Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

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Ebiker
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Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Ebiker » So 22. Jul 2018, 11:02

Bekanntlich sind ja etliche Nordseeinseln autofrei . Das finde ich auch gut so. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen. Dazu zählen u.a. auch Rettungsdienste. Diese geraten nun zunehmend unter Kritik, teilweise werden sie behindert weil sie mit Dieselautos und auch noch viel zu schnell unterwegs wären . Das kann doch wohl nicht wahr sein. Zumal es sachliche Gründe für den Einsatz von Dieselfahrzeugen gibt und die Belastung bleibt ja in sehr engen Grenzen

https://www.nwzonline.de/blaulicht/langeoog-wangerooge-autofrei-kritik-an-diesel-rettungswagen_a_50,2,150083648.html
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Kamikaze » Mo 23. Jul 2018, 06:54

Gäbe sicherlich einen ziemlichen Aufschrei in der Bevölkerung, wenn Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr einfach nicht mehr ausrücken würden, weil das Fahrzeug nicht (mehr) den Umweltstandards entspricht. :D

Nein im Ernst: Da geht es um Menschenleben. Wer sich da beklagt hat in meinen Augen nur den Schuss nicht gehört. Solche Anliegen gehören in den Gemeinde/Städtetag, die als Träger für die Beschaffung der Fahrzeuge zuständig sind, aber nicht zu den Helfern oder gar zur Unfallstelle. Dort zählt nur das unmittelbar gefährdete Menschenleben.
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon DieBananeGrillt » Mi 8. Aug 2018, 17:06

Ebiker hat geschrieben:(22 Jul 2018, 12:02)

Bekanntlich sind ja etliche Nordseeinseln autofrei . Das finde ich auch gut so. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen. Dazu zählen u.a. auch Rettungsdienste. Diese geraten nun zunehmend unter Kritik, teilweise werden sie behindert weil sie mit Dieselautos und auch noch viel zu schnell unterwegs wären . Das kann doch wohl nicht wahr sein. Zumal es sachliche Gründe für den Einsatz von Dieselfahrzeugen gibt und die Belastung bleibt ja in sehr engen Grenzen

https://www.nwzonline.de/blaulicht/langeoog-wangerooge-autofrei-kritik-an-diesel-rettungswagen_a_50,2,150083648.html



Panzer sind auch nicht ökologisch.
Im Ernstfall benötigen die auch keine Umweltplakette um in die Städte fahren zu können....
In Katastrophenfällen sind ökologische Belange sofort aufgehoben.
Bei Waldbränden interessiert es auch niemanden mehr, ob Rettungsfahrzeuge Rußpartikel ausdünsten....
Man muss sich daher fragen, woher kommt diese Kritik ?
Natürlich stört es , wenn jemand einen schadstofffreien Urlaub gebucht hat und dann Dieselabgase riechen muss.
Es ist eben nicht alles perfekt im Urlaub.
Jedoch ist anscheinend die Sensibilisierung dermaßen hoch, das Kritik entsteht, wenn das Retten von Menschenleben Einbußen hervorruft.
Da zeigt sich doch, wie hoch diese Werte angesetzt werden, wenigstens im Urlaub keine Abgase haben zu wollen.
Wenn alles perfekt sein soll, dann müssen Rettungsfahrzeuge auf Inseln eben auf Elektroantrieb umgestellt werden, um die Scheinidylle zu wahren...
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon McKnee » Mi 8. Aug 2018, 17:36

Wen überraschen dieses Rektionen?

Diese geraten nun zunehmend unter Kritik, teilweise werden sie behindert weil sie mit Dieselautos und auch noch viel zu schnell unterwegs wären .


in einem Land, in dem man glaubt auf alles Anspruch zu haben, jeden Wunsch erfüllt zu bekommen ... fahren sie zügig zum Einsatzort, fahren sie zu schnell ... passen sie sich dem Flow an, sind sie für Leid und Leben verantwortlich.

Du kannst in diesem Land niemandem etwas recht machen, damit meine ich niemandem, nicht allen (das geht eh nicht)

Der Michel stirbt irgendwann an seiner von Arroganz getragenen Einfalt.
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 9. Aug 2018, 05:15

Ebiker hat geschrieben:(22 Jul 2018, 12:02)

Bekanntlich sind ja etliche Nordseeinseln autofrei . Das finde ich auch gut so. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen. Dazu zählen u.a. auch Rettungsdienste. Diese geraten nun zunehmend unter Kritik, teilweise werden sie behindert weil sie mit Dieselautos und auch noch viel zu schnell unterwegs wären . Das kann doch wohl nicht wahr sein. Zumal es sachliche Gründe für den Einsatz von Dieselfahrzeugen gibt und die Belastung bleibt ja in sehr engen Grenzen

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Wer wie ein Ostfriese argumentiert, wird wie einer gerettet. Gibts denn da keine Eisenbahn oder Montgolfiere?
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon H2O » Do 9. Aug 2018, 06:05

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Aug 2018, 06:15)

Wer wie ein Ostfriese argumentiert, wird wie einer gerettet. Gibts denn da keine Eisenbahn oder Montgolfiere?


Ein Ostfriese läuft doch nicht mit einem Buch auf der Insel herum. Der muß dort arbeiten und leichtsinnige Reisende retten. Ich vermute, daß der Schreiber seinen Urlaubsfrühschoppen etwas zu heftig genossen hatte.
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Alana4 » Do 9. Aug 2018, 07:27

Vor einiger Zeit gab es in Berlin einen notwendigen Rettungseinsatz für ein Kind. Genau weiß ich nicht mehr, was geschehen ist, aber das Kind hatte wohl schwerste Verbrennungen. Es wurde durch die Luft per Rettungshubschrauber aus dem Westen der Stadt in die im Osten gelegene Unfallklinik gebracht, weil es dort eine Spezialisierung für schwere und schwerste Verbrennungen gibt.
Es gab allen Ernstes eine rege Diskussion im Netz, dass es nicht angemessen wäre, während des Hubschraubereinsatzes die Straßen vor Ort zeitweise zu sperren- schließlich kann das Kind ja auch in die nächstgelegene Klinik per Auto gebracht werden und niemand wäre "belästigt" worden von diesem Einsatz.
Das hat mich fassungslos gemacht. All die Leute, die den Hubschraubereinsatz verurteilt haben, habe ich zutiefst verachtet. Und in eben diesen Sack stecke ich auch all die, die sich über Rettungsfahrzeuge auf sonst autofreien Inseln aufregen. Himmel nochmal, wie verkommen und egoistisch und rotzblöde können Menschen sein! Furchtbar!
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 9. Aug 2018, 07:36

Hubschrauber haben auch keine tolle Umweltbilanz.
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Alana4 » Do 9. Aug 2018, 07:42

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Aug 2018, 08:36)

Hubschrauber haben auch keine tolle Umweltbilanz.

:s :? :?:
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 9. Aug 2018, 07:46

Alana4 hat geschrieben:(09 Aug 2018, 08:42)

:s :? :?:

https://www.derbund.ch/bern/nachrichten ... y/13362903

Weil es doch hier um Öko geht.
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 9. Aug 2018, 07:48

Alana4 hat geschrieben:(09 Aug 2018, 08:27)

Himmel nochmal, wie verkommen und egoistisch und rotzblöde können Menschen sein! Furchtbar!

Das ist der Preis für den völlig übersteigerten Individualismus, der unserer Gesellschaft eingeimpft wurde, nur noch das eigene Ego zählt, mal hinter die Belange der Gemeinschaft zurückzutreten ist passé, ein Volk von Nimbys. Soll der Verletzte oder Kranke doch verrecken, im Urlaub will der Nimby seine Ruhe und frische Luft
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 9. Aug 2018, 08:57

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Aug 2018, 08:48)

Das ist der Preis für den völlig übersteigerten Individualismus, der unserer Gesellschaft eingeimpft wurde, nur noch das eigene Ego zählt, mal hinter die Belange der Gemeinschaft zurückzutreten ist passé, ein Volk von Nimbys. Soll der Verletzte oder Kranke doch verrecken, im Urlaub will der Nimby seine Ruhe und frische Luft

Und auch keine anlandenden Flüchtlinge. Da ist ja dann der Strand nicht mehr sicher und unbeschwert, nachher kommen die ins Sammellager nahe dem Heimatdorf, wo man grade doch erst die Müllverbrennungsanlage verhindert hat.
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 9. Aug 2018, 09:02

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Aug 2018, 09:57)

Und auch keine anlandenden Flüchtlinge. Da ist ja dann der Strand nicht mehr sicher und unbeschwert, nachher kommen die ins Sammellager nahe dem Heimatdorf, wo man grade doch erst die Müllverbrennungsanlage verhindert hat.

So ist es.
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon DieBananeGrillt » So 12. Aug 2018, 12:08

Auf einer Insel muss eben alles rein, natürlich und perfekt sein, sonst hätte man Gemeinschaftsurlaub gebucht, oder Stadturlaub.
Inselurlaub ist eben anders.
Wenn die frische Luft dort stört, muß man auch nicht dorthin fahren.
Gerade die Touristikbüros werben damit, das auf den Inseln eben alles natürlich ist.
Außer die Rettungsfahrzeuge anscheinend.
Hier besteht dringend Bedarf, diese umzurüsten.
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Kamikaze » Mo 13. Aug 2018, 05:58

DieBananeGrillt hat geschrieben:(12 Aug 2018, 13:08)
Hier besteht dringend Bedarf, diese umzurüsten.


Über die Dringlichkeit lässt sich sicherlich streiten, denn ihre Aufgabe können diese Fahrzeuge anscheinend gut erfüllen.
Üblicherweise sind Fahrzeuge von Hilfsorganisationen auf 20 Jahre ab zu schreiben --> die geplante Dienstzeit beträgt ~20 Jahre.
Alles andere wären außerplanmäßige Ausgaben (und Rettungsfahrzeuge sind teuer). Die Stadt/Gemeinde muss also zuerst die nötigen Finanzmittel besitzen und zur Verfügung stellen wollen, um ein (eher mehrere) einwandfreie Fahrzeuge zu ersetzen.
Dazu kommt, dass die Helfer, die diese Fahrzeuge benutzen idR. kein großes Mitspracherecht bei der Auswahl und Beschaffung dieser Fahrzeuge haben.
Die Helfer zu blockieren ist also der völlig falsche Weg.
Petitionen an die Stadt-/Gemeindeverwaltung zum Austausch der Fahrzeuge wäre der richtige Weg.
Aber Vorsicht: Nicht alle Rettungsfahrzeuge lassen sich überhaupt sinnvoll auf Elektroantrieb umrüsten! (z.B. Feuerwehr, THW, Katastrophenschutz, da E-Fahrzeuge auf eine funktionierende (Lade-)Infrastruktur angewiesen sind, und diese Fahrzeuge auf bei einem Zusammenbruch bspw. des Stromnetzes oder abseits der Infrastruktur (z.B. Waldbrand) dauerhaft funktionieren müssen)
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 13. Aug 2018, 06:47

Ein e-bike wird ja wohl eine Krankenliege ziehen und einen Defibrillator transportieren können.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 13. Aug 2018, 07:43

DieBananeGrillt hat geschrieben:(12 Aug 2018, 13:08)

Auf einer Insel muss eben alles rein, natürlich und perfekt sein, sonst hätte man Gemeinschaftsurlaub gebucht, oder Stadturlaub.
Inselurlaub ist eben anders.
Wenn die frische Luft dort stört, muß man auch nicht dorthin fahren.
Gerade die Touristikbüros werben damit, das auf den Inseln eben alles natürlich ist.

Aber Coca Cola und Rothaus muss schon da sein...
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Kamikaze » Mo 13. Aug 2018, 07:48

Billie Holiday hat geschrieben:(13 Aug 2018, 07:47)

Ein e-bike wird ja wohl eine Krankenliege ziehen und einen Defibrillator transportieren können.

...ist aber in keiner Weise geeignet, die Privatsphäre des Patienten zu schützen, weitere Gerätschaften (z.B. Sauerstofflasche, Verbandsmaterial, etc. (alleine die Diagnostischen Gäte in einem RTW wiegen mehr als 100kg!), etc.) zu transportieren.
Dazu kommt, dass eine normale Krankentrage nicht dafür geeignet ist über längere Strecken gerollt/gezogen zu werden und ohne entsprechend stabilen Unter-/Umbau ein Transport unter laufender Reanimation nicht möglich wäre.
Ein weiteres Problem sind die stark übergewichtigen Patienten (dieses Einsatzszenario wird seit einigen Jahren immer häufiger). Du willst niemanden mit >200kg + ~90kg Betreuer (=~300kg + Material) auf einem Wägelchen am Fahrrad hängen haben.
Das sind nur einige der Probleme, die auftauchen würden. Wenn man etwas weiter ausholt (und nicht so schreibfaul ist wie ich gerade), könnte man noch wesentlich mehr Probleme auflisten.

Kurzum: Eine Krankentrage am E-Bike ist absolut kein Ersatz für einen Rettungswagen. (Nur für den Fall, dass das jemand ernsthaft glauben sollte... :? )
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 13. Aug 2018, 09:30

Kamikaze hat geschrieben:(13 Aug 2018, 08:48)

...ist aber in keiner Weise geeignet, die Privatsphäre des Patienten zu schützen, weitere Gerätschaften (z.B. Sauerstofflasche, Verbandsmaterial, etc. (alleine die Diagnostischen Gäte in einem RTW wiegen mehr als 100kg!), etc.) zu transportieren.
Dazu kommt, dass eine normale Krankentrage nicht dafür geeignet ist über längere Strecken gerollt/gezogen zu werden und ohne entsprechend stabilen Unter-/Umbau ein Transport unter laufender Reanimation nicht möglich wäre.
Ein weiteres Problem sind die stark übergewichtigen Patienten (dieses Einsatzszenario wird seit einigen Jahren immer häufiger). Du willst niemanden mit >200kg + ~90kg Betreuer (=~300kg + Material) auf einem Wägelchen am Fahrrad hängen haben.
Das sind nur einige der Probleme, die auftauchen würden. Wenn man etwas weiter ausholt (und nicht so schreibfaul ist wie ich gerade), könnte man noch wesentlich mehr Probleme auflisten.

Kurzum: Eine Krankentrage am E-Bike ist absolut kein Ersatz für einen Rettungswagen. (Nur für den Fall, dass das jemand ernsthaft glauben sollte... :? )


:D

Ist aber ökologisch!

Hier müssen Prioritäten gesetzt werden. Wer ernsthaft bei der Lebensrettung eines Menschen temporäre Abgase bemängelt, sollte im Ernstfall umweltfreundlich versorgt werden.
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Re: Müssen Rettungsdienste um jeden Preis ökologisch sein ?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 13. Aug 2018, 10:16

Kamikaze hat geschrieben:(13 Aug 2018, 08:48)

...ist aber in keiner Weise geeignet, die Privatsphäre des Patienten zu schützen, weitere Gerätschaften (z.B. Sauerstofflasche, Verbandsmaterial, etc. (alleine die Diagnostischen Gäte in einem RTW wiegen mehr als 100kg!), etc.) zu transportieren.
Dazu kommt, dass eine normale Krankentrage nicht dafür geeignet ist über längere Strecken gerollt/gezogen zu werden und ohne entsprechend stabilen Unter-/Umbau ein Transport unter laufender Reanimation nicht möglich wäre.
Ein weiteres Problem sind die stark übergewichtigen Patienten (dieses Einsatzszenario wird seit einigen Jahren immer häufiger). Du willst niemanden mit >200kg + ~90kg Betreuer (=~300kg + Material) auf einem Wägelchen am Fahrrad hängen haben.
Das sind nur einige der Probleme, die auftauchen würden. Wenn man etwas weiter ausholt (und nicht so schreibfaul ist wie ich gerade), könnte man noch wesentlich mehr Probleme auflisten.

Kurzum: Eine Krankentrage am E-Bike ist absolut kein Ersatz für einen Rettungswagen. (Nur für den Fall, dass das jemand ernsthaft glauben sollte... :? )

Das handelsübliche E-Bike ist auf 25 km/h und 250 Watt Leistung begrenzt und hat keine geeignete Halterung für Folgetonhorn und Rundumkennleuchte .
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