Linux - Welche Distribution?

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HugoBettauer
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon HugoBettauer » Sa 3. Okt 2015, 08:15

jack000 » Sa 3. Okt 2015, 08:09 hat geschrieben:Das ist bei Windows in der Tat zu einer wirklichen Plage inzwischen geworden :mad2:

Das geht praktisch schon bei Auslieferung los, wenn man nicht alles selbst von null macht und genau aufpasst.
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Kopernikus
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon Kopernikus » Fr 13. Nov 2015, 17:03

Ich hol den Thread mal hoch, da ich vor einer ähnlichen Entscheidung stehe. Hab hier noch einen kleinen Laptop rumstehen, der relativ wenig Leistung hat und entsprechend schlecht mit dem vorinstallierten Windows 8 zu nutzen ist.

Daher würde ich dort gern auf Linux umsteigen. Außer Standardanwendungen soll der Laptop nicht viel können. Von daher kommt wohl eine der Massendistributionen in Frage. Gibt es eine, die von der Bedienung/Overfläche am ehesten an Mac OS X erinnert und generell einfach in der Handhabung ist? Das wäre mir am liebsten.

Und wie genau muss ich eigentlich bei der Installation vorgehen? Gibt´s da idiotensichere Anleitungen?
http://kartoffeln-im-netz.tumblr.com/
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http://www.youtube.com/watch?v=xwsOi0ypuSI
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon jack000 » Fr 13. Nov 2015, 18:26

Kopernikus » Fr 13. Nov 2015, 17:03 hat geschrieben:Ich hol den Thread mal hoch, da ich vor einer ähnlichen Entscheidung stehe. Hab hier noch einen kleinen Laptop rumstehen, der relativ wenig Leistung hat und entsprechend schlecht mit dem vorinstallierten Windows 8 zu nutzen ist.

Daher würde ich dort gern auf Linux umsteigen. Außer Standardanwendungen soll der Laptop nicht viel können. Von daher kommt wohl eine der Massendistributionen in Frage. Gibt es eine, die von der Bedienung/Overfläche am ehesten an Mac OS X erinnert und generell einfach in der Handhabung ist? Das wäre mir am liebsten.

Und wie genau muss ich eigentlich bei der Installation vorgehen? Gibt´s da idiotensichere Anleitungen?

Mit einer Virtual Box kannst du die Installationen an einen schnelleren Rechner testen ohne das du irgendwas an dem ändern musst:
http://www.chip.de/downloads/VirtualBox_23814448.html

Meine Erfahrung ist, dass dieses hier für Rechner mit schwacher Leistung am besten:
http://www.chip.de/downloads/openSUSE-K ... 52114.html

Generell ist es kein Problem und m.E. sogar für DAUs möglich Linux zu installieren, Internet lauffähig zu machen und auch noch weitere Programme zu installieren. Wenn es aber darum geht z.B. Drucker oder irgendwelche Treiber für Grafikkarten zu ändern, dann gute Nacht.

Bedenke aber, dass Win8 mehr Leistung braucht als Win10, daher sollte Win10 auch in der Liste der zu testenden Software stehen (Allerdings direkt auf den entsprechenden Rechner installieren)

Linux nutze ich im Alltag nicht sondern habe es nur zur Probe installiert um zu wissen wie es funktioniert wenn mal alle Stricke reißen sollten.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon Mithrandir » Sa 21. Nov 2015, 17:02

Kopernikus » Fr 13. Nov 2015, 18:03 hat geschrieben:Ich hol den Thread mal hoch, da ich vor einer ähnlichen Entscheidung stehe. Hab hier noch einen kleinen Laptop rumstehen, der relativ wenig Leistung hat und entsprechend schlecht mit dem vorinstallierten Windows 8 zu nutzen ist.

Windows 8 ist eigentlich nicht so wahnsinnig ressourcenhungrig.
Wenn die Hardware schwach ist (z. B. lahme Festplatte, lahmes Mainboard, wenig L1/L2 Cache, wenig RAM), kann auch Linux keine Wunder bewirken.
Dein Gerät dürfte das hier als älteres Vorgängermodell erwähnte sein: http://www.golem.de/news/a4-1200-und-10 ... 04117.html
bzw. wird auch hier diskutiert: http://www.heise.de/ct/artikel/Ersteind ... 69881.html


Kopernikus » Fr 13. Nov 2015, 18:03 hat geschrieben:Ich hol den Thread mal hoch, da ich vor einer ähnlichen Entscheidung stehe. Hab hier noch einen [url=http://www.amazon.de/MEDION-Multitouch-Netbook-Windows-Bluetooth/dp/B00HFQCBEU]
Daher würde ich dort gern auf Linux umsteigen. Außer Standardanwendungen soll der Laptop nicht viel können. Von daher kommt wohl eine der Massendistributionen in Frage. Gibt es eine, die von der Bedienung/Overfläche am ehesten an Mac OS X erinnert und generell einfach in der Handhabung ist? Das wäre mir am liebsten.

Für das Netbook könnte Ubuntu geeignet sein. Auf dem Desktop bin ich kein großer Freund von Unity, aber auf einem kleinen Bildschirm sieht das anders aus. (Mein eigenes Netbook, noch deutlich leistungsschwächer, läuft mit einem Ubuntu Netbook Remix recht gut - seit Unity die Standardoberfläche von Ubuntu geworden ist, gibt es diese Varianter aber nicht mehr.)
Unity hat sich auch etwas bei Mac OS abgeschaut, nämlich die Integration der Anwendungs-Menüleisten ins obere Panel.
Angesichts der schwachen Hardware könnte aber etwas wie Lubuntu geeigneter sein - mit ressourcenschonenderem LXDE-Desktop, ist von der Bedienung auch näher am klassischen Windows.

Allerdings sind – unabhängig vom Betriebssystem – gerade Standardanwendungen inzwischen oft recht ressourcenhungrig, z. B. ein aktueller Browser mit einigen offenen Websites, alle voll mit Zeug und Script das irgendwas rechnet.


Und wie genau muss ich eigentlich bei der Installation vorgehen? Gibt´s da idiotensichere Anleitungen?

Normalerweise ist die Installation sehr einfach.
Bei einem Netbook ohne optischem Laufwerk bietet es sich an, von USB-Medium oder über Netzwerk zu installieren.
Wenn Du noch nicht sicher bist, ob Du komplett auf das installierte Windows verzichten willst, würde ich zu einer Dual-Boot-Konfiguration raten. Auch das (was früher noch etwas mehr Kentnisse erforderte) ist inzwischen sehr einfach: Ubuntu kann z. B. bei der Installation eine bestehende Windows-Partition verkleinern und Ubuntu daneben installieren (Datensicherung dennoch empfohlen). Festplattenspeicher hat Dein Netbook ja reichlich.
Zuletzt geändert von Mithrandir am Sa 21. Nov 2015, 17:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon schokoschendrezki » Sa 21. Nov 2015, 17:07

Boraiel » Fr 14. Aug 2015, 16:12 hat geschrieben:Dir ist bewusst, dass viele Programme nicht auf Linux laufen?


Witzbold :p Das Zweite Programm lief bei mir unlängst nicht unter Linux ... glaub, meine Antenne war zu klein.
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon schokoschendrezki » Sa 21. Nov 2015, 17:21

Kopernikus » Fr 13. Nov 2015, 18:03 hat geschrieben:Ich hol den Thread mal hoch, da ich vor einer ähnlichen Entscheidung stehe. Hab hier noch einen kleinen Laptop rumstehen, der relativ wenig Leistung hat und entsprechend schlecht mit dem vorinstallierten Windows 8 zu nutzen ist.

Daher würde ich dort gern auf Linux umsteigen. Außer Standardanwendungen soll der Laptop nicht viel können. Von daher kommt wohl eine der Massendistributionen in Frage. Gibt es eine, die von der Bedienung/Overfläche am ehesten an Mac OS X erinnert und generell einfach in der Handhabung ist? Das wäre mir am liebsten.

Und wie genau muss ich eigentlich bei der Installation vorgehen? Gibt´s da idiotensichere Anleitungen?


Mein Tip für einen leistungsschwachen Rechner ist Ubuntu Desktop in der letzten LTS-Version (long-term support), z.Zt. 14.04, aber nicht mit der Standard-Oberfläche Unity sondern mit dem wesentlich ressourcenschonenderen "Gnome Classic". Ob die an Maxc OS X "erinnert" ... nun ja. Und außerdem ist mein Tip, sich das ganze von einem erfahrenen Linux-User installieren zu lassen, wenn man denn einen im Bekanntenkreis kennt. Ich selbst habe dies für etliche völlig IT-fremde Personen eingerichtet, die damit inzwischen jahrelang ohne irgendein Problem arbeiten und heilfroh sind, nix mehr mit diesen typischen Windows-Ärgernissen zu tun zu haben.
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon H2O » Do 26. Nov 2015, 15:49

schokoschendrezki » 2015-11-21, 18:21 hat geschrieben:
Mein Tip für einen leistungsschwachen Rechner ist Ubuntu Desktop in der letzten LTS-Version (long-term support), z.Zt. 14.04, aber nicht mit der Standard-Oberfläche Unity sondern mit dem wesentlich ressourcenschonenderen "Gnome Classic". Ob die an Maxc OS X "erinnert" ... nun ja. Und außerdem ist mein Tip, sich das ganze von einem erfahrenen Linux-User installieren zu lassen, wenn man denn einen im Bekanntenkreis kennt. Ich selbst habe dies für etliche völlig IT-fremde Personen eingerichtet, die damit inzwischen jahrelang ohne irgendein Problem arbeiten und heilfroh sind, nix mehr mit diesen typischen Windows-Ärgernissen zu tun zu haben.


Natürlich ist es gut, einen LINUX-IT-Experten heran zu ziehen,
wenn man selbst nur sehr wenig Erfahrungen mit den inneren
Zusammenhängen eines Rechners hat.

Mit der UBUNTU 14.04.2 LTS lassen sich LENOVO-Laptops
mit >2 GB RAM und >= C2D CPU gut nutzen. Das an mehreren
Stellen vermittelte Wissen: Jünger als 10 Jahre sollte der Laptop
doch sein. Manche andere LINUX-Distributionen und Laptop-
Fabrikate benötigen Treiber für HW-Besonderheiten, und dann
muß man sich ziemlich damit befassen... einige Tage bis Wochen,
wenn die Erfahrung mit der Rechnerinstallation fehlt. Debian ist
ein Beispiel dafür. Alles irgendwie machbar, aber zeitaufwendig
für Dummies. Was soll das nur? (UBUNTU baut auf Debian auf...)

UBUNTU nimmt dem Neuling fast alle schwierigen Entscheidungen
ab, ohne den Zugang dazu aus zu schließen... wer will, der kann.
Mit Live-Installationen kann man prüfen, ob der eigene Rechner mit
Ubuntu läuft. Das Programm läuft dann allein im RAM-Speicher ab,
und gelegentlich muß dann von einer CD nachgeladen werden, oder
neuerdings vom Memory-Stick mit dem Installations-Programm.
Das lassen auch andere LINUX-Distributionen zu, wohl wahr.

Ja, es ist wahr, daß nicht alle Anwendungen auf LINUX verfügbar
sind, jedenfalls nicht für unerfahrene Nutzer mit wenig Möglichkeiten,
sich das Notwendige zusammen zu suchen und zu installieren.
Aber für den Alltag und Büroarbeiten, Internet, e-mail, telebanking,
reicht eine UBUNTU-Installation völlig aus. In ganz verzweifelten
Fällen findet man unter "ubuntuusers" wertvolle Tipps, die doch das
eine oder andere Rätsel lösen.

Ich habe inzwischen einen Horror vor Windows entwickelt; unverhofft
ergreift ein Programm ohne Rücksicht auf Verwandte Besitz vom Rechner,
und der unerfahrene Nutzer schwebt in 1000 Ängsten, daß er am Ende
einen unbrauchbaren Rechner hat. Nein, das Ende ist immer wieder gut,
aber die Angst bleibt. Ich benutze Windows nur noch, wenn ich das nicht
vermeiden kann. Sehr mächtige Software, lädt lange (Windows 7), kann wohl
fast alles. Aber mit UBUNTU habe ich meinen Rechner im Griff, und nicht
umgekehrt der Rechner mich im Griff ;-)))

Über XUBUNTU und LUBUNTU lässt sich Ähnliches sagen; aber in meinem
Falle sehe ich keinen Vorteil, nun wieder in das Windows XP-ähnliche Menüsystem
zurück zu gehen. Wenn Ubuntu läuft, dann ist das meine Wahl!

Folglich benutze ich UBUNTU seit Ubuntu 8.04 LTS, mache brav die ange-
kündigten Aktualisierungen und auch die Wechsel auf neuere LTS-
Versionen mit. Leider musste ich alte Laptop-HW still legen; mit Pentium III/700 MHz
und 384 MB RAM läuft nichts mehr so richtig. Diese HW war schon bei Windows XP
störanfällig. Die Anforderungen des Internets überfordern diese HW auch mit
LINUX Debian 8; das humpelt dann nur noch. Aber wer nur eine kleine Schreib-
maschine benötigt, der kann auch mit dieser alten HW leben. Zum Entsorgen zu schade...

Ja, manche Veränderung in Ubuntu bei Versionswechseln macht zunächst
etwas mehr Mühe als die gewohnten Wege, aber das gibt sich sehr schnell;
schließlich sind die Entwickler doch keine Spinner. Im Alltagsgebrauch
völlig ausreichend, eigentlich sogar sehr gut brauchbar; aber, wer dringend
SKYPE braucht, der wird sich sehr anstrengen müssen, jedenfalls ist das so
bisher mit UBUNTU 14.04 LTS.

Solche Mängel halte ich für verschmerzbar; deshalb würde ich sicher nicht
zu einer anderen Distribution wechseln wollen. Für die Vorsichtigen unter
uns: UBUNTU 14.04 LTS wird bis 2019 gepflegt, also Betriebssystem und
Benutzerprogramme aus dieser Version. In 2016 wird aller Voraussicht nach
eine neue LTS-Version UBUNTU 16.04 LTS erscheinen, die man als uner-
fahrener Benutzer in 2017 nachladen kann, um jedem Anfangsärger aus
dem Wege zu gehen. Dann hat an aller Voraussicht nach wieder Ruhe bis
2021... wo gibt es das wohl noch?

UBUNTU kann ich aus meinen Erfahrungen heraus also nur wärmstens
empfehlen. Einfacher geht es wohl kaum... wenn die HW dazu passt.
Zuletzt geändert von H2O am Do 26. Nov 2015, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon Negator » Sa 18. Jun 2016, 10:22

Ungefähr die Top 10 von Distrowatch.com.

Von Arch würde ich Anfängern aber abraten und Mageia würde ich in der Top 10 drin lassen, obwohl es gerade herauszurutschen droht!
Maat & Mate :thumbup:
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon HugoBettauer » Sa 18. Jun 2016, 10:31

Kopernikus hat geschrieben:(13 Nov 2015, 17:03)

Ich hol den Thread mal hoch, da ich vor einer ähnlichen Entscheidung stehe. Hab hier noch einen kleinen Laptop rumstehen, der relativ wenig Leistung hat und entsprechend schlecht mit dem vorinstallierten Windows 8 zu nutzen ist.

Daher würde ich dort gern auf Linux umsteigen. Außer Standardanwendungen soll der Laptop nicht viel können. Von daher kommt wohl eine der Massendistributionen in Frage. Gibt es eine, die von der Bedienung/Overfläche am ehesten an Mac OS X erinnert und generell einfach in der Handhabung ist? Das wäre mir am liebsten.

Und wie genau muss ich eigentlich bei der Installation vorgehen? Gibt´s da idiotensichere Anleitungen?

Probiere doch mal Android aus. Wenn das WLAN richtig geht, hast du praktisch gewonnen. Allerdings ist es etwas gewöhnungsbedürftig, dass standardmäßig alle Programme volle Größe haben.
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon bennyh » So 19. Jun 2016, 13:11

Negator hat geschrieben:(18 Jun 2016, 11:22)

Von Arch würde ich Anfängern aber abraten und Mageia würde ich in der Top 10 drin lassen, obwohl es gerade herauszurutschen droht!

Was ist das Problem mit Arch? Für mich ist es die beste Distro auf dem "Markt". Ubuntu und dergleichen haben imho schon seit Jahren zu viel unnötigen Krams wie Compiz Fusion etc. in der Standardinstallation. Da wähle ich dann doch lieber genau die Pakete manuell aus, die ich brauche. Nicht, weil es mir besonders viel Spaß macht, sondern weil ich dadurch, dass Massendistros mitlerweile zu bloatware geworden sind, dazu genötigt werde. Außerdem gefällt mir das "rolling release" Prinzip. Was ich will, ist die neuste Version meine Software. Was ich nicht will, ist mit der Versionsnummer meiner Distribution behelligt werden. Eine Linux-Distribution braucht imho keine Version.
Last but not least ist die Dokumentation von Arch wesentlich besser und detailierter als die jeder Massendistribution, die ich kenne. Dasselbe lässt sich auch über die Community in den Foren sagen.
Best of pn:
- "Kannst du deine blöde Fresse nicht halten? Ich antworte nicht auf deine Zitate, also verpiss dich."
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon H2O » So 19. Jun 2016, 18:44

bennyh hat geschrieben:(19 Jun 2016, 14:11)

Was ist das Problem mit Arch? Für mich ist es die beste Distro auf dem "Markt". Ubuntu und dergleichen haben imho schon seit Jahren zu viel unnötigen Krams wie Compiz Fusion etc. in der Standardinstallation. Da wähle ich dann doch lieber genau die Pakete manuell aus, die ich brauche. Nicht, weil es mir besonders viel Spaß macht, sondern weil ich dadurch, dass Massendistros mitlerweile zu bloatware geworden sind, dazu genötigt werde. Außerdem gefällt mir das "rolling release" Prinzip. Was ich will, ist die neuste Version meine Software. Was ich nicht will, ist mit der Versionsnummer meiner Distribution behelligt werden. Eine Linux-Distribution braucht imho keine Version.
Last but not least ist die Dokumentation von Arch wesentlich besser und detailierter als die jeder Massendistribution, die ich kenne. Dasselbe lässt sich auch über die Community in den Foren sagen.


Vermutlich streiten Sie hier über Geschmacksfragen. Nach bösen Überraschungen während der Installation etlicher Linuxe bin ich froh, daß es so etwas gibt wie UBUNTU. Seit 8.04 LTS bis 14.04 LTS habe ich noch nie Schwierigkeiten damit gehabt, die ich nicht aus eigener Kraft und anhand von Beschreibungen in www.ubuntuusers.de lösen konnte.

Für den unbedarften Anwender (so sehe ich mich auf diesem Gebiet) ist das ein Segen.

Wer unbedingt will, der kann auch UBUNTU abspecken und aufblähen nach Herzenslust. Das Standardpaket ist aber ganz vernünftig angelegt... für Otto Normalverbraucher ;-) .

Allerdings lese ich hier auch zum ersten Male, daß es so etwas wie ARCH gibt. Vermutlich ist das eine Linux-Distribution für Leute, die sich mit der Technik ihres Rechners und seiner SW gern und gründlich auseinander setzen. Gut, daß es solche Leute gibt.
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon firlefanz11 » Fr 9. Sep 2016, 16:01

Hände weg von openSuSE wenn man nicht bei jedem Versionssprung völlig neu installieren will. Upgrade kann funktionieren muss aber nicht, und wird offiziell auch nicht angeraten...
Ich nutze nur CentOS... :D
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon H2O » Sa 10. Sep 2016, 10:06

firlefanz11 hat geschrieben:(09 Sep 2016, 17:01)

Hände weg von openSuSE wenn man nicht bei jedem Versionssprung völlig neu installieren will. Upgrade kann funktionieren muss aber nicht, und wird offiziell auch nicht angeraten...
Ich nutze nur CentOS... :D


Neugierige Frage: Warum CentOS; welche Vorzüge hat diese Distribution?

[Ubuntu rät auch, lieber eine Neuinstallation durch zu führen, als eine veraltete Version zu überschreiben. Weil das aber bei LTE (Long Term Edition) nur im Abstand von 2 Jahren notwendig ist, ärgert mich dieser Aufwand nicht sonderlich.]
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 12. Sep 2016, 09:37

H2O hat geschrieben:(10 Sep 2016, 11:06)

Neugierige Frage: Warum CentOS; welche Vorzüge hat diese Distribution?

[Ubuntu rät auch, lieber eine Neuinstallation durch zu führen, als eine veraltete Version zu überschreiben. Weil das aber bei LTE (Long Term Edition) nur im Abstand von 2 Jahren notwendig ist, ärgert mich dieser Aufwand nicht sonderlich.]

Ist 100% Red Hat aber kostenlos, und superleicht zu updaten. Eignet sich aber in erster Linie als Server OS...
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon H2O » Mo 12. Sep 2016, 09:47

firlefanz11 hat geschrieben:(12 Sep 2016, 10:37)

Ist 100% Red Hat aber kostenlos, und superleicht zu updaten. Eignet sich aber in erster Linie als Server OS...


Ich vermute "rolling release" als Strategie der Aktualisierungen. Davon schwärmten hier schon einige Teilnehmer für andere Distributionen.

Linux-Distributionen für den DAU enthalten große Mengen an nützlichen Anwenderprogrammen und natürlich auch Bedienoberflächen. Bei Versionswechsel wird in diesen Paketen jedes Mal tüchtig aufgeräumt.
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon Michi » Di 18. Okt 2016, 05:09

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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon Folxfeindt » Di 18. Okt 2016, 05:40

HugoBettauer hat geschrieben:(18 Jun 2016, 11:31)

Probiere doch mal Android aus. Wenn das WLAN richtig geht, hast du praktisch gewonnen. Allerdings ist es etwas gewöhnungsbedürftig, dass standardmäßig alle Programme volle Größe haben.


android eine umgebung speziell für schmalbrüstige, embedded systeme, mit relativ kleinem display und ohne tastatur. auf modernen pcs macht es nur wenig sinn.
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon HugoBettauer » Di 18. Okt 2016, 06:50

Folxfeindt hat geschrieben:(18 Oct 2016, 06:40)

android eine umgebung speziell für schmalbrüstige

Und genau nach so einem hatte der Kopernikus doch gefragt.

auf modernen pcs macht es nur wenig sinn.

Falsch. Die Android/ChromeOS-Plattform funktioniert auf modernen Geräten ganz wunderbar von Office bis Computerspiel. Ob nun klassisch Android-86 oder seit Mitte des Jahres ChromeOS mit Android-Integration. Du hast Maus, Tastatur, Fenster und Bildschirmschoner. Es fehlt an nichts.
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon H2O » Di 18. Okt 2016, 08:19

HugoBettauer hat geschrieben:(18 Oct 2016, 07:50)

Und genau nach so einem hatte der Kopernikus doch gefragt.


Falsch. Die Android/ChromeOS-Plattform funktioniert auf modernen Geräten ganz wunderbar von Office bis Computerspiel. Ob nun klassisch Android-86 oder seit Mitte des Jahres ChromeOS mit Android-Integration. Du hast Maus, Tastatur, Fenster und Bildschirmschoner. Es fehlt an nichts.


Nicht daß ich mit einem Systemwechsel liebäugelte, aber mich plagt die Neugierde: Ist dieses ChromeOS nicht ein Konzept, das auf ausgelagerte Programme zugreift mit dem Versprechen, daß diese ausgelagerte SW stets auf dem letzten Stand gehalten wird, der Nutzer sich also darum gar nicht kümmern müsse? Will sagen, daß bei Abwesenheit einer Internetverbindung die Fähigkeiten des damit ausgestattenen Rechners sehr eingeschränkt sind? Oder verwechsele ich da etwas?

Mich wunderte nämlich, daß auf ebay etliche Rechner mit ChromeOS angeboten werden... sagt nicht viel, aber weckt schon Argwohn, daß die Sache einen Haken haben könnte.
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Re: Linux - Welche Distribution?

Beitragvon HugoBettauer » Di 18. Okt 2016, 08:23

Chromeos ist in USA momentan vor allem an Schulen beliebt und wird mehr verkauft als apples macos-pcs. Die Android-Anwendungen unter ChromeOS sind lokal installiert wie am Telefon.
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