Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Moderator: Moderatoren Forum 4

Raskolnikof
Beiträge: 464
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldverächter
Wohnort: Nimmerland

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Raskolnikof » Mi 7. Dez 2016, 22:20

Provokateur hat geschrieben:(30 Nov 2016, 20:22)

Ist nicht angeschlossen, ja.


Köstlich, ein Eremit unter uns. Kein Handy, kein Festnetztelefon. Aber hier fast 10.000 Beiträge verfasst. Das klingt natürlich unglaublich glaubwürdig! :D
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 10533
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice
Wohnort: जर्मनी

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Provokateur » Do 8. Dez 2016, 13:29

Raskolnikof hat geschrieben:(07 Dec 2016, 22:20)

Köstlich, ein Eremit unter uns. Kein Handy, kein Festnetztelefon. Aber hier fast 10.000 Beiträge verfasst. Das klingt natürlich unglaublich glaubwürdig! :D


Nicht "kein Handy". Kein Smartphone. Wenn du was über Geheimdienste wüsstest, wüsstest du,d ass man dich mit dem Smartphone genau "pinnen" kann (GPS sei dank), mit dem normalen Vintage Phone aber triangulieren muss, was wesentlich ungenauer ist.

Mein Festnetz ist einfach nicht angeschlossen. Ja, Internet nutze ich. Aber statt Google häufiger halt Duckduckgo, ein Google-Konto habe ich auch nicht udn auch kein Facebook. Läuft doch alles...
Cynic, n.: A blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.

Ambrose Bierce

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Raskolnikof
Beiträge: 464
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldverächter
Wohnort: Nimmerland

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Raskolnikof » Do 8. Dez 2016, 16:52

Provokateur hat geschrieben:Wenn du was über Geheimdienste wüsstest, wüsstest du,d ass man dich mit dem Smartphone genau "pinnen" kann...

Ja und? Von mir aus kann die NSA, der BND oder die Kripo ruhig wissen, wo ich mich gerade aufhalte. Und abhören? Mein Gott, ich möchte nicht derjenige sein, der meine Telefonate abhört. Da wäre ich ja bestraft! Aber das mag bei dir ja vollkommen anders sein. Vielleicht bist du ja ein Geheimnisträger oder so etwas in der Richtung. ;)
Ich denke, man kann alles übertreiben. Ein Arbeitskollege sagte mir, dass er nicht mehr mit dem Auto noch Holland fährt seitdem er weiß, dass jedes Auto, welches die Grenze nach Holland überquert von Kameras erfasst wird und die Kennzeichen zeitgleich mit Fahndungsdateien abgeglichen wird um im Falle des Falles einen Gesuchten noch im Grenzgebiet festsetzen zu können. Wenn der wüßte, von wie vielen Kameras er in seiner Heimatstadt erfasst wird...

Dreh dich nicht um... :rolleyes:
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
Benutzeravatar
Zinnamon
Beiträge: 1230
Registriert: Di 16. Jul 2013, 07:03

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Zinnamon » Do 8. Dez 2016, 17:54

Raskolnikof hat geschrieben:(07 Dec 2016, 22:20)

Köstlich, ein Eremit unter uns. Kein Handy, kein Festnetztelefon. Aber hier fast 10.000 Beiträge verfasst. Das klingt natürlich unglaublich glaubwürdig! :D


Öhm ...auch wenn dich bisher noch keiner darüber informierte: man kann sich da nehmen was man braucht und den Rest lassen.

Für mich ist das Netz und Foren seit den Neunzigern kein Neuland mehr und bisher habe ich weder ein herkömmliches mobile noch smartphone, wobei ich mir ersteres nun wegen Bereitschaftsangelegenheiten aktivieren werde. Navigationsdingsbums fürs Auto? - Bisher noch nicht gebraucht, auch auf Langstrecke nicht. Social media? - Never ever.
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 10533
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice
Wohnort: जर्मनी

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Provokateur » Do 8. Dez 2016, 19:45

Raskolnikof hat geschrieben:(08 Dec 2016, 16:52)
Vielleicht bist du ja ein Geheimnisträger oder so etwas in der Richtung.


Vielleicht bin ich das.
Cynic, n.: A blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.

Ambrose Bierce

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Benutzeravatar
jack000
Moderator
Beiträge: 21315
Registriert: So 1. Jun 2008, 17:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon jack000 » Do 8. Dez 2016, 20:36

Raskolnikof hat geschrieben:(08 Dec 2016, 16:52)

Ja und? Von mir aus kann die NSA, der BND oder die Kripo ruhig wissen, wo ich mich gerade aufhalte. Und abhören? Mein Gott, ich möchte nicht derjenige sein, der meine Telefonate abhört. Da wäre ich ja bestraft!

Vor allem wissen die das nicht wo du dich abhörst oder mit wem du was besprochen hast. Sondern die können es bei Bedarf nachschauen.
Aber wie du schon sagst, bist du wie ich denen schreißegal, daher sind die mir auch scheißegal. Ich werde nie einen Nachteil dadurch haben, Kriminelle hingegen schon.

Ich denke, man kann alles übertreiben. Ein Arbeitskollege sagte mir, dass er nicht mehr mit dem Auto noch Holland fährt seitdem er weiß, dass jedes Auto, welches die Grenze nach Holland überquert von Kameras erfasst wird und die Kennzeichen zeitgleich mit Fahndungsdateien abgeglichen wird.

Und wenn in den Fahndungsdaten nichts steht interessiert sich da niemand weiter dafür.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 10533
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice
Wohnort: जर्मनी

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Provokateur » Do 8. Dez 2016, 20:37

jack000 hat geschrieben:(08 Dec 2016, 20:36)

Vor allem wissen die das nicht wo du dich abhörst oder mit wem du was besprochen hast. Sondern die können es bei Bedarf nachschauen.
Aber wie du schon sagst, bist du wie ich denen schreißegal, daher sind die mir auch scheißegal. Ich werde nie einen Nachteil dadurch haben, Kriminelle hingegen schon.


Und wenn in den Fahndungsdaten nichts steht interessiert sich da niemand weiter dafür.


Alles was existiert, läd zum Missbrauch ein. Google mal "LoveInt".
Cynic, n.: A blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.

Ambrose Bierce

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Dozhd
Beiträge: 68
Registriert: Mo 28. Nov 2016, 10:35

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Dozhd » Do 8. Dez 2016, 20:44

Eine Karte, die Deutschland und Belarus in derselben Farbe zeigt, ist mir lieber als eine, in der wir wie die USA aussehen :-)) Hätte man nach dem Ende der Sowjetunion das alte Russland in seiner ganzen Größe wieder begründet, wäre vielleicht Alexander Lukaschenko heute an seiner Spitze. Ja, Belarus ist etwas klein, das ist das Pech von Lukaschenko, so wie man sich für Fidel Castro auch ein größeres Land gewünscht hätte, auf dessen Basis er die Welt hätte verändern können.
Ich lebe in Europa, nicht im Westen. Russland ist auch Europa, die USA nicht.
Benutzeravatar
jack000
Moderator
Beiträge: 21315
Registriert: So 1. Jun 2008, 17:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon jack000 » Do 8. Dez 2016, 20:54

Provokateur hat geschrieben:(08 Dec 2016, 20:37)

Alles was existiert, läd zum Missbrauch ein. Google mal "LoveInt".

Die Aussage ist generell korrekt aber kein Grund deswegen in Panik zu verfallen. Ob ein Mitarbeiter des U.S.-Geheimdienstes in seinem Rechner nachschauen kann wie viel Geld ich auf meinem Konto habe, bzw. was ich mir letztens gekauft habe ist mir Wumpe.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 10533
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice
Wohnort: जर्मनी

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Provokateur » Do 8. Dez 2016, 20:57

jack000 hat geschrieben:(08 Dec 2016, 20:54)

Die Aussage ist generell korrekt aber kein Grund deswegen in Panik zu verfallen. Ob ein Mitarbeiter des U.S.-Geheimdienstes in seinem Rechner nachschauen kann wie viel Geld ich auf meinem Konto habe, bzw. was ich mir letztens gekauft habe ist mir Wumpe.


Dir vielleicht. Allerdings ist Privatsphäre ein Ausdruck von Zivilisation. Das Leben des "Wilden" liegt offen, alles unterliegt der Beurteilung von Stammesangehörigen, Ältesten und Nachbarn, letztlich dem gesamten Stamm. Einen Bereich zu haben, der ganz mein ist, in den ich niemanden rein lasse außer mir, das ist eine Errungenschaft. Diese ist auch verfassungsrechtlich geschützt, über die Würde.

Ich bin einfach zu zivilisiert, um jedem Hansdampf zu gestatten, zu sehen, was ich mache und lasse.
Cynic, n.: A blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.

Ambrose Bierce

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Benutzeravatar
jack000
Moderator
Beiträge: 21315
Registriert: So 1. Jun 2008, 17:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon jack000 » Do 8. Dez 2016, 21:09

Provokateur hat geschrieben:(08 Dec 2016, 20:57)Ich bin einfach zu zivilisiert, um jedem Hansdampf zu gestatten, zu sehen, was ich mache und lasse.

Geheimdienste sind nicht unbedingt "jeder Hansdampf". Natürlich wäre es am besten, wenn man sowas gar nicht brauchen würde. Aber bedenke doch wie viele Leute schon festgenommen wurden, weil diese Terror-Anschläge planten. Bei einer konsequenten Anonymität können die Strafverfolgungsbehörden ihren Job nicht machen.
=> Worum es geht ist nicht eine "Komplettanonymität" zu schaffen, sondern eine Verhältnismäßigkeit.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...
Benutzeravatar
MG-42
Beiträge: 3811
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 17:12
Wohnort: U.S.A.

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon MG-42 » Do 8. Dez 2016, 21:19

Provokateur hat geschrieben:(08 Dec 2016, 20:57)

Dir vielleicht. Allerdings ist Privatsphäre ein Ausdruck von Zivilisation. Das Leben des "Wilden" liegt offen, alles unterliegt der Beurteilung von Stammesangehörigen, Ältesten und Nachbarn, letztlich dem gesamten Stamm. Einen Bereich zu haben, der ganz mein ist, in den ich niemanden rein lasse außer mir, das ist eine Errungenschaft. Diese ist auch verfassungsrechtlich geschützt, über die Würde.

Ich bin einfach zu zivilisiert, um jedem Hansdampf zu gestatten, zu sehen, was ich mache und lasse.


Ich habe durchaus Sysmpathie für dein Anliegen. Aber deine Absicherung ist leider vollkommen illusorisch.

Solange du deine Datenverbindung nicht ständig verschlüsselst sind alle deine Aktivitäten voll nachvollziehbar. Dein Browser hat und deine PC Teile haben eine Signatur, die jederzeit über deinen Anschluss mit deiner Person verbunden werden kann. Alles was du im Internet machst kann so nachvollzogen und mit deiner ID verbunden werden.

Davon ab, gibt es etliche Zero day exploits die nicht bekannt sind, die Geheimdienste gegen dich verwenden können, falls sie es denn wirklich auf dich abgesehen haben. Es ist de praktisch nicht machbar einen mit dem Internet verbundenen Rechner gegen Geheimdienste zu sichern.
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 11012
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon H2O » Do 8. Dez 2016, 22:30

MG-42 hat geschrieben:(08 Dec 2016, 21:19)

Ich habe durchaus Sysmpathie für dein Anliegen. Aber deine Absicherung ist leider vollkommen illusorisch.

Solange du deine Datenverbindung nicht ständig verschlüsselst sind alle deine Aktivitäten voll nachvollziehbar. Dein Browser hat und deine PC Teile haben eine Signatur, die jederzeit über deinen Anschluss mit deiner Person verbunden werden kann. Alles was du im Internet machst kann so nachvollzogen und mit deiner ID verbunden werden.

Davon ab, gibt es etliche Zero day exploits die nicht bekannt sind, die Geheimdienste gegen dich verwenden können, falls sie es denn wirklich auf dich abgesehen haben. Es ist de praktisch nicht machbar einen mit dem Internet verbundenen Rechner gegen Geheimdienste zu sichern.


Sie haben grundsätzlich Recht; ähnlich drückte sich ein Leitender Mitarbeiter von Kaspersky-Labs aus. Die Sprache der Programme ist Englisch; da müßte schon eine von Grund auf andere Programmierumgebung eingeführt werden, wenn man höchste Sicherheit gegen Ausspähungen erreichen möchte. Professionelle Hacker finden immer einen Ansatzpunkt, und sie verschleiern auch noch ihre Herkunft, legen falsche Spuren, nisten sich in ganz anderen Rechnernetzen ein.

Was unsereiner tun kann, das ist eine weniger gebräuchliche Rechnerumgebung wie eine LINUX- oder BSD-Distribution zu verwenden. Dann gehört man einer sehr kleinen Zielgruppe an, für die sich der geistige Aufwand einer Spionagesoftware nicht so recht lohnt.

Auf diese Weise hat mir in den vergangenen 8 Jahren noch nie ein Virus oder gar Spionage-SW oder Schadsoftware in meinem Rechner das Leben schwer gemacht... ganz ohne Firewall und Virenerkennung. Aber klar ist auch, daß ein professioneller Hacker dazu in der Lage ist... nur warum sollte er das bei einer so kleinen Verbreitung meines Systems tun? Ich bin doch ein ganz kleines Kirchenlicht... lohnt sich einfach nicht!
Benutzeravatar
jack000
Moderator
Beiträge: 21315
Registriert: So 1. Jun 2008, 17:21
Wohnort: Stuttgart

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon jack000 » Fr 9. Dez 2016, 00:12

MG-42 hat geschrieben:(08 Dec 2016, 21:19)

Ich habe durchaus Sysmpathie für dein Anliegen. Aber deine Absicherung ist leider vollkommen illusorisch.

Das kommt auch noch hinzu. Der amerikanische Geheimdienst weis alles was elektronisch erfassbar ist, daher sind so ziemlich sämtliche Sicherheitsmaßnahmen Illusion.
=> Eher sind noch diejenigen bekannt, die versuchen ihre Spuren zu verwischen!
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 11012
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon H2O » Fr 9. Dez 2016, 08:02

Gerüchteweise hieß es doch, daß der letzte Spähangriff im wesentlichen auf der Ebene der Router versucht worden war. Im privaten Bereich dürfte es nicht allzu viele grundlegend unterschiedliche Router geben. Das ist natürlich ein idealer Ansatzpunkt für eine großflächig angelegte Schadsoftware.

Ein Router ist ja auch nichts weiter als ein Rechner, der ein sehr spezielles Programm zur Datenverteilung abarbeitet; mit sehr vielen Einstiegsfenstern und guten Gebrauchsanleitungen. Sicher ein verzwicktes Programm, aber: "Dem Ingenieur ist nichts zu schwör!"
Benutzeravatar
Ger9374
Beiträge: 1615
Registriert: Sa 19. Nov 2016, 05:39
Benutzertitel: Einigkeit,Recht und Freiheit!!

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Ger9374 » Fr 9. Dez 2016, 10:49

Blauäugig oder naiv bin ich schon lange nicht mehr. Das uns auch befreundete Länder ausspähen ist mir schon lange klar. Was die Technik halt hergibt. Ein wenig mehr Offenheit aller und gut, ehrlich währt am längsten.Unsere geheuchelte Empörung alles Schow. Unsere Rechtsstaat gilt halt nur wenn man auch in der Lage ist diesen durchzusetzen.Die Gesetze müssten auch dringend den Begebenheiten angepasst werden. Eine Insel der ahnungslosen gibt es heutzutage bei Internet ect.und Satelittenüberwachung nicht mehr.Für mehr Sicherheit muss man auch bereit sein Opfer zu bringen.Die Verbrecher sind heutzutage besser vernetzt wie je zuvor. Dagegen müssen unsere Behörden und Dienste sich an Gesetze aus dem letzten Jahrtausend halten! Das Technische Wettrüsten ist seit Jahrzehnten am Laufen.Wollen wir unsere Wirtschaft, Forschung und Ermittelnden Dienste weiter effizient dagegen
antreten lassen, müssen diese auch aufgerüstet und einen bestimmten Spielraum haben um auch Deutsche Interessen zu schützen.Sonst probiert doch mal mit einer Keule einen MG schützen auszuschalten. Die Verhältnismäßigkeit muss gegeben sein.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 11012
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon H2O » Fr 9. Dez 2016, 11:40

Ger9374 hat geschrieben:(09 Dec 2016, 10:49)

Blauäugig oder naiv bin ich schon lange nicht mehr. Das uns auch befreundete Länder ausspähen ist mir schon lange klar. Was die Technik halt hergibt. Ein wenig mehr Offenheit aller und gut, ehrlich währt am längsten.Unsere geheuchelte Empörung alles Schow. Unsere Rechtsstaat gilt halt nur wenn man auch in der Lage ist diesen durchzusetzen.Die Gesetze müssten auch dringend den Begebenheiten angepasst werden. Eine Insel der ahnungslosen gibt es heutzutage bei Internet ect.und Satelittenüberwachung nicht mehr.Für mehr Sicherheit muss man auch bereit sein Opfer zu bringen.Die Verbrecher sind heutzutage besser vernetzt wie je zuvor. Dagegen müssen unsere Behörden und Dienste sich an Gesetze aus dem letzten Jahrtausend halten! Das Technische Wettrüsten ist seit Jahrzehnten am Laufen.Wollen wir unsere Wirtschaft, Forschung und Ermittelnden Dienste weiter effizient dagegen
antreten lassen, müssen diese auch aufgerüstet und einen bestimmten Spielraum haben um auch Deutsche Interessen zu schützen.Sonst probiert doch mal mit einer Keule einen MG schützen auszuschalten. Die Verhältnismäßigkeit muss gegeben sein.


Na, ganz so grausig liegen die Dinge hier auch nicht. Nicht der Mangel an Gesetzen macht uns zu schaffen, sondern der Mangel an einsetzbarem Sachverstand. Als Rechner des Bundestags ausgespäht wurden, hatte der Gesetzgeber wohl jegliche Sorgfalt im Umgang mit seinen Daten fahren lassen. Bestrafen Sie einmal Täter, die von einem anderen Lande außerhalb der EU diesem Vergnügen nachgehen! Die Kanzlerin hätte Obama nach Aufdeckung des Lauschangriffs auf ihr Telefon nur noch kalten Kaffee servieren dürfen, oder die Botschaft schließen müssen. Aber besser war es wohl, auf abhörsicherere Telefone um zu stellen, und das Bundestagsnetz professionell zu schützen. Dann macht man es den digitalen Schlapphüten aller Länder wenigstens nicht ganz so leicht. Der sportliche Wettkampf läuft.
Raskolnikof
Beiträge: 464
Registriert: Mi 14. Sep 2016, 13:07
Benutzertitel: Bargeldverächter
Wohnort: Nimmerland

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Raskolnikof » Sa 10. Dez 2016, 00:27

MG-42 hat geschrieben:Davon ab, gibt es etliche Zero day exploits die nicht bekannt sind, die Geheimdienste gegen dich verwenden können, falls sie es denn wirklich auf dich abgesehen haben. Es ist de praktisch nicht machbar einen mit dem Internet verbundenen Rechner gegen Geheimdienste zu sichern.

Das ist so nicht ganz richtig. Hier eine Anleitung, wie du deinen Rechner zwar nicht gegen über Geheimdiensten absichern, du aber dennoch ganz sicher anonym surfen und mailen kannst:
Du besorgst dir bei z.B. Lidl oder Aldi eine Prepaid-SIM-Karte und einen Surf-Stick. Für deine geplanten Internetaktivitäten benutzt du ein neues Notebook bzw. eines, mit welchem du als Person nicht in Verbindung gebracht werden kannst. Dies ist wichtig, da bei Internetnutzung auch die MAC-Adresse der Netzwerkkarte weitergeleitet wird. Wenn es sich um eine gesteckte Karte handelt kann die auch leicht gegen eine neue ausgetauscht werden.
Die Aktivierung der SIM-Karte wird telefonisch von einem fremden Telefon vorgenommen oder auch an einem fremden PC (Internet-Caffee oder Uni). Wenn nach einem Namen und Anschrift gefragt wird, einfach etwas ausdenken (Name und Anschrift des Bürgermeisters z.B.). Gem. § 111 Telekommunikationsgesetz ist jeder Anbieter zwar verpflichtet, die persönlichen Daten eines jeden Kunden einzuholen und festzuhalten. Dies wird aber äußerst lasch gehandhabt. Nachweise werden in aller Regel nicht verlangt. Und abgeglichen wird da auch nichts. Die Freischaltung ist so binnen zwei Minuten erledigt.

Tja, und schon kann es losgehen. Bei nicht ganz astreinen Dingen empfiehlt es sich, von irgendwo ins Netz zu gehen, nur nicht von zuhause. Und nach Benutzung des Notebooks dieses nicht im Standby-Betrieb belassen sondern stets ganz herunterfahren.

Dieses Verfahren ist so manchem Politiker ein Dorn im Auge. Deshalb soll die anonyme Anmeldung einer SIM-Karte zukünftig unmöglich gemacht werden. Allerdings wird darüber seit Jahren diskutiert.
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
Benutzeravatar
Ger9374
Beiträge: 1615
Registriert: Sa 19. Nov 2016, 05:39
Benutzertitel: Einigkeit,Recht und Freiheit!!

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon Ger9374 » Sa 10. Dez 2016, 02:44

Wenn es irgendeiner Regierung Gelingen sollte unsere Gesetze dem aktuellen Technikstand
anzupassen wären wir weiter.Mit Jahrzehnte
alten überholten Gesetzen kann niemand regeln für Internet,datenschutz, auf dem heutigen Level
anwenden. Innovation ist gefragt!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
Benutzeravatar
ebi80
Beiträge: 746
Registriert: Mo 7. Nov 2016, 21:06

Re: Sind wir Deutschen zu ängstlich in Bezug auf Datensicherheit (am Beispiel Googles StreetView)

Beitragvon ebi80 » Sa 10. Dez 2016, 05:40

Warum sollten sie das tun. Da wäre das bespitzeln schwerer. So bekommen die Damen und Herren des BND, NSA und Co. ordentlich was um die Ohren gehauen, wenn Oma Elfriede und Opa Eugen beim Telefon6 die Puppen tanzen lassen.
My Name is Honeybäll Lecktüre!!

Zurück zu „43. Computer - Internet - Telekommunikation - Netzpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast