Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

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immernoch_ratlos
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 16. Mai 2017, 11:06

H2O hat geschrieben:Ganz sachlich muß man sich die Frage stellen, warum noch mindestens 20% der Nutzer bei Windows XP geblieben sind, wenn doch die Modernisierung bis Windows 10 so einfach und nahezu kostenlos zu machen ist. Die liebe Gewohnheit... Ich muß diese Frage gottlob nicht beantworten.
Wie überall in diesem Forum werden Sachfragen mit größter Emotionalität "beantwortet".

" bis Windows 10 so einfach und nahezu kostenlos zu machen ist" - ersetze ist durch "war", dann stimmt das. Tatsächlich waren knapp 30.- €uro notwendig um auf WIN 8 umzusteigen. Warum das von Anfang von ganzen Scharen von Experten (solche und solche) mit Vehemenz geradezu "bekämpft" wurde, wollte und will sich mir bis Heute nicht erschließen :rolleyes:

Das XP enthielt jede Menge "alter Zöpfe", praktisch die ganze technische Entwicklung von Hard- und Software seit MS das total zersplitterte Feld der "Konkurrenz" nach und nach in das große Vergessen befördert hatte. Lange hat man so erfolgreich die Hardwareentwicklung halbwegs "abwärts kompatibel" gehalten. Da war eine Schnitt längst überfällig. Wie sehr, kann an den Zwischenstationen und deren "Lebenszeit" abgelesen werden. Ab WIN 8 wurden (nachdem der direkte Vorgänger gescheitert war) neue Wege beschritten. Das muss nun wirklich nicht jedem gefallen. Ganz besonders nicht allen, welche statt sich um ihre jeweiligen eigenen Favoriten zu bemühen, permanent und mit viel Aufwand das beliebte "MS-Bashing" betreiben. Wer da nicht mitmacht, ist klare der böse Feind :thumbup:

Was ein Unsinn. Keines der Mitbewerber hat auch nur annähernd die allgemeine Verbreitung dieses OS gefunden. Was wohl auch mit all den Softsystemen von MS zusammenhängt die es im Hintergrund werkeln. Es gibt eine ganze Reihe von MS-Zetifikaten, welche weltweit einheitlich und damit auch international anerkannt sind. Ein vergleichbares System existiert schlicht nicht. Was sicher nicht verhindert weiter ein "kluger Kopf" im IT Bereich zu bleiben :dead:

Mir ist es schlicht gleichgültig ob jemand nun für "Ubuntu", "Mint" oder was sonst schwärmt. Die hiesigen Kritiker sind selbstverständlich auf allen Systemen auf dem denkbar höchsten Stand und so in der Lage andere Systeme - hier das WIN-10 - in Bausch und Bogen zu verdammen. Das sei ihnen gegönnt :p

Meine bescheidenen Kenntnisse beschränken sich auf die ganze Kette der bisherigen MS-OS und ich bemühe mich Menschen, welche danach fragen zu helfen. Ich behaupte nur, was ich selbst zu leisten in der Lage bin. Eine Selbstbeweihräucherung liegt mir mehr als fern. Meine "Begegnungen" mit unterschiedlichen Linuxderivaten haben mich bisher eben nicht zu einem Wechsel überzeugen können. Wer so sehr auf eine der dortigen OS "schwört", vergisst leider allzuschnell, das er / sie damit bereits deutlich über den Kenntnissen des "ich will halt nur damit arbeiten" User steht. Dieser "Vorsprung" scheint in den meisten Fällen geradezu religiösen Enthusiasmus auszulösen. Wehe, da sagt jemand etwas Gutes über ein anderes System - speziell über MS.

Nichts als ein nutzloser Glaubenskrieg. Alle Systeme haben ihre Vorzüge, aber auch teilweise erhebliche Nachteile. Warum wohl kommt es im professionellen Bereich zu so was : SPON : "Offenes Betriebssystem Linux München schmeißt den Pinguin raus" (15.02.2017) :?:

Inzwischen geht die Entwicklung weiter. Wieder hat MS hier einen professionellen Vorstoß (oder sich angeeignet ?) gemacht - "Cloudbasierte Strukturen" - der / die Nutzergruppen arbeiten über solche Systeme zusammen, Software ist ein Werkzeug, um das sich der einzelne Nutzer nicht mehr kümmern muss. Sicher jetzt kommt sofort der Aufschrei - "Datensicherheit in Cloudsystemen" . Auch typisch, bevor das "Ei" richtig ausgebrütet ist und man das "Küken" oder gar den fertigen Vogel überhaupt sehen kann, steigen die üblichen Bedenkenträger bereits auf die Barrikaden.

Völlig gleichgültig auf welchem Gebiet - Fortschritt - ist der größte Feind für alle, welche sich mühsam einen eigene Standpunkt eingerichtet haben und plötzlich erkennen müsse, da ist etwas Neues, was womöglich vieles von dem erledigt, was manche glauben weiter verteidigen zu müssen.

Das "smarte Telefon" hat ein Linuxbetriebssystem. Der "gewöhnliche User" ist dabei total auf den jeweiligen Hersteller angewiesen. Alles (jedenfalls wenn es läuft), läuft in Bahnen, die Hersteller vorgeben. Inzwischen hat in D so jeder zweite ein solches Gerät. Selbst damit (obwohl der User kaum etwas beitragen kann), kommen viele nur geradeso zurecht. Dabei ist dort kaum eigene Initiative erforderlich. Ein gelenkiger schneller Daumen und gut isses.

Das trifft das Bedürfnis der "Masse" haargenau. Wer will "außer einigen Freaks" (die es selbstverständlich auch dort gibt) mehr, als dies Geräte den User tun lassen :?: Vergleichbar ist das sehr wohl mit all den Anwendern die ein Notebook oder einen PC betreiben. Im geschäftlichen Umfeld (die Masse der Anwender) wird durch Firmen-Admins und oder Dienstleister geregelt was da wie laufen soll. Der "Rest" der eher privaten User hat in sehr vielen Fällen ein sehr "bodennahes" Verhältnis zu seiner Kiste. Wenige, verstehen genug um sich "ihre Kiste" so zurechtzubiegen, wie sie es für richtig halten.

Kritik wie sie hier mit großem Eifer betrieben wird, vermittelt ein völlig verzerrtes Bild. Der großen Masse ist es schei...egal was da auf ihren privaten Kisten läuft, darum kümmern sich - entlang der eigenen Glaubensrichtung - die mehr oder wenige hilfsbereiten Helferlein. Integraler Bestandteil solcher "Hilfe" ist das vernichtende Urteil zu anderen Systemen, zu denen man irgend mal seine Meinung gebildet hat, von dem wie selbstverständlich niemals mehr etwas auch nur im Entferntesten positives kommen kann.

Was meine meine "Kisten" angeht, ich nutze die Dinger nun seit Jahrzehnten sowohl beruflich, als auch privat und komme gut zurecht. Alles - das Wenige - das ich dazu weiß, habe ich mir seit den 80ern nach und nach "nebenher" angeeignet. Mir ist es nun wirklich sche..egal was andere von meiner Vorgehensweise halten - ich komme zurecht - und mit mir, wenigstens zwei Dutzend User, die sich auf meinen bescheidenen Kenntnissen abstützen und das bislang nicht bereuen mussten. Was ich in Sachen "Computerei" noch tue habe ich schon angedeutet. Seit Jahren jedenfalls mehr, als das was die auch so überlegenen Kritiker wohl selbst leisten...

Von dem was Perdedor fragt, habe ich keine Ahnung :mad: - womöglich können das andere - hier zu Trost : Frage an Tante Goggle : "der SMB port 445" mir hilft das manchmal, wenn meine Grundlagen ausreichen um die dortigen Antworten zu verstehen...
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Di 16. Mai 2017, 13:34

    Was meine meine "Kisten" angeht, ich nutze die Dinger nun seit Jahrzehnten sowohl beruflich, als auch privat und komme gut zurecht. Alles - das Wenige - das ich dazu weiß, habe ich mir seit den 80ern nach und nach "nebenher" angeeignet. Mir ist es nun wirklich sche..egal was andere von meiner Vorgehensweise halten - ich komme zurecht - und mit mir, wenigstens zwei Dutzend User, die sich auf meinen bescheidenen Kenntnissen abstützen und das bislang nicht bereuen mussten. Was ich in Sachen "Computerei" noch tue habe ich schon angedeutet. Seit Jahren jedenfalls mehr, als das was die auch so überlegenen Kritiker wohl selbst leisten.

Daran zweifelt doch niemand. Nur gibt es eben auch Nutzer, die aus etlichen guten Gründen mehr als nur diese eine Lösung betrachtet haben, auch aus beruflichen Gründen, und damit urteilsfähig sind. Warum sollte ich nun meine Erfahrungen verschweigen, nur weil Ihre Erfahrungen so gut sind? ;) Also: Ubuntu ist schnieke! :D
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon cosinus » Di 16. Mai 2017, 21:44

immernoch_ratlos hat geschrieben:(16 May 2017, 12:06)

Nichts als ein nutzloser Glaubenskrieg.


Dafür dass es dir angeblich egal wer welches System nutzt schreibst du aber viel zu viel wie eine beleidigte Leberwurst wenn es darum geht, dass man das so tolle Windows kritisiert.

- Windows 8 wurde deutlich kritisiert weil es ein komplett neues Desktopkonzept mit sich brachte (und classicshell war da noch weitgehend unbekannt!)
- richtig ärgerlich wurden die Kritiker weil W8-zertifizierte Hardware UEFI und SecureBoot erfüllen mussten! Das wurde einfach nur als Gängelung betrachtet, einfach nur um alternativen Betriebssystemen das Leben/Booten so schwer wie möglich zu machen
- Windows 10 hat sehr viel Kritik wegen Datenschutz, Cloudmist und nicht mehr wirklich kontrollierbaren Updates geerntet - gleichzeitig kam es einem so vor, als würde Microsoft absichtlich Windows 7 kaputtmachen siehe => http://wu.krelay.de/
- das Zurückrudern der Stadt München, also zurück zu Microsoft, ist an Peinlichkeit tw. nicht zu toppen, weil Windows-User sich nicht umgewöhnen können wurden Fehler wo keine waren dem OS bzw dem Projekt zugeschoben, die Opposition hat ja auch nicht ohne Grund dagegengewettert --> https://heise.de/-3622848 - mit am peinlichesten war da die Politikerin, die sich da miteingemischt hat in die Heise-Diskussion und dann in die Trollwiese verschoben werden musste ( https://www.heise.de/forum/heise-online ... 1487/show/ ) und als Nicht-Fachfrau eine wichtige IT-Entscheidung traf siehe zB https://www.heise.de/forum/heise-online ... 7116/show/

Ich verwende zu Hause Linux weil es einfach funktioniert, mir sehr viel Freiheiten gibt, mich nicht gängelt mit Lizenzschlüsseln und Aktivierungskacke und mich auch nicht mit stundenlangen Updates nervt.
Was man Windows-User da tw. von Microsoft ertragen geht garnicht. Und sag mir nicht ich wüsste nicht wovon ich rede, da ich ja nur ein Linux-User bin. Im Büro bin ich Admin und hab schon Hunderte von Windows-Kisten installiert und gewartet. Windows nervt einfach, allein schon wegen der fehlenden Paketverwaltung. Und sowas wie chocolatey für Windows kommt an apt von Debian/Ubuntu oder pacman von Arch niemals ran. Mal von der Schädlingsanfälligkeit von Windows abgesehen...

Wenn jmd auf Windows angewiesen klar, dann kommt halt nur das in Frage. Ich mag aber weniger Aussagen die sich eher als Ausreden anhören. Wenn einem Windows besser gefällt soll man das auch einfach sagen, genauso wie, dass man (noch) keine Ahnung von Linuxdistros hat aber nicht immer die Schuld auf Linux schieben. Ich weise immer nur sehr gerne auf die vielen Nachteile von Windows hin und sage deswegen: immer Linux einsetzen, nur wenn es sein muss: Windows. Und für Windows gibt es die diese drei Hauptgründe:

1. man hat proprietäre Software, die es nicht für Linux gibt und auch nicht mit wine läuft
2. man ist ein Gamer
3. man hat ultrabrandneue Hardware und es läuft noch garnix mit Linux (ziemlich unwahrscheinlich, eher funktionieren manche Teilfunktionen nur nicht)
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon H2O » Mi 17. Mai 2017, 06:33

cosinus hat geschrieben:(16 May 2017, 22:44)
...
... für Windows gibt es die diese drei Hauptgründe:

1. man hat proprietäre Software, die es nicht für Linux gibt und auch nicht mit wine läuft
2. man ist ein Gamer
3. man hat ultrabrandneue Hardware und es läuft noch garnix mit Linux (ziemlich unwahrscheinlich, eher funktionieren manche Teilfunktionen nur nicht)


Mir ist (leider) noch ein Grund für den Einsatz von Windows aufgefallen: Technische Installationen... etwa Video-Überwachungen, verlangen fast durchweg eine Windows-Umgebung für ihre Kontroll-SW. Die Bedienoberfläche wird zwar brav auf dem Browser angezeigt, aber kein Bild und kein Ton. So mit Schmerzen gelernt bei 7-Links und NOVUS. Aber auf Android läufts :mad2:

Muß man mit Humor ertragen!

Noch eine Fachfrage: Empfehlen Sie wirklich den Einsatz von Wine? Ich hatte beim Nachlesen den Eindruck, daß dieses Interface für Windows-Programme nicht intensiv weiter entwickelt wurde, nachdem Windows vollständig emuliert werden konnte. Haben Sie Erfahrung mit Wine gemacht?
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Re: Schadsoftware WannaCry greift weltweit Rechner an

Beitragvon cosinus » Mi 17. Mai 2017, 08:08

Wieso denn diese förmliche Gesieze :?: in Foren duzt man sich doch!

Also, erstmal isses gut, dass dir das einfällt, ich denke man kann aber diese Videoüberwachung mit zu meinem ersten Punkt zählen. Denn das ist ja nix weiter als proprietäre Software die es nur für Windows gibt.

wine kann man verwenden. AFAIK verwenden einige Linuxer gerne IrfanView in Linux mit wine, denn IrfanView gibt es ja nur als windows-binary. Ich hab sogar welche gesehen, die verwenden MS-Office mit wine unter linux :p

Ich selbst hab wine nur gebraucht um mal wieder StarCraft zu zocken. Also den ersten Teil von 1998 meine ich, dafür wollte ich nicht extra ein Windows aufsetzen und inner VM wollte ich das erst garnicht ausprobieren.

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