Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Moderator: Moderatoren Forum 4

Maikel
Beiträge: 191
Registriert: So 4. Jun 2017, 18:44

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Maikel » Fr 27. Okt 2017, 07:35

immernoch_ratlos hat geschrieben:(26 Oct 2017, 20:21)
"Tichys Einblick" - gibt es nur gegen bares - nein nicht von mir :(

Unter höchster Anstrengung habe ich den ausgegrauten Text gelesen

Wie ungeschickt! Beides nicht nötig; es reicht, etwas zu schwindeln und "ich unterstütze bereits" anzuklicken.
Was in meinem Fall auch nicht ganz falsch ist , ich unterstütze vieles.

Auf die Idee, all das hänge, in zugegeben, sehr komplexer Weise zusammen - habe folglich mit uns und unserem Tun, etwas zu tun, soweit scheint "Tichys Einblick" nun doch nicht zu gehen.

Davon gehe ich auch aus, daß vieles von dem in sehr komplexer Weise zusammenhängt.
Deshalb reicht es ja eben nicht, aus den Ergebnissen von wenigen Meßstationen in Naturschutzgebieten zu folgern, die Bauern wären Schuld. Das ist viel zu primitiv (wenig komplex) gedacht.

Was die Windschutzscheibe meiner Karre angeht,
ist auch diese "Meßmethode" ungeeignet, einen Rückgang der Zahl der Insekten nachzuweisen; die Zusammenhänge sind viel komplexer; einige Aspekte dazu hatte ich weiter vorne aufgezählt.

ich kontrolliere nun vor und nach jeder Ausfahrt die Zahl der gemeuchelten Insekten.

Jetzt ist nicht mehr Saison für Insekten; da ist es logisch, daß es wenig zu zählen gibt.
immernoch_ratlos
Beiträge: 2206
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 27. Okt 2017, 08:52

@Bielefeld09 - da lediglich unklar ist woran es liegen mag, aber der Rückgang selbst nicht bestritten wird - ja ich glaube schon hier gibt es ein "riesiges Problem".

@Maikel - ich gebe zu ich bin sehr ungeschickt, vermeide allerdings schon aus Prinzip das Lügen - nein, diesen Block unterstütze ich nicht.

Ansonsten, nahezu alles wird angezweifelt. Warum wohl :?: - Weil es einfach "stört" erkennen zu müssen, so weitermachen geht schon (jedenfalls für ein Weilchen), aber die Konsequenzen sind eher finster.

Was mich angeht, selbstverständlich glaube ich nicht daran, das eine einzige Windschutzscheibe einen "Beweis" liefern kann. Viele Windschutzscheiben - wohl organisiert und in einem wissenschaftlichen Programm könnten das schon. Alles in allem, ganz wie bei jedem aufzuklärenden Verbrechen, führen Indizien zu dem oder den Tätern und damit zur Lösung.

Es wäre mehr als merkwürdig, wenn die größten Nutzer und Verteiler von Agrargiften keinen Anteil an diesem Massensterben haben sollte. Es gibt deutliche und höchst verdächtige Gruppen. Es wäre recht naiv, bei soviel Beeinträchtigung der Umwelt durch den Menschen (die alle nachweisbar sind, es sei den man schaut auf die Welt unter dem Rand eines Aluhuts), zu glauben - wohl eher zu hoffen - "wir" hätten damit nix zu tun.

Wie bei allen nicht aufgeklärten Verbrechen, liegt die Leiche da und zunächst besteht die Frage wer war der Killer. Nachdem, wie sich einige in den Medien und hier im Forum an den Ursachen abarbeiten, werfe ich mal den Alien von nächsten Stern in den Ring :dead:

Den Blödsinn, wegen noch unklarer Beweislage, die Leiche - hier Milliarden fehlender Insekten, wo vorher - daran kann ich mich alterstechnisch noch gut erinnern - "unzählige" eine ganz normaler Begleitumstand waren - zu übersehen, um sich an wenigen "Verfahrensfehlern" zu ergötzen, mach ich nicht mit. Auch, weil mir hier das notwendige Fachwissen fehlt um eine solches Urteil abgeben zu können. Aber besonders, weil es immer wieder die selben "Gesundbeter" sind, welche alles was ihnen nicht ins Weltbild passt wahlweise verniedlichen oder aber die Probleme unverhältnismäßig groß erscheinen lassen wollen...
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Aristide
Beiträge: 1046
Registriert: Mo 23. Feb 2015, 12:01
Benutzertitel: Forumrekordhalter

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Aristide » Fr 27. Okt 2017, 08:55

Werden insekten mit dem klebrigen zeug eingefangen und zappeln dort solange bis sie sterben? Wow geile forschung für den insektenschutz!
Ebiker
Beiträge: 1779
Registriert: Mo 16. Mai 2016, 10:06
Benutzertitel: Elektrowitsch 1. Ordnung

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Ebiker » Di 31. Okt 2017, 12:16

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Oct 2017, 09:52)
Es wäre mehr als merkwürdig, wenn die größten Nutzer und Verteiler von Agrargiften keinen Anteil an diesem Massensterben haben sollte. Es gibt deutliche und höchst verdächtige Gruppen. Es wäre recht naiv, bei soviel Beeinträchtigung der Umwelt durch den Menschen (die alle nachweisbar sind, es sei den man schaut auf die Welt unter dem Rand eines Aluhuts), zu glauben - wohl eher zu hoffen - "wir" hätten damit nix zu tun.



Und du glaubst also der Ökobauer hätte nix mit Insektensterben zu tun ? Die spritzen genau so. Und wenn das "Unkraut" nicht mit Roundup bekämpft wird gehts halt mechanisch. Der Effekt ist gleich. Der Ökobauer will auch Geld verdienen.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne
Benutzeravatar
Quatschki
Beiträge: 8363
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 08:14
Wohnort: rechtselbisch

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Quatschki » Di 31. Okt 2017, 13:10

Vielleicht hat die Matrix einen Virus und kann deshalb nicht mehr so viele Insekten darstellen?
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 11811
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon schokoschendrezki » So 17. Dez 2017, 18:48

Mal ganz unabhängig von ideologischen Diskussionen .., ich kann mich irgendwie nicht daran erinnern, in den letzten Jahren mal eine Fliege gesehen zu haben. Fliegen waren in den 60er, 70er Jahren eine völlig normale als Plage empfundene Erscheinung. Es gab alle möglichen Gegenmittel zu kaufen. Wirklich: Ich kann mich an keinerlei "Fliegensichtungen" in den letzten Jahren erinnern. Gehts nur mir so?
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Umetarek
Moderator
Beiträge: 14623
Registriert: Di 3. Jun 2008, 06:24
Benutzertitel: auf dem Weg zur Wüste...
Wohnort: Pfalz

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Umetarek » So 17. Dez 2017, 18:52

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Dec 2017, 18:48)
Gehts nur mir so?

Ja, leider. Aber ich wohne auf dem Land, vielleicht hat das ja damit zu tun, die letzte habe ich gestern gesehen, wenigstens nicht bei mir daheim.
Mutter des Wahnsinns und Harmoniebeauftragte des Forums, sowie geprüfte Völkermörderin!
Boracay
Beiträge: 3976
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Boracay » So 17. Dez 2017, 19:21

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Dec 2017, 18:48)

Mal ganz unabhängig von ideologischen Diskussionen .., ich kann mich irgendwie nicht daran erinnern, in den letzten Jahren mal eine Fliege gesehen zu haben. Fliegen waren in den 60er, 70er Jahren eine völlig normale als Plage empfundene Erscheinung. Es gab alle möglichen Gegenmittel zu kaufen. Wirklich: Ich kann mich an keinerlei "Fliegensichtungen" in den letzten Jahren erinnern. Gehts nur mir so?


Ja, es gibt heute keine Höfe mehr in Städten und Dörfern die Fliegen anziehen und die auf dem Land haben meist Biogas und seither gibt es da auch kaum mehr den Geruch von Scheiße und Mist.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 11811
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 18. Dez 2017, 23:38

Boracay hat geschrieben:(17 Dec 2017, 19:21)

Ja, es gibt heute keine Höfe mehr in Städten und Dörfern die Fliegen anziehen und die auf dem Land haben meist Biogas und seither gibt es da auch kaum mehr den Geruch von Scheiße und Mist.

Ja. Das mag schon eine halbwegs einleuchtende Erklärung sein. Aber so wie es scheinbar gut und richtig ist, dass es in den Städten und vor allem auch in den Städterandgebieten von heute keine Regenmatschstraßen mehr gibt ,,, ist die Frage, ob das wirklich gut ist, Stichwort Bodenversiegelung. So negativ wie Dresden mit Stichwort Waldschlösschenbrücke oder Pegida in Erscheinung tritt - in Hinsicht auf Bodenversiegelung geht die Stadt, einfach aufgrund von schlimmen Erfahrungen, absolut konsequent vor. Sie wehrt sich trotz noch so großer Immobilien-Begehrlichkeiten gegen die Zubauung von bestehenden innerstädtischen Wasserabflussmöglichkeiten.

Ich weiß nicht, ob man jetzt extra künstliche Misthaufen in Städten aufschichten sollte. Ich weiß auch nicht, welche Rolle Filiegen im gesamten Nahrungskettensystem einnehmen. Wäre aber an kompetenten Informationen interessiert.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Umetarek
Moderator
Beiträge: 14623
Registriert: Di 3. Jun 2008, 06:24
Benutzertitel: auf dem Weg zur Wüste...
Wohnort: Pfalz

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Umetarek » Di 19. Dez 2017, 07:09

Wir haben hier einen Rückgang der Schwalben, nachdem die Stechmücken weitgehend erfolgreich dezimiert wurden. Irgendwas ist immer.
Mutter des Wahnsinns und Harmoniebeauftragte des Forums, sowie geprüfte Völkermörderin!
sünnerklaas
Beiträge: 2081
Registriert: Do 10. Aug 2017, 14:41

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon sünnerklaas » Di 19. Dez 2017, 07:26

Boracay hat geschrieben:(17 Dec 2017, 19:21)

Ja, es gibt heute keine Höfe mehr in Städten und Dörfern die Fliegen anziehen und die auf dem Land haben meist Biogas und seither gibt es da auch kaum mehr den Geruch von Scheiße und Mist.


Der Grund, warum es kaum noch Misten in den Dörfern und Städten gibt, liegt daran, dass diese in der Regel massiven Ärger mit der Nachbarschaft bedeuten.
Viele Höfe sind auch seit Ende der 1950er Jahre (Stichrwort: Der Grüne Plan) in die Feldmark ausgesiedelt worden - nicht nur, um die Wohnqualität in den Dörfern zu erhöhen, sondern auch ganz einfach deswegen, weil auf den alten Hofflächen die mit dem Grünen Plan verbundene Modernisierung und Technisierung der Landwirtschaft allein aus Platzgründen gar nicht möglich war.
Dazu kommt auch noch der Übergang von der Strohhaltung zur Haltung auf Spaltenböden. Bei der konventionellen Tierhaltung ist es inzwischen so, dass die modernen Ställe so abgedichtet sind, dass kein Geruch mehr nach draussen dringt, es also zu keinen Geruchsimmessionen kommt, Die Grenzwerte sind hier inzwischen genau festgelegt und geregelt, wer möchte kann sich die Ergebnisse dieser Googlesuche zu Gemüte führen. Heute könnte man einen Schweinestall mitten in einer Großstadt bauen und betreiben, ohne dass es irgendwer mitbekommt, dass da Schweine gehalten werden.
Für viele Insektenarten sind allerdings Misten ausserordentlich wichtig - und zwar nicht nur für die klassischen "Scheißhausfliegen". Diese Art ist zum Beispiel eine Schwebfliege, die in ihrer Larvenzeit auf Misten angewiesen ist und gleichzeitig ein wichtiger Blütenbestäuber ist. Die Larve der Mistbiene braucht zur Entwicklung sauerstoffarmes, bakterienreiches Wasser mit zersetzenden Substanzen.
Benutzeravatar
Elser
Beiträge: 2083
Registriert: Fr 25. Jan 2013, 09:14

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Elser » Di 2. Jan 2018, 11:23

Welfenprinz hat geschrieben:(21 Oct 2017, 15:56)

Dass die Landwirtschaft Einfluss hat ,ist klar.
Da die landwirtschaftliche Fläche rapide abnimmt,sinkt dieser Einfluss permanent.

Wenn sich,was aus den Ergebnissen nicht eindeutig hervorgeht aber angedeutet wird, das Artensterben in den letzten Jahren beschleunigt hat,ist Landwirtschaft keinesfalls der einzige,auf jeden Fall nicht der gewichtigste Faktor.

Man kanns ja auch ein bisschen pervertieren :D
Zurück zumLN-Umfang von 1985 und wir haben wieder mehr Insekten.

Wer überprüft eigentlich Konzeption und Erfolg der NSGs?



"Haltet den Dieb", rief der Dieb.
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 11332
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Cat with a whip » Di 2. Jan 2018, 13:26

Boracay hat geschrieben:(17 Dec 2017, 19:21)

Ja, es gibt heute keine Höfe mehr in Städten und Dörfern die Fliegen anziehen und die auf dem Land haben meist Biogas und seither gibt es da auch kaum mehr den Geruch von Scheiße und Mist.


Das liegt daran weil es kaum noch kleine Höfe in den Orten gibt. Die werden an den Dorfrand gelagert, viel größere Hallen und Ställe wo man auch dann besser mit großen Gerät ranfahren kann.

Teilweise werden die Bauern mit ihrer Schweinehaltung auch aus Ortschaften geklagt, weil die zugezogenen Städter den Geruch nicht wünschen.
Gerade da wo Fremdenverkehr sich breit macht.

Ansonsten stinkts natürlich weiterhin auf dem Land wenn Gülle auf Felder ausgebracht wird.

In Niedersachsen ersaufen sie jedoch im letzten Quartal an der eigenen Gülle die wegen mangelnder Aufnahmefähigkeit der Böden nicht ausgebracht werden durfte.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
immernoch_ratlos
Beiträge: 2206
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 2. Jan 2018, 17:41

Wer sich die Veränderungen von "klassischer Landwirtschaft" zur Industrie hin ansieht, wird schnell (und hoffentlich) von ganz alleine darauf kommen, warum diese flächendeckenden Veränderungen einfach nicht folgenlos bleiben können.

Schon die relativ kleine Zeitspanne "Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft in Deutschland in den Jahren 1991 bis 2014 (in 1.000 Personen)" lässt erahnen welchen Umbruch es da seit Beginn der 1. industriellen Revolution so um 1870 gegeben haben muss.
statista hat geschrieben:Die Statistik zeigt die Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft in Deutschland in den Jahren 1991 bis 2014.

Im Jahr 2000 betrug die Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft in Deutschland rund 694.000. Das entsprach einem Anteil von 1,54 Prozent an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland.

Als Erwerbstätige gelten alle Personen, die im Berichtszeitraum als Arbeitnehmer oder als Selbstständige (einschließlich deren mithelfende Familienangehörige) eine auf Erwerb ausgerichtete Tätigkeit von mindestens einer Stunde ausüben bzw. in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis stehen.
Glaubt jemand, an dieser Zahl hätte sich in 2017 etwas nach "oben" verändert ?

Aus einer bäuerlich geprägten Landwirtschaft die 1882 noch 41,6% der Erwerbstätigen (Bevölkerung 46 Millionen) ist längst ein Industriezweig entstanden, der selbst immer weiter in industrielle Großbetriebe zerfällt. Einer der Gründe des schnellen Bevölkerungswachstums, war die bis dahin unbekannte Fülle des immer weiter mit industriellen Methoden und Mitteln hergestellten Nahrungsangebots. Andere parallel verlaufende Ereignisse - Hygiene - med. Fortschritt und Zugang für Massen, ermöglichten innerhalb von gerade mal 22 Jahren (1873 bis 1895) einen Anstieg der Bevölkerung von 41 auf 52 Millionen - zusätzlich wanderten nochmal 2 Millionen in die klassischen Auswanderungsländer ab.

Hier läuft schon lange nichts mehr auf "natürliche" Weise ab. Wo früher der wenige Mist alle Höfe "zierte", gibt es zum einen nur noch einen kleinen Bruchteil von "Höfen" und meist ist deren "Mist" - Abfall in industriellem Maßstab. Der Einfluss auf die auch schon 1870 sicher nichtmehr "natürliche Landschaft" ist allgegenwärtig. Natürliche Zusammenhänge sind unerwünscht, weil schlicht hinderlich das im industriellem Maßstab erforderliche gebotenen Handeln zu ermöglichen. Zwar sind die für alle sichtbaren Auswirkungen wenig dramatisch und finden so auch im Bewusstsein der Menschen (75% leben ohnedies in den Städten) schlicht schon lange nichtmehr statt. Reste "bäuerlichen Lebens" werden den Konsumenten geschickt und verkaufsfördernd mit allen Mittel der Werbeindustrie vorgegaukelt.

Wie schon bei anderen industriellen Ereignissen, dauert es Jahrzehnte bist die Wirkung all dieser "notwendigen" Gifte eintritt. Der Nachweis das dieses oder jenes "Pflanzenschutzmittel" (ein genialer Euphemismus) Krankheit und Tod bei allen beteiligten Lebewesen verursacht, ist zum Glück für die daraus Profit ziehenden, praktisch unmöglich. "Leider" trifft es die damit direkt hantierenden auch nur unterhalb der üblichen "Wahrnehmungsschwelle" und so bleibt allen direkt Beteiligten die notwendige Illusion. In einem beinharten Konkurrenzkampf, bleibt schlicht für solche Überlegungen kein Platz. Sollte es dann doch zu Zweifeln kommen, sorgt eine wohl organisierte Gemeinschaft von Interessenverbänden mit Hunderten von Millionen €uro oder Dollar in der Kriegskasse, dass sich möglich nichts verändert :thumbup:

Das nun manche Folgen unübersehbar werden (jedenfalls für die wenigen unabhängigen Wissenschaftler), wird erwartungsgemäß von allen Beteiligten auf das Heftigste bekämpft. Das ist nichts wirklich neues - in solchen Fällen bestimmt der metaphorische Frosch ob sein Teich irgendwelche Veränderungen unterworfen werden "muss". Mir ist es eigentlich gleichgültig, mit meiner "Restlaufzeit" muss ich mir für mich persönlich gesehen, keine wirklichen Sorgen machen.

Was die "Gülleflut" angeht, welche irgendwie den historischen Misthaufen ersetzt hat, selbstverständlich ließe sich dieser "Abfallstoff" so behandeln, dass der ein Asset darstellen kann. Nur, die allgemeine Borniertheit der Betroffenen im Einklang mit durchaus korrupt zu nennenden Politikern, wird das weiter verhindern. Ganz klar auch in Komplizenschaft mit den üblichen Verdächtigten in der Energiewirtschaft wird dieses eigentlich kostbare Wirtschaftsgut nur dazu "genutzt" das Grundwasser auf mittlere Sicht und dann dauerhaft unnutzbar zu machen. Was man daraus machen kann, zeigt diese Grafik zum Beitrag Eine Industrie - und das ist "Landwirtschaft" in seiner überwiegenden Erscheinungsform, muss wohl auch industrielle Prozesse nutzen oder eben entwickeln hier der DBFZ-Jahresbericht 2016 PDF-Download (startet automatisch) oder die "Flexibilisierung von Biogasanlagen in Deutschland" PDF-Download (startet automatisch) Nun ja, wer das große dicke Brett vor Kopf hat wird weder diese noch andere realistischen Chancen nutzen wollen. Es gibt die weltweite Suche nach weniger selbstzerstörerischen Methoden Nahrung zu erzeugen, nur solange das so läuft wie jetzt, wird das nix.

Beispiele wie schön das schiefgehen kann liefert doch die neuere Geschichte Chinas. Der "große Vorsitzende Mao" befahl und Millionen willige Chinesen rotteten die Spatzen in China aus. Nur als schädliche Konkurrenten wahrgenommen wurden ~zwei Milliarden Tiere erschlagen. Ein einziges Desaster - die Ernteausfälle (die man den jetzt toten Spatzen zuschreiben wollte) stiegen dramatisch an. Hungersnöte waren auch hier die Folge. Der Spatz hat sich von dieser Idiotie niemehr erholt. Leider hatte der "große Vorsitzende Mao" nicht erkennen wollen, dass Spatzen um ihre Brut zu versorgen unglaubliche Mengen an Insekten vertilgen, welche die tatsächliche Hauptursache für Ernteausfälle waren. Große Spatzenkampagne " 除四害运动 chú sìhài yùn​dòng "

Unserer nicht weniger bekloppten "kleinen Maos" in den Verbänden und in der chemischen Agrarindustrie, vergiften nun die "Ursache" so gründlich, das auch gleich alle Nützlinge auf der Strecke bleiben. Nun da auch das unübersehbar wird, muss erst einmal die übliche Vernebelungstaktik greifen. Von allen Schädlingen die diesen Planten heimsuchen, dürfte "Homo sapiens" den absoluten Spitzenplatz belegen - inzwischen hat "Homo sapiens" lange und angestrengt nachgedacht und ist nun dabei diesen Schädling mit allen Mitteln auszurotten.... :?
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
Elser
Beiträge: 2083
Registriert: Fr 25. Jan 2013, 09:14

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Elser » Mi 28. Feb 2018, 12:48

Welfenprinz hat geschrieben:(21 Oct 2017, 10:09)



Wo sollte man also bei der Ursachenforschung ansetzen? ;)



Das ist doch klar ! Bei denen die das Land mit Gülle und Isektizide verseuchen !

Elser
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 44043
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon frems » Fr 23. Mär 2018, 20:45

Hui, zumindest die Politik spricht das Thema nun mal an.

Beim Schutz von Bienen setzt Klöckner auf eine gemeinsame Lösung mit Landwirten und der EU. In Diskussionen möchte Klöckner aus „ideologischen Grabenkämpfen“ herauszukommen. „Naturschutz und Landwirtschaft sind keine Gegensätze.“

Mit Blick auf die Debatte über ein mögliches Freiland-Verbot für die Insektengifte Neonicotinoide in der EU sagte sie: „Was für Bienen schädlich ist, muss weg vom Markt.“ Wenn die Wissenschaftler sagten, dass die Substanzen zu Bienensterben führen, wolle sie mit Landwirtschaft und EU-Partnern eine Lösung finden. Bienen seien „systemrelevant“. Neonicotinoide sind Insektizide, die die Weiterleitung von Nervenreizen stören. Für Wirbeltiere sind sie ungefährlich, bei Insekten sind sie aber hochwirksam.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte Ende Februar in einer neuen Risikobewertung die Gefahr von Neonikotinoiden für Honig- und Wildbienen bestätigt. Die EU-Kommission will den Freiluft-Einsatz der umstrittenen Insektizide in der EU nun komplett verbieten.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... l#Comments
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 11332
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Cat with a whip » So 25. Mär 2018, 11:30

Wenn die Klöcknerin aus dem ideologischen Quark raus will soll sie Klartext reden, denn ihre Strohmann-Behauptung des Gegensatz Landwirtschaft-Naturschutz vernebelt die weiterhin bestehende Problematik der INTENSIVEN Landwirtschaft, die der Hauptgrund für den Rückgang vieler Arten in der Insekten und Vogelwelt darstellt.

Vögelpopulationen gerade nochmal in Siedlungs- und Waldgebieten stabil. Auf dem Agrarland starker Rückgang weil Landwirte mit ihrem Verhalten die Lebensgrundlage vieler Tiere zerstören.

http://www.spektrum.de/kolumne/der-stil ... et/1553550
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
Benutzeravatar
Teekanne
Beiträge: 230
Registriert: Mo 5. Mär 2018, 08:36

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Teekanne » So 25. Mär 2018, 11:47

Cat with a whip hat geschrieben:(25 Mar 2018, 12:30)

Wenn die Klöcknerin aus dem ideologischen Quark raus will soll sie Klartext reden, denn ihre Strohmann-Behauptung des Gegensatz Landwirtschaft-Naturschutz vernebelt die weiterhin bestehende Problematik der INTENSIVEN Landwirtschaft, die der Hauptgrund für den Rückgang vieler Arten in der Insekten und Vogelwelt darstellt.

Vögelpopulationen gerade nochmal in Stadtgebieten stabil. Auf dem Land starker Rückgang weil Landwirte mit ihrem Verhalten die Lebensgrundlage vieler Tiere zerstören.

http://www.spektrum.de/kolumne/der-stil ... et/1553550

Das wird auch nichts mehr. Hier wird deutlich das wir Kinder der physikalischen Gesetze sind und als diese kennen wir nur das Gesetz des Universums. Wandlung der Materie wie ein verfaulender Apfel, eine Sonne, Staub der immer mehr Staub anzieht um zu wachsen. Egal was, es ist immer das selbe Prinzip, so folgt diesem Gesetz auch unser Gedanke. Game over.
Aldemarin
Beiträge: 304
Registriert: Mi 19. Feb 2014, 18:17

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Aldemarin » So 1. Apr 2018, 01:22

Ich glaube den Stechmücken wird niemand nachheulen!
Benutzeravatar
Provokateur
Beiträge: 12535
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Bye-bye Biene Maja: die Insekten verschwinden aus Deutschland

Beitragvon Provokateur » Fr 27. Apr 2018, 10:32

Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
twitter.com/Provokateur_Tom

Zurück zu „42. Energie - Umweltschutz“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste