Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

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ThorsHamar
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon ThorsHamar » Di 17. Okt 2017, 12:36

relativ hat geschrieben:(17 Oct 2017, 13:33)

Lass mich raten, es gibt keine Kohle und Atomlobby mehr und du hast nie auf den Grünen herrumgehackt. :)


...versuch's nochmal ...
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Hans Wurst » Di 17. Okt 2017, 12:40

H2O hat geschrieben:(17 Oct 2017, 13:06)

Nicht "die Tierwelt", wenn es sich um ausgeprägte Nischenbewohner handelt. Diese Tierwelt geht unter, wenn ihre Nische zerstört wird. Auf der anderen Seite gibt es äußerst anpassungsfähige Tiere, die unsere Städte aufmischen: Wildschweine, Ratten, Tauben, Möwen, Füchse, Waschbären... Mit dem Urteil "Gotteslästerung" wäre ich in dem Falle etwas zurückhaltender.


Stimmt schon, es gibt Lebewesen, die sich besser oder schlechter anpassen können. Manche können es nicht in dem Rahmen, der notwendig waere um den eigenen Fortbestand zu sichern.
Da stellt sich aber die Frage, wieviel Rücksicht man als vernunftbegabtes Wesen nehmen muss.
Ist es besser im Sinne des Tier- und Umweltschutzes auf einen massiven Ausbau der regenerativen zu verzichten?
Ist es ethisch korrekt, die lokale Tierwelt weitestgehend nicht zu beeinflussen, wenn damit einhergeht, dass weiterhin Atomspaltung und Fossile zu verbrennen unseren Energiebedarf deckt und damit langfristig den Planeten fuer alle Lebewesen zu einem unwirtlicheren Ort macht?
Gibt es eine Möglichkeit unsere hochtechnologische Kultur zu erhalten, ohne die Umwelt zu beeinflussen?
Sollten wir uns wieder auf das Jaeger und Sammler-niveau zurückbesinnen?
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 12:42

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Oct 2017, 13:36)

...versuch's nochmal ...

Ne, irgendwann wird Stöckchen fangen auch langweilig.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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ThorsHamar
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon ThorsHamar » Di 17. Okt 2017, 12:44

relativ hat geschrieben:(17 Oct 2017, 13:42)

Ne, irgendwann wird Stöckchen fangen auch langweilig.


Ja, aber wenn Du mein Posting verstanden hättest, wärst Du ja nicht auf das Gegenteil dessen gekommen, was ich geschrieben habe. Es gibt dieses Stöckchen also gar nicht ...
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 12:47

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Oct 2017, 13:44)

Ja, aber wenn Du mein Posting verstanden hättest, wärst Du ja nicht auf das Gegenteil dessen gekommen, was ich geschrieben habe. Es gibt dieses Stöckchen also gar nicht ...

Dann hast du meine post aber nicht verstanden, versuchs nochmal.
Zuletzt geändert von relativ am Di 17. Okt 2017, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon H2O » Di 17. Okt 2017, 13:57

Hans Wurst hat geschrieben:(17 Oct 2017, 13:40)

Stimmt schon, es gibt Lebewesen, die sich besser oder schlechter anpassen können. Manche können es nicht in dem Rahmen, der notwendig waere um den eigenen Fortbestand zu sichern.
Da stellt sich aber die Frage, wieviel Rücksicht man als vernunftbegabtes Wesen nehmen muss.
Ist es besser im Sinne des Tier- und Umweltschutzes auf einen massiven Ausbau der regenerativen zu verzichten?
Ist es ethisch korrekt, die lokale Tierwelt weitestgehend nicht zu beeinflussen, wenn damit einhergeht, dass weiterhin Atomspaltung und Fossile zu verbrennen unseren Energiebedarf deckt und damit langfristig den Planeten fuer alle Lebewesen zu einem unwirtlicheren Ort macht?
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Sie machen es sich wirklich unnötig schwer. Wir können in unserem gewohnten Lebensstil mit unseren unendlich vielen Helferlein nur weiter leben, wenn wir die Energie für die Helferlein aus der Sonne beziehen können. Mit in Millionen Jahren angelagerten Brennstoffen kommen wir nicht mehr besonders weit, entweder, weil sie allmählich ausgebeutet sind oder weil ihre Verbrennung unsere übrigen Lebensbedingungen (auch die unserer Mitgeschöpfe!) vernichtet. In unseren Breiten müssen wir die Windenergie nutzen, die die Sonne uns gnädig bereit stellt. Der Himmel ist zu oft mit Wolken bedeckt, um Solarenergie dauerhaft zuverlässig wenigstens halbtags nutzen zu können.

Nein, es gibt keinen anderen Weg in die Zukunft, wenn wir keinen Verzicht üben wollen. Und selbst das, was am Ende noch möglich sein wird, muß mit Verzicht auf dumme Angewohnheiten geschont werden. Am Ende wird der Verzicht, oder das Ausmaß des Verzichts, noch zu einer politischen Frage von Verteilungsgerechtigkeit.

Ich fürchte, daß Sie sehr einsam als Jäger und Sammler durch unsere dicht besiedelte Landschaft streifen würden... daß Sie womöglich selbst gejagt und eingesammelt werden. 10 Milliarden Menschen können zu gefährlichen Räubern entarten, wenn sie um ihr Überleben kämpfen müssen.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon ThorsHamar » Di 17. Okt 2017, 16:23

relativ hat geschrieben:(17 Oct 2017, 13:47)

Dann hast du meine post aber nicht verstanden, versuchs nochmal.


...no Stöckchen ... :cool:
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 18. Okt 2017, 22:58

Kein "Stöckchen" - dafür eine klare Frage - was ThorsHamar würdest Du lieber sehen "Generatoren" der Sorte EE oder die altbekannten von der Sorte "fossil" und oder AKW :?:

Zunächst nicht warum und weshalb, sondern nur Deine persönlichen Präferenzen.

Was ich inzwischen bevorzuge, sind in dieser Reihenfolge - PV auf möglichst allen dafür geeigneten Dächern - vorzugsweise über private Anlagenbetreiber auf deren eigener Hütte oder genossenschaftliche Formen, die auch Mietern erlauben an dem eigentlich preiswerten PV-Strom zu partizipieren - was dann noch übrigbleibt sollten WKA sein, die als Hybride beides "können" - Strom einspeisen und oder PtG (mit den möglichen Endprodukten) erzeugen - gleich vor Ort - auf der ohnedies notwendigen versiegelten Fläche die für Kranbetrieb bis zum "Lebensende" der WKA existiert.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » Mi 18. Okt 2017, 23:19

ThorsHamar hat geschrieben:(13 Oct 2017, 00:53)
Ein treffendes Wort von Boto Strauss dazu:
„Eine brutalere Zerstörung der Landschaft, als sie mit Windkrafträdern zu spicken und zu verriegeln, hat zuvor keine Phase der Industrialisierung verursacht. Es ist die Auslöschung aller Dichter-Blicke der deutschen Literatur von Hölderlin bis Bobrowski. Eine schonungslosere Ausbeute der Natur lässt sich kaum denken, sie vernichtet nicht nur Lebens-, sondern auch tiefreichende Erinnerungsräume. Dem geht allerdings voraus, dass für die kulturelle Landschaft allgemein kaum noch ein Empfinden lebendig ist. So verbindet sich das sinnliche Barbarentum der Energieökologen dem des Massentourismus.“

Auch die alten Dichter und Denker würden sich wohl eher für WKAs entscheiden anstatt für Braunkohle und Kernkraft. An den Anblick der Masten und Rotoren kann sich der Mensch gut gewöhnen, an dicke Luft und Atemwegserkrankungen bis hin zu Krebs aber nicht
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » Mi 18. Okt 2017, 23:20

Den Präferenzen von immernoch_ratlos schließe ich mich vorbehaltlos an.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 18. Okt 2017, 23:34

Da man im WEB so ziemlich alles finden kann, hier aus der (PDF) "Drucksache 16/ 4316 Landtag Rheinland-Pfalz – 16.Wahlperiode" aus einer "Kleinen Anfrage der Abgeordneten Christine Schneider, Christian Baldauf und Martin Brandl (CDU)
und
A n t w o r t
des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten
Flächenversiegelung durch Windenergieanlagen in Rheinland-Pfalz :
zunächst die Anfrage hat geschrieben:Wir fragen die Landesregierung:
1. Wie hoch ist die Flächenversiegelung durch Windenergieanlagen in Rheinland-Pfalz?
2. Wie hoch ist die Flächenversiegelung durch den Wegebau im Zusammenhang mit Windenergieanlagen?
3. In welchem Umfang ist weitere Flächenversiegelung zu erwarten, für Windenergieanlagen und für die dafür erforderliche Zuwegung?
4. Wie viele Windenergieanlangen aus Frage 3 verursachen diesen Flächenverbrauch?
5. Inwiefern sind Auswirkungen auf den Wasserkreislauf und das Grundwasser durch den Bau von Windenergieanlagen und die damit einhergehende Flächenversiegelung bekannt?
6. Welche Auswirkungen auf Wasserkreislauf und Grundwasser erwartet die Landesregierung?
Die Antwort :
das Ministerium hat geschrieben:Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten hat die Kleine Anfrage namens der Landes -
regierung mit Schreiben vom 4. Dezember 2014 wie folgt beantwortet:

Unklar ist, was in der Anfrage unter dem Begriff der Flächenversiegelung verstanden wird, zumal in Frage 3 zu dem Begriff des Flächenverbrauchs gewechselt wird. Diese Begriffe sind nicht gleichbedeutend. Unter Versiegelung wird das Überdecken des Bodens durch feste Materialien, wie z. B. durch Bauwerke, verstanden. Eine Versiegelung hat den Effekt, dass das Eindringen von Niederschlagswasser gehemmt und die Bodenfunktion beeinträchtigt wird. Auch eine Verdichtung des Bodens kann eine versiegelnde Wirkung entfalten.

Das Ausmaß bzw. der Grad der Versiegelung kann unterschiedlich sein.

Der Flächenverbrauch einer Windkraftanlage setzt sich im Wesentlichen aus den Flächen für Fundamente, Montage- und Betriebsflächen, Zuwegungen sowie evtl. Betriebsgebäuden und Kabeltrassen zusammen. Der Flächenverbrauch umfasst versiegelte, teilversiegelte und unversiegelte Flächen.

Sowohl beim Ausmaß der Versiegelung, wie bei dem der Flächeninanspruchnahme, muss zwischen der Errichtungs- und der Betriebsphase unterschieden werden. Während der Errichtungsphase sind die Flächeninanspruchnahme und der Grad der Versiegelung generell höher als während der Betriebsphase.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Kleine Anfrage namens der Landesregierung wie folgt:
Zu den Fragen 1 und 2:
Dauerhaft bis zum Rückbau der Anlage vollversiegelte Flächen entstehen bei Windkraftanlagen im Wesentlichen durch das Betonfundament. Die Größe kann generell mit 0,05 ha angenommen werden.

Durch die Kranstellfläche werden ca. 0,1 bis 0,15 ha Fläche dauerhaft bis zum Rückbau der Anlage teilversiegelt.

Während des Baus der Anlage werden durch Montage- und Lagerflächen ca. 0,05 bis 0,1 ha temporär teilversiegelt.

Erst wenn die Nutzung vorhandener Wege nicht möglich oder ausreichend ist, werden neue Wege angelegt. Dabei kommen auch Baustraßen zum Einsatz, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückgebaut werden. Der Wegebau wird statistisch nicht erfasst.

Die bis zum Rückbau der Anlage dauerhafte gesamte Flächeninanspruchnahme einer Windkraftanlage kann mit 0,35 bis 0,5 ha abgeschätzt werden. Während der Errichtungsphase können weitere 0,35 bis 0,4 ha hinzukommen.

Die Flächen beinhalten versiegelte, teilversiegelte sowie unversiegelte Flächen.

In Rheinland-Pfalz waren Ende 2013 ca. 1 360 Windkraftanlagen errichtet (Quelle: Deutsche WindGuard, Status des Windenergieausbaus an Land in Deutschland). Daraus ergeben sich die folgenden Angaben:

– Dauerhafte Versiegelung durch Fundamente in einer Größenordnung von 65 ha.
– Dauerhafte Teilversiegelung durch Kranstellflächen in einer Größenordnung von 136 bis 204 ha.
– Temporäre Teilversiegelung durch Montage- und Lagerflächen in einer Größenordnung von 68 bis 136 ha.
– Dauerhafte Flächeninanspruchnahme in einer Größenordnung von 476 bis 680 ha.

Zu den Fragen 3 und 4:

Unter der Annahme, dass in Rheinland-Pfalz, ausgehend vom Bestand Ende 2013 weitere ca. 1 300 Anlagen errichtet werden, ergeben sich für die zusätzliche Versiegelung bzw. den zusätzlichen Flächenverbrauch folgende Zahlen:

– Dauerhafte Versiegelung durch Fundamente: 65 ha.
– Dauerhafte Teilversiegelung durch Kranstellflächen: 130 bis 195 ha.
– Temporäre Teilversiegelung durch Montage- und Lagerflächen: 65 bis 130 ha.
– Dauerhafte Flächeninanspruchnahme: 455 bis 650 ha.

Zu den Fragen 5 und 6:

Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und das Grundwasser sind nicht bekannt und nicht zu erwarten, wenn die rechtlichen Anforderungen an den Bau und an den Betrieb der Anlagen erfüllt werden.
Nun da "belastbare Zahlen vorliegen", kann jeder selbst berechnen wie groß im Verhältnis zu allen anderen Unternehmungen der Anteil der WKA an der "Versiegelung" tatsächlich ist.

Zum Vergleich die Daten aus meinem Beitrag vom 11.10.2017 zum internen Beitrag HIER Bei - zur Erinnerung - "täglich in D bis zu ~63 Hektar versiegelt" müssten inzwischen wie viele "WKA onshore" existieren ?

An meinen persönlichen Präferenzen wird erkennbar was ich bevorzugen würde. PV (auf bereits existierenden Dächern, Ödflächen, ehemalige Deponien und, und....) hat den geringsten "Impact" auf die Natur. Fraunhoferlangzeitstudien belegen die Jahreszeitliche Ergänzungseffekte zwischen WKA und PV. Das zu ignorieren, macht niemand intelligenter nur eben ignoranter.

Im übrigen könnte mir all das "alterstechnisch" eigentlich am A... vorbeigehen. Sollen doch die Enkel - spätestens die Urenkel sehen wo sie bleiben, bis dahin wird "Fossil" immer teurer und rarer werden. Soviel kann jeder nachvollziehen, wenn er sich die Mengen Erdöl in Kubikkilometer die allein jährlich die USA - aber auch die EU verbrennen, vors Auge führt. Man muss schon beinahe ohne Verstand sein, um anzunehmen, all das geht für so viele Generationen weiter, wie z.B. (nur) die letzten 2.000 Jahre gelebt haben. Mit 2017 schon 7,4 Milliarden Homo sapiens, wie soll das funktionieren :?:

Die "Nebenwirkungen" die inzwischen deutlich "fühlbar" werden, müssen selbstverständlich ebenfalls "ausgeblendet" werden - sorry - nur totalen Volltrotteln mag das gelingen. Wer seinen Verstand noch beieinander hat, sich informiert, minimale Rechenkünste beherrscht, muss mehr als Augen und Ohren verschließen um all das zu ignorieren. Gut auch, wenn solche Egoisten keinen Nachwuchs haben - wer selbst Kinder hat, sollte eigentlich NICHTS davon ignorieren....
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Papaloooo » Di 31. Okt 2017, 21:49

Eisvogel hat geschrieben:(08 Oct 2017, 08:47)

Das ist der größte Unfug den man hier wahrscheinlich lesen kann, aber das ist ein anderes Thema..

Nun es war die Antwort auf den Vorwurf, mir seien die Tiere egal, sind sie nicht, sonst wäre ich kaum Vegetarier.

Wieso siehst Du das als Unfug an? Bzw kannst Du auch sachliche Argumente bieten, oder bleibst Du bei Plattitüden?

Was wollen wir denn erreichen?
Wollen wir möglichst saubere Energie?
Oder wollen wir zugunsten der Vögel zurück zu den fossilen Energieträgern und der Kernenergie?
Wieviel machen wir damit auf Dauer kaputt?

Ich finde man sollte langfristige Folgen sowie globale Auswirkungen nicht außer Acht lassen.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 1. Nov 2017, 00:01

Hier wird bewusst ? oder unbewusst ? aneinander vorbeigeredet - Mensch ist als Allesfresser biologisch gebunden. Wer diese naturgegebene Tatsache versucht durch sein Verhalten zu verändern - völlig OK - besonders angesichts der perversen Ausbeutung weniger domestizierter Tiere, die längst schon an purer Masse jede vernünftige Dimension sprengen. Rücksichtslos für deren soziale Bedürfnissen werden hauptsächlich Rinder und Schweine unter Bedingungen gehalten, die wohl problemlos einem Verbrechen gleichkommen.

Wer sich also bewusst dieser Nahrungsquelle versagt, versucht wohl das Richtig zu tun. Ein ganz eigenes Thema. Kein ganz normaler "auch Fleischesser", wenn nicht total bescheuert, wird seine Fleischkonsum mit der Billigung von jeglichem technologischem Vogeltod verknüpfen. Hier geht es um zwei unterschiedliche Sachverhalte.

Unter der Rubrik "mitgefangen, mitgehangen" ordne ich das menschliche Verhalten gegenüber Fauna und Flora ein. Wer in dieser Welt des 21. Jahrhunderts lebt, wird in vielfältiger Weise "mitschuldig" gleichgültig ob ihm das bewusst ist oder eben nicht. Der folgende Artikel Quelle : KLIMARETTER.INFO "Vogeltod: Nicht nur Windräder" Verschweigt keinen einzigen typischen von Menschen technologisch verursachten Vogeltod.

Was dort unübersehbar getan wird - nicht unähnlich einer "Unfallstatistik" - es werden alle Anlässe genannt und unweigerlich durch die Fallzahlen (soweit diese überhaupt erfasst werden können) auch die objektiv häufigsten Gründe genannt. Daran ist für mich nichts Verwerfliches. Ganz im Gegenteil. Wie immer, wenn unterschiedliche Ursachen erkannt sind, kann Abhilfe geschaffen werden. Dabei muss man aber wirklich ALLE Ursachen benennen und selbstverständlich auch quantifizieren.

Bei denen, die jede anderen technologischen Grund für den millionenfachen Vogeltod versuchen zu negieren, besonders, weil die Opferzahlen dort die eine - die an WKA messbare - um das zigfache übertreffen, ist weit davon entfernt auch nur im Geringsten redlich zu handeln. Zumal im Zusammenhang mit WKA bereits zahlreiche (überwachte) Methoden gefunden wurden um entweder Opfer unter Vögeln und Fledermäusen ganz zu vermeiden oder recht drastisch zu verringern. Hier die "Progress-Studie" als PDF

Jedes menschliche Verkehrsmittel tötet neben zahlreichen anderen Tieren auch Vögel in Massen. Auch statische Elemente (besonders Glasfassaden / Fenster und ähnliche Flächen führen zu Vogeltod. Keiner die aus ganz anderer Motivation bei WKA vorgeblich besorgt sind, haben je z.B. über sog. "Vogelschlag im Bahnverkehr" eine Silbe verloren - dabei sind die Zahlen dort (multipliziert mit den vorhanden Bahnstrecken" erheblich größer, als dies auch bei erhöhtem Ausbau von WKA (dank der Verhütungsmaßnahmen) je sein können.

Es ist einfach unehrlich sich explizit nur um WKA zu kümmern und alle sonstigen Opfer kommentarlos hinzunehmen...
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Papaloooo » Mi 1. Nov 2017, 10:34

Ja, und das ist es auch was ich ja bereits in diesem Thread gesagt habe

Auch der Verkehr fordert viele Vogel Opfer, auch Glasfassaden tun dies

Aber es ist immer Mode, gegen etwas zu sein Komma ich wohne wo, wo jetzt Gleichspannungs-Hochleitungen kommen sollen und die Leute sagen sie wollen das nicht wegen der schädlichen Strahlung

Nun strahlend gleichspannungs Leitungen allenfalls elektrostatisch, denn elektromagnetische Wellen können sie ja nicht erzeugen

Wird das übersehen, bewusst ausgeblendet, ist es Unwissenheit?

Und ebenso finde ich diese Diskussion auch bei Windkraftanlagen sehr fragwürdig, denn es gibt so viele andere Ansatzpunkte, die ebenfalls überdacht werden müssen.

Man könnte z.b. den Individualverkehr drastisch reduzieren und hätte damit viel weniger Vogel Opfer.

Als Radfahrer wäre ich sofort dafür, denn ich habe noch nie einen Vogel mit meinem Fahrrad angefahren.

Aber so etwas wäre dann niemand hören, dann auf sein Auto möchte man ja doch nicht gern verzichten!

Also sucht man immer irgendwo anders danach, und das Motiv könnte vielleicht sein, dass jemand diese großen drehenden Räder einfach stören(?).

Aber dann frage ich, was ist denn wichtiger?

Wollen wir unsere Umwelt nicht unseren Nachfahren möglichst so in der lassen, dass sie noch lebenswert ist Komma und sind da nicht die Windräder das kleinere Übel als Wüstenbildung an in gemäßigten Breiten und verstrahlte Böden wegen falsch gelagerten Brennstäben?
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » Mi 1. Nov 2017, 12:11

Papaloooo hat geschrieben:(01 Nov 2017, 10:34)

Also sucht man immer irgendwo anders danach, und das Motiv könnte vielleicht sein, dass jemand diese großen drehenden Räder einfach stören(?).

Aber dann frage ich, was ist denn wichtiger?

Wollen wir unsere Umwelt nicht unseren Nachfahren möglichst so in der lassen, dass sie noch lebenswert ist Komma und sind da nicht die Windräder das kleinere Übel als Wüstenbildung an in gemäßigten Breiten und verstrahlte Böden wegen falsch gelagerten Brennstäben?

Ich habe bereits wiederholt den hier postenden Bedenkenträgern und Totalverweigerern von Windkraftanlagen gebeten, "ihe" Alternativen für Kernkraft, Braunkohle und Windkraft aufzuzeigen. Aber bitte nicht Techniken, die bisher nur in der Theorie oder im Labor funktionieren sondern hier und jetzt im großen Stil umgesetzt werden können. Gefragt sind doch umweltverträgliche Lösungen nicht erst übermorgen sondern heute. Dass jede Lösung seine Opfer fordert dürfte jedem klar sein. Es gilt eben, den best möglichen Kompromiss umzusetzen. Und das sind derzeit u.a. WKAs.
Leider aber kommt da von den Bedenkenträgern und Ablehnern von WKAs nichts. Das erinnert mich irgendwie an die Protestbewegung in den 1960er und 1970er Jahren wo der Leitsatz nicht selten hieß: "Ich bin dafür, dass wir dagegen sind!"
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Teeernte » Di 7. Nov 2017, 16:56

Raskolnikof hat geschrieben:(01 Nov 2017, 12:11)

Ich habe bereits wiederholt den hier postenden Bedenkenträgern und Totalverweigerern von Windkraftanlagen gebeten, "ihe" Alternativen für Kernkraft, Braunkohle und Windkraft aufzuzeigen. Aber bitte nicht Techniken, die bisher nur in der Theorie oder im Labor funktionieren sondern hier und jetzt im großen Stil umgesetzt werden können. Gefragt sind doch umweltverträgliche Lösungen nicht erst übermorgen sondern heute. Dass jede Lösung seine Opfer fordert dürfte jedem klar sein. Es gilt eben, den best möglichen Kompromiss umzusetzen. Und das sind derzeit u.a. WKAs.
Leider aber kommt da von den Bedenkenträgern und Ablehnern von WKAs nichts. Das erinnert mich irgendwie an die Protestbewegung in den 1960er und 1970er Jahren wo der Leitsatz nicht selten hieß: "Ich bin dafür, dass wir dagegen sind!"


INFO:

Siemens droht damit ein doppelter Tiefschlag im Energiegeschäft: Der Abbau von 6000 Stellen bei der Windkrafttochter....


Bestimmt wegen zu hohem Umsatz/Nachfrage...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » Di 7. Nov 2017, 18:18

Momentan wird in D. einfach zu viel Energie erzeugt. So viel, dass der Überschuss nicht einmal zum Preis von Rudis Resterampe ins Ausland verhökert werden kann. Es wird Zeit, dass die Braunkohlekraftwerke endlich dicht machen und die E-Mobilität in D. voran kommt. Dann läufts auch wieder besser mit der Windkraft.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Ebiker » Di 7. Nov 2017, 18:20

Raskolnikof hat geschrieben:(07 Nov 2017, 18:18)

Momentan wird in D. einfach zu viel Energie erzeugt. So viel, dass der Überschuss nicht einmal zum Preis von Rudis Resterampe ins Ausland verhökert werden kann. Es wird Zeit, dass die Braunkohlekraftwerke endlich dicht machen und die E-Mobilität in D. voran kommt. Dann läufts auch wieder besser mit der Windkraft.


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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 7. Nov 2017, 22:41

Raskolnikof hat geschrieben:(07 Nov 2017, 18:18)

Momentan wird in D. einfach zu viel Energie erzeugt. So viel, dass der Überschuss nicht einmal zum Preis von Rudis Resterampe ins Ausland verhökert werden kann. Es wird Zeit, dass die Braunkohlekraftwerke endlich dicht machen und die E-Mobilität in D. voran kommt. Dann läufts auch wieder besser mit der Windkraft.

Das Problem ist, dass abgeschriebene Braunkohlekraftwerke rechnerisch sehr billig sind.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon jack000 » Di 7. Nov 2017, 22:53

Jetzt mal unabhängig davon ob Windkraftanlagen sinnvoll sind oder nicht (Ich habe da eher eine positive Meinung dazu). Die Chance, das tatsächlich ein Vogel von so einem Flügel getroffen wird ist doch eher gering?
=> Eher werden doch Vögel als Grund angegeben das solche Windräder nicht gebaut werden dürfen weil manche Bürger sich die Windräder an sich belästigt fühlen! (Was beim Thema "Strobe-Effekt" durchaus nachvollziehbar ist, aber i.d.R. doch nicht auftritt?)
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