Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

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Cat with a whip
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Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Cat with a whip » Do 3. Aug 2017, 15:50

Die Schweizer Alpengletscher gelten als die weltweit am umfassendsten und längsten wissenschaftlich dokumentierten. Selbst wenn die Klimaziele eingehalten würden - mindestens 80% der Eismassen werden bis 2100 geschmolzen sein. Unsere Urenkel werden dann z.b. den Gorner-Gletscher nur noch über 3500 m sehen. Längst sind für den Eisrückgang gestiegene Mitteltemperaturen und sich ausdehnende Zeiträume ohne Frost der Hauptgrund und nicht mehr natürliche Schwankungen.

https://www.merkur.de/welt/forscher-sch ... 64910.html

2015 ging man erst noch von mindestens 60% Verlust aus und hatte damit das Ausmaß unterschätzt. Seit den 80er des letzten Jahrhundert geht man von einer beschleunigten Abnahme aus, die dann doch immer wieder schneller abläuft als gedacht.
Damit werden sich die hydrologische Probleme auf das Alpenland verschärfen, insbesondere bei Hochwassererscheinungen und Grundwassermangel, Abschwemmung von Moränenschutt und stellenweise Felsschlag werden zunehmen.
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/ ... logie.html

Makabere Begleiterscheinung sind derzeit laufende Meldungen über Funde früher im Gletscher verunglückter Wanderer im Wallis, die von den zurückweichenden Eismassen nun freigeben werden.
https://kurier.at/chronik/weltchronik/s ... 78.377.588

Positiver Nutzen könnten dann vermehrt sommerliche Freizeiangebote an den dann vielfach entstandenen Gebirgsseen sein die sich auch zur Gewinnung von Wasserkraft anbieten.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Provokateur » Do 3. Aug 2017, 16:11

Gletscher reflektieren auch einiges an Sonnenwärme zurück. Mit dem Schwinden der Gletscher weltweit dürfte die Erwärmung nochmal an Fahrt aufnehmen.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Tom Bombadil » Do 3. Aug 2017, 16:23

Wir standen irgendwann in den 80er Jahren in Saas-Fee auf dem großen Parkplatz unterhalb des Parkhauses (vllt. kennt das ja jemand, Saas-Fee selber ist autofrei, da fahren nur Elektroautos/-karren), da camperte mitten im Winter jemand mit seinem umgebauten Unimog. Wir kamen ins Gespräch, er lud uns in seinen Camper ein und er erzählte uns schon damals, dass die Alpengletscher verschwinden würden und dass das ganz massive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt in den Alpen und darüber hinaus für die angrenzenden Gebiete haben werde. Seitdem verfolge ich das Schrumpfen der Gletscher, "live" vor Ort (wer zu Gletschern wandert trifft auch schonmal auf Informationstafeln, die alte Fotos von dem Standort zeigen), später dann auch im Internet.
Dem Alpenraum steht ein großer Umbruch bevor, es sind ja nicht nur die Gletscher, die verschwinden, sondern auch der Permafrost, der die Berge fest "geklebt" hat. Es wird wohl in Zukunft zu immer mehr und immer heftigeren Bergstürzen kommen.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Cat with a whip » Do 3. Aug 2017, 17:10

Provokateur hat geschrieben:(03 Aug 2017, 17:11)

Gletscher reflektieren auch einiges an Sonnenwärme zurück. Mit dem Schwinden der Gletscher weltweit dürfte die Erwärmung nochmal an Fahrt aufnehmen.

Die Eisschmelze nimmt auch eine Menge an Wärme auf die wir so noch gar nicht als Temperaturzuwachs spüren. Schon heute verliert der Grönländische Eisschild doppelt so viel Masse wie noch 2009.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Provokateur » Do 3. Aug 2017, 17:14

Cat with a whip hat geschrieben:(03 Aug 2017, 18:10)

Die Eisschmelze nimmt auch eine Menge an Wärme auf die wir so noch gar nicht als Temperaturzuwachs spüren. Schon heute verliert der Grönländische Eisschild doppelt so viel Masse wie noch 2009.


Das kommt noch hinzu. Wenn die Energie erst thermisch wirksam wird, wird es möglicherweise deutliche Änderungen geben, de wir dann auch am eigenen Leib spüren. Ich freue mich schon darauf, am Aachener Hafen ein Fischbrötchen zu essen.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Ebiker » Do 3. Aug 2017, 17:26

Cat with a whip hat geschrieben:(03 Aug 2017, 18:10)

Die Eisschmelze nimmt auch eine Menge an Wärme auf die wir so noch gar nicht als Temperaturzuwachs spüren. Schon heute verliert der Grönländische Eisschild doppelt so viel Masse wie noch 2009.


Zu dumm auch

Das staatliche Dänische Meteorologische Institut (DMI) veröffentlichte kürzlich die neuesten Messungen zu Grönland.

Die grösste Insel der Welt verzeichnete laut DMI mit –33 Grad Celsius die kälteste Juli-Temperatur, die in der nördlichen Hemisphäre je gemessen wurde (bisheriger Rekord –30,7 Grad). Gleichzeitig ist die Eisdecke auf fast ganz Grönland prächtig gewachsen. Paradiesische Verhältnisse für unsere leidenden Hitzeverächter also, die davon jedoch nichts erfahren haben.

Mitglieder der rot-grünen Klimakirche

Die meisten Journalisten und Medienangestellten sind Aktiv- oder Passivmitglieder der rot-grünen Klimakirche, der neuen Religion der postchristlichen westlichen Welt. Sie handeln wie Fromme immer handeln: Sie anerkennen nur Dinge, die mit den Dogmen ihres Glaubens konform gehen; was diesen widerspricht, wird übergangen. So vermeldeten die Medien neulich wie ein einziger Chor, dass der Rhonegletscher «zehn Zentimeter täglich» schmelze.

Von Grönland dagegen kein Wort. Warum? Das klirrende Eis- und Kältephänomen dürfte es nicht mehr geben. Es stellt die Zentralprophezeiung von der kontinuierlichen, selbst verschuldeten und letztlich tödlichen Erderwärmung infrage.


http://bazonline.ch/wissen/natur/ab-nach-groenland/story/28363255
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Cat with a whip » Do 3. Aug 2017, 17:32

Provokateur hat geschrieben:(03 Aug 2017, 18:14)

Das kommt noch hinzu. Wenn die Energie erst thermisch wirksam wird, wird es möglicherweise deutliche Änderungen geben, de wir dann auch am eigenen Leib spüren. Ich freue mich schon darauf, am Aachener Hafen ein Fischbrötchen zu essen.

Und Grönlands Gletscher ruhen hauptsächlich auf losen Grund, der umso leichter ins Rutschen kommt je mehr Schmelzwasser in die Spalten sickert. Interessant ist auch, dass obwohl die Polarregionen mit ihren Eismassen als unsere Klimaanlage fungieren dort trotzdem die Temperaturen schneller steigen als in den mittleren Breiten. Ursache sind die Transportwege der Luft und Meeresströmungen, die unvorstellbare Energiemengen aus unseren Breiten erstmal wegnehmen.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Cat with a whip » Do 3. Aug 2017, 17:48



Damit haben Sie ohne es zu beabsichtigen ihren verlinkten Artikel bündig zusammengefasst. Denn einzelne Jahre von Sommerschmelzen herauszugreifen wie es der tendenziöse Schmieren-Artikel versucht ist ja ohne Aussagekraft.

Interessant sind Zeitreihen.
https://nsidc.org/greenland-today/
http://nsidc.org/greenland-today/greenl ... ive-chart/
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Olympus » Do 3. Aug 2017, 17:52


Ja, Pfarrer sind ja ach so göttliche Wissenschaftler.
Was haben sie den gemessen? Eine örtliche Temperatur! Diese ist kein Dauerzustand, es kommt auf die Durchschnittstemperatur an und diese steigt weltweit gemessen an.
Der größte Gletscher Grönlands zog sich in 100 Jahren bis 2004 um 8 Meilen zurück. In den darauf folgenden 10 Jahren um weitere 9 Meilen. Ebenso die dicke des Eispanzers geht stetig zurück. Ein einzelner kalter Monat ist weder ein Beweis noch ein aussagekräftiges Argument für eine Weltweite Entwicklung!!
Lediglich ein schwacher Versuch der Klimaleugner.
Es ist genauso hanebüchen wie die Aussage: "Seht her, die Pole werden größer, nicht kleiner."
Im Laufe der Zeit sind die Pole geschrumpft. Können in der Fläche aber größer werden. Dies hängt mit dem schmelzendem Süßwasser zusammen, der in das ca. - 1,8- - 2C° kalte Wasser fließt. Salzwasser gefriert bei der Temperatur und dem Wellengang noch nicht. Durch die erhöhte Eisschmelze aber wird das Salzwasser verdünnt und es entsteht ein großer Eisschild um die Pole. Allerdings nur im Winter. Insgesamt wird das Eis aber stetig dünner und dünner.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Ebiker » Do 3. Aug 2017, 17:58

Olympus hat geschrieben:(03 Aug 2017, 18:52)

Ja, Pfarrer sind ja ach so göttliche Wissenschaftler.
Was haben sie den gemessen? Eine örtliche Temperatur! Diese ist kein Dauerzustand, es kommt auf die Durchschnittstemperatur an und diese steigt weltweit gemessen an.
Der größte Gletscher Grönlands zog sich in 100 Jahren bis 2004 um 8 Meilen zurück. In den darauf folgenden 10 Jahren um weitere 9 Meilen. Ebenso die dicke des Eispanzers geht stetig zurück. Ein einzelner kalter Monat ist weder ein Beweis noch ein aussagekräftiges Argument für eine Weltweite Entwicklung!!


Es kommt noch dümmer für die Klimaalarmisten

Das Eis im Inneren Grönlands wird immer dicker. Rund sechzig Zentimeter sind in der Zeit von 1992 bis 2003 hinzugekommen, berichtet das Forschungsmagazin Science. Grund dafür sind stärkere Schneefälle im Winter, die möglicherweise in Folge des Klimawandels durch veränderte Strömungsverhältnisse in der Atmosphäre hervorgerufen wurden.Geoforscher um Ola Johannessen von der Universität Bergen werteten für ihre Studie Radarmessungen von Erderkundungssatelliten aus. Dabei stellten die norwegischen Wissenschaftler fest, dass das Eis im Untersuchungszeitraum an Küsten und in niedrigen Regionen Grönlands zwar um zwei Zentimeter pro Jahr abnahm. In Höhen über 1 500 Meter wuchs es hingegen um durchschnittlich 6,4 Zentimeter. – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/15514330 ©2017


Genau wie am Südpol, das Eis wächst und wächst.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Olympus » Do 3. Aug 2017, 18:03

Ebiker hat geschrieben:(03 Aug 2017, 18:58)

Es kommt noch dümmer für die Klimaalarmisten



Genau wie am Südpol, das Eis wächst und wächst.

Kannst Rechnen? 10 cm schmelze, 6 cm hinzu. Welche Fläche ist größer, das Zentrum Grönlands oder die Fläche aussen herum?

Eigentum! :D
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Ebiker » Do 3. Aug 2017, 18:10

wo steht da was von 10cm Schmelze ?
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Ebiker » Do 3. Aug 2017, 18:15

Und selbst wenn es wärmer wird, die Riesenkatastrophe wird es nicht, jedenfalls nicht durch Grönland

https://www.welt.de/wissenschaft/article113103632/Das-Groenland-Eis-verschwindet-nicht-so-einfach.html

Aachen hat keine Zukunft als Hafenstadt
Zuletzt geändert von Ebiker am Do 3. Aug 2017, 18:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Cat with a whip » Do 3. Aug 2017, 18:15

Olympus hat geschrieben:(03 Aug 2017, 18:52)

Ja, Pfarrer sind ja ach so göttliche Wissenschaftler.


Nicht drauf eingehen. Lohnt nicht. Der inzwischen 77-jährige Eugen Sorg ist ja auch als Autor in Achse des Guten berüchtigt. Er möchte vielleicht mit dem selektiven Hinweis auf ein in der Zeitreihe eher kühles Jahr den allerdümmsten suggerieren es gäbe keine Erwärmung der Arktis und dass ein kaltes Jahr Forscher in Not brächte. Ein armer Tropf. Mich wundert es ja dass so ein Käse noch ernsthaft geglaubt wird. Naja, es sind halt so alte konservative Säcke die meinen sie wären Helden wenn sie mit Lügen gegen die Realität anschreiben um ihre Scheinwelt aufrechtzuerhalten. Sie werden die nächsten paar Jahre abtreten und mit den Folgen sich nicht mehr auseinanderzusetzen haben.

Hier mal ein paar Artikel in Schweizer Zeitungen.
http://bazonline.ch/wissen/natur/Dem-ho ... y/31596978
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natu ... y/18358789
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon CaptainJack » Di 15. Aug 2017, 12:55

Cat with a whip hat geschrieben:(03 Aug 2017, 18:10)

Die Eisschmelze nimmt auch eine Menge an Wärme auf die wir so noch gar nicht als Temperaturzuwachs spüren. Schon heute verliert der Grönländische Eisschild doppelt so viel Masse wie noch 2009.
Und zwar selbstverständlich durch den Menschen! :mad2:
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Ebiker » Sa 19. Aug 2017, 12:48

Die Gletscherschmelze ist doch überhaupt noch nicht richtig erforscht

„Gletscher sind die wichtigsten Ikonen des Klimawandels und der globalen Umweltveränderung“, erklärte das Paper von Mark Carey, Professor an der University of Oregon. „Die Beziehungen zwischen Gender, Wissenschaft und Gletschern – besonders im Zusammenhang mit erkenntnistheoretischen Fragen zur Herstellung von glaziologischen Erkenntnissen – bleiben jedoch unterschätzt.“

„Das verschmelzen von feministischer postkolonialer Wissenschaftsstudium und der feministischen politischer Ökologie, fördert der feministische Ansatz eine robuste Analyse von Geschlecht, Macht und Erkenntnistheorie in dynamisch-sozial-ökologischen Systemen und führt so zu angemesseneren und gerechteren Wissenschafts- und Mensch-Eis-Interaktionen“,


„Ich wollte mehr über die Beziehung zwischen Frauen und Eis wissen, also haben wir das Thema von der Klimawandel-Anfälligkeit verfolgt“, sagte die Schülerin Jaclyn Rushing, die Umwelt und Romanische Sprachen studiert.

„Jaclyn fand einen Bericht, der darauf hinwies, dass Frauen sensibler für Gletscherveränderungen und Gefahren sind als Männer„, sagte Carey. „Ich hatte diese geschlechtsspezifischen Schwachstellen nie erforscht.“


„Die meisten existierenden glaziologischen Forschungen – und damit Diskurs und Diskussionen über den kryosphärischen Wandel – stammen aus Informationen, die von Männern, über Männer, von männlichen Merkmalen und von masculinistischen Diskursen hervorgebracht wurden“.
Beim Studium der geschlechtsspezifischen Aspekte von Eis kann man das Patriarchat nicht auslassen, fügt das Paper hinzu.

„Die feministische Brille ist angesichts der historischen Marginalisierung der Frauen, der Bedeutung des Geschlechts in Gletscher-bezogenen Erkenntnissen und der Art und Weise, in der die Systeme des Kolonialismus, des Imperialismus und des Patriarchats die geschlechtsspezifische Wissenschaft zusammensetzten, entscheidend“


http://freebeacon.com/issues/feds-spent-412930-relationship-gender-glaciers/

Endlich wird das Thema mal konsequent angegangen.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 19. Aug 2017, 16:28

Von einem Historiker. Toll.
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Aristide » Sa 19. Aug 2017, 16:34

Wen interessieren schon diese dämlichen gletscher!?
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Cat with a whip » Fr 25. Aug 2017, 21:43

Aktuelle Meldungen aus der Schweiz führen vor Augen was häufiger in den Alpen aufgrund der antropogenen Klimaerwärmung zu erwarten ist.

http://www.rp-online.de/panorama/auslan ... -1.7035826
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon Flaschengeist » Fr 25. Aug 2017, 22:00

Cat with a whip hat geschrieben:(03 Aug 2017, 16:50)

Die Schweizer Alpengletscher gelten als die weltweit am umfassendsten und längsten wissenschaftlich dokumentierten. Selbst wenn die Klimaziele eingehalten würden - mindestens 80% der Eismassen werden bis 2100 geschmolzen sein. Unsere Urenkel werden dann z.b. den Gorner-Gletscher nur noch über 3500 m sehen. Längst sind für den Eisrückgang gestiegene Mitteltemperaturen und sich ausdehnende Zeiträume ohne Frost der Hauptgrund und nicht mehr natürliche Schwankungen.

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Ja und?

Der Gletscher war doch auch nicht schon immer da.

Gletscher kommen und gehen. Nur Ewiggestrige versuchen sich an Dingen festzuhalten die man nicht halten kann.

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

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