Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

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Michi
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Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon Michi » Sa 13. Mai 2017, 07:40

https://www.heise.de/newsticker/meldung/WannaCry-Angriff-mit-Ransomware-legt-weltweit-Zehntausende-Rechner-lahm-3713235.html

Der russische Antiviren-Spezialist Kaspersky Lab zählte mehr als 45 000 Angriffe in 74 Ländern, mit einem Schwerpunkt auf Russland. Die Antiviren-Firma Avast wiederum will bereits 75.000 Fälle in 99 Ländern gezählt haben, schwerpunktmäßig in Russland, der Ukraine und Taiwan. Berichten zufolge war unter anderem das russische Innenministerium betroffen mit 1000 befallenen Rechnern.

Weiß jemand, wie diese Schadsoftware verbreitet wird? Typischerweise versuchen die Erpressungstrojaner (Locky und Konsorten) ja, die Opfer zum Ausführen eines Scripts zu überreden, aber diesmal scheint eine Sicherheitslücke im Spiel zu sein.
"When I started studying religions, it became very obvious they were all changing and evolving through history. Increasingly, it started to look like they were made up."
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Re: WannaCry

Beitragvon H2O » Sa 13. Mai 2017, 08:06

Michi hat geschrieben:(13 May 2017, 08:40)

https://www.heise.de/newsticker/meldung/WannaCry-Angriff-mit-Ransomware-legt-weltweit-Zehntausende-Rechner-lahm-3713235.html


Weiß jemand, wie diese Schadsoftware verbreitet wird? Typischerweise versuchen die Erpressungstrojaner (Locky und Konsorten) ja, die Opfer zum Ausführen eines Scripts zu überreden, aber diesmal scheint eine Sicherheitslücke im Spiel zu sein.

Heute früh im Deutschlandfunk von Laien für Laien: In einer Kommunikatiossoftware in Windows gab es eine Möglichkeit, sich dort ein zu hängen und ein Schadprogramm zur Verschlüsselung von Rechnerdateien ein zu schleusen. Die Sicherheitslücke war bekannt; sie wurde mit "Patch" geschlossen und in Updates verbreitet. Mit anderen Worten: Wurstigkeit und Bequemlichkeit machten es möglich, diese Sicherheitslücke weiterhin zu finden und zu nutzen. Und das bei großen Körperschaften, die einen professionellen PC-Dienst beschäftigen! Ein Stück aus dem Tollhaus!
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Re: WannaCry

Beitragvon Audi » Sa 13. Mai 2017, 08:26

Gott sei Dank, dass es Russland hauptsächlich getroffen hat, sonst wäre Russland der Hacker der den Westen zerstören will. SIehe Telekom hack wo man auf Russland gezeigt hat. Am Ende stellte sich ein Brite heraus

Die Methoden werden immer perverser vor allem wenn es Krankenhäuser trifft mit Intensivstationen und Notaufnahmen
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Re: WannaCry

Beitragvon Michi » Sa 13. Mai 2017, 10:56

http://t3n.de/news/wanna-cry-decryptor-822666/
Laut einem Bericht des britischen Guardian wurde die Verbreitung des Angriffs in der Nacht zum Samstag durch die einfache Registrierung einer langen Domain gestoppt, die die Angreifer offenbar absichtlich als „Killswitch“ in die Schadsoftware eingebaut haben. Der Betreiber des Blogs Malware-Tech fand nach eigenen Angaben einen Domainnamen im Code der Schadsoftware und registrierte ihn. Offensichtlich sei die Domain von den Angreifern als eine Art Notbremse für ihre Software gedacht gewesen, erklärte Ryan Kalember von der IT-Sicherheitsfirma Proofpoint dem Guardian am Samstag. Die Registrierung durch Malware-Tech dämmte die Attacke ein, auch wenn sich damit für bereits befallene Rechner nichts änderte.

:thumbup:
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon MoOderSo » Sa 13. Mai 2017, 12:25

Dumm nur wenn das Antivirus-Programm die Domain blockt.
https://blog.fefe.de/?ts=a7e81647
:D
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: WannaCry

Beitragvon Trutznachtigall » Sa 13. Mai 2017, 14:36

H2O hat geschrieben:(13 May 2017, 09:06)

Heute früh im Deutschlandfunk von Laien für Laien: In einer Kommunikatiossoftware in Windows gab es eine Möglichkeit, sich dort ein zu hängen und ein Schadprogramm zur Verschlüsselung von Rechnerdateien ein zu schleusen. Die Sicherheitslücke war bekannt; sie wurde mit "Patch" geschlossen und in Updates verbreitet.

Ich bin eine Unwissende auf dem Gebiet. Daher sehe man mir bitte die folgende Frage nach.
Da sich bei mir Windows 10 ab und an selbst updated (letztes Mal vor 3 oder 4 Tagen): wird dadurch diese Sicherheitslücke geschlossen?
Würde mich freuen, wenn lange Vorträge ausbleiben könnten über warum, weshalb und wieso/wieso nicht.
*******************************************************************************************************
So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. (M.Claudius)
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon cosinus » Sa 13. Mai 2017, 16:30

Selbst alte Windows-Versionen bekommen noch Patches --> https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 13417.html
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 13. Mai 2017, 17:37

Wie von Cosinus verlinkt hier die Antwort "ohne lange Vorträge" - nur ein Hinweis um alle aktuellen Updates zu erhalten : ;)

[WIN-Taste] + [ I ] drücken = "Einstellungen" - dort "Update und Sicherheit" klicken - dann "Nach Updates suchen" klicken und MS erledigte den Rest (hoffentlich) :p

Heise hat geschrieben:Für seine aktuellen Windows-Versionen hatte Microsoft bereits im März Sicherheits-Patches herausgegeben, nachdem bekannt wurde, dass Hacker Angriffswerkzeuge von der NSA erbeutet hatten.

"aktuelle Windows-Version" ist WIN 10

Betreiber andere Versionen :rolleyes: sollten dies tun :

Heise hat geschrieben:Jetzt sind aber auch Updates für Windows XP, Windows 8 und Windows Server 2003 erhältlich, wie aus Microsofts Security Bulletin MS17-010 ersichtlich ist. Alle Windows-Nutzer sollte die jeweiligen Updates umgehend einspielen.


"Microsoft Security Bulletin MS17-010 - Critical" - Security Update for Microsoft Windows SMB Server (4013389) - Published: March 14, 2017 - Version: 1.0
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Re: WannaCry

Beitragvon H2O » Sa 13. Mai 2017, 18:19

Trutznachtigall hat geschrieben:(13 May 2017, 15:36)

Ich bin eine Unwissende auf dem Gebiet. Daher sehe man mir bitte die folgende Frage nach.
Da sich bei mir Windows 10 ab und an selbst updated (letztes Mal vor 3 oder 4 Tagen): wird dadurch diese Sicherheitslücke geschlossen?
Würde mich freuen, wenn lange Vorträge ausbleiben könnten über warum, weshalb und wieso/wieso nicht.


Die automatischen Updates sind in der Windows-Welt ein Mittel, den unbedarften Nutzer vor bekannt gewordenen Sicherheitslücken zu schützen. Dennoch war es lange Zeit sinnvoll, zusätzliche Sicherheitsprogramme zu installieren. Also, sich zurücklehnen und sich der organisierten Sicherheit zu freuen, das ist doch wohl zu leichtsinnig. Meinen Sohn hat "es" mehrfach erwischt, obwohl er als Nutzer von Windows über einige Erfahrung verfügt.

Ihnen zum Trost: Zuletzt hat es sein Tablet zerrissen, das mit Windows gar nichts zu tun hat, sondern mit Android. Es gibt eben keine Liebe unter den Menschen. :)

Für Sie als Windows-Nutzerin gelten vermutlich die Erkenntnisse, die jack000 zu seiner Windows-Installation und dem Windows-eigenen Sicherheitsprogramm Defender eingesammelt hat:

viewtopic.php?f=71&t=63499

Mehr können Sie gar nicht tun. Sie wollen das Produkt ja nutzen und es nicht sicherheitstechnisch weiter entwickeln...

Ärgerlich, aber: "No risk, no fun". Leider!

Ich selbst schütze mich vor ärgerlichen Überraschungen dieser Art durch Nutzung einer weniger verbreiteten Nischen-SW als Betriebsssystem. Der wesentliche Schutz besteht darin, daß die geringe Verbreitung dieser Nischen-SW die Entwicklung von Schadsoftware nicht lohnt: Man kann mit einer darauf gerichteten Schad-SW zu wenige Leute belästigen oder erpressen. Der Preis dafür: Sie müssen sich mit diesem Nischenprodukt befassen und Sie finden Hilfe nicht ganz einfach nebenan. Außerdem deckt das Nischen-Produkt nicht die Funktionsvielfalt ab, die Sie von Windows wie selbstverständlich geliefert bekommen.

Wenn Sie von Ihrem Rechner nicht mehr erwarten als Internet-Browsing, Tele-Banking, e-mail, Bildverarbeitung und Textverarbeitung, dann sind diese Nischenprodukte eine gute Wahl. Ich arbeite seit 2008 damit ohne jedes äußere Problem. Als "Experte" kann man auch mehr erreichen, aber dann wird's knifflig: Finger weg, wenn Sie nicht gerade der Ehrgeiz gepackt haben sollte!

Wenn Sie mehr Einzelheiten benötigen, dann bitte mit PN nachfragen. :)
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon cosinus » Sa 13. Mai 2017, 18:24

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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Sa 13. Mai 2017, 19:07

cosinus hat geschrieben:(13 May 2017, 19:24)

Das Bild ist echt für die Götter

https://1.f.ix.de/scale/geometry/695/q7 ... 6f33e.jpeg


Vor allem hilft das Bild den Nutzern der DB mehr als ein abgeschalteter Bildschirm. :p
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon immernoch_ratlos » So 14. Mai 2017, 09:35

oh Gott wie lange das wieder das dauert - da werkelt wohl wieder einer im Hintergrund herum - wird das Forum schlimmverbessert :?:

Brainiac hat geschrieben:Der Monopolist verbessert sein Produkt. Klar leiden darunter Teilmärkte, die auf die bisherigen Schwächen des Produkts spezialisiert waren. Aber es kann doch nicht richtig sein, das zu verbieten.
Das entspricht auch meiner Auffassung. Der Grund warum man den frühen "Internetexplorer" über recht hohe Strafzahlungen vom System zwangsweise entkoppelt hat, war schlicht der Tatsache geschuldet, der war zu sehr Bestandteil des damaligen Betriebssystems - konnte ohne Zerstörung eben desselben nicht komplett entfernt werden. Damit wollte und konnte MS tatsächlich alle Konkurrenzprodukte mindestens nachhaltig behindern :?

Die Auffassung, das eine Browser lediglich Software ist, welche wie jede andere Software auf dem betreffenden OS funktionieren muss, ist zumindest wenig umstritten. Das ein OS sich selbst gegen Bedrohungen schützen muss, halte ich spätestens seit Ende von dem bislang "haltbarsten" OS des XP für eine Selbstverständlichkeit. Die Zeiten haben sich geändert - das Maß der Bedrohung durch Kriminelle leider ebenfalls. Ich erwarte von einem OS, das es alle Werkzeuge zur "Eigensicherung" bereits beinhaltet. Was seit WIN 8 tatsächlich der Fall ist. Seit Einführung von WIN 8 nutze ich ausschließlich den "Defender" (auf allen eigenen - aber auch auf den vereinseigenen). Alle käuflichen Zusatzeinrichtungen behindern das OS zum Teil erheblich. Wollen vom Käufer solche Software wahrgenommen werden - schließlich soll der auch merken da werkelt etwas für teures Geld. Nicht das in den meisten Fällen der stolze Besitzer versteht was vorgeht - aber ja - eine "Sicherheits-Software", jeder, der neben Hosenträgern auch noch einen Gürtel nutzen möchte, wird ja nicht daran gehindert :thumbup:

Zu einem "rundum sicheren System" gehört mehr, als der direkte Schutz des OS. Ambitionierte Laien (Wissensaneignung ist auch dort möglich) können ihr meist heimisches System weiter härten. Das größte Risiko für ein System ist immer der User. Diese Gefahrenquelle kann leider nur gemildert werden. Auszuschließen geht nur mit einem totalen Nutzungsverbot :rolleyes:

Anders professionell betriebene Anlagen, die wohl immer aus mehreren Systemzugängen für sehr unterschiedliche Usercharakteren bestehen. Da reicht die Skala vom "Voll-DAU" bis hin zum versierten Profianwender. Allesamt menschlich und entsprechend vulnerabel. Das dafür notwendige System ist Sache von Fachleuten, die eben auch unvermeidbar Kosten verursachen. Auch das System selbst, muss permanent an die Bedrohungslage angepasst werden.

Der einsame DAU an seinem PC - Notebook muss soweit das über das Betriebssystem selbst möglich ist, wenigstens ausreichend vor sich selbst geschützt werden. Das kann ein integriertes System wie der "Defender" wohl besser als jede Zusatzsoftware, die ja im Zweifelsfall vom selben User installiert, gewartet und wohl auch verstanden werden muss, den die selbe Software zusätzlich vor genau dieser Person - ihm / ihr selbst schützen können soll :?:

Das ist leider nur mit der "Quadratur des Kreises" vergleichbar. Wer Fragen hat - bin ich nun geschützt ? - oder was ist zu tun ? Doch dabei möglichst nicht von irgendwelchem Fachwissen belästigt werden möchte, ist wohl der typische "Enduser", den / die es so millionenhaft gibt. Diese "Hauptgruppe" benötigt ein OS, welches im größtmöglichen Umfang diese Aufgabe selbst und dann bitte vollautomatisch übernimmt.

"Sonstige Software", für die es ein OS zwangsläufig geben muss, :p sollte keine besondere Nähe zum OS als Vorbedingung erfordern. So kann jeder entscheiden ob er / sie privat "MS-Office" oder stattdessen lieber "LibreOffice" nutzt. Solange solche Formen der Nutzung eines OS nicht vom Hersteller be- bzw. verhindert werden, ist alles in Ordnung.

Das sich MS weltweit durchgesetzt hat, ist in den Anfängen der verschiedenen Ansätze ein funktionierendes Betriebssystem zu etablieren zu finden. Wer darauf verzichten möchte, kann das über zahlreiche durchaus ebenbürtige Betriebssysteme tun. Wer allerdings ungehindert von den technischen Implikationen "nur mit seiner Kiste arbeiten möchte", ist mit MS wohl am allerbesten bedient. Preis für Hardware, Massen an kostenloser Software, scheinen für ein dreistelliges Millionenpublikum ausreichend. Wer das Geld in "Äpfel" anlagen möchte, neigt vermutlich auch zu einem Porsche oder sonst vergleichbaren Fahrzeug. Wer gerne auch am Betriebssystem "herumschraubt", der kann das über jede Menge Linux Derivate tun :dead:

Ein zweites - dann auch mit "monopolistischen" Zügen versehenes weltweit verbreitetes OS wird wohl kaum noch entstehen - ergo, wer PC - Notebook ohne tieferes Wissen in das OS hinein nutzen möchte, ist mit MS doch recht gut bedient. Wer dort vor Überraschungen (nicht Sicherheitsupdates) sicher sein möchte, kann ich nur wärmstens "MS WIN 10" Enterprise empfehlen - läuft stabil und die "Oberflächen" verändern sich nur auf direkten Wunsch des Lizenznehmers und nicht bei den ständigen Neuerungen die den Normalo meist überfordern (was nun wirklich nicht schwierig ist). :cool:

Ich selbst bleibe bei MS, schon weil sich wenigstens ein Dutzend User, wie selbstverständlich an mich wenden, wenn die Kiste wieder mal nicht so will wie der Mensch davor glaubt, das "sie" auf ihn / sie reagieren müsste. Mit Sicherheit ging da stets ein "Eingriff" voraus, einfach mal eine der zahlreichen "Rädchen drehen" und nix geht mehr. Als Mitglied eines Computerclubs stehen mir auch alle anderen Betriebssysteme zur Verfügung, auch Menschen, die deutlich mehr als ich davon verstehen - nur für MS muss ich leider immer den "Spezialisten" geben - wohl eher weil das oft mit viel Arbeit und Zeit verbunden ist und nicht, weil ich so ein toller Profi wäre...
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon cosinus » So 14. Mai 2017, 10:38

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 May 2017, 10:35)Das sich MS weltweit durchgesetzt hat, ist in den Anfängen der verschiedenen Ansätze ein funktionierendes Betriebssystem zu etablieren zu finden.


Das stimmt so nicht ganz. Microsoft hat auch mit vielen dreckigen Methoden gearbeitet. Der sog. "Microsoft-Standard" bei Dateiformaten ist da ziemlich beliebt gewesen bei dieser Drecksfirma. Dadurch dass der Internet Explorer direkt bei Windows dabei war und dieser auch so seinen Eigenheiten was die Darstellung von eigentlich standardisiertem HTML-Code betrifft wurde auch viele wieder zu Windows gezwungen. Der Konzern ist der Zerschlagung übrigens nur ganz knapp entkommen! --> https://heise.de/-54532


immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 May 2017, 10:35)
Wer allerdings ungehindert von den technischen Implikationen "nur mit seiner Kiste arbeiten möchte", ist mit MS wohl am allerbesten bedient. Preis für Hardware, Massen an kostenloser Software, scheinen für ein dreistelliges Millionenpublikum ausreichend. Wer das Geld in "Äpfel" anlagen möchte, neigt vermutlich auch zu einem Porsche oder sonst vergleichbaren Fahrzeug. Wer gerne auch am Betriebssystem "herumschraubt", der kann das über jede Menge Linux Derivate tun :dead:


"nur mal eben mit der Kiste arbeiten" stellt sich gerade wenn es eine Windows-Kiste oftmals als falsches Argument heraus. Die Windows-Updates sind oft ein Minenfeld und zeiträuberisch dazu und dann werden dort mit ein paar Ausnahmen wie zB Flash Player und ein paar Treiber nur Microsoft-Produkte aktualisiert. Um jedes einzelne Popelprogramm muss sich der auch sehr oft ahnungslose Anwender selbst kümmern. Dann lungern da uralte Versionen von Firefox, Tunderbird, OpenOffice oder Java RE da rum. :rolleyes:


immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 May 2017, 10:35)Ein zweites - dann auch mit "monopolistischen" Zügen versehenes weltweit verbreitetes OS wird wohl kaum noch entstehen - ergo, wer PC - Notebook ohne tieferes Wissen in das OS hinein nutzen möchte, ist mit MS doch recht gut bedient. Wer dort vor Überraschungen (nicht Sicherheitsupdates) sicher sein möchte, kann ich nur wärmstens "MS WIN 10" Enterprise empfehlen - läuft stabil und die "Oberflächen" verändern sich nur auf direkten Wunsch des Lizenznehmers und nicht bei den ständigen Neuerungen die den Normalo meist überfordern (was nun wirklich nicht schwierig ist). :cool:


Nicht dein Ernst? :?
Windows hat so viele Nachteile, dass ich jmd nur dann empfehle bei Windows zu bleiben, wenn es überhaupt nicht anders geht, weil er Software nutzen muss, die es nur für Windows gibt und zB nicht mit wine läuft.
W10 Enterprise, aber klar sicher doch! Offensichtlich ist dir nicht klar, dass an diese Version nur für Firmenkunden mit schweineteuren Volumenlizenzverträgen rankommen? Wie kann man nur solche Tipps geben?? :?:


immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 May 2017, 10:35)nur für MS muss ich leider immer den "Spezialisten" geben - wohl eher weil das oft mit viel Arbeit und Zeit verbunden ist und nicht, weil ich so ein toller Profi wäre...


Und nun rate mal warum ich Windows nicht mehr empfehle...nicht nur wegen der immensen Arbeit, sondern auch weil man mit einer Linux-Distro sich nicht trocken von hinten fi**en lässt wie es passiert wenn man Windows-User ist. :x
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 15. Mai 2017, 08:00

Könnte es sein, das Du eine persönliche Aversion in Sachen MS hast ? Nicht ungewöhnlich in postfaktischen Zeiten. Es mag ja sein, das Du mit einem Linuxderivat besser zurechtkommst als andere. Es gibt aber durchaus eine weit größere Anzahl Menschen, welche aus praktischen Gründen zu den weitverbreiteten Produkten deines Hassobjekts greifen. Womöglich, weil es vorinstalliert war, weil sie nix anderes kennen (kennen - weil sie nicht bereit sind sich durch das reichliche Angebot zu wühlen, um dann zu erkennen eine bestimmte Software, welche sie benötigen läuft darauf aus Lizenzgründen nicht oder was auch immer). Versuche mal fertige Hardware ohne ein OS zu kaufen - eine Idee, die "normalen Nutzern" eher selten kommt... :rolleyes:

Was Enterprise angeht schreibt Heise :
Für Kunden, die Windows-Editionen brauchen, die außer den nötigen Sicherheits-Updates keine Änderungen erfahren, stellt Microsoft spezielle Editionen bereit: Diese bekommen keine Funktions-Updates wie das gerade erschienene Anniversary-Update. Als Folge ist die Mitte 2015 erschienene LTSB-Version "Windows 10 Enterprise LTSB 2015" immer noch auf dem Stand von damals. Microsoft verspricht die üblichen zehn Jahre Support für diese Edition, also bis 2025.
Was den Preis angeht, ich habe vor kurzem eine 3er Volumenlizenz völlig legal und privat über Amazon für deutlich unter 100 € gekauft und installiert. Eine kurze aktuelle Suche und eine "gebrauchte OEM Microsoft Windows 10 Enterprise (LTSB) 2015 32/64 Bit für 49,95 €" schien zumindest mir dann durchaus bezahlbar.

Auch wenn Dich das nicht betrifft, es könnte ja durchaus sein, das hier Mitglieder von "eingetragenen Vereinen = e.V." mitlesen. MS biete über "Stifter Helfen" die meisten seiner Produkte als Donation an. Darunter auch Windows 10 Enterprise (LTSB). Gegen eine im Preis je nach Produkt unterschiedliche Gebühr vermittelt diese Organisation sog. "IT-Spenden". Wir, als "Computerverein e.V." mussten lediglich unseren Status gegenüber "Stifter Helfen" amtlich beglaubigt nachweisen und können nun auf das gesamte Angebot von mehreren Softwareherstellern zurückgreifen. MS liefert in einem solchen Fall 50 Volumenlizenzen aus, die im Rahmen der Vereinstätigkeit genutzt werden dürfen. Unser Verein ist dabei eher eine Ausnahme, meist sind es Vereine, welche andere Ziele als gerade Computer & Software haben. Für viele solcher Vereine ist die übliche Kaufsoftware oft unerschwinglich. Doch über diesen vollkommen legalen Weg, kann ein als "gemeinnützig" anerkannter Verein seine Kasse entlasten. Bei "Stifter Helfen" wird auch begrenzt Hardware für diesen Kreis angeboten :thumbup:

Was das OS von MS angeht, es lässt sich sich problemlos mit dem selben Schlüssel auf den vereinseigenen Geräten installieren - in der Regel bis zu 50mal. Wo dies nicht ausreicht - es gibt ja auch Hilfsorganisationen mit größerem Bedarf - kann die Anzahl der Lizenzen, problemlos erweitert werden. Die notwendige ISO bekommen Berechtigte von MS direkt per Download. MS "verschweigt" dabei auch nicht den wirtschaftlichen Wert seiner Donation. Uns wurde vermeldet, das die 50 Lizenzen "Windows 10 Enterprise (LTSB) einen Wert von deutlich über 3tausend $ darstellen.

Wenn das die "vereinigten MS Hasser" beruhigt, bei uns ist seit Jahren auf meine Initiative hin, jeder vereinseigene PC mit zwei Wechselrahmen für HD ausgestattet, so das jedes Mitglied entsprechend seinen Neigungen auch jedes andere OS, - auch seine private Software per eigener HD - auf der vereinseigene Hardware nutzen kann. Die "Grundausstattung" ist jedoch eben dieses "Windows 10 Enterprise (LTSB)" mit der üblichen Software - auf Wunsch auch mit MS-Office Pro Version, zu Schulungszwecken. Die meisten Firmen arbeiten eben nach wie vor mit Excel und Word. Während Privatanwender auf das kostenlose LibreOffice zurückgreifen. Soweit mir bekannt, läuft "MS-Office" nicht (jedenfalls nicht direkt) unter Linux. Wir sind seit längerem auch Mitveranstalter der sog. "Linux Presentation Days" der bislang letzte fand am vergangenen Samstag statt. Es kann also durchaus davon ausgegangen werden, ich persönlich stehe allen Systemen ohne allzugroße Vorbehalte gegenüber, bin aber aus eher praktischen Gründen für MS-Produkte in unserem Verein "zuständig"... mit reichlich Beschäftigung :?

Nenn mir ein OS und die darauf laufende Software, welches KEINE Kenntnisse und permanente Beschäftigung mit dessen Feinheiten voraussetzt - gerade Linux gehört gewiss nicht dazu. Überall werden je nach Eigenanspruch Kenntnisse gefordert. Dort wo diese nicht existieren, "lungern da uralte Versionen von Firefox, Tunderbird, OpenOffice oder Java RE da rum" wie Du richtig beschreibst. Das liegt aber nicht an der Boshaftigkeit der Hersteller, sondern an den nichttrivialen Objekten, für die es gleich mehrere Berufsstände gibt :s

Nun meine Empfehlung - wer privat einen PC / Notebook nutzen möchte und dem Smartphone / Tablett warum auch immer nicht ausreichen, sollte sich zuerst über die notwendigen Kenntnisse informieren, die für "nicht oberflächliche Nutzung" nun einmal notwendig sind. Danach wird jedem klar sein, ob er / sie sich intensiv damit beschäftigen möchte oder eben nicht. Alle anderen müssen wohl mit den käuflichen "Standardprodukten" und deren Nachteile leben. Für letztere ist es erfreulich, wenn sie im Bekannten- oder Freundeskreis jemanden haben, der die notwendigen Kenntnisse hat und übernimmt :p

Keine Frage, schon heute kommt keiner der im Berufsleben steht ohne ein "Mindestmaß" an "IT-Kenntnissen" aus. Leider korreliert diese Binsenweisheit noch immer nicht mit dem was Schulen bereits vermitteln müssten. Jeder der sein Smartphone wischen kann, glaubt sich bereits an der Spitze der "Nahrungskette" bzw. die zurückgebliebenen Alten - Eltern - Großeltern schließen das aus dem so professionell erscheinenden Gebrauch dieser Geräte bei ihren lieben Kleinen. Wie die "Realität" aussieht, kann unschwer an den andauernden "Skandalen" abgelesen werden. Das lässt sich ändern, aber eher nicht mit oberflächlicher Kritik am unvermeidlichen Status quo wirtschaftlicher Zusammenhänge.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Mo 15. Mai 2017, 09:09

Ihren kleinen Streit um das bessere Betriebssystem könnten Sie doch ganz leicht beilegen. Offenbar waren aktuelle Installationen in großen Häusern (etwa DB) nicht auf dem seit März bekannten Stand, obwohl doch MS im Hintergrund in den vernetzten Rechnern herumgeistert. Geht mir regelmäßig so, wenn ich sehr selten für eine Videoanwendung einmal wieder Windows 7 auswähle. (Ja, ich soll auf Windows 10 kostenlos umstellen). Da werden jetzt einige Systemadministratoren heftig an den 200.000 befallenen Rechnern herum werkeln!

Wer mit weniger zufrieden ist und sich ansonsten viel Ärger vom Halse halten will, der sollte sich auf UBUNTU Linux verlassen. Einige kleine Dinge sind zu beachten... etwa die Auswahlliste der Notebooks, die sofort mit UBUNTU losschnurren. Diese Angaben findet man mit UbuntuUsers.

Dann zieht man sich mit einem lauffähigen Rechner ein Ubuntu-Abbild ("Image") aus dem Netz auf einen Datenträger... heute wohl ein Memory-Stick, früher eine DVD oder CD... und danach spielt man diese Datei auf das Notebook, wobei noch die größte Hürde die Belegung der Plattenspeicher ist (Partitionierung). Für Otto Normalverbraucher gibt es "Standard". Sicher ist es gut, beim ersten Versuch einen geübten UBUNTU-Kenner zur Seite zu haben. Aber mit etwas Geduld ist man sehr bald selbst dieser "Kenner". Das vermittelt Sicherheit im täglichen Gebrauch zu Hause. Meine Tochter (Krankenschwester) bekommt das auf die Reihe.

Das alles kostenlos und doch sehr vielseitig mit vergleichsweise geringen HW-Anforderungen..

In all den Jahren (so etwa 25 Jahre) der beruflichen Nutzung des Weltstandards bin ich nie ohne Systemadministrator an meine HW heran gegangen. Das war aus guten Gründen ohnehin untersagt! Bei AmigaOS und später UBUNTU mußte ich allein meinen Weg suchen. Man kann sich also ganz gut selbständig machen, ohne der ganz große IT-Fachmann zu sein. Vielleicht geht das inzwischen mit dem Weltstandard auch; aber wozu dahin wechseln angesichts der Horrormeldungen weiter oben?
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Mo 15. Mai 2017, 09:16

H2O hat geschrieben:(15 May 2017, 10:09)

Ihren kleinen Streit um das bessere Betriebssystem könnten Sie doch ganz leicht beilegen. Offenbar waren aktuelle Installationen in großen Häusern (etwa DB) nicht auf dem seit März bekannten Stand, obwohl doch MS im Hintergrund in den vernetzten Rechnern herumgeistert. Geht mir regelmäßig so, wenn ich sehr selten für eine Videoanwendung einmal wieder Windows 7 auswähle. (Ja, ich soll auf Windows 10 kostenlos umstellen). Da werden jetzt einige Systemadministratoren heftig an den 200.000 befallenen Rechnern herum werkeln!

Wer mit weniger zufrieden ist und sich ansonsten viel Ärger vom Halse halten will, der sollte sich auf UBUNTU Linux verlassen. Einige kleine Dinge sind zu beachten... etwa die Auswahlliste der Notebooks, die sofort mit UBUNTU losschnurren. Diese Angaben findet man mit UbuntuUsers.

Dann zieht man sich mit einem lauffähigen Rechner ein Ubuntu-Abbild ("Image") aus dem Netz auf einen Datenträger... heute wohl ein Memory-Stick, früher eine DVD oder CD... und danach spielt man diese Datei auf das Notebook, wobei noch die größte Hürde die Belegung der Plattenspeicher ist (Partitionierung). Für Otto Normalverbraucher gibt es "Standard". Sicher ist es gut, beim ersten Versuch einen geübten UBUNTU-Kenner zur Seite zu haben. Aber mit etwas Geduld ist man sehr bald selbst dieser "Kenner". Das vermittelt Sicherheit im täglichen Gebrauch zu Hause. Meine Tochter (Krankenschwester) bekommt das auf die Reihe.

Das alles kostenlos und doch sehr vielseitig mit vergleichsweise geringen HW-Anforderungen..

In all den Jahren (so etwa 25 Jahre) der beruflichen Nutzung des Weltstandards bin ich nie ohne Systemadministrator an meine HW heran gegangen. Das war aus guten Gründen ohnehin untersagt! Bei AmigaOS und später UBUNTU mußte ich allein meinen Weg suchen. Man kann sich also ganz gut selbständig machen, ohne der ganz große IT-Fachmann zu sein. Vielleicht geht das inzwischen mit dem Weltstandard auch; aber wozu dahin wechseln angesichts der Horrormeldungen weiter oben?

Ein auffälliges Schlaglicht auf diese Lage wirft die Vielzahl an kleinen Untenehmen, die sich auf Installation und Reparatur von Bürorechnern verstehen. Die sind also notwendig, damit die Rechner mitsamt dem Weltstandard nutzbar sind. Bei Ubuntu ist die Nachfrage dann doch zu gering. ;)
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon cosinus » Mo 15. Mai 2017, 10:31

immernoch_ratlos hat geschrieben:(15 May 2017, 09:00)
Womöglich, weil es vorinstalliert war, weil sie nix anderes kennen (kennen - weil sie nicht bereit sind sich durch das reichliche Angebot zu wühlen, um dann zu erkennen eine bestimmte Software, welche sie benötigen läuft darauf aus Lizenzgründen nicht oder was auch immer). Versuche mal fertige Hardware ohne ein OS zu kaufen - eine Idee, die "normalen Nutzern" eher selten kommt... :rolleyes:

Was Enterprise angeht schreibt Heise : Was den Preis angeht, ich habe vor kurzem eine 3er Volumenlizenz völlig legal und privat über Amazon für deutlich unter 100 € gekauft und installiert. Eine kurze aktuelle Suche und eine "gebrauchte OEM Microsoft Windows 10 Enterprise (LTSB) 2015 32/64 Bit für 49,95 €" schien zumindest mir dann durchaus bezahlbar.


Du drehst dir das gerade irgendwie so zurecht wie du es gerade brauchst oder? :?
Erst argumentiertst du gegen Linux, weil der normale Anwender ja nix anderes kann, kennt und will als ein vorinstalliertes Windows.
Wenn es aber um das ENTERPISE Windows 10 geht, dann isses völlig ok, normal und akzeptabel, mal selbst hier und da zu schauen und dann nochmal Kohle auszugeben. Nur damit man ein anderes Windows 10 hat. :?: :x


immernoch_ratlos hat geschrieben:(15 May 2017, 09:00)Nenn mir ein OS und die darauf laufende Software, welches KEINE Kenntnisse und permanente Beschäftigung mit dessen Feinheiten voraussetzt - gerade Linux gehört gewiss nicht dazu. Überall werden je nach Eigenanspruch Kenntnisse gefordert. Dort wo diese nicht existieren, "lungern da uralte Versionen von Firefox, Tunderbird, OpenOffice oder Java RE da rum" wie Du richtig beschreibst. Das liegt aber nicht an der Boshaftigkeit der Hersteller, sondern an den nichttrivialen Objekten, für die es gleich mehrere Berufsstände gibt :s


Nun, dann ist ja die Behauptung, dass Windows per se so viel einfacher sei schlichtweg falsch. Wird trotzdem immer gerne versucht als Argument zu nehmen.
"gearade Linux gehört nicht dazu" - ja wenn du von sowas wie Arch Linux oder Gentoo sprichst. Natürlich ist auch ein Ubuntu oder Mint "ultrakompliziert" wenn man verzweifelt versucht, alle Windows-Gewohnheiten 1:1 auf nen Linux-Desktop anzuwenden.
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H2O
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Mo 15. Mai 2017, 19:03

    Nenn mir ein OS und die darauf laufende Software, welches KEINE Kenntnisse und permanente Beschäftigung mit dessen Feinheiten voraussetzt - gerade Linux gehört gewiss nicht dazu. Überall werden je nach Eigenanspruch Kenntnisse gefordert. Dort wo diese nicht existieren, "lungern da uralte Versionen von Firefox, Tunderbird, OpenOffice oder Java RE da rum" wie Du richtig beschreibst. Das liegt aber nicht an der Boshaftigkeit der Hersteller, sondern an den nichttrivialen Objekten, für die es gleich mehrere Berufsstände gibt :s

Hier mischen sich klare Tatsachen mit Unkenntnis!

Natürlich ist es gut, wenn ein Nutzer Kenntnisse seiner Werkzeuge mitbringt, ob nun Auto oder Rechner. Aber der Zug der Zeit fährt doch so ab, daß Autos in der Werkstatt gewartet und repariert werden, und Rechner eben von Fachfirmen gewartet und erweitert werden können. So manche nützliche Sache können Leute mit Kenntnissen aber auch ganz gut selbst erledigen. Da nehmen sich solche Systeme nicht viel.

Ganz sachlich muß man sich die Frage stellen, warum noch mindestens 20% der Nutzer bei Windows XP geblieben sind, wenn doch die Modernisierung bis Windows 10 so einfach und nahezu kostenlos zu machen ist. Die liebe Gewohnheit... Ich muß diese Frage gottlob nicht beantworten.

Nun zur Unkenntnis:

UBUNTU bietet seit mindestens 10 Jahren eine "selbstspielende Geige" mit seinem Linux-Paket an. Das kann jeder installieren, der die Handhabung von Rechnern kennt... und kostet nichts, Null. Das Linux-Paket enthält Nutzerprogramme, die auf Nutzerprofile abgestimmt als Paket mitgeliefert werden. So auch "Desktop". Wenn man den Ladeprozess hinter sich gebracht hat, dann ist man stolzer Betreiber eines weitgehend einsetzbaren Systems.

Die Pflege des Systems wird durch regelmäßige Aktualisierungen möglich, die der interessierte Nutzer abrufen kann. Sicherheitsaktualisierungen und Fehlerbeseitigung erfassen das gesamte SW-Paket, nicht nur das Betriebssystem. Bei einem interessierten Benutzer "lungern keine uralten Versionen herum". Ein wenig ähnelt das Verhalten nachlässiger Nutzer auch an Leute, die ihr Essgeschirr niemals abwaschen und ihre Gläser nie mehr polieren, in deren Auto der Aschenbecher überquillt. Nun ja, das gibt es wohl. Aber eine Norm ist das sicher nicht.

Ich kann hier nur von UBUNTU sprechen, weil ich nach guten Erfahrungen damit keine Notwendigkeit sehe, davon ab zu lassen. Schließlich ist ein Nutzer kein Forscher zur Bewertung unterschiedlichster Linux-Derivate. Nach meiner Erkenntnis haben Geschmacksfragen zu einer Unzahl von Linux-Derivaten geführt. Leider auch bei UBUNTU. Aber ohne diese unermüdlichen ehrenamtlichen Entwickler gäbe es das UBUNTU-Paket in der vorgefundenen Qualität sicher nicht. Also sei diesen "Individualisten" verziehen.

Wenn die Rechner-HW ausreicht, dann bleibt der abgebrühte Nutzer bei der jeweils aktuellen Long Term Support Grundversion, und er hat damit bis zu 5 Jahre lang ein System, das er selbst nahezu mühelos und vor allem kostenlos auf dem neuestem Stand halten kann. Für Modernisierungsfanatiker steht im Abstand von 2 Jahren eine Neuausgabe zur Verfügung, wodurch sich die sichere Verfügbarkeit erneut um 5 Jahre verlängert. Auch wieder kostenlos für private Nutzer. Für private Nutzer, Schüler und Rentner sind diese Kostenfragen doch von Interesse.

Es kann auch sinnvoll sein, bei einem Versionswechsel nicht mit zu machen, weil vielleicht die Anforderungen an die Rechner-HW damit höher werden, der eigene Rechner aber nicht mehr ausreicht. Dann hat man immer noch 3 Jahre ungetrübte Freude an einem guten und zeitgemäßen System auf dem vorletzten Stand. Und muß natürlich in dieser Zeit auf eine leistungsfähigere HW sparen. Der gewitzte Nutzer sieht sich nach leistungsfähiger HW um, die zum Versionswechsel aktuell war und in 3 Jahren eben Schnee von gestern sein wird. Dann hat er mit der Rechnerleistung voraussichtlich 10 Jahre Ruhe, und muß nur einen erträglichen Preis für gebrauchte HW zahlen.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon Perdedor » Mo 15. Mai 2017, 23:49

Frage an die Experten:
Wenn man
a) keine dubiosen EMail Anhänge öffnet und
b) der SMB port 445 ("EternalBlue exploit") standardmäßig durch die firewall geschlossen ist
kann WannaCry den Rechner nicht infizieren?
Arbeit. Leben. Zukunft.
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon That's me » Di 16. Mai 2017, 10:43

Man sollte halt Linux, statt Windows nutzen :D
Warum töten wir Menschen die Menschen töten, um den Menschen zu zeigen, dass Töten falsch ist?
Amnesty International.

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