Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

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Teeernte
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Teeernte » So 9. Jul 2017, 14:29

Papaloooo hat geschrieben:(09 Jul 2017, 14:41)

Gut Teeernte, dann nenne mir bitte Deine Vorstellung von einer vogelschonenen Welt in Bezug auf:

- Energiegewinnung (abseits der Diskussion um die Flugruten, das wäre ja geklärt)
- Transport
- Flugverkehr
- Hauskatzen
- Fensterfronten

Denn es ist doch allemal besser, Vorschläge zu präsentieren,
als immer nur über alles zu schimpfen!


Geklärt ? ...ich verschiess nie das gesamte Pulver auf einmal....

Windräder haben an den Spitzen eine - nahe an Schallgeschwindigkeit hohe ....Geschwindigkeit.

Die Kraft wird vorrangig durch die "Steigung" des Blattes variiert.

Man könnte also - aus dem WISSEN - der Flugroute der Zugvögel SÜD-NORD-SÜD darauf RÜCKSICHT nehmen und bei Windradstellung OST -WEST hier viel LANGSAMER fahren.....oder wie bisher - die Vogelschredder nicht in die Zugbahn der ZUG-Vögel bauen.

Ich bin hier nicht die GRÜNE SOCKE - die jeden Vogel schützen will :D :D :D

Wie bekannt nutzt der Flugverkehr an Flugplätzen extra ausgebildetes Personal (Jäger) - ...(auch durch Technik Warnschüsse) Raubvogelhaltung und VAM.

Hauskatzen erwischen nur alte , zu junge und kranke Vögel.

Fensterfronten in eine HÖHE ab 10 m sollten mit Raubvögelabbildungen beklebt sein .... bietet jeder Aufklebershop...
https://www.aufklebermachershop.de/images/product_images/popup_images/raubvogelmitgroessen.jpg

Beim Transportwesen hat es sich bewährt Horste und Sitzstangen für Raubvögel zu installieren - die ihr GEBIET dann schnell kennen...inklusive BAHN und AUTOBAHN.

Die HABGIER der WINDRADBETREIBER zeigt sich hier DEUTLICH vor dem "UMWELTSCHUTZ" -Gedanken.
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Papaloooo
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Papaloooo » So 9. Jul 2017, 14:45

Gut, das nenne ich nun einen konstruktiveren Beitrag,

Danke!
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Ebiker
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Ebiker » So 9. Jul 2017, 15:05

Papaloooo hat geschrieben:(09 Jul 2017, 14:41)

Gut Teeernte, dann nenne mir bitte Deine Vorstellung von einer vogelschonenen Welt in Bezug auf:

- Energiegewinnung (abseits der Diskussion um die Flugruten, das wäre ja geklärt)
- Transport
- Flugverkehr
- Hauskatzen
- Fensterfronten

Denn es ist doch allemal besser, Vorschläge zu präsentieren,
als immer nur über alles zu schimpfen!


Für all diese Bereiche gibt es ein Naturschutzgesetz. Es mag nicht optimal sein, aber schon viele Baumaßnahmen mußten darauf Rücksicht nehmen. Und dieses Naturschutzgesetz wurde jetzt zugunsten der Windkraft so geändert das die Wildvogelpopulation noch erheblich mehr Schaden nimmt als ohnehin.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Raskolnikof
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Raskolnikof » Di 25. Jul 2017, 14:14

Die ganze Diskussion hier um tote Vögel durch Windkraftanlagen ist ziemlich daneben. Was wollen wir denn nun? Wir wollen doch alle saubere Energie. Wie soll das mit unseren heutigen Technologien ohne Braun- und Steinkohle und Kernenergie gehen? Der von den derzeit etwa 29.000 deutschen Windkraftanlagen erzeugte Strom deckte bis Ende 2016 rund 12,3 Prozent des in Deutschland erzeugten Strom. Die Gesamtleistung aller Anlagen beträgt 50.000 Megawatt. Die leistungsfähigsten Anlagen stehen vor der deutschen Nordseeküste (knapp 1000). Innerhalb der nächsten 10 Jahre kommen da sicherlich noch weitere 1000 hinzu.

Sicherlich steigen mit der Zunahme von Windkraftanlagen auch die Todesraten von Zug- und Seevögel durch diese Anlagen. Gut finde ich auch, dass diese Problematig bekannt geworden ist und Tierschützer auf den Plan treten. So sind ja jetzt Forscher dabei nach gangbaren Wegen und Möglichkeiten zu suchen, Vögel von den größeren Windparks in der Nordsee z.B. akustisch zu verschrecken. Aber alles hat nun einmal seinen Preis. Viele Natur- und Tierschützer würden am liebsten alle Windkraftanlagen stilllegen lassen. Und dann? Den Braunkohleabbau und deren Verbrennung forcieren und gucken, wie die die Kurven in den Krebsregistern steil nach oben gehen? Oder die Kernenergie mit all den unsäglichen und ungelösten Problemen (Entsorgung) wieder vorantreiben.
Nein, ich denke, dass wir den richtigen Weg beschritten haben.
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 27. Jul 2017, 10:45

Immer wenn es an vernünftigen und sachliche Argumenten gegen EE fehlt, kommt plötzlich die Liebe zur ansonsten den allermeisten total gleichgültigen Flora und Fauna ins Spiel :?:

Da kommen Sorgen auf, die anderswo wesentlich angebrachter wären. Die Nutzung fossiler Energie ist besonders im Bereich der Förderung extrem der lokalen Flora und Fauna feindlich. Da findet (glücklicherweise "nur" an einem Standort) Erdölförderung seit 1987 im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer von der künstlichen Ölbohrinsel „Mittelplate A“ betrieben. Die Beschränkung und akribische Kontrollen auf glücklicherweise "nur" an einem Standort, haben dort zumindest große sichtbare Beeinträchtigungen der sie umgebenden Natur verhindert.

Was den Tod von Vögeln angeht, ist die häufigste Todesursache bei Vögeln: Straßenverkehr, Gebäude und Gift (und andere noch näher erläuterte Ursachen). Das hat all jene, die jetzt im Zuge ihrer irrationalen Ablehnung EE plötzlich von Sorgen für Vögel "förmlich aufgefressen werden", wenn überhaupt eher nur sehr "am Rande" interessiert.

Was die tatsächliche Gefahren die von WKA ausgehen angeht, muss schon einmal zwischen Anlagen "onshore" und offshore" grundsätzlich unterschieden werden. Einer recht guten Überblick gibt es [url=https://www.prowindkraft-niedernhausen.de/niedernhausen/tierwelt/vogelarten/#[1]] HIER "Windkraft und Vögel (windkraftempfindliche Vogelarten)"[/url]

Nun ein Teil der WKA ließe sich durch PV-Anlagen - dezentral - ohne zusätzliche Überlandleitungen (auch die killen Vögel seit es diese Konstruktionen gibt) "vor Ort" auf den zahlreichen geeigneten Dächern ersetzen. Nun wer der EE feindlich gesonnen ist, interessiert alle das nicht. Für die Gefahren die von ganz "normalen Kraftwerken" wie selbstverständlich für Flora und Fauna und den darin meist unerbittlich agierende Menschen selbst, ist allenfalls ein "mildes Interesse" (wenn überhaupt) vorhanden.

"Unsere" Gewohnheiten, z.B. aus Erdgas / Erdöl hergestellten Kunststoffe völlig gedankenlos in immer weiter wachsenden gigantischen Mengen zu nutzen und sorglos zu verbreiten, töten in der Nahrungskette gewiss auch die bedauernswerten Seevögel, welch mit prall gefüllten Mägen verhungern, weil "Plastikabfälle" die sie mit realer Nahrung verwechseln wohl eher unverdaulich ist :?:

Das selbe gilt auch für allerlei "vergessene und verlorene" Schnüre, Netze und Taue aus den "üblichen" Kunststoffen, welche den Tod zu Seevögeln bringen. Auch die allein dafür verschwendete Energie dürfte signifikant hoch sein :?:

Eine weitere Ursache - durchaus durch Mensch verursacht - ist das Insektensterben, welches Vögel (die ja bekanntlich ihre Brut damit füttern) "kräftig" reduziert. Was D angeht, haben Insekten in manchen Gebieten bis zu 80% abgenommen :?:

Was unsere Veränderungen der Umwelt angeht, "wir" haben das Glas in unsere moderne Welt gebracht und dies wiederum killt jedes Jahr über 18 Millionen Vögel - diesen Opfern stehen vergleichsweise niedrige - durchaus bedauerliche 100 bis 200tausend durch WKA getötete Vögel gegenüber. Gäbe es "nur" diese beiden Ursachen läge das Verhältnis bei 98,9 zu 1,1% aus den gemeinsamen Opferzahlen :?:

Doch "Vogelschlag im Verkehr an Straßen und Autobahnen" fügt weitere tote Vögel hinzu, welche man nicht den WKA anlasten kann. Das wird, wenn überhaupt im allgemeinen registriert, weitgehend achselzuckend hingenommen - "ist halt so...." :?:

Stromleitungen killen Vögel - völlig gleichgültig ob sie und Strom aus EE transportieren oder eben den (noch) üblichen fossil generierten Strom :?:

Der Luftverkehr dürfte ebenfalls mehr Vögel vernichten, als alle WKA zusammen...

Wem das alles als Argument nicht interessiert, jährlich werden ZUSÄTZLICH ~120 Millionen Vögel legal und weitere 100 Millionen illegal "jagdlich" getötet.

Bei der Liebe zur Katze und dem hohen Bestand (8 Millionen !) auch an verwilderten (mindestens 2 Millionen) Katzen, fallen weitere Millionen Vögel auch hier indirekt menschlicher Unvernunft zum Opfer. "Hauskatzen mit Ausgang" töten mindesten 5 bis 20 Vögel jährlich :?:

Wie viele Opfer der Klimawandel - auch der menschengemacht - darüber hinaus fordert, kann kaum abgeschätzt werden. Das der wiederum eine Folge der extensiven Nutzung fossiler Rohstoffe ist, interessiert den gewöhnlichen Feind alternativer und EE eher nicht.

Der echauffiert sich ausgiebig über den bedauerlichen Umstand, das gerade die am leistungsfähigsten "erneuerbaren Stromgeneratoren" WKA ebenfalls Vögel umbringen. Das dies durch Maßnahmen die sich inzwischen durch Forschung und Erfahrung reduzieren lässt, wird ebenfalls bewusst verschwiegen. Hier noch eine Zusammenstellung der "Jährlich getötete Vögel nach Verursacher in den USA" :
WIKI Vogelschlag hat geschrieben:Vögel: Anzahl Todesfälle

Windkraftanlagen 100.00 – 440.000

Gebäude 100.000 – 1.000.000.000

Sendetürme 5.000.000 – 6.800.000

Freileitungen 100.000 – 175.000.000

Kraftfahrzeuge 60.000.000 – 80.000.000

Pestizide in der Landwirtschaft 67.000.000 – 90.000.000

Katzen (Haus- und Wildkatzen) 365.000.000 – 1.000.000.000
Nun ich habe addiert und insgesamt sterben also 4.973.000 - 2.522.400 Vögel allein in den USA aus den aufgeführten Gründen. Beurteilt man die "angebliche Todesmaschine WKA" in diesem Zusammenhang, ergeben sich : für WKA 0,02011 - 0,01871 Prozent aller toten Vögel gehen auf das Konto von WKA.

Nicht eingerechnet sind dabei Verlustvermeidungen (anderen Stellen) die EE bei fairer Beurteilung selbstverständlich beinhalten. Homo Sapiens nimmt den milliardenfachen Tod anderer Lebewesen meist gedankenlos als "unvermeidbar" und das seit Beginn der ersten "industriellen Revolution" hin. Brauchen nun die "empörten" Gegner von Veränderung "Munition" für ihre ansonsten inhaltslose Ablehnung von EE, schien ihnen das angeblich "gigantische Vogelshreddern" das probate Argument :dead:

Nun verglichen mit all dem o.a. menscheninduzierten Töten von Vögeln, ist der Blutzoll von WKA sichtlich wenig signifikant. Da EE und ein vernünftiger Umgang an all den anderen "nur scheinbar unvermeidlichen" Gründen für den Tod von Vögeln das bei weitem ausgleichen - bzw. ausgleichen könnte, ein zumindest für mich hinnehmbarer, wenn auch unerfreulicher Nebenaspekt :(
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Olympus » Do 27. Jul 2017, 11:54

Naja, so kann sich jeder Bauer, jeder Bürgermeister und jeder Landbesitzer eine WKA hinstellen. Sich vom Verbraucher zahlen lassen, Vögel schreddern und das sogar an Orten die zur Nutzung zwecks wenig Wind nichts bringen.

Ein voller Erfolg.

Aber nicht für den Verbraucher und erst recht nicht für die Vögel.

Das Argument, andere Ursachen sind für mehr tote Vögel verantwortlich mag zwar stimmen, aber jede weitere Quelle ist eine zu viel. Bei 80% Verlust Weltweit ist kein Raum der noch viel Platz für sinnlose Geldgier lässt.
Wir brauchen WKA's an Orten die effektiv für die Stromversorgung sind, nicht Effektiv für Geldhaie.

Dieses fehlende Gesetz wird eben genau das zur Folge haben.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 28. Jul 2017, 19:14

Bin zwar kein Freund von Totalzitaten, aber "zwei Punkte" sind mir besonders aufgefallen :
Olympus hat geschrieben:(27 Jul 2017, 12:54)

Naja, so kann sich jeder Bauer, jeder Bürgermeister und jeder Landbesitzer eine WKA hinstellen. Sich vom Verbraucher zahlen lassen, Vögel schreddern und das sogar an Orten die zur Nutzung zwecks wenig Wind nichts bringen.

Ein voller Erfolg.

Aber nicht für den Verbraucher und erst recht nicht für die Vögel.

Das Argument, andere Ursachen sind für mehr tote Vögel verantwortlich mag zwar stimmen, aber jede weitere Quelle ist eine zu viel. Bei 80% Verlust Weltweit ist kein Raum der noch viel Platz für sinnlose Geldgier lässt.
Wir brauchen WKA's an Orten die effektiv für die Stromversorgung sind, nicht Effektiv für Geldhaie.

Dieses fehlende Gesetz wird eben genau das zur Folge haben.
Erkläre mal näher was Du damit meinst :?: - die Quelle Deiner Erkenntnisse würde mich sehr interessieren. Die derzeitige Gesetzeslage und einiges mehr haben sich längst drastisch verändert.

Dein "mag zwar stimmen", bedeutet klar und deutlich Dir ist die Relation entweder völlig schnurz und oder all die anderen Ursachen - teilweise um mehr als das tausendfache höher im "Ergebnis", rührt Dich im Gegensatz zu den Zahlen für WKA anscheinend überhaupt nicht :? Dort könnte durchaus ein mehrfaches an Tierleben bewahrt werden, wenn, ja wenn irgendwer auch nur ein geringes Interesse daran hätte.

Wie alle, für die "nach uns die Sintflut" das tragende Motto ist, machst Du Dir sichtlich wenig Gedanken woher nicht nur der Strom, sondern die ungeheuren Energiemengen für den zukünftigen Primärenergiebedarf kommen soll. OK wer nur an sich denkt und kinderlos - was auch spätere Enkel ausschließt, ist "berechtigt" sich darüber keinerlei Gedanken zu machen. Falls ich da falsch liegen sollte, frag ich Dich, wie viel Schaden richtet der Gebrauch fossiler Energie eigentlich an - welche Folgen hat der für Fauna und Flora, von der alles abhängt :?:

Was würde sich ändern, wenn die solare Energie (die ja permanent zur Verfügung steht) tatsächlich genutzt würde ? Sterben beim Abbau der Braunkohle keine Tiere (Vögel sind ja auch Tiere) ? Jedes Kraftwerk, welches über Verbrennung Energie generiert, braucht Kühlwasser in erheblichen Mengen. Welche Folgen haben zu hohe Wassertemperaturen für all die lieben Tierchen in den betroffenen Flüssen nach dieser "Sonderbehandlung" :?:
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Ebiker
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Ebiker » Fr 28. Jul 2017, 19:43

immernoch_ratlos hat geschrieben:(28 Jul 2017, 20:14)


Wie alle, für die "nach uns die Sintflut" das tragende Motto ist, machst Du Dir sichtlich wenig Gedanken woher nicht nur der Strom, sondern die ungeheuren Energiemengen für den zukünftigen Primärenergiebedarf kommen soll.


Doch, im Gegensatz zu den Ökoträumern machen wir uns Gedanken darum. Die sogenannten Erneuerbaren sind weder in der Lage unseren Strombedarf geschweige den Bedarf an Transport- Heiz- und Prozeßwärmeenergie zu decken. Wir vernichten unsere Umwelt für nichts. Ehemalige Braunkohletagebaue dagegen bieten jetzt zahlreiche Futter- und Brutplätze für seltene Vogelarten und Erholungsgebiete für Menschen.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 28. Jul 2017, 20:49

Ebiker hat geschrieben:(28 Jul 2017, 20:43)

Doch, im Gegensatz zu den Ökoträumern machen wir uns Gedanken darum. Die sogenannten Erneuerbaren sind weder in der Lage unseren Strombedarf geschweige den Bedarf an Transport- Heiz- und Prozeßwärmeenergie zu decken. Wir vernichten unsere Umwelt für nichts. Ehemalige Braunkohletagebaue dagegen bieten jetzt zahlreiche Futter- und Brutplätze für seltene Vogelarten und Erholungsgebiete für Menschen.
Gibt es für diese Mythen auch irgendwelche Beweise die nicht nur ein "Gefühl" sind :?:

Die erschreckende Konsequenz Deiner Überlegungen wäre ja in einem "endlichen System" (ich halte diesen Planeten für ein "endliches System" was die fossilen Vorräte angeht - die ausnahmslos solaren Ursprungs sind) eines nicht allzu fernen Zeitpunkts - lange bevor die letzte Kohle gefördert, das letzte Erdgas verbrannt und beim Erdöl ist alles was halbwegs leicht erreichbar war ja schon weg - bricht alles zusammen was heute noch unser aller Leben ausmacht. Nun ja, man muss vollkommen ohne irgendwelchen Plan B sein um andere Träumer zu nennen... :thumbup:

Wichtigster Punkt bei solchen Argumenten, es wir erst "irgendwann" passieren - jedenfalls dann, wenn Du und alle die so argumentieren keine Probleme mehr damit haben - eben wie schon gesagt "nach uns die Sintflut" - danke das dies mal wieder deutlich wurde.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon KarlRanseier » Mo 18. Sep 2017, 09:14

Es ist wahr, dass einzelne Vögel Windkraftanlagen zum Opfer fallen. Wir sprechen dabei von 1-2 Tieren pro Jahr und Windrad.

Wer diese Tatsache als Argument gegen Windkraftanlagen anführt, der ist entweder EIN GANZ ÜBLER HEUCHLER oder er ist Vegetarier UND verzichtet auf ein Auto sowie auf Strom. Oder fallen der "konventionellen" Stromerzeugung weniger Tiere und Menschen zum Opfer?
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H2O
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon H2O » Mo 18. Sep 2017, 09:17

KarlRanseier hat geschrieben:(18 Sep 2017, 10:14)

Es ist wahr, dass einzelne Vögel Windkraftanlagen zum Opfer fallen. Wir sprechen dabei von 1-2 Tieren pro Jahr und Windrad.

Wer diese Tatsache als Argument gegen Windkraftanlagen anführt, der ist entweder EIN GANZ ÜBLER HEUCHLER oder er ist Vegetarier UND verzichtet auf ein Auto sowie auf Strom. Oder fallen der "konventionellen" Stromerzeugung weniger Tiere und Menschen zum Opfer?


Gute Frage; wäre eine Nachprüfung wert. Auf geht's!

Damit auch das klar ist: Ich meine, daß unsere Gesellschaft nicht ohne Windräder wird leben können. Daß man deshalb Standorte für Windräder aushandeln muß nach bestem technischen Wirkungsgrad und geringstmöglicher Störung der Natur und der Menschen, das halte ich für eine Selbstverständlichkeit.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon KarlRanseier » Mo 18. Sep 2017, 09:38

Zahlen wird man dazu kaum finden. Bis heute weiß man ja noch nichtmal, wieviele Menschen in Deutschland Kernkraftwerken "im Normalbetrieb" zum Opfer fielen. Das lässt sich dann immer "nicht beweisen", Kernkraftwerke töten unspektakulärer. Da wird niemand geshreddert, da fliegt kein Kopf weg. Und Krebs verkündet nicht, wodurch er ausgelöst wird. Signifikante Häufungen von Krebserkrankungen führt man immer auf "Zufall" zurück. Zahlenmagie spielt da eine Rolle, ähnlich wie bei der Arbeitslosenstatistik. Man nimmt einfach die Durchschnittswerte der Radioaktivität, die von Kernkraftwerken "im Normalbetrieb" jährlich abgegeben wird und klammert vertuschte und verharmloste Störfälle ebenso aus wie Spitzen, die z.B. bei den jährlichen Brennelementewechseln auftreten. Wäre ein KKW in Deutschland in die Luft geflogen, hätte man das besser verharmlost als die Russen, man hätte einfach angeführt, dass innerhalb von 100.000 Jahren die durch das havarierte KKW abgegebene Radioaktivität durchschnittlich gar nicht so hoch ist. Mit Statistiken und Durchschnittswerten lassen sich viele Leute ganz leicht verarschen.
Und wie es im Uranbergbau aussieht, darüber braucht man wohl auch nicht zu sprechen. Die Wiederaufbereitungsanlagen sind ebenfalls Umweltverbrechen.

Wie sieht es mit der Kohlekraft aus? Dass Cadmium und Quecksilber nicht besonders gesundheitsfördelich sind, dürfte kein Geheimnis sein. Aber auch die töten nicht so spektakulär. Wieviele Menschen und Tiere diesem Dreck zum Opfer fielen, weiß letztlich niemand.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 18. Sep 2017, 09:54

Olympus hat geschrieben:(27 Jul 2017, 12:54)

Naja, so kann sich jeder Bauer, jeder Bürgermeister und jeder Landbesitzer eine WKA hinstellen. Sich vom Verbraucher zahlen lassen, Vögel schreddern und das sogar an Orten die zur Nutzung zwecks wenig Wind nichts bringen.

Ein voller Erfolg.

Aber nicht für den Verbraucher und erst recht nicht für die Vögel.

Das Argument, andere Ursachen sind für mehr tote Vögel verantwortlich mag zwar stimmen, aber jede weitere Quelle ist eine zu viel. Bei 80% Verlust Weltweit ist kein Raum der noch viel Platz für sinnlose Geldgier lässt.
Wir brauchen WKA's an Orten die effektiv für die Stromversorgung sind, nicht Effektiv für Geldhaie.

Dieses fehlende Gesetz wird eben genau das zur Folge haben.

Mit dieser Argumentation kann man auch für die Ausrottung von Hauskatzen plädieren. Die erlegen deutlich mehr Vögel als Windräder.
Vielleicht sollte man auch mal die Vogelfänger rund ums Mittelmeer ins Auge fassen. Denen fallen fallen jedes Jahr Millionen Singvögel zum Opfer. Da blüht der Kommerz.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon KarlRanseier » Mo 18. Sep 2017, 10:34

Alter Stubentiger hat geschrieben:(18 Sep 2017, 10:54)

Mit dieser Argumentation kann man auch für die Ausrottung von Hauskatzen plädieren. Die erlegen deutlich mehr Vögel als Windräder.
Vielleicht sollte man auch mal die Vogelfänger rund ums Mittelmeer ins Auge fassen. Denen fallen fallen jedes Jahr Millionen Singvögel zum Opfer. Da blüht der Kommerz.



Es gibt auch große Entsorgungsprobleme. Die alten Windräder kann man nicht einfach in die Asse werfen, die sind sehr groß und passen nicht hinein! :D
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Praia61 » Mo 18. Sep 2017, 10:58

CaptainJack hat geschrieben:(09 Jul 2017, 13:54)

Vor allem Bussarde, Milane, Seeadler etc. kommen durch Hauskatzen um oder fliegen gegen Glasfronten oder werden Opfer des Verkehrs! :thumbup:

Und vor allem , weil Vögel von Katzen gerissen werden, dürfen Windräder Vögel schreddern.
Wie doof ist das den ?
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Praia61 » Mo 18. Sep 2017, 11:00

Papaloooo hat geschrieben:(09 Jul 2017, 14:14)

Nur dass Autobahnen eben wesentlich mehr Flächen abdecken.
Vom Auto in den Zug umsteigen wäre auch schon vorteilhafter,
denn dann gibt es eben nur eine Frontfläche für viele viele Menschen
P.s.: ich habe kein Auto.

Mir scheint du hast einen Vogel.
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 19. Sep 2017, 10:58

Praia61 hat geschrieben:Mir scheint du hast einen Vogel.
Oh Gott, hoffentlich hält der sich fern von "Vögel schreddernden WKA" Das gilt selbstverständlich auch für Deinen Vogel.

einen Vogel haben
Redewendung zum Thema Vogel
umgangssprachlichabwertend
1. nicht ganz richtig im Kopf sein, verrückte Ideen haben.
Ja, ja sobald jemand mit vernünftigen Argumenten auf weitaus größere und vorallem nachweisbaren Phänomen der Zivilisation hinweist, ist der "verrückt" ? Wie verrückt ist das nun wieder....

Nur ein paar Zahlen die zeigen wie verlogen oder unwissend solche "Vergleiche" daherkommen - die Welt im "Anthropozän" (die vergangenen 70.000 Jahre) :

200.000 Wölfe stehen 400.000.000 "Haushunde"
40.000 Löwen stehen 600.000.000 "Hauskatzen"
900.000 afrikanische Büffel stehen 1.500.000.000 "domestizierte Kühe und Rinder"
noch ! 50.000.000 Pinguine stehen 20.000.000.000 Hühnern
"gegenüber" :?

Vergleichszahlen zum "abwägen" :
Homo Sapiens = ~300 Millionen Tonnen
Große Wildtiere = ~100 Millionen Tonnen
domestizierte Tiere = ~700 Millionen Tonnen

Homo Sapiens hat alle anderen Menschenarten, 90% der großen Tiere Australiens, 75 % der großen Säuger in Amerika und ~50% aller großen Landsäugetiere auf dem Planeten gnadenlos ausgerottet.

Die "domestizierte Tiere" leben trotz ihrer weiter vorhanden "sozialen Bedürfnisse" in rücksichtsloser Massentierhaltung und, und, und...

Nun versucht Sapiens erstmals, wenigstens seine "energetischen Bedürfnisse" auf weitgehend umweltverträgliche Art zu generieren - etwas zu tun, was die "Landwirtschaft" seit sie existiert, wie selbstverständlich tut - solare Energie zu nutzen, und sich der Natur wenigsten hier anzupassen, da fällt den "üblichen Verdächtigen" nur auf wunderbare Weise plötzlich die Vogelwelt ein, die auf "mannigfaltige Art" und mit wesentlich größeren Opferzahlen mitleidlos seit Jahrzehnten gekillt wird ein :?:

Nun ja "Heuchler" meint Google : sind "Person(en), die Gefühle nur vortäuscht (vortäuschen)" dem schließe ich mich vorbehaltlos an...

Ach ja "Wildvögel" 1980 gab es in Europa noch 2 Milliarden davon, 2009 wren davon ~1,6 Milliarden übrig - wie viele der vernichteten 400 Millionen sind da tatsächlich den WKA zum Opfer gefallen :?: Wichtiger, welche Maßnahmen um den "Vogelschlag" (ein Begriff aus der Welt der Luftfahrt) weiter einzuschränken - wo er tatsächlich vorkommt - wurden unternommen - was wird getan um die "üblichen" Vogelopfer z.B. im Verkehr zu reduzieren :?:
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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon frems » Sa 23. Sep 2017, 14:36

H2O hat geschrieben:(18 Sep 2017, 10:17)

Gute Frage; wäre eine Nachprüfung wert. Auf geht's!

Damit auch das klar ist: Ich meine, daß unsere Gesellschaft nicht ohne Windräder wird leben können. Daß man deshalb Standorte für Windräder aushandeln muß nach bestem technischen Wirkungsgrad und geringstmöglicher Störung der Natur und der Menschen, das halte ich für eine Selbstverständlichkeit.

Es ist im Planungsalltag nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern eine rechtliche Notwendigkeit. Wenn ein Gebiet für Windkraftanlagen ausgewiesen werden soll, muss vorher eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit zahlreichen Studien und Gutachten durchgeführt werden. Folglich ist das Thema Vögel bei den meisten Windkraftanlagen gar kein Problem und bei wenigen nur in sehr geringem, verhältnismäßigen Umfang. 100%-ig kann man nie ausschließen, dass sich ein Tier in die Anlage verirrt und stirbt. Wenn dies aber der Maßstab wäre, müssten wir alle auf Bäumen und in Höhlen leben, weil tagtäglich Tiere verenden, weil sie mit Gebäuden oder Fahrzeugen in Kontakt geraten.
Labskaus!

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Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon H2O » Sa 23. Sep 2017, 18:12

frems hat geschrieben:(23 Sep 2017, 15:36)

Es ist im Planungsalltag nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern eine rechtliche Notwendigkeit. Wenn ein Gebiet für Windkraftanlagen ausgewiesen werden soll, muss vorher eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit zahlreichen Studien und Gutachten durchgeführt werden. Folglich ist das Thema Vögel bei den meisten Windkraftanlagen gar kein Problem und bei wenigen nur in sehr geringem, verhältnismäßigen Umfang. 100%-ig kann man nie ausschließen, dass sich ein Tier in die Anlage verirrt und stirbt. Wenn dies aber der Maßstab wäre, müssten wir alle auf Bäumen und in Höhlen leben, weil tagtäglich Tiere verenden, weil sie mit Gebäuden oder Fahrzeugen in Kontakt geraten.


Das in diesem Sinne treffendste Argument war das vom Vogeltod an großen Glasscheiben in Hochbauten. Diese Mengen sind wirklich niederschmetternd.
Eisvogel
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Registriert: Di 26. Sep 2017, 20:10

Re: Windkraft hebelt Naturschutzgesetz aus- Vogelshreddern leicht gemacht

Beitragvon Eisvogel » So 8. Okt 2017, 07:47

Papaloooo hat geschrieben:(09 Jul 2017, 14:24)

P.s.: ich bin seit 39 Jahren Vegetarier und habe somit weit weniger Tiere auf dem Gewissen, als der Großteil der anderen Menschen.




Das ist der größte Unfug den man hier wahrscheinlich lesen kann, aber das ist ein anderes Thema..

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