Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

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KarlRanseier

Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mo 24. Sep 2018, 20:12

Ein Terraner hat geschrieben:(24 Sep 2018, 13:10)

Definiere Wald, meinst du echten Wald oder ein Dorf im Schwarzwald? Und zu Wirtschaftsstandort, du musst dich ja vielleicht nicht damit rumärgern wenn eine Firma im Ländlichen einen Online Service kauft und man dann Tage damit verbringt 5Gb Software zu übertragen. :mad2:



Nun, es gibt bekanntlich eine Internetsucht, und die nimmt in ihrer Häufigkeit zu. Vater Staat fühlt sich, wie auch beim Tabakkonsum, eher den Interessen der Dealer als denen der Opfer verpflichtet, vermutlich auch hier "wegen der Arbeitsplätze". :rolleyes:

Ich bin allerdings der Meinung, dass im Wald -und damit meine ich den Wald und kein Dorf- nicht unbedingt schnelles Internet verfügbar sein muss, und es ist auch wahrlich keine Katastrophe, wenn es ein paar Funklöcher gibt, das Gejaule anderer Löcher, weil in irgendwelchen Tunnels die Funkverbindung abreißt, ist absurd. :rolleyes:

Außerdem bin ich etwas verwundert und dachte, wir hätten in Deutschland eine "Marktwirtschaft". Wenn es so wäre, würde sich der Staat nicht darum kümmern, Funklöcher zu schließen oder schnelles Internet an jedem Ort zu ermöglichen, das täte der Markt. Funktioniert er etwa in diesem Bereich auch nicht? :?:
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Ein Terraner
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Mo 24. Sep 2018, 20:45

KarlRanseier hat geschrieben:(24 Sep 2018, 21:12)

Nun, es gibt bekanntlich eine Internetsucht, und die nimmt in ihrer Häufigkeit zu. Vater Staat fühlt sich, wie auch beim Tabakkonsum, eher den Interessen der Dealer als denen der Opfer verpflichtet, vermutlich auch hier "wegen der Arbeitsplätze". :rolleyes:

Ich bin allerdings der Meinung, dass im Wald -und damit meine ich den Wald und kein Dorf- nicht unbedingt schnelles Internet verfügbar sein muss, und es ist auch wahrlich keine Katastrophe, wenn es ein paar Funklöcher gibt, das Gejaule anderer Löcher, weil in irgendwelchen Tunnels die Funkverbindung abreißt, ist absurd. :rolleyes:

Außerdem bin ich etwas verwundert und dachte, wir hätten in Deutschland eine "Marktwirtschaft". Wenn es so wäre, würde sich der Staat nicht darum kümmern, Funklöcher zu schließen oder schnelles Internet an jedem Ort zu ermöglichen, das täte der Markt. Funktioniert er etwa in diesem Bereich auch nicht? :?:

Nur weil du das für absurd hältst wenn bei Überlandfahrten wichtige Telefonate nicht unterbrochen werden ist das für andere Menschen nicht genau so. Dieses "Ich brauch das nicht, also haben es andere auch nicht zu brauchen." zieht von dir genau so wenig.

P.S. Und Netzausbau mit Tabakkonsum zu vergleichen ist einfach nur der hinterletzte Dreck.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mo 24. Sep 2018, 20:51

Teeernte hat geschrieben:(24 Sep 2018, 17:38)

Schreib doch einfach mal den Finnischen SATZ für >> FLAT Mobile 100 Mbit......oder dem Günstigsten 20 Giga "Basistarif" hier rein...
(Der überall verfügbar ist)

https://kauppa.telia.fi/yksityisille/tu ... netti.aspx
19,90 Euro ist der reguläre Preis bei Telia. Am R-Kioski (in jedem Dorf) ist das Starterset mit SIM-Karte für einen Monat für 17,95 Euro zu haben.
Der Preis 54,90 Euro beinhaltet neben der Monats-Flat einen mobilen Router von Huawei, der bei uns allein schon mehr kostet.
Verfügbarkeit: Überall dort wo Menschen eine feste Wohnung haben, zumindest im südlichen und mittleren Finnland. Bei den Elchen kann es schon mal langsamer werden. :D
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mo 24. Sep 2018, 23:04

Ein Terraner hat geschrieben:(24 Sep 2018, 21:45)

Nur weil du das für absurd hältst wenn bei Überlandfahrten wichtige Telefonate nicht unterbrochen werden ist das für andere Menschen nicht genau so. Dieses "Ich brauch das nicht, also haben es andere auch nicht zu brauchen." zieht von dir genau so wenig.

P.S. Und Netzausbau mit Tabakkonsum zu vergleichen ist einfach nur der hinterletzte Dreck.



Internetsucht und Tabaksucht sind durchaus vergleichbar. Zwar begünstigt Erstere vermutlich nicht Lungenkrebs, sie führt aber dafür zu rapidem geistigem Verfall, das ist heute unbestritten.
Passivrauchen ist gesundheitsschädlich, während die Sackgesichter, die immer und überall telefonieren müssen, ihrer Umgebung nur gehörig auf den Zeiger gehen, weshalb die Handynutzung in immer mehr öffentlichen Verkehrsmitteln verboten ist. Wichtige Zeitgenossen müssen halt zu Hause bleiben.

Die Frage, wieso es in einer Marktwirtschaft Aufgabe des Staates sein soll, bis in den letzten Winkel die Verfügbarkeit des schnellen Internets zu garantieren, konnte bisher auch noch niemand beantworten.
Zuletzt geändert von KarlRanseier am Mo 24. Sep 2018, 23:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mo 24. Sep 2018, 23:09

Raskolnikof hat geschrieben:(24 Sep 2018, 21:51)

https://kauppa.telia.fi/yksityisille/tu ... netti.aspx
19,90 Euro ist der reguläre Preis bei Telia. Am R-Kioski (in jedem Dorf) ist das Starterset mit SIM-Karte für einen Monat für 17,95 Euro zu haben.
Der Preis 54,90 Euro beinhaltet neben der Monats-Flat einen mobilen Router von Huawei, der bei uns allein schon mehr kostet.
Verfügbarkeit: Überall dort wo Menschen eine feste Wohnung haben, zumindest im südlichen und mittleren Finnland. Bei den Elchen kann es schon mal langsamer werden. :D



Und was ist, wenn ein Sklave Urlaub in Lappland macht und dort nicht überall das Internet nutzen kann? Dann entgeht seinem Arbeitgeber doch tatsächlich Gewinn, was ein Skandal ist, da der kapitalistische Staat selbstverständlich in erster Linie das finanzielle Wohl seiner wirtschaftlichen Oberschicht zu sichern hat.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mo 24. Sep 2018, 23:20

In lappländischen Orten und Siedlungen hast du immer Internet, vielleicht nicht 4G aber du hast es. Bist also für deinen Chef immer zu erreichen. Da musst du eben nach dem richtigen Anbieter fragen, damit du die richtige SIM-Karte erhälst. Und außerhalb jeglicher Zivilisation... nun ja, vielleicht leiht dir ja mal kurz ein Same sein Satellitentelefon aus. ;)
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Mo 24. Sep 2018, 23:42

Raskolnikof hat geschrieben:(25 Sep 2018, 00:20)

In lappländischen Orten und Siedlungen hast du immer Internet, vielleicht nicht 4G aber du hast es. Bist also für deinen Chef immer zu erreichen. Da musst du eben nach dem richtigen Anbieter fragen, damit du die richtige SIM-Karte erhälst. Und außerhalb jeglicher Zivilisation... nun ja, vielleicht leiht dir ja mal kurz ein Same sein Satellitentelefon aus. ;)



Deswegen fahre ich nicht nach Lappland. Sollen doch Dümmere im Urlaub erreichbar sein...
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 25. Sep 2018, 07:24

KarlRanseier hat geschrieben:(25 Sep 2018, 00:04)

Internetsucht und Tabaksucht sind durchaus vergleichbar. Zwar begünstigt Erstere vermutlich nicht Lungenkrebs, sie führt aber dafür zu rapidem geistigem Verfall, das ist heute unbestritten.
Passivrauchen ist gesundheitsschädlich, während die Sackgesichter, die immer und überall telefonieren müssen, ihrer Umgebung nur gehörig auf den Zeiger gehen, weshalb die Handynutzung in immer mehr öffentlichen Verkehrsmitteln verboten ist. Wichtige Zeitgenossen müssen halt zu Hause bleiben.

Die Frage, wieso es in einer Marktwirtschaft Aufgabe des Staates sein soll, bis in den letzten Winkel die Verfügbarkeit des schnellen Internets zu garantieren, konnte bisher auch noch niemand beantworten.

Auch im ländlichen Raum gibt es Firmen. Es würde mehr geben wenn die zeitgemäß zu erreichen wären. Stell dir vor du hast ein Sägewerk im Erzgebirge und brauchst dringend Ersatzteile für eine Maschine. Oder ein potentieller Auftraggeber kann dich gerade nicht erreichen weil deine Firma im Internet nicht erreichbar ist. Das sind echte Probleme für viele Firmen außerhalb der Zentren. Und dann braucht man sich auch nicht mehr zu wundern wenn auch der letzte Arbeitgeber aus Mecklemburg-Vorpommern in die Großstädte wie Hamburg oder München abwandert.

Das Aussterben auf dem Lande hat auch etwas mit der digitalen Erreichbarkeit zu tun. Und ich frage mich warum du immer gegen alles bist.
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon KarlRanseier » Di 25. Sep 2018, 08:27

Alter Stubentiger hat geschrieben:(25 Sep 2018, 08:24)

Auch im ländlichen Raum gibt es Firmen. Es würde mehr geben wenn die zeitgemäß zu erreichen wären. Stell dir vor du hast ein Sägewerk im Erzgebirge und brauchst dringend Ersatzteile für eine Maschine. Oder ein potentieller Auftraggeber kann dich gerade nicht erreichen weil deine Firma im Internet nicht erreichbar ist. Das sind echte Probleme für viele Firmen außerhalb der Zentren. Und dann braucht man sich auch nicht mehr zu wundern wenn auch der letzte Arbeitgeber aus Mecklemburg-Vorpommern in die Großstädte wie Hamburg oder München abwandert.

Das Aussterben auf dem Lande hat auch etwas mit der digitalen Erreichbarkeit zu tun. Und ich frage mich warum du immer gegen alles bist.



Das Thema ist doch mobiles Internet. Einen Festnetz- sowie einen Internetanschluss hat heute sogar jeder sächsische Hinterwäldler.

Es geht doch hier darum, dass Junkies herumheulen, weil nicht in jedem Tunnel und nicht in jedem Wald flächendeckend mobiles Internet und Mobilfunk verfügbar sind.

Außerdem bleibt noch die Frage, wieso der Staat dafür zuständig sein soll. Genau die gleichen Typen, die immer meinen, der Staat müsse sparen, plärren am lautesten, dass er mehr für die Smartphonezombies tun sollte. Wie passt denn das zusammen? :?: :?:
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Sep 2018, 08:54

KarlRanseier hat geschrieben:(25 Sep 2018, 09:27)

Wie passt denn das zusammen? :?: :?:


Wenn man dir jetzt erkläre das die Leitungen für Hinterwäldler für den aktuellen technologischen Stand nicht viel taugen und das Mobile Netz automatisch besser wird wenn man anfangen würde die Kupferminen durch Glasfaser zu ersetzen da neuere Hardware verbaut werden würde und dadurch mehr Ressourcen frei werden. Bleibst du dann weiter auf der Emotionalen Schiene oder setzt du dich dann fachlich mit dem Thema auseinander ?
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 25. Sep 2018, 09:21

Das Wort "Mobiles" kann man aus dem Strangtitel getrost streichen.

Außerdem möchte ich "KarlRanseier" bitten, sich etwas zurückzunehmen und wieder auf die sachliche Schiene zurückzufinden.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Di 25. Sep 2018, 10:42

KarlRanseier hat geschrieben:(25 Sep 2018, 09:27)

Das Thema ist doch mobiles Internet. Einen Festnetz- sowie einen Internetanschluss hat heute sogar jeder sächsische Hinterwäldler.

Es geht doch hier darum, dass Junkies herumheulen, weil nicht in jedem Tunnel und nicht in jedem Wald flächendeckend mobiles Internet und Mobilfunk verfügbar sind.

Außerdem bleibt noch die Frage, wieso der Staat dafür zuständig sein soll. Genau die gleichen Typen, die immer meinen, der Staat müsse sparen, plärren am lautesten, dass er mehr für die Smartphonezombies tun sollte. Wie passt denn das zusammen? :?: :?:

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass wir Handy-bzw. Smartphonenutzer froh sein können, dass es diese Smartphonezombies und Kinder und Jugendlichen gibt, denen das Smartphone bereits in der Hand festgewachsen und für sie überlebenswichtig scheint. Der Spiegel schrieb vor Jahren mal, dass wir es gerade diesem Nutzerkreis zu verdanken haben, dass wir alle, wenn auch vergleichsweise nicht billig, aber doch zu erträglichen Preisen mobil telefonieren und surfen können. Wenn es diesen Fun-Nutzerkreis nicht geben würde, die bzw. deren Eltern die mobilen Netze zu einem großen Teil finanzieren, sähe es ganz schlecht mit dem Mobilfunk aus. Allein der Personenkreis, der auf das Smartphone z.B. aus beruflichen Gründen angewiesen ist könnte unsere heutige mobile Telekommunikationstechnik und deren Infrastruktur keinesfalls unterhalten bzw. finanzieren. Wir kämen alle wieder aufs Kabel zurück.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Teeernte » Di 25. Sep 2018, 10:49

KarlRanseier hat geschrieben:(24 Sep 2018, 21:12)

Nun, es gibt bekanntlich eine Internetsucht, und die nimmt in ihrer Häufigkeit zu. Vater Staat fühlt sich, wie auch beim Tabakkonsum, eher den Interessen der Dealer als denen der Opfer verpflichtet, vermutlich auch hier "wegen der Arbeitsplätze". :rolleyes:

Ich bin allerdings der Meinung, dass im Wald -und damit meine ich den Wald und kein Dorf- nicht unbedingt schnelles Internet verfügbar sein muss, und es ist auch wahrlich keine Katastrophe, wenn es ein paar Funklöcher gibt, das Gejaule anderer Löcher, weil in irgendwelchen Tunnels die Funkverbindung abreißt, ist absurd. :rolleyes:

Außerdem bin ich etwas verwundert und dachte, wir hätten in Deutschland eine "Marktwirtschaft". Wenn es so wäre, würde sich der Staat nicht darum kümmern, Funklöcher zu schließen oder schnelles Internet an jedem Ort zu ermöglichen, das täte der Markt. Funktioniert er etwa in diesem Bereich auch nicht? :?:


Es gibt Leute, die verdienen mit dem Internet ihr Geld.

Tunnel ist SICHERHEITSVERSORGUNG.....da MUSS das Netz gehen !

Sicher gibt es UNTERSCHIEDE in der Qualität des Netzes..... dafür ist es dann "billiger" ...

Der Notruf MUSS aber in der Fläche überall gehen. Meine Meinung. (Jaaaa...nicht in JEDEM Keller)

Marktwirtschaft ist ja schön - wenn aber der REGULIERER (Staat) die Ausbau der Sicherheit unterbindet - ist das schon "sträflich".

Es sollte - wie beim Strom - einen Grundversorger geben - der die Verbindung in dem Gebiet sicherstellen MUSS.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 25. Sep 2018, 10:51

KarlRanseier hat geschrieben:(25 Sep 2018, 09:27)

Das Thema ist doch mobiles Internet. Einen Festnetz- sowie einen Internetanschluss hat heute sogar jeder sächsische Hinterwäldler.

Es geht doch hier darum, dass Junkies herumheulen, weil nicht in jedem Tunnel und nicht in jedem Wald flächendeckend mobiles Internet und Mobilfunk verfügbar sind.

Außerdem bleibt noch die Frage, wieso der Staat dafür zuständig sein soll. Genau die gleichen Typen, die immer meinen, der Staat müsse sparen, plärren am lautesten, dass er mehr für die Smartphonezombies tun sollte. Wie passt denn das zusammen? :?: :?:


Einen Festnetzanschluß mag jeder haben. Damit ist allerdings noch lange kein schneller Internetanschluß verbunden. Manchem bleibt sogar nur eine Modem-Lösung aus der Steinzeit des Internets.

Grafiker oder Webdesigner, die auch mal zu Hause arbeiten, Jugendliche, die Musik und Videos im Internet kaufen, Studenten, die an Teleteaching-Veranstaltungen teilnehmen, freie Hörfunkjournalisten, die ihre Beiträge an den Sender schicken – sie alle sind auf eine leistungsstarke Internetverbindung angewiesen. Wer in der Stadt wohnt, hat inzwischen die Auswahl zwischen Dutzenden Anbietern. Dank Konkurrenz ist der Preis für Flatrate-Anschlüsse in den letzten Jahren deutlich gesunken. Dumm dran ist dagegen, wer in einer der 800 Gemeinden lebt, in denen es keinen einzigen Breitband-Anbieter gibt. Die Hälfte aller deutschen Haushalte muss sich mit Geschwindigkeiten unter zwei Megabit pro Sekunde zufriedengeben, drei bis vier Prozent sind gar auf das klassische Telefonmodem angewiesen – in Zeiten immer schneller wachsender Datenmengen eine quälend langsame Verbindung ins globale Dorf.
https://www.zeit.de/online/2008/11/inte ... elbsthilfe

Den Leuten auf dem Land ist es also egal wo dass Internet her kommt. Wenn es nur überhaupt eine brauchbare Verbindung gibt.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Sep 2018, 10:58

Alter Stubentiger hat geschrieben:(25 Sep 2018, 11:51)

Den Leuten auf dem Land ist es also egal wo dass Internet her kommt. Wenn es nur überhaupt eine brauchbare Verbindung gibt.


Bei meinem Schwiegervater (Selbstständig, auf das Internet angewiesen) im Dorf wurde eine Straße neu gebaut, die Telekom hat für einen relativ günstigen Preis angeboten Glasfaser mitzulegen. Leider hat sich im Gemeinderat ein alter Bauer quer gestellt, weil man so ein modernes Zeug nicht braucht. Die Straße ist inzwischen fertig und die Telekom hat ihr Angebot auf eine viertel Million erhöht um da nachträglich Glasfaser zu legen und der Bauer ist inzwischen sehr beliebt. :thumbup:
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Di 25. Sep 2018, 11:07

Alter Stubentiger hat geschrieben:(25 Sep 2018, 08:24)

Auch im ländlichen Raum gibt es Firmen. Es würde mehr geben wenn die zeitgemäß zu erreichen wären. Stell dir vor du hast ein Sägewerk im Erzgebirge und brauchst dringend Ersatzteile für eine Maschine. Oder ein potentieller Auftraggeber kann dich gerade nicht erreichen weil deine Firma im Internet nicht erreichbar ist. Das sind echte Probleme für viele Firmen außerhalb der Zentren. Und dann braucht man sich auch nicht mehr zu wundern wenn auch der letzte Arbeitgeber aus Mecklemburg-Vorpommern in die Großstädte wie Hamburg oder München abwandert.

Das Aussterben auf dem Lande hat auch etwas mit der digitalen Erreichbarkeit zu tun. Und ich frage mich warum du immer gegen alles bist.

Alter Stubentiger hat geschrieben:(25 Sep 2018, 11:51)
Den Leuten auf dem Land ist es also egal wo dass Internet her kommt. Wenn es nur überhaupt eine brauchbare Verbindung gibt.

Dem muss ich energisch widersprechen, auch wenn ich der Meinung bin, dass D. in Sachen Internetversorgung äußerst rückständig ist. User Tom Bombaldi erwähnte in diesem Strang einen Maschinenbauer, der wegen seiner schlechten internetanbindung extra ein Büro im Nachbarort angemietet habe um dort das Internet besser nutzen zu können. Und jetzt kommst du mit dem Sägewerk im Erzgebirge.

Jetzt komme ich zum wiederholten Mal mit meinem Beispiel aus eigener Erfahrung: Unsere „zweite Heimat“ im ländlichen nördlichen Jütland (Dänemark) verfügt über eine mieserable Internetanbindung. Auch mobiles Internet ist da nicht das Gelbe vom Ei. Deshalb haben wir uns da Satelliten-DSL zugelegt, 69 GB/Monat für 39,90 Euro.
Das klappt natürlich auch bei „deinem“ Sägewerksbetreiber im Erzgebirge oder bei der Sennerin auf einer Alm im Nirgendwo.
Und sollte die Leistung noch nicht reichen gibt’s da ja mehrere Anbieter, z.B. Sky-DSL mit einem Flat-Angebot für 49,90 Euro.
Der wahre Grund für die Abwanderung eines Unternehmens oder dass sich ein Unternehmer erst gar nicht im telekommunikativen Outback ansiedelt ist da wohl eher ein anderer.

Dennoch vertrete ich natürlich die Meinung, dass D. sich hier hinter dem Mond befindet. Die Satellitenschüssel fürs Internet ist schließlich auch nicht das Ei des Kolumbus. Es geht ja auch ums mobile Internet und Telefonie.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Ein Terraner » Di 25. Sep 2018, 11:22

Raskolnikof hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:07)

Deshalb haben wir uns da Satelliten-DSL zugelegt, 69 GB/Monat für 39,90 Euro.


Schönwetter DSL, ist auch nicht die Lösung. Man braucht für den Upload trotzdem ein Kabel und bei Regen gibt es die gleichen Probleme wie bei Sat-TV.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Di 25. Sep 2018, 11:30

2 MBit/s upload dürfte für die meisten Privatleute und auch Unternehmen ausreichen. Das Wetter ist kein Problem. Ich hatte da noch nie Probleme außer einmal, als sich während eines heftigen Sturms die Schüssel am Mast verdrehte.
Aber grundsätzlich stehe ich hinter dir. D. braucht endlich ein flächendeckendes und schnelles Internet.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Audi » Di 25. Sep 2018, 11:32

2 Mbit sollen reichen? Vor allem Firmen? Du weißt schon, dass sehr viel Cloud basiert gearbeitet wird. Wie lange man bei 2 Mbit auf Daten wartet dürfte auch bekannt sein. Das ist der Grund warum ich bei der Telekom bin und bei keinem Kabel Anbieter
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Di 25. Sep 2018, 11:48

Ich sprach von Upload, also hochladen von Daten. Download sind via Satellit 50 MBit möglich.
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