Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

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rain353
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon rain353 » Mi 12. Sep 2018, 17:26

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Sep 2018, 18:19)

Ich meine, dass der Klimaschutz ein immer größeres Thema für die CDU wird, werden muss. Frau Krampenbauer ist eine geeignete Kandidatin neben anderen für den CDU-Vorsitz.


Und Julia Klöckner? Die hat ja auch die Krise mit den Hilfen für die Landwirte, die geringer als erwartet ausgefallen sind, bewältigt..
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon imp » Mi 12. Sep 2018, 17:54

rain353 hat geschrieben:(12 Sep 2018, 18:26)

Und Julia Klöckner? Die hat ja auch die Krise mit den Hilfen für die Landwirte, die geringer als erwartet ausgefallen sind, bewältigt..

Ich bin gegen diese marktverzerrenden Hilfen. Landwirte sind Unternehmer.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon rain353 » Mi 12. Sep 2018, 17:58

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Sep 2018, 18:54)

Ich bin gegen diese marktverzerrenden Hilfen. Landwirte sind Unternehmer.


Klöckner war auch dagegen. Der Spahn hingegen führt Planwirtschaft im Gesundheitssystem ein...
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon imp » Mi 12. Sep 2018, 18:00

rain353 hat geschrieben:(12 Sep 2018, 18:58)

Klöckner war auch dagegen. Der Spahn hingegen führt Planwirtschaft im Gesundheitssystem ein...

Ich habe eine gewisse Abneigung gegen diese Person. Spahn ist kein Vertreter der Freiheit.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon rain353 » Mi 12. Sep 2018, 18:06

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Sep 2018, 19:00)

Ich habe eine gewisse Abneigung gegen diese Person. Spahn ist kein Vertreter der Freiheit.


Da gebe ich dir Recht. Vor allem will er alle zur Organspenden verpflichten, wenn man nicht widerruft...
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 08:10

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Sep 2018, 18:54)

Ich bin gegen diese marktverzerrenden Hilfen. Landwirte sind Unternehmer.


Leiser Widerspruch! Wenn wir dort das Unternehmertum pur gewähren lassen, dann zerstört es in einer Generation die Lebensgrundlagen für die Menschen in Mitteleuropa. Ich sehe deshalb eine Zukunft für Landwirte eher als Bewahrer von nutzbarem Grund und Boden und als eine Art Lebensversicherung in Welternährungskrisen. Man darf sie nicht frei wirtschaften lassen. Im Gegenzug muß man die Landwirte so stellen, daß sie die Lust an ihrem ererbten Beruf nicht verlieren.

Nicht gerade "Reichsnährstand", aber wohl doch sehr viel davon.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon Kamikaze » Do 13. Sep 2018, 10:11

Das Unternehmertum bzw. die Gewinnmaximierung in der Landwirtschaft hat schon diverse Schäden an der Umwelt hervorgerufen und wird aktuell kontrovers diskutiert.
Man denke in diesem Zusammenhang an das Insektensterben (insb. Bienen), großflächige Monokulturen, flächendeckender Pestizideinsatz um diese Monokulturen Krankheits- und Schädlingsfrei zu halten und Belastung des Grundwassers durch übermäßige Gülleverklappung.
Trotzdem kommen die Landwirte nicht ohne staatliche Hilfen aus.

Andererseits ist es ganz natürlich, dass es Anreize braucht, um "auf dem neuesten Stand" zu bleiben und möglichst effizient zu arbeiten und zu wirtschaften. Was wäre da einfacher, als das (wie bei allen anderen Berufen auch) über das Einkommen zu regeln? Dies begünstigt leider Agrar-Konzerne und Mega-Höfe, da diese ihre Risiken minimieren und mittels riesiger Flächen auch maximalen Nutzen aus Maschinen, Monokulturen, etc. ziehen können - also wirtschaftlicher arbeiten können, als Klein- und Mittelstands-Bauern.

Es ist also in gewisser Weise ein Teufelskreis, bei dem Ein Patentrezept fehlt, da weder das Ziel auf politischer Ebene klar formuliert wurde, noch der Weg "zum Besseren" festgelegt werden kann...
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon imp » Do 13. Sep 2018, 10:14

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2018, 09:10)

Leiser Widerspruch! Wenn wir dort das Unternehmertum pur gewähren lassen, dann zerstört es in einer Generation die Lebensgrundlagen für die Menschen in Mitteleuropa.

Ohne das auswalzen zu wollen - Thread dazu im Wirtschaftsforum - glaube ich nicht, dass eine rein gewinnorientierte Landwirtschaft schlechter wäre als das aktuelle, dysfunktionale Monster von staatlichen Steuerungsfaktoren.

Ichhe deshalb eine Zukunft für Landwirte eher als Bewahrer von nutzbarem Grund und Boden und als eine Art Lebensversicherung in Welternährungskrisen. Man darf sie nicht frei wirtschaften lassen. Im Gegenzug muß man die Landwirte so stellen, daß sie die Lust an ihrem ererbten Beruf nicht verlieren.
klingt mehr nach Artenschutz für das Bauerntum als nach Sorge um eine vernünftige Besorgung von Nahrung und Energieträgern, ohne die Wälder, Wiesen und Felder, allesamt künstliche Kulturlandschaften, ihrer Funktion als Lebensraum und ihrer nachhaltigen Verfügbarkeit zu berauben. Aktuell wird teilweise mit irrsinnigem Energieaufwand, Dünger use Punktesammeln gespielt, um diese dann in Staatsgeld zu tauschen. Den wirtschaftlichen Aspekt mal beiseite, dazu wie gesagt anderen Thread, ist das alles andere als umweltgerecht.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 10:37

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:14)

Ohne das auswalzen zu wollen - Thread dazu im Wirtschaftsforum - glaube ich nicht, dass eine rein gewinnorientierte Landwirtschaft schlechter wäre als das aktuelle, dysfunktionale Monster von staatlichen Steuerungsfaktoren.

klingt mehr nach Artenschutz für das Bauerntum als nach Sorge um eine vernünftige Besorgung von Nahrung und Energieträgern, ohne die Wälder, Wiesen und Felder, allesamt künstliche Kulturlandschaften, ihrer Funktion als Lebensraum und ihrer nachhaltigen Verfügbarkeit zu berauben. Aktuell wird teilweise mit irrsinnigem Energieaufwand, Dünger use Punktesammeln gespielt, um diese dann in Staatsgeld zu tauschen. Den wirtschaftlichen Aspekt mal beiseite, dazu wie gesagt anderen Thread, ist das alles andere als umweltgerecht.


Das liegt aus meiner Sicht an der Forderung, sich marktwirtschaftlich zu verhalten. Ist ja auch eine vernünftige Ordnung, so lange dabei die Lebensgrundlagen ganzer Staaten nicht zerstört werden. Diese Überlegung hat auch mit der Überschrift hier mehr zu tun als mit "Wirtschaft".

So, wie wir die Kohle/Öl/Gas-Verstromung eigentlich sofort abstellen müßten, um mit voller Kraft auf erneuerbare Energien über zu gehen, so müßte man auch in der Landwirtschaft abgehen vom umweltschädlichen Wettbewerb um höchste Erträge auf nachhaltige Landwirtschaft mit der Aufgabe, eine Lebensmittelerzeugung in Notzeiten überhaupt verfügbar zu haben.

Sie haben Recht, daß ich einem Artenschutz für die Landwirtschaft das Wort rede. Man muß sicher nachdenken darüber, wie viele Landwirte für die Notversorgung erforderlich sein werden, und dort eine Grenze ziehen. Aus meiner Sicht ist es unverantwortlich, auf Notzeiten so gar keinen Gedanken mehr zu verwenden.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon imp » Do 13. Sep 2018, 10:42

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:37)

Das liegt aus meiner Sicht an der Forderung, sich marktwirtschaftlich zu verhalten. Ist ja auch eine vernünftige Ordnung, so lange dabei die Lebensgrundlagen ganzer Staaten nicht zerstört werden. Diese Überlegung hat auch mit der Überschrift hier mehr zu tun als mit "Wirtschaft".

So, wie wir die Kohle/Öl/Gas-Verstromung eigentlich sofort abstellen müßten, um mit voller Kraft auf erneuerbare Energien über zu gehen, so müßte man auch in der Landwirtschaft abgehen vom umweltschädlichen Wettbewerb um höchste Erträge auf nachhaltige Landwirtschaft mit der Aufgabe, eine Lebensmittelerzeugung in Notzeiten überhaupt verfügbar zu haben.

Sie haben Recht, daß ich einem Artenschutz für die Landwirtschaft das Wort rede. Man muß sicher nachdenken darüber, wie viele Landwirte für die Notversorgung erforderlich sein werden, und dort eine Grenze ziehen. Aus meiner Sicht ist es unverantwortlich, auf Notzeiten so gar keinen Gedanken mehr zu verwenden.

Ich unterschreibe jederzeit, dass wir von Kohle und Öl, auch von Atomreaktoren, unbedingt weg müssen. Dabei kann Biogas und Biomasse eine wichtige Regelgröße zur Stabilisierung der Netze bieten, zusammen etwa mit der Speicherung von Energie in Wasserstoff oder Warmwasser.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 11:13

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:42)

Ich unterschreibe jederzeit, dass wir von Kohle und Öl, auch von Atomreaktoren, unbedingt weg müssen. Dabei kann Biogas und Biomasse eine wichtige Regelgröße zur Stabilisierung der Netze bieten, zusammen etwa mit der Speicherung von Energie in Wasserstoff oder Warmwasser.


Ja, aber "Unser täglich Brot gib uns heute"; das muß auch nachhaltig möglich bleiben. Denn ansonsten hat unsere ganze schöne umweltschonend erzeugte Energie gar keinen Sinn. Die wird doch für Menschen erzeugt, um ihnen Arbeit und Wärme auf Bedarf verfügbar zu machen.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon imp » Do 13. Sep 2018, 11:16

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2018, 12:13)

Ja, aber "Unser täglich Brot gib uns heute"; das muß auch nachhaltig möglich bleiben. Denn ansonsten hat unsere ganze schöne umweltschonend erzeugte Energie gar keinen Sinn. Die wird doch für Menschen erzeugt, um ihnen Arbeit und Wärme auf Bedarf verfügbar zu machen.

Das ist zu schaffen. Man darf dabei aber nicht zu kleinräumig denken. Bei einem politischen Ausgleich mit Russland und Belarus wäre das Ziel sogar viel leichter zu erreichen. Aktuell exportiert Deutschland derart viel Agrarprodukte in die Welt zulasten unserer Böden und Grundwasser.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 12:00

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(13 Sep 2018, 12:16)

Das ist zu schaffen. Man darf dabei aber nicht zu kleinräumig denken. Bei einem politischen Ausgleich mit Russland und Belarus wäre das Ziel sogar viel leichter zu erreichen. Aktuell exportiert Deutschland derart viel Agrarprodukte in die Welt zulasten unserer Böden und Grundwasser.

So lange die ganz große Verbrüderung nicht stattgefunden hat, ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Landwirtschaft auf deutschem Boden ist eine Lebensversicherung für Notzeiten. Ich wünsche mir eine Landwirtschaft, die unseren Boden nachhaltig nutzt und unser Grundwasser schont. Ganz offensichtlich zerstört auf wirtschaftlichen Gewinn ausgerichtete industriell betriebene Landwirtschaft unsere Lebensgrundlagen in wenigen Jahrzehnten!
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon roadrunner » Di 25. Sep 2018, 10:06

rain353 hat geschrieben:(12 Sep 2018, 19:06)

Da gebe ich dir Recht. Vor allem will er alle zur Organspenden verpflichten, wenn man nicht widerruft...

Du zahlst ja auch Kirchensteuer, wenn Du nicht widerrufst :cool: meeep meeeep
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon roadrunner » Di 25. Sep 2018, 10:20

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2018, 13:00)

So lange die ganz große Verbrüderung nicht stattgefunden hat, ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Landwirtschaft auf deutschem Boden ist eine Lebensversicherung für Notzeiten. Ich wünsche mir eine Landwirtschaft, die unseren Boden nachhaltig nutzt und unser Grundwasser schont. Ganz offensichtlich zerstört auf wirtschaftlichen Gewinn ausgerichtete industriell betriebene Landwirtschaft unsere Lebensgrundlagen in wenigen Jahrzehnten!

Wieso in wenigen Jahren?
Ausstieg aus dem Gülle-Dilemma - aber wie? Derzeit fahren die Bauern ihre Gülle auf den Stoppelfeldern aus. Dadurch steigen die Nitratwerte im Grundwasser dramatisch. Die EU hat Deutschland deswegen bereits verklagt. Mittlerweile machen sich auch viele Bürger Sorgen um ihr Wasser .

Pestizide: Giftcocktails in den Nahrungsmitteln
Paprika, Trauben, Äpfel, Tomaten, Salate und neuerdings auch Johannisbeeren zählen – sofern sie aus konventionellem Anbau stammen – mittlerweile zu den Spitzenreitern in Sachen Pestizidbelastung. Laut zahlreicher Studien tragen diese von Natur aus wertvollen Lebensmittel nun zu einer epidemieartigen Ausbreitung chronischer Krankheiten bei.

Verseuchte Ackerflächen nehmen zu
Karlsruhe / Mannheim - Die Zahl der mit der Chemikalie PFC verseuchten Ackerflächen in Mittel- und Nordbaden steigt und steigt.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon H2O » Di 25. Sep 2018, 10:37

roadrunner hat geschrieben:(25 Sep 2018, 11:20)

Wieso in wenigen Jahren?
Ausstieg aus dem Gülle-Dilemma - aber wie? Derzeit fahren die Bauern ihre Gülle auf den Stoppelfeldern aus. Dadurch steigen die Nitratwerte im Grundwasser dramatisch. Die EU hat Deutschland deswegen bereits verklagt. Mittlerweile machen sich auch viele Bürger Sorgen um ihr Wasser .

Pestizide: Giftcocktails in den Nahrungsmitteln
Paprika, Trauben, Äpfel, Tomaten, Salate und neuerdings auch Johannisbeeren zählen – sofern sie aus konventionellem Anbau stammen – mittlerweile zu den Spitzenreitern in Sachen Pestizidbelastung. Laut zahlreicher Studien tragen diese von Natur aus wertvollen Lebensmittel nun zu einer epidemieartigen Ausbreitung chronischer Krankheiten bei.

Verseuchte Ackerflächen nehmen zu
Karlsruhe / Mannheim - Die Zahl der mit der Chemikalie PFC verseuchten Ackerflächen in Mittel- und Nordbaden steigt und steigt.


Richtig! So wie nun alle Betroffenen völlig verdattert vor den für Stinker gesperrten Ballungszentren stehen, weil eben Gerichte der Politik sagen, daß sie sich an ihre Gesetze halten soll, so kann es auch zu Sperren bestimmter schädlicher Wirtschaftsweisen kommen. Die Trinkwasserverordnung der EU wäre ein solches Gesetz.

So könnte ich mir auch vorstellen, daß es "urplötzlich" ein Verkehrsverbot für Nahrungsmittel gibt, die nicht aus kontrolliertem Bio-Anbau stammen... wenn der Bezug zu chronischen Krankheiten klar nach zu weisen ist.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon roadrunner » Di 25. Sep 2018, 10:55

H2O hat geschrieben:(25 Sep 2018, 11:37)


Richtig! So wie nun alle Betroffenen völlig verdattert vor den für Stinker gesperrten Ballungszentren stehen, weil eben Gerichte der Politik sagen, daß sie sich an ihre Gesetze halten soll, so kann es auch zu Sperren bestimmter schädlicher Wirtschaftsweisen kommen. Die Trinkwasserverordnung der EU wäre ein solches Gesetz.

So könnte ich mir auch vorstellen, daß es "urplötzlich" ein Verkehrsverbot für Nahrungsmittel gibt, die nicht aus kontrolliertem Bio-Anbau stammen... wenn der Bezug zu chronischen Krankheiten klar nach zu weisen ist.

Aus naturheilkundlicher Sicht wird dafür eingetreten, dass Lebensmittel möglichst naturbelassen ohne Zusatzstoffe auskommen sollten. Kritiker der Lebensmittelzusatzstoffe, die nicht ausschließlich aus dem Bereich der Naturheilkunde kommen, sollten sich und öffentlich eingestehen, dass die wissenschaftlich eindeutigen Belege für eine Schädlichkeit bestimmter Stoffe mehr als dürftig sind. Denn sonst laufen sie Gefahr, dem Vorwurf ausgesetzt zu werden, dass ihre Kritik nicht inhaltlich, sondern rein weltanschaulich motiviert ist.

Zusatzstoffe in Lebensmitteln krankmachend?

In Deutschland sind etwas über 300 Zusatzstoffe in Lebensmitteln zugelassen. Einige von ihnen sollen unsere Gesundheit beeinträchtigen können. Die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) hat nun eine Liste mit bedenklichen Zusatzstoffen für bestimmte Bevölkerungsgruppen veröffentlicht.

Zusatzstoffe in Lebensmitteln können als Farbstoffe, Süßungsmittel, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder Emulgatoren auftauchen. Es sind Stoffe, die ursprünglich nicht als Lebensmittel verzehrt werden und charakteristisch dort enthalten sein sollten, sondern zugesetzt und Teil eines Produktes werden.

Ihr Sinn ist es, chemische (z.B. Oxidationsverhalten) und sensorische (z.B. Konsistenz oder Farbe) Eigenschaften zu verändern oder zu stabilisieren oder die betreffenden Lebensmittel haltbarer zu machen. Auf der Verpackung des jeweiligen Lebensmittels sind sie mit dem Buchstaben „E“ (soll für „Essbar“ stehen) und einer dreistelligen Zahl angegeben.

Diskutiert wird der Zusammenhang zwischen diesen Stoffen und Beeinträchtigungen der Gesundheit. So soll es in Studien Hinweise gegeben haben, dass E 951 (Aspartam), das als Süßstoff in Softdrinks und Kaugummi meist unter den Handelsnamen NutraSweet und Canderel Verwendung findet, an der Entstehung von Krebserkrankungen, Kopfschmerzen und Befindlichkeitsstörungen beteiligt ist. Eindeutig Ergebnisse sind nach unseren Erkenntnissen bisher aber nicht verfügbar.

Aluminium wird oftmals durch seine schwere Ausleitbarkeit aus dem menschlichen Organismus und die Ablagerung in unseren Neurofibrillen, mit der Entstehung der Erkrankung Morbus Alzheimer in Verbindung gebracht. Dadurch gibt es auch immer wieder Verweise auf die aluminiumhaltigen Lebensmittelzusatzstoffe E 541, E 523, E 522, E 521, E 520 und E 173. E 173 beispielsweise ist teilweise in Lebensmittelfarben und man findet es unter anderem in Schmelzkäse, Kaffeeweißer, Backpulver, Speisesalz und Gewürzen. Aber auch hier sind uns bisher keine wissenschaftlichen Belege bekannt oder zugänglich, die eindeutig die Schädlichkeit belegen.

Bei einigen Lebensmittelzusatzstoffen wie beispielsweise Azorubin (E 122) und Gelborange S (E 110), die als Farbstoffe dienen, und dem Konservierungsstoff Natriumbenzoat (E 211), wurden in einer britischen Studie 2007 Bezüge zu Hyperaktivität hergestellt. Spätere Untersuchungen der Studie sollen jedoch die Beobachtungen nicht bestätigt haben. Allerdings ist seit dem 20. Januar 2010 eine neue in der Europäischen Union geltende Gesetzgebung in Kraft getreten, die eine besondere Kennzeichnung für Lebensmittel, die einige der Farbstoffe enthalten, vorschreibt. Die Liste der Verbraucherzentrale Hamburg weist auch auf Zusatzstoffe hin, die Allergiker, Übergewichtige oder speziell Kinder meiden sollten.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon H2O » Di 25. Sep 2018, 11:12

Unsere Landwirtschaftsministerin Klöckner müßte sich angesichts solcher Tatsachen ihre blonden Locken zausen. Das Ziel der meisten leckeren Zutaten zu Nahrungsmitteln ist doch, die Lieferkette vom Einbringen des Saatguts bis auf unseren Teller möglichst verlustfrei und mit hohen Gewinnen ab zu sichern. Bitte kein Pickel oder eine Narbe, alles wie aus dem Bilderbuch. Wir, die Endabnehmer, greifen nur dann zu und bezahlen dafür auch richtig Geld.

Das ist auch der Grund für den Verpackungswahnsinn, an dem unsere Meere ersticken.

Soll die Ministerin uns zu höheren Preisen, kürzeren Verfallsdaten, schrumpligeren Bio-Früchten und anderen Erzeugnissen verdonnern? Macht sie nicht... die will wieder gewählt werden und dann möglichst die Kanzlerin beerben.

Da stehen wir mit allen unseren Kenntnissen und können nichts ändern, außer an unserem persönlichen Kaufverhalten.
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 8. Okt 2018, 16:44

Wenn ich schon dabei bin - hol ich dieses Thema wieder ans Tageslicht nur im übertragene Sinn "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit...": Quelle : SPON (Mo 08.10.2018) "Biomasse, Sonne, Wind, Wasser Verbrauch erneuerbarer Energien weltweit wächst schneller als bisher"
SPON hat geschrieben:Bei Windkraftanlagen im Binnenland und bei Wasserkraft verlangsamte sich das Wachstum. Am stärksten werden Photovoltaik-Anlagen ausgebaut. Sie wurden im vergangenen Jahr weltweit um 97 Gigawatt erweitert, die Hälfte davon entstand in China.

Bis 2023 rechnen die IEA-Experten weltweit mit zusätzlichen 600 Gigawatt an Photovoltaik-Anlagen. Eine herausragende Rolle kommt der dezentralen Stromerzeugung zu, sie macht laut dem Bericht die Hälfte des Wachstums im Prognose-Zeitraum aus. Die Gesamtkapazität wird damit auf ein Terawatt steigen, 40 Prozent davon wird in China stehen.

Deutschland wird dem Ausblick zufolge bis in fünf Jahren 13,7 Gigawatt an zusätzlichen Solaranlagen zur Stromerzeugung errichten - weit mehr als im vergangenen Jahr noch angenommen.


Weniger schön was hinter diesem Titel tatsächlich steckt : Quelle : SPON (22.09.2018)"Energiewende "Der deutsche Vorsprung ist uneinholbar""
SPON hat geschrieben:SPIEGEL ONLINE: Es stimmt doch, dass Deutschland noch stark auf die Kohle angewiesen ist und daher in einer Kommission über den Ausstieg nach 2040 berät.

Magnin: Das stelle ich nicht in Frage. Aber in Frankreich wird systematisch suggeriert, dass Deutschland heute weniger Atomenergie hat und genau deshalb mehr Kohleenergie verbraucht. Das sind Fake-News. Trotz der Schließung vieler Atomkraftwerke hat Deutschland seinen Kohleanteil am Energieverbrauch leicht reduzieren können. Außerdem ist der Anteil der Erneuerbaren Energien aus Windkraft etwa in Deutschland drastisch gestiegen. Das aber wird bei uns konsequent verschwiegen.

SPIEGEL ONLINE: Wer verschweigt das?
Magnin: Natürlich die Verantwortlichen vom Energiekonzern EDF, aber auch Politiker aller Lager und Teile der Medien. Hinterher liest man einen vereinzelten Tweet, der die Sache richtigstellt. Aber das dringt nicht durch.
Von der Sorte gibt es auch hier in D reichlich...

Warum denen das nicht gefällt - ich kann das noch nichteinmal ahnen :
Quelle : SPON (20.09.2018) hat geschrieben:Die deutschen Solarstrom-Erzeuger steuern auf ein Rekordjahr zu. Bereits Ende September dürfte die Erzeugung das Niveau des gesamten Jahres 2017 erreichen, schätzt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Man erwarte, dass das Wetter bis zum Monatsende weiter viele sonnige Abschnitte biete.

In diesem Fall dürften schon nach drei Quartalen etwa 40 Milliarden Kilowattstunden Strom aus der Sonnenenergie stammen. Schon für die erste Jahreshälfte hatte der Netzbetreiber 50Hertz eine Produktionssteigerung im Norden und Osten von Deutschland um knapp 22 Prozent gemeldet.
Das kann ich nur bestätigen - meine Doku 2012 = 10,880 MWh, 2013 = 10,085 MWh, 2014 = 10,668 MWh, 2015 = 10,575 MWh, 2016 = 10,208 MWh und 2017 = 10,613 MWh im Vergleich 2018 = 10,455 MWh gestern am 07.10. 2018 zeigt, das einzige Jahr das es noch zu überbieten gilt bis zum 31.12.2018, ist das Jahr 2012 mit 10,880 MWh. Im Durchschnitt über 6 Jahre ergeben sich 990 kWh für die Monate Oktober, November und Dezember - 207 kWh hat der "goldene Oktober" bis Gestern schon mal gebracht fehlen also noch 784 kWh , es müsste sehr finster zugehen, wenn dies nicht wenigstens erreicht werden kann.

Seither also beinahe 75 MWh bis Jahresende sind doch nicht schlecht für den Breitengrad von 49.6xxxx weiter bis 47.29059 im "Oberallgäu" weiter südlich müsste es noch etwas mehr gewesen sein - was die "nördlicheren Gefilde" bis Nordfriesland mit 54.8xx sicher ausgleicht. Vom Preis und der Tatsache, das nicht jeder sein eigenes Dach hat und das auch gut geeignet ist mal abgesehen, verstehe ich nicht, war nicht mehr Menschen sich wenigstens 4 bis 5 kWp aufs Dach montieren lassen... Hier D und die Sonne : "Sonnenkarte - Geografische Lage"

Was mir noch fehlt, ist ein geeigneter Speicher - April bis September - Durchschnitt 7.897 kWh (aus 7 Jahren) würde mich in dieser Zeit als Verbraucher "auskoppeln". Selbstverständlich zahle ich brav mein Steuern - auch sonst wurde mir nie etwas geschenkt....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Umverteilung

Beitragvon Teeernte » Di 9. Okt 2018, 15:32

immernoch_ratlos hat geschrieben:(08 Oct 2018, 17:44)

Wenn ich schon dabei bin - .


Bislang nehmen Windenergieanlagen aber noch nicht im großen Stil am Regelleistungsmarkt teil, da die Präqualifi- kation eine hohe technische und ggf. auch wirtschaftliche Barriere darstellt.
https://www.wind-energie.de/fileadmin/r ... es-eeg.pdf

Wird dann in einem zweiten Schritt nach der Zwischenspeicherung oder der Umwandlung in einen anderen Energieträger wieder Strom abgeben – etwa bei der Ausspeicherung aus einer Batterie oder bei Rückverstromung von Windgas – gilt dies rechtlich als ganz neue Stromerzeugung. Wird der Strom auf der zweiten Stufe also an einen Dritten abgegeben, handelt es sich wie- derum um eine Stromlieferung.



EE ist vorrangig eine Politische Sache... muss also - wie Du es machst mit PROPAGANDA in den Markt getrieben werden.... :D :D :D

Diesen "TEIL" fand ich besonders GUUUUT ... :D :D :D >>

....die Studie den "vorherrschenden, schädlichen Tropos herausfordern, den Penis als männliches Sexualorgan zu verstehen und ihm eine passendere Rolle als Art maskuliner Performance zuweisen." Die Forscher kommen zu dem Schluss, der Penis sei "der konzeptionelle Treiber für einen Großteil des Klimawandels".

Die Begründung: "Destruktive, unnachhaltige, hegemoniale, männliche Einstellungen, Umweltpolitik zu prägen, sind das vorhersehbare Resultat einer Vergewaltigung der Natur durch eine männlich dominierte Mentalität. Diese Mentalität wird am besten gefasst, indem man die Rolle des konzeptuellen Penis bei der maskulinen Psychologie berücksichtigt." Insbesondere "jungfräuliche Landschaften" könnten "billig ausgebeutet werden".


:D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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