EU-Kernland verstösst beim Energie-Mix gegen EU-Richtlinie

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Cat with a whip
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EU-Kernland verstösst beim Energie-Mix gegen EU-Richtlinie

Beitragvon Cat with a whip » Mi 20. Sep 2017, 10:38

Neben 4 weiteren EU-Mitgliedsländern erfüllt voraussichtlich Deutschland nicht die EU-Richtlinie bei dem Mindestanteil der EE am Energiemix.

Bei den Bereichen Wärme und Verkehr ist wegen guter Konjunktur und steigender Bevölkerung der Primärergieverbrauch von Mineralöl und Gas in den letzten Jahren wieder leicht angestiegen. Gerade diese fossilen Energieträger werden fast ausschliesslich importiert. Doch das sind nur kleine kurzfristige Schwankungen in einem besorgniserregenden Trend.
Im mittelfristigen Trend findet seit ca. 7 Jahren mit dem politischen Wechsel zur Regierung Merkel ein Stopp des Abwärtstrend im Verbrauch fossiler Energieträger statt, und ebenso ist bei den EE. zeitgleich eine Stagnation zu beobachten. Ganz deutlich im langjährigen Trend der letzten 25 Jahre zu erkennen.
http://www.umweltbundesamt.de/daten/ene ... textpart-2

Auch 2016 wurde über diese Beobachtung berichtet:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-08/e ... re-energie

Das nenne ich mal eine Offenbarung der Machtlosigkeit der Instrumente bei der Energiewende. Man schafft es nicht den Sockel bei den fossilen Energien abzubauen weil die Infrastruktur mit der nötigen Technik nicht ausgebaut wird und der Ausbau der EE gerät ins Stocken. Wir schaffen das so über die bisherigen mehr freiweilligen Marktsteuerungsinstrumente nicht. Angesichts der in den letzten Tagen eklatant deutlich gewordenen Korruption zwischen der Union und der Automobilbranche und der Verweigerungshaltung der Kanzlerin bei der Initative zur E-Mobilität dürfte sich der Trend weiter fortsetzen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache und sollten eigentlich den informierten Bürger alarmieren, dass Deutschland unter der Energiepolitik der Kanzerlin Merkel alles andere als erfolgreich geführt wird. Wie die aktuellen Wahlprognosen aussehen wird leider diese Frau weiterhin ihr Unwesen treiben können.
Das einzig "effektive" was diese kanzlerin zustandegebracht hatte war ihre mit der FDP beschlossene Verlängerung der Kernenergiegewinnung aus populistischen Gründen zurückzunehmen. So konnte wenigstens der Anteil der KE am Energiemix sinken.

Welche zusätzlichen Maßnahmen müsste Deutschlands Regierung nach dem bisherigen Scheitern ergreifen um die obstruierte Energiewende auch in den Bereichen Verkehr und Wärme einzuleiten? Gibt es Hoffnung auf Fortschritte trotz einer erneuten Führung durch die Versagerpartei Union, die die Energiewende für Endverbraucher verteuerte und zum Erliegen brachte?
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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H2O
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Re: EU-Kernland verstösst beim Energie-Mix gegen EU-Richtlinie

Beitragvon H2O » Mi 20. Sep 2017, 12:26

Cat with a whip hat geschrieben:(20 Sep 2017, 11:38)

Neben 4 weiteren EU-Mitgliedsländern erfüllt voraussichtlich Deutschland nicht die EU-Richtlinie bei dem Mindestanteil der EE am Energiemix.

Bei den Bereichen Wärme und Verkehr ist wegen guter Konjunktur und steigender Bevölkerung der Primärergieverbrauch von Mineralöl und Gas in den letzten Jahren wieder leicht angestiegen. Gerade diese fossilen Energieträger werden fast ausschliesslich importiert. Doch das sind nur kleine kurzfristige Schwankungen in einem besorgniserregenden Trend.
Im mittelfristigen Trend findet seit ca. 7 Jahren mit dem politischen Wechsel zur Regierung Merkel ein Stopp des Abwärtstrend im Verbrauch fossiler Energieträger statt, und ebenso ist bei den EE. zeitgleich eine Stagnation zu beobachten. Ganz deutlich im langjährigen Trend der letzten 25 Jahre zu erkennen.
http://www.umweltbundesamt.de/daten/ene ... textpart-2

Auch 2016 wurde über diese Beobachtung berichtet:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-08/e ... re-energie

Das nenne ich mal eine Offenbarung der Machtlosigkeit der Instrumente bei der Energiewende. Man schafft es nicht den Sockel bei den fossilen Energien abzubauen weil die Infrastruktur mit der nötigen Technik nicht ausgebaut wird und der Ausbau der EE gerät ins Stocken. Wir schaffen das so über die bisherigen mehr freiweilligen Marktsteuerungsinstrumente nicht. Angesichts der in den letzten Tagen eklatant deutlich gewordenen Korruption zwischen der Union und der Automobilbranche und der Verweigerungshaltung der Kanzlerin bei der Initative zur E-Mobilität dürfte sich der Trend weiter fortsetzen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache und sollten eigentlich den informierten Bürger alarmieren, dass Deutschland unter der Energiepolitik der Kanzerlin Merkel alles andere als erfolgreich geführt wird. Wie die aktuellen Wahlprognosen aussehen wird leider diese Frau weiterhin ihr Unwesen treiben können.
Das einzig "effektive" was diese kanzlerin zustandegebracht hatte war ihre mit der FDP beschlossene Verlängerung der Kernenergiegewinnung aus populistischen Gründen zurückzunehmen. So konnte wenigstens der Anteil der KE am Energiemix sinken.

Welche zusätzlichen Maßnahmen müsste Deutschlands Regierung nach dem bisherigen Scheitern ergreifen um die obstruierte Energiewende auch in den Bereichen Verkehr und Wärme einzuleiten? Gibt es Hoffnung auf Fortschritte trotz einer erneuten Führung durch die Versagerpartei Union, die die Energiewende für Endverbraucher verteuerte und zum Erliegen brachte?


Bei Neuerungen steht immer die Frage "Verlust von Arbeitsplätzen" gegen "Zugewinn von Arbeitsplätzen" und Verödung ganzer Landschaften durch Industriebrachen gegen Naturzerstörung durch neue technische Einrichtungen. Wer ein wenig aufgepaßt hat in den vergangenen 10 Jahren, der konnte dieses Wechselspiel doch erleben. Insofern sind eben Kompromisse geschlossen worden... welcher Zirkus wurde allein im Zusammenhang mit den Stromtrassen von Nord nach Süd aufgeführt! Dann das Geschrei wegen sinkender Zuverlässigkeit der Stromversorgung... hätte man dem fertigenden Gewerbe nicht zuhören sollen?

Mich ärgert diese so zögerliche Umsetzung der Energiewende natürlich auch. Diese heiße Kartoffel haben die Kanzlerin, ihr Kanzleramtsminister, ihr Wirtschaftsminister und ihre Umweltministerin immer ganz schnell fallen gelassen: Ein undankbares Geschäft mit Wutpotential... da sind Sie nur ein Beispiel unter vielen.
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Cat with a whip
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Re: EU-Kernland verstösst beim Energie-Mix gegen EU-Richtlinie

Beitragvon Cat with a whip » Mi 20. Sep 2017, 13:08

Gutes Beispiel für das Versagen der Union. Tja, das waren ja Unionsgeführte Länder wie Bayern die beim Leitungsausbau zickten und die Kosten hochtrieben. Viel Zeit verloren.

Aber hier ist das eigentliche Thema ja eher die Verhinderung der Energiewende in Verkehr und Wärme durch die Merkelregierungen. Es scheint als ob man an einem toten Punkt angekommen ist.
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Re: EU-Kernland verstösst beim Energie-Mix gegen EU-Richtlinie

Beitragvon Praia61 » Mi 20. Sep 2017, 16:42

Cat with a whip hat geschrieben:(20 Sep 2017, 14:08)

Gutes Beispiel für das Versagen der Union. Tja, das waren ja Unionsgeführte Länder wie Bayern die beim Leitungsausbau zickten und die Kosten hochtrieben. Viel Zeit verloren.

Aber hier ist das eigentliche Thema ja eher die Verhinderung der Energiewende in Verkehr und Wärme durch die Merkelregierungen. Es scheint als ob man an einem toten Punkt angekommen ist.

Also im Kostenhochtreiben beim umsetzen von technischen Projekten sind die Grünen auf dem 1. Platz.
Danach die Sozis auf dem 2. Platz.
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Re: EU-Kernland verstösst beim Energie-Mix gegen EU-Richtlinie

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 20. Sep 2017, 23:27

Nun Cat with a whip - schon der folgende Beitrag zeigt (stellvertretend), wie wenig wohl das ganze Thema verstanden wird. Was bei der mit einer wohl gefüllten "Kriegskasse" der Gegengenlobby, die ihre bisherige Melkkuh dahinsterben sah, die ganz normale Reaktion war.

Wie Du sicher seit 2008 angemeldet, auch immer wieder in diesem Forum "bewundert" haben dürftest, zählen Fakten bei der Energiewende praktisch überhaupt nicht.

Das ursprüngliche EEG ist längst zu einer Waffe gegen die Energiewende geworden. Neben den völlig fremden Kosten, die nichts mit den EE zu tun haben, werden die aus PV generierte Leistung allein als Kostentreiber "definiert".

Würden fossile Energien in vergleichbarer Akribie dem Stromkunden verrechnet, würde niemand mehr Strom aus AKW - Kohle aber auch Erdgas kaufen wollen. In dem aber die Kosten dort massiv und ohne Skrupel über Steuern subventioniert werden, ist Strom aus EE Generatoren komplett "gläsern" plus Kosten, die nichts mit dem Label "EE" zu tun haben zusätzlich optisch verteuert.

Was allein für den Kauf der jährlich notwendigen Primärenergie durch Import, an Binnenkaufkraft verloren geht, sollte eigentlich jeden überzeugen. Ein gesunder Binnenmarkt - nicht "outsourcing- fähige" Arbeitsplätze im Handwerk bei Millionen privater PV-Anlagen sollte doch in jeder Hinsicht überzeugen. Wie man lesen kann, werden jedes Jahr für ~90 Milliarden €uro fossile Energien nebst deren "Nebenwirkungen" (durchaus nicht "kostenlos") eingekauft - gelänge es wenigstens davon 10% in EE zu investieren, wäre das Geld, was ausschließlich "uns" nutzt. Die Idee, das es lediglich der Investition bedarf und eben kein "Kraftstoff" gekauft werden muss um vielseitig verwendbaren Strom zu generieren, ist wohl zu einfach um das jedem verständlich zu machen.

Meine PV produziert klaglos seit September 2011 also seit 6 Jahren durchschnittlich 10,5 MWh hat in Summe bis gestern 62.714 kWh (62,7 MWh) generiert. Warum dies inzwischen trotz sinkender Preise für solche Anlagen immer weniger tun - sicher die Einspeisetarife liegen deutlich unter 50% für den Bezugstarif zu zahlenden Betrag, aber eine Anlage die den Eigenbedarf abdeckt, könnte mit ~5 kWp plus Speicher durchaus immer noch eine lukrative Geldanlage sein (wenn das der wichtigste Aspekt wäre). Kommt in den nächsten Jahren ein E-Mobil hinzu, wird das die Rentabilität UND den Nutzen für die Umwelt gleich mehrfach steigern.

Meine 62,7 MWh haben jedenfalls bis dato knapp 44 Tonne CO2 vermieden. Es gibt derzeit ~1,5 Millionen PV-Anlagen in D - lächerlich wenig, wenn man von ~50% der ~40 Millionen Haushalte ausgeht, welche ihre eigenen Immobilie bewohnt, aber ein Skandal, weil durch Gesetze und überkommenen Verordnungen den Mietern - also den andern 50% eine Teilhabe an selbstgeneriertem und vor Ort preiswerteren PV-Strom vorenthalten wird. Würde ich derzeit Strom verschenken, müsste ich dennoch 19% MwSt. für jede selbst generierte kWh bezahlen. Das kommt der Idee gleich, das für eine Tomate die im eigenen Garten geerntet wird auch beim Verschenken und bei Eigenbedarf, stets eine MwSt. zu entrichten wäre. Zudem müsste die Tomate erst bei einem professionellen Händler abgeliefert werden um dann selbst verbraucht oder weiter verschenkt zu werden. Beim Verkauf zahlt dies der Endverbraucher und ich entsprechende Einkommensteuer für jede kWh. "Inselanlagen" sind praktisch unzulässig, wenn das Grundstück auch nur "öffentlich" versorgt werden KANN.

Wer im selben Haus PV-Strom "weitergibt" auch an einen Mitbesitzer der Anlage - gibt diese Teilmenge an einen "Endverbraucher" MwSt.-plichtig weiter, auch dann, wenn kein mA je das Grundstück verlässt.

Ja die Energiewende wurde zumindest was die Finanzen angeht auf das trefflichste "vorangebracht".... :dead:
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Re: EU-Kernland verstösst beim Energie-Mix gegen EU-Richtlinie

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 18. Okt 2017, 21:33

Stimmt nicht mehr.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity, Eating Meat.
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Re: EU-Kernland verstösst beim Energie-Mix gegen EU-Richtlinie

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 18. Okt 2017, 23:49

Wie darf ich das verstehen was
Sole.survivor@web.de hat geschrieben:Stimmt nicht mehr.
könnte hilfreich sein zu wissen was sich da geändert hat...

Wenn es der Wahrheit dient, lasse ich mich gerne korrigieren !
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Re: EU-Kernland verstösst beim Energie-Mix gegen EU-Richtlinie

Beitragvon Darkfire » Do 19. Okt 2017, 04:39

Jetzt hatte ich schon angst daß sich hier jemand nicht mehr an die Eu Richtlinie für die Krümmung der Bananen halten will.

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