Klimaveränderung - Gründe, Folgen und Risiken gezielt leugnen

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immernoch_ratlos
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Klimaveränderung - Gründe, Folgen und Risiken gezielt leugnen

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 24. Okt 2018, 22:46

Vor beinahe 3 Jahren : in SPON "Wirtschaft" dieser Bericht :
"Falsche Angaben zum Klimawandel : Staatsanwalt ermittelt gegen ExxonMobil" (06.11.2015)
SPON hat geschrieben:Geprüft werden solle, ob der weltgrößte Ölkonzern die Öffentlichkeit und Anleger über die möglichen Folgen des Klimawandels in die Irre geführt hat. Es gehe um Konzernaktivitäten, die bis in die späten Siebzigerjahre zurückreichten.

Ein wesentlicher Teil der Ermittlungen beziehe sich auf die Frage, ob Exxon seine Investoren ausreichend über finanzielle Risiken durch die gesellschaftliche Notwendigkeit, fossile Brennstoffe zu begrenzen, informiert habe. Stattdessen habe der Konzern über mindestens zehn Jahre hinweg Studien finanziert, um die Folgen und Risiken verharmlosen.
Zu diesem Zeitpunkt ging also der New Yorker Staatsanwalts Eric Schneiderman erst einem Verdacht nach um, falls der genügend Beweise zu Tage fördern würde, Anklage zu erheben.

Nun scheinen diese Untersuchungen abgeschlossen :
"New Yorker Gericht : Ölriese Exxon wegen Falschangaben zum Klimawandel verklagt (21.10.218)"
FAZ hat geschrieben:ExxonMobil habe Anleger jahrzehntelang in die Irre geführt, lautet der Vorwurf der New Yorker Staatsanwaltschaft. Sie sind aber nicht die einzigen, die den Ölriesen verklagen.

Das Unternehmen werde beschuldigt, Investoren über geschäftliche Risiken im Zuge einer strengeren Regulierung aufgrund der Erderwärmung getäuscht zu haben, erklärte Generalstaatsanwältin Barbara Underwood am Mittwoch.

Exxon habe jahrelang Anleger in die Irre geführt, die „Geld und Vertrauen“ in den Konzern investiert hätten, hieß es in der Mitteilung weiter. Exxon reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

Underwoods Vorgänger Eric Schneiderman hatte bereits vor mehr als drei Jahren Ermittlungen gegen den Ölriesen eingeleitet. Anfang des Jahres hatte schon die Stadt New York Exxon sowie die Branchengrößen BP, Chevron, ConocoPhillips und Shell auf Zahlungen zur Bewältigung des Klimawandels verklagt.
Eine rundum gelungene Täuschung deren Kosten selbstverständlich alle die deren Produkte genutzt haben, "großzügig", wenn auch unwissend, finanziert haben.

An Hand dieser Grafik lässt sich unschwer nachvollziehen, mit welcher Macht diese Konglomerat Öffentlichkeit aber auch Wissenschaft "vor seinen Karren" spannen konnte und selbstverständlich noch kann. Wie immer bei derartigen Täuschungen fiel es nicht schwer bestimmte politische Kreise in aller Welt zu ihren fleißigen Helfern zu machen. In naiver Gläubigkeit werden da schon mal tausende von Wissenschaftler und deren Arbeit als Lüge beiseite geschoben.

Das besondere am angloamerikanischen Recht ist (zumindest hier) die Unabhängigkeit der Justiz - besonders aber die völlig unterschiedliche Anklagevertretung :
Quelle hat geschrieben:Zu den Besonderheiten des amerikanischen Strafprozesses gehört neben dem aus einschlägigen Verfilmungen bekannten Verfahren vor einer möglichst unvoreingenommenen Jury die spezifische Stellung der Beteiligten im Verfahren. Insbesondere die Position des Staatsanwalts unterscheidet sich in gewisser Weise von der Rolle im deutschen Strafprozess, ist er doch mehr Ankläger und Inquisitor zu Lasten des Beschuldigten und Angeklagten als dies im deutschen Ermittlungs- und Hauptverfahren der Fall ist.

... Jenseits der organisatorischen Besonderheiten ist es aber besonders die Rolle des Staatsanwalts und das Verständnis vom Staatsanwalt als Anklagevertreter und Advokat zu Lasten des Angeklagten, die ihn von seiner Rolle im deutschen Verfahren unterscheiden. Ist der deutsche Staatsanwalt gemäß §160 Abs. 2 StPO zumindest theoretisch auch zur Ermittlung der entlastenden Tatsachen und stets neutraler Sachverhaltsaufklärung verpflichtet, so versteht sich das amerikanische Verfahren deutlich mehr als kontradiktorisches Verfahren, in welchem der Staatsanwalt als Partei dem Angeklagten in der Rolle des Anklägers gegenübersteht. Das entspricht seiner Stellung im adversarial System. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung sind selbst dafür verantwortlich, alle relevanten Beweise vorzulegen. Dem Richter bzw. der Jury kommt die Rolle einer neutralen Drittinstanz zu, die versucht aus den Beweisangeboten, die Wahrheit zu ermitteln.

... Eng mit der Parteilichkeit des Staatsanwalts und des privaten Strafverteidigers oder Public Defenders verbunden ist das Erfordernis der eigenverantwortlichen Beibringung und Glaubhaftmachung von Beweisen und Entlastungstatsachen im Adversarial System. Wird im deutschen Prozess die Ermittlungsarbeit genuin durch die staatliche Behörde der Staatsanwaltschaft - auch zugunsten des Beschuldigten - durchgeführt und erlangt der Strafverteidiger, soweit überhaupt vorhanden, seine Informationen vielfach, neben Auskunft des Beschuldigten, erst durch und nach Einsichtnahme in die staatsawaltschaftlichen Ermittlungsakten, kommt der eigenständigen Ermittlung durch den Beschuldigten und dessen Verteidiger in den Vereingten Staaten ein deutlich größeres Gewicht zu. Eine umfassende und neutrale Amtsermittlungspflicht gibt es in dieser Art und Weise nicht. Das Erfordernis des Vorbringens entlastender Umstände ist eher vergleichbar mit dem Beibringungsgrundsatz im deutschen Zivilprozess. Dabei liegt die Beweislast, wie in den meisten anderen Rechtsordnungen, bei der Staatsanwaltschaft. Sie muss über einen berechtigten Zweifel hinaus, beyond a reasonable doubt, die Schuld des Angeklagten beweisen (in dubio pro reo).
Diese "Bemühungen" neben den Anlegern, auch die Öffentlichkeit gezielt und höchst manipulativ über mindestens zwei Jahrzehnte getäuscht zu haben, hat offensichtlich verwertbare Spuren hinterlassen, die durch die Staatsanwaltschaft in den vergangenen drei Jahren eruiert wurden und nun in die Anklage gemündet sind.

In Zeiten eines US Präsidenten, der alles daran setzt hier "Amtshilfe" zu leisten, u.U. die letzte Möglichkeit um dieses Kartell, welches Naomi Oreskes in der dt. Ausgabe von "Merchants of Doubt" unter "Die Machiavellis der Wissenschaft: Das Netzwerk des Leugnens" (September 2014) detailliert beschreibt.
(Buchrückseite) hat geschrieben:Eine Handvoll Forscher leugnet, manipuliert und diskreditiert anerkannte wissenschaftliche Tatsachen wie den Klimawandel oder den Zusammenhang zwischen dem Rauchen und gesundheitlichen Risiken. Doch Die Machiavellis der Wissenschaft (im Original Merchants of Doubt) ist kein fiktiver Roman, sondern berichtet von der Realität. In den USA sorgte das Buch von Naomi Oreskes und Erik M. Conway für Furore und wurde zum Bestseller. Kein Wunder, die Geschichte, die sie erzählen, ist schließlich unglaublich es ist die Geschichte über den Kampf gegen Fakten und über den Handel mit dem Zweifel, über die Manipulation der Medien und die Diffamierung Einzelner. Und sie geht uns alle an. Schließlich lehnten die USA als einzige Industrienation die Ratifizierung des Kyoto–Protokolls ab und verhinderten so wichtige Schritte des Klimaschutzes.

Ein Lehrstück über die Macht der Industrielobby und ihre Handlanger aus Politik und Wissenschaft und ein Lehrstück darüber, wie erschreckend einfach es möglich ist, mit unlauteren Absichten selbst seriöse Medien zu beeinflussen und mit nachweislich falschen Informationen zu »füttern«.
USA Today hat geschrieben:"Oreskes und Conway zeichnen ein wenig schmeichelhaftes Bild davon, dass einige Wissenschaftler den überwältigenden wissenschaftlichen Konsens öffentlich in Frage stellen."
Da haben die Amis doch fleißig bei товарищ Georgi Walentinowitsch Plechanow gelernt :
Agitprop = Agitation in Kombination mit Propaganda
Plechanow, der Begründer der marxistischen Bewegung in Russland, hatte die beiden Begriffe noch wie folgt abgegrenzt: „Der Propagandist vermittelt viele Ideen an eine oder mehrere Personen, der Agitator aber vermittelt nur eine oder nur wenige Ideen, dafür aber vermittelt er sie einer ganzen Menge von Personen.
Es ist noch nicht vorbei, weiter sollen Menschen daran glauben, sie trügen keinerlei Verantwortung an ihrem klimabeeinflussenden Verhalten - alles gehe wie "immer" seinen ausschließlich "natürlichen" Gang :thumbup:
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streicher
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Re: Klimaveränderung - Gründe, Folgen und Risiken gezielt leugnen

Beitragvon streicher » So 11. Nov 2018, 17:01

Interessant, dass aus Regierungskreisen der USA wiederholt verlautet wurde, dass man Politik gegen das Establishment betreiben wolle. Offensichtlich gibt es noch ganz andere Establishments, die von den USA/deren Regierung gezielt gefördert werden und deren Zerbruch für die ganze Welt ein Gewinn wäre.
Die Zukunft ist Geschichte.
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Cat with a whip
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Re: Klimaveränderung - Gründe, Folgen und Risiken gezielt leugnen

Beitragvon Cat with a whip » So 11. Nov 2018, 18:02

Es gibt natürlich eine Klimaverschwörung, nämlich die der gezielten "Informationspolitik" der Öl- und Kohleindustrie um die Öffentlichkeit über die Auswirkungen ihres Handelns zu täuschen. Das war auch in Deutschland so. Zentral war schon vor 25 Jahren der Versuch die Wissenschaft zu diskreditieren in dem man einzelne Wissenschaftler dafür bezahlte fragwürdige Arbeiten zu veröffentlichen die scheinbar für ein Laienpublikum den Eindruck eines Dissens in der Fachwelt zu erzeugte, der so gar nicht bestand oder gar die seriöse Wissenschaft als "Junk Science" zu verunglimpfen, sobald sie Ergebnisse lieferte die darauf hindeuten, dass die Treibhausgasemissionen problematische Folgen haben. Dazu kommen noch eine Unmenge an bezahlten Artikeln in den privaten Medien, die zur Absicht hatten Laien mit einem Raunen über angebliche Irrtümer der Wissenschaftler in die Irre zu führen. Mittlerweile hatte sich daher in der Öffentlichkeit parallel zur Wissenschaft eine völlig bizarre Scheindebatte verselbstständig, die sich aus den Scheinargumenten der sog. "Klimaskeptiker" speisst, die diese ständig weiterverbreiten, obgleich sie längst widerlegt sind.

Wurde früher die Wissenschaft bekämpft, konzentriert sich heute die Desinformationskampanie der Konzerne auf die Bekämpfung der politischen Energiewende, um den Umbau zu bremsen und im Interesse der großen Konzerne zu steuern. Auch hier in Deutschland hat die Wirtschaft ihre Lobbyisten und politischen Spieler längst in den sogenannten Volksparteien und Klientelparteien postiert, nachdem es den Konzernen zuvor gelungen war eine bedeutende Menge an Bürgern über den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zu täuschen.
So wissen tatsächlich nur ein viertel der Deutschen dass die Fachwissenschaft überwiegend von einer vom Menschen gemachten Klimaerwärmung ausgeht. 75% glauben aufgrund der verzerrten medialen Berichterstattung dass es einen breiten Dissens in der Fachwelt gäbe.
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Re: Klimaveränderung - Gründe, Folgen und Risiken gezielt leugnen

Beitragvon immernoch_ratlos » So 11. Nov 2018, 21:32

Tja Cat with a whip vor ein paar Tagen lief eine Sendung dazu im ÖR-TV leider habe ich mir weder den Sender noch die Sendung sofort notiert. Nach ein wenig Suchen ist mir dieser LINK "begegnet" der zum Inhalt hat was in dieser Sendung zu sehen war (neben Interviews mit damaligen Forschern in Diensten von Exxon).

Hier der Link : Quelle : Spektrum.de (13.11.2015) "1970er Jahre: Wie Exxon den Klimawandel entdeckte - und leugnete"
Spektrum hat geschrieben:Bereits im Jahr 1977 – also elf Jahre bevor das Thema in der allgemeinen Öffentlichkeit bekannt wurde – wusste Exxon, dass der Welt ein Klimawandel bevorsteht.

Das geht zumindest aus einer Untersuchung hervor, die das gemeinnützige Nachrichtenmagazin "InsideClimate News" angestellt hat.

Das Wissen um den Klimawandel hinderte das derzeit weltgrößte Öl- und Gasunternehmen jedoch nicht daran, über Jahrzehnte hinweg die Existenz des Klimawandels öffentlich in Abrede zu stellen – und sogar Falschinformationen über die klimatischen Veränderungen zu fördern.

Viele fühlen sich durch das Vorgehen des Konzerns an die Tabakindustrie erinnert, die jahrzehntelang Lügen über die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens streute. Beiden Industriezweigen war bewusst, dass es den Gewinn ihrer Produkte schmälern würde, wenn die Menschheit die damit verbundenen Risiken erkennen würde. Die Gemeinsamkeiten gehen sogar so weit, dass dieselben Berater engagiert wurden, um Strategien für die Kommunikation mit der Öffentlichkeit auszuarbeiten.

Kenner der Szene überraschen diese Erkenntnisse allerdings nicht: "Es war niemals auch nur im Entferntesten plausibel, dass sie die wissenschaftlichen Zusammenhänge nicht kannten", sagt Naomi Oreskes, Professorin für Wissenschaftsgeschichte an der Harvard University.

Aber mehr noch: Wie sich zeigt, rezipierte der Konzern, der sich inzwischen in ExxonMobil umbenannte, nicht nur die Ergebnisse der Klimaforschung, sondern nahm eine aktive Vorreiterrolle ein. In den 1970er und 1980er Jahren beschäftigte Exxon dazu eine Reihe hochkarätiger Forscher und brachte zudem ein ehrgeiziges Untersuchungsprogramm auf den Weg, bei dem CO2-Proben genommen und aussagekräftige Klimamodelle entwickelt wurden. Exxon gab sogar über eine Million US-Dollar für ein Projekt aus, bei dem Wissenschaftler an Bord eines Tankers die Kohlendioxidaufnahme im Ozean erforschten. Damit arbeitete das Unternehmen an den beherrschenden wissenschaftlichen Fragen der damaligen Zeit und betrat in vielen Dingen sogar wissenschaftliches Neuland.
"Gewonnen haben wir, sobald der Durchschnittsmensch Zweifel an der Klimaforschung hegt"(aus den "Climate Deception Dossiers")
Kann auch hier auf diesem Forum nachvollzogen werden WIE SEHR die gewonnen haben....

Hier noch 56 Seiten "The Climate Deception Dossiers"Internal Fossil Fuel Industry Memos Reveal Decades of Corporate Disinformation als PDF zm Download. Nun ist wohl die komplette Mischpoke am Ruder in den USA - leider nicht nur dort...

Ach ja einen Link zu 3SAT Video "ExxonMobile: Strategien eines Konzerns" zwar nicht was ich im ÖV-TV sah, aber auch nicht uninteressant... :mad2:
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Cat with a whip
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Re: Klimaveränderung - Gründe, Folgen und Risiken gezielt leugnen

Beitragvon Cat with a whip » So 11. Nov 2018, 22:41

Exxon wusste aufgrund eigener Forschung seit Ende des letzten Jahrhunders dass sich die atmosphärischen Treibhausgase bis in die Zweite hälfte des 21. Jh. verdoppeln würde wenn man den Bedarf weiter aus den fossilen Kohlenstofflagerstätten bezieht. Deren eigene Wissenschaftler haben sogar den aufgrund des Treibhausgasanstiegs erwartbaren Meeresspiegelanstieg berechnet und daraus wiederum Kostenabschätzungen für die Off-Shore-Exploration und den Bau von Off-Shore-Förderanlagen gemacht, sogar so differenziert, dass sie sagen konnten wo sich die Ausbeutung lohnt und wo nicht. Mit einem nahezu lächerlich kleinen Teil aus dem Gewinn ihres Geschäfts haben sie dann eine Desinformationskampanie gestartet um in der Öffentlichkeit Zweifel an der Klimaforschung zu sähen, damit ihre Geschäftsgrundlage nicht gefährdet wird. Leider ist das alles kaum in der Öffentlichkeit bekannt. Oder aber die Leute wollen es nicht wissen und hören weg, weil sie die Wahrheit nicht vertragen dass sie als Konsumenten zum Narren gehalten werden.
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van Kessel
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Re: Klimaveränderung - Gründe, Folgen und Risiken gezielt leugnen

Beitragvon van Kessel » So 11. Nov 2018, 23:14

Haben diese Kenntnisse (Erkenntnisse) irgend eine Auswirkung auf die deutsche Transport-/Energie-Politik gehabt? Nein! Eine der frühen Aktionen der A. Merkel war die Eröffnung eines RWE-Kohlekraftwerks. Wer Neueres über die Klima- und Umweltsituation wissen möchte, sollte sich das Buch der Naomi Klein zulegen (KLIMA)[allerdings ein etwas auf die USA/Kanada orientiertes Buch). Hier wird auch schon die Rolle des D. Trump erwähnt, welcher noch kein Präsident war, aber sein Geld schon in der Alaska-USA Ölleitung hatte, welche Obama stoppen ließ, weil sie durch die 'Weidegründe' von Ureinwohnern verlaufen sollte. Trump gab als Präsident in ersten Aktionen, die Freigabe für den Weiterbau dieser höchst umstrittenen Leitung.

Wer sich einen SUV kauft, sollte wissen, dass durch diese Entscheidung, der Punkt 'of no return' immer näher rückt, weil die Klimasituation nicht linear, sondern logarithmisch erfolgt. Nach diesem Punkt haben alle zagen Steuerungsmechanismen, den Klimazustand verändern zu wollen, keine Auswirkung mehr. So wird aus Wachstum, Wachstum, schnell die Not trockener Felder und Staubfahnen auf Autobahnen.

Klar so Weltuntergangsprofetien nutzen sich ab, weil sie schon immer entlang der Menschheitsgeschichte Thema waren. Bleibt zu hoffen, dass irgend welche Aborigines die Fackel aufnehmen, wenn der 'aufgeklärte' Westen samt China & Afrika sich verabschiedet hat.

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