Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon frems » Mo 5. Sep 2016, 14:51

H2O hat geschrieben:(05 Sep 2016, 01:57)

Ich muß sehr kleinlaut gestehen, daß ich die im August 2016 verbrauchte Datenmenge in der Fritz!Box falsch abgelesen hatte. Die beträgt nicht etwa 2,7 GB sondern 27 GB. Das ist die Folge der Videoübertragungen... Das ist über Mobilfunk schier unbezahlbar!

https://4gcdn-newongmbh.netdna-ssl.com/ ... il2016.jpg

Danke, Merkel.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Mo 5. Sep 2016, 14:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Sep 2016, 14:46)

Du zahlst über 50,- € für dein DSL? Dann solltest du evtl. einen Wechsel des Anbieters in Betracht ziehen.


Im Grunde ergrimmt wohl das meinen Sohn; mein Vertrag umfaßt Internet 50 Mb/sec und analoges Telefon... eigentlich zu 39,95 € fest; aber dann gibt es wohl Gespräche vom Analogtelefon zum Mobiltelefon meiner jüngsten Tochter, und dann gibt es zusätzliche Kosten... vermute ich. Deshalb lande ich fast regelmäßig bei 50 € -Rechnungsbeträgen.

Deshalb wollte ich auf Mobiltelefone umsteigen und auch auf mobiles prepaid Internet 5 GB Datendurchsatz, und den ganzen Leitungskram vergessen. Aber das war zu einfach gedacht. Dann eben auf das leitungsgebundene Telefon pfeifen und fest bei 39,95 € für Internet bleiben. Handys hatten wir ja schon...
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 5. Sep 2016, 14:57

Dann ruf deine Tochter über Whatsapp an, das kostet nichts ;)
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Mo 5. Sep 2016, 14:58

H2O hat geschrieben:(05 Sep 2016, 15:38)

Na ja, damit müssen wir uns abfinden; vor vielen Jahren waren die Nachrichten-Ingenieure so beseelt von ISDN-Telefonie und ihren erweiterten Möglichkeiten, daß die Technik weltweit angeboten wurde. Tja, das Bessere ist der Feind des Guten, und jetzt soll es eben Internet-Telefonie werden. Stellen wir uns also um: Es war schon immer ein Vorteil, wenn man keine Altlasten mitschleppen mußte ;) Immerhin kann man die DSL-Leitung ja für Telefon mitbenutzen. Eine ISDN-Telefonanlage kann man auf mittlere Sicht nur noch entsorgen, wie ein altes Auto.

Denken Sie an unser gutes altes Radio: LW, MW, KW, UKW-FM: Mit Weltempfängern konnte man in Süditalien oder Südfrankreich während der Autofahrt Deutsche Welle 6075 hören, oder in Polen MW oder LW aus Deutschland. Dann sollte es DAB auf allen Wellen werden, schließlich wurden die Sender europaweit abgeschaltet: LW, MW, KW sind tot; UKW-FM gibt es noch, trotz einer Ankündigung, daß diese Sendeart auch eingestellt werden sollte zugunsten DAB+. Damit haben die europäischen Rundfunkanstalten einen Riesenberg Elektronikschrott erzeugt... teures Zeug in Autos und Haushalten. Im Ausland geht "Deutschland" nur noch mit Internetradio... mobil zu teuer auf Dauer, siehe weiter oben. Ok, Satellitenrundfunk gibt es sicher auch noch europaweit. Aber wer stellt sich eine solche Antenne schon vor seine Berghütte?

Sehen wir diese Abläufe philosophisch: Eines Tages werden auch wir entsorgt und junge dynamische Menschen setzen das um, was uns verwehrt wurde. :cool:



.....unsere Propagandafront will nicht im Ausland auffallen. :D :D :D

NEBENBEI - DVB-T2 ist im Anrollen - alles NEU im nächsten MAI. „Digitale Videoübertragung – erdgebundenes Antennenfernsehen, zweite Generation“ Natürlich NICHT kompatibel mit 1.

Eine Abwärtskompatibilität zu DVB-T bietet der Nachfolger DVB-T2 nicht, da sie die Leistungsfähigkeit des neuen Systems reduzieren würde. Ein DVB-T-Gerät kann deshalb in der Regel keine DVB-T2-Signale empfangen. Umgekehrt werden jedoch viele DVB-T2-Geräte auch DVB-T-Signale empfangen können, weil die Hersteller den DVB-T2- mit einem DVB-T-Empfänger kombinieren werden. Ab Frühjahr 2017 werden in Deutschland DVB-T2-Settop-Boxen benötigt, um per Antenne mit noch nicht DVB-T2-kompatiblen Geräten DVB-T2 empfangen zu können
:D :D :D
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Mo 5. Sep 2016, 15:02



Sitzt die Gute denn im Aufsichtsrat von Vodafone?
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon frems » Mo 5. Sep 2016, 15:06

H2O hat geschrieben:(05 Sep 2016, 16:02)

Sitzt die Gute denn im Aufsichtsrat von Vodafone?

Wenn's nur bei Vodafone so wäre. Die digitale Infrastruktur hängt weit zurück. Und was macht Merkels Internetminister? Ebendt. Aber: in vielen, vielen Jahren werden wir vielleicht das heutige Durchschnittsniveau erreicht haben und dann sind das nicht mehr gefürchtete Unsummen.
Labskaus!

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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Mo 5. Sep 2016, 15:39

frems hat geschrieben:(05 Sep 2016, 16:06)

Wenn's nur bei Vodafone so wäre. Die digitale Infrastruktur hängt weit zurück. Und was macht Merkels Internetminister? Ebendt. Aber: in vielen, vielen Jahren werden wir vielleicht das heutige Durchschnittsniveau erreicht haben und dann sind das nicht mehr gefürchtete Unsummen.


Wenn ich mich nicht irre, dann vergibt die Bundesregierung über die Netzagentur bestenfalls Genehmigungen zum Aufbau von LTE-Stationen, damit "weiße Flecken" für schnelles Internet nun funktechnisch geschlossen werden. Vorrangig ist also das schnelle Internet flächendeckend, nicht LTE flächendeckend. Klar, daß Vodafone das anders sieht!

In Polen bin ich glücklicher Nutznießer einer LTE-Station in Reichweite. Da war das Land noch "ländlicher" als hier zu Lande.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Mo 5. Sep 2016, 15:42

Teeernte hat geschrieben:(05 Sep 2016, 15:58)

.....unsere Propagandafront will nicht im Ausland auffallen. :D :D :D

NEBENBEI - DVB-T2 ist im Anrollen - alles NEU im nächsten MAI. „Digitale Videoübertragung – erdgebundenes Antennenfernsehen, zweite Generation“ Natürlich NICHT kompatibel mit 1.

:D :D :D


Eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für chinesische Hersteller von Massenware.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 5. Sep 2016, 15:43

In Deutschland werden alle naselang die Straßen aufgerissen, aber auf die Idee, direkt mal ein paar Glasfaserleitungen zu legen, darauf kommt man nicht, da geht dann das Gerangel los, wem die Leitungen gehören und wer die Kosten tragen soll. Ein Hoch auf die "Liberalisierung", die ja angeblich nur Vorteile bietet und die Deutschland jetzt - neben der total beknackten Rechtsprechung auf dem Gebiet - von einer wichtigen Zukunftstechnologie abkoppelt.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Mo 5. Sep 2016, 16:02

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Sep 2016, 15:57)

Dann ruf deine Tochter über Whatsapp an, das kostet nichts ;)


"Kostet nichts" ist so nur wahr, wenn sich beide Teilnehmer während des Anrufs im WLAN-Bereich ihres jeweiligen Routers befinden und sie eine Internet-Flatrate unter Vertrag haben:

http://www.chip.de/news/WhatsApp-Calls- ... 53463.html

Nachtrag:

Ich habe mich etwas umgesehen und gefunden, daß Sprachnachrichten über Internet auch das Datenvolumen anknabbern:

    What's app call ~90 MByte/h --> 25 kbit/sec
    Skype nur Sprache <128 kbit/sec --> 16 kByte/sec --> 57 MByte/h
    Skype Bild und Ton <1,5 Mbit/sec --> 187 kByte/sec --> 675 MByte/h

Zaubern kann offenbar niemand; wenn der Datendurchsatz Geld kostet, dann sollte man daran denken, daß beide Enden dafür bezahlen. Wenn Ihnen jemand "ein Ohr abkaut" kostet das auch Ihr Geld... oder Sie haben unbegrenzte Datenmengen unter Vertrag.
Zuletzt geändert von H2O am Mo 5. Sep 2016, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Mo 5. Sep 2016, 16:18

H2O hat geschrieben:(05 Sep 2016, 16:39)

Wenn ich mich nicht irre, dann vergibt die Bundesregierung über die Netzagentur bestenfalls Genehmigungen zum Aufbau von LTE-Stationen, damit "weiße Flecken" für schnelles Internet nun funktechnisch geschlossen werden. Vorrangig ist also das schnelle Internet flächendeckend, nicht LTE flächendeckend. Klar, daß Vodafone das anders sieht!

In Polen bin ich glücklicher Nutznießer einer LTE-Station in Reichweite. Da war das Land noch "ländlicher" als hier zu Lande.


Hab ich selber schon geplant und eingereicht.... Da wo eine UMTS / GSM Station steht kommt eine Kombiantenne dran und die ganze Anlage getauscht .... zuerst auf dem LAnd ....und gleichzeitig in der Stadt....

Das mit den weissen Flecken - die gibts weiter.... am Anfang hatte man da drauf geschaut - nun nicht mehr.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Mo 5. Sep 2016, 16:29

Teeernte hat geschrieben:(05 Sep 2016, 17:18)

...

Das mit den weissen Flecken - die gibts weiter.... am Anfang hatte man da drauf geschaut - nun nicht mehr.


Eigentlich auch wieder tröstlich... "Kein Klang der aufgeregten Zeit drang noch in diese Einsamkeit..." ;)
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Mo 5. Sep 2016, 16:57

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Sep 2016, 16:43)

In Deutschland werden alle naselang die Straßen aufgerissen, aber auf die Idee, direkt mal ein paar Glasfaserleitungen zu legen, darauf kommt man nicht, da geht dann das Gerangel los, wem die Leitungen gehören und wer die Kosten tragen soll. Ein Hoch auf die "Liberalisierung", die ja angeblich nur Vorteile bietet und die Deutschland jetzt - neben der total beknackten Rechtsprechung auf dem Gebiet - von einer wichtigen Zukunftstechnologie abkoppelt.


Ja, das ist ein Skandal... vermutlich auch ein politischer! Vor vielen Jahren ging es darum sehr öffentlich: Die Deutsche Telekom hatte sich verdonnern lassen, oder sie war selbst tätig geworden, ist auch unwichtig: Sie wollte Deutschland mit Glasfasertechnik verfasern. Dann ging es aber um eine Kostenbeteiligung der wesentlichen Wettbewerber oder um die Nutzungskosten dieser neuen Infrastruktur.

Da stand die Telekom mit diesem Investitionsplan allein im Wald und vor der Forderung der Netzagentur, den Wettbewerb im Betrieb zu sehr geringen Kosten auf den Glasfasern zu zu lassen. Danach hatte die Deutsche Telekom auf diese Investition verzichtet. Damals hatte ich volles Verständnis für die Deutsche Telekom, die ja auch in einer Finanzkrise steckte, massenhaft Kunden an preisgünstigere Wettbewerber verlor.

Danach habe ich das Thema aus den Augen verloren... weiß also nicht, was inzwischen Sache ist.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Mo 5. Sep 2016, 19:09

H2O hat geschrieben:(05 Sep 2016, 17:57)

Ja, das ist ein Skandal... vermutlich auch ein politischer! Vor vielen Jahren ging es darum sehr öffentlich: Die Deutsche Telekom hatte sich verdonnern lassen, oder sie war selbst tätig geworden, ist auch unwichtig: Sie wollte Deutschland mit Glasfasertechnik verfasern. Dann ging es aber um eine Kostenbeteiligung der wesentlichen Wettbewerber oder um die Nutzungskosten dieser neuen Infrastruktur.

Da stand die Telekom mit diesem Investitionsplan allein im Wald und vor der Forderung der Netzagentur, den Wettbewerb im Betrieb zu sehr geringen Kosten auf den Glasfasern zu zu lassen. Danach hatte die Deutsche Telekom auf diese Investition verzichtet. Damals hatte ich volles Verständnis für die Deutsche Telekom, die ja auch in einer Finanzkrise steckte, massenhaft Kunden an preisgünstigere Wettbewerber verlor.

Danach habe ich das Thema aus den Augen verloren... weiß also nicht, was inzwischen Sache ist.


Es isss gaaaanz einfach.

Bötsch`s Ehefrau (zu der ZEIT) soll aus eine "Kupfer Hersteller" Familie stammen... Er war von 1993 bis 1997 letzter Bundesminister für Post und Telekommunikation. ...und hat sich gegen Glas entschieden ... (Japan hat sich kurz vorher für Glas entschieden)
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Mo 5. Sep 2016, 19:39

Teeernte hat geschrieben:(05 Sep 2016, 20:09)

Es isss gaaaanz einfach.

Bötsch`s Ehefrau (zu der ZEIT) soll aus eine "Kupfer Hersteller" Familie stammen... Er war von 1993 bis 1997 letzter Bundesminister für Post und Telekommunikation. ...und hat sich gegen Glas entschieden ... (Japan hat sich kurz vorher für Glas entschieden)


Durchaus möglich, daß mir das im Gedächtnis haften geblieben ist... wiewohl ich meine, daß es damals um ein Fingerhakeln der Neunmal-Reichen ging.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » Mi 25. Jan 2017, 15:07

Wenn ich so hohe Kommunikationskosten wie H2O hätte würde ich mir auch Gedanken machen. Aber es geht ja auch anders. Hier unsere monatliche Aufrechnung, die ich auf Wunsch gern per PN weiterleite:

VDSL mit 50 Mbit/s, non Limit
incl.
Festnetz-Inlandflat
z.Z. fünf Rufnummern
enthalten ist eine SIM-Karte mit kostenloser Telefonflat ins deutsche Festnetz und Flat ins Handynetz des Anbieters und des Verbundes incl. 100 MB Daten
drei weitere SIM-Karten für jeweils 2,99 Euro/Monat möglich
100 GB Online-Speicher

Das alles für 29,90 Euro/Monat dauerhaft!

Die kostenlose SIM-Karte nutzt meine Frau. Für sie reicht die dicke aus, um mich zuhause am Festnetz oder am Handy kostenfrei zu erreichen. Und für den Datenverkehr (fast ausschließlich WhatsApp) kam sie noch nie über ihr kostenfreies Limit.
Ich selbst habe in meinem Smartphone eine SIM-Karte für 6,99 Euro/Monat (Vodafone-Netz). Darin enthalten: 300 Frei-Einheiten und 2 GB Daten. Das reicht mir dicke.

Zusammen macht das ~ 37,00 Euro/Monat. Also nichts mit 70 – 80 Euro und dazu mit noch bescheidenerer Leistung!

Ach ja, falls auch Fernsehen gewünscht: Digital-TV (über 100 Sender) für 9,99 Euro/Monat zusätzlich.

Wie ihr seht, es geht auch preiswerter.
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Do 20. Jul 2017, 19:42

Auf die Kostenfrage bei verschiedenen Anbietern komme ich zu gegebener Zeit zurück; mein Anbieter ist seit fast 60 Jahren die Deutsche Telekom.

Derzeit treibt mich eine neue Frage um. Die Deutsche Telekom hatte meinen Telefonvertrag für das gute alte Analogtelefon gekündigt und mir dafür Internettelefon als technische Neuerung angeboten. Fernsehen brauche ich eigentlich gar nicht über Internet, aber einen großen Speicher für e-mail im t-online server. Na gut, viele meiner steinalten Bekannten haben kein Handy... also wird dieser Ersatz für drahtgebundene Telefontechnik benötigt!

Dann bin ich noch einen Schritt weiter gegangen, indem ich mit einer App von FritzBox für Android 4.4 unsere beiden Smartphones über WLAN mit der Internettelefonie verbunden habe. Der gute alte DECT-Telefonapparat ist nun in den technischen Ruhestand gegangen.

Das funktioniert jetzt alles ganz zufriedenstellend mit meiner FritzBox 7390. Unsere Smartphones sind nun Endgeräte für die Internettelefonie der Deutschen Telekom, aber auch für SKYPE mit Bild und Ton. Außerdem sind sie weiterhin als Mobiltelefone nutzbar und natürlich für SMS über Mobilfunkfrequenzen. SMS braucht man für Telebanking mit TANs. Das spart eine Menge Elektronik auf dem Tisch... mein Schreibtisch sieht nun sehr ordentlich aufgeräumt aus! :)

Gerade wollte ich mich zufrieden zurücklehnen, doch das ließ die Deutsche Telekom offenbar nicht ruhen.

Bim-bim, eine SMS der Deutschen Telekom: "Lieber Kunde, derzeit haben wir eine heftige Gewitterfront. Wir empfehlen, während solcher Wetterlagen den Stecker aus der Telefonleitung (meinem DSL-Anschluß) zu ziehen, um Schäden von Ihren Geräten fern zu halten. Mit freundlichen Grüßen..."

Was ist das denn nun? Seit vielen Jahren steckt meine FritzBox mitsamt Analogtelefon auf diesem Stecker, und nun soll nach Umstellung auf Internettelefonie mein Gerätesatz (nur noch die FritzBox) bei Gewitter gefährdet sein? Besteht diese Gefährdung nun wirklich, oder haben da Leute, die stets gleichzeitig mit Gürtel und Hosenträgern auftreten, ihre sehr persönliche Unsicherheit verbreitet?

Warum war das früher ungefährlich... bot die analoge Telefonfunktion etwa einen Schutz für die DSL-Funktion an der FritzBox, die physikalisch die selbe Drahtleitung für beide Kanäle (Internet, analoge Telefonie) benutzte? :?:

Wer weiß mehr davon?
Olympus
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Olympus » Fr 21. Jul 2017, 01:23

H2O hat geschrieben:(20 Jul 2017, 20:42)

Auf die Kostenfrage bei verschiedenen Anbietern komme ich zu gegebener Zeit zurück; mein Anbieter ist seit fast 60 Jahren die Deutsche Telekom.

Derzeit treibt mich eine neue Frage um. Die Deutsche Telekom hatte meinen Telefonvertrag für das gute alte Analogtelefon gekündigt und mir dafür Internettelefon als technische Neuerung angeboten. Fernsehen brauche ich eigentlich gar nicht über Internet, aber einen großen Speicher für e-mail im t-online server. Na gut, viele meiner steinalten Bekannten haben kein Handy... also wird dieser Ersatz für drahtgebundene Telefontechnik benötigt!

Dann bin ich noch einen Schritt weiter gegangen, indem ich mit einer App von FritzBox für Android 4.4 unsere beiden Smartphones über WLAN mit der Internettelefonie verbunden habe. Der gute alte DECT-Telefonapparat ist nun in den technischen Ruhestand gegangen.

Das funktioniert jetzt alles ganz zufriedenstellend mit meiner FritzBox 7390. Unsere Smartphones sind nun Endgeräte für die Internettelefonie der Deutschen Telekom, aber auch für SKYPE mit Bild und Ton. Außerdem sind sie weiterhin als Mobiltelefone nutzbar und natürlich für SMS über Mobilfunkfrequenzen. SMS braucht man für Telebanking mit TANs. Das spart eine Menge Elektronik auf dem Tisch... mein Schreibtisch sieht nun sehr ordentlich aufgeräumt aus! :)

Gerade wollte ich mich zufrieden zurücklehnen, doch das ließ die Deutsche Telekom offenbar nicht ruhen.

Bim-bim, eine SMS der Deutschen Telekom: "Lieber Kunde, derzeit haben wir eine heftige Gewitterfront. Wir empfehlen, während solcher Wetterlagen den Stecker aus der Telefonleitung (meinem DSL-Anschluß) zu ziehen, um Schäden von Ihren Geräten fern zu halten. Mit freundlichen Grüßen..."

Was ist das denn nun? Seit vielen Jahren steckt meine FritzBox mitsamt Analogtelefon auf diesem Stecker, und nun soll nach Umstellung auf Internettelefonie mein Gerätesatz (nur noch die FritzBox) bei Gewitter gefährdet sein? Besteht diese Gefährdung nun wirklich, oder haben da Leute, die stets gleichzeitig mit Gürtel und Hosenträgern auftreten, ihre sehr persönliche Unsicherheit verbreitet?

Warum war das früher ungefährlich... bot die analoge Telefonfunktion etwa einen Schutz für die DSL-Funktion an der FritzBox, die physikalisch die selbe Drahtleitung für beide Kanäle (Internet, analoge Telefonie) benutzte? :?:

Wer weiß mehr davon?

Fritzbox einfach stecken lassen. Und wenn sie doch mal beim Gewitter brennt, einfach eine neue kaufen. Heutzutage wird auch wegen allem Panik gemacht. Ich schätze da war auch gleich Werbung für die neuesten Modelle dabei, stimmts?
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 21. Jul 2017, 07:21

jack000 hat geschrieben:(04 Sep 2016, 23:47)

Generell wird es erstmal darauf hinauslaufen, dass drahtgebundene Einrichtungen durch drahtlose dann ersetzt werden wenn es einen Sinn macht.
Es ist so, das Kabelverbindungen derzeit günstiger sind als kabelose (wenn man es im Gesamtzusammenhang sieht). Für zu Hause macht in jedem Fall erstmal eine Kabelverbindung Sinn, denn die kabelosen Verbindungen haben derzeit zu wenig Kapazität. Das kann funktionieren wenn man z.B. weitestgehend nur Seiten anwählt wie das PF-EU, da nur wenige Daten übertragen werden, beim schauen mehrerer youtube-Videos ist bei kabelosen Verbindungen ruck-zuck Feierabend.

Das wird prinzipiell auch so bleiben. Die Funktürme funktionieren gut, solange eine für den Standort typische Menge angemeldeter Geräte einen für den Standort typischen Mix aus Bereitschaft und Übertragung fährt. Es ist nicht trivial möglich, sie kostengünstig mit Reserven für seltene, heftige Spitzen auszustatten.

Im Kabelnetz sind prinzipiell deutlich höhere Kapazitäten möglich, sowohl pro Anschluß als auch insgesamt. Das Limit des Ausbaus ist nur die zahlungsbereite Nachfrage. Das ist für Oma Müller auf kochen-wie-1920.de vielleicht alles nicht so wichtig.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » Fr 21. Jul 2017, 12:58

Die Technik entwickelt sich weiter. Nachdem die analoge Telefonie auch in Deutschland bald Geschichte ist und die Telekom bei Neuanschlüssen nur noch IP-Telefonie vorsieht und Altanschlüsse sukzessiv auf IP-Technologie umstellt ist wohl auch diese Technologie früher oder später dem Tod geweiht.
Beispiel Finnland: Finnland war das erste Land in Europa, in dem ein flächendeckendes Handynetz aufgebaut wurde. Als hier auf der Straße telefonierende Menschen noch bestaunt wurden gehörte das (Nokia)Handy in Finnlands Straßenbild längst zum Alltag. Mittlerweile ist das Handynetz in Finnland derart gut ausgebaut, dass selbst in den abgelegensten Gegenden, wo sich Elch und Kreuzotter gute Nacht sagen, bester Handyempfang zu erwarten ist (meist sogar LTE). Davon sind wir in Deutschland meilenweit entfernt!

Diese hervorragende Infra- und Netzstruktur und die Tatsache, dass die Finnen schon immer sehr Technikbegeistert waren und heute wohl bereits mit dem Smartphone in der Hand zur Welt kommen führte dazu, dass der finnische Staat bzw. die dortigen Telefongesellschaften kaum noch Geld in den Erhalt ihres Kabelgebundene Telefonnetzes in ländlichen Bereichen legen. Außerhalb größerer Städte beträgt die Festnetzverbreitung heute unter 1 Prozent! Verlässt man beispielsweise die bis nach Lappland führende Staatsstraße 6 und befährt dort Nebenstrecken, so sieht man häufig Kabel-Telefonmasten, von denen das Telefonkabel längst entfernt wurde oder irgendwo gekappt an einem Holzmast herunterhängt.

Ziel der Finnen ist, das gesamte Telefon/Internet-Netz vom Kabel zu lösen. Der Sicherheit wegen soll dieses nur noch Sicherheitseinrichtungen wie Polizei, Feuerwehr, Universitäten und anderen öffentlichen Einrichtungen erhalten bleiben.
Es ist nur eine Frage der Zeit, dann wird man auch bei uns das Telefonkabel, egal ob Kupfer oder Glasfaser, in der Erde verrotten lassen.
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)

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