Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

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syna
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon syna » Fr 16. Jun 2017, 14:22

H2O hat geschrieben:(16 Jun 2017, 15:13)

Dann verstehen Sie sicher auch diese Grundhaltung: Wenn alle Leute um mich herum wissen, wann ich das Zeitliche gesegnet haben werde, dann spiele ich diesen Neunmalklugen einen fürchterlichen Streich, indem ich ganz einfach früher ablebe, oder die gegebene Zeitmarke weit überschreite. Auf meiner Totenmaske wird sich ein spöttisches Grinsen nicht unterdrücken lassen.


Sehr schön! :D
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Zinnamon
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon Zinnamon » Fr 16. Jun 2017, 15:54

H2O hat geschrieben:(16 Jun 2017, 15:13)

Dann verstehen Sie sicher auch diese Grundhaltung: Wenn alle Leute um mich herum wissen, wann ich das Zeitliche gesegnet haben werde, dann spiele ich diesen Neunmalklugen einen fürchterlichen Streich, indem ich ganz einfach früher ablebe, oder die gegebene Zeitmarke weit überschreite. Auf meiner Totenmaske wird sich ein spöttisches Grinsen nicht unterdrücken lassen.


Genau so schätze ich das auch ein. Die Medizin ist das einzige Feld, dass mir bekannt ist, in dem "Wunder" an der Tagesordnung sind. Es ist alltäglich, dass auch die Lebensdauer von Patienten, die minutiös und ständig aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung untersucht werden, deutlich von der Prognose der Ärzte abweicht. Da wird überlebt, was nach menschlichem Ermessen nicht oder nicht so lange überlebt werden kann. Umgekehrt gibt es zb extrem aggressive Krebserkrankungen, die wenn sie "erst" therapiert werden, wenn Symptome auftreten binnen Monaten zum Tod führen. Mir sind mehrere Fälle bekannt, wo bereits zwei Mal bereits zwei Monate nach der Diagnosestellung Schicht im Schacht war, und zwar im persönlichen Umfeld. So selten kann es also nicht sein.
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H2O
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon H2O » Fr 16. Jun 2017, 16:52

Zinnamon hat geschrieben:(16 Jun 2017, 16:54)

Genau so schätze ich das auch ein. Die Medizin ist das einzige Feld, dass mir bekannt ist, in dem "Wunder" an der Tagesordnung sind. Es ist alltäglich, dass auch die Lebensdauer von Patienten, die minutiös und ständig aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung untersucht werden, deutlich von der Prognose der Ärzte abweicht. Da wird überlebt, was nach menschlichem Ermessen nicht oder nicht so lange überlebt werden kann. Umgekehrt gibt es zb extrem aggressive Krebserkrankungen, die wenn sie "erst" therapiert werden, wenn Symptome auftreten binnen Monaten zum Tod führen. Mir sind mehrere Fälle bekannt, wo bereits zwei Mal bereits zwei Monate nach der Diagnosestellung Schicht im Schacht war, und zwar im persönlichen Umfeld. So selten kann es also nicht sein.


Also, ich glaube schon an wachsendeGenauigkeit in solchen Vorhersagen; kennen wir ja auch bei Wettervorhersagen. Die sind schon erstaunlich besser geworden als mir das in Erinnerung ist aus den 1950er Jahren. Die Wissenschaft macht's möglich. Dennoch gibt es auch heute immer wieder angenehme oder unangenehme Überraschungen mit der Wetterentwicklung, eben trotz aller Wissenschaft. So schätze ich auch die möglichen Fortschritte der Fachgebiete der Medizin ein, was Vorhersagen unserer Lebensspanne betrifft: Ein statistischer Mittelwert, dessen Streuung sich bis auf einen unbeherrschbaren Rest einschnüren läßt. Als Einzelwesen haben wir praktisch nichts davon; eine Versicherungsgesellschaft mit Millionen Mitgliedern aber schon, wenn sie ihre Risiken abschätzt.

Also lebe ich als Einzelwesen voller Zuversicht meinen Tag und meine Jahre... und irgendwann war's köstlich gewesen. Ich kann dem gelassen entgegen sehen; ich habe getan, was ich konnte und auch was ich wollte. Soll ich mich also über mein zeitlich sichereres Ableben aufregen? Das Ableben war doch seit biblischen Zeiten auch klar und ist bei aller Wissenschaftlichkeit so nicht klarer geworden.
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon Maikel » Fr 16. Jun 2017, 17:49

Sozialdemokrat hat geschrieben:(16 Jun 2017, 09:28)

"Die Zweige der Sozialversicherungen können nur eingeschränkt zu den Versicherungen gezählt werden, da es sich nur um umlagefinanzierte (Umlageverfahren) staatlich organisierte Pflichtversicherungen handelt. Zudem werden in der gesetzlichen Rentenversicherung die Beiträge nicht unter den Leistungsberechtigten umgelegt, sondern von einer Generation für die andere erbracht (Generationenvertrag). Sie bildet keine Rückstellungen, sondern finanziert sich aus den laufenden Einnahmen und ist damit nicht demographiefest."
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Versicherung_(Kollektiv)

"eingeschränkt" heißt aber, daß sie trotzdem zu den Versicherungen zählt.

Die Kfz-Haftpflicht legt meine Beiträge auch nicht zurück, bis sie das Geld braucht, um einen von mir verschuldeten Unfall zu bezahlen. Von den Beiträgen, die ich aktuell zahle, werden die Unfallkosten anderer beglichen.
Das ist nun mal typisch für Versicherungen.
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon Sozialdemokrat » Fr 16. Jun 2017, 18:44

Maikel hat geschrieben:(16 Jun 2017, 18:49)

"eingeschränkt" heißt aber, daß sie trotzdem zu den Versicherungen zählt.

Die Kfz-Haftpflicht legt meine Beiträge auch nicht zurück, bis sie das Geld braucht, um einen von mir verschuldeten Unfall zu bezahlen. Von den Beiträgen, die ich aktuell zahle, werden die Unfallkosten anderer beglichen.
Das ist nun mal typisch für Versicherungen.

Beamte kriegen eine Pension. Ist das auch eine Versicherung?
Die Balkanroute ist nicht ganz dicht.
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon syna » So 18. Jun 2017, 20:47

Zinnamon hat geschrieben:(16 Jun 2017, 16:54)
Umgekehrt gibt es zb extrem aggressive Krebserkrankungen, die wenn sie "erst" therapiert werden, wenn Symptome auftreten binnen Monaten zum Tod führen. Mir sind mehrere Fälle bekannt, wo bereits zwei Mal bereits zwei Monate nach der Diagnosestellung Schicht im Schacht war, und zwar im persönlichen Umfeld. So selten kann es also nicht sein.

Oops, das ist sehr tragisch. Insbesondere wenn ein fortgeschrittener
Krebs spät entdeckt wird, ist leider die Prognose sehr schlecht. Man fühlt sich dann
als Angehörige, Arzt oder Lebenspartner ohnmächtig und hilflos.

Solche speziellen Fälle, bei denen dann relativ gut der Todeszeitpunkt angegeben
werden kann, sind aber hier nicht das Thema.


Zinnamon hat geschrieben:(16 Jun 2017, 16:54)
Genau so schätze ich das auch ein. Die Medizin ist das einzige Feld, dass mir bekannt ist, in dem "Wunder" an der Tagesordnung sind. Es ist alltäglich, dass auch die Lebensdauer von Patienten, die minutiös und ständig aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung untersucht werden, deutlich von der Prognose der Ärzte abweicht. Da wird überlebt, was nach menschlichem Ermessen nicht oder nicht so lange überlebt werden kann.

Ja, das ist zur Zeit im Medizinbetrieb so.

Aber hier geht es um etwas ganz anderes: Mit Hilfe von zwei Dingen,
nämlich:

1. Neuartiger umfassender Datenerhebung zu allen
Bio-Daten eines Menschen

2. Neuartiger KI-Algorithmen, die die vielen Bio-Daten
eines Menschen intelligent (neuronal) auswerten

wird es in naher Zukunft möglich sein, das Todesjahr eines jeden
Menschen ziemlich genau (also mit geringer Irrtumswahrscheinlichkeit!)
vorherzusagen.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

So eine Vorhersage hat aber einige verflixte Konsequenzen für unser
aller Alltagsleben: Was wird Deine Lebensversicherung Dir anbieten,
wenn sie Dein Todesjahr kennt? Wie wird Dein juristischer Gegner
vorgehen, wenn er Dein Todesjahr kennt? Er braucht ja vielleicht den
Prozess nur entsprechend hinauszögern .. usw. etc.

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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 28. Jun 2017, 14:19

syna hat geschrieben:(16 Jun 2017, 08:29)

Auf jeden Fall! Wenn Du also 51 wirst, wirst Du hingerichtet.
Das ist die schlechte Nachricht.

Aber die gute ist: Du kannst dann die Art der Hinrichtung selbst
wählen: Erschießen, Erhängen, Elektrisch, Gift oder von
der Klippe stürzen.

:D :D :D

Nope. Es gibt nur die Erneuerung...
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mi 28. Jun 2017, 15:07

Sozialdemokrat hat geschrieben:(15 Jun 2017, 21:27)

Beamte sind natürlich bessere und wichtigere Menschen. Darum kriegen sie eine Pension.


nun, wenn der Staat während der Beschäftigungsphase schon nicht für eine üppige Bezahlung sorgt, dann muss er es halt woanders wettmachen, z.B. eben durch Unkündbarkeit oder eben eine gute Altervorsorge.
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon John Galt » Mi 28. Jun 2017, 15:22

Selbständig machen und Kredite ohne Ende aufnehmen.
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon Sozialdemokrat » Fr 30. Jun 2017, 12:58

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(28 Jun 2017, 16:07)

nun, wenn der Staat während der Beschäftigungsphase schon nicht für eine üppige Bezahlung sorgt, dann muss er es halt woanders wettmachen, z.B. eben durch Unkündbarkeit oder eben eine gute Altervorsorge.

So ist es. Beamte sind bessere Menschen.
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 30. Jun 2017, 14:48

syna hat geschrieben:(15 Jun 2017, 12:00)


======= Frage: =======

"Warum bezahle ich Rentenversicherung, wenn der Computer ohnehin
sagt, dass ich mit 50 sterbe?"

Das wird in Zukunft eine zentrale Frage sein - und viele werden sich
weigern, in die Rentenversicherung einzuzahlen.

-------------------------------------------------------------------------------------
Was ist der Hintergrund?
-------------------------------------------------------------------------------------

Die Kosten im Gesundheitssystem steigen - wie alle wissen - ja immer
stärker. Deshalb ist ja auch der Beitragssatz immer gesiegen.

Um diesem Kostenanstieg entgegenzuwirken, sucht man nach immer
intelligenteren Systemen, die Ärzte befähigen, "bessere" Entscheidungen
zu treffen - und so die Kosten zu senken.

Es geht dabei um die Frage der Reihenfolge der Operationen,
um die Vergabe von Organen und um die Einschätzung, ob eine
Behandlung erfolgversprechend ist oder nicht. Sogenannte "Deep-
Learning-Systeme" könnten solche Entscheidungen verbessern.

Wenn man z.B. weiß, dass ein Patient so oder so nur noch einige
Wochen lebt, dann wird man eine langwierige Operation vermeiden, weil
sie keine wirkliche Verbesserung der Situation mehr bringen kann.
Deshalb werden Lebensprognosen von solchen "Deep-Learning-
Systeme" immer wichtiger und entscheidender.

Die Zeitschrift Nature hat so ein "Deep-Learning-System" im Bereich
der Radiologie gerade vorgestellt: Klick hier.

-------------------------------------------------------------------------------------

In Zukunft wird es noch viel genauere "Deep-Learning-Systeme" geben,
Systeme, die nicht auf Bilder beschränkt sind, sondern die aus
allgemeinen Lebensdaten ungefähr den Todeszeitpunkt vorhersagen
können.

Das Problem 1: Wenn wir unsere Daten, etwa unseren ungefähren
Todeszeitpunkt kennen, wir würden wir unser Leben dann ändern?
Würde jemand, der weiß, dass er mit 50 sterben wird, überhaupt in die
Rentenversicherung einzahlen?

Das Problem 2: Was passiert, wenn solche "Todeszeitpunktsdaten" in
die Hände des Arbeitgebers oder von Versicherungen oder von
juristischen Gegnern gelangen?

-------------------------------------------------------------------------------------

Ausführlicher hier.


Du machst da gleich einge falsche Grundannahmen

1.Computer können nur Grundannahmen machen die auf dem zur Zeit der Diagnose gültigem Wissen basieren. Der medizinische Fortschritt macht diese Diagnose mit ziemlicher Sicherheit obsolet.

2. Du gehst davon aus das im Gesundheitswesen eingespart wird. Das wird es nicht. Behandlungen und Operationen werden immer öfters gemacht wenn es sich betriebswirtschaftlich rechnet und nicht etwa weil sie nötig sind. Es ist den BWL-Leuten völlig schnuppe du der Patient oder die Gesellschaft profitiert. Die Klinik muß profitieren. Die Shareholder wollen ihre Dividende.

3. Wie ich bereits in Punkt 1 darlegte ist es sehr wahrscheinlich daß die Rente dann doch erreicht wird und wer nichts eingezahlt hat muß dann von der Grundsicherung leben. In der Praxis heißt es dann zumindest in Teilzeit malochen bis nux mehr geht. Das ist einem Onkel von mir schon vor 30 Jahren passiert. Selbstständig - keine Rentenversicherung (war damals möglich) - weiter arbeiten bis 75.

Die Zukunft sieht immer anders aus als man denkt. Mit dem Herzfehler mit dem ich auf die Welt kam hätte ich laut Prognose mit der Diganosetechnik der 60er Jahre höchstens 45 Jahre alt werden können. Dank moderner Technik bin ich 10 Jahre drüber und habe Aussicht 80 zu werden. So schnell ändert sich alles
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon Nathan » Fr 30. Jun 2017, 14:59

syna hat geschrieben:(15 Jun 2017, 12:00)

[color=#800000]
======= Frage: =======

"Warum bezahle ich Rentenversicherung, wenn der Computer ohnehin
sagt, dass ich mit 50 sterbe?"
...

Gute Frage. Hör einfach auf zu arbeiten oder arbeite freiberuflich. Computer wissen heutzutage alles, das ist so und das bleibt so. Das Ende ist nah. Also dann, tschüss schon mal!
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon harry52 » Fr 30. Jun 2017, 15:32

syna hat geschrieben:Auf jeden Fall! Wenn Du also 51 wirst, wirst Du hingerichtet.
Das ist die schlechte Nachricht.

Hier in der EU hat man die Todesstrafe abgeschafft
und wählt einfach keine EU-feindliche linke oder rechte Parteien, dann wird es ziemlich sicher auf lange Zeit keine Todesstrafe geben.

syna hat geschrieben:"Warum bezahle ich Rentenversicherung, wenn der Computer ohnehin
sagt, dass ich mit 50 sterbe?"

Als normaler Arbeitnehmer kannst Du Dich sowieso nicht vor der Rentenversicherung drücken
und es geht ja auch nicht nur um deine Rente. Selbst wenn es mal so einen Computer gibt und der sich tatsächlich nicht irrt, stellt sich doch die Frage:

Willst Du bis zum Alter von 51 in einer Gesellschaft leben, in der die aktuellen Rentner keine Rente bekommen, womöglich dein Opa, Oma, Vater, Mutter, Tanten, Onkel ....?

Ähnliches gilt ja auch für andere Versicherungen.
Wenn Du gesund lebst und laut Computer vermutlich selten krank wirst, willst Du dann keine Krankenversicherung mehr zahlen und alle Kranken im Stich lassen, darunter auch möglicherweise deine Verwandten, Bekannten etc.?

Willst Du so einen Staat?
in denen Kranke, Alte und Arbeitslose ... im Stich gelassen werden. Macht das dein kurzes Leben bis 51 wirklich besser? Eine Mehrheit will den hier nicht und auch da meine Empfehlung. Einfach keine Extremisten wählen. Auch übrigens die nicht, die sich als besonders nett verkaufen. Die das System vielleicht auch durch zuviel kaputt machen.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon Boracay » Fr 30. Jun 2017, 16:25

Sozialdemokrat hat geschrieben:(30 Jun 2017, 13:58)

So ist es. Beamte sind bessere Menschen.


Bessere Menschen aber extrem beschissen bezahlt. Da würd ich nicht mal in die Ecke pissen für den Sold im mittleren Dienst.
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 30. Jun 2017, 17:27

Nathan hat geschrieben:(30 Jun 2017, 15:59)

Gute Frage. Hör einfach auf zu arbeiten oder arbeite freiberuflich. Computer wissen heutzutage alles, das ist so und das bleibt so. Das Ende ist nah. Also dann, tschüss schon mal!


Ja. Alles ist smart. Der Kühlschrank plant für mich. Das Auto fährt für mich. Und der Computer auf der Geburtsstation meldet mich schon mal auf der passenden Schule an und errechnet wann der Sarg geliefert werden muß. Alles smart. Alles online. Wozu eigentlich leben wenn der Computer alles weiß und alles tut?
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon Sozialdemokrat » Fr 30. Jun 2017, 18:14

Boracay hat geschrieben:(30 Jun 2017, 17:25)

Bessere Menschen aber extrem beschissen bezahlt. Da würd ich nicht mal in die Ecke pissen für den Sold im mittleren Dienst.

Weil Du ein sehr wertvoller Zellhaufen bist.
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon Nathan » Fr 30. Jun 2017, 18:53

Alter Stubentiger hat geschrieben:(30 Jun 2017, 18:27)

Ja. Alles ist smart. Der Kühlschrank plant für mich. Das Auto fährt für mich. Und der Computer auf der Geburtsstation meldet mich schon mal auf der passenden Schule an und errechnet wann der Sarg geliefert werden muß. Alles smart. Alles online. Wozu eigentlich leben wenn der Computer alles weiß und alles tut?

Ja, eben. Es gibt eigentlich nur noch zwei sinnvolle Lebensinhalte: Bauer und De-Programmierer.
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon syna » Fr 30. Jun 2017, 20:40

Auf jeden Fall! Wenn Du also 51 wirst, wirst Du hingerichtet.
Das ist die schlechte Nachricht.

harry52 hat geschrieben:(30 Jun 2017, 16:32)
Hier in der EU hat man die Todesstrafe abgeschafft


Uuuups, da bin ich aber beruhigt ** wische Schweiß von der Stirn **.
;)
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon syna » Fr 30. Jun 2017, 20:51

harry52 hat geschrieben:(30 Jun 2017, 16:32)
Als normaler Arbeitnehmer kannst Du Dich sowieso nicht vor der Rentenversicherung drücken
und es geht ja auch nicht nur um deine Rente. Selbst wenn es mal so einen Computer gibt und der sich tatsächlich nicht irrt, stellt sich doch die Frage:

Willst Du bis zum Alter von 51 in einer Gesellschaft leben, in der die aktuellen Rentner keine Rente bekommen, womöglich dein Opa, Oma, Vater, Mutter, Tanten, Onkel ....?

Ähnliches gilt ja auch für andere Versicherungen.
Wenn Du gesund lebst und laut Computer vermutlich selten krank wirst, willst Du dann keine Krankenversicherung mehr zahlen und alle Kranken im Stich lassen, darunter auch möglicherweise deine Verwandten, Bekannten etc.?

Willst Du so einen Staat?
in denen Kranke, Alte und Arbeitslose ... im Stich gelassen werden. Macht das dein kurzes Leben bis 51 wirklich besser? Eine Mehrheit will den hier nicht und auch da meine Empfehlung. Einfach keine Extremisten wählen. Auch übrigens die nicht, die sich als besonders nett verkaufen. Die das System vielleicht auch durch zuviel kaputt machen.


Schöner Beitrag!

Wie Du ja richtig schreibst, ist die "Rentenversicherung" ja gar keine richtige
Versicherung, sondern eine Art "Solidarumlage".

Es werden ja gar keine Beiträge für eine individuelle Person angespart,
um dann später als Vesicherungsleistung wieder ausgezahlt zu werden.
Sondern es werden Beiträge eingezogen, um diese dann aktuell an die
aktuell bestehenden Rentner auszuzahlen. Es ist also eine "Solidar-Umlage".

Aber wenn das so ist: Warum wird die Rentenversicherung dann nicht
umbenannt "Renten-Solidar-Abgabe"? Und warum wird die dann nicht
ähnlich wie Steuern eingezogen?

Wäre das nicht konsequent? Und ehrlicher?
:?:
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Re: Wozu Rente wenn ich mit 50 sterbe?

Beitragvon syna » Fr 30. Jun 2017, 21:02

Alter Stubentiger hat geschrieben:(30 Jun 2017, 18:27)
Ja. Alles ist smart. Der Kühlschrank plant für mich. Das Auto fährt für mich. Und der Computer auf der Geburtsstation meldet mich schon mal auf der passenden Schule an und errechnet wann der Sarg geliefert werden muß. Alles smart. Alles online. Wozu eigentlich leben wenn der Computer alles weiß und alles tut?


Jaja, das klingt alles sehr witzig.
Und der Sarg steht pünktlich zur Verfügung ... :D

Aber stell' Dir vor, einer der großen Player, die das Internet
krakenartig durchziehen (Google, Facebook, Apple) haben
diese Daten von Dir. Ohne dass Du das weißt. Durch jahre-
langes Scannen Deiner Daten weiß er nicht nur, wie Dein
psychologisches Profil aussieht, sondern auch, wann Du
höchstwahrscheinlich stirbst (Du bekommst in diesem
Jahr besonders viele Werbebanner von Bestattungs-
unternehmen eingeblendet).

Solange Du nur in "Friede Freude Eierkuchen" lebst, ist
alles gut, und Du wirst es wohl nie erfahren (außer vielleicht
durch die Werbebanner). Und Deine smarten Gadgets machen
immer alles für Dich.

Sobald Du aber z.B. mit jemanden in Konflikt gerätst,
z.B. mit Deinem Arbeitgeber, oder weil Du Dich
politisch engagierst, oder weil Du einen Rechtsstreit
ausfechten musst, wird's brenzlig.

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