Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

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Raskolnikof
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Do 14. Dez 2017, 19:23

H2O hat geschrieben:(14 Dec 2017, 18:34)
Na ja, in beiden Fällen handelt es sich um die Organisation von Nachrichten. Ich glaube schon, daß die beiden Verfahren miteinander verschmelzen werden. Könnte man mit etwas gutem Willen nicht einen Router auch als "Sendemast" betrachten, der in geringer Reichweite einige Teilnehmer versorgt?

Da reißt du jetzt etwas aus dem Zusammenhang. Es ging um diesen Beitrag:
Kael hat geschrieben:Ich möchte allerdings die Risiken von W-Lan auch noch mal ansprechen. W-Lan zu knacken ist deutlich einfacher als in ein 'geschlossenes Netz' mit Router etc. rein zu kommen.

WLAN war nicht das Thema.

WLAN funktioniert doch nur, wenn auch ein Draht-bzw. Glasfasergebundenes oder auch ein Funknetz der Netzanbieter vorhanden ist. Privates WLAN kann immer nur eine Ergänzung der vorhandenen Netz-Infrastruktur sein, um ein sehr nahes Umfeld zu versorgen (Haus und Garten). Natürlich könnte die Leistungsfähigkeit der heimischen Router verstärkt werden, um deren Reichweite zu erhöhen. Aber wer will das? Ich habe kein Interesse, meine Nachbarn da mit zu versorgen, einmal ganz abgesehen von zusätzlichen Immissionen (durch höhere Feldstärken bei Routern mit höherer Sendeleistung) und empfangsmäßigen Leistungseinbußen und nicht zuletzt höherem Stromverbrauch. Je mehr Rechner an einem Router hängen desto mehr Leistung geht für jeden einzelnen Nutzer flöten.
Im übrigen wird die Möglichkeit, im nahen Umfeld mehrere Teilnehmer per WLAN an das Internet anzubinden ja genutzt. Viele Geschäftsleute und öffentliche einrichtungen bieten ihren Kunden ja WLAN, zumeist sogar kostenfrei, an. Ist allso nichts neues, aber immer nur eine Ergänzung der vorhandenen Netzstruktur.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Do 14. Dez 2017, 19:51

Raskolnikof hat geschrieben:(14 Dec 2017, 19:23)

Da reißt du jetzt etwas aus dem Zusammenhang. Es ging um diesen Beitrag:

WLAN war nicht das Thema.

WLAN funktioniert doch nur, wenn auch ein Draht-bzw. Glasfasergebundenes oder auch ein Funknetz der Netzanbieter vorhanden ist. Privates WLAN kann immer nur eine Ergänzung der vorhandenen Netz-Infrastruktur sein, um ein sehr nahes Umfeld zu versorgen (Haus und Garten). Natürlich könnte die Leistungsfähigkeit der heimischen Router verstärkt werden, um deren Reichweite zu erhöhen. Aber wer will das? Ich habe kein Interesse, meine Nachbarn da mit zu versorgen, einmal ganz abgesehen von zusätzlichen Immissionen (durch höhere Feldstärken bei Routern mit höherer Sendeleistung) und empfangsmäßigen Leistungseinbußen und nicht zuletzt höherem Stromverbrauch. Je mehr Rechner an einem Router hängen desto mehr Leistung geht für jeden einzelnen Nutzer flöten.
Im übrigen wird die Möglichkeit, im nahen Umfeld mehrere Teilnehmer per WLAN an das Internet anzubinden ja genutzt. Viele Geschäftsleute und öffentliche einrichtungen bieten ihren Kunden ja WLAN, zumeist sogar kostenfrei, an. Ist allso nichts neues, aber immer nur eine Ergänzung der vorhandenen Netzstruktur.


Als eine der neueren Errungenschaften wirbt die Telekom für WLAN-to-go. Dazu bietet sie einen Router an, der einen offenen WLAN-Ausgang mit etwas größerer Reichweite bereit stellt. Wenn man genügend Bandbreite gebucht hat, dann merkt man wohl von der "parasitären" Last nichts. Die Rechtsfolgen sind angeblich auch geregelt... keine Verantwortung des Anschlußinhabers für Blödsinn, den Dritte auf diesem freien Kanal veranstalten.

Man muß sich nur vorstellen, daß in Ballungsgebieten genügend viele dieser Hotspots für Jedermann installiert sind... dann braucht man dort nichts anderes mehr.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Fr 15. Dez 2017, 22:19

WLAN To To ist nichts neues. Jeder Internetnutzer hat die Möglichkeit, seinen Internetzugang für andere Nutzer, auch fremde, freizugeben. Bei der Fritzbox ist das mit ein paar Klicks erledigt. Die Telekom stellt für diesen Zweck auch keine speziellen Router mit mehr Sendeleistung zur Verfügung. Die Telekom stellt dafür derzeit meist den Router Speedport W 724V zur Verfügung, ein ganz normaler Router, den zehntausende Telekom-Kunden nutzen.
Mehr Leistung als jeder andere aktuelle Router wie z.B. die gängige Fritzbox bringt der Telekom-Router nicht. Das kann er auch gar nicht, weil die Bundesnetzagentur die Sendeleistung von Routern im Heimbereich begrenzt. Und das was gesetzlich möglich ist nutzen auch alle Routerhersteller aus, schon um in Vergleichstests gut dazustehen. Gerade die WLAN-Leistung ist in den einschlägigen Tests ja immer ein wichtiges Kriterium.
Ich bin jedenfalls nicht bereit, meinen Netzzugang für Jedermann bereit zu stellen.
Ich denke, dass die Zukunft das drahtlose Internet sein wird wie in Finnland. Kupferkabel und Glasfaser waren gestern. Und wer denkt, dass Telefon und Internet sicherer gegenüber äußeren Einflüssen ist irrt. Unsere Festnetzleitung beispielsweise verläuft nur bis zum Hauptverteiler per Kabel unter der Erde. Von da geht es weiter per Richtfunk. Unser Festnetz besteht schon lange aus einem derartigen Verbund.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » So 17. Dez 2017, 08:23

Raskolnikof hat geschrieben:(15 Dec 2017, 22:19)

WLAN To To ist nichts neues. Jeder Internetnutzer hat die Möglichkeit, seinen Internetzugang für andere Nutzer, auch fremde, freizugeben. Bei der Fritzbox ist das mit ein paar Klicks erledigt. Die Telekom stellt für diesen Zweck auch keine speziellen Router mit mehr Sendeleistung zur Verfügung. Die Telekom stellt dafür derzeit meist den Router Speedport W 724V zur Verfügung, ein ganz normaler Router, den zehntausende Telekom-Kunden nutzen.
Mehr Leistung als jeder andere aktuelle Router wie z.B. die gängige Fritzbox bringt der Telekom-Router nicht. Das kann er auch gar nicht, weil die Bundesnetzagentur die Sendeleistung von Routern im Heimbereich begrenzt. Und das was gesetzlich möglich ist nutzen auch alle Routerhersteller aus, schon um in Vergleichstests gut dazustehen. Gerade die WLAN-Leistung ist in den einschlägigen Tests ja immer ein wichtiges Kriterium.
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Ich denke, dass die Zukunft das drahtlose Internet sein wird wie in Finnland. Kupferkabel und Glasfaser waren gestern. Und wer denkt, dass Telefon und Internet sicherer gegenüber äußeren Einflüssen ist irrt. Unsere Festnetzleitung beispielsweise verläuft nur bis zum Hauptverteiler per Kabel unter der Erde. Von da geht es weiter per Richtfunk. Unser Festnetz besteht schon lange aus einem derartigen Verbund.


Nein, das habe ich vor Wochen ganz anders bei Telekom gelesen. Telekom stellt... jetzt muß ich erst einmal sagen: angeblich... Router zur Verfügung, die über einen öffentlichen Kanal verfügen, neben den verschlüsselten privaten WLAN-Kanälen. Wenn ich mich richtig entsinne, dann ging das dabei um Hotspot-to-go... oder so ähnlich plattdeutsches Zeug. Es liegt doch nahe, daß dieser öffentliche Kanal mehr"Dampf" haben muß, damit er auf der Straße genutzt werden kann. Von einem Relaissender war da keine Rede. Ob dieser öffentliche Kanal nur von Telekom-Kunden genutzt werden kann... vermutlich ja. Auf jeden Fall wird dazu ein weniger leistungsfähiger Kanal parallel zum eigentlichen Anschluß bereit gestellt. Man will die rechtliche Verantwortung für den Datenverkehr über den Hotspot-to-go sauber trennen vom Hauptanschluß.

Wie weit das System von Telekom inzwischen in die Tat umgesetzt wurde... habe ich nicht verfolgt.
Entscheidend war aber, daß solche Router nur von Telekom vertrieben werden... na, meinetwegen. :)
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mo 18. Dez 2017, 17:19

Beim WLAN-to go, wie die Telekom das nennt handelt es sich doch um nichts anderes, als anderen Menschen einen kostenlosen Internetzugang zu verschaffen. Grundsätzlich ist da ja eine gute Idee. Nur stellt diese Marketing-Lösung der Telekom kein Ersatz für die vorhandene Netzstruktur dar. Es ist eine ergänzung, nicht mehr und nicht weniger. Und eines muss bei WLAN-to go klar sein: Diese Technik kann nur genutzt werden, wenn auch die kabelgebundene Vernetzung mit entsprechender Bandbreite vorhanden ist. Ohne Internet und Router kein WLAN-to go.
Zudem haben wir in Deutschland ja das Problem, das ländliche Regionen recht häufig äußerst schlecht mit dem Internet versorgt sind. Was soll da WLAN-to go bringen?
Zudem ist WLAN-to go nichts, auf das sich der Nutzer verlassen kann. Die Telekom stellt für die WLAN-to go Nutzer lediglich die gerade vom Kunden nicht genutzte und gebuchte Bandbreite seines Anschlusses zur Verfügung. Wird diese aber vom Telekom-Kunden angefordert, weil er beispielsweise einen Film streamen oder downloaden möchte wird to go-Nutzer einfach abgehängt.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Di 19. Dez 2017, 15:57

Raskolnikof hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:19)

Beim WLAN-to go, wie die Telekom das nennt handelt es sich doch um nichts anderes, als anderen Menschen einen kostenlosen Internetzugang zu verschaffen. Grundsätzlich ist da ja eine gute Idee. Nur stellt diese Marketing-Lösung der Telekom kein Ersatz für die vorhandene Netzstruktur dar. Es ist eine ergänzung, nicht mehr und nicht weniger. Und eines muss bei WLAN-to go klar sein: Diese Technik kann nur genutzt werden, wenn auch die kabelgebundene Vernetzung mit entsprechender Bandbreite vorhanden ist. Ohne Internet und Router kein WLAN-to go.
Zudem haben wir in Deutschland ja das Problem, das ländliche Regionen recht häufig äußerst schlecht mit dem Internet versorgt sind. Was soll da WLAN-to go bringen?
Zudem ist WLAN-to go nichts, auf das sich der Nutzer verlassen kann. Die Telekom stellt für die WLAN-to go Nutzer lediglich die gerade vom Kunden nicht genutzte und gebuchte Bandbreite seines Anschlusses zur Verfügung. Wird diese aber vom Telekom-Kunden angefordert, weil er beispielsweise einen Film streamen oder downloaden möchte wird to go-Nutzer einfach abgehängt.


Gefühlt ging mir das so ähnlich: Die Telekom schafft sich eine "Community", die der Telekomkunde bezahlt. Richtig, eine Lösung für alle Lebenslagen will WLAN-to-go sicher auch nicht sein. Aber in Ballungsgebieten ist die WLAN-Anzeige meines Smartphones gestapelt voll mit verschlüsselten WLAN-Stationen. Da wäre es schon ganz elegant, wenn das Smartphone auf diese Stationen einen brauchbaren Zugriff hätte. Der Normalo macht dann ja gar nichts Dolles; sucht mit GoogleMap ein Restaurant, ein Café oder einen Friseur, oder den nächsten Geldautomaten. Im Wald und auf der Heide, da wird man hoffentlich nicht suchen müssen, ob da ein Rehlein springt; beim Pilzesuchen könnte man einen Sachverständigen zu Rate ziehen. Ich verlange also Glasfasernetze im Wald mit Routern. :cool:
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Di 9. Jan 2018, 19:53

In Sachen Ausbau schneller Datennetze gibt es ermutigende Nachrichten aus den Sondierungsgesprächen der Union mit der SPD:

http://www.epochtimes.de/politik/deutsc ... 16628.html
    Union und SPD wollen den flächendeckenden Ausbau eines Gigabit-Datennetzes in Deutschland erreichen - bis zum Jahr 2025. „Hierfür werden wir die Erlöse aus der Vergabe der UMTS- und 5G-Lizenzen zweckgebunden bereitstellen“, heißt es in einem Papier der Fachgruppe „Wirtschaft, Verkehr, Digitalisierung“, über das das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet.

    Die Lizenzvergabe solle mit Ausbauauflagen kombiniert werden, um bestehende Funklöcher zu schließen und 5G dynamisch auszubauen.

    „Wir gehen von einem öffentlichen Finanzierungsbedarf von zehn bis zwölf Milliarden Euro in dieser Legislaturperiode aus. Dabei wollen wir Synergien mit den Ländern sicherstellen.“

Man kann also hoffen, daß unser Land den Status einen Netz-Entwicklungslandes hinter sich lassen wird.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 9. Jan 2018, 20:25

Möglich ist es, es ist mehr als genug Geld für solche Vorhaben da, scheitern kann es eigentlich nur an gesetzlichen oder bürokratischen Fallstricken.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Di 9. Jan 2018, 20:34

welcher mittelständler braucht gigabit-internet..-?!
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Di 9. Jan 2018, 23:04

H2O hat geschrieben:(09 Jan 2018, 19:53)
Union und SPD wollen den flächendeckenden Ausbau eines Gigabit-Datennetzes in Deutschland erreichen - bis zum Jahr 2025.

Wollen! Heute in der Tagesschau um 20.15 Uhr hieß es dazu: "Da ist noch gar nichts sicher".
SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(09 Jan 2018, 20:34)
welcher mittelständler braucht gigabit-internet..-?!

Keiner. Da sollte doch erst einmal das Mobilnetz flächendeckend auf 4G LTE ausgebaut werden. Verlasse ich meine Heimatstadt Oldenburg nur wenige Kilometer habe ich nur noch 2G, bestenfalls 3G in allen drei Netzen. Und dann gibts immer noch genug weiße Flecken gänzlich ohne Netz.
Ich halte rein gar nichts von diesen Versprechungen. Erst wenn ichs habe. ;)
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 9. Jan 2018, 23:07

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(09 Jan 2018, 20:34)

welcher mittelständler braucht gigabit-internet..-?!

Kommt auf die Branche an.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mi 10. Jan 2018, 00:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Jan 2018, 23:07)

Kommt auf die Branche an.
ja, wenn man jetzt ein grafik studio mit 500 mitarbeitern hat, das jeden tag 50 film-minuten cgi in 4k 3d produziert, dann sollte man es sich auch leisten können die 5km in die nächste kreisstadt zu ziehen, in der 450 mibits spielend zur verfügung stehen und mal ehrlich, dann braucht man auch kein gigabit-internet mehr...- :p
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 10. Jan 2018, 00:45

Wenn es denn so einfach wäre. Es gibt bei uns in der Nähe einen Anlagen-/Maschinenbauer mit fast 500 Angestellten, der kann nicht einfach so umziehen, das wäre viel zu teuer und ein bürokratischer Alptraum. Bei denen gib es vor Ort gerade mal DSL 3.000. Keine Ahnung, wie groß deren Dateien sind, aber die haben sich im nächsten Ort mit schnellerem Internet (DSL 50.000) ein Büro gemietet und seitdem pendelt da mehrmals täglich ein Kurier mit SSDs hin und her, einfache Strecke 15km.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Mi 10. Jan 2018, 09:29

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jan 2018, 00:45)

Wenn es denn so einfach wäre. Es gibt bei uns in der Nähe einen Anlagen-/Maschinenbauer mit fast 500 Angestellten, der kann nicht einfach so umziehen, das wäre viel zu teuer und ein bürokratischer Alptraum. Bei denen gib es vor Ort gerade mal DSL 3.000. Keine Ahnung, wie groß deren Dateien sind, aber die haben sich im nächsten Ort mit schnellerem Internet (DSL 50.000) ein Büro gemietet und seitdem pendelt da mehrmals täglich ein Kurier mit SSDs hin und her, einfache Strecke 15km.


Blöde Frage, die vermutlich des öfteren gestellt wird: Wäre denn eine Richtfunkstrecke zwischen den Orten so teuer in Anschaffung und in Betrieb? Ich denke an mein Haus in Pommern. Mein Router ist mit Richtantenne auf den nächsten größeren Ort ausgerichtet... klappt wunderbar für meine Videoüberwachung mit 4 Kameras. Mehr Bandbreite braucht doch kaum jemand im Büro.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 10. Jan 2018, 10:50

Dazu kann ich dir nichts sagen, damit kenne ich mich nicht aus.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mi 10. Jan 2018, 11:05

Na ja, 3000 MBit/s wie es Tom Bombaldi beschreibt ist in der Tat reichlich knapp. Aber bevor mit dem Gigabit-Ausbau begonnen wird sollte erst einmal dafür gesorgt werden, dass in ländlichen Bereichen eine 16.000er Anbindung garantiert wird. Viele Gewerbetreibende und Industriebetriebe würden gern mit ihren Betrieben aufs Land ziehen, schon allein der Gewerbesteuer und Grundstückspreise wegen. Aber wenn die Infrastruktur nicht stimmt...

@ H2O:
Bei deiner Internetanbindung per Richtfunk wie du es beschreibst gehe ich davon aus, dass du via Handynetz und einem mobilen Hotspot mit Anschluss für eine externe Antenne ins Netz gehst? Aber das ist dann keine Richtfunkstrecke. Mit der zusätzlichen Antenne verstärkst du lediglich das evtl. schwache Empfangssignal vor Ort. So mache ich das, wenn ich im nördlichen Finnland unterwegs bin. Mit einer Festnetzanbindung und einem Router wie der Fritzbox würde das ja nicht klappen. Würde mich schon interessieren, wie du das machst. Für unser Haus in Jütland/Dänemark habe ich eine Satellitenanbindung weil da auch das Handynetz schwach bzw. unzuverlässig ist.
Eine eigene Richtfunkstrecke zum Antennenmast des Hauptverteilers ist eine sehr teure Angelegenheit. Zudem verfügt nicht jeder Hauptverteiler auch über einen Antennenmast für den Mobilfunk. Dein Internetanbieter müsste ja eigens für dich eine Richtantenne mit ebenfalls speziell für dich angebundener Hardware installieren.
Ein Campingplatz in der Nähe von unserer dänischen Zweitwohnung hat so etwas. Er verfügt über ca. 20 Hotspots für kostenloses WLAN verteilt über den ganzen Platz. Die vorhandene Telefonleitung packt den Ansturm der Touris in der Saison nicht. Da bricht das Netz zusammen. Dank guter Connection des einen Sohnes des Platzbetreibers zum Netzanbieter wurde da tatsächlich eine private Richtfunkstrecke zum Hauptverteiler installiert, die dann als „Versuchsanlage“ deklariert wurde. Ansonsten wäre die Anlage für einen Privatbetreiber unbezahlbar gewesen.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 10. Jan 2018, 18:40

Manchmal hat man eben das Glück auf seiner Seite - der örtliche Stromanbieter - der ohnedies eine eigenes unabhängiges Glasfasernetz für seine Schaltanlagen betreibt, hat dieses (für einige Millionen) erweitert und an das Internet angebunden. Die Schlafmütze Telekom und all ihre abhängigen Provider schafften teilweise gerade mal ~2 Mbit down und miese 0,4Mbit up - wollten allein für eine "Vorabplanung" von den betroffenen Gemeinden gleich jeweils 1 ... 2 Milliönchen nur für´s Prüfen ohne Zusage und Anrechnungsgarantie.

Das war der Einstieg für den Stromanbieter - die letzte "Meile" also Kupfer - wurde privilegiert von der Telekom angemietet und schon hat nun jeder der es möchte 25 / 10 oder 50 / 10 Mbit. Wer in bestimmten Neubaugebieten baut, kann für einmalig 600 € auch gleich einen Glasfaseranschluss für wahlweise 100 oder 200 Mbit buchen.

Wer den Strom (das größere Geschäft) weiter von denen bezieht, bekommt pro Monat die Chose 6 € billiger (immerhin 72 €/a)

Als anfangs das ganze Geschäft in Schwung kam, reichte für kurze Zeit die Verbindungsbandbreite in dieses WAN nicht mehr aus. Das wurde schnell durch eine weitere Anbindung (Ring-Einspeisung) ans WWW behoben. So freuen sich die User über gemessenen ~52 Mbit down und ~11Mbit up ohne Ausfälle seit mehr als einem Jahr....

Das könnten andere im Land sicher auch - kommt eben darauf an, wer da am anderen Ende schaltet und waltet....

Was den "Richtfunk" angeht - einfach mal unter YouTube suchen - für "WLAN-Richtfunk" gibt es da einige sehr interessante Konzepte. Da werden die seltsamsten Alltagsgegenstände zu Antennen umfunktioniert - auch SAT-Antennen mit einem entsprechenden WLAN-Stick (der sonst als Empfänger am den PC dient) können ordentlich und gerichtet "Energie einsammeln". Nicht alles was gut wäre gibt es fertig zu kaufen ....
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon H2O » Mi 10. Jan 2018, 18:58

Raskolnikof hat geschrieben:(10 Jan 2018, 11:05)

Na ja, 3000 MBit/s wie es Tom Bombaldi beschreibt ist in der Tat reichlich knapp. Aber bevor mit dem Gigabit-Ausbau begonnen wird sollte erst einmal dafür gesorgt werden, dass in ländlichen Bereichen eine 16.000er Anbindung garantiert wird. Viele Gewerbetreibende und Industriebetriebe würden gern mit ihren Betrieben aufs Land ziehen, schon allein der Gewerbesteuer und Grundstückspreise wegen. Aber wenn die Infrastruktur nicht stimmt...

@ H2O:
Bei deiner Internetanbindung per Richtfunk wie du es beschreibst gehe ich davon aus, dass du via Handynetz und einem mobilen Hotspot mit Anschluss für eine externe Antenne ins Netz gehst? Aber das ist dann keine Richtfunkstrecke. Mit der zusätzlichen Antenne verstärkst du lediglich das evtl. schwache Empfangssignal vor Ort. So mache ich das, wenn ich im nördlichen Finnland unterwegs bin. Mit einer Festnetzanbindung und einem Router wie der Fritzbox würde das ja nicht klappen. Würde mich schon interessieren, wie du das machst. Für unser Haus in Jütland/Dänemark habe ich eine Satellitenanbindung weil da auch das Handynetz schwach bzw. unzuverlässig ist.
Eine eigene Richtfunkstrecke zum Antennenmast des Hauptverteilers ist eine sehr teure Angelegenheit. Zudem verfügt nicht jeder Hauptverteiler auch über einen Antennenmast für den Mobilfunk. Dein Internetanbieter müsste ja eigens für dich eine Richtantenne mit ebenfalls speziell für dich angebundener Hardware installieren.
Ein Campingplatz in der Nähe von unserer dänischen Zweitwohnung hat so etwas. Er verfügt über ca. 20 Hotspots für kostenloses WLAN verteilt über den ganzen Platz. Die vorhandene Telefonleitung packt den Ansturm der Touris in der Saison nicht. Da bricht das Netz zusammen. Dank guter Connection des einen Sohnes des Platzbetreibers zum Netzanbieter wurde da tatsächlich eine private Richtfunkstrecke zum Hauptverteiler installiert, die dann als „Versuchsanlage“ deklariert wurde. Ansonsten wäre die Anlage für einen Privatbetreiber unbezahlbar gewesen.


Nein, es scheint mir, daß die Yagi-Antenne auf einen Funkmast gerichtet ist, der in Kamień Pomorski für die Versorgung des Umlands mit Internet sorgt. Anfänglich hatte ich einen mobilen Empfänger, den ich wie einen Router mit bis zu 4 WLAN-Anschlüssen nutzen konnte. Aber in meinem Stahlbau (Bio-Solar-Haus der älteren Bauweise) war der Empfang zu schwach und vermutlich im Sendebetrieb die Bandbreite zu gering (4 Video-Kameras, Fernbedienung). Da hat eine externe Antenne an einem speziellen HUAWEI-Router die Sache gängig gemacht.

Ich vermute jetzt erst einmal, daß mein Router mit einem LTE-Mast 4G verbunden ist, also Mobilfunk der polnischen t-mobile. Funktioniert ganz gut; der Router schwächelt nach einigen Wochen Dauerbetrieb. Video ok, Kommandos und Heizungsmonitor tot. Nach Neustart geht der Router wieder einige Wochen.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Mi 21. Mär 2018, 15:41

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jan 2018, 00:45)

Wenn es denn so einfach wäre. Es gibt bei uns in der Nähe einen Anlagen-/Maschinenbauer mit fast 500 Angestellten, der kann nicht einfach so umziehen, das wäre viel zu teuer und ein bürokratischer Alptraum. Bei denen gib es vor Ort gerade mal DSL 3.000. Keine Ahnung, wie groß deren Dateien sind, aber die haben sich im nächsten Ort mit schnellerem Internet (DSL 50.000) ein Büro gemietet und seitdem pendelt da mehrmals täglich ein Kurier mit SSDs hin und her, einfache Strecke 15km.

Das verstehe ich nun überhaupt nicht. Wozu gibt es Internet via Satellit, beispielsweise bei Sky DSL? Aus Kostengründen ist die Technik nicht sehr verbreitet oder sogar unbekannt. Wer aber vom schnellen Internet nicht profitiert aber es z.B. aus beruflichen Gründen benötigt hat da doch eine recht gute Alternative. Ich nutze die Technik in unserem Haus im nördlichen Jütland selbst auch. Das Haus meiner verstorbenen Schwiegereltern liegt fernab der mit Internet und LTE gut versorgten Urlauberregionen an der Nord- oder Ostsee.

Es gibt verschiedene Anbieter von Satelliten-DSL. Bei Sky DSL belaufen sich die monatlichen Kosten für eine Anbindung mit 24 MBit/s down und 2 MBit/s up auf 49,90 Euro (Flat). Für einen Aufpreis von 19,90 Euro/Monat gibts 30/6 MBit/s. Bei anderen Anbietern kann man die letztgenannte, schnelle Version noch preiswerter haben (39,90 Euro), dann aber bei einem max. monatl. Download-Volumen von 69 GB).
Sicherlich ist das nicht gerade billig aber auch nicht astronomisch teuer. Aber wenn ein Unternehmer auf flottes Internet angewiesen ist dann ist doch die Satellitenlösung das Ei des Kolumbus und steht kostenmäßig überhaupt nicht im Verhältnis zu der Anmietung eines Büros im Nachbarort nur wegen des dort verfügbaren schnelleren Internets ganz zu schweigen von einem Wechsel des Firmensitzes an einen anderen Ort.

Ich denke, dass bei dem von Tom Bombaldi angeführten Beispiel andere Gründe für die Anmietung eines Büros im Nachbarort eine Rolle spielten.
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Re: Mobiles Internet: Deutschland = Entwicklungsland

Beitragvon Raskolnikof » Fr 7. Sep 2018, 09:48

So, ich komme gerade aus meiner „zweiten Heimat“ Finnland zurück und zwar aus der dortigen Provinz, wo sich sprichwörtlich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
Worüber ich staune: Die mobile Netzversorgung /Infrastruktur wird dort von Jahr zu Jahr besser. Das Festnetz hingegen gerät geradezu in Vergessenheit und wird nur noch in den größeren Städten gepflegt quasi zur Sicherheit bei Behörden, Universitäten, Krankenhäusern etc. Im privaten Bereich nutzt kaum noch jemand das Festnetz weil entweder zu lahm oder gar nicht (mehr) vorhanden.

Als die Finnen vor Jahren vor der Frage standen, im ganzen Land das alte analoge Telefonnetz für das schnellere Internet (DSL) aufzurüsten hat man einfach das Kabel vergessen. Glasfaser ist für die Finnen Technik von gestern. Und so sieht man in ländlichen Gegenden heute häufig hölzerne Telegrafenmasten ohne oder mit herabbaumelnden Telefonleitungen.

Stattdessen wurde in Finnland ein geradezu gigantisches Mobilfunknetz errichtet, welches auch die einsamsten Gegenden des Landes mit Telefon und schnellem Internet versorgt. Gewisse Lücken gibt es noch z.B. im russischen Grenzgebiet Nordkareliens oder im nördlichen Finnisch-Lappland. Aber wer will schon mit einem Elch telefonieren? Aber auch das kommt. Die finnische Regierung hat versprochen, auch die allerletzten Löcher im finnischen Outback zu stopfen.

Anders als in Deutschland kocht in Finnland nicht jeder Netzanbieter sein eigenes Süppchen. Stattdessen wurden und werden weiterhin im ganzen Land große Mobilfunkmasten errichtet, die alle einschließlich der Antennen vollkommen identisch aussehen. Anscheinend werden die nach einem Standard in großer Serie produziert und errichtet.
Die einzelnen Netzanbieter haben nun die Möglichkeit, sich bei den einzelnen Verteilern mit unterschiedlichen Leistungen einzukaufen. Und so kommt es, dass z.B. Anbieter A an einem bestimmten Standort 3G anbieten kann, Anbieter B 4G und Anbieter C 3 und 4G, obwohl alle drei Anbieter dieselben Antennen nutzen. So hat jeder Kunde die Möglichkeit, sich je nach Anspruch und Geldbeutel seine Internetkonnektivität einzukaufen.

Das tolle dabei ist, dass diese Mobilfunktechnik in einem ansonsten teuren Land im Vergleich zu Deutschland preisgünstig ist. So habe ich für eine 4G SIM-Karte mit Internet-Flat und vier Wochen Laufzeit von Telia in diesem Sommer 17,95 Euro bezahlt. Diese lässt sich problemlos online jederzeit verlängern. Ich habe an verschieden Standorten immer mal einen Speedtest am Laptop vorgenommen. Dabei erzielte ich immer eine Downloadgeschwindigkeit zwischen 40 und 50 MB/s, manchmal auch noch mehr.
Und so war deutsches Fernsehen über Magine TV in HD-Qualität oder Videotelefonie via WhatsApp kein Problem, und das non limit.
Frage: Warum geht das nicht in Deutschland? Warum setzt man hier auf eine Technik (Glasfaser) die in Finnland und vielleicht auch anderswo belächelt wird? Soll mit dem Glasfaserausbau die Tiefbauindustrie gefördert werden, die tausende von Kilometern Gräben für das Kabel ausbuddeln muss? Es liegen schließlich nicht überall Leerrohre.

Mir scheint, dass Deutschland den Anschluss im Bereich der modernen Telekommunikation verliert. Mit den Versprechungen (Netzausbau-Offensive von Telekom und Vodafone) haben wir zunächst einmal nichts. Wenn die ihre Hausarbeit erledigt haben hinken wir mit Sicherheit wieder dem europäischen Standard hinterher.
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.

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