Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Fr 21. Jul 2017, 14:46

Olympus hat geschrieben:(21 Jul 2017, 02:23)

Fritzbox einfach stecken lassen. Und wenn sie doch mal beim Gewitter brennt, einfach eine neue kaufen. Heutzutage wird auch wegen allem Panik gemacht. Ich schätze da war auch gleich Werbung für die neuesten Modelle dabei, stimmts?


Genau das hatte ich mir auch fest vorgenommen. Na ja, die SMS läßt nicht viel Platz für Werbung; insofern stand ich nicht vor weiteren "Gewissensfragen"! :)
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Fr 21. Jul 2017, 15:33

Raskolnikof hat geschrieben:(21 Jul 2017, 13:58)

Die Technik entwickelt sich weiter. Nachdem die analoge Telefonie auch in Deutschland bald Geschichte ist und die Telekom bei Neuanschlüssen nur noch IP-Telefonie vorsieht und Altanschlüsse sukzessiv auf IP-Technologie umstellt ist wohl auch diese Technologie früher oder später dem Tod geweiht.
Beispiel Finnland: Finnland war das erste Land in Europa, in dem ein flächendeckendes Handynetz aufgebaut wurde. Als hier auf der Straße telefonierende Menschen noch bestaunt wurden gehörte das (Nokia)Handy in Finnlands Straßenbild längst zum Alltag. Mittlerweile ist das Handynetz in Finnland derart gut ausgebaut, dass selbst in den abgelegensten Gegenden, wo sich Elch und Kreuzotter gute Nacht sagen, bester Handyempfang zu erwarten ist (meist sogar LTE). Davon sind wir in Deutschland meilenweit entfernt!

Diese hervorragende Infra- und Netzstruktur und die Tatsache, dass die Finnen schon immer sehr Technikbegeistert waren und heute wohl bereits mit dem Smartphone in der Hand zur Welt kommen führte dazu, dass der finnische Staat bzw. die dortigen Telefongesellschaften kaum noch Geld in den Erhalt ihres Kabelgebundene Telefonnetzes in ländlichen Bereichen legen. Außerhalb größerer Städte beträgt die Festnetzverbreitung heute unter 1 Prozent! Verlässt man beispielsweise die bis nach Lappland führende Staatsstraße 6 und befährt dort Nebenstrecken, so sieht man häufig Kabel-Telefonmasten, von denen das Telefonkabel längst entfernt wurde oder irgendwo gekappt an einem Holzmast herunterhängt.

Ziel der Finnen ist, das gesamte Telefon/Internet-Netz vom Kabel zu lösen. Der Sicherheit wegen soll dieses nur noch Sicherheitseinrichtungen wie Polizei, Feuerwehr, Universitäten und anderen öffentlichen Einrichtungen erhalten bleiben.
Es ist nur eine Frage der Zeit, dann wird man auch bei uns das Telefonkabel, egal ob Kupfer oder Glasfaser, in der Erde verrotten lassen.


Am Ende wird die technische Lösung bei der Frage Funknetz/Drahtnetz durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen entschieden. In dicht besiedelten städtischen Räumen wird man wohl auch auf Dauer die erwünschten Bandbreiten und die Übertragungssicherheit mit Glasfaser- und Kupferleitungen sicher stellen. Man wird vermutlich auch den Datenverkehr zwischen einzelnen Ballungsräumen weiter über Glasfaser abdecken.

Aber wenn die Besiedlungsdichte sehr gering ist, so in Finnland, dann werden Glasfaserkabel und Kupferkabel viel zu aufwendig. Dann schlägt die große Stunde der Funktechnik. Die Kosten für Kabel und Kabel einbuddeln sind viel zu hoch, wenn einzelne Stationen etliche km aus einander liegen. Außerdem ist so noch mobiles Internet verfügbar, wo die Empfangsbedingungen ausreichen.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 21. Jul 2017, 18:38

H2O hat geschrieben:(21 Jul 2017, 16:33)

Aber wenn die Besiedlungsdichte sehr gering ist, so in Finnland, dann werden Glasfaserkabel und Kupferkabel viel zu aufwendig. Dann schlägt die große Stunde der Funktechnik. Die Kosten für Kabel und Kabel einbuddeln sind viel zu hoch, wenn einzelne Stationen etliche km aus einander liegen. Außerdem ist so noch mobiles Internet verfügbar, wo die Empfangsbedingungen ausreichen.

ich erinnere mich noch von früher daß LW die lösung war für ein großes bereich. wer weiß was dort noch er/gefunden wird.
dabei denke ich in erster instanz an notfälle.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon gödelchen » Fr 21. Jul 2017, 19:05

Nomen Nescio hat geschrieben:(21 Jul 2017, 19:38)

ich erinnere mich noch von früher daß LW die lösung war für ein großes bereich. wer weiß was dort noch er/gefunden wird.
dabei denke ich in erster instanz an notfälle.


Notfälle genau, ein Freund von mir Physiker und Mitglied im DARC sagt immer...wir sind langsamer aber besser !!!
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Fr 21. Jul 2017, 22:09

Nomen Nescio hat geschrieben:(21 Jul 2017, 19:38)

ich erinnere mich noch von früher daß LW die lösung war für ein großes bereich. wer weiß was dort noch er/gefunden wird.
dabei denke ich in erster instanz an notfälle.


Ja, LW paßt sich den Ausbreitungsbedingungen auf unserer Erde gut an. Aber das sind gewaltige Sendeanlagen und Empfangsantennen, wenn diese Antennen einen guten Wirkungsgrad haben sollen. Und die relative Bandbreite ist hoch. Da sind Filter mit hoher Trennschärfe aufwendig... und starke Nachbarkanäle schlagen durch. Aus ganz ähnlichen Gründen wurde auch die Mittelwelle still gelegt. Die Kurzwelle war immer schon stark gestört. Aber die Ausbreitung war oft in einem Wellenleiter zwischen Ionosphärse und Erdoberfläche möglich... machnmal sehr große Reichweiten der Sender. Dafür haben wir jetzt Radio auf Internetkanälen fast störungsfrei... weltweit!

Aber an Not- und Katastrophenfälle mag ich gar nicht erst denken!
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 21. Jul 2017, 22:52

H2O hat geschrieben:(21 Jul 2017, 23:09)

Dafür haben wir jetzt Radio auf Internetkanälen fast störungsfrei... weltweit!

sag das mal unseren techniker. wenn via skype ein korrespondent was erzählt, muß mindestens 1:3 der fälle auf handy umgeschaltet werden. :mad2:
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » Fr 21. Jul 2017, 22:57

H2O hat geschrieben:(21 Jul 2017, 23:09)
Aber an Not- und Katastrophenfälle mag ich gar nicht erst denken!

In Not- und Katastrophenfällen wird es in erster Linie den Normalbürger treffen, dessen Handy plötzlich tot ist. Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und andere Dienste eher weniger, weil die sich nicht allein von Funknetzen abhängig machen wollen.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Sa 22. Jul 2017, 08:04

Nomen Nescio hat geschrieben:(21 Jul 2017, 23:52)

sag das mal unseren techniker. wenn via skype ein korrespondent was erzählt, muß mindestens 1:3 der fälle auf handy umgeschaltet werden. :mad2:


Die wenigen Male, in denen ich SKYPE genutzt habe, hinterließen bei mir kein böses Gefühl. Für eine kostenlose Leistung doch ganz eindrucksvoll!
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Sa 22. Jul 2017, 08:11

Raskolnikof hat geschrieben:(21 Jul 2017, 23:57)

In Not- und Katastrophenfällen wird es in erster Linie den Normalbürger treffen, dessen Handy plötzlich tot ist. Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und andere Dienste eher weniger, weil die sich nicht allein von Funknetzen abhängig machen wollen.


Sind Ihre Aussagen nicht eher hoffungsvolle Vermutungen? Bei einer weiträumigen Katastrophenlage sehe ich nicht, wo solche Kommunikationseinrichtungen stehen. Wie dann 80 Mio Bundesbürger betreut und versorgt werden können.

Ich weiß jetzt wirklich nicht, wo ich im Katastrophenfall Hilfe erwarten könnte. Dazu ist gar nichts organisiert. Sind die von Ihnen genannten Organisationen Selbstzweck?
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » Sa 22. Jul 2017, 13:36

Ok, du gehst von einem Totalausfall sämtlicher Kommunikationssysteme aus im Falle eines Krieges, Erdbeben, Tsunami, AKW-Gau oder anderen Katastophen? Da sind wir dann eben alle betroffen: Kein Strom keine Kommunikation. Das war aber vor dem Digitalzeitalter auch schon so.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » Sa 22. Jul 2017, 13:57

Ergänzung: Ganz ohne werden wir aber auch im Fall aller Fälle nicht sein. So lange ist nicht zu einer totalen bzw. globalen Zerstörung gekommen ist, ist die Kommunikation zwischen wichtigen Einrichtungen, die der Sicherheit, Ordnung und Versorgun der Bevölkerung dienen, sichergestellt. Bundeswehr, Katastrophenschutz, wichtige Polizeieinrichtungen und andere Behörden verfügen über ein kabelgebundenes Intranet, unabhängig vom öffentlichen Telefonnetz. Dabei wird die Stromversorgung über Notstromaggregate sichergestellt. Weiterhin gibts Satellitenfunk über nicht-kommerzielle Satelliten. Das behördliche Kabelnetz ist ein Verbundnetz, ähnlich wie die Leitungen unserer Trinkwasser- und Stromversorger. Fallen Leitungen durch Beschädigung aus kann blitzschnell von den verschiedenen Einsatzzentralen Ersatzleitungen geschaltet werden.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Sa 22. Jul 2017, 14:43

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Jul 2017, 14:36)

Ok, du gehst von einem Totalausfall sämtlicher Kommunikationssysteme aus im Falle eines Krieges, Erdbeben, Tsunami, AKW-Gau oder anderen Katastophen? Da sind wir dann eben alle betroffen: Kein Strom keine Kommunikation. Das war aber vor dem Digitalzeitalter auch schon so.


Das stimmt so aber wirklich nicht. Sendeanlagen konnten mit Notstromaggregaten betrieben werden, LW-, MW-, KW-Radio konnte man mit Batterieradios einige Tage empfangen. Spätestens bei den Routern zu Hause endet die Verfügbarkeit von Notstrom. Auf der Strecke bis zum Router ist mir nicht ganz klar, welcher Aufwand für Breitbandkommunikation mit Notstrom betrieben werden müßte... und ob der überhaupt für den Notfall vorgehalten wird.

Das war vor dem Digitalzeitalter anders. Da gingen sogar noch die Telefone mit der Batterie-Stromversorgung der guten alten Post.

In dem Zusammenhang wäre es doch spannend, von der Bundesregierung einen Plan für die große Krise zu erfahren, wenn ein böser Feind unsere Kraftwerke nachhaltig ausschalten konnte. Vorräte anlegen, damit 7 bis 14 Tage ohne ernste Mängel zu überstehen sind... das kommt mir reichlich dünn vor. Dann sitzen wir 14 Tage bei Kerzenschein, Mineralwasser und Brot und Schinken; aber unser Abwasser bleibt wo? Und was ist danach und bis dahin? Wie erfährt man davon in dieser Zeit?
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Sa 22. Jul 2017, 14:50

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Jul 2017, 14:57)

Ergänzung: Ganz ohne werden wir aber auch im Fall aller Fälle nicht sein. So lange ist nicht zu einer totalen bzw. globalen Zerstörung gekommen ist, ist die Kommunikation zwischen wichtigen Einrichtungen, die der Sicherheit, Ordnung und Versorgun der Bevölkerung dienen, sichergestellt. Bundeswehr, Katastrophenschutz, wichtige Polizeieinrichtungen und andere Behörden verfügen über ein kabelgebundenes Intranet, unabhängig vom öffentlichen Telefonnetz. Dabei wird die Stromversorgung über Notstromaggregate sichergestellt. Weiterhin gibts Satellitenfunk über nicht-kommerzielle Satelliten. Das behördliche Kabelnetz ist ein Verbundnetz, ähnlich wie die Leitungen unserer Trinkwasser- und Stromversorger. Fallen Leitungen durch Beschädigung aus kann blitzschnell von den verschiedenen Einsatzzentralen Ersatzleitungen geschaltet werden.


Das wäre wirklich beruhigend. Ich mag nicht daran glauben, daß diese Einrichtungen flächendeckend bereit stehen und hoffentlich nie gebraucht werden. Wird dieser Notbetrieb eigentlich von Zeit zu Zeit eingeübt? Davon habe ich noch nie gehört!

Und wie bekommt Otto Normalverbraucher Hinweise, was nun zu tun ist?
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » Sa 22. Jul 2017, 15:10

Ja, nur hört man davon in der Öffentlichkeit nicht viel. Allenfalls bei großen Flächenübungen, bei denen es zum Einsatz der verschiedensten Hilfsdienste im überregionalen Rahmen mit teils verkehrslenkenden Maßnahmen kommt wird die Presse davon aufmerksam oder auch informiert. Die meisten Übungen aber laufen "still" ab, damit die Bevölkerung nicht unnötig beunruhigt wird. Ich war selber 20 Jahre freiwillig beim örtlichen Katastrophenschutz tätig. Da finden regelmäßig d.h. 14-tägig Übungen der versch. Einheiten statt. Dabei werden die unterschiedlichsten möglichen Szenarien durchgespielt, von der Hochwasserkatastrophe, Totalausfall der Strom-, Gas und Wasserversorgung bis hin zum Gau eines AKW oder eines ABC-Alarms.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Sa 22. Jul 2017, 15:30

H2O hat geschrieben:(22 Jul 2017, 15:50)

Das wäre wirklich beruhigend. Ich mag nicht daran glauben, daß diese Einrichtungen flächendeckend bereit stehen und hoffentlich nie gebraucht werden. Wird dieser Notbetrieb eigentlich von Zeit zu Zeit eingeübt? Davon habe ich noch nie gehört!

Und wie bekommt Otto Normalverbraucher Hinweise, was nun zu tun ist?


Bei einem Ausfall der Stromversorgung gehen die meisten Anlagen nach 2 Stunden wieder online.

Das Backup an Batterien wird - normal konzipiert also 2h "halten".

Danach sinkt die Batteriespannung und LTE/UMTS wird abgeworfen. GSM hält bis zur Erschöpfung der Batterien ... durchschnittlich 4 h.

Zusätzlich gibt es Notstromeinspeisungspunkte - bei denen Notstromaggregate zum Teil vorgehalten//angemietet SIND und hingekarrt werden müssen.

Natürlich NICHT ausreichend für alle Mobilfunkstandorte - ...unter 10%.

Von einer Notversorgung a la DDR - wo die Vorbereitungen für den "Ernstfall" bis hin zum kleinen Bunker in 90% der Neubauten vorgesehen waren...
(Sandkasten vor dem Haus zum Mauern, Rodelhügel zum Verfüllen - und Balkonbetonplatten zum Verdämmen) wird derartiger Hokuspokus in der BRD nicht umgesetzt.

So wie man sich auch sichtbar in der Schweiz vom Krieg trennt - (Gelendegängige Fahrzeuge mit 40% vom Staat subventioniert wurden - wenn man das Fahrzeug für "Ernstfall" bereithällt..) ist die Forderung nach "Bunkerspace" eingestellt.

Für ISDN gab es "fernspeisung" als Dienst für den NTBA - die PKW Batterie für die Fritzbox sollte man haben - wenn man sich auf ALLES vorbereiten will...

Nur die grossen Zentren (TK) sind mit Notstrom ausgerüstet - die mindestens eine Woche "halten".

Naturereignisse - da sind GAFFER DAS PROBLEM der Einsatzkräfte . (Erkenntnis Hochwasser an der Elbe)

Hilfsangebote von "Draussen" sind die Einsatzleitungen meist nicht vorbereitet....und können diese meist nicht werten oder abarbeiten.

"Kämpfe" um Sandsäcke gab es - wo einige wenige nicht einsehen wollten - dass ihr Keller weniger WICHTIG als das Umspannwerk nebenan IST.

Nachtrag : Für Firmen gibt es einen Service beim Ministerium für Wirtschaft - ....nicht abzuschaltende Telefone/Leitungen - Wenn Du verstehst - was ich damit meine.
Zuletzt geändert von Teeernte am Sa 22. Jul 2017, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Sa 22. Jul 2017, 15:34

Mobilfunk: Leistungsfähigkeit der 5G-Luftschnittstelle wird überschätzt

Eine Studie betont, dass 5G ohne Glasfaser nicht möglich ist. Die neue Luftschnittstelle sei zwar im Nahbereich extrem leistungsfähig, werde aber dennoch überschätzt.

https://www.golem.de/news/mobilfunk-lei ... 29045.html
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Sa 22. Jul 2017, 15:43

H2O hat geschrieben:(22 Jul 2017, 09:11)

Sind Ihre Aussagen nicht eher hoffungsvolle Vermutungen? Bei einer weiträumigen Katastrophenlage sehe ich nicht, wo solche Kommunikationseinrichtungen stehen. Wie dann 80 Mio Bundesbürger betreut und versorgt werden können.

Ich weiß jetzt wirklich nicht, wo ich im Katastrophenfall Hilfe erwarten könnte. Dazu ist gar nichts organisiert. Sind die von Ihnen genannten Organisationen Selbstzweck?


Bei Katastrophen - und Überbuchungen IST bereits jedes Netz auf NOTFALL Priorität eingestelt . Notrufnummern gehen VOR normale Kommunikation - bei Überbuchung der Zelle werden Normalgespräche nach Bedarf automatisch getrennt.

Zusätzlich gibt es eine Betriebsart im Mobilfunk - in der nur noch ZUGELASSENE bestimmte Telefonnummern sich einbuchen lassen.. Alles andere bleibt dann aussen vor.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Sa 22. Jul 2017, 15:59

gödelchen hat geschrieben:(21 Jul 2017, 20:05)

Notfälle genau, ein Freund von mir Physiker und Mitglied im DARC sagt immer...wir sind langsamer aber besser !!!


Ja - die halten sich an einer ART "Notfunk" am leben..... NUR - NOTFUNK wird nicht genutzt.

Woher soll man wissen wer eine Meldung "gesammelt" - abgesetzt hat .....und das noch ohne Verschlüsselung.

Keine Einsatzzentrale wird auf AMATEUR - Funker etwas geben. Mag in Uganda oder Simbabwe anders sein.

Wichtige Meldungen MÜSSEN verschlüsselt werden - um nicht gar eine Panik in der Bevölkerung .....Behinderung der Kräfte - auszulösen.
Ein KW Radio mit SSB ist handelsüblich. Wer`s haben will kauft es.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Sa 22. Jul 2017, 16:07

Teeernte hat geschrieben:(22 Jul 2017, 16:59)
...
Ein KW Radio mit SSB ist handelsüblich. Wer`s haben will kauft es.


Wozu kann man das Gerät gebrauchen? Wer sendet Sachdienliches auf KW? Amateuerfunk?

Ihren Tipp mit der Autobatterie für den Router finde ich gut. Vor allem leicht umsetzbar, wenn wirklich Notfälle eintreten.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Sa 22. Jul 2017, 16:19

H2O hat geschrieben:(22 Jul 2017, 15:43)

Das stimmt so aber wirklich nicht. Sendeanlagen konnten mit Notstromaggregaten betrieben werden, LW-, MW-, KW-Radio konnte man mit Batterieradios einige Tage empfangen. Spätestens bei den Routern zu Hause endet die Verfügbarkeit von Notstrom. Auf der Strecke bis zum Router ist mir nicht ganz klar, welcher Aufwand für Breitbandkommunikation mit Notstrom betrieben werden müßte... und ob der überhaupt für den Notfall vorgehalten wird.

Das war vor dem Digitalzeitalter anders. Da gingen sogar noch die Telefone mit der Batterie-Stromversorgung der guten alten Post.

In dem Zusammenhang wäre es doch spannend, von der Bundesregierung einen Plan für die große Krise zu erfahren, wenn ein böser Feind unsere Kraftwerke nachhaltig ausschalten konnte. Vorräte anlegen, damit 7 bis 14 Tage ohne ernste Mängel zu überstehen sind... das kommt mir reichlich dünn vor. Dann sitzen wir 14 Tage bei Kerzenschein, Mineralwasser und Brot und Schinken; aber unser Abwasser bleibt wo? Und was ist danach und bis dahin? Wie erfährt man davon in dieser Zeit?


Radio war vor 45...

Heute wird TV zur Information der Bevölkerung genutzt. Radio ist hier für die LETZTE Insellage das Medium.

Für Leute mit einer Ölheizung kann sich zwecks Vorbereitung die Anschaffung eines DIESEL Notstromaggregates lohnen.
Auch wer eine Solaranlage - die "Insellage" versorgen kann - sind im Vorteil.

Für ein Benzingetriebenes Aggregat ist es schwer SPRIT zu beschaffen - da die Tanke auch meistens KEINEN Notstrom hat. (Pumpe....Handbetrieben - mit 5 L in 10 Minuten...)

>> Im Büro ist ohne Wasser nach 8 Stunden eh Schicht - das Klo zugesch....

Brauchwasser = Wanne, (Eimer um das Klo zu spülen)
Abwasser = Rückschlagklappe ...sonst hat man die "Bescherung" bei Pumpenausfall im Abwassersystem.
Tiefkühlung braucht auch Strom !

BARGELD in kleinsten EINHEITEN. Den Stapel 500er kann KEINER wechseln.


Grössere Vorräte sollten dann aber auch verteidigt werden können....jeden Tag "grillt"/volle Festbeleuchtung hat... hat bald Besuch.

....und wenn das SatellitenTV Europaweit ausfällt......gibts in 14 Tagen Kapusta, Graupensuppe oder Pelmeni. (russisches oder amerikanisches Essen - je nach Wohnlage...)

Pack also ein paar Brühwürfel dazu ein. :D :D :D (Die Heimdestille sollte Dir ein paar Liter zum Tauschen liefern..) :D :D :D

Ne Woche sollte jeder selbst hinkommen..... auch ohne Internet....
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