Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

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immernoch_ratlos
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Re: Schweizer Alpen: Gletscher werden nochmals schneller schwinden als gedacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 26. Aug 2017, 12:34

Ei weiteres schönes Beispiel von "Brainwashing" - einfach mal die "richtigen", eher wohl doch die falschen Schlüsse ziehen. Die hiesigen Protagonisten dürfen da selbstverständlich nicht fehlen. Nur was ist dran, wenn einerseits Eis verstärkt abnimmt und woanders zunimmt ? Könnte das ein sehr deutlicher Hinweis sein, mit der eindimensionalen Weltvorstellung die sich darin äußert immer sofort abzuwiegeln, kommt man - jedenfalls Du und ich - nicht weiter.

Wie schon bei anderen Gelegenheiten, muss man sich das halbwegs uutreffende Wissen hart erarbeiten. Es genügt nicht einfach etwas scheinbar passendes herauszugreifen, was so wunderhübsch den eigen Standpunkt zu entsprechen scheint. In Sachen "Eisverlust" finde ich diese Erklärungen : Klimatologie: Mehr Eis am Südpol trotz Erderwärmung (ein ZON Artikel) recht aufschlussreich. Womöglich ist beim "Zuwachs" ja eine Relativierung angesagt :
ZON hat geschrieben:Während den Eisverlust im hohen Norden ein breites Medienecho begleitet, spielt sich weitgehend unbemerkt im Süden ein gegenläufiger Prozess ab. "In der Antarktis wächst das Meereis insgesamt", sagt Parkinson, schränkt aber ein: "Diese Zunahme hält aber nicht annähernd Schritt mit dem Rückgang in der Arktis ." Um durchschnittlich 17.000 Quadratkilometer pro Jahr hat sich die weiße Decke demnach seit 1978 ausgedehnt. Zahlen der Nasa deuten an, dass sich dieser Trend in den vergangenen Jahren um die Hälfte beschleunigt hat. Zudem hat sich das sommerliche Minimum um 650.000 Quadratkilometer vergrößert. Während der Tauperiode bleibt also ein größerer Teil des Meereises erhalten und bildet die Basis für den nächsten Winter – eine Tendenz, die der Entwicklung am Nordpol ebenfalls völlig entgegenläuft.
Soweit diese Milchmädchenrechnung die "von hinten durchs Knie" beweisen möchte es gäb gar keine Klimaveränderung und Hauptsache dieser "Festlegung" sie (die nicht stattfindende Klimaveränderung) ist nicht "menschgemacht" auch nicht teilweise - dazu ist das was "wir" Sapiens seit nunmehr ~150 Jahren tun "absolut nicht ausreichend".

Wenn es sich hierbei nicht um Satire in reinster Form handelt :
Flaschengeist hat geschrieben:Ja und?
Der Gletscher war doch auch nicht schon immer da.
Gletscher kommen und gehen. Nur Ewiggestrige versuchen sich an Dingen festzuhalten die man nicht halten kann.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
möchte ich einwerfen, wenn die Gletscher in den Alpen weiter in diesem Tempo "gehen", ist "wassertechnisch" für alle Flüsse die ihren Ursprung in den EU-Alpen haben, bald "Hängen im Schacht". Darunter übrigens auch der Rhein.

Zu den Nachteilen weiß ich nicht wo ich da anfangen soll - so groß ist die Zahl der meist mittelbaren Folgen. Als Befürworte der EE fällt mir da sofort die konventionell generierte Energie ein. Nein, nicht die Wasserkraftnutzung (so klein sie ja auch ist). Nein alles was "Kühlung" zum Vollbetrieb benötigt ist betroffen - F mit ~58 AKW kann bei geringem Wasserstand schlicht "einpacken" D ist nur graduell besser dran. Noch wird ein Teil des Transports über eben diese Flüsse abgewickelt, damit wird dann zumindest teilweise Schluss sein - Das schmackhafte Rheinwasser wir mindesten und im großen Stil 7mal getrunken von den verschiedenen Anrainern.

Die unterirdischen Wasserströme, um ein vielfaches größer als die oberirdischen bekommen einen Teil ihres Volumens auch irgendwie von den Alpen. Der Bodensee, Trinkwasserreservoir für Millionen (Stuttgart und Umland) wird nicht oder sehr schlecht "nachgefüllt".

Und weil alles mit allem zusammenhängt, weniger Verdunstung - weniger Regen oder sporadisch und in Massen an den dann immer falschen Orten.

Das Schmelzen der Gletscher ist eine sich noch langsam anbahnende Katastrophe - völlig gleichgültig was am Ende die Ursache WAR - solche einmal angestoßenen Veränderungen dauern Generationen an.

Wer nix weiß muss alles glauben - ein Begriff wie "Albedo" das Maß für das Rückstrahlvermögen von Flächen und Gegenständen und wie jeder, den das interessiert, besonders die "Eis-Albedo-Rückkopplung" beeinflusst das Weltklima. Wer also direkt oder indirekt das fragile Gleichgewicht solcher Zusammenhänge stört und das tun nicht irgendwelche Alien sondern der Vollidiot Sapiens.

Kleinste Veränderungen können einen "tipping point" oder dt. "Umkipp-Punkt" bedeuten. Dieses aus vielen Bereichen der Technik bekannte Phänomen soll hier nicht gelten :?:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

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