Linux, Unix und BSD

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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 11. Jan 2018, 11:24

grün hat geschrieben:(11 Jan 2018, 10:34)

Ist es das nicht, dann wird es das nicht.

Das ist mir zu kryptisch für nebenher, da kann ich dir grade nicht folgen. Ein Programm auf eine neue Wortbreite anpassen ist je nach Abstraktionsebene (Assembler, maschinennahe Hochsprache, maschinenferne Hochsprache) viel oder wenig Aufwand.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 11. Jan 2018, 11:26

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(11 Jan 2018, 10:27)

Die aktuellen Enterprise-Systeme gibt es nur noch in 64 Bit.


Meine Sorge sind nach gesammelter Erfahrung auch weniger die Betriebssysteme als solche, sondern die Überfrachtung der Nutzerprogramme, die immer mehr anbieten und damit den RAM-Speicher und die CPU belasten. Sicher könnte man dann weniger anspruchsvolle Nutzerprogramme ersatzweise laden... aber leider machen die dann doch erkennbar weniger Spaß. :(

Na, meine Hoffnungen liegen auf UBUNTU 18.04 LTS. Damit käme ich dann bis 2013... wenn ich dieses nicht zu ferne Jahr überhaupt noch erlebe... und CANONICAL dann die UBUNTU-Distribution auch noch sponsort. Alles Irdische hat einen Anfang und ein Ende.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 11. Jan 2018, 11:32

H2O hat geschrieben:(11 Jan 2018, 11:26)

Meine Sorge sind nach gesammelter Erfahrung auch weniger die Betriebssysteme als solche, sondern die Überfrachtung der Nutzerprogramme, die immer mehr anbieten und damit den RAM-Speicher und die CPU belasten. Sicher könnte man dann weniger anspruchsvolle Nutzerprogramme ersatzweise laden... aber leider machen die dann doch erkennbar weniger Spaß. :(

Na, meine Hoffnungen liegen auf UBUNTU 18.04 LTS. Damit käme ich dann bis 2013... wenn ich dieses nicht zu ferne Jahr überhaupt noch erlebe... und CANONICAL dann die UBUNTU-Distribution auch noch sponsort. Alles Irdische hat einen Anfang und ein Ende.

Hier hast du dich wohl vertippt. Und bleib doch optimistisch, bei aller Abgeklärtheit :)

Die allerbilligsten aktuellen 64-Bit-Systeme können mehr als selbst gute ältere 32-Bit-Angebote - Einfach, weil sooo viel seither passiert ist. Irgendwann wird einfach mal ein neues Gerät fällig. Ich kann auch heute noch einen Browser auf einem AmigaOS und auf Originalhardware von Commodore fahren. Aber es ist eben nichts.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 11. Jan 2018, 12:28

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(11 Jan 2018, 11:32)

Hier hast du dich wohl vertippt. Und bleib doch optimistisch, bei aller Abgeklärtheit :)

Die allerbilligsten aktuellen 64-Bit-Systeme können mehr als selbst gute ältere 32-Bit-Angebote - Einfach, weil sooo viel seither passiert ist. Irgendwann wird einfach mal ein neues Gerät fällig. Ich kann auch heute noch einen Browser auf einem AmigaOS und auf Originalhardware von Commodore fahren. Aber es ist eben nichts.


Richtig; meinen AMIGA 4000 mit µC 68040 im Tower habe ich genau aus dem Grunde seinerzeit aufgegeben. Heute käme wohl Heiterkeit auf, wenn ich noch die stolze RAM-Größe von 128 MB erwähnte und den HP-Interface Bus.. Toll, was die Kiste damit schon an zu bieten hatte!

Sie meinen also, daß ich in 2023 dann unsere jüngeren Teilnehmer beeindrucken werde, wenn ich mir einen ganz heißen Ofen zulege, um die SW-Entwicklung nicht zu behindern?
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 11. Jan 2018, 12:38

H2O hat geschrieben:(11 Jan 2018, 12:28)

Richtig; meinen AMIGA 4000 mit µC 68040 im Tower habe ich genau aus dem Grunde seinerzeit aufgegeben. Heute käme wohl Heiterkeit auf, wenn ich noch die stolze RAM-Größe von 128 MB erwähnte und den HP-Interface Bus.. Toll, was die Kiste damit schon an zu bieten hatte!

Sie meinen also, daß ich in 2023 dann unsere jüngeren Teilnehmer beeindrucken werde, wenn ich mir einen ganz heißen Ofen zulege, um die SW-Entwicklung nicht zu behindern?

Nein, ich meine, dass irgendwann die Mühe, mit dem alten Kram weiterzumachen, der Komfortverzicht, die Kompromisse und Unvollständigkeiten zu viel sind, wenn man für 200 Euro alle diese Probleme los sein kann und wieder für hinreichend viele Jahre ohne besondere Mühe mittun kann.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 11. Jan 2018, 12:54

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(11 Jan 2018, 12:38)

Nein, ich meine, dass irgendwann die Mühe, mit dem alten Kram weiterzumachen, der Komfortverzicht, die Kompromisse und Unvollständigkeiten zu viel sind, wenn man für 200 Euro alle diese Probleme los sein kann und wieder für hinreichend viele Jahre ohne besondere Mühe mittun kann.


Das ist genau meine Verfahrensweise; nach tränenreichen Abschieden vom AMIGA 4000 (7 Jahre) und PANASONIC mit PIII (15 Jahre) habe ich seit einiger Zeit einen VAIO mit C2D und 2 GB. Der tut's ganz wunderbar für den Hausgebrauch. Hoffentlich über 2023 hinaus... ich bin nämlich sehr anhänglich! :)
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 11. Jan 2018, 14:18

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(11 Jan 2018, 11:32)

Die allerbilligsten aktuellen 64-Bit-Systeme können mehr als selbst gute ältere 32-Bit-Angebote

Was können die denn mehr? Und wie weit willst du zurück gehen? Eine olle Core 2 Duo-CPU von 2006 hat auch schon den x64 Befehlssatz implementiert, der Athlon64 ist noch älter (2003).
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 11. Jan 2018, 14:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jan 2018, 14:18)

Was können die denn mehr? Und wie weit willst du zurück gehen? Eine olle Core 2 Duo-CPU von 2006 hat auch schon den x64 Befehlssatz implementiert, der Athlon64 ist noch älter (2003).

Deshalb steht da aktuell.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 11. Jan 2018, 14:40

Reine 32bit-CPUs sind über 10 Jahre alt, logisch, dass aktuelle CPUs "mehr können" (was so auch nicht wirklich stimmt, sie rechnen nur schneller), das liegt aber nicht an x64.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Raskolnikof » Do 11. Jan 2018, 15:42

Bisher konnte mich noch niemand davon überzeugen, dass es sinnvoll ist, bei dem gerade beim Otto-Versand (Beispiel) für 239,99 Euro erworbenen PC von HP, der mit Windows 10, 64Bit, ausgeliefert wird die Festplatte platt zu machen, um darauf Linux zu installieren.
Was hat der Otto Normalverbraucher davon, der sich einen PC fürs Briefe schreiben oder seine Steuererklärung kauft? Lt. eines schon älteren Spiegel-Artikels ist dies der größte Kundenkreis eines PCs bzw. Notebooks. Weiter war da zu lesen, dass gem. einer Studie 95 Prozent aller Word-Anwender lediglich 5 Prozent aller Funktionen des Programms nutzen.

Weiterhin bleibt festzuhalten, dass spätestens seit Windows 8.0 das Betriebssystem absolut stabil läuft. Ich habe schon seit XP keine Probleme mehr mit Windows. Und Windows 10 ist so zuverlässig wie Muttis Bügeleisen. :)

Dass sich Hacker meist Windows-Systeme für ihr Hobby vornehmen liegt einfach daran, dass das aufgrund der größeren Verbreitung dieser Systeme mehr Sinn macht. Obwohl bei der WLAN-Attacke Ende letzten Jahres in erster Linie Linux-Systeme betroffen waren. Zudem trügt der Schein: Bei angenommenen 97 Prozent Windows-Anwendern ist es nur natürlich, dass auch entsprechend mehr von Hacker-Attacken oder Viren-Befällen auf Windows-Systeme zu hören ist. Auch ist es sicherlich so, dass unter den Linux-Anwendern eher Technik-Profis zu finden sind, die bei einem Virenbefall ihres Rechners nicht gleich in Ohnmacht fallen wie z.B. Lieschen Müller, deren Panne bereits eine Stunde später auch im letzten Kral Zentralafrikas bekannt ist.

Dass Linux Ressourcenfreundlicher ist und weniger anspruchsvoll ist was die Hardware betrifft ist mir klar. In Anbetracht der Tatsache aber, dass heute selbst Billigstrechner über üppige Rechnerperformence und über Arbeitsspeicher satt verfügen scheint doch diese Problematik aus der Mottenkiste gegriffen.

Also nochmals: Lieschen Müller will sich einen Rechner kaufen. Wie die meisten Verbraucher hat sie von der Technik keine Ahnung und weiß vielleicht noch nicht einmal, was ein Betriebssystem ist. Das muss sie auch nicht. Schließlich ist der PC heute kein Gerät mehr nur für Technik-Gurus sondern ein Gerät wie jedes andere Elektrogerät im Haushalt auch. Es soll auf Knopfdruck funktionieren und bei Bedarf ein Kochrezept von chefkoch.de ausspucken, einen Partner fürs Leben bei parship finden oder helfen einen lieben Brief an Oma in Sonntagsausgehschönschrift zu verfassen.
Lieschen Müller geht also in einer der großen Techniktempel und kauft so ein Gerät. Alternativ greift sie bei Aldi oder beim Otto-Versand zu.
Jetzt das Unfassbare: Sie packt das Gerät aus, schließt mit ein wenig Mühe Tastatur, Maus, Monitor und Drucker an (beim Laptop nur den Drucker), schaltet an und… läuft!

Warum um alles in der Welt sollte Lieschen Müller nun dabeigehen und das installierte Windows löschen und ein Linux installieren? Was hat sie davon? Wer hilft ihr dabei? Wie gesagt, die Kiste läuft und Lieschen Müller ist zufrieden. So wie auch ich.

Ich kenne Linux und habe auch damit gearbeitet (Ubuntu). Ich erkannte aber auch gewisse Grenzen die dazu führten, dass ich mit mehreren Partitionen arbeitete und mit zwei Betriebssystemen auf der Festplatte als Multiboot-System. Mittlerweile arbeite ich aber nur noch mit Windows. Einer von mehreren Gründen war ja auch die von mir bereits genannte Inkompatibilität bei Verwendung von MS Office und Linux/OpenOffice bzw. LibreOffice innerhalb von Arbeitsgruppen und komplexen Aufgabenstellungen.

Linux hat mit Sicherheit seine Daseinsberechtigung, z.B. im Serverbereich. Der Endverbraucher (Lieschen Müller) aber hat von den Vorteilen von Linux wenig bis nichts.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 11. Jan 2018, 16:43

Jeder, der will, darf doch sein gekauftes Windows XX verwenden; kein Einwand, aber ich muß das doch deshalb nicht auch tun, wenn ich mich mit UBUNTU YY wohl fühle, und ich damit meine Aufgaben ohne weiteren Einsatz von Eigenmitteln erfüllen kann.

Das mag im Teameinsatz ganz anders sein. Damals habe ich natürlich auch Windows NT und XP auf meinen dienstlich/privaten Rechnern gehabt. Dazu gab es auch den ehrenwerten Beruf des Systemadministrators, wenn etwas nicht gängig war. Ärger gab es nur, wenn unsere Partnerfirma wieder einmal aufgerüstet hatte auf eine neuere Version von Office und Projektplanung. Damals habe ich mir geschworen, als Privatmann diese Bartwickelmaschine ein für alle Male ab zu stellen.

Und den Schwur halte ich auch, so lange es LINUX für Dummies gibt, weil ich seit UBUNTU 8.04 LTS Hardy Heron eben nur gute Erfahrungen mit UBUNTU gemacht habe. Ich freue mich schon auf UBUNTU 18.04 LTS. Die Distribution tut es dann bis 2023. Wenn meine HW mit UBUNTU 18.04 LTS zicken sollte, dann bleibt es bei UBUNTU 16.04 LTS bis 2021. Geht doch! Läuft prima auf einem VAIO VGN-TZ 11 MN von ~2008 mit 2 GB RAM. Allerdings habe ich mir einen SSD 128 GB Festplattenersatz gegönnt... das fetzt :D ! Wir alten Leute müssen doch zusammen halten! 2021 sehe ich aber auch dann gelassen entgegen. Schlimmstenfalls kaufe ich 2021 oder 2023 neuere UBUNTU-kompatible HW von ebay für'n Appel und'n Ei.

Und nun bitte ich um eine Runde Mitleid für'n armen alten Rentner! :)
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 11. Jan 2018, 16:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jan 2018, 14:40)

Reine 32bit-CPUs sind über 10 Jahre alt, logisch, dass aktuelle CPUs "mehr können" (was so auch nicht wirklich stimmt, sie rechnen nur schneller), das liegt aber nicht an x64.


Lassen Sie mich bitte nicht dumm sterben: Warum sind 64 Bit Wortlänge im Prozessor nicht von Hause aus schneller als 32 Bit Wortlänge? Bei den uralten CDC Rechnern lagen geradezu Welten zwischen unserer 32 Bit-Maschine und der 64 Bit-Maschine der IABG. Solche Feinheiten wie den Rechentakt in PCs lasse ich einmal weg.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 11. Jan 2018, 17:29

Womöglich hilft Dir dieser Schnipsel weiter - allgemeine Voraussetzung der Prozessor und auch das Betriebssystem und die betreffende Software "kann" 64bit :
Quelle hat geschrieben:Außerdem gilt folgende Faustregel:

Wenn Sie mit sehr großen Datenmengen hantieren (hochauflösende Fotos, Videos, Musik/Sound, Datenkompression, umfangreiche mathematische oder statistische Berechnungen), dann lohnt sich die 64 Bit-Version. Genügend Arbeitsspeicher vorausgesetzt, geht die Verarbeitung der Daten dann oftmals deutlich schneller vonstatten.

In allen anderen Fällen ist es relativ egal, welche Bitbreite Sie für Ihre Programme auswählen, ich würde im Zweifelsfall der 64 Bit-Version den Vorzug geben, sofern genügend Arbeitsspeicher vorhanden ist.

Integrierte Installationspakete für beide Wortbreiten nehmen Ihnen bei manchen Programmen die Entscheidung ab.
Ein 32 bit Register kann "lediglich" :
2 ^ 32 Werte speichern dezimal : 4.294.967.296 dagegen 2 ^ 64 dezimal : 18.446.744.073.709.551.616 = das dezimal 4.294.967.296fache

Ein schönes Beispiel für exponentiellen Verlauf - so viele Reiskörner liegen allein auf dem 64. Feld des berühmten Schachbretts.... :p
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Raskolnikof » Do 11. Jan 2018, 17:38

H2O hat geschrieben:(11 Jan 2018, 16:43)

Jeder, der will, darf doch sein gekauftes Windows XX verwenden; kein Einwand, aber ich muß das doch deshalb nicht auch tun, wenn ich mich mit UBUNTU YY wohl fühle, und ich damit meine Aufgaben ohne weiteren Einsatz von Eigenmitteln erfüllen kann.

Das klingt ja jetzt schon wesentlich versöhnlicher. :) Anfangs hatte ich hier den Eindruck, dass Linux ein zwingendes Muss ist.
Und nun bitte ich um eine Runde Mitleid für'n armen alten Rentner! :)

Warum das? Wie gesagt, einen nigelnagelneuen HP-Rechner incl. Windows 10 (Entschuldigung) bekommst du bereits für 240 Euro. Und auf dem Gebrauchtmarkt wirst du mit ausgemusterten Rechnern incl. Windows-Lizenz erschlagen. Oft landen die im Müll, weil die nicht mehr verkäuflich sind. Ich bin häufiger auf der Mülldeponie und schaue mich da im Bereich wo der Rechnerschrott steht um. Einfach sagenhaft, was da rumliegt. Und wenn man sich gut mit dem Personal versteht...
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 11. Jan 2018, 17:51

Raskolnikof hat geschrieben:(11 Jan 2018, 17:38)

Das klingt ja jetzt schon wesentlich versöhnlicher. :) Anfangs hatte ich hier den Eindruck, dass Linux ein zwingendes Muss ist.

Aber wehe. wenn da wieder so ein wanna-cry oder ähnlicher Held auf Ihren Nerven herum tritt!
Solche Banditen hatten es bis hinein in den Telekom-Rechner geschafft. Seit UBUNTU 8.04 LTS habe ich keine solchen Überraschungen erlebt! Löppt! Aber ich befolge natürlich ziemlich sklavisch die Aktualisierungsaufforderungen von UBUNTU.
Warum das? Wie gesagt, einen nigelnagelneuen HP-Rechner incl. Windows 10 (Entschuldigung) bekommst du bereits für 240 Euro. Und auf dem Gebrauchtmarkt wirst du mit ausgemusterten Rechnern incl. Windows-Lizenz erschlagen. Oft landen die im Müll, weil die nicht mehr verkäuflich sind. Ich bin häufiger auf der Mülldeponie und schaue mich da im Bereich wo der Rechnerschrott steht um. Einfach sagenhaft, was da rumliegt. Und wenn man sich gut mit dem Personal versteht...

Von dem Geschäft mit noch voll betriebsfähigen Laptops der vorletzten Generation leben ganze Firmenverbände. Wenn Sie sich einen netten Bildschirm wünschen und ein gepflegtes Gerät, dann sind Sie wie der Wind mit 400 bis 600 Euro dabei. Ich rede aber von HW, die einmal fabrikneu um die 2.000 € gekostet hat. Meine SSD-Nachrüstung war teurer als der Rechner! :)
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 11. Jan 2018, 19:34

Raskolnikof hat geschrieben:(11 Jan 2018, 15:42)

In Anbetracht der Tatsache aber, dass heute selbst Billigstrechner über üppige Rechnerperformence und über Arbeitsspeicher satt verfügen scheint doch diese Problematik aus der Mottenkiste gegriffen.

Das ist ein Trugschluss. CPUs in Billigstrechnern sind auch heute noch lahm und wenn Lieschen Müller sowas wie World of Warcraft zocken will, dann ist auch die iGPU überfordert.
Niemand braucht Linux, jeder User könnte mit Windows glücklich werden, wenn man das OS mit Verstand bedient, ist es auch nicht unsicherer als andere Betriebssysteme, mit nervenden Dingen wie dem furchtbaren Updateprozess könnte man sich abfinden. Aber warum sollte das JEDER tun? Wer ein bisschen computeraffin ist, der kann eben auch Linux nutzen, wenn er will. Ich nutze auch heute noch Dualboot mit W10 und Linux auf all meinen PCs und habe es bisher nicht bereut. Nur der alte Laptop (C2D) läuft im single boot mit Ubuntu, da läuft W10 einfach zu zäh, Linux ist für ältere Hardware prädestiniert, auch wegen der Treibersituation, für alte Scanner oder Drucker gibt es keinen W10-Treiber mehr, das ist inakzeptabel.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 11. Jan 2018, 19:39

H2O hat geschrieben:(11 Jan 2018, 16:51)

Lassen Sie mich bitte nicht dumm sterben: Warum sind 64 Bit Wortlänge im Prozessor nicht von Hause aus schneller als 32 Bit Wortlänge?

Weil der Vorteil nur beim Arbeiten mit großen Zahlen wirklich durchschlägt, bei kleineren Zahlen schleppt man den ganzen Overhead mit sich herum. Der größte Vorteil ist, dass mehr als 4GB Arbeitsspeicher genutzt werden können.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 11. Jan 2018, 19:53

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jan 2018, 14:40)

Reine 32bit-CPUs sind über 10 Jahre alt, logisch, dass aktuelle CPUs "mehr können" (was so auch nicht wirklich stimmt, sie rechnen nur schneller), das liegt aber nicht an x64.

Darum ging es auch nicht. Es ging darum, dass der aktuelle Rechner der billigsten Schublade das viele Jahre alte Topsystem locker in dir Tasche steckt und man schon für kleines Geld jede Menge Ärger, Arbeitszeit und Nervenleiden los wird. Mit uralten Rechnern tatsächlich zu arbeiten, ist oft kein Spaß und schlicht unwirtschaftlich. Gerade in der Freizeit ist das oft mehr Ehrgeiz als Sparsamkeit. Ich habe meine Amigas nur fortgegeben, weil ich kaum noch Zeit hatte, mit ihnen herumzubasteln. Nützlich waren die da schon 10 Jahre nicht mal mehr in Aufrüstständen, die man ursprünglich weder bekommen hätte noch bezahlen konnte. So ist das auch mit "aktuellen" Servern... Die sind oft den Strom und den Platz um Rechenzentrum nicht wert. Nehmen wir mal den HP ProLiant DL580 Gen7 - die sind in der Regel längst abgeschrieben, aber am selben Platz könnte auch ein wesentlich stärkerer Gen9 stehen. Lohnt sich für viele Szenarien nicht, diesen Schrott zu behalten. Ist aber immer noch eine "gute" Maschine, auf der ein aktuelles Linux rennt. Aktuelles Redhat oder SUSE bekommst du nicht mehr als 32 Bit, dafür gibt es auch keine Nachfrage. Obwohl es auf dem ollen 32bitter sicher noch laufen würde und die einzig verbleibende Variante 64bit nicht. Da will sich einfach keiner mehr die QA für ans Bein binden und hinterher Support leisten. Warum wohl?
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon H2O » Do 11. Jan 2018, 20:03

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jan 2018, 19:39)

Weil der Vorteil nur beim Arbeiten mit großen Zahlen wirklich durchschlägt, bei kleineren Zahlen schleppt man den ganzen Overhead mit sich herum. Der größte Vorteil ist, dass mehr als 4GB Arbeitsspeicher genutzt werden können.


Das ist doch einmal ein Wort! Vielen Dank!

Vielleicht irre ich mich in der Rückschau; bei mir hatte sich festgesetzt, daß auch Befehle, meinetwegen in 32 Bit Wortlänge, schneller ab zu arbeiten wären, weil sie dann nur in der CPU mit deren Takt verwurstet werden müßten. Aber kann sein, daß diese Verarbeitungsvariante bei den modernen CPUen gar keine Rolle mehr spielt.
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Re: Linux, Unix und BSD

Beitragvon Tom Bombadil » Do 11. Jan 2018, 20:11

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(11 Jan 2018, 19:53)

Mit uralten Rechnern tatsächlich zu arbeiten, ist oft kein Spaß und schlicht unwirtschaftlich.

Du vermischst jetzt den professionellen Einsatz mit dem privaten. Mein Firmenrechner kommt Ende 2018 aus der Abschreibungsphase, da wird selbstverständlich ein neuer gekauft, auch wenn ich im Grunde nicht mehr Rechenleistung brauche. Der privat genutzte, noch ältere, Laptop wird nicht ersetzt, erstens ist der Stromverbrauch irrelevant niedrig und zweitens reicht der für alle Dinge, die ich damit erledige voll und ganz aus. Hier macht ein Update keinen Sinn, der Laptop macht auch keinerlei Probleme und es ist kein Aufwand, ihn zu betreiben. Warum also wechseln? Der kommt erst weg, wenn entweder die Rechenleistung nicht mehr ausreicht oder er kaputt ist, da bin ich dann aber auch anders als H2O völlig unsentimental. Mein PC zum zocken ist noch ein oller Core i7 2600 mit 16GB RAM, dafür aber mit GTX 1080ti, damit das Zocken in UHD schön aussieht und trotzdem noch flüssig läuft. Hier steht aber auch bald ein Update an, weil die CPU nicht mehr leistungsfähig genug ist.
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