Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

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Adam Smith
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Adam Smith » Mo 26. Mär 2018, 18:28

H2O hat geschrieben:(26 Mar 2018, 19:23)

Das hört sich praktisch an, und rein technisch ist das Verfahren gar kein Problem. Vielleicht bin ich ja begriffsstutzig, aber ich sehe das Problem in der geordneten Datenhaltung. Welches für die Mitwelt interessante Dokument soll der Bürger wo in seinem elektronischen Aktenordner ablegen? Selbst nach Jahrgang geordnet kommen doch sehr schnell hunderte von Vorgängen für einen Jahrgang in Betracht. Da müßte doch schon eine fein aufgegliederte Maske die Ablage unterstützen und nicht passende Dokumente zurück weisen. Wie geht man mit Dokumenten um, die über mehrere Jahre hinweg zugreifbar sein sollen?

Aus meiner kleinen Privatwirtschaft weiß ich, daß eine gepflegte Aktenlage Gold wert ist. Aber kann wirklich jeder Mitbürger diese eiserne Ordnung halten (ich meine nicht "wollen", sondern "können").

Wenn diese vorhersehbaren Schwierigkeiten elegant gelöst worden sind, dann halte ich das für eine sehr gute Sache. "Cloud" heißt ja "mehrfache Datensicherung". Da kommt nichts weg!


Man kann im Programm nach allen möglichen Daten suchen. Also nach Zahlen und Wörtern. Des Weiteren wird jeder Beleg z.B. mit einer Buchung verknüpft.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 26. Mär 2018, 18:29

jack000 hat geschrieben:(23 Mar 2018, 20:31)

Aktuell ist es so, dass man bei verschiedenen Behörden (z.B. Finanzamt, Einwohnermeldeamt, etc...) sowie anderen Lebensnotwendigen Institutionen (z.B. Banken, Versicherungen) jeweils isoliert als Person gemeldet ist aber es keine Übersicht für den betroffenen selbst gibt.

Wäre nicht ein Angebot sinnvoll, bei dem ein jeder Bürger, auch Ausländer mit einem Aufenthaltstitel (also allen Einwohnern) staatlicherseits auf Wunsch einen Account mit einer Cloud bekommen kann, bei dem (jeweils nach eigenen Entscheidungen) Daten und Dokumente abgespeichert werden können die wesentliche Lebensbereiche betreffen und jederzeit überall von einem selbst abgerufen, bzw. eingesehen werden können?

Generell beschäftigt mich das Thema seit dem ich mal im Zusammenhang mit der Medizintechnik-Norm 13485 gearbeitet habe und eine Vorgabe war, das Dokumente 10 Jahre gespeichert werden müssen. Das liest sich erstmal ganz einfach, ist aber bei wirklich zuverlässigen Lösungen eine komplizierte Angelegenheit.

Ebenso kann natürlich ein jeder sich bei irgendwelchen privaten Mail-Accounts oder Cloudlösungen anmelden, aber deren Bestand ist ja wie im Internet üblich nach wie vor immer eine meist kurzfristige Angelegenheit, bzw. vom Bestehen einer Privatfirma abhängig!

Eine Einwohnerclound, die einem jeden zusteht und bei der man nach eigenen Entscheidungen Formulare (z.B. Kirchenaustritt, Steuerunterlagen) und sonstige Informationen zu Banken, Versicherungen, etc... hinzugefügt werden können, so das alles zentral abgelegt ist und die betroffene Person jeweils entscheiden kann welche institution da zugriff drauf hat wenn man z.B. umzieht oder gar stirbt und Angehörige angeben kann, die in einem Todesfall darauf zugreifen können.

=> Das soll jetzt erstmal ein Gedankengang sein um eine Diskussion anzuregen, nicht um bereits fertige Konzepte zu etablieren!

Was ist von der Idee zu halten?

Gar nichts. Weder beim Staat noch bei den üblichen Verdächtigen in magenta und rot wird so zuverlässig gearbeitet, dass man dort bedenkenlos seine Identitäts-Schatzkiste lagern will. Deshalb sind De-Mail & co weitgehend gescheitert.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 26. Mär 2018, 18:32

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Mar 2018, 15:55)

Wer gibt denn heute noch seine Steuererklärung in Papierform ab?
Eine Cloud als Aktenschrank aller meiner persönlichen und Vertragsdaten brauche ich nicht. Man stelle sich vor, der eigene Online-Aktenschrank wird geknackt. Da ist man nackter als nackt. :s

Das heisst nicht geknackt. Das heißt verdachtsunabhängig kontrollieren.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon H2O » Mo 26. Mär 2018, 18:37

Adam Smith hat geschrieben:(26 Mar 2018, 19:28)

Man kann im Programm nach allen möglichen Daten suchen. Also nach Zahlen und Wörtern. Des Weiteren wird jeder Beleg z.B. mit einer Buchung verknüpft.


So einfache Dinge wie das Datum (Jahr, Monat, Tag) halte ich nicht für das Problem. Aber dann kommen doch ganz viele unterschiedliche Sachverhalte in Betracht, die nicht unbedingt auf dem Papier als Ordnungsangabe zu finden sind. Da liegt doch die Kunst des Aktenaufbaus... oder?

Ein Datenbanksystem wie Google will ja auch geschickt bedient werden, wenn man gute Ergebnisse erzielen möchte.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Teeernte » Mo 26. Mär 2018, 18:50

Brainiac hat geschrieben:(23 Mar 2018, 22:07)

Endgeräteunabhängigkeit, jederzeit und von überall Zugriff auf einen konsistenten Datembestand, kein Datenhandlingsaufwand (wie zB Backup, oder Copy im Fall von Notebookwechsel, etc.).


die AppleCloud.... :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Adam Smith » Mo 26. Mär 2018, 18:55

H2O hat geschrieben:(26 Mar 2018, 19:37)

So einfache Dinge wie das Datum (Jahr, Monat, Tag) halte ich nicht für das Problem. Aber dann kommen doch ganz viele unterschiedliche Sachverhalte in Betracht, die nicht unbedingt auf dem Papier als Ordnungsangabe zu finden sind. Da liegt doch die Kunst des Aktenaufbaus... oder?

Ein Datenbanksystem wie Google will ja auch geschickt bedient werden, wenn man gute Ergebnisse erzielen möchte.

Diese Schwierigkeit gibt es aber auch bei der Papierablage. Bei der digitalen kann man dann noch nach Wörtern und Zahlen suchen. Das Scannen dürfte lästig sein. Der Supermarkt der Zukunft könnte seine Belege aber auch direkt papierlos den Kunden zur Verfügung stellen. Natürlich müsste dieses dann noch irgendwie koordiniert werden, wenn alle Firmen die Rechnungen digital übermitteln.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon H2O » Mo 26. Mär 2018, 19:35

Adam Smith hat geschrieben:(26 Mar 2018, 19:55)

Diese Schwierigkeit gibt es aber auch bei der Papierablage. Bei der digitalen kann man dann noch nach Wörtern und Zahlen suchen. Das Scannen dürfte lästig sein. Der Supermarkt der Zukunft könnte seine Belege aber auch direkt papierlos den Kunden zur Verfügung stellen. Natürlich müsste dieses dann noch irgendwie koordiniert werden, wenn alle Firmen die Rechnungen digital übermitteln.


Ich dachte an eine Abfragemaske, die man nach dem Erfassen (Scannen, online-Dokument..) abarbeiten muß, so daß das Dokument systematisch im richtigen Ordner als pdf-Dokument landet. So manche Angabe kann man auch (in meinem pdf-Anzeigeprogramm) kopieren und in eine Maske einfügen. Die tolle cloud hilft ja nur, wenn man auch Jahre später mit wenigen Handgriffen systematisch beim gesuchten Dokument landet.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 26. Mär 2018, 19:47

H2O hat geschrieben:(26 Mar 2018, 20:35)

Ich dachte an eine Abfragemaske, die man nach dem Erfassen (Scannen, online-Dokument..) abarbeiten muß, so daß das Dokument systematisch im richtigen Ordner als pdf-Dokument landet. So manche Angabe kann man auch (in meinem pdf-Anzeigeprogramm) kopieren und in eine Maske einfügen. Die tolle cloud hilft ja nur, wenn man auch Jahre später mit wenigen Handgriffen systematisch beim gesuchten Dokument landet.

Warum ordnen, wenn der Staat die Dokumente indizieren und durchsuchen kann? Da die meisten Formulare Vordrucknummern haben, lässt sich sogar nach Behörde taggen. Und musst du mal diskreditiert werden, wird einfach polizeilich noch was hochgeladen. Toll.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon jack000 » Mo 26. Mär 2018, 19:54

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(26 Mar 2018, 20:47)

Warum ordnen, wenn der Staat die Dokumente indizieren und durchsuchen kann?

Es geht doch dabei nur um Informationen, die der Staat sowieso schon hat, bzw. darauf zugreifen kann, der Bürger aber nicht ...
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Raskolnikof » Mo 26. Mär 2018, 20:03

Just Me hat geschrieben: Der Austausch von einfachen Emails zwischen Behörden funktioniert bis heute oftmals so, dass eine geschriebene Email ausgedruckt wird, damit der Chef sie abzeichnen kann, das Dokument dann eingescannt, per Email verschickt und schließlich in der Ziel-Behörde zum Abheften erneut ausgedruckt wird, weil es oftmals nur sehr beschränkte "elektronische Lager-Möglichkeiten" gibt und der - zumeist sehr konservative - Chef sowieso nix "mit Computern am Hut" hat und selbst die Bedienung des Faxes seinen Mitarbeitern überlässt, weil er diese komplizierte Maschine scheut.

Ist schon verrückt, wie sich derartige Legenden immer noch halten. Ich habe bei unserer Stadtverwaltung bei der ich beschäftigt war die Einführung der IT von Anfang an miterlebt. Aber was du da schilderst, hat es nie gegeben. Ich kenne auch keine Kommune, in der so gearbeitet wurde. Und wenn es doch hier und da so gewesen sein sollte: Die "alte Garde", die noch mit Ärmelschonern an ihrem Schreibtisch saß und eine mechanische Schreibmaschine bediente befindet sich längst im Ruhestand. Heute sitzen Sachbearbeiter in den Ämtern die mit der modernen Kommunikations- und Datenverarbeitungstechnik aufgewachsen sind, sich mit ihr auskennen und es nicht mehr mit der Angst bekommen, wenn sie zu Dienstbeginn online gehen.
Deine Geschichte ist vielleicht witzig. Das wars aber auch.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon H2O » Mo 26. Mär 2018, 20:04

Jetzt tappe ich aber von der Aufgabenstellung her im Dunkeln! Geht es nun darum, daß wir Mitbürger in unserer cloud eine ordentliche Buchhaltung anlegen, in der jeder Zugangsberechtigte nach genormten Sachverhalten ein gesuchtes Dokument wieder findet, oder geht es darum, daß der Staat uns eine Buchhaltung zugänglich macht, die in unserer cloud abgelegt ist?

Wer erstellt, wer nutzt diese Buchhaltung?
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 26. Mär 2018, 20:08

jack000 hat geschrieben:(26 Mar 2018, 20:54)

Es geht doch dabei nur um Informationen, die der Staat sowieso schon hat, bzw. darauf zugreifen kann, der Bürger aber nicht ...

Wenn du deine Ablage nicht im Griff hast, wie willst du deine Akte dann hochladen?
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon jack000 » Mo 26. Mär 2018, 20:12

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(26 Mar 2018, 21:08)

Wenn du deine Ablage nicht im Griff hast, wie willst du deine Akte dann hochladen?

Ich habe meine Ablage im Griff, nur wenn es z.B. mal hieß das AOL das Internet beherrschen wird und nun AOL nicht mehr existiert, ist mein Vertrauen in private Firmen bei denen man diese Dokumente in Clouds anvertrauen kann eher nicht mehr vorhanden.
=> Daher der Vorschlag mit der Staatscloud!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Adam Smith » Mo 26. Mär 2018, 20:14

H2O hat geschrieben:(26 Mar 2018, 21:04)

Jetzt tappe ich aber von der Aufgabenstellung her im Dunkeln! Geht es nun darum, daß wir Mitbürger in unserer cloud eine ordentliche Buchhaltung anlegen, in der jeder Zugangsberechtigte nach genormten Sachverhalten ein gesuchtes Dokument wieder findet, oder geht es darum, daß der Staat uns eine Buchhaltung zugänglich macht, die in unserer cloud abgelegt ist?

Wer erstellt, wer nutzt diese Buchhaltung?

Vielleich geht es darum, dass man alle Daten einsehen kann die der Staat über einen angelegt hat.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Raskolnikof » Mo 26. Mär 2018, 20:14

H2O hat geschrieben:(26 Mar 2018, 19:03)

Ich vermute, daß die Dänen auf Kleinkram pfeifen, und daß im wesentlichen Geschäftskunden mit den Finanzämtern verhandeln. In D müssen ja selbst hochbetagte Altersrentner Steuererklärungen abgeben. Gelten solche Anforderungen etwa in Dänemark auch?

Nein, bei Kleinigkeiten sind auch die Dänen groß. In DK muß jeder steuerpflichtige Bürger und rentner wie bei uns eine Steuererklärung abgeben, aber online!
In DK werden ohnehin viel mehr als bei uns Dinge online erledigt. Bewerbung bzw. Einschreibung bei der Uni? Ja, aber ausschließlich online. Es werden dafür ein polizeiliches Führungszeugnis oder ein Gesundheitszeugnis verlangt? Kein Problem. Ein paar Mausklicks in der Onlinebewerbung und der Uniserver fordert diese Dinge automatisch an. Schließlich gibts in DK ja bereits die digitale Gesundheitsakte, in der der gesamte Krankheitsverlauf, sämtliche Arzt- und Krankenhausbesuche, alle Arztbefunde und vieles mehr onlnie auf Abruf zur Verfügung steht, natürlich auch für den betreffenden Bürger. Wer das nicht will darf nicht in DK leben.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon H2O » Mo 26. Mär 2018, 20:18

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Mar 2018, 21:14)

Nein, bei Kleinigkeiten sind auch die Dänen groß. In DK muß jeder steuerpflichtige Bürger und rentner wie bei uns eine Steuererklärung abgeben, aber online!
In DK werden ohnehin viel mehr als bei uns Dinge online erledigt. Bewerbung bzw. Einschreibung bei der Uni? Ja, aber ausschließlich online. Es werden dafür ein polizeiliches Führungszeugnis oder ein Gesundheitszeugnis verlangt? Kein Problem. Ein paar Mausklicks in der Onlinebewerbung und der Uniserver fordert diese Dinge automatisch an. Schließlich gibts in DK ja bereits die digitale Gesundheitsakte, in der der gesamte Krankheitsverlauf, sämtliche Arzt- und Krankenhausbesuche, alle Arztbefunde und vieles mehr onlnie auf Abruf zur Verfügung steht, natürlich auch für den betreffenden Bürger. Wer das nicht will darf nicht in DK leben.


Na gut, dann wäre ich wohl dänischer Musterbürger ;)
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 26. Mär 2018, 20:18

jack000 hat geschrieben:(26 Mar 2018, 21:12)

Ich habe meine Ablage im Griff, nur wenn es z.B. mal hieß das AOL das Internet beherrschen wird und nun AOL nicht mehr existiert, ist mein Vertrauen in private Firmen bei denen man diese Dokumente in Clouds anvertrauen kann eher nicht mehr vorhanden.
=> Daher der Vorschlag mit der Staatscloud!

Hast du dich mal mit staatlichen Informationsprojekten beschäftigt? Ein großer teurer Haufen Ungewissheit ist das. AOL existiert, sogar zwei mal. Das was mal AOL war, heisst heute Time Warner. AOL als Marke gehört dagegen heute dem Internetunternehmen Oath. Deine E-Mail-Adresse bei aol.de funktioniert heute immer noch. Im Gegensatz zu vielem, das damals aus Deutschland kam.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon H2O » Mo 26. Mär 2018, 20:26

Adam Smith hat geschrieben:(26 Mar 2018, 21:14)

Vielleich geht es darum, dass man alle Daten einsehen kann die der Staat über einen angelegt hat.


Die Variante wäre ja die viel einfachere, weil dann eine übergeordnete Fachstelle diese Ordnung vorgibt, und unsereiner als Anwender darin herum suchen darf... ohne eigene Gestaltungsbefugnis.

Ich sah mich schon mühsam meine Papierdokumente und online-Dokumente in eine vorgegebene Maske einpflegen... für die Ewigkeit, damit meine Urenkel noch finden können, wann Uropa den Klempner zur Instandsetzung des Wärmetauschers gerufen hat, und ob Uropa mit Überweisung oder bar bezahlt hat... Achtung, Geldwäsche!
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 26. Mär 2018, 21:50

jack000 hat geschrieben:(26 Mar 2018, 19:23)

Wenn der Stick dann aber weg oder hinüber ist, ist alles weg/verloren ...

Dann mach für jeden Tag ein Backup, das dann im Bankschließfach gelagert wird.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Einführung einer "Einwohnercloud" auf freiwilliger Basis?

Beitragvon KarlRanseier » Mo 26. Mär 2018, 22:15

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Mar 2018, 22:50)

Dann mach für jeden Tag ein Backup, das dann im Bankschließfach gelagert wird.



Den meisten Leuten geht aber der Datenschutz am Arsch vorbei. Sie vertrauen sogar Firmen, die offensichtlich die Daten missbrauchen.

Hoffentlich wird es nicht eines Tages zum Gesetz, ein Schlaufon zu haben und seine Daten zentral zu speichern. Wundern würde es mich nicht, es käme unter dem Deckmäntelchen der "Terrorbekämpfung". Das zieht immer, genau wie "Arbeitsplätze". :(
Wir fordern VOLKSFAHRRÄDER!

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