über das Internet. Selbst Schwalbe-Mäntel werden über das Internet bestellt.
Support your local dealer -1.

7.Bekleidung.
Weiber werden immer die zentral gelegeneren Geschäfte bevölkern, schon alleine um sich bei der Anprobe im Spiegel zu betrachten und dazu das Werturteil der Freundinnen zu hören.
Der Ingenieur wird sich seine Jeans für 7,99€ im Internet bestellen und wenn sie zu weit ist, muss halt der Gürtel mehr leisten.
Support your locak dealer 1.

8.. Dinge des täglichen Bedarfs.
Da machen Discounter das Rennen. Geiz ist geil. Kein Geschäftsmodell, das zentrale Lage erfordert, aber doch etwas in der Nähe der großen Wohnsilos.
Support your local dealer 1

Ich denke mal, für die Cities bleiben nur noch hippe Lokale, Restaurants, Clubs und Diskos und eben die wenigen besonderen Einzelhändler.
Die Leute haben immer weniger Geeld und das Wenige wandert ins Internet abseits der Ballungszentren.
:D


Restaurants gibt es viele in der Innenstadt . Kaufhäuser ,Fachgeschäfte auch . Nur den EH auf die Innenstädte zu beschränken
ist ja wohl sehr kurz gesprungen . Die riesigen EKZ an den Stadträndern bis zu Ikea gehören auch zum EH.
Du darfst gerne einmal in die EKZ in die Randgebiete unser Stadt schauen . Volle Parkplätze , volle Geschäfte reichlich
Kundschaft . Diese Kundschaft besteht garantiert nicht nur aus Rentnern .
EH besteht nicht nur aus Eckläden .
Benutzeravatar
Raskolnikof
Beiträge: 1616
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldabstinenzler
Wohnort: Lummerland

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Raskolnikof » Mi 20. Jun 2018, 15:28

Positiv Denkender hat geschrieben:(19 Jun 2018, 16:11)

Was hindert jemanden daran mit den Kenntnissen aus dem Internet einen Fachhändler aufzusuchen ?

Nichts und niemand. Ich habe auch nichts anderes behauptet.
Mehr Information als ein Produkt selbst zu begutachten geht nicht . Oder sagt dir das Internet auch ob das Kleidungsstück dir steht zumal ja die Größen oft von einander abweichen . Ich will ja nicht nur ein Produkt erwerben sondern technische Produkte müssen angeschlossen oder installiert werden .

Ein technisches Produkt im Laden zu beurteilen ist nicht immer einfach und zum Teil auch unmöglich. Was nutzt es mir beispielsweise, wenn ich eine Digitalkamera in die Hand nehmen und mir ein Objekt im Laden auf dem Display anschauen kann? Allenfalls das Handling kann ich im Laden prüfen. Dann hört es aber schon auf.
Bekleidung: Zugegeben, die bestelle ich auch nur äußerst selten. Als ich ein paar ganz bestimmte Sportschuhe suchte musste ich zwangsläufig auf einen Onlinehändler zurückgreifen.
Ansonsten wird es den Onlinekunden aber immer einfacher gemacht, das Risiko von nicht sitzender Kleidung zu minimieren. Stark im Kommen: Der Kunde lädt beim Onlineshop seine Körpermaße hoch. Anschließend kann er dann das Bekleidungsstück seiner Begierde an einer virtuellen Puppe begutachten und ggf. die Größe korrigieren.
Brille: Klappt im Internet hervorragend. Ich habe bereits zwei Brillen bei unterschiedlichen Onlinehändlern erworben (Lese- und Mehrbereichsbrille. Alle bekannten Online-Optiker arbeiten mit Kooperationspartnern vor Ort zusammen, die für den Onlinekunden den Sehtest übernehmen. Dieser ist für den Brillenkunden kostenlos. Mit Hilfe des ausgestellten Brillenpasses kann ich dann online eine Brille mit exakt meiner Brillenstärke und allen Optionen wie Zylinder und Achse auswählen. Dann habe ich auch noch die Auswahl zwischen verschiedenen Glasqualitäten.
Damit ich sicher sein kann, dass mir ein bestimmtes Brillenmodell auch steht lade ich ein Selbstportrait bei dem Onlinehändler hoch, so dass ich verschiedene Brillenmodelle an meinem Kopf begutachten kann. Bei einer evtl. Bestellung zu einem späteren Zeitpunkt kann ich dann auf meine persönlichen Daten zurückgreifen.
Der Online Handel hat einen Marktanteil von ca 10 % .

Im Jahr 2017 waren es lt. Statista 13,2 Prozent. Hierbei wurde aber der gesamte Umsatz im Einzelhandel berücksichtigt, also auch der des täglichen Bedarfs und Lebensmittelbereiches. In allen anderen Bereichen liegt der Onlineumsatz wesentlich höher, Tendenz steigend! Im Bereich Unterhaltungselektronik und sonstigen Elektrobereich belief sich der Onlineumsatz 2017 gemessen am Gesamtumsatz in diesem Bereich bei 25 Prozent!
Eine reine Falschaussage im Onlinehandel kauft man preiswerter. Woher weist du das wenn du nicht im Fachhandel kaufst ?

Das habe ich nirgends behauptet. Nur weil ich mein Auto bei einem Reimporteur, Sportschuhe und zwei Brillen online kaufte heißt das doch lange nicht, dass ich nicht im Fachhandel kaufe. Zum Zeitpunkt als du diesen Unsinn schriebst hast du noch nicht einmal von meinen Sportschuh- und Brillenkauf im Internet gewusst.
Und der Gipfel:

Alle Menschen die im EH kaufen sind deiner Meinung doof.

Eine Frechheit, was du da behauptest. Nirgends habe ich derartiges auch nur ansatzweise behauptet! Also hüte bitte deine Zunge!
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13444
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Teeernte » Mi 20. Jun 2018, 16:00

Positiv Denkender hat geschrieben:(19 Jun 2018, 15:03)

Für den ersten Schwarz -Weiß Fernseher musste man noch ca 1 Monatsgehalt hinblättern .

Heute nicht mal mehr 1 Wocheneinkommen .


Metz Novum 65 OLED twinR schwarz/silber....5.499,00 € ...hifiboehm... Das Wochen-netto ist in meinem Alter mit der eigenen Hände Arbeit nicht mehr machbar...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Positiv Denkender
Beiträge: 3421
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 20. Jun 2018, 21:39

Teeernte hat geschrieben:(20 Jun 2018, 17:00)

Metz Novum 65 OLED twinR schwarz/silber....5.499,00 € ...hifiboehm... Das Wochen-netto ist in meinem Alter mit der eigenen Hände Arbeit nicht mehr machbar...

Panasonic 399,- Übrigens Rolls Roys war schon immer teurer .
Positiv Denkender
Beiträge: 3421
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: Fragen zur Zukunft bzw. Möglichkeiten des Einzelhandels

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 20. Jun 2018, 22:02

Raskolnikof hat geschrieben:(20 Jun 2018, 16:28)

Nichts und niemand. Ich habe auch nichts anderes behauptet.

Ein technisches Produkt im Laden zu beurteilen ist nicht immer einfach und zum Teil auch unmöglich. Was nutzt es mir beispielsweise, wenn ich eine Digitalkamera in die Hand nehmen und mir ein Objekt im Laden auf dem Display anschauen kann? Allenfalls das Handling kann ich im Laden prüfen. Dann hört es aber schon auf.
Bekleidung: Zugegeben, die bestelle ich auch nur äußerst selten. Als ich ein paar ganz bestimmte Sportschuhe suchte musste ich zwangsläufig auf einen Onlinehändler zurückgreifen.
Ansonsten wird es den Onlinekunden aber immer einfacher gemacht, das Risiko von nicht sitzender Kleidung zu minimieren. Stark im Kommen: Der Kunde lädt beim Onlineshop seine Körpermaße hoch. Anschließend kann er dann das Bekleidungsstück seiner Begierde an einer virtuellen Puppe begutachten und ggf. die Größe korrigieren.
Brille: Klappt im Internet hervorragend. Ich habe bereits zwei Brillen bei unterschiedlichen Onlinehändlern erworben (Lese- und Mehrbereichsbrille. Alle bekannten Online-Optiker arbeiten mit Kooperationspartnern vor Ort zusammen, die für den Onlinekunden den Sehtest übernehmen. Dieser ist für den Brillenkunden kostenlos. Mit Hilfe des ausgestellten Brillenpasses kann ich dann online eine Brille mit exakt meiner Brillenstärke und allen Optionen wie Zylinder und Achse auswählen. Dann habe ich auch noch die Auswahl zwischen verschiedenen Glasqualitäten.
Damit ich sicher sein kann, dass mir ein bestimmtes Brillenmodell auch steht lade ich ein Selbstportrait bei dem Onlinehändler hoch, so dass ich verschiedene Brillenmodelle an meinem Kopf begutachten kann. Bei einer evtl. Bestellung zu einem späteren Zeitpunkt kann ich dann auf meine persönlichen Daten zurückgreifen.

Im Jahr 2017 waren es lt. Statista 13,2 Prozent. Hierbei wurde aber der gesamte Umsatz im Einzelhandel berücksichtigt, also auch der des täglichen Bedarfs und Lebensmittelbereiches. In allen anderen Bereichen liegt der Onlineumsatz wesentlich höher, Tendenz steigend! Im Bereich Unterhaltungselektronik und sonstigen Elektrobereich belief sich der Onlineumsatz 2017 gemessen am Gesamtumsatz in diesem Bereich bei 25 Prozent!

Das habe ich nirgends behauptet. Nur weil ich mein Auto bei einem Reimporteur, Sportschuhe und zwei Brillen online kaufte heißt das doch lange nicht, dass ich nicht im Fachhandel kaufe. Zum Zeitpunkt als du diesen Unsinn schriebst hast du noch nicht einmal von meinen Sportschuh- und Brillenkauf im Internet gewusst.
Und der Gipfel:


Eine Frechheit, was du da behauptest. Nirgends habe ich derartiges auch nur ansatzweise behauptet! Also hüte bitte deine Zunge![/b]

Und worüber regst du dich auf ? habe ich nicht ausdrücklich betont jeder darf dort kaufen wo er möchte .
Übrigens meine Frau und ich kaufen unsere Brillen beim Optiker . Ich wünsche der bleibt so lange wie ich lebe und Brillen benötige .
Selbst wenn im Elektrobereich angeblich 25 % über Internet gekauft wird gilt dies lediglich für Kleingeräte ,nicht aber für
Geräte wie Kühlschränke ,Fernseher ,Spülmaschinen Herde usw. Selbst wenn 25 % bereits durch den Onlinehandel abgedeckt würden bleiben immer noch 75 % für den Fachhandel .Ich kenne nun wirklich genügend Menschen die vor kurzem ein Eigenheim
gebaut haben Niemand davon hat seine Kücheneinrichtung bei einem Online Händler gekauft . Dein Rasierapparat
und deine Bartwickler darfst du dort kaufen . Ich kenne keinen Häuslebauer der seine Elektroanlagen oder die restlichen
Dinge von der Kücheneinrichtung bis zur Badeinrichtung im Onlinehandel gekauft hätte . Auch diese Betriebe gehören zum Fachhandel .
Übrigens meine Autos kaufe ich auch im Fachhandel . Dort ist mein Auto bestens aufgehoben ,von der Hauptuntersuchung
über Inspektionen Reifenwechsel (und Lagerung ) usw.
Du darfst dein Auto natürlich beim Online Händler kaufen . Übrigens ein naher gelegener Baumarkt brummt wie nie.
Alles Online Käufer ? Ach ja Thema war ja eigentlich ,Online Handel entlastet den Straßenverkehr .In Oldenburg oder wo?

Zurück zu „43. Computer - Internet - Telekommunikation - Netzpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast