Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

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syna
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Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon syna » Mi 2. Aug 2017, 19:03

Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels sind nun endlich bekannt:

In Deutschland erhalten 5,3 Millionen Dieselfahrzeuge der Abgasnormen
Euro 5 und Euro 6 ein Softwareupdate auf Kosten der Hersteller. Damit
soll eine Schadstoffreduzierung um 25% erreicht werden.

Darüberhinaus gibt es Umweltprämien von Ford, BMW und Toyota, die
den Neukauf eines Autos "verbilligen", wenn dafür ein Altwagen
verschrottet wird.

Und natürlich werden Bekenntnisse abgegeben: Die Autohersteller
verpflichten sich zu Verantwortungsbewusstsein und zur künftigen
Verwendung neuester Adblue-Technologie ohne Drosselung.

--------------------------------------------------------------------------------------

Die Aktienkurse der Autohersteller stiegen nach Bekanntgabe dieser
Gipfelergebnisse leicht an - offenbar haben sich die Autobauer mit ihren
Forderungen durchsetzen können.

Weitere Infos:
http://www.auto-motor-und-sport.de/news ... 35703.html

--------------------------------------------------------------------------------------

Welche Ergebnisse hättest Du vom Dieselgipfel erwartet? :?:
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon jack000 » Do 3. Aug 2017, 08:52

[MOD] - Strang wurde nach Anpassung wieder entsperrt. Das Thema "Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ..." kann nun diskutiert werden.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon Olympus » Do 3. Aug 2017, 09:01

Also null Veränderungen. Eher ein Marketing(running)gag. Statt sauber gibt es nun ganz offiziell Schummelsoftware 2.0 die auch auf der Straße so tut als sei alles okay. Mehr als eine Einstellige Verbesserung wird's nicht geben.
Alt gegen Neu ist auch nichts neues.
Und Verantwortung kennen wir auch schon seit Jahren.
Mit MÄCHTIG Erfolg.

Also weiter wie bisher, der Bürger will ja ein Auto und kauft den Müll sowieso.
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon pikant » Do 3. Aug 2017, 09:05

Ergebnisse sind enttaueschend.
so wird man das Negativimage nicht los.
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon Eiskalt » Do 3. Aug 2017, 09:39

Dieser Artikel bringt es auf den Punkt:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-08/dieselgipfel-vw-software-bundesregierung-autokonzerne

Ich ärgere mich richtig und zwar lange, diese Betrügerei und das nichts passiert, es wird mit zweierlei Maß gemessen in Deutschland.
Kungelei ohne Ende.

Gesetze werden zurechtgebogen.........
Was ist das doch in diesem Land für ein Haufen ekeliger Säcke.......
Kotzen könnte ich von diesem Auto und Politikerpack.
Memento mori
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon yogi61 » Do 3. Aug 2017, 10:50

Der Kommentar von Michail Hengstenberg im Spiegel bringt es einigermassen auf den Punkz und nein, er ist kein Grüner und auch kein unbedingter Dieselgegner.

Seitdem die im Raum stehen, ist das Vertrauen der Kunden in die Hersteller dahin, die Diesel-Verkäufe gehen dramatisch zurück. Die Hersteller aber brauchen die verbrauchsarmen Diesel dringend, um die CO2-Bilanz zu senken, sonst drohen empfindliche Strafzahlungen. Doch statt dem Problem konsequent entgegenzusteuern, haben sie sich, begleitet von der Politik, anscheinend in eine Todesspirale gestürzt, an deren Ende der Verlust von Zigtausenden Arbeitsplätzen und die Kernschmelze einer kompletten Industrie stehen könnte.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/dies ... 61116.html

Diese lausigen Manager die immer wieder betrügen und kurzfristig denken, können die gesamte Branche in Deutschland in den Abgrund stürzen, die Auswirkungen werden wir wohl erst in ein paar Jahren zu spüren bekommen, aber das ist nicht wirklich ein Trost.
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https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon H2O » Do 3. Aug 2017, 12:44

yogi61 hat geschrieben:(03 Aug 2017, 11:50)

Der Kommentar von Michail Hengstenberg im Spiegel bringt es einigermassen auf den Punkz und nein, er ist kein Grüner und auch kein unbedingter Dieselgegner.

Seitdem die im Raum stehen, ist das Vertrauen der Kunden in die Hersteller dahin, die Diesel-Verkäufe gehen dramatisch zurück. Die Hersteller aber brauchen die verbrauchsarmen Diesel dringend, um die CO2-Bilanz zu senken, sonst drohen empfindliche Strafzahlungen. Doch statt dem Problem konsequent entgegenzusteuern, haben sie sich, begleitet von der Politik, anscheinend in eine Todesspirale gestürzt, an deren Ende der Verlust von Zigtausenden Arbeitsplätzen und die Kernschmelze einer kompletten Industrie stehen könnte.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/dies ... 61116.html

Diese lausigen Manager die immer wieder betrügen und kurzfristig denken, können die gesamte Branche in Deutschland in den Abgrund stürzen, die Auswirkungen werden wir wohl erst in ein paar Jahren zu spüren bekommen, aber das ist nicht wirklich ein Trost.


Meine Hoffnungen richten sich auf Nachweise, die im realen Betrieb zu führen sind. Das war technisch bis vor wenigen Jahren leider nicht möglich. Das Verfahren wäre höchst einfach: Den Fahrzeugen eine vorläufige Betriebserlaubnis erteilen mit einer Frist, den Mangel gemäß Typprüfung zu beseitigen. So ähnlich macht das doch auch der TÜV (oder hat das früher gemacht). Nach Ablauf der Frist erlischt die vorläufige Betriebserlaubnis, und der Hersteller muß das Fahrzeug zurück nehmen.

Es kann ja wohl nicht wahr sein, daß untaugliche Nachweise noch durch Betrug ausgehebelt wurden, und daß der ertappte Betrüger den Schaden nicht beseitigen muß. Bis zu 17-fache Grenzwertüberschreitungen wurden beobachtet. Sind die Hersteller denn von einem wilden Affen gebissen worden?

Am Ende der Kette müßte aus meiner Sicht Knast und Berufsverbot stehen.
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon frems » Do 3. Aug 2017, 12:54

pikant hat geschrieben:(03 Aug 2017, 10:05)

Ergebnisse sind enttaueschend.
so wird man das Negativimage nicht los.

Soll ja nur Ruhe bis zur Wahl schaffen. Witzigerweise sollte die Hälfte der 5 Mio. Fz von VW so oder so schon geupdatet werden.
Labskaus!

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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 3. Aug 2017, 22:08

Erst einmal eine gute Idee das Thema neu und unter passendem Titel aufgreifen.

frems hat geschrieben:Soll ja nur Ruhe bis zur Wahl schaffen.
Das war mehr als einmal meine Rede - dazu passt die "günstig" lange Bearbeitungszeit der Revisionsinstanz dem BVerG = Bundesverwaltungsgericht mit Sitz in Leipzig (Oberster Gerichtshof des Bundes) ausgezeichnet. Bislang steht die Revision für das Düsseldorfer Urteil des dort zuständigen Verwaltungsgerichts noch aus. Einen schöne Fügung so ganz zufällig... :thumbup:

Das Urteil des Verwaltungsgericht Stuttgart ist noch nicht rechtskräftig, auch hier geht das Verfahren "* vermutlich" in Revision.
WELT hat geschrieben:Ob und wann es tatsächlich zu Fahrverboten für viele Dieselmodelle kommt und wie diese aussehen könnten, ist aber weiter offen. Das Land will das Urteil zunächst prüfen und dann sehen, welche Schritte einzuleiten sind, sagte ein Sprecher. Es ist damit zu rechnen, dass der Streit beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig weitergeht. Dort liegt schon ein ähnlicher Fall aus Düsseldorf zur Entscheidung. Das Stuttgarter Urteil könnte auch die Debatte um Fahrverbote in anderen Großstädten wie München oder Berlin beeinflussen.
Eine "Berufung" nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts wäre nur jeweils bei den Oberverwaltungsgerichten der Länder (Mannheim - Baden Württemberg -für die Verwaltungsgerichte Freiburg | Karlsruhe | Sigmaringen | Stuttgart), (Münster - Nordrhein-Westfalen - Verwaltungsgerichte Aachen | Arnsberg | Düsseldorf | Gelsenkirchen | Köln | Minden | Münster).

Da es in allen Fällen um ähnliche Verfahren mit unübersehbaren Parallelen geht, wird das BVerG (vermutlich) ein für alle bindende Revision bereits ergangener Urteile vornehmen. Schwer vorstellbar, falls sich die "beanstandeten" Rechtsverletzungen nicht durch die wunderbaren Veränderungen die der "Diesel-Gipfel" hervorgebracht hat, zu diesem Zeitpunkt ("irgendwann" NACH der Regierungsneubildung) nicht im Sinne der Klage abgestellt sind, das dann KEINE Fahrverbote für einen wie immer begrenzten Bereich von Dieselfahrzeugtypen möglich sein sollen. Soweit die "nationale Gerichtsbarkeit".

Die "Europäische Kommission" gibt vor und kommentiert :
Quelle hat geschrieben:Die Europäische Kommission hat heute (Mittwoch) ein letztes Mahnschreiben an Deutschland und vier andere Länder versandt, weil sie es versäumt haben, die wiederholte Überschreitung der Grenzwerte durch Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft zu beenden. In Deutschland wird in 28 Regionen anhaltend gegen die NO2-Grenzwerte verstoßen. Dazu gehören Berlin, München, Hamburg, Köln, Hagen, Münster, Wuppertal sowie die Ballungsräume Mannheim/Heidelberg, Kassel und Rhein-Main. Im nächsten Schritt droht im Rahmen des EU-Vertragsverletzungsverfahrens eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof. Von der NO2-Belastung geht ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko aus. Der Großteil dieser Emissionen wird durch den Straßenverkehr verursacht.

(15.02.2017) - Die Europäische Kommission fordert neben Deutschland auch Frankreich, Spanien, Italien und das Vereinigte Königreich auf, Maßnahmen zu treffen, um die Luftreinhaltung sicherzustellen und die Gesundheit der Menschen zu schützen.

In der EU gibt es jährlich 400.000 vorzeitige Todesfälle als Folge der hohen Luftverschmutzung. Millionen Menschen leiden an Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die durch Luftverschmutzung hervorgerufen werden. 2003 waren anhaltend hohe NO2-Konzentrationen für knapp 70.000 vorzeitige Todesfälle in Europa verantwortlich, das ist fast das Dreifache der Zahl der Opfer tödlicher Straßenverkehrsunfälle im selben Jahr.

In den EU-Rechtsvorschriften über die Luftqualität (Richtlinie 2008/50/EG) sind Grenzwerte für Luftschadstoffe, darunter auch Stickstoffdioxid, festgelegt. Werden diese Grenzwerte überschritten, müssen die Mitgliedstaaten Luftqualitätspläne verabschieden und durchführen, die geeignete Maßnahmen vorsehen, um diesen Zustand schnellstmöglich zu beenden.

Die möglichen Maßnahmen zur Senkung von Schadstoffemissionen umfassen die Verringerung des Verkehrsaufkommens insgesamt, die Verwendung anderer Brennstoffe, den Übergang zu Elektrofahrzeugen und/oder die Anpassung des Fahrverhaltens. In diesem Zusammenhang ist die Senkung der Emissionen von Dieselfahrzeugen ein wichtiger Schritt zur Einhaltung der Luftqualitätsnormen der EU. Es ist zwar Sache der EU-Staaten selbst, die geeigneten Abhilfemaßnahmen zu wählen. Auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene sind jedoch deutlich mehr Anstrengungen erforderlich, um die EU-Vorschriften einzuhalten und die menschliche Gesundheit zu schützen.

In Frankreich sind 19 Luftqualitätsgebiete, darunter Paris, Marseille und Lyon, betroffen, im Vereinigten Königreich 16 (darunter London, Birmingham, Leeds und Glasgow), in Italien 12 (darunter Rom, Mailand und Turin) und in Spanien 3 (Madrid und zwei Gebiete, die Barcelona abdecken).
40 Prozent der Stickstoffoxidemissionen (NOx-Emissionen) in der EU stammen aus dem Straßenverkehr. In Bodennähe ist der relative Beitrag des Verkehrs erheblich höher (da Emissionen aus hohen Fabrikschornsteinen verdünnt werden, bevor sie den Boden erreichen). Rund 80 Prozent der gesamten NOx-Emissionen aus dem Verkehr stammen von Dieselfahrzeugen.[/color=red]

[color=red]Reagieren die betroffenen EU-Staaten nicht binnen zwei Monaten auf das heutige Schreiben, eine mit Gründen versehene Stellungnahme, kann die Kommission Klage vor dem Gerichtshof der Europäischen Union (Sitz in Luxemburg) erheben.
Auch die Kommission wird eher nichts vor der Bildung einer neuen Regierung in D unternehmen. Die Möglichkeit - falls der Gesundheitsschutz in D "weiter hintan steht" vor dem Gerichtshof der Europäischen Union zu klagen :
Der Gerichtshof entscheidet beispielsweise aufgrund einer Klage (eines Mitgliedsstaates, eines EU-Organs, im zweiten Rechtszug auch eines Unternehmens oder eines Bürgers), ob in einem Einzelfall gegen EU-Recht verstoßen wurde ("Anwendung der Verträge").
besteht ebenfalls - aus dieser Nummer kommt die nächste Regierung nicht mehr unbeschädigt heraus...
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon syna » Fr 4. Aug 2017, 21:39

yogi61 hat geschrieben:(03 Aug 2017, 11:50)
Doch statt dem Problem konsequent entgegenzusteuern, haben sie sich, begleitet von der Politik, anscheinend in eine Todesspirale gestürzt, an deren Ende der Verlust von Zigtausenden Arbeitsplätzen und die Kernschmelze einer kompletten Industrie stehen könnte.

Michail Hengstenberg, Spiegel: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/dies ... 61116.html

Ja ja, aber am Anfang stand ja mal eine gute Absicht - oder? :?:
Die Autoindustrie ist ein wichtiger Industriezweig in Deutschland:


Die Automobilindustrie ist, gemessen am Umsatz, der mit Abstand
bedeutendste Industriezweig Deutschlands. Im Jahr 2008 wurden 345,9
Mrd. € erwirtschaftet. Rund 812.514 Personen waren 2012 in der
Automobilindustrie hierzulande beschäftigt.

Die Branche steuert mit rund 40 % den deutlich größten Anteil an den
gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der deutschen
Wirtschaft bei. Dies waren im Jahr 2009 ca. 22,1 Mrd. €.

Ihr Exportüberschuss macht weit über die Hälfte des gesamten
Exportüberschusses Deutschlands aus. Deutschland hat damit bei
Automobilen die weltweit höchste Exportquote.


Quellen:
http://www.acea.be/uploads/press_releas ... 5-2016.pdf
Statistisches Jahrbuch 2011, S. 370

------------------------------------------------------------------------------------

Nun - da ist es verständlich, wenn die Bundesregierung - und insbesondere
auch das Verkehrsministerium - die Deutsche Automobilindustrie hätschelt
und tätschelt. Na gut - es gehen ja auch viele Lobbyisten in Berlin ein und
aus.

Aber leider scheint sich abzuzeichnen, dass das Hätscheln und Tätscheln,
indem man Abgasprüfungen nur auf den Prüfstand beschränkt, sich als
Bumerang erweist. Denn es hat dazu geführt, dass in Deutschland in
großem Maßstab "Abschalteinrichtungen" zum Einsatz kommen. Politk
und Automobilmanager hatten eine informell konsensuale Übereinkunft
darin, dass die EURO-Normen nur auf dem Prüfstand eingehalten werden
brauchen. Die Autobauer haben auf diese informell konsensuale
Übereinkunft hin ihre Abgaswerte optimiert.

Die US-Umweltbehörde und die EU-Instutionen teilen diese Übereinkunft
jedoch so gar nicht. Im Gegenteil: Ein regelhaftes Abschalten bei
Normalbetrieb verstößt sogar klar gegen die EURO-Norm-Gesetze. Zu
dumm aber auch!

Da die Abschaltmachenschaften und Grenzwertüberschreitungen im
Normalbetrieb scheibchenweise aufgedeckt werden, ist der Imageverlust
groß. Abgesehen davon drohen hohe Schadenszahlungen auch in Europa
und sogar gerichtlich angeordnete Fahrverbote.

------------------------------------------------------------------------------------

Könnte es sein, dass das langjährige Hätscheln und Tätscheln der
Autoindustrie sich letztendlich sogar als höchst schädlich für die
Automobilbranche erweist?

Könnte es sein, dass auch die mauen Ergebnisse des Dieselgipfels am
Mittwoch den 2.8. den Streit um Abgaswerte, Diesel und Fahrverbote
noch länger in den Medien halten und damit alles sogar noch
verschlimmern?

:?:
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon Elser » Sa 5. Aug 2017, 18:02

Ich denke die meisten von uns beruhigt das "Ergebnis" des Dieselgifels nicht wirklich. Diese Minimallösung soll nun also ersteinmal durchgezogen werden und dann - schaut man im Oktober (!!!) was es gebracht hat. OKTOBER - das ist nach der Bundestagswahl !!! Ich fürchte wir werden wieder verarscht. Der Wähler sollte den Regierungsparteien schon am Wahltag zeigen, wo Bartel den Most holt. Anders verstehen sie es nicht.

Vielleicht haben wir ja Glück und die Judikative schlägt noch vor der Wahl zu. Besser wär's denn nach der Wahl kommt sowie das Fahrverbot. So wüsste dann auch der letzte Ignorant, schon vor der Wahl, dass es verarscht wird.

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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon Elser » Sa 5. Aug 2017, 18:04

Ich denke die meisten von uns beruhigt das "Ergebnis" des Dieselgifels nicht wirklich. Diese Minimallösung soll nun also ersteinmal durchgezogen werden und dann - schaut man im Oktober (!!!) was es gebracht hat. OKTOBER - das ist nach der Bundestagswahl !!! Ich fürchte wir werden wieder verarscht. Der Wähler sollte den Regierungsparteien schon am Wahltag zeigen, wo Bartel den Most holt. Anders verstehen sie es nicht.

Vielleicht haben wir ja Glück und die Judikative schlägt noch vor der Wahl zu. Besser wär's denn nach der Wahl kommt sowie das Fahrverbot. So wüsste dann auch der letzte Ignorant, schon vor der Wahl, dass es verarscht wird.

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harry52
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon harry52 » Sa 5. Aug 2017, 18:38

yogi61 hat geschrieben:Diese lausigen Manager die immer wieder betrügen und kurzfristig denken, können die gesamte Branche in Deutschland in den Abgrund stürzen,..

Fakt ist aber auch,
dass seit Jahrzehnten die PKWs immer größer und PS stärker werden und dass BMW, Mercedes, Audi und Porsche besonders erfolgreich sind. Schon heute wäre das 1 Liter Auto mit 25 PS ohne Probleme möglich. Die Kunden wollen es aber nicht. Sie entscheiden sich immer häufiger für Autos mit weit über 250PS.

Fakt ist auch,
dass es dieses Jahr wieder einen Rekord bei Flugreisen gibt. Nicht nur die Anzahl steigt seit Jahren, sondern auch die durchschnittliche Entfernung. Was sollen denn die Manager machen, wenn die Kunden sich in Wahrheit für klimaschädliche PKWs und Flugreisen entscheiden?

Witzigerweise steigen in meinem Bekanntenkreis
ausgerechnet die Gutverdienenden mit guten Schulabschlüssen, die ständig über Umwelt und Radioaktivität sprechen, besonders häufig und gerne ins Flugzeug, obwohl jeder weiss, dass man beim Fliegen besonders viel Radioaktivität abbekommt und das Klima stark schädigt.

Die Manager,
die Wanderungen in den nächsten Wald als Urlaubsziel anbieten, oder das 1 Liter Auto hätten im Gegenteil nicht die Arbeitsplätze gesichert, sondern zerstört. Das ist ein Fakt und betrogen wurde, wie wir mittlerweile wissen bei vielen bzw. nahezu allen erfolgreichen PKW Herstellern. Auch das sollte mal nachdenklich machen.

Wahr ist auch, dass es vielleicht bald zu einem echten Umdenken kommt,
aber garantiert auch nur, wenn das dicke Auto und die Flugreise nach Australien extrem teuer wird. Ich wunder mich auch, dass Greenpeace ihren Mitgliedern nicht deutlich klar macht, dass sie auf Flugreisen und PKW mit mehr als 50 PS verzichten sollen. In meinem Bekanntenkreis und Verwadtschaft habe ich genau vier Greenpeace Mitglieder und drei davon sind richtige Autonarren mit Autos deutlich über 50.000 Euro Neuwert und alle vier sind ganz große Fans von Fernreisen. Mein mittlerweile verstorbene Vater hat die ganze Welt bereist von Südafrika bis zum Nordkap, USA, China, Vietnam, Hongkong, .... überall war er, mindestens zwei weite Flugreisen pro Jahr.

Die Evolutionstheorie würde das übrigens gut erklären,
warum Menschen sich scheinbar so widersprüchlich verhalten. Mit dicken Autos, großen Wohnungen und Häusern und Fernreisen zeigen, dass man Geld hat und wirtschaftlich fit ist und ständig die Ausbeutung der Natur kritisieren, ist doch ein und dasselbe, nämlich Werbung in eigener Sache betreiben.

So wie der Pfau mit seinem bunten Federkleid angibt und Sexualpartner anlockt.
Das erklärt es ganz genau und mein Vater möge mir verzeihen. Er ist typisch und ein Sklave seiner egoistischen von der Evolution geformten Gene. Das nur mal so als wissenschaftlicher Ausflug, dass Sündenböcke wie die Manager in Wahrheit nicht das Problem sind, sondern wir Menschen und unsere Gene.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon frems » Sa 5. Aug 2017, 18:56

harry52 hat geschrieben:(05 Aug 2017, 19:38)
Witzigerweise steigen in meinem Bekanntenkreis
ausgerechnet die Gutverdienenden mit guten Schulabschlüssen, die ständig über Umwelt und Radioaktivität sprechen, besonders häufig und gerne ins Flugzeug, obwohl jeder weiss, dass man beim Fliegen besonders viel Radioaktivität abbekommt und das Klima stark schädigt.

Wenn sie gute Schulabschlüsse haben, werden sie wohl mitgekriegen, dass es beim Diesel-Gipfel um etwas anderes ging.

Interessant aber auch das Vertrauen der Bürger in einer repräsentativen Umfrage (https://www.sz-online.de/nachrichten/da ... 42328.html)

Denken Sie, das auf dem „Diesel-Gipfel“ beschlossene Software-Update für Motoren genügt, um das Abgasproblem zu lösen?

Ja, auf jeden Fall: 4,7%
Eher ja: 7,3%
Unentschieden: 5,4%
Eher nein: 26,3%
Nein, auf keinen Fall: 56,3%
Labskaus!

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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon syna » Mo 7. Aug 2017, 09:16

@harry52: Gutes Posting, sehr lesenswert! :D

harry52 hat geschrieben:(05 Aug 2017, 19:38)

Witzigerweise steigen in meinem Bekanntenkreis
ausgerechnet die Gutverdienenden mit guten Schulabschlüssen, die ständig über Umwelt und Radioaktivität sprechen, besonders häufig und gerne ins Flugzeug, obwohl jeder weiss, dass man beim Fliegen besonders viel Radioaktivität abbekommt und das Klima stark schädigt.

Greenpease & Co
Ich wunder mich auch, dass Greenpeace ihren Mitgliedern nicht deutlich klar macht, dass sie auf Flugreisen und PKW mit mehr als 50 PS verzichten sollen. In meinem Bekanntenkreis und Verwadtschaft habe ich genau vier Greenpeace Mitglieder und drei davon sind richtige Autonarren mit Autos deutlich über 50.000 Euro Neuwert und alle vier sind ganz große Fans von Fernreisen.


Ja, ja - das geht mir ganz genauso. Daran sieht man 2 Dinge:

1. Formale Bildung sagt nichts über wirkliche Intelligenz und
die Fähigkeit zur Selbstreflexion aus.

2. Wir brauchen da unbedingt eine Regulierung durch den
Gesetzgeber, so dass für alle die gleichen Bedingungen gelten.
Denn warum sollte ein "Gutmensch" auf großes Auto und weite
Flugreisen verzichten, wenn dann sein Nachbar um so mehr auf's
Gaspedal drückt und Fernreisen unternimmt? Da kommt sich der
"freiwillig Verzichtende" leicht als der Dumme vor - insbesondere,
wenn er dann noch verunglimpft wird, wenn er so'n "Mini-Auto"
oder womöglich gar kein Auto fährt.

Deshalb ist es wichtig, dass der Gesetzgeber hier klare Vorgaben
macht. Indem er z.B. "Euro-6-Echtfahr-Grenzwerte" beschließt,
indem er z.B. das Kerosin (=Flugbenzin) viel höher besteuert usw.

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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon Elser » Sa 19. Aug 2017, 16:22

yogi61 hat geschrieben:(03 Aug 2017, 11:50)

Der Kommentar von Michail Hengstenberg im Spiegel bringt es einigermassen auf den Punkz und nein, er ist kein Grüner und auch kein unbedingter Dieselgegner.

Seitdem die im Raum stehen, ist das Vertrauen der Kunden in die Hersteller dahin, die Diesel-Verkäufe gehen dramatisch zurück. Die Hersteller aber brauchen die verbrauchsarmen Diesel dringend, um die CO2-Bilanz zu senken, sonst drohen empfindliche Strafzahlungen. Doch statt dem Problem konsequent entgegenzusteuern, haben sie sich, begleitet von der Politik, anscheinend in eine Todesspirale gestürzt, an deren Ende der Verlust von Zigtausenden Arbeitsplätzen und die Kernschmelze einer kompletten Industrie stehen könnte.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/dies ... 61116.html

Diese lausigen Manager die immer wieder betrügen und kurzfristig denken, können die gesamte Branche in Deutschland in den Abgrund stürzen, die Auswirkungen werden wir wohl erst in ein paar Jahren zu spüren bekommen, aber das ist nicht wirklich ein Trost.



Das sehe ich auch alles so. Man könnte die CO2-Bilanz aber auch dadurch senken, indem man die Extremmotorisierung einiger Fahrzeuge begrenzt. Brauchen wir wirklich Kisten mit derart gewaltigen Leistungen, wie wir sie heute haben? Autos mit über 300 PS sind keine Seltenheit. Das halte ich für absoluten Wahnsinn. Entsprechende Geschwindigkeitsbeschränkungen, besonders auf unseren Autobahnen, würde eine solche Beschränkung, leichter machen. Eine progressive KFZ-Steuer, bei der so einen 400 PS-Bolide mal fix auf eine Jahressteuer von € 20.000 schnellen lies, würde sicherlich auch zur Vernunft beitragen. Muss alles nur gewollt werden.

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Zuletzt geändert von Elser am Sa 19. Aug 2017, 16:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon Elser » Sa 19. Aug 2017, 16:41

harry52 hat geschrieben:(05 Aug 2017, 19:38)

Fakt ist aber auch,
dass seit Jahrzehnten die PKWs immer größer und PS stärker werden und dass BMW, Mercedes, Audi und Porsche besonders erfolgreich sind. Schon heute wäre das 1 Liter Auto mit 25 PS ohne Probleme möglich. Die Kunden wollen es aber nicht. Sie entscheiden sich immer häufiger für Autos mit weit über 250PS.





Wer sagt Dir denn, das niemand das 25 PS 1-liter-Auto will? Oder auch nur das 50 Ps 2-liter-Auto? Oder vielleicht das 75 PS 3-liter-Auto? Ober gar den wirklich günstige E-Kleinwagen. Das alles gibt es doch garnicht zu kaufen. Und genau DA ist der Harken! Du SOLLST soetwas nicht kaufen! Du sollst die übermotorisierte Angeber-Kiste kaufen mit Klimaanlage, mit Lack in Kanalratten-Grau damit Du dann auch dringent Day-Light brauchst, Sitzheizung, Bordcomputer, Go-Home-Licht, elektrischen Arschabwischer, automatischen Mundbefeuchter, hydraulischen......... :D Nur so ist der Einkommens-Anteil den Du dafür ausgeben musst, dann auch hoch genug.

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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon Elser » Sa 19. Aug 2017, 16:49

syna hat geschrieben:(07 Aug 2017, 10:16)

@harry52: Gutes Posting, sehr lesenswert! :D



Ja, ja - das geht mir ganz genauso. Daran sieht man 2 Dinge:

1. Formale Bildung sagt nichts über wirkliche Intelligenz und
die Fähigkeit zur Selbstreflexion aus.

2. Wir brauchen da unbedingt eine Regulierung durch den
Gesetzgeber, so dass für alle die gleichen Bedingungen gelten.
Denn warum sollte ein "Gutmensch" auf großes Auto und weite
Flugreisen verzichten, wenn dann sein Nachbar um so mehr auf's
Gaspedal drückt und Fernreisen unternimmt? Da kommt sich der
"freiwillig Verzichtende" leicht als der Dumme vor - insbesondere,
wenn er dann noch verunglimpft wird, wenn er so'n "Mini-Auto"
oder womöglich gar kein Auto fährt.

Deshalb ist es wichtig, dass der Gesetzgeber hier klare Vorgaben
macht. Indem er z.B. "Euro-6-Echtfahr-Grenzwerte" beschließt,
indem er z.B. das Kerosin (=Flugbenzin) viel höher besteuert usw.



Du hast völlig recht. Der Gesetzgeben muss das regeln. Die Exikutive muss es dann aber auch überwachen und Zuwiederhandlungen verfolgen und zur Anzeige bringen. Ganau das ist hier beim Dieselbetrüg nicht geschehen.

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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon frems » Sa 19. Aug 2017, 17:15

syna hat geschrieben:(07 Aug 2017, 10:16)
Ja, ja - das geht mir ganz genauso. Daran sieht man 2 Dinge:

1. Formale Bildung sagt nichts über wirkliche Intelligenz und
die Fähigkeit zur Selbstreflexion aus.

Vor allem wenn man Unsinn erzählt und es nicht so mit Fakten hat. Beim "Dieselgipfel" ging's vor allem um die Betrüger der Unternehmen sowie die dreckige Luft in Großstädten durch Diesel-Pkw. Mit Treibhausgasen oder Lärmemissionen von Flugzeugen bzw. Kerosin hat das herzlich wenig zu tun und ist nur ein klassischer Fall eines Scheinarguments. Davon mal ab: er sprach ja von "guten Schulabschlüssen". Das klingt eher nach einer 2,x auf der Realschule anstelle eines Hochschuldiploms. Studierte oder gar promovierte Wissenschaftler, die sich mit diesem Thema jemals professionell beschäftigt haben, dürften da nicht bei sein.

2. Wir brauchen da unbedingt eine Regulierung durch den
Gesetzgeber, so dass für alle die gleichen Bedingungen gelten.
Denn warum sollte ein "Gutmensch" auf großes Auto und weite
Flugreisen verzichten, wenn dann sein Nachbar um so mehr auf's
Gaspedal drückt und Fernreisen unternimmt? Da kommt sich der
"freiwillig Verzichtende" leicht als der Dumme vor - insbesondere,
wenn er dann noch verunglimpft wird, wenn er so'n "Mini-Auto"
oder womöglich gar kein Auto fährt.

Deshalb ist es wichtig, dass der Gesetzgeber hier klare Vorgaben
macht. Indem er z.B. "Euro-6-Echtfahr-Grenzwerte" beschließt,
indem er z.B. das Kerosin (=Flugbenzin) viel höher besteuert usw.

Flugreisen werden schon verstärkt besteuert. Für die Stickoxide in Großstädten sind die Emissionen bloß zu vernachlässigen. Aber was soll's. Man ist ja so intelligent und selbstreflektierend, dass man da nicht mehr unterscheiden muss.
Labskaus!

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Re: Die Ergebnisse des Diesel-Gipfels ...

Beitragvon JJazzGold » Sa 19. Aug 2017, 17:27

syna hat geschrieben:(07 Aug 2017, 10:16)

@harry52: Gutes Posting, sehr lesenswert! :D



Ja, ja - das geht mir ganz genauso. Daran sieht man 2 Dinge:

1. Formale Bildung sagt nichts über wirkliche Intelligenz und
die Fähigkeit zur Selbstreflexion aus.

2. Wir brauchen da unbedingt eine Regulierung durch den
Gesetzgeber, so dass für alle die gleichen Bedingungen gelten.
Denn warum sollte ein "Gutmensch" auf großes Auto und weite
Flugreisen verzichten, wenn dann sein Nachbar um so mehr auf's
Gaspedal drückt und Fernreisen unternimmt? Da kommt sich der
"freiwillig Verzichtende" leicht als der Dumme vor - insbesondere,
wenn er dann noch verunglimpft wird, wenn er so'n "Mini-Auto"
oder womöglich gar kein Auto fährt.

Deshalb ist es wichtig, dass der Gesetzgeber hier klare Vorgaben
macht. Indem er z.B. "Euro-6-Echtfahr-Grenzwerte" beschließt,
indem er z.B. das Kerosin (=Flugbenzin) viel höher besteuert usw.



Sie haben recht, ich finde auch, dass deutsche Airlines wesentlich höher über das Kerosin besteuert werden sollen. Das führt zu höheren Ticketpreisen und dann macht der Deutsche endlich Urlaub à la Trittins Empfehlung - zuhause, mit dem Fahrrad und das Fliegen wird endlich wieder exklusiv.

Oder der deutsche Urlauber nutzt das günstigere Angebot einer ausländischen Airline.
God creates dinosaurs. God destroys dinosaurs. God creates man. Man destroys God. Man creates dinosaurs.
Dinosaurs eat man. Woman inherits the earth.

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