ROBOTER stehlen deinen Job aber das ist OK ?

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 17134
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: ROBOTER stehlen deinen Job aber das ist OK ?

Beitragvon H2O » Sa 3. Feb 2018, 13:43

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(03 Feb 2018, 13:15)

Inwiefern?


Tom Bombadil denkt an die sozialen Folgen... plötzlich sind hoch geachtete Leute nutzlos. Das würde mir sehr zu schaffen machen. Ein Vorgeschmack ist der Ausstieg aus dem Arbeitsleben; trotz gesicherter Versorgung tut das weh!
Polibu
Beiträge: 2938
Registriert: Mo 11. Dez 2017, 02:04

Re: ROBOTER stehlen deinen Job aber das ist OK ?

Beitragvon Polibu » Sa 3. Feb 2018, 14:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Feb 2018, 13:04)

Du würdest die Argumente deiner Diskussionspartner dann verstehen können, dass würde die Diskussion deutlich weiter bringen.


Entweder steigt Deutschland in die Vollautomatisierung mit ein oder Deutschland wird abgehängt und wirtschaftlich von anderen Ländern brutal überrollt. Dann verlieren noch viel mehr ihren Job.

Abgesehen davon werden im Bereich Dienstleistung viele Arbeiter benötigt. Die Leuten schulen dann um und machen in diesem Bereich etwas. Vollautomatisierung wird den Wohlstand sichern.
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 35770
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: ROBOTER stehlen deinen Job aber das ist OK ?

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Feb 2018, 14:14

Tom Bombadil hat geschrieben:(03 Feb 2018, 13:04)

Du würdest die Argumente deiner Diskussionspartner dann verstehen können, dass würde die Diskussion deutlich weiter bringen.



ich warte auf die konkreten Vorschläge...

außerhalb von Unsinn wie BGE...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 17134
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: ROBOTER stehlen deinen Job aber das ist OK ?

Beitragvon H2O » Sa 3. Feb 2018, 14:25

Realist2014 hat geschrieben:(03 Feb 2018, 14:14)

ich warte auf die konkreten Vorschläge...

außerhalb von Unsinn wie BGE...


Warum nicht einmal selbst Lösungsvorschläge bewegen, anstatt ab zu warten, daß ein anderer sich vorwagt?
immernoch_ratlos
Beiträge: 1677
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: ROBOTER stehlen deinen Job aber das ist OK ?

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 3. Feb 2018, 19:51

H2O hat geschrieben:Deshalb mein zarter Hinweis, daß durch die Endlichkeit unserer Energieerzeugung, insbesondere also der elektrischen Energie, große Stolpersteine auf dem Weg in die totale KI-Welt liegen könnten.
Genau so stelle ich mir eine Diskussion vor. H2O Du berührst da einen "wunden Punkt" der mindestens mitentscheidend für zukünftige Entwicklungen sein wird.

Wer zuvor menschliche Arbeit an Maschinen delegiert, muss auch deren "Ernährung" im Blick haben. Da muss auch in die Zukunft "gedacht werden". Was heute noch ausreicht - eventuell Reserven für die Zukunft hat - welche Entwicklung ist zu erwarten ? Dabei muss niemand versuchen zu ergründen was wohl in einhundert Jahren sein könnte, aber - und das zeigen die laufenden Planungen mit Zielvorstellungen für 2025 ( 7 Jahre in der Zukunft) 2030 ( 12 Jahre in der Zukunft) und 2050 ( 32 Jahre in der Zukunft).

Nicht ungewöhnlich, beachtetet man den Zeitraum zwischen Feststellung und Fertigstellung größerer Projekte :cool:

Bitcoin der derzeitige "Aufreger" benötigt (noch "nur") beinahe 30 TWh/a für die notwendigen Berechnungen und Internettransfer (Bitcoin-Transaktionen dokumentieren). Wer nachschnüffelt, erfährt, "eine einzige Transaktion per Digitalwährung fordert rund 10.000-mal mehr Energie als eine Buchung per Kreditkarte". Was passiert, wenn jede Transaktion zukünftig mit diesem Aufwand betrieben wird ?

Wer hätte gedacht, dass sich die Energiebilanz zwischen gedrucktem Buch (die komplette Kette) und "digitalen" Trägern (deren Bau) E-Book Reader, iPads usw. (Rohstoffe & Energie) erst bei 30 bis 60 "elektronischen Büchern" in etwa amortisiert ? Nicht gerechnet, das Speichern, der Download und Verbrauch beim Lesen. Nun ich lese zumeist am PC, was allerdings einem Monitor und die PC-Leistung (quasi Leerlauf) "kostet"). Um es gleich zu sagen, ich möchte diese Möglichkeit nicht mehr missen - neben E-Book, nutze ich reichlich PDF. Nur eben ich tue das mit Millionen anderer Nutzer und da kommt ordentlich was zusammen...

Wenn in der Vergangenheit irgendwo Energie eingespart wurde, schlägt inzwischen der Rebound "unbarmherzig" zu. Bestellen - Kaufen - Zurücksenden im Online Handel, Dauerberieselung mit einer nie dagewesenen Fülle an "Video-on-Demand" - Download bzw. Streaming - Tag und Nacht und flächendeckend verfügbar (jedenfalls weitgehend). Erstaunlich, wenn sich "künftig 3-D-Filme mit Virtual-Reality-Animationen durchsetzen, dann steigen die Datenmengen im Vergleich mit herkömmlichen DVD-Filmen um das 40fache an – und damit der Energieverbrauch".

Inzwischen reagieren Hoster, Google und Apple mit "grünen Serverparks" - ein möglicher Weg diese Energiemengen "umweltneutral" zur Verfügung zu stellen. :thumbup:

Na, immer noch "Business as usual" ? Das war nur ein ganz kleiner Teil der Veränderungen. Was bringen wohl "smart factories, smart shopping, smart meters, gern auch "smart everything" noch für "ungeahnt" Überraschungen :?:

"Kleinvieh macht auch Mist" - auch das bewahrheitet sich auf neue und moderne Art ". Heute lagern allein in Smartphones und Tablets mehr als 40 Millionen Tonnen Aluminium, 30 Millionen Tonnen Kupfer und 11 Millionen Tonnen Kobalt - Tendenz weiter steigend.

Jede dieser, von der Allgemeinheit weitgehend unbeobachteten Entwicklungen, hat selbstverständlich Auswirkungen. Für all das kann man den Zeitpunkt, wo noch nichts davon überhaupt bekannt war und wenn dann höchstens in Sciencefiction davon "die Rede war", wer hätte das alles in solch kurzer Zeit für möglich gehalten ?

Ist dieser "Prozess" bereits beendet oder sind "wir" mittendrin ? Wie gehen einzelne die hier schreiben damit um ? Die "alles gleichgültig Fraktion" die nicht eilig genug Veränderungen mit einigen lapidaren Sätzen abtun möchte ? OK ich habe es begriffen - kein Interesse an einer lebendigen Diskussion - ist das bereits Demenz oder völlige Abgeklärtheit gegenüber weltlichen Dingen ? Was ist eigentlich Sinn einer Diskussionsforums, in dem der Vorstand statt über Diskussion erfreut zu sein, sich warum auch immer dieser so nachdrücklich verweigert ? Keiner zwingt Dich ja daran teilzunehmen, aber so destruktiv muss das ja nun wirklich nicht ablaufen oder irre ich da ???
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 30999
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: ROBOTER stehlen deinen Job aber das ist OK ?

Beitragvon Tom Bombadil » So 4. Feb 2018, 12:52

Realist2014 hat geschrieben:(03 Feb 2018, 14:14)

ich warte auf die konkreten Vorschläge...

Du kannst warten, so lange du lustig bist, ich werde nicht dafür bezahlt, immer Patentlösungen für alle Probleme dieser Welt in der Tasche zu haben.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
immernoch_ratlos
Beiträge: 1677
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: ROBOTER stehlen deinen Job aber das ist OK ?

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 6. Apr 2018, 14:22

ROBOTER stehlen deinen Job aber das ist OK ? - stattdessen ROBOTER verändern - machen in obsolet - deinen Job aber das ist OK ?

So als Frage ganz in Ordnung, doch wer fragt da eigentlich noch :?: Womöglich ist dies für viele eine positive Veränderung - und wenige müssen sich etwas Neues einfallen lassen :?: Jedenfalls verliert der Satz "Aufgepasst bei der Berufswahl !!!" seine ursprüngliche Bedeutung, weil keiner auch nur ahnen kann was das wohl als Nächstes kommen mag.

Kling schon mal befremdlich, für alle, denen das lieb gewordene Gewohnte plötzlich dies als Alternative droht :"Rekrutierung beim Versicherungskonzern Talanx | Wo Roboter Manager testen". Nun wer von uns ist schon "Manager" :?:

Doch ich könnte mir durchaus vorstellen, auch andere Bereichen, wo es gilt die Eignung vorab festzustellen, könnten sich als sehr geeignet zeigen. Diese "Software erkennt durch Sprachanalyse die Bewerberpersönlichkeit" :
Seit Jahresbeginn verzichtet der Konzern auf aufwendige Assessment Center - umfassende Tests, bei denen Bewerber von Spezialisten tagelang auf ihre Eignung getestet werden.

Bei Talanx genügt nun einziges Telefonat mit einem Computer. Der Bewerber kann etwa erklären, wie ein perfekter Tag für ihn ausschaut. „Das Ganze dauert etwa eine halbe Stunde, kostet etwa 1000 Euro und wird vom Computer geführt - ein Assessment Center dagegen dauert ein bis zwei Tage und kostet meist fünfstellige Beträge“, sagt der fürs Auslandsgeschäft zuständige Talanx-Vorstand Torsten Leue, der im Mai neuer Vorstandschef werden wird. Die Maschine wählt jedoch nicht aus, sondern wird nur für eine Vorauswahl eingesetzt
Nur für Manager ?
Ob sich das Programm durchsetzen wird? Voß ist sicher: „Ich glaube schon, denn es ist zu einfach und genau bei einer Trefferquote von 80 bis 95 Prozent
Wer sich heute wundert warum dies und jenes nicht funktioniert - z.B. wer ehrlich wissen möchte warum (ganz unten) so viele Lehrlinge vorzeitig hinschmeißen, könnte das sicher in eine speziell daraufhin abgestimmten Interview herausfinden.

Wer emotionslos - was man bei einem Computer voraussetzen kann - Zusammenhänge erkennen kann, dürfte schon dadurch auf unmanipulierte Ergebnisse hoffen. Wobei die Mustererkennung - so "man" sie nicht absichtlich manipuliert - nicht immer schmecken dürfte. Schade, hätte ich die notwendige Kohle, würde ich hier im Forum mal für erste Forschungen ansetzen. Warum tickt X bei bestimmten Themen so und nicht anders - wie predictable ist wohl künftiges Verhalten :?: Hier wird doch ehrlich die eigene Meinung geäußert - ganz ohne "Blatt vor Mund" - ließt ja keiner.....

Ach ja Misterfritz - würdest Du Deine eigenen Schlüsse nicht auch gern mal "parallel" von einer Maschine überprüfen lassen....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Kamikaze
Beiträge: 44
Registriert: Mo 12. Mär 2018, 16:10
Benutzertitel: mittelalt

Re: ROBOTER stehlen deinen Job aber das ist OK ?

Beitragvon Kamikaze » Do 12. Apr 2018, 15:53

Ich sehe das Thema "exponentielle Automatisierung" mit gemischten Gefühlen:

Zum einen kann ich es kaum erwarten, nicht mehr tagtäglich die immer ähnlichen Arbeiten erledigen zu müssen. Bei der Idee, dass diese Stupiden Dinge eine Maschine erledigt, wird mir richtig warm ums Herz, und ich bin sicher dem Chef jubiliert es im Geldbeutel, wenn "jemand" den Job für weniger Kohle 24h/Tag und deutlich schneller erledigt.

Dennoch sehe ich auch, dass ich mich persönlich dann sehr verändern müsste, denn logischerweise muss ich dann (wenn "nur" der stupide Teil meiner Arbeit automatisiert wird) mich selbst sehr verändern, denn dann brauche ich entweder neue (weniger stupide) Tätigkeitsfelder (was mir noch gefallen könnte), oder einen neuen Job (was mir eher weniger gefällt).
Zugleich muss ich mir die Frage stellen, wie lange ich mit den Automaten dann "schritt halten" kann - also wann ich schlicht zu doof bin, um noch eine Tätigkeit zu finden, die noch nicht automatisiert ist (und nicht so bald automatisiert wird).
Weiter vorne im Thread wurde ja schon ein Link gepostet, in dem nachgewiesen wurde, dass sogar Programmierer (also ein Job, dem ich bis dahin die mit Abstand größte "Zukunftsfähigkeit" zugetraut hätte) bereits durch entsprechende Software ersetzbar sind.
Wie lange also kann ich noch für ein Einkommen sorgen, das eine Familie stützen kann? Wann werde ich zum "Sozialfall" trotz Arbeitswille, Leistungsbereitschaft (im Rahmen meiner menschlichen Möglichkeiten) und (vermutlich) durchschnittlicher Intelligenz?

Ich glaube (dafür habe ich keine Belege, daher erscheint mit "Glauben" in diesem Fall angebracht), dass die "Industrie 4.0" Menschen aus den "produzierenden" Berufen weitestgehend verdrängen wird, und Menschen hauptsächlich dort eingesetzt werden, wo explizit menschliche Nähe notwendig bzw. gewünscht ist. (Es ist ja ein Unterschied, ob z.B. ein sterbender Senior eine menschliche Hand halten kann, oder nicht...) Ob das jedoch ausreicht, um eine Marktwirtschaft, wie wir sie aktuell kennen zu stützen, kann ich mir aktuell kaum vorstellen. Andererseits hätte sich vermutlich vor kaum 200-300 Jahren auch niemand vorstellen können, was aus den ganzen Böttchern wird, wenn die nicht mehr gebraucht werden.

Das große Problem das ich sehe ist das exponentielle Wachstum.
Schon jetzt muss ich in immer kürzeren Abständen meine Arbeitsabläufe und mein Privatleben an die veränderten technischen Rahmenbedingungen anpassen. Wie lange kann ich das noch schaffen (bei Berücksichtigung, dass der Anstieg eben NICHT LINEAR, sondern EXPONENTIELL stattfindet)? Wann wird sich die Technik so schnell entwickeln (Thema: Maschinen entwickeln und bauen Maschinen), dass ich mir allenfalls noch verwundert die Augen reiben kann, ohne das, was da passiert auch nur noch im Ansatz zu verstehen? Schon jetzt bekomme ich täglich (!) mehrere Software-Updates aufs Smartphone, die ich nicht mal im Ansatz durchschauen kann, und immer öfter ertappe ich (als technik-affine Person mittleren Alters) mich dabei staunend Technik-Demos zu betrachten, die ich nie für möglich gehalten hätte, und Kickstarter-Projekte zu lesen, die ich noch vor zwei Jahren als "hahnebüchenen Unsinn" eingestuft hätte...
Manchmal träume ich dann von einer schönen neuen Welt, in der sich diese Technik bereits fest etabliert hat. Die Intention der Entwickler ist ja eine "bessere" (oder zumindest profitablere) Welt (von Rüstungsfirmen mal abgesehen). Da mutet es schon fast ironisch an, dass die schiere Summe an "gut gemeinten" Erfindungen am Ende der Untergang unseres "schönen Lebens" sein könnte.

Dieser Post klingt jetzt zunächst sehr Ich-bezogen, aber ich bin sicher, dass ich nicht der einzige bin, der sich diese Fragen stellt, oder zumindest irgendwann stellen muss - daher lasse ich die Gedankengänge jetzt einfach mal so stehen. :?

Hier sei auch mal "Danke" gesagt:
Danke an alle, die bisher hier so konstruktiv diskutiert haben. Ich habe es wirklich genossen diesen Thread zu lesen. Insbesondere die umfangreichen Posts von immernoch_ratlos waren sehr bereichernd. Danke dafür! :)
Wer viel kluges sagt ist klug,
wer zuhört ist weise.

Zurück zu „43. Computer - Internet - Telekommunikation - Netzpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast