Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

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Teeernte
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Sa 22. Jul 2017, 16:36

H2O hat geschrieben:(22 Jul 2017, 17:07)

Wozu kann man das Gerät gebrauchen? Wer sendet Sachdienliches auf KW? Amateuerfunk?

Ihren Tipp mit der Autobatterie für den Router finde ich gut. Vor allem leicht umsetzbar, wenn wirklich Notfälle eintreten.


Nein - mittels so einem Radio könnte man Amateurfunk aufnehmen. Auch aus diesem Grund - wird man es >> Notfunk = Totfunk nicht nehmen.

Hier geht es NUR darum - den wegsterbenden Amateurfunkern nicht das Lebenslicht auszublasen - .....mit ner Prüfungsordnung die - für die Volle Lizenz das Wissen für den SELBSTBAU / Berechnung einer Sendestelle erfordert... (wegduck)

Die Bänder sind (fast) leer - und du kannst sie mit nem INTERNET - Empfänger abhören....wundre Dich nicht - wenn NICHTS los ist....

http://websdr.ewi.utwente.nl:8901

Nimm das WISSEN von "Fernreisenden" : ....mit NUR nem GPS ausgerüstet - erfährst Du - wo du sterben wirst.

Einen Atomkrieg will ich nicht überleben...

Eine Wochenration Nahrung - sollte man NORMAL liegen haben - auch wenn man sich mal nicht bewegen kann.... und ne geladene Akkulampe sollte in keinem Haushalt fehlen. Man kann sich nicht auf ALLES vorbereiten - da hilft Nachbarhilfe auch zu normalen Zeiten.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Sa 22. Jul 2017, 20:49

Teeernte hat geschrieben:(22 Jul 2017, 17:36)

Nein - mittels so einem Radio könnte man Amateurfunk aufnehmen. Auch aus diesem Grund - wird man es >> Notfunk = Totfunk nicht nehmen.

Hier geht es NUR darum - den wegsterbenden Amateurfunkern nicht das Lebenslicht auszublasen - .....mit ner Prüfungsordnung die - für die Volle Lizenz das Wissen für den SELBSTBAU / Berechnung einer Sendestelle erfordert... (wegduck)

Die Bänder sind (fast) leer - und du kannst sie mit nem INTERNET - Empfänger abhören....wundre Dich nicht - wenn NICHTS los ist....

http://websdr.ewi.utwente.nl:8901

Ja, diese Leere habe ich mit meinem sehr guten Allwellenempfänger auch schon "abgehört". Ein vermutlich arabischer KW-Sender war noch auffindbar. Das war aber vor etlichen Monaten. Ins Leere zu hören ist auch nicht jedermanns Leidenschaft...
Nimm das WISSEN von "Fernreisenden" : ....mit NUR nem GPS ausgerüstet - erfährst Du - wo du sterben wirst.

Einen Atomkrieg will ich nicht überleben...

Mit dem Sterben wollte ich mich noch ein wenig gedulden... aber wer weiß, wie anderenorts die Entscheidungen fallen. An einen Atomkrieg dachte ich auch nicht; aber ich könnte mir vorstellen, daß ein gut eingeübtes Kommandounternehmen einer Großmacht unsere Kraftwerke für Monate unbrauchbar machen könnte. Das gibt ein Chaos der schlimmsten Sorte, weil inzwischen fast jede unabhängige Lebensform der Bequemlichkeit zum Opfer gefallen ist!
Eine Wochenration Nahrung - sollte man NORMAL liegen haben - auch wenn man sich mal nicht bewegen kann.... und ne geladene Akkulampe sollte in keinem Haushalt fehlen. Man kann sich nicht auf ALLES vorbereiten - da hilft Nachbarhilfe auch zu normalen Zeiten.

Völlig klar, daß man dann auf seine Mitmenschen und Nachbarn angewiesen ist. Und nun stellen Sie sich ein Stadthaus mit 40 oder 50 Familien vor, die alle jeden Tag stumm aneinander vorbei laufen.
Den Vorrat halte ich auch für etwa 4 Wochen im Kreislaufverfahren brauchbar.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Sa 22. Jul 2017, 21:11

H2O hat geschrieben:(22 Jul 2017, 21:49)
An einen Atomkrieg dachte ich auch nicht; aber ich könnte mir vorstellen, daß ein gut eingeübtes Kommandounternehmen einer Großmacht unsere Kraftwerke für Monate unbrauchbar machen könnte. Das gibt ein Chaos der schlimmsten Sorte, weil inzwischen fast jede unabhängige Lebensform der Bequemlichkeit zum Opfer gefallen ist!


Nun da meine ich - dass wir ausreichend gut geschützt sind - ...

Kraftwerke gibt es im Netzverbund eine große Reserve - wenn man alles - was man innerhalb eines Monats in Gang bringen kann - mitzählt.

Ausserdem "LOHNT" es nicht - mittels Kommandounternehmen Länder zu "zerdeppern". Blöderweise ist hier nichts zu holen.
Bei einem (kleinen/wirksamen) Angriff von Außen - wäre eine Mobilisierung als "Volkswille" - unausweichlich und VERHEEREND..
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Sa 22. Jul 2017, 22:04

Teeernte hat geschrieben:(22 Jul 2017, 22:11)

Nun da meine ich - dass wir ausreichend gut geschützt sind - ...

Kraftwerke gibt es im Netzverbund eine große Reserve - wenn man alles - was man innerhalb eines Monats in Gang bringen kann - mitzählt.

Ausserdem "LOHNT" es nicht - mittels Kommandounternehmen Länder zu "zerdeppern". Blöderweise ist hier nichts zu holen.
Bei einem (kleinen/wirksamen) Angriff von Außen - wäre eine Mobilisierung als "Volkswille" - unausweichlich und VERHEEREND..


Na ja, das flächendeckende Kommandounternehmen zieht sich kaum freiwillig zurück und amüsiert sich aus der Ferne über unser Chaos. Wie sich dann ein machtvoll gleichgerichteter "Volkswille" bilden soll... hoffentlich haben Sie da Recht! So richtig vorstellen kann ich mir diesen Aufstand nicht. Als kühl nachdenkender Angreifer würde ich auf Überläufer setzen, um die eigenen Interessen mit Gewalt durch zu setzen.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » So 23. Jul 2017, 09:23

H2O hat geschrieben:(22 Jul 2017, 23:04)

Na ja, das flächendeckende Kommandounternehmen zieht sich kaum freiwillig zurück und amüsiert sich aus der Ferne über unser Chaos. Wie sich dann ein machtvoll gleichgerichteter "Volkswille" bilden soll... hoffentlich haben Sie da Recht! So richtig vorstellen kann ich mir diesen Aufstand nicht. Als kühl nachdenkender Angreifer würde ich auf Überläufer setzen, um die eigenen Interessen mit Gewalt durch zu setzen.


Stell Dir vor , du bist Herrscher aller Reussen.... und weisst genau - dass die Besetzung von D ....nichts bringt....und VIEL Kostet. (1. Versuch bereits fehlgeschlagen) .....und die Rückkehrer haben Flausen im Kopf .....und viele Konsumgüter dabei - erzählen vom Goldenen Westen...

Die Kommandotruppe kann reagieren wie die Sachsen ...bei Napoleon. (Wenn man sie bleiben lässt)
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » So 23. Jul 2017, 11:13

Um noch einmal auf die Kommunikationssysteme von Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zu kommen:

Der Sprechfunkverkehr aller Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wird heute nur noch im BOS-Digitalfunknetz im TETRA-Standard abgewickelt. Dabei wird das Frequenzband 380 bis 410 MHz genutzt. Ein handelsüblicher Kurzwellenempfänger oder auch Weltempfänger wie z.B. der recht bekannte aber nicht mehr gebaute Grundig Satellit empfängt diesen Bereich nicht. Auch Amateurfunk-Receiver müssen da passen. Und das Mithören des Polizeifunks auf UKW ist schon lange Geschichte. Zudem erfolgt die Kommunikation verschlüsselt. So ist selbst mit s.g. Allbandempfängern da nix zu hören.

Der BOS-Funk ist ein eigenes unabhängiges Digitalfunknetz und ist ähnlich aufgebaut wie die Handynetze, die Otto-Normalverbraucher nutzt. Nur ist das BOS-Netz (ausgenommen der Stromversorgung) vollkommen autark und arbeitet vollkommen unabhängig von anderen Diensten. Es besteht in Deutschland aus vier Transitvermittlungsstellen. Eine Ebene darunter kommen dann die Vermittlungen, wovon es bei uns in Niedersachsen sechs gibt. Dann folgen die Basisstationen, in Niedersachsen knapp 500. Danach dann die Endgeräte.
Die Vermittlungsstellen und Basisstationen werden aus dem öffentlichen Stromnetz mit Energie versorgt.

Es ist richtig, dass im Falle eines (globalen) Stromausfalls das BOS-Digitalfunknetz derzeit nur etwa zwei Stunden aufrecht erhalten werden kann. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz fordert allerdings eine Notstromversorgung des Funknetzes für mindestens 72 Stunden. Daran wird aber z.Z. gearbeitet.

Tja, eine 100-prozentige Sicherheit gibt’s eben nicht. In keinem Bereich. Wer im „echten“ Katastrophenfall glaubt, dass der Staat schon irgendwie helfen wird ist verloren. Klar, alle Organisationen mit Sicherheitsaufgaben werden tun was sie können. Aber ihre Möglichkeiten sind begrenzt.

Es wird Zeit, dass die Bürger ihre „Vollkaskomentalität“ ablegen. Der Staat kann nicht alles leisten. Letztlich sind „der Staat“ auch wir alle, die Bewohner dieses Landes. Da ist ein jeder auch ein Stück für sich selbst verantwortlich.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » So 23. Jul 2017, 17:59

Teeernte hat geschrieben:(23 Jul 2017, 10:23)

Stell Dir vor , du bist Herrscher aller Reussen.... und weisst genau - dass die Besetzung von D ....nichts bringt....und VIEL Kostet. (1. Versuch bereits fehlgeschlagen) .....und die Rückkehrer haben Flausen im Kopf .....und viele Konsumgüter dabei - erzählen vom Goldenen Westen...

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Ich denke da eher an ein Land mit ungeheurer Überbevölkerung. Das Land hebt den von uns erlassenen Einwanderungsstopp auf und organisiert Versorgungsstellen auf der Anmarschstrecke. Sie sollten nicht immer in der Vergangenheit schwelgen, sondern schon einmal die passende künftige Herrschaftssprache erlernen... schon um sich eine Restchance für Ihr Überleben zu sichern.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Aldemarin » Fr 28. Jul 2017, 00:11

Nun ja, man hat einige Sendeanlagen als technische Denkmäler erhalten und es wäre nicht schlecht, LW/MW/KW-Sender, die noch funktionsfähig sind, diese als solche zu erhalten. Es ist durchaus möglich, einen Antennenträger gleichzeitig für MW und Digitalfunk zu nutzen ( Beispiel: Sender Dillberg).

Noch immer werden Radios verkauft, die LW, MW und KW können, denn noch gibt es Sender in diesen Bändern. Ich bin mir auch sicher, daß in manchen Ländern Leute in diesen Bändern Piratensender betreiben würden, wenn sie von den Offiziellen nicht mehr genutzt werden. Warum nicht? Empfangsgeräte gibt es doch und die brauchen keine Updates!

Warum hat man das Ende der Sendeaktivitäten der ARD in den LW, MW und KW-Bändern in den Massenmedien verschwiegen? Um das Aufkommen von Piratensendern zu verhindern!
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » Fr 28. Jul 2017, 12:07

Ach, die Zeit der Piratensender, wo vornehmlich in Ostfriesland über 80 Piratensender aktiv waren sind doch längst vorbei. Das war vor 40 Jahren! Die letzten Sender wurden Anfang 2000 dichtgemacht. Hin und wieder ist in den vergangenen Jahren dann mal irgendwo ein Student mit seinem Bastelgerät auf Sendung gegangen, der dann aber schnell aufgespürt und beschlagnahmt wurde.
Zudem sehe ich auch nicht wirklich einen Nutzen derartiger Sender in Krisenzeiten.

Im Gegenteil. Diese illegalen Sendeanlagen waren zumeist Eigenbauten mit im Versandhandel zusammengebastelten Komponenten. Immer wieder kam es vor, dass Piratensender durch Instabilitäten im HF-Teil und Oberwellen kommerzielle Funkdienste störten. Es ist schon ganz richtig, dass diese Sendeanlagen von der Bildfläche verschwanden. Durch die Einrichtung legaler kommerzieller und privater Sendeanlagen, die ebenfalls „alternativen“ und unabhängigen Rundfunk bieten wurde den Piratensendern zudem der Nährboden entzogen.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Aldemarin » Fr 28. Jul 2017, 12:44

Also in manchen Ländern, wie den Niederlanden, gibt es noch einschlägige Aktivitäten. Was aber auch nicht vergessen werden darf: je niederer die Sendefrequenz, um so geringer sind Probleme mit HF-Instabilitäten und um so besser kann ein gewissenhafter Bastler auch eine Oberwellenüberwachung vornehmen, denn ein handelsüblicher Weltempfänger genügt.
Ich habe früher übrigens auch versucht, MW-Sender der ARD auf ihrer 1. Oberwelle zu empfangen, was bei starken Stationen im 20 km-Radius gelang.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » Fr 28. Jul 2017, 13:59

Trotzalledem sehe ich in derartigen Aktivitäten in Krisenfällen keinen Sinn. Was solllen dir mir bringen? Der private Betreiber hat wahrscheinlich mit sich und seiner Familie im Kriesen- oder gar Kriegsfall genug zu tun, als dass er sich seinem Hobby widmen kann.
Ich selbst bedaure es ja selber sehr, dass der analoge Rundfunk langsam aber sicher aus dem Äther verschwindet. Ich bin von meiner Jugend an begeisterter Kurzwellenjäger. Allerdings macht das zunehmend keinen Spaß mehr. Früher war man stolz, von kleinen exotischen Sendern in Übersee auf Anfrage eine QSL-Karte (Empfangsbestätigung) zu erhalten weil es nicht einfach war bzw. ist, kleine Rundfunkstationen mit geringer Sendeleistung, beispielsweise in Südamerika, zu empfangen. Eine gute Außenantenne ist da Grundvoraussetzung. Und dann spielen Jahreszeit, Ausbreitungsbedingungen und Sonnenaktivitäten eine große Rolle.
Ich besaß einen kommerziellen Rhode & Schwarz EK71, den ich aber verkaufte, weil mir aufgrund der gegebenen Entwicklung der Spaß am Kurzwellenhören zu einem großen Teil vergangen ist. Meinen Grundig Satellit Prof. 650 habe ich noch. Aber auch von dem werde ich mich wohl trennen. Wie gesagt, der analoge Rundfung ist tot. Es lebe der Satellitenrundfunk und DAB! :(
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Aldemarin » So 30. Jul 2017, 05:30

Auch für LMK hat man Digitalradio entwickelt, das so genannte DRM ( Digital Radio Mondiale)-Verfahren. Megaradio wollte mit diesem Verfahren groß herauskommen, aber man ist stümperhaft vorgegangen.
Die ARD hat es auf verschiedenen Frequenzen getestet, doch wußten von DRM nur "Freaks", weil es in den Massenmedien so gut wie nie erwähnt wurde. So kam es, daß auch kaum geeignete Empfänger verkauft wurden.

Aber wenn manche Bänder immer leerer und leerer werden, was spricht gegen LowFER ( https://en.wikipedia.org/wiki/LowFER )?
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » So 30. Jul 2017, 08:49

Aldemarin hat geschrieben:(30 Jul 2017, 06:30)

Auch für LMK hat man Digitalradio entwickelt, das so genannte DRM ( Digital Radio Mondiale)-Verfahren. Megaradio wollte mit diesem Verfahren groß herauskommen, aber man ist stümperhaft vorgegangen.
Die ARD hat es auf verschiedenen Frequenzen getestet, doch wußten von DRM nur "Freaks", weil es in den Massenmedien so gut wie nie erwähnt wurde. So kam es, daß auch kaum geeignete Empfänger verkauft wurden.

Aber wenn manche Bänder immer leerer und leerer werden, was spricht gegen LowFER ( https://en.wikipedia.org/wiki/LowFER )?


Aus meiner Sicht spricht nichts gegen die Nutzung der freigewordenen Frequenzbänder, es sei denn, daß ihre private Nutzung hoheitsrechtlich ausgeschlossen wird. Aber das ist dann ein Freizeitspaß für wenige. Der Reiz des technisch ganz Neuen ist doch seit 90 Jahren dahin.

An die Werbung für Digitales Radio in den Bereichen L, M, K erinnere ich mich noch gut. Die Deutsche Welle machte das Verfahren gelegentlich zum Thema auf Kurzwelle 6075 kHz. Daraus ist nie etwas geworden; jedenfalls nicht auf der Deutschen Welle KW 6075 kHz.

Die Zeit der jedermann zugänglichen und empfangsseitig billigen Rundfunktechnik ist in Europa vorbei. Selbst der frequenzmodulierte Sendebetrieb auf UKW steht auf der Liste der vom Aussterben gefährdeten Arten... hält sich derzeit aber noch ganz wacker.

In der Nachfolge des DW Radio 6075 kHz steht der Deutschlandfunk bundesweit als Netz von frequenzmodulierten UKW-Sendern; aber als öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt natürlich mit ganz anderer Zielsetzung als der Staatssender DW 6075 kHz.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » So 30. Jul 2017, 09:36

Aldemarin hat geschrieben:(30 Jul 2017, 06:30)

Auch für LMK hat man Digitalradio entwickelt, das so genannte DRM ( Digital Radio Mondiale)-Verfahren. Megaradio wollte mit diesem Verfahren groß herauskommen, aber man ist stümperhaft vorgegangen.
Die ARD hat es auf verschiedenen Frequenzen getestet, doch wußten von DRM nur "Freaks", weil es in den Massenmedien so gut wie nie erwähnt wurde. So kam es, daß auch kaum geeignete Empfänger verkauft wurden.

Aber wenn manche Bänder immer leerer und leerer werden, was spricht gegen LowFER ( https://en.wikipedia.org/wiki/LowFER )?


aus dem QAM/qpsk https://de.wikipedia.org/wiki/Quadratur ... modulation ist doch auch auf MW, Kw... nichts geworden.

Radiosender für FM gibts bereits für 1000 eu - Kommerziell bei ebay. Wer was zu senden hat macht das über IP.

Selbst CB ist tot.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » So 30. Jul 2017, 12:54

Machen wir uns nichts vor, der analoge Rundfunk ist dem Tod geweiht. Spätestens, wenn der letzte analoge UKW-Sender dichtmacht ist das herkömmliche Radio nichts mehr wert. Norwegen ist da übrigens Vorreiter. Wer da mal Urlaub macht wird erstaunt sein. Musikalische Unterhaltung im Auto mit einem herkömmlichen Autoradio ohne DAB? Fehlanzeige! Das gesamte UKW-Rundfunkband ist tot. Es sei denn, man befindet sich gerade in der Nähe von ein paar verbliebenen lokalen Sendern, denen man noch eine Galgenfrist bis 2022 gelassen hat.
Wer also nach Norwegen seinen alten Radiowecker ohne DAB-Empfang mitnimmt sollte die Weckfunktion auf Piepton umstellen. Ansonsten verpennt er/sie wohl.

Bei uns geht das nun in die gleiche Richtung. Nach dem Motto "Bist du nicht willig so brauch ich Gewalt" sollen wir jetzt zum digitalisiertem Rundfunkhören zwangsweise und staatlicherseits umerzogen werden:

https://www.elektormagazine.de/news/bun ... -lw-radios
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » So 30. Jul 2017, 21:50

Raskolnikof hat geschrieben:(30 Jul 2017, 13:54)

Machen wir uns nichts vor, der analoge Rundfunk ist dem Tod geweiht. Spätestens, wenn der letzte analoge UKW-Sender dichtmacht ist das herkömmliche Radio nichts mehr wert. Norwegen ist da übrigens Vorreiter. Wer da mal Urlaub macht wird erstaunt sein. Musikalische Unterhaltung im Auto mit einem herkömmlichen Autoradio ohne DAB? Fehlanzeige! Das gesamte UKW-Rundfunkband ist tot. Es sei denn, man befindet sich gerade in der Nähe von ein paar verbliebenen lokalen Sendern, denen man noch eine Galgenfrist bis 2022 gelassen hat.
Wer also nach Norwegen seinen alten Radiowecker ohne DAB-Empfang mitnimmt sollte die Weckfunktion auf Piepton umstellen. Ansonsten verpennt er/sie wohl.

Bei uns geht das nun in die gleiche Richtung. Nach dem Motto "Bist du nicht willig so brauch ich Gewalt" sollen wir jetzt zum digitalisiertem Rundfunkhören zwangsweise und staatlicherseits umerzogen werden:

https://www.elektormagazine.de/news/bun ... -lw-radios


Na ja, so lange in meiner Stadt noch FM-UKW angeboten wird, steige ich nicht auf DAB+ und Konsorten um. Das wird ja ein riesiger Schrotthaufen in meinem Haushalt: Küchenradio, Eßzimmerradio, 2 Weltempfänger Sangean, ein Weltempfänger PHILIPS, seinerzeit ein ganz heißes Geschoß!.

Die gute Nachricht: Im Bereich des WLANs können unsere Smartphones GALAXY S3 neo Internetradio abspielen. Dafür kann der Hersteller Samsung das integrierte FM-Radio demnächst ganz weglassen. Und selbst in Polen kann meine Frau dann über Internet Deutschlandfunk (DLF) hören. Man muß also zu Hause nicht unbedingt neue Radios beschaffen. Vermutlich genügt eine Ladeschale für das Smartphone mit Audioabgriff.

Im Auto ist das natürlich anders... es sei denn, daß man dort mobiles Internet betreibt. Entlang der Verkehrswege dürfte das vermutlich bald verfügbar sein. Das wäre das Aus für herkömmliche Autoradios mit Navigationsgeräten... denn die Navigationsfunktion bieten Smartphones ja auch! Adieu Straßenkartenupdate! Google über alles! :s
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Raskolnikof » So 30. Jul 2017, 22:12

Ja, stimmt. Google mutiert zur Weltmacht.
(und alle machen mit).
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Aldemarin » Mo 31. Jul 2017, 19:21

Warum kann man es nicht jeden einzelnen Programmanbieter selbst überlassen, in welchen Band er nach welchen Verfahren er senden will? Die einzige Begrenzung, an die er sich halten muß, sollte der internationale Bandplan der ITU sein, der auch die Bandbreite und Nachbarkanalunterdrückung festlegt.
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon Teeernte » Mo 31. Jul 2017, 19:59

Aldemarin hat geschrieben:(31 Jul 2017, 20:21)

Warum kann man es nicht jeden einzelnen Programmanbieter selbst überlassen, in welchen Band er nach welchen Verfahren er senden will? Die einzige Begrenzung, an die er sich halten muß, sollte der internationale Bandplan der ITU sein, der auch die Bandbreite und Nachbarkanalunterdrückung festlegt.


Wir sind hier nicht in Griechenland.......RECHTS rum wird geschwommen....rechts rum !
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Re: Naht das Ende der drahtgebundenen Kommunikation?

Beitragvon H2O » Mo 31. Jul 2017, 20:12

Aldemarin hat geschrieben:(31 Jul 2017, 20:21)

Warum kann man es nicht jeden einzelnen Programmanbieter selbst überlassen, in welchen Band er nach welchen Verfahren er senden will? Die einzige Begrenzung, an die er sich halten muß, sollte der internationale Bandplan der ITU sein, der auch die Bandbreite und Nachbarkanalunterdrückung festlegt.


Ich vermute einmal, daß es gar keine anderen Programmanbieter mehr gab als die öffentlich-rechtlichen. Das Geschäft lohnt sich vermutlich nicht, weil die ganz große Mehrheit der Zuhörer dort nicht mehr eingeschaltet hat. Fernsehen, Satellitenempfang, Internet... Wer hätte RTL denn verbieten wollen, weiterhin auf LMK zu senden?
Die Weitbereichs-Sendetechnik ist sicher auch kostspielig; die Störstrahlungen machen den Hörern zu schaffen.

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