Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

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Teeernte
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Teeernte » So 11. Jun 2017, 21:21

odiug hat geschrieben:(11 Jun 2017, 21:09)

Und schon wieder bellst du den falschen Baum an.
Der Atomausstieg war verhandelt und rechtlich abgesichert, bis Merkel sich mit ihrem Zick-Zack Kurs alles vermasselte.
Und die Brennelementesteuer, die vom BVG gekippt wurde, war eine schwarz gelbe Steuer.
Hat alles nix mit dem EEG zu tun.


Warum Vattenfall Deutschland auf 5 Milliarden Euro verklagt
Vattenfall fordert wegen des deutschen Atomausstiegs fast fünf Milliarden Euro Schadensersatz. Die Verhandlung birgt mächtig Zündstoff - auch mit Blick auf das Freihandelsabkommen TTIP.
10.10.2016

Der schwedische Staatskonzern Vattenfall fordert 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz von der Bundesregierung. Hintergrund ist der Atomausstieg, den Deutschland im Zuge der Reaktor-Katastrophe im japanischen Fukushima beschlossen hatte.

Die Bundesregierung hält ihr Vorgehen für völkerrechtlich legitim und die Klage für unbegründet. Doch laut Fachleuten sieht es für Vattenfall gar nicht so schlecht aus. Die Schweden könnten geltend machen, dass die nachträgliche Begrenzung der Laufzeiten ihr berechtigtes Vertrauen in die Verlässlichkeit des deutschen Rechtsrahmens enttäuscht habe und deshalb „ungerecht und unbillig“ sei, schrieb etwa Experte Hans-Georg Dederer von der Universität Passau, nachdem Vattenfall die Schiedsklage 2012 einreichte.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/t ... 74197.html

Zusätzlich zur Brennelementesteuer....
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon odiug » So 11. Jun 2017, 22:14

Teeernte hat geschrieben:(11 Jun 2017, 22:21)

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/t ... 74197.html

Zusätzlich zur Brennelementesteuer....

Nochmals ... Folge des Ausstiegs aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg.
Schwaz-Gelbes Chaos ... hat immer noch nix mit dem EEG zu tun.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Teeernte » So 11. Jun 2017, 22:39

odiug hat geschrieben:(11 Jun 2017, 23:14)

Nochmals ... Folge des Ausstiegs aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg.
Schwaz-Gelbes Chaos ... hat immer noch nix mit dem EEG zu tun.


Du wirst es MIT BEZAHLEN müssen/dürfen..... >> dem Strompreis. :D :D

Verliert Deutschland ....ist der Ausstieg UNRECHT.
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon odiug » Mo 12. Jun 2017, 06:12

Teeernte hat geschrieben:(11 Jun 2017, 23:39)

Du wirst es MIT BEZAHLEN müssen/dürfen..... >> dem Strompreis. :D :D

Verliert Deutschland ....ist der Ausstieg UNRECHT.

Ja ... stimmt ... aber ich zahle vieles, was ich brauche.
Und wo verliert Deutschland ?
Im Gegenteil ... ein dezentrales Stromnetz ist viel resistenter gegen mögliche Ausfälle als ein zentralistisches.
Die Energiewende zerschlägt Monopolbildungen und demokratisiert die Energieversorgung ... zumindest wenn sie richtig gemacht wird und nicht von schwarz gelb und auch rot unterlaufen wird.
Das finde ich gut und richtig.
Und sie macht uns unabhängiger von Öl- und Gasimporten aus dem nahen Osten oder Rußland.
Und wenn wir noch ein paar europäische Partner mit ins Boot bekommen, kann die Energiewende ein europäisches Integrationsprojekt werden, das allen nutzt.
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 12. Jun 2017, 17:34

Nur für Dich odiug habe ich diesen länglichen Artikel : Quelle NEXT Kraftwerke"Gürtel zum Hosenträger? Reserven im Stromnetz"
Als wichtigsten Grund für diese hohe Leistungsuntergrenze geben insbesondere Betreiber von Kern- und Braunkohlekraftwerken technische Restriktionen der Kraftwerke an. Diese Kraftwerke sind also nicht flexibel genug, um auf Preissignale im Markt zu reagieren:

Wenn die Windkraftanlagen sehr viel Strom produzieren, der Strompreis daraufhin sinkt und die Braunkohle- und Atomkraftwerke aus Marktsicht ausgeschaltet werden sollten, weil ihr Strom nicht benötigt wird (schließlich haben die Windkraftanlagen Grenzkosten nahe null und sollten als günstigste Stromquelle bevorzugt einspeisen), fahren diese dennoch auf Teillast weiter und erhöhen damit den Bedarf an Redispatch-Maßnahmen – und den Bedarf an Netzreserve.

Redispatch ist also nicht primär ein „Erneuerbarenproblem“. Der Effekt der Braunkohle auf den Redispatch ist tatsächlich enorm:

Im jeweils ersten Halbjahr der Jahre 2012 und 2013 fuhren die deutschen Braunkohlekraftwerke trotz negativer Strompreise nie unterhalb einer Auslastung von 42 %, maximal sogar bei 73 %.

In Summe wurden Kraftwerke im Mitteldeutschen und im Lausitzer Braunkohlerevier in ungefähr 1.600 Stunden des Jahres 2014 abgeregelt, also in ca. 18 % der Jahresstunden. Betroffen sind vor allem die Kraftwerke Boxberg, Jänschwalde, Lippendorf, Schkopau und Schwarze Pumpe. Auch die beiden Steinkohlekraftwerke Mehrum (Niedersachen) und Farge (Bremen) waren mit knapp 1.400 und 600 Stunden häufig vom Redispatch betroffen.


Dazu gibt es dieses Kurzstudie des Fraunhofer ISE als PDF : KOHLEVERSTROMUNG ZU ZEITEN NIEDRIGER BÖRSENSTROMPREISE

Aus Deinem Kommentar "Im Gegenteil ... ein dezentrales Stromnetz ist viel resistenter gegen mögliche Ausfälle als ein zentralistisches. Die Energiewende zerschlägt Monopolbildungen und demokratisiert die Energieversorgung ..." :thumbup: schließe ich (hoffentlich korrekt) Du hast eine deutlich andere Vorstellung als der Themenstarter und Genosse Ebiker, welche keinerlei Interesse an Fakten haben, sonst würden wohl ihre Kommentare deutlich anders ausfallen müssen.

Der Unterschied zwischen einer notwendigen Investition - die Grundlage jedes funktionierenden Kapitalismus - und den echten Folgekosten sowohl energetische und finanzielle für "Brennstoffe" (allein schon der jährlicher Import kostet in der Größenordnung von ~90 Milliarden €uro) wird bei den Betrachtungen (Kosten für Wind = 0 Kosten für Sonne = 0) entweder bewusst herausgehalten oder mit der falschen und lächerlichen Interpretation von den "Kosten für Eiskugeln" gezielt diffamiert.

Eine vernünftige Diskussion kann nur mittels überprüfbarer Fakten geführt werden. In der Echokammer der grundsätzlichen Gegner von EE kommen Fakten entweder erst gar nicht vor, und oder werden meist ohne die recht komplexen Zusammenhänge verkürzt "dargeboten". Völliges Chaos herrscht bei den meisten Einsprüchen von Genosse Teeernte. Sinnlos sich damit überhaupt zu befassen.

Ähnlich wie bei anderen Themen ist als Kommentar bzw. als "Auseinandersetzung" mit dem Thema der immerwährende Widerspruch meist ohne Sinn und Verstand das übliche Programm...

Etwas zum Nachdenken - statt sinnloser Einsparung die nachweislich zu dem üblichen Rebound führt - was den Verbrauch von Energie seit den 70ern stetig ansteigen lässt, wäre eine rasche Umstellung auf ein komplettes System auf der Basis ausschließlich EE der einzig richtige Ansatz. Das originäre Problem ist das Festhalten an längst überkommenen Technologien. Würden alle so wie im Bereich der Energieerzeugung handeln, würden überall noch Dampfmaschinen und Elektromotoren gleichzeitig in de Fabrikationsstätten betrieben.

Oder ein Beispiel aus dem Privathaushalt, die völlig veraltete Ölheizung nebst den Tanks im Kubikmeterbereich würden gleichzeitig mit der modernen Erdgasheizung betrieben. Kaum vorstellbar, das einen solchen Unsinn privat betreiben würde. Sobald die Erdgasheizung ihren Regelbetrieb aufnimmt, wird (jedenfalls bei allen die normal gestrickt sind) die obsolete Ölheizung verschrottet. Dies ist inzwischen millionenhaft geschehen. Nur die künstlich beatmete Stromindustrie hat weiter "Gürtel und Hosenträger" notwendig. Der sich selbst regulierende Markt, auf dem ansonsten alles funktioniert, findet dort praktisch nicht statt.

Statt die Implementierung der zahlreichen Speichermethoden die selbstverständlich mit der Umstellung auf EE notwendig sind, voranzutreiben, wie auch sonst jede erforderliche verfügbare Technologie in allen industriellen Bereichen, werden stinkende, giftige und Landschaft fressende Braunkohletagebau / und die davon abhängigen fossilen Kraftwerke ohne Regeleigenschaft weiterbetrieben. Oder Gipfel der Dummheit, Kohle aus z.B. Australien bezogen. Obwohl längst EE im zweistelligen Gigawattbereich zuverlässig und erfreulich dezentral arbeiten.

Leider ist eine Klage gegen die fortwährende Subvention von fossilen und atomaren Kraftwerken nicht möglich. Eigentlich - und dato wäre es eine verbotene Subvention - nun da die im gesamten EU-Bereich tägliche Übung ist, lässt sich dem Problem so nicht beikommen. So zahlen alle weiter über ihre Steuern kräftig an Subventionen die eigentlich - folgt man der EE-Kritikern hier vollkommen unnötig sein müssten - bei Technologien die so toll funktionieren, das es angeblich keinerlei EE bedürfte. Wie irre sind diese Zusammenhänge bei näherer Betrachtung ? Oder wie lässt sich der weltweite Boom der EE erklären, welche angeblich nicht funktionieren sollen und die in D "niemals" in toto über 4% hinaus möglich sein sollten ?

Faktisch haben sich die EE als disruptive Technologie erwiesen, welche keineswegs nur die in jeder Hinsicht fossilen Vorgänger verdrängen werden. Speicher - auch solche, wie synthetische Gase - synthetische Kraftstoffe, praktisch alles, was sich mit Hilfe von Elektrizität auch ohne fossile Rohstoffe sonst nur aus diesen chemisch wandeln lässt. Und der Elektrizität kommt eine immer weiter sich ausdehnende Schlüsselrolle zu. Sollte sich trotz heftiger Vernebelungstaktik, der Mangel an bezahlbarer Fossiler Energie vor dem Umstieg auf EE ergeben, ist endgültig "hängen im Schacht"....

Warum wohl, war die Einführung von Elektrizität eine der bereits vollzogenen industriellen Revolutionen ? Nun folgt vollkommen folgerichtig (nach der Landwirtschaft) die breite weltweite Nutzung solarer Energie die es nur für Spinner angeblich nicht oder nicht ausreichend gibt.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Boraiel » Mo 12. Jun 2017, 18:29

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Jun 2017, 18:34)

Nur für Dich odiug habe ich diesen länglichen Artikel : Quelle NEXT Kraftwerke"Gürtel zum Hosenträger? Reserven im Stromnetz"

Dazu gibt es dieses Kurzstudie des Fraunhofer ISE als PDF : KOHLEVERSTROMUNG ZU ZEITEN NIEDRIGER BÖRSENSTROMPREISE

Aus Deinem Kommentar "Im Gegenteil ... ein dezentrales Stromnetz ist viel resistenter gegen mögliche Ausfälle als ein zentralistisches. Die Energiewende zerschlägt Monopolbildungen und demokratisiert die Energieversorgung ..." :thumbup: schließe ich (hoffentlich korrekt) Du hast eine deutlich andere Vorstellung als der Themenstarter und Genosse Ebiker, welche keinerlei Interesse an Fakten haben, sonst würden wohl ihre Kommentare deutlich anders ausfallen müssen.

Der Unterschied zwischen einer notwendigen Investition - die Grundlage jedes funktionierenden Kapitalismus - und den echten Folgekosten sowohl energetische und finanzielle für "Brennstoffe" (allein schon der jährlicher Import kostet in der Größenordnung von ~90 Milliarden €uro) wird bei den Betrachtungen (Kosten für Wind = 0 Kosten für Sonne = 0) entweder bewusst herausgehalten oder mit der falschen und lächerlichen Interpretation von den "Kosten für Eiskugeln" gezielt diffamiert.

Eine vernünftige Diskussion kann nur mittels überprüfbarer Fakten geführt werden. In der Echokammer der grundsätzlichen Gegner von EE kommen Fakten entweder erst gar nicht vor, und oder werden meist ohne die recht komplexen Zusammenhänge verkürzt "dargeboten". Völliges Chaos herrscht bei den meisten Einsprüchen von Genosse Teeernte. Sinnlos sich damit überhaupt zu befassen.

Ähnlich wie bei anderen Themen ist als Kommentar bzw. als "Auseinandersetzung" mit dem Thema der immerwährende Widerspruch meist ohne Sinn und Verstand das übliche Programm...

Etwas zum Nachdenken - statt sinnloser Einsparung die nachweislich zu dem üblichen Rebound führt - was den Verbrauch von Energie seit den 70ern stetig ansteigen lässt, wäre eine rasche Umstellung auf ein komplettes System auf der Basis ausschließlich EE der einzig richtige Ansatz. Das originäre Problem ist das Festhalten an längst überkommenen Technologien. Würden alle so wie im Bereich der Energieerzeugung handeln, würden überall noch Dampfmaschinen und Elektromotoren gleichzeitig in de Fabrikationsstätten betrieben.

Oder ein Beispiel aus dem Privathaushalt, die völlig veraltete Ölheizung nebst den Tanks im Kubikmeterbereich würden gleichzeitig mit der modernen Erdgasheizung betrieben. Kaum vorstellbar, das einen solchen Unsinn privat betreiben würde. Sobald die Erdgasheizung ihren Regelbetrieb aufnimmt, wird (jedenfalls bei allen die normal gestrickt sind) die obsolete Ölheizung verschrottet. Dies ist inzwischen millionenhaft geschehen. Nur die künstlich beatmete Stromindustrie hat weiter "Gürtel und Hosenträger" notwendig. Der sich selbst regulierende Markt, auf dem ansonsten alles funktioniert, findet dort praktisch nicht statt.

Statt die Implementierung der zahlreichen Speichermethoden die selbstverständlich mit der Umstellung auf EE notwendig sind, voranzutreiben, wie auch sonst jede erforderliche verfügbare Technologie in allen industriellen Bereichen, werden stinkende, giftige und Landschaft fressende Braunkohletagebau / und die davon abhängigen fossilen Kraftwerke ohne Regeleigenschaft weiterbetrieben. Oder Gipfel der Dummheit, Kohle aus z.B. Australien bezogen. Obwohl längst EE im zweistelligen Gigawattbereich zuverlässig und erfreulich dezentral arbeiten.

Leider ist eine Klage gegen die fortwährende Subvention von fossilen und atomaren Kraftwerken nicht möglich. Eigentlich - und dato wäre es eine verbotene Subvention - nun da die im gesamten EU-Bereich tägliche Übung ist, lässt sich dem Problem so nicht beikommen. So zahlen alle weiter über ihre Steuern kräftig an Subventionen die eigentlich - folgt man der EE-Kritikern hier vollkommen unnötig sein müssten - bei Technologien die so toll funktionieren, das es angeblich keinerlei EE bedürfte. Wie irre sind diese Zusammenhänge bei näherer Betrachtung ? Oder wie lässt sich der weltweite Boom der EE erklären, welche angeblich nicht funktionieren sollen und die in D "niemals" in toto über 4% hinaus möglich sein sollten ?

Faktisch haben sich die EE als disruptive Technologie erwiesen, welche keineswegs nur die in jeder Hinsicht fossilen Vorgänger verdrängen werden. Speicher - auch solche, wie synthetische Gase - synthetische Kraftstoffe, praktisch alles, was sich mit Hilfe von Elektrizität auch ohne fossile Rohstoffe sonst nur aus diesen chemisch wandeln lässt. Und der Elektrizität kommt eine immer weiter sich ausdehnende Schlüsselrolle zu. Sollte sich trotz heftiger Vernebelungstaktik, der Mangel an bezahlbarer Fossiler Energie vor dem Umstieg auf EE ergeben, ist endgültig "hängen im Schacht"....

Warum wohl, war die Einführung von Elektrizität eine der bereits vollzogenen industriellen Revolutionen ? Nun folgt vollkommen folgerichtig (nach der Landwirtschaft) die breite weltweite Nutzung solarer Energie die es nur für Spinner angeblich nicht oder nicht ausreichend gibt.

Das Problem nahm ja seinen Anfang damit, dass Technologien installiert wurden, die sich nicht im freien Markt durchgesetzt haben, sondern politisch gewollt waren und durch den Stromverbraucher subventioniert werden.
Libertatis veritatisque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Teeernte » Mo 12. Jun 2017, 21:47

odiug hat geschrieben:(12 Jun 2017, 07:12)

Ja ... stimmt ... aber ich zahle vieles, was ich brauche.
Und wo verliert Deutschland ?
Im Gegenteil ... ein dezentrales Stromnetz ist viel resistenter gegen mögliche Ausfälle als ein zentralistisches.
Die Energiewende zerschlägt Monopolbildungen und demokratisiert die Energieversorgung ... zumindest wenn sie richtig gemacht wird und nicht von schwarz gelb und auch rot unterlaufen wird.
Das finde ich gut und richtig.
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Und wenn wir noch ein paar europäische Partner mit ins Boot bekommen, kann die Energiewende ein europäisches Integrationsprojekt werden, das allen nutzt.


...verliert...die Klage.

Dezentrales Stromnetz ? Wooooo ? Nordsee ? Es ist nun mehr "anfällig". Meinst Du - dass die Windquirle im Harz in Stuttgart das Band bei Porsche viel besser sichern als die AKW-Blöcke vor Ort ?

Fällt in Zukunft mein Umspannwerk aus - ist die Kapazität Sachsen Anhalts mit WIND weg.

Wieviel "echte" Netzbetreiber hast Du ? .....redundant Deutschlandweit ? KEINEN - ah - na hast Du also NUR MONOPOLE . (Ausser der Bahn...im Westen)

Man nennt diesen GRUNDVERSORGER. Der "fährt" im Versorgungsgebiet das NETZ. KEIN ANDERER.

....unabhängig vom GAS ? ....für eine Zeit ein Jahr - . Da hat man RESERVEN. Vom Öl ? Du hast in D also Benzin und DIESEL - Vorkommen ?

Energie - Partner ? ja - die Franzosen und Tschechen mit den Kernkraftwerken helfen Dir .

Du hast KEINE Ahnung vom Netz..... kommen Deine Informationen vom GrünVORBETER ?

Tanz Deine Energiewende weiter.... und Glaub an Deine Taschenlampe. (Denn sie wissen NICHT was sie tun...)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Teeernte » Mo 12. Jun 2017, 21:52

Boraiel hat geschrieben:(12 Jun 2017, 19:29)

Das Problem nahm ja seinen Anfang damit, dass Technologien installiert wurden, die sich nicht im freien Markt durchgesetzt haben, sondern politisch gewollt waren und durch den Stromverbraucher subventioniert werden.


Das Problem - .....blutige LAIEN (Politiker) machen auf "EE" - ohne einen HAUCH von Ahnung....

Der private Abnehmer hat das "Politiker-Spielzeug" zusätzlich zu sponsorieren..
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Teeernte » Mo 12. Jun 2017, 22:20

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Jun 2017, 18:34)
. Völliges Chaos herrscht bei den meisten Einsprüchen von Genosse Teeernte. Sinnlos sich damit überhaupt zu befassen..


Ich hab in nem kleinen IKW gelernt....(Industriekraftwerk) - ...nicht nur die Asche von den Rohren des Vorwärmers kratzen.

Ihr habt ja Richtig AHNUNG und könnt bestimmt TN, TNC...TNS Netz auseinanderhalten. IT von TT unterscheiden.

Meine Genossen Köche - ihr habt ZERO... NULL Ahnung von den "anomalien des Wassers" - und wollt elektrisch kochen ?

Bestimmt ist JEDER von Euch mindestens Elektrofachkraft.. :D :D :D

Tut mir ja LEID - wenn der Denkhorizont nicht reicht....zum MIT/NACHvollziehen.

----------------------

Meine Vorhersage : Jeder, der die Chance hat (Eigene Fläche) wird sich in ZUKUNFT mit seinem "bischen" Strom für Haushalt vom Netz trennen.

Ob das Grün oder Herkömmlich ist (die eigene EV) - drauf GESCHHHHH....ssen.

Leute werden sich zusammenfinden und die Leitungen über den Zaun zum Nachbar hängen....

Eine KOSTENFRAGE !
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon X3Q » Mo 12. Jun 2017, 23:33

Boraiel hat geschrieben:(12 Jun 2017, 19:29)

Das Problem nahm ja seinen Anfang damit, dass Technologien installiert wurden, die sich nicht im freien Markt durchgesetzt haben, sondern politisch gewollt waren und durch den Stromverbraucher subventioniert werden.

Z.B. Atomstrom.

--X
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Wähler » Di 13. Jun 2017, 05:17

Boraiel hat geschrieben:(12 Jun 2017, 19:29)
Das Problem nahm ja seinen Anfang damit, dass Technologien installiert wurden, die sich nicht im freien Markt durchgesetzt haben, sondern politisch gewollt waren und durch den Stromverbraucher subventioniert werden.

Bei der Betrachtung fehlt aber der Aspekt der Kosten für die Schäden des Klimawandels und mehrerer mögliches Supergaus von Atomkraftwerken. In den jetzigen Strompreisen der Kohlekraftwerke und der noch laufenden Atommeiler sind diese anfallenden Kosten nicht eingepreist, während sie durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien auf Dauer verringert werden. Der freie Markt war offenbar bisher nicht in der Lage, die Kosten des Klimawandels abzubilden. Die Gesellschaft kann daher nur durch erneuerbare Energien das Problem des Klimawandels und seine Folgen auch kostenmäßig abmildern. Der Bund kann natürlich die Kosten für die EEG-Umlage übernehmen, muss dann aber an anderer Stelle im Bundeshaushalt einsparen und verursacht somit dem Bürger zusätzliche Kosten durch gestrichene Leistungen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 13. Jun 2017, 07:46

Boraiel hat geschrieben:Das Problem nahm ja seinen Anfang damit, dass Technologien installiert wurden, die sich nicht im freien Markt durchgesetzt haben, sondern politisch gewollt waren und durch den Stromverbraucher subventioniert werden.
Und Du bestimmst was politisch opportun und was es nicht ist ?

Um zu verstehen was wann, wie und von wem "politisch gewollt" herbeigeführt wurde, sollten die üblichen "Kurzdenker" mal das Jahr 1935 betrachten. Im Zuge der allgemeinen Kriegsvorbereitungen entstand das : "Das deutsche Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz — EnWG)"
"es" trat erstmals 1935 in Kraft und wurde zuletzt im Jahr 2005 neu gefasst. Es enthält grundlegende Regelungen zum Recht der leitungsgebundenen Energie. In Österreich wurde es nach dem Anschluss 1939 in Kraft gesetzt, seit 1945 in eigener Editionslinie beibehalten und zwischen den Jahren 1968 und 2000 schrittweise durch andere Vorschriften ersetzt.
Wieder einmal beeinflusst ein ehemaliges Nazigesetz, das bundesdeutsche Nachkriegsverhalten - hier in Sachen Energie. Was deutlich später nicht mehr in die "Marktwirtschaft" passte, bekam ein wenig marktwirtschaftliches "Kostüm" übergestülpt. Doch zunächst was hatte die inzwischen Kriegsvorbereitungen treffende Reichsregierung im Sinn ?
Zitat aus WIKI "Energiewirtschaftsgesetz"Das Energiewirtschaftsgesetz von 1935
Das Energiewirtschaftsgesetz von 1935 kodifizierte die damals herrschende wirtschaftliche Praxis, nach der die Energieversorgungsunternehmen (meist Stadtwerke) sich durch ausschließliche Konzessionsverträge mit den Kommunen und gegenseitige Demarkationsverträge Gebietsmonopole sicherten.

Der Ausschluss des Wettbewerbs durch diese Regelungen diente dem in der Präambel des Energiewirtschaftsgesetzes von 1935 formulierten Ziel, „die Energieversorgung so sicher und billig wie möglich zu gestalten“, was auf Gemeindeebene auch schon Ziel des Munizipalsozialismus war.

Dieses Ziel sollte durch den Erhalt einer dezentralisierten Energieversorgung erreicht werden. Die Energieversorgung – einheitlich als Netzbetrieb und Energielieferung verstanden – wurde als natürliches Monopol angesehen; auf Grundlage dieser Annahme ist es durchaus folgerichtig, wenn die Präambel davon spricht, durch das Gesetz sollten „volkswirtschaftlich schädigende Auswirkungen des Wettbewerbs“ verhindert werden.

Die Entscheidung für eine Stärkung der dezentralen Energieversorgung diente aber zugleich militärischen Zwecken: Die herrschende NSDAP wollte eine Energieversorgung durch zentrale Großkraftwerke vermeiden, da diese Ziele für Luftangriffe hätten darstellen können (vgl. § 13 Abs. 1 EnWG 1935).

In diesem Ziel sowie in der starken Betonung des Gemeinwohls und dessen Sicherung durch das Führerprinzip wird der nationalsozialistische Einschlag deutlich.

Dennoch war das Gesetz in seiner konkreten Ausgestaltung eher technischer Natur. Mit geringen Änderungen blieb es, obwohl umstritten (siehe Generalinspektor für Wasser und Energie), für mehr als 50 Jahre nach Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in Kraft.
Nun etwas, was wegen seiner "eher technischer Natur" 50 Jahre auch noch der Bundesrepublik gedient hatte, wurde als "Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts (BGBl. I S. 730) wurde am 28. November 1997 vom Bundestag beschlossen und trat am 29. April 1998 in Kraft". Nur kurz :
Die wichtigste Neuerung des EnWG 1998 ist die Liberalisierung des Elektrizitätsmarktes (die Vorschriften für den Gasmarkt blieben im Wesentlichen unverändert).

Das Verbot der Demarkationsverträge im geänderten GWB wird im Energiewirtschaftsgesetz ergänzt durch einen diskriminierungsfreien Netzzugang dritter Stromanbieter:

Das Gebietsmonopol der vertikal integrierten Versorgungsunternehmen umfasst nunmehr nur noch den Netzbetrieb; das vertikal integrierte Unternehmen muss aber Dritten gewähren, Strom durch sein Netz zu leiten; damit können dritte Unternehmen Strom bei einem Stromerzeuger kaufen und über die Netze der Gebietsmonopolisten zu einem Abnehmer liefern.

Im Gegensatz zu allen anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union wählte Deutschland das „Modell des verhandelten Netzzugangs“ (§ 6 EnWG 1998). In der Praxis wurden von den energiewirtschaftlichen Akteuren sogenannte Verbändevereinbarungen geschlossen, in denen Bedingungen und Preise des Netzzugangs festgelegt wurden. Von der Ermächtigung des § 6 Abs. 2 EnWG, die Bedingungen mittels Verordnung festzulegen, wurde kein Gebrauch gemacht; das Bundesministerium für Wirtschaft hat lediglich in Zusammenarbeit mit den Verbänden rechtlich nicht verbindliche Best-Practice-Empfehlungen herausgegeben.
Wer stellte zu diesem Zeitpunkt die Regierung :?:

Kabinett Kohl I: 4. Oktober 1982 – 29. März 1983
Kabinett Kohl II: 30. März 1983 – 11. März 1987
Kabinett Kohl III: 12. März 1987 – 18. Januar 1991
Kabinett Kohl IV: 18. Januar 1991 – 17. November 1994
Kabinett Kohl V: 17. November 1994 – 26. Oktober 1998
Wie schön ein neues Kind wurde geboren - Deutschland hat bzw. ist endlich die ersehnte "Kupferplatte" - Physik vs. Politik - der Gewinner ist die Politik. War auch dringend notwendig, seit 1962 hatten (bis 2004) zahlreiche AKW ihren Betrieb aufgenommen. Deren wenig für dezentrale Netze geeignete Strommengen mussten nun eher "kaufmännisch" über die Republik verteilt werden. Auch für die zahlreichen fossilen Kraftwerkskonzentrationen an nur wenigen Orten (Braun- und Steinkohle) lokalisiert, galt der selbe Grund....

Endlich hatte man die Restriktionen des ehemaligen Nazigesetzes überwunden - wie schön - leider wurde gleich auch das Kind "dezentrale Stromversorgung" mit herausgespült. Der einzige Aspekt, ein sicheres, nur schwer kaputtbares Netzwerk mit "strategisch" gut verteilten nicht zu großen Einzelkraftwerken, war der Giromanie und der monopolistischen Idee mit möglichst großen Einheiten im Besitz von zuletzt 4 Monopolkonzernen den Markt nach belieben manipulieren zu können, quasi "über die Wupper gegangen" worden.

Wer seinen Kopf nicht nur einseitig zum Nachkauen von politischen Parolen nutzt, sollte eigentlich erkennen, ein möglichst engmaschiges Netz mit jeweils vergleichbar kleinen Einheiten ist weitgehend selbstregulierend und praktisch unkaputtbar. Vorausgesetzt die großen "Klopper" deren ungeplanter Ausfall (davon gibt es jährlich jede Menge) auch ein sehr stabiles Netz "umreißen" kann. Man muss nun kein Einstein sein, um zu verstehen, zu einem dezentralen Netzwerk, welches EE nutzt, gehören eine ähnlich große Zahl von Speichereinheiten die möglichst direkt in Verbindung mit der EE-Quelle stehen. Durchaus machbar, wie bereits eine sehr große Zahl von vernetzten Speichereinheiten beweisen. Nun ja, hier in diesem Forum dürften die Fortschrittsgegner überwiegen, da helfen auch detaillierte Fakten und Zusammenhänge nur wenig - einmal dagegen - immer dagegen - alles andere wäre ja das Eingeständnis sich geirrt zu haben oder eben den falschen Meinungsmachern gefolgt zu sein.

Ach ja, ohne es gleich näher auszuführen - die AKW wurden der "Industrie" von der Politik "beigebogen" und durch nun wirklich reichlich Subventionen aus der "Steuerkasse" schmackhaft gemacht. Inzwischen wissen wir (jedenfalls alle die es wissen wollen) wir, unserer Kinder, Enkel - Urenkel usw. sitzen auf horrenden Ewigkeitskosten die aus dem Bergbau und der "Atomepoche" stammen.

Wen es tatsächlich interessiert hier zum Nachlesen : Quelle : FÖS "Atomenergie: Risikoreich und überfördert"
Die Nutzung der Atomenergie zur Stromerzeugung ist mit hohen gesellschaftlichen und ökologischen Risiken verbunden. Beispielhaft seien hier die nuklearen Unfälle von Tschernobyl und Fukushima genannt. Folgerichtig wird in Deutschland der Ausstieg umgesetzt, bis im Jahr 2022 das letzte Atomkraftwerk vom Netz geht.

Das FÖS setzt sich für die Transparenz der wahren Kosten und für eine verursachergerechte Finanzierung der Folgekosten ein.

Atomenergie wurde über Jahrzehnte mit mehr als 200 Mrd. EUR staatlich gefördert

Dennoch profitierte die Atomenergie in der Vergangenheit von massiven staatlichen Förderungen (in der Zeit von 1970-2014 ca. 219 Mrd. EUR). Das wohl prominenteste Beispiel für eine staatliche Regelung mit erheblicher Förderungswirkung ist die gegenwärtige Praxis der Atomrückstellungen.

Atomrückstellungen … am Ende zahlt der Staat?
Das FÖS schätzt die Kosten von Stilllegung, Rückbau und Lagerung auf eine Größenordnung von rund 30 bis 70 Mrd. EUR (im Mittel 48 Mrd. EUR).

Es besteht ein erhebliches Risiko, dass die Gesellschaft für einen Teil dieser Folgekosten der Atomenergienutzung aufkommen muss. Mögliche Gründe dafür könnten sein: 1. Rückstellungen reichen nicht aus wg. unerwarteter Kostensteigerungen, zu geringer Verzinsung der Rückstellungen oder fehlender Liquidität der Konzerne 2. „Flucht“ der Mutterkonzerne aus der Zahlungsverantwortung durch Umstrukturierung und wegen der zeitlich begrenzten Nachhaftung oder aufgrund von Insolvenz.
oder von der selben Quelle ein 69seitiges PDF : "Externe Kosten der Atomenergie und Reformvorschläge zum Atomhaftungsrecht

Das mit den "angeblich höchsten Strompreisen" lässt sich selbstverständlich ebenfalls entsprechend aufdröseln. Der Unsinn, aus den genehmigten und nicht als Subvention von der EU anerkannten EEG, eine dann verbotene staatliche Subvention zu machen, zeigt wie wenig man Nachdenken muss um hier eine "neues" Thema zu kreieren....

Nur für alle, die sich das Denken noch nicht abgewöhnt haben, nachdem die Einführung von PV und WKA aus gutem Grund gegen das existierende Monopol (s.o.) durchaus nachvollziehbar für eine begrenzte Zeit durch die davon Betroffenen selbst mit den notwendigen Investitionen ausgestattet wurde, ist der Strompreis dort inzwischen unter dem der vormaligen Monopole angekommen. Leider wurde durch sehr einseitige Eingriffe und noch einseitigere Begünstigungen (zuletzt wahllos und ohne Maß), die ursprüngliche Absicht ins Gegenteil verkehrt. Mit einer sehr geschickten Lobbyarbeit und Preismanipulationen wurde verhindert, das die drastischen Strompreissenkungen bei den noch verblieben Zahlern - die breite Masse der privaten Stromkunden - überhaupt ankommen.

Ein wenig triviales Feld, diese gezielten Manipulationen zu verstehen, um den längst notwendigen Widerstand in die richtige Richtung zu lenken. Die einmalige Transparenz, welche das EEG (im Gegensatz zu den sonstigen durch Steuern "quer und längs" finanzierten Begünstigungen) bietet, hat wie wohl beabsichtigt, erreicht, das der meist faktenresistente dt. "Wutbürger" wunschgemäß den total falschen Baum anbellt.

Das EEG wurde seit seiner ersten Ratifizierung in jeder der folgenden Novellierungen immer mehr zu Gegenteil seiner ursprünglichen Absicht. Inzwischen benötigt man die Hilfe von Juristen um überhaupt noch zu verstehen was daraus geworden ist. Die Absicht ein vernünftiges Gesetz durch geschickte Manipulation zum "Entgleisen" zu bringen, war nahezu hundertprozentig erfolgreich...
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Teeernte » Di 13. Jun 2017, 18:38

Wähler hat geschrieben:(13 Jun 2017, 06:17)

Bei der Betrachtung fehlt aber der Aspekt der Kosten für die Schäden des Klimawandels und mehrerer mögliches Supergaus von Atomkraftwerken. In den jetzigen Strompreisen der Kohlekraftwerke und der noch laufenden Atommeiler sind diese anfallenden Kosten nicht eingepreist, während sie durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien auf Dauer verringert werden. Der freie Markt war offenbar bisher nicht in der Lage, die Kosten des Klimawandels abzubilden. Die Gesellschaft kann daher nur durch erneuerbare Energien das Problem des Klimawandels und seine Folgen auch kostenmäßig abmildern. Der Bund kann natürlich die Kosten für die EEG-Umlage übernehmen, muss dann aber an anderer Stelle im Bundeshaushalt einsparen und verursacht somit dem Bürger zusätzliche Kosten durch gestrichene Leistungen.



und natürlich...:

Bei der Betrachtung fehlt aber der Aspekt der Kosten für die Schäden des Klimawandels und mehrerer mögliches Supergaus aus der Herstellung der Windkrahtwerke und der PV. und der Anbindung.(Trafo)

In den meisten steckt billiger Atomstrom und Öl für den Beton (Sockel) 700 qubikmeter... 100 t Stahl (NUR im Sockel) ...Baustrasse..

Haltbarkeit ? Erneuerungsrate = 20/30 Jahre ? ......und die Kabel - Kupfer und Kunstoff.. Haltbarkeit ... Verlegung ...


Grün will aber diese OVER ALL Rechnung nicht aufmachen.

Warum wohl produziert KEINER die WKA NUR aus "Erneuerbaren " :D :D :D
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon odiug » Di 13. Jun 2017, 18:43

Teeernte hat geschrieben:(13 Jun 2017, 19:38)

und natürlich...:

Bei der Betrachtung fehlt aber der Aspekt der Kosten für die Schäden des Klimawandels und mehrerer mögliches Supergaus aus der Herstellung der Windkrahtwerke und der PV. und der Anbindung.(Trafo)

In den meisten steckt billiger Atomstrom und Öl für den Beton (Sockel) 700 qubikmeter... 100 t Stahl (NUR im Sockel) ...Baustrasse..

Haltbarkeit ? Erneuerungsrate = 20/30 Jahre ? ......und die Kabel - Kupfer und Kunstoff.. Haltbarkeit ... Verlegung ...


Grün will aber diese OVER ALL Rechnung nicht aufmachen.

Warum wohl produziert KEINER die WKA NUR aus "Erneuerbaren " :D :D :D

Wird nicht verschwiegen ... steht hier:
http://www.vdi-nachrichten.com/Technik- ... -Blickfeld
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Teeernte » Di 13. Jun 2017, 19:25

immernoch_ratlos hat geschrieben:(13 Jun 2017, 08:46)



Um zu verstehen was wann, wie und von wem "politisch gewollt" herbeigeführt wurde, sollten die üblichen "Kurzdenker" mal das Jahr 1935 betrachten. Im Zuge der allgemeinen Kriegsvorbereitungen entstand das : "Das deutsche Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz — EnWG)" Wieder einmal beeinflusst ein ehemaliges Nazigesetz, das bundesdeutsche Nachkriegsverhalten - hier in Sachen Energie.

Das EEG wurde seit seiner ersten Ratifizierung in jeder der folgenden Novellierungen immer mehr zu Gegenteil seiner ursprünglichen Absicht. Inzwischen benötigt man die Hilfe von Juristen um überhaupt noch zu verstehen was daraus geworden ist. Die Absicht ein vernünftiges Gesetz durch geschickte Manipulation zum "Entgleisen" zu bringen, war nahezu hundertprozentig erfolgreich...


Wozu soviel TEXT um das derzeitige EE Netz zu VERSUCHEN "Schönzureden" ??

1935 war Kupfer knapp/teuer...und Alu. Kriegswichtige Metalle. (Geschossringe/ Alu im Flugzeugbau)

Man hat Industriekraftwerke DAHIN gebaut - wo die Energie benötigt wurde - um die KABELEI möglichst kurz zu halten....

Schon mal versucht eine Stromtrasse zu verteidigen ? Jeder Mast ein Ziel - grosse Maste sind Einzelkonstrukte und liegen NICHT auf Halde.

Beispiel Quellen....FOTOS :D :D :D :

Auch in den vergangenen Jahren ist es zu eklatanten Zwischenfällen durch Freileitungen bei widrigen Witterungsverhältnissen gekommen. Die Strommasten hielten den enormen Belastungen durch Orkane oder Schneefall nicht stand und knickten um wie Streichhölzer.

Wenn man die Berichterstattung über die katastrophalen Zwischenfälle im Münsterland (Winter 2005) oder über den Orkan "Kyrill" (Januar 2007) verfolgt, muss leider festgestellt werden, dass die Gefahren von Freileitungen bei widrigen Witterungsverhältnissen weiter „verharmlost“ werden.

Netzbetreiber bzw. Energieversorger ziehen sich aus der Verantwortung und argumentieren, dass von den Vorkommnissen nur alte Strommasten aus nicht mehr verwendetem Stahl (sog. Thomas-Stahl) betroffen sind. Des weiteren würde es sich um Einzelfälle handeln.

Mittlerweile wird aber u.a. selbst von der RWE bestätigt, dass nicht nur Masten aus „Thomas-Stahl“ umgeknickt sind, sondern dass auch Masten aus hochwertigem Stahl der Belastung nicht standgehalten haben (Quelle).

Die Norm für Hochspannungsmasten verlangt eine Tragkraft von
1 600 Gramm pro laufenden Meter.

Tatsächlich betrug die Belastung im Münsterland 8 000 Gramm pro Meter.





http://www.vorsicht-hochspannung.com/Witterung.htm

https://www.schneechaos-muensterland.de ... &Itemid=36

OHNE "Terroristische" Einwirkung..... Ein paar Gramm Sprengstoff - an EINEM Träger eines Mastes - und die GESAMTE TRASSE fällt aus.

DEZENTRALISIERUNG ??? Ahhhhh.....deshalb der Trassenneubau - den man FRÜHER nicht benötigte.

Im NORDEN stehen die WKA.....und der Strom wird im SÜDEN benötigt.....1000-de km TRASSEN

Vergrabene Trassen sind TEUER - das 10 fache wie Maste... und genau so einfach kaputt zu bekommen....

Wie schnell man solch "Netz" heutzutage "plättet" konnte man im Jugoslavienkrieg sehen.
Ein Gemisch aus Graphit und ***** an den Isolatoren an Strecken und Umspannwerke.....//Auch die Planungen des linken Terrors..."Krallen" -

Also Trassen sind KACKE....je LÄNGER - um so anfälliger.... (zusätzlich = Verluste)

Man transportiert zB Alu, Galvanikprodukte - um "Energie" zu transportieren. (Da benötigt man den Strom an anderer Stelle nicht)


Blue Crude - ist da im Angebot...?

Verlegte KAbel (Kupfer) wird eingebaut - und nach Still-legung des Kabels - wenn es die Nutzungsdauer überschritten ist - (VERGAMMELT IST) - in der Erde gelassen....

VERBRAUCH von ROHSTOFFEN.
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Teeernte » Di 13. Jun 2017, 19:34

odiug hat geschrieben:(13 Jun 2017, 19:43)

Wird nicht verschwiegen ... steht hier:
http://www.vdi-nachrichten.com/Technik- ... -Blickfeld


Nur nutzt es nichts...

JEDER Buchhalter rechnet die Effektivität der Firma aus BEVOR diese gebaut wird....

Wir machen die HOHE WENDE ... :D :D :D - mit MUP.... MUP ? Methode des unbekümmerten Probierens.....
Auf der GRUNDLAGE einiger LinksGRÜNEN Predigten.

Früher wurden eben Kirchen gebaut - fürs SEELENHEIL - heute - EE...

Optimal wäre es, wenn Hersteller automatisch Ökobilanzen liefern würden. Schließlich müssen die Produkte im Sinne des Klimaschutzes und der Ökologie nachhaltig sein", findet Wagner.

Nur – davon ist die Branche weit entfernt. Auf Nachfrage der VDI nachrichten konnte der Bundesverband Windenergie (BWE) nur auf Enercon verweisen. Der Auricher Hersteller von getriebelosen Anlagen mit Elektromagneten hat als Einziger eine aktuelle Lebenszyklusanalyse vorzuweisen.
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon odiug » Mi 14. Jun 2017, 05:20

Teeernte hat geschrieben:(13 Jun 2017, 20:34)

Nur nutzt es nichts...

JEDER Buchhalter rechnet die Effektivität der Firma aus BEVOR diese gebaut wird....

Wir machen die HOHE WENDE ... :D :D :D - mit MUP.... MUP ? Methode des unbekümmerten Probierens.....
Auf der GRUNDLAGE einiger LinksGRÜNEN Predigten.

Früher wurden eben Kirchen gebaut - fürs SEELENHEIL - heute - EE...

Ja ... wäre vorzuziehen ... aber ist nicht wirklich nötig.
Die Berechnungen können auch so ausgeführt werden.
Die Konstruktion eines Windrads ist ja nicht so mysteriös, daß man vor einem unlösbaren Problem stünde.
Für volkswirtschaftliche Kosten- Nutzenrechnungen genügt das, ohne in die betriebswirtschaftlichen Einzelheiten von Herstellern zu gehen.
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 14. Jun 2017, 06:53

Ja das war zu erwarten Teeernte, mit Deinen üblichen feingehackten "Informationsschnipseln" versuchst Du die EE als besonders "ressourcenvernichtend" hinzustellen. Was für ein Unsinn. :?

Odiug hat mit seinem Link recht eindeutig vermittelt was da Sache ist. Aber vermutlich ist Dir bewusst entgangen, was die notwendige Energie angeht, welche selbstverständlich (wie übrigens auch bei jedem fossilen "Generator") zuerst "investiert" werden muss um eine fertige Anlage zu errichten, die dann als erstes sich selbst energetisch amortisiert. Ähnlich wie bei der finanziellen Amortisation, wird zunächst betrachtet wie lange es dauert die gesamte Energie welche in einer Anlage steckt (die komplette Kette aller Aufwendungen !). Dies lässt sich inzwischen für jeden Typ - fossil - atomar und selbstverständlich auch für alle EE-Generatoren in der Fachliteratur nachlesen. Auch in WIKIPEDIA finden sich umfangreiche Artikel dazu. In dem Fachartikel der VDI-Nachrichten (beileibe kein "Grünspan") wird das gleich zu Anfang erklärt :
VDI-Nachrichten hat geschrieben:Ein wichtiger Faktor in den vergleichenden Emissionsbilanzen von fossilen und regenerativen Energien ist der Kumulierte Energieaufwand (KEA). Er misst alle direkten und indirekten Energieaufwendungen inklusive der Vorketten über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Dazu gehören bei fossilen Energien deren Abbau, Bereitstellung und Verfeuerung, die Entsorgung von Abfallstoffen oder der Abriss und das Recycling eines Kraftwerkes.
Dann geht der von Odiug verlinkte Artikel auf einen wichtigen Aspekt ein, den die "EE-Gegner aus Leidenschaft" geflissentlich übersehen. Wer die EE mies machen möchte, verweist (wenn überhaupt - Gefühle etwas sei schlecht reichen meist völlig) auf möglichst ältere Untersuchungen, welche die rasche Entwicklung und die damit einhergehenden Verbesserungen gezielt unterschlagen. So tun, als sei alles noch am Anfang, ist hier Programm.

Gerade weil Technologien im Umfeld der EE möglichst effektiv sein müssen, ist deren gesamte Entwicklung ein deutlicher Zugewinn für ein von Exporten abhängiges Land wie D. Inzwischen werden alle dt. Unternehmungen - bis hin zum EEG in vielen Ländern aufmerksam verfolgt und man lernt (im Gegensatz zu der hiesigen rückwärtsgewandten "Betonfraktion") aus den offensichtlichen "Fehlern", welche zum Teil künstlich zum Schutz der vorhandenen Monopolstrukturen politisch "eingebaut" werden. Eine (zugegeben schwierige) Analyse des heutigen EEG, beweist dies sehr deutlich.

Wer allerdings das Prinzip "dezentraler Versorgung" nicht begreift oder schlimmer nicht begreifen will, dem entgeht selbstverständlich, das bis zu einer 40prozentischen "Sättigung" mit privater Dach-PV (ohne Speicher), ein Ausbau der Ortsnetze nicht notwendig ist. Um die Spannung in diesen Netzen in den vorgeschriebenen Grenzen zu halten, kann statt der "üblichen" Ortsnetztrafos, ein sog. "RONT" (regelbarer Ortsnetztransformator) teure Leitungsänderungen vermeiden. Sicher nicht ohne Kosten, aber im Vergleich zu Leitungsänderungen im Niederspannungsnetz....

Nun ja, stattet man seine PV gleich mit einem seinem Bedarf angepassten Speicher aus, werden die Spitzen sowieso gekappt und die erfreuliche Autonomie (nicht Autarkie !) steigt mit jeder solchen Anlage in einem engmaschigen dezentralen Netz. Was auf dem Dach produziert wird, verlässt zu ~30% niemals den Ort seiner Erzeugung ! Der normale Eigenverbrauch bewirkt das flächendeckend. Mittels angepasster Speicher, kann dieser Eigenverbrauch weiter angepasst werden. Durch die Jahreszeiten, macht dieser Teil der Netze, die Siedlungsgebiete zumindest in den Monaten (April bis September) ohne Heizungsbedarf, weitgehend autonom. Ob überhaupt etwas in die übergeordnete Netzstruktur fließt, hängt von dem Grad des lokalen Ausbaus ab.

Die schlechte Nachricht, weil das so ist, lässt sich (abhängig von der lokalen PV-Situation) wenig bis gar nichts dort verkaufen. Dennoch, werden die solaren Erträge auf dem Spottmarkt in Paris gehandelt und kommen sehr einseitig der dt. Industrie zugute. Was wiederum denen angelastet wird, welche für diese erheblich niedrigeren Preise durch ihre privaten Investitionen erst gesorgt haben. Wer dieses System und die Absicht dahinter nicht versteht, dürfte zu der deutlichen Mehrheit zählen, welche dann im geistigen Kurzschluss die EE dafür verantwortlich macht.

Nun ja, wenn es kompliziert wird, ist gewöhnlich "ende Gelände" für den dt. "Wutbürger" :dead:

Wie bei anderen Entwicklungen - man muss sich nur die Hartnäckigkeit der "Argumentation" in der Rubrik "KFZ" ansehen, mit der eine längst überholte Epoche "eisern verteidigt" wird, um zu begreifen, das diese technologielastige und ohne die notwendigen Fakten zu kennen, ein wunderbares Betätigungsfeld für alle ewig Gestrigen sein muss.

Erstaunlich, wie gerade Teeernte mir zu verstehen geben will, welche Probleme mit den Höchstspannungstrassen verbunden seien. Meine Rede, weniger - oder jedenfalls nicht mehr solcher Trassen - sind eine wünschenswerte Folge dezentraler Netzstrukturen mit verteilten "Generatoren" die als einzelner Ausfall (im Gegensatz zu sog. "Großkraftwerken") keinerlei Bedeutung für das Netz haben, bzw. lediglich örtlich begrenzt Auswirkung haben können. Die "Schwarzstartfähigkeit" von dezentral strukturierten Netzen ist um ein vielfaches höher, als das was derzeit existiert...

Was den "üblichen Verdächtigen" überhaupt nicht gefällt, Stromerzeugung für den privaten Bedarf in kleinteiliger Verteilung in der Hand derer, die diese Energie zu ihrem Lebensunterhalt benötigen. Im Grund ein Vorgang, der bei der Heizung wie selbstverständlich akzeptiert wird (jedes Haus / jede Etage hat seine / ihre eigene Heizung). Ein zugegeben zunächst relativ teuer Investition, aber damit zumindest die Kontrolle über einen weiteren Teil der notwendigen Ausgaben. Bei den inzwischen zu recht niedrigen Einspeisetarifen, ist Eigennutzung das primäre Ziel. Erste Veränderungen des EEG in Richtung Mieterstrom (die Behinderung solcher Möglichkeiten kam bislang vom Gesetzgeber), werden auch dort Möglichkeiten zu niedrigeren Stromkosten zu gelangen verbessern. Nur auf das "Manna" das der gnädige Staat regnen lässt zu hoffen, ist eben hoffnungslos.

Jeder kann selbst etwas "unternehmen" sei es am vorhandenen Haus oder als Beteiligung an den zahlreichen Bürgergenossenschaften. Einfach dasitzen und "hoffen", ist schlicht nicht genug :mad:
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Wähler » Mi 14. Jun 2017, 07:06

Wähler hat geschrieben:(13 Jun 2017, 06:17)
Bei der Betrachtung fehlt aber der Aspekt der Kosten für die Schäden des Klimawandels und mehrerer mögliches Supergaus von Atomkraftwerken. In den jetzigen Strompreisen der Kohlekraftwerke und der noch laufenden Atommeiler sind diese anfallenden Kosten nicht eingepreist, während sie durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien auf Dauer verringert werden.

Teeernte hat geschrieben:(13 Jun 2017, 19:38)
In den meisten steckt billiger Atomstrom und Öl für den Beton (Sockel) 700 qubikmeter... 100 t Stahl (NUR im Sockel) ...Baustrasse..
Haltbarkeit ? Erneuerungsrate = 20/30 Jahre ? ......und die Kabel - Kupfer und Kunstoff.. Haltbarkeit ... Verlegung ...
Grün will aber diese OVER ALL Rechnung nicht aufmachen.

Energiewirtschaft, Verkehr und Feuerungsanlagen erzeugen über 50% der CO2-Emmissionen in Deutschland. Es ist schon sinnvoll, die Klimapolitik an diesen Quellen anzusetzen:(Quelle Umweltbundesamt 2014)
http://www.umweltbundesamt.de/sites/def ... egorie.png
http://www.umweltbundesamt.de/themen/kl ... textpart-1
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Sollte der Bund die EEG-Umlage übernehmen statt dem (privaten) Stromverbraucher?

Beitragvon Teeernte » Mi 14. Jun 2017, 19:24

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Jun 2017, 07:53)

Ja das war zu erwarten Teeernte, mit Deinen üblichen feingehackten "Informationsschnipseln" versuchst Du die EE als besonders "ressourcenvernichtend" hinzustellen.


Wieder NICHT erfasst.

Theo Heinz Theo - mir ist vollkommen SCHNURZWURST was an Politik passiert.....und wenn die sich die Vorhaut verheizen....

Gehts MIR an die Brieftasche - weil solche Lügenkasper unterwegs sind - die erst mit ner Kugel EIS im Monat locken -
und dann als NEPPER SCHLEPPER BAUERNFÄNGER die Kugel jeden Tag haben wollen...

Gerade weil
Propaganda kannst Du dem "Sputnik" schicken...

Dezentral - ...weil die Sonnenstralung mit der Stromverbrauchskurve NICHT zusammengeht - ...passt die bei DIR natürlich zu 40%. Ist bestimmt das Kellerlicht Nachts.

Ja - Leute mit Schuhgrösse 20 haben die grösste Lebenserwartung...

Komm bitte mit ECHTEN Fakten -

Hach nun brauchen wir die Ortsnetze nicht ausbauen.....weil so ein Solardach am Abend SPITZENWERTE zum Laden von Elektrokarren hat ?

Nun ja, stattet man seine PV gleich mit einem seinem Bedarf angepassten Speicher aus, werden die Spitzen sowieso gekappt und die erfreuliche Autonomie (nicht Autarkie !) steigt mit jeder solchen Anlage in einem engmaschigen dezentralen Netz.


Jedermann - der sich selbst versorgen kann ...... währe STOCKDOOF - den Strom den ER SELBST benötigt - billig ins Netz zu stellen - um ihn dann Teuer zurück-kaufen ?? ....und den Speicher für ein Zentrales Netz ---kostenfrei bereitstellen ??

+ Mehrwert + Netznutzung +Stromsteuer + Konzessionsabgabe ++++++ .....+ Zählermiete....


Dann geht der von Odiug verlinkte Artikel auf einen wichtigen Aspekt ein, den die "EE-Gegner aus Leidenschaft" geflissentlich übersehen.


Was hat er denn "eingestellt" ? ..abhängige Presse - die eine Studie beschreibt.
Wenn Du hier alles was ich dazu geschrieben habe - gelesen hättest (wenigstens die Langen) gerade zu den Studien....

Bisher hat keine Studie der Öko Fraktion SCHADLOS mein gegenlesen überstanden. Selbst Studien auf die sich WIKI Bezog (Wissenschaftliche) wurden klammheimlich zurückgezogen.

Ich mag jedoch Wissenschaft. Leider kommen die Verteidiger der EE ohne ....mit viel Propaganda .

Wann macht die Arbeitende Mutti die Waschmaschine an ? - Mittags wenn die Sonne brennt .....auf Arbeit....bestimmt .

Wann wird die Mikrowelle angemacht ....der Morgenkaffee ? Jepp - man wartet bis Sonne ihre kWh machen....und dann ZACK nimmt man Strom...

OVER ALL BIS ZU 40%----- ist ja NIEEEE verkehrt... - in ECHT aber reine Propaganda.

engmaschigen dezentralen Netz.
Da hast Du Einfluss drauf ? Mit ner Solarzelle auf dem Dach ?

Das Netz bauen die VERSORGER - ......da stört zwar der Örtliche Stromerzeuger - weil man die Orts- Leitungen nicht mehr Spannungsfrei bekommt ohne Erdung..... Fernsteuerfähig ist ja heute noch garnichts bei den kleinen Solaranlagen. (GRID)

Dennoch, werden die solaren Erträge auf dem Spottmarkt in Paris gehandelt und kommen sehr einseitig der dt. Industrie zugute.


"Entsorgung" kostet... :D :D :D

Nun ja, wenn es kompliziert wird, ist gewöhnlich "ende Gelände" für den dt. "Wutbürger" :dead:


Nun ich hab MEHRFACH - hier angeboten - die Abschlüsse auf dem FACHGEBIET auszutauschen.

Hannover kann ich da anbieten.

Um die Spannung in diesen Netzen in den vorgeschriebenen Grenzen zu halten, kann statt der "üblichen" Ortsnetztrafos, ein sog. "RONT" (regelbarer Ortsnetztransformator) teure Leitungsänderungen vermeiden.


jepp - ist aber genau der selbe FORTSCHRITT wie der Tausch eines Röhrenfernsehers gegen einen Flat mit 2 m.....NORMAL und hat mit EE nichts zu tun.

Was den "üblichen Verdächtigen" überhaupt nicht gefällt, Stromerzeugung für den privaten Bedarf in kleinteiliger Verteilung in der Hand derer, die diese Energie zu ihrem Lebensunterhalt benötigen. Im Grund ein Vorgang, der bei der Heizung wie selbstverständlich akzeptiert wird (jedes Haus / jede Etage hat seine / ihre eigene Heizung).


Wieder Propaganda - Dem Markt ist es SCHNURZWURST wer Stromerzeugung "macht" - der PREIS entscheidet.... und zwar DER - "OverALL".

Richtig - der Bürger in ZUKUNFT wird sich vom Netz trennen - wenn es sich rechnet....

Abhängige werden natürlich am NETZ kleben. Die 40 Cent werden wir in 10 Jahren je kWh sehen.....

Bei 100% EE werden es 50 Cent sein... (Inklusive der netten Kosten -FESTVERTRÄGE - die der Staat ja seinen Stromverteilern, Ortsnetzbetreibern....zzgl. Steuern zugesichert hat.)

Jeder kann selbst etwas "unternehmen" sei es am vorhandenen Haus oder als Beteiligung an den zahlreichen Bürgergenossenschaften. Einfach dasitzen und "hoffen", ist schlicht nicht genug


jepp .....bei BETEILIGUNG auch zusätzlich extra Steuern zahlen ..... >>> Du darfst ja nicht einfach DEINE Mannen im Ort an DEIN GREEEEEN - EVU anschliessen - ohne die EXTRA Kosten zu zahlen.

Privat zu hause .....ja - geht .....nur warum soll ein Haus - mit 10kW Solarpanel und 10 kWh Akku exta noch einen öffentlichen Stromanschluss "HALTEN" ??

Ich bau meine Anlage auf - wenn sich der ÖFFENTLICHE ANSCHLUSS nicht mehr "LOHNT" . - >> Die Kosten je kWh über 30 Cent gehen. :D :D :D


Noch hab ich EURO in der Brieftasche......wenn DU in >> "Kumulierte Energieaufwand (KEA)" zahlst ....dann sag BESCHEID. :D :D :D

Pinibel einzeln aufgestellte >>Kumulierte Energieaufwand (KEA)<< von EE les ich immer gern....
(Bitte mit Anbindung , Fernleitungsanteil - ..... )

Meinst Du - hier interessiert sich IRGENDWER für Grünpropaganda ? (Dann macht eine GRUPPE AUF)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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