Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

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immernoch_ratlos
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 16. Mai 2017, 11:06

H2O hat geschrieben:Ganz sachlich muß man sich die Frage stellen, warum noch mindestens 20% der Nutzer bei Windows XP geblieben sind, wenn doch die Modernisierung bis Windows 10 so einfach und nahezu kostenlos zu machen ist. Die liebe Gewohnheit... Ich muß diese Frage gottlob nicht beantworten.
Wie überall in diesem Forum werden Sachfragen mit größter Emotionalität "beantwortet".

" bis Windows 10 so einfach und nahezu kostenlos zu machen ist" - ersetze ist durch "war", dann stimmt das. Tatsächlich waren knapp 30.- €uro notwendig um auf WIN 8 umzusteigen. Warum das von Anfang von ganzen Scharen von Experten (solche und solche) mit Vehemenz geradezu "bekämpft" wurde, wollte und will sich mir bis Heute nicht erschließen :rolleyes:

Das XP enthielt jede Menge "alter Zöpfe", praktisch die ganze technische Entwicklung von Hard- und Software seit MS das total zersplitterte Feld der "Konkurrenz" nach und nach in das große Vergessen befördert hatte. Lange hat man so erfolgreich die Hardwareentwicklung halbwegs "abwärts kompatibel" gehalten. Da war eine Schnitt längst überfällig. Wie sehr, kann an den Zwischenstationen und deren "Lebenszeit" abgelesen werden. Ab WIN 8 wurden (nachdem der direkte Vorgänger gescheitert war) neue Wege beschritten. Das muss nun wirklich nicht jedem gefallen. Ganz besonders nicht allen, welche statt sich um ihre jeweiligen eigenen Favoriten zu bemühen, permanent und mit viel Aufwand das beliebte "MS-Bashing" betreiben. Wer da nicht mitmacht, ist klare der böse Feind :thumbup:

Was ein Unsinn. Keines der Mitbewerber hat auch nur annähernd die allgemeine Verbreitung dieses OS gefunden. Was wohl auch mit all den Softsystemen von MS zusammenhängt die es im Hintergrund werkeln. Es gibt eine ganze Reihe von MS-Zetifikaten, welche weltweit einheitlich und damit auch international anerkannt sind. Ein vergleichbares System existiert schlicht nicht. Was sicher nicht verhindert weiter ein "kluger Kopf" im IT Bereich zu bleiben :dead:

Mir ist es schlicht gleichgültig ob jemand nun für "Ubuntu", "Mint" oder was sonst schwärmt. Die hiesigen Kritiker sind selbstverständlich auf allen Systemen auf dem denkbar höchsten Stand und so in der Lage andere Systeme - hier das WIN-10 - in Bausch und Bogen zu verdammen. Das sei ihnen gegönnt :p

Meine bescheidenen Kenntnisse beschränken sich auf die ganze Kette der bisherigen MS-OS und ich bemühe mich Menschen, welche danach fragen zu helfen. Ich behaupte nur, was ich selbst zu leisten in der Lage bin. Eine Selbstbeweihräucherung liegt mir mehr als fern. Meine "Begegnungen" mit unterschiedlichen Linuxderivaten haben mich bisher eben nicht zu einem Wechsel überzeugen können. Wer so sehr auf eine der dortigen OS "schwört", vergisst leider allzuschnell, das er / sie damit bereits deutlich über den Kenntnissen des "ich will halt nur damit arbeiten" User steht. Dieser "Vorsprung" scheint in den meisten Fällen geradezu religiösen Enthusiasmus auszulösen. Wehe, da sagt jemand etwas Gutes über ein anderes System - speziell über MS.

Nichts als ein nutzloser Glaubenskrieg. Alle Systeme haben ihre Vorzüge, aber auch teilweise erhebliche Nachteile. Warum wohl kommt es im professionellen Bereich zu so was : SPON : "Offenes Betriebssystem Linux München schmeißt den Pinguin raus" (15.02.2017) :?:

Inzwischen geht die Entwicklung weiter. Wieder hat MS hier einen professionellen Vorstoß (oder sich angeeignet ?) gemacht - "Cloudbasierte Strukturen" - der / die Nutzergruppen arbeiten über solche Systeme zusammen, Software ist ein Werkzeug, um das sich der einzelne Nutzer nicht mehr kümmern muss. Sicher jetzt kommt sofort der Aufschrei - "Datensicherheit in Cloudsystemen" . Auch typisch, bevor das "Ei" richtig ausgebrütet ist und man das "Küken" oder gar den fertigen Vogel überhaupt sehen kann, steigen die üblichen Bedenkenträger bereits auf die Barrikaden.

Völlig gleichgültig auf welchem Gebiet - Fortschritt - ist der größte Feind für alle, welche sich mühsam einen eigene Standpunkt eingerichtet haben und plötzlich erkennen müsse, da ist etwas Neues, was womöglich vieles von dem erledigt, was manche glauben weiter verteidigen zu müssen.

Das "smarte Telefon" hat ein Linuxbetriebssystem. Der "gewöhnliche User" ist dabei total auf den jeweiligen Hersteller angewiesen. Alles (jedenfalls wenn es läuft), läuft in Bahnen, die Hersteller vorgeben. Inzwischen hat in D so jeder zweite ein solches Gerät. Selbst damit (obwohl der User kaum etwas beitragen kann), kommen viele nur geradeso zurecht. Dabei ist dort kaum eigene Initiative erforderlich. Ein gelenkiger schneller Daumen und gut isses.

Das trifft das Bedürfnis der "Masse" haargenau. Wer will "außer einigen Freaks" (die es selbstverständlich auch dort gibt) mehr, als dies Geräte den User tun lassen :?: Vergleichbar ist das sehr wohl mit all den Anwendern die ein Notebook oder einen PC betreiben. Im geschäftlichen Umfeld (die Masse der Anwender) wird durch Firmen-Admins und oder Dienstleister geregelt was da wie laufen soll. Der "Rest" der eher privaten User hat in sehr vielen Fällen ein sehr "bodennahes" Verhältnis zu seiner Kiste. Wenige, verstehen genug um sich "ihre Kiste" so zurechtzubiegen, wie sie es für richtig halten.

Kritik wie sie hier mit großem Eifer betrieben wird, vermittelt ein völlig verzerrtes Bild. Der großen Masse ist es schei...egal was da auf ihren privaten Kisten läuft, darum kümmern sich - entlang der eigenen Glaubensrichtung - die mehr oder wenige hilfsbereiten Helferlein. Integraler Bestandteil solcher "Hilfe" ist das vernichtende Urteil zu anderen Systemen, zu denen man irgend mal seine Meinung gebildet hat, von dem wie selbstverständlich niemals mehr etwas auch nur im Entferntesten positives kommen kann.

Was meine meine "Kisten" angeht, ich nutze die Dinger nun seit Jahrzehnten sowohl beruflich, als auch privat und komme gut zurecht. Alles - das Wenige - das ich dazu weiß, habe ich mir seit den 80ern nach und nach "nebenher" angeeignet. Mir ist es nun wirklich sche..egal was andere von meiner Vorgehensweise halten - ich komme zurecht - und mit mir, wenigstens zwei Dutzend User, die sich auf meinen bescheidenen Kenntnissen abstützen und das bislang nicht bereuen mussten. Was ich in Sachen "Computerei" noch tue habe ich schon angedeutet. Seit Jahren jedenfalls mehr, als das was die auch so überlegenen Kritiker wohl selbst leisten...

Von dem was Perdedor fragt, habe ich keine Ahnung :mad: - womöglich können das andere - hier zu Trost : Frage an Tante Goggle : "der SMB port 445" mir hilft das manchmal, wenn meine Grundlagen ausreichen um die dortigen Antworten zu verstehen...
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Di 16. Mai 2017, 13:34

    Was meine meine "Kisten" angeht, ich nutze die Dinger nun seit Jahrzehnten sowohl beruflich, als auch privat und komme gut zurecht. Alles - das Wenige - das ich dazu weiß, habe ich mir seit den 80ern nach und nach "nebenher" angeeignet. Mir ist es nun wirklich sche..egal was andere von meiner Vorgehensweise halten - ich komme zurecht - und mit mir, wenigstens zwei Dutzend User, die sich auf meinen bescheidenen Kenntnissen abstützen und das bislang nicht bereuen mussten. Was ich in Sachen "Computerei" noch tue habe ich schon angedeutet. Seit Jahren jedenfalls mehr, als das was die auch so überlegenen Kritiker wohl selbst leisten.

Daran zweifelt doch niemand. Nur gibt es eben auch Nutzer, die aus etlichen guten Gründen mehr als nur diese eine Lösung betrachtet haben, auch aus beruflichen Gründen, und damit urteilsfähig sind. Warum sollte ich nun meine Erfahrungen verschweigen, nur weil Ihre Erfahrungen so gut sind? ;) Also: Ubuntu ist schnieke! :D
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon cosinus » Di 16. Mai 2017, 21:44

immernoch_ratlos hat geschrieben:(16 May 2017, 12:06)

Nichts als ein nutzloser Glaubenskrieg.


Dafür dass es dir angeblich egal wer welches System nutzt schreibst du aber viel zu viel wie eine beleidigte Leberwurst wenn es darum geht, dass man das so tolle Windows kritisiert.

- Windows 8 wurde deutlich kritisiert weil es ein komplett neues Desktopkonzept mit sich brachte (und classicshell war da noch weitgehend unbekannt!)
- richtig ärgerlich wurden die Kritiker weil W8-zertifizierte Hardware UEFI und SecureBoot erfüllen mussten! Das wurde einfach nur als Gängelung betrachtet, einfach nur um alternativen Betriebssystemen das Leben/Booten so schwer wie möglich zu machen
- Windows 10 hat sehr viel Kritik wegen Datenschutz, Cloudmist und nicht mehr wirklich kontrollierbaren Updates geerntet - gleichzeitig kam es einem so vor, als würde Microsoft absichtlich Windows 7 kaputtmachen siehe => http://wu.krelay.de/
- das Zurückrudern der Stadt München, also zurück zu Microsoft, ist an Peinlichkeit tw. nicht zu toppen, weil Windows-User sich nicht umgewöhnen können wurden Fehler wo keine waren dem OS bzw dem Projekt zugeschoben, die Opposition hat ja auch nicht ohne Grund dagegengewettert --> https://heise.de/-3622848 - mit am peinlichesten war da die Politikerin, die sich da miteingemischt hat in die Heise-Diskussion und dann in die Trollwiese verschoben werden musste ( https://www.heise.de/forum/heise-online ... 1487/show/ ) und als Nicht-Fachfrau eine wichtige IT-Entscheidung traf siehe zB https://www.heise.de/forum/heise-online ... 7116/show/

Ich verwende zu Hause Linux weil es einfach funktioniert, mir sehr viel Freiheiten gibt, mich nicht gängelt mit Lizenzschlüsseln und Aktivierungskacke und mich auch nicht mit stundenlangen Updates nervt.
Was man Windows-User da tw. von Microsoft ertragen geht garnicht. Und sag mir nicht ich wüsste nicht wovon ich rede, da ich ja nur ein Linux-User bin. Im Büro bin ich Admin und hab schon Hunderte von Windows-Kisten installiert und gewartet. Windows nervt einfach, allein schon wegen der fehlenden Paketverwaltung. Und sowas wie chocolatey für Windows kommt an apt von Debian/Ubuntu oder pacman von Arch niemals ran. Mal von der Schädlingsanfälligkeit von Windows abgesehen...

Wenn jmd auf Windows angewiesen klar, dann kommt halt nur das in Frage. Ich mag aber weniger Aussagen die sich eher als Ausreden anhören. Wenn einem Windows besser gefällt soll man das auch einfach sagen, genauso wie, dass man (noch) keine Ahnung von Linuxdistros hat aber nicht immer die Schuld auf Linux schieben. Ich weise immer nur sehr gerne auf die vielen Nachteile von Windows hin und sage deswegen: immer Linux einsetzen, nur wenn es sein muss: Windows. Und für Windows gibt es die diese drei Hauptgründe:

1. man hat proprietäre Software, die es nicht für Linux gibt und auch nicht mit wine läuft
2. man ist ein Gamer
3. man hat ultrabrandneue Hardware und es läuft noch garnix mit Linux (ziemlich unwahrscheinlich, eher funktionieren manche Teilfunktionen nur nicht)
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Mi 17. Mai 2017, 06:33

cosinus hat geschrieben:(16 May 2017, 22:44)
...
... für Windows gibt es die diese drei Hauptgründe:

1. man hat proprietäre Software, die es nicht für Linux gibt und auch nicht mit wine läuft
2. man ist ein Gamer
3. man hat ultrabrandneue Hardware und es läuft noch garnix mit Linux (ziemlich unwahrscheinlich, eher funktionieren manche Teilfunktionen nur nicht)


Mir ist (leider) noch ein Grund für den Einsatz von Windows aufgefallen: Technische Installationen... etwa Video-Überwachungen, verlangen fast durchweg eine Windows-Umgebung für ihre Kontroll-SW. Die Bedienoberfläche wird zwar brav auf dem Browser angezeigt, aber kein Bild und kein Ton. So mit Schmerzen gelernt bei 7-Links und NOVUS. Aber auf Android läufts :mad2:

Muß man mit Humor ertragen!

Noch eine Fachfrage: Empfehlen Sie wirklich den Einsatz von Wine? Ich hatte beim Nachlesen den Eindruck, daß dieses Interface für Windows-Programme nicht intensiv weiter entwickelt wurde, nachdem Windows vollständig emuliert werden konnte. Haben Sie Erfahrung mit Wine gemacht?
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon cosinus » Mi 17. Mai 2017, 08:08

Wieso denn diese förmliche Gesieze :?: in Foren duzt man sich doch!

Also, erstmal isses gut, dass dir das einfällt, ich denke man kann aber diese Videoüberwachung mit zu meinem ersten Punkt zählen. Denn das ist ja nix weiter als proprietäre Software die es nur für Windows gibt.

wine kann man verwenden. AFAIK verwenden einige Linuxer gerne IrfanView in Linux mit wine, denn IrfanView gibt es ja nur als windows-binary. Ich hab sogar welche gesehen, die verwenden MS-Office mit wine unter linux :p

Ich selbst hab wine nur gebraucht um mal wieder StarCraft zu zocken. Also den ersten Teil von 1998 meine ich, dafür wollte ich nicht extra ein Windows aufsetzen und inner VM wollte ich das erst garnicht ausprobieren.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Do 8. Jun 2017, 18:15

cosinus hat geschrieben:(17 May 2017, 09:08)

Wieso denn diese förmliche Gesieze :?: in Foren duzt man sich doch!

Also, erstmal isses gut, dass dir das einfällt, ich denke man kann aber diese Videoüberwachung mit zu meinem ersten Punkt zählen. Denn das ist ja nix weiter als proprietäre Software die es nur für Windows gibt.

wine kann man verwenden. AFAIK verwenden einige Linuxer gerne IrfanView in Linux mit wine, denn IrfanView gibt es ja nur als windows-binary. Ich hab sogar welche gesehen, die verwenden MS-Office mit wine unter linux :p

Ich selbst hab wine nur gebraucht um mal wieder StarCraft zu zocken. Also den ersten Teil von 1998 meine ich, dafür wollte ich nicht extra ein Windows aufsetzen und inner VM wollte ich das erst garnicht ausprobieren.


Ach das Siezen ist wie das Duzen erst einmal eine Angewohnheit. IKEA duzt mich immer, wenn die Leute mir etwas verkaufen wollen. Ich selbst benutze im Gespräch mit Unbekannten und Respektspersonen immer das förmliche Sie, das auch ein Ausdruck kontinentaleuropäischer Umgangsformen ist... zumindest in Italien, Frankreich, Deutschland und Polen. Also, nichts für ungut, ich benutze diese altfränkische Anredeform. Ein Fehler ist das ja nicht und eine Beleidigung sicher auch nicht.

Schade, ich hatte gehofft, eine Art Status-Meldung zu WINE zu bekommen... vielleicht sogar eine Ermutigung, damit einmal den Anschluß der Video-Übertragung von NOVUS und 7-Links zu versuchen, ohne daß daraus eine richtige Entwicklungsarbeit entsteht.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Do 8. Jun 2017, 18:39

Eine erste Meldung zum Schutz vor Hackerangriffen im Klartext aus dem Bundesinnenministerium:

http://www.t-online.de/nachrichten/deut ... t-ein.html

Die Weisung ist das klare Eingeständnis, daß der Staat uns nicht gegen diese Bedrohung wirksam schützen kann; daß also Unternehmen künftig nachweisen müssen, daß sie wenigstens den Stand der Technik zur Abwehr solcher Zugriffe auf ihren Rechnersystemen arbeiten lassen. Bei Versäumnissen kommt zum angerichteten Schaden durch einen Hackerzugriff auch noch eine Strafe aufgrund ungeschützter Systeme.

Hoffentlich halten sich die Bundestagsabgeordneten und sämtliche Dienststellen des Bundes und der Länder und Kommunen auch daran. Vermutlich wird es Überprüfungen geben müssen, die den Sicherheitsüberprüfungen in geheimhaltungsbedürftigen Bereichen seit "ewigen Zeiten" entsprechen.

Meine private LINUX-Nische ist wirklich kuschelig! :)
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 8. Jun 2017, 20:26

H2O hat geschrieben:(08 Jun 2017, 19:39)

Eine erste Meldung zum Schutz vor Hackerangriffen im Klartext aus dem Bundesinnenministerium:

http://www.t-online.de/nachrichten/deut ... t-ein.html

Die Weisung ist das klare Eingeständnis, daß der Staat uns nicht gegen diese Bedrohung wirksam schützen kann; daß also Unternehmen künftig nachweisen müssen, daß sie wenigstens den Stand der Technik zur Abwehr solcher Zugriffe auf ihren Rechnersystemen arbeiten lassen. Bei Versäumnissen kommt zum angerichteten Schaden durch einen Hackerzugriff auch noch eine Strafe aufgrund ungeschützter Systeme.

Hoffentlich halten sich die Bundestagsabgeordneten und sämtliche Dienststellen des Bundes und der Länder und Kommunen auch daran. Vermutlich wird es Überprüfungen geben müssen, die den Sicherheitsüberprüfungen in geheimhaltungsbedürftigen Bereichen seit "ewigen Zeiten" entsprechen.

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Android = Linux ist auch angreifbar.
Deine Wohlfühloase ist prinzipiell besonders unsicher. Du wirst nur nicht angegriffen weil diese Außenseiter Linuxe/Derivate so gering verbreitet sind. Sobald wie bei Android ein System genügend verbreitet ist kommen auch die Angreifer. Dann lohnt sich die Arbeit der Hacker erst. Und spätestens dann stellt sich die Frage ob genug Manpower deines Linux-Distributors zur Verfügung steht um Sicherheitslücken schnell genug zu schließen.

Man muß außerdem sagen das Windows heute viel sicherer ist als noch vor ein paar Jahren. Was aber nur zum tragen kommt wenn die User ihr System immer auf dem Stand der Technik halten.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Do 8. Jun 2017, 20:39

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Jun 2017, 21:26)

Android = Linux ist auch angreifbar.
Deine Wohlfühloase ist prinzipiell besonders unsicher. Du wirst nur nicht angegriffen weil diese Außenseiter Linuxe/Derivate so gering verbreitet sind. Sobald wie bei Android ein System genügend verbreitet ist kommen auch die Angreifer. Dann lohnt sich die Arbeit der Hacker erst. Und spätestens dann stellt sich die Frage ob genug Manpower deines Linux-Distributors zur Verfügung steht um Sicherheitslücken schnell genug zu schließen.

Man muß außerdem sagen das Windows heute viel sicherer ist als noch vor ein paar Jahren. Was aber nur zum tragen kommt wenn die User ihr System immer auf dem Stand der Technik halten.


Das alles ist mir schon sehr bewußt! Meine Wohlfühloase ist nur deshalb so gemütlich, weil nur vergleichsweise wenige Nutzer diese Oase bewohnen. Die paar "Idealisten" zu ärgern macht einfach keinen Spaß, wenn Milliarden andere Nutzer sich dazu anbieten.

Aber ich meine schon, daß die sehr regelmäßigen Sicherheitsupdates der UBUNTU-Gemeinde doch hohen Schutz bieten... jedenfalls hoch genug, um Hacker nicht in großem Stile an zu locken.

Aber sehr wichtig ist Ihr Hinweis auf Android als Grundlage aller "Nicht-i-phones" und "Nicht-i-pads". Werden Android-Anwender mit dem Problem eigentlich allein gelassen?
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 9. Jun 2017, 10:40

H2O hat geschrieben:(08 Jun 2017, 21:39)

Das alles ist mir schon sehr bewußt! Meine Wohlfühloase ist nur deshalb so gemütlich, weil nur vergleichsweise wenige Nutzer diese Oase bewohnen. Die paar "Idealisten" zu ärgern macht einfach keinen Spaß, wenn Milliarden andere Nutzer sich dazu anbieten.

Aber ich meine schon, daß die sehr regelmäßigen Sicherheitsupdates der UBUNTU-Gemeinde doch hohen Schutz bieten... jedenfalls hoch genug, um Hacker nicht in großem Stile an zu locken.

Aber sehr wichtig ist Ihr Hinweis auf Android als Grundlage aller "Nicht-i-phones" und "Nicht-i-pads". Werden Android-Anwender mit dem Problem eigentlich allein gelassen?


Kann ich nicht sagen. Bin totaler Smartphoneverweigerer. Ic hweiß nur das unsere Chefin betriebsrelevante Bilddaten auf ihrem Betriebs-Smartphone gespeichert hatte.....bis es gestern geklaut wurde. Alles weg. Da schlägt man die Hände über den Kopf zusammen. Wie so viele Firmen hatten wir bis jetzt keinen Backup-Server der automatisch alles speichert. Am besten im RAID-Verbund. Hoffe das ändert sich. Für alle Rechner!
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Fr 9. Jun 2017, 11:51

Alter Stubentiger hat geschrieben:(09 Jun 2017, 11:40)

Kann ich nicht sagen. Bin totaler Smartphoneverweigerer. Ic hweiß nur das unsere Chefin betriebsrelevante Bilddaten auf ihrem Betriebs-Smartphone gespeichert hatte.....bis es gestern geklaut wurde. Alles weg. Da schlägt man die Hände über den Kopf zusammen. Wie so viele Firmen hatten wir bis jetzt keinen Backup-Server der automatisch alles speichert. Am besten im RAID-Verbund. Hoffe das ändert sich. Für alle Rechner!


Das Problem "Diebstahl der Rechner-HW" gibt es in Unternehmen, seit die ersten Taschenrechner eingeführt wurden. Da sind nicht nur Smartphones gefährdet, die aber sicher ihres handlichen Formats wegen ganz besonders begehrt. Das sind ja auch kleine Höllenmaschinen! Die Verlockung ist zu groß, damit mehr zu bearbeiten als bei klarem Verstand getan werden sollte. Motto: Wird schon gut gehen!
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 9. Jun 2017, 16:33

Warum jemand wichtige Daten - Bilder, Dokumente usw. überhaupt als solche mitsichführt, das noch solitär auf einem mobilen Gerät, will sich mir eher nicht erschließen.

Besonders im nicht-privaten Bereich ! Was den Server angeht - der wie verlangt im RAID "X" arbeitet, ist zwar sicher als Speicherort für solche Daten von mehrerer gleichzeitige damit arbeitenden Mitarbeiter geeignet, aber eine "Datensicherung" ist das allein leider nicht. Jedenfalls dann, wenn die Daten "NUR" dort als „Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten (RAID)“ existiert. Das die Daten gegen Ausfall einer oder mehrerer HDD gesichert sind (die sofort ersetzt werden können ohne den Betrieb zu unterbrechen), bedeutet nicht das sie nicht anderweitig, als davon unabhängige Sicherung, nochmal existieren müssen. Wenn davon das "Wohl und Wehe" eines ganzen Betriebs abhängt, sollte - nein muss man eine Firma die das professionell - betreibt damit beauftragen. Der "berüchtigte Neffe" der von dem "Ganzen Computerkram was versteht", wäre nicht der Erste, der das am Ende verkorkst, sodass auch für Fachleute "jede Hilfe zu spät kommt".

Diese Daten müssen mindestens noch einmal - zeitlich unabhängig - wenigstens an einem anderen Ort vorgehalten werden. Verschlüsselt in einer vertraglich zugesicherten dt. "Cloud" ist - bzw. wird zunehmend immer mehr verbreitet. Zum einen sind Firmen schon immer verpflichtet bestimmte Daten für Jahre sicher zu verwahren, daran hat sich seit auch in D, wo Computer inzwischen "nahezu" :? eine Selbstverständlichkeit geworden sind, nichts geändert.

Wenn also inzwischen nicht wenige Privatleute "ihre tatsächlichen Daten (Bilder, Dokumente usw.)" nur zum "Bearbeiten" (ansehen, lesen usw.) "virtuell" auf ihren mobilen Geräten haben, ist das eigentlich für den geschäftlichen Bereich längst ein Muss. Damit etwas "bearbeiten", bedeutet eben nicht, das diese Daten sich quasi physisch auf diesen Geräten befinden müssen.

Was die reichlich vorhandenen Smartphone angeht, jedes dieser Dinger lässt sich nach Verlust komplett löschen bzw. unbrauchbar machen. Eine gute Idee, sofort nach Verlust - gleichgültig ob durch Diebstahl oder "einfach verschludert", zumindest geschäftliche Geräte so "nachzubehandeln".

Was das Thema "Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an" angeht, wer seine Geräte als "Werkzeug" für sein Unternehmen versteht, tut gut daran, sich einer renommierten Firma anzuvertrauen. Wer das "Computern" als Hobby begreift kann alles tun was ihm gerade so einfällt. Wer aber für sein Hobby ein solches Gerät nutzt, der tut ebenfalls gut daran sich entsprechend abzusichern. Auch dort (je nach Hobby) kann es Daten geben, auf die der Betreffende nicht verzichten möchte. Da ist mindest ein "semiprofessioneller" Ansatz anzuraten. Ob das nun der o.g. "Neffe" sein soll, der selbst eher keine wichtigen Daten zu pflegen hat und gern auch mal mit Betriebssystemen herumexperimentiert - sei dahingestellt. Spätestens, wenn in einem solchen Fall dann doch ein Fachmann gern auch Fachfrau "ran soll", zeigt sich wie wichtig ein gebräuchlicher Standard sein kann.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Fr 9. Jun 2017, 17:30

immernoch_ratlos hat geschrieben:(09 Jun 2017, 17:33)

Warum jemand wichtige Daten - Bilder, Dokumente usw. überhaupt als solche mitsichführt, das noch solitär auf einem mobilen Gerät, will sich mir eher nicht erschließen.

Besonders im nicht-privaten Bereich ! Was den Server angeht - der wie verlangt im RAID "X" arbeitet, ist zwar sicher als Speicherort für solche Daten von mehrerer gleichzeitige damit arbeitenden Mitarbeiter geeignet, aber eine "Datensicherung" ist das allein leider nicht. Jedenfalls dann, wenn die Daten "NUR" dort als „Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten (RAID)“ existiert. Das die Daten gegen Ausfall einer oder mehrerer HDD gesichert sind (die sofort ersetzt werden können ohne den Betrieb zu unterbrechen), bedeutet nicht das sie nicht anderweitig, als davon unabhängige Sicherung, nochmal existieren müssen. Wenn davon das "Wohl und Wehe" eines ganzen Betriebs abhängt, sollte - nein muss man eine Firma die das professionell - betreibt damit beauftragen. Der "berüchtigte Neffe" der von dem "Ganzen Computerkram was versteht", wäre nicht der Erste, der das am Ende verkorkst, sodass auch für Fachleute "jede Hilfe zu spät kommt".

Diese Daten müssen mindestens noch einmal - zeitlich unabhängig - wenigstens an einem anderen Ort vorgehalten werden. Verschlüsselt in einer vertraglich zugesicherten dt. "Cloud" ist - bzw. wird zunehmend immer mehr verbreitet. Zum einen sind Firmen schon immer verpflichtet bestimmte Daten für Jahre sicher zu verwahren, daran hat sich seit auch in D, wo Computer inzwischen "nahezu" :? eine Selbstverständlichkeit geworden sind, nichts geändert.

Wenn also inzwischen nicht wenige Privatleute "ihre tatsächlichen Daten (Bilder, Dokumente usw.)" nur zum "Bearbeiten" (ansehen, lesen usw.) "virtuell" auf ihren mobilen Geräten haben, ist das eigentlich für den geschäftlichen Bereich längst ein Muss. Damit etwas "bearbeiten", bedeutet eben nicht, das diese Daten sich quasi physisch auf diesen Geräten befinden müssen.

Was die reichlich vorhandenen Smartphone angeht, jedes dieser Dinger lässt sich nach Verlust komplett löschen bzw. unbrauchbar machen. Eine gute Idee, sofort nach Verlust - gleichgültig ob durch Diebstahl oder "einfach verschludert", zumindest geschäftliche Geräte so "nachzubehandeln".

Was das Thema "Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an" angeht, wer seine Geräte als "Werkzeug" für sein Unternehmen versteht, tut gut daran, sich einer renommierten Firma anzuvertrauen. Wer das "Computern" als Hobby begreift kann alles tun was ihm gerade so einfällt. Wer aber für sein Hobby ein solches Gerät nutzt, der tut ebenfalls gut daran sich entsprechend abzusichern. Auch dort (je nach Hobby) kann es Daten geben, auf die der Betreffende nicht verzichten möchte. Da ist mindest ein "semiprofessioneller" Ansatz anzuraten. Ob das nun der o.g. "Neffe" sein soll, der selbst eher keine wichtigen Daten zu pflegen hat und gern auch mal mit Betriebssystemen herumexperimentiert - sei dahingestellt. Spätestens, wenn in einem solchen Fall dann doch ein Fachmann gern auch Fachfrau "ran soll", zeigt sich wie wichtig ein gebräuchlicher Standard sein kann.


Im Privatbereich kann jeder sich selbst überlegen, wie weit er seine Datensicherung treibt. Meist wird es ja wohl um Familienbilder, Urlaubserinnerungen, und Akten gehen, die man nicht immer wieder braucht, aber doch nicht entsorgen möchte. Die überspielt man auf zwei oder mehr externe USB-Plattenspeicher, die man an verschiedenen Orten verwahrt. Monatlich einmal durchgeführt, und gut ist's.

Einem IT-Profi dürfte fast gleichgültig sein, welches Betriebssystem vor ihm liegt. Mir als Anwender ist meine kleine Insellösung die liebste. Damit habe ich noch nie, nie, nie Ärger gehabt. Es gibt keinen Grund, davon ab zu lassen. Außerdem kann ich bei Rechnerwechsel meine Lieblingssysteme jederzeit selbst aufsetzen. Das lernt man im Laufe der Zeit.

Unabhängigkeit ist immer eine sehr praktische Angelegenheit. Aber daran muß man arbeiten... wie im richtigen Leben auch!
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon cosinus » Fr 16. Jun 2017, 10:33

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Jun 2017, 21:26)

Android = Linux ist auch angreifbar.
Deine Wohlfühloase ist prinzipiell besonders unsicher. Du wirst nur nicht angegriffen weil diese Außenseiter Linuxe/Derivate so gering verbreitet sind. Sobald wie bei Android ein System genügend verbreitet ist kommen auch die Angreifer. Dann lohnt sich die Arbeit der Hacker erst. Und spätestens dann stellt sich die Frage ob genug Manpower deines Linux-Distributors zur Verfügung steht um Sicherheitslücken schnell genug zu schließen.

Man muß außerdem sagen das Windows heute viel sicherer ist als noch vor ein paar Jahren. Was aber nur zum tragen kommt wenn die User ihr System immer auf dem Stand der Technik halten.



War klar, dass jetzt zur Relativierung Android ist Spiel kommt.

Dieser Vergleich passt aber hinten und vorne nicht, Android ist mit "vernünftigen" Desktop- und Server-Distros wie Debian, Ubuntu, Arch und wie sie alle heißen nicht zu vergleichen.

Android ist unsicher, es hat keine Updatemechanismen wie die Beispiel-Distros, die ich eben nannte.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 16. Jun 2017, 14:31

cosinus hat geschrieben:(16 Jun 2017, 11:33)

War klar, dass jetzt zur Relativierung Android ist Spiel kommt.

Dieser Vergleich passt aber hinten und vorne nicht, Android ist mit "vernünftigen" Desktop- und Server-Distros wie Debian, Ubuntu, Arch und wie sie alle heißen nicht zu vergleichen.

Android ist unsicher, es hat keine Updatemechanismen wie die Beispiel-Distros, die ich eben nannte.


Nein. Android ist wie Windows eine Monokultur. Und wie in der Landwirtschaft sind Monokulturen angreifbar weil Schädlinge sich in einem evolutionären Prozess sehr gut auf diese Monokulturen einstellen.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon MoOderSo » Fr 16. Jun 2017, 14:42

Alter Stubentiger hat geschrieben:(16 Jun 2017, 15:31)

Nein. Android ist wie Windows eine Monokultur. Und wie in der Landwirtschaft sind Monokulturen angreifbar weil Schädlinge sich in einem evolutionären Prozess sehr gut auf diese Monokulturen einstellen.

Die Schwäche von Android ist der Updateprozess und nicht die "Monokultur". Ist bei Windows eigentlich genauso wobei dort noch das bescheidene Rechtesystem dazukommt.
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That's me
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon That's me » Fr 16. Jun 2017, 14:53

immernoch_ratlos hat geschrieben:(16 May 2017, 12:06)

Nichts als ein nutzloser Glaubenskrieg. Alle Systeme haben ihre Vorzüge, aber auch teilweise erhebliche Nachteile. Warum wohl kommt es im professionellen Bereich zu so was : SPON : "Offenes Betriebssystem Linux München schmeißt den Pinguin raus" (15.02.2017) :?:

Du musst hier aber auch so ehrlich sein und den wahren Grund nennen!
"Eine einheitliche und komplette Umstellung auf Linux war nie möglich, weil viele sehr spezifische Fachanwendungen in den Referaten Windows erfordern", sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Als Folgen nennt er einen hohen Aufwand und die mangelnde Einheitlichkeit der Softwareausstattung auf den Arbeitsplatzcomputern, "unter der sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Anwenderinnen und Anwender leiden".

Die Regierung vollzieht mal wieder nicht ihre eigenen festgelegten Ziele, dass OpenSource in der Verwaltung der Vozug zu geben ist und ausgebaut werden soll. Dabei sind sie eigentlich an die Empfehlungen des BSI gebunden.
Infos gibt es hier:
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Digit ... _node.html
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Stand ... _node.html
https://www.govdata.de/web/guest/open-government
https://www.govdata.de/web/guest/neues? ... en-source-
https://www.govdata.de/web/guest/neues? ... -angepasst
https://www.cio.bund.de/SharedDocs/Publ ... cationFile
https://de.wikipedia.org/wiki/Open-Sour ... eutschland

Nach wie vor werden als Download nur MS-Formate angeboten (doc. xls) oder Adobe als einziger pdf viewer.
Behörden müssen sich wettbewerbsneutral verhalten. So aber unterstützen sie die Marktmacht von MS. Das ist inakzeptabel.
Es sollte zumindest auf alternative Software hingeweisen werden (alternative pdf vieweri, ods. odt.) und die alternativen Dateiformate von OpenOffice/Libreoffice (welche es ja auch für Win gibt) ebenfalls angeboten werden.
Warum töten wir Menschen die Menschen töten, um den Menschen zu zeigen, dass Töten falsch ist?
Amnesty International.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 16. Jun 2017, 17:08

MoOderSo hat geschrieben:(16 Jun 2017, 15:42)

Die Schwäche von Android ist der Updateprozess und nicht die "Monokultur". Ist bei Windows eigentlich genauso wobei dort noch das bescheidene Rechtesystem dazukommt.


Du musst realisieren daß so komplexe Systeme nie absolut sicher sein können. Und bei einer großen Monokultur sorgt die schiere Zahl der Angreifer dafür das immer wieder erfolgreiche Angriffe erfolgen. Das ist ein grundsätzliches Problem mit dem auch Landwirte oder Ärzte zu tun haben.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon MoOderSo » Sa 17. Jun 2017, 12:03

Ich fahr mein Windows seit Jahrzehnten ohne Schlangenöl und hab mir noch nie was eingefangen. Windows als Ziel ist doch nur interessant, weil damit so unglaublich viele DAUs unterwegs sind, die nie von selbst darauf kommen würden Sicherheitsaktualisierungen zu installieren und jeden Mist anklicken, den man ihnen per Mail schickt. Mit Monokultur hat das wenig zu tun. Die Monokultur hast du bei Linux genauso. Wenn da ein Exploit rauskommt, ist das meist nur eine Frage von Stunden bis ein Metasploit-Plugin fertig ist und lustige Chinesen anfangen Webserver nach der Lücke abzusuchen. Und da ist es meist auch egal ob ich nun mit Debian, RedHat oder Arch unterwegs bin. Die benutzen alle die gleichen libs. Da erfindet keiner den Apache oder was auch immer neu.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Mo 19. Jun 2017, 21:06

MoOderSo hat geschrieben:(17 Jun 2017, 13:03)

Ich fahr mein Windows seit Jahrzehnten ohne Schlangenöl und hab mir noch nie was eingefangen. Windows als Ziel ist doch nur interessant, weil damit so unglaublich viele DAUs unterwegs sind, die nie von selbst darauf kommen würden Sicherheitsaktualisierungen zu installieren und jeden Mist anklicken, den man ihnen per Mail schickt. Mit Monokultur hat das wenig zu tun. Die Monokultur hast du bei Linux genauso. Wenn da ein Exploit rauskommt, ist das meist nur eine Frage von Stunden bis ein Metasploit-Plugin fertig ist und lustige Chinesen anfangen Webserver nach der Lücke abzusuchen. Und da ist es meist auch egal ob ich nun mit Debian, RedHat oder Arch unterwegs bin. Die benutzen alle die gleichen libs. Da erfindet keiner den Apache oder was auch immer neu.


Sind denn meine eigenen stets guten Erfahrungen mit UBUNTU LINUX so wenig wert? Kein Ärger, auch nicht mit "Chinesen", trotz täglicher Nutzung für eine breite Anzahl von Anwendungen. Völlig legal kostenlos für mich. Natürlich sehe ich im Abstand einer Woche nach, ob es (kostenlose) Sicherheitsupdates gibt. Die sind für 5 Jahre versprochen... und läuft. Was soll ich mehr wollen?

Warum ist denn UBUNTU als Server-SW im Hochschulbereich so verbreitet, siehe Beiträge von Schokoschendrewski? Sind unsere Hochschulen denn von allen guten Geistern verlassen, sich auf dieses glatte Eis zu begeben? Liegen diese Server meist stromlos brach, oder machen die doch Tag und Nacht das, wofür sie ausgerüstet wurden?

Ich sage doch gar nicht, daß WINDOWS eine schlechte Wahl ist. Aber eben ein Monopol, mit dem ich möglichst wenig zu tun haben möchte. Gäbe es eine vergleichbare Wahl gegenüber ANDROID für Smartphones, ich wäre aus gleichem Grund sofort dabei. Ich meine, daß die Marktmacht dieser Monopole sehr dringend gebrochen werden muß.
Zuletzt geändert von H2O am Mo 19. Jun 2017, 21:21, insgesamt 1-mal geändert.

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