EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

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EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon frems » Mo 7. Nov 2016, 22:25

Bekanntlich laufen einige Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland, u.a. weil in etlichen Städten die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide regelmäßig überschritten werden und die Gesundheit der Bürger gefährden.

Nun betrifft es eher den ländlichen Raum:

EU reicht Nitrat-Klage gegen Deutschland ein
Die EU verklagt Deutschland vor dem EuGH wegen der steigenden Nitratbelastung des Grundwassers - und weil der Bund nicht genug dagegen tut. Für die Bauern könnte das schwere Folgen haben. [...] Spätestens 2012 hätten Bund und Länder die Vorschriften zum Schutz der Gewässer vor zu viel Nitrat aus der Landwirtschaft verschärfen müssen, zitiert der Sender aus der Klageschrift. Denn schon damals hätten die von Berlin vorgelegten Daten bewiesen, dass die geltenden Regelungen unwirksam sind. Die Wasserqualität habe sich zudem über Jahre hinweg nicht verbessert, sondern tendenziell sogar verschlechtert. Die entsprechende EU-Richtlinie schreibe für diesen Fall jedoch zwingend vor, dass die betroffenen Staaten ihre Maßnahmen verschärfen müssen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 20036.html

Solche sich die EU in solche Angelegenheiten überhaupt einmischen? Hat die Bundesregierung zulange Rücksicht auf die deutsche Agrarlobby genommen, die ganz gerne die Gülle der Nachbarländer gegen Geld in den deutschen Boden pumpt? Fragen über Fragen.
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon H2O » Mo 7. Nov 2016, 23:10

frems hat geschrieben:(07 Nov 2016, 22:25)

Bekanntlich laufen einige Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland, u.a. weil in etlichen Städten die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide regelmäßig überschritten werden und die Gesundheit der Bürger gefährden.

Nun betrifft es eher den ländlichen Raum:

EU reicht Nitrat-Klage gegen Deutschland ein
Die EU verklagt Deutschland vor dem EuGH wegen der steigenden Nitratbelastung des Grundwassers - und weil der Bund nicht genug dagegen tut. Für die Bauern könnte das schwere Folgen haben. [...] Spätestens 2012 hätten Bund und Länder die Vorschriften zum Schutz der Gewässer vor zu viel Nitrat aus der Landwirtschaft verschärfen müssen, zitiert der Sender aus der Klageschrift. Denn schon damals hätten die von Berlin vorgelegten Daten bewiesen, dass die geltenden Regelungen unwirksam sind. Die Wasserqualität habe sich zudem über Jahre hinweg nicht verbessert, sondern tendenziell sogar verschlechtert. Die entsprechende EU-Richtlinie schreibe für diesen Fall jedoch zwingend vor, dass die betroffenen Staaten ihre Maßnahmen verschärfen müssen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 20036.html

Solche sich die EU in solche Angelegenheiten überhaupt einmischen? Hat die Bundesregierung zulange Rücksicht auf die deutsche Agrarlobby genommen, die ganz gerne die Gülle der Nachbarländer gegen Geld in den deutschen Boden pumpt? Fragen über Fragen.


Natürlich sollte die EU sich einmischen! Ich gehe davon aus, daß diese Werte/Grenzwerte von der "versammelten EU" als Rahmenbedingungen für unser gemeinschaftliches Wirtschaften aufgeschrieben und feierlich verabschiedet wurden. Deshalb sollte es dann auch tüchtig Tritte in den Hintern geben, wenn jemand trotz gerechtfertigter Ermahnung diesen Rahmen weiterhin wurstig verläßt.

Es mag allerdings sein, daß andere Marktteilnehmer an anderen Stellen die Vereinbarungen brechen und dennoch unbehelligt bleiben. Das wäre dann aber auch heraus zu arbeiten und die EU zu ermahnen, auch dort für gesunde Verhältnisse zu sorgen! Immerhin hielt unsere eigene Regierung es nicht für sinnvoll, dem wahnsinnigen Treiben unserer Unternehmen Einhalt zu gebieten. Wie gut, daß wenigstens die EU unsere Gesundheit und unsere Zukunft schützen will!
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon frems » Mo 7. Nov 2016, 23:34

H2O hat geschrieben:(07 Nov 2016, 23:10)

Natürlich sollte die EU sich einmischen! Ich gehe davon aus, daß diese Werte/Grenzwerte von der "versammelten EU" als Rahmenbedingungen für unser gemeinschaftliches Wirtschaften aufgeschrieben und feierlich verabschiedet wurden. Deshalb sollte es dann auch tüchtig Tritte in den Hintern geben, wenn jemand trotz gerechtfertigter Ermahnung diesen Rahmen weiterhin wurstig verläßt.

Es mag allerdings sein, daß andere Marktteilnehmer an anderen Stellen die Vereinbarungen brechen und dennoch unbehelligt bleiben. Das wäre dann aber auch heraus zu arbeiten und die EU zu ermahnen, auch dort für gesunde Verhältnisse zu sorgen! Immerhin hielt unsere eigene Regierung es nicht für sinnvoll, dem wahnsinnigen Treiben unserer Unternehmen Einhalt zu gebieten. Wie gut, daß wenigstens die EU unsere Gesundheit und unsere Zukunft schützen will!

Zur Zeit scheint das eine Verlagerung zu sein. Ich bin in dem Thema aber nicht so gut drin. Welfenprinz und andere Experten können uns da vielleicht besser auf die Sprünge helfen. So wie ich das bisher aber sehe, liegen die Überschreitungen zum einen daran, dass sehr viel Fleisch (u.a. Schwein) in Deutschland produziert und verkauft wird; viel mehr als für den deutschen bzw. zentraleuropäischen Konsumenten nötig ist. Somit belasten wir unsere Böden für Exporte in aller Herren Länder. Zum anderen sollen Länder wie die Niederlanden viel höhere Gülle-Auflagen und Strafzahlungen haben, was dazu führ, dass sie ihre Gülle an deutsche Landwirte verkaufen und somit noch Geld sparen, weil die Entsorgung in den Niederlanden teurer wäre. Somit gibt's für einige Euro eine weitere Belastung des Bodens. Aber das kann auch falsch sein.
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon H2O » Mo 7. Nov 2016, 23:43

frems hat geschrieben:(07 Nov 2016, 23:34)

Zur Zeit scheint das eine Verlagerung zu sein. Ich bin in dem Thema aber nicht so gut drin. Welfenprinz und andere Experten können uns da vielleicht besser auf die Sprünge helfen. So wie ich das bisher aber sehe, liegen die Überschreitungen zum einen daran, dass sehr viel Fleisch (u.a. Schwein) in Deutschland produziert und verkauft wird; viel mehr als für den deutschen bzw. zentraleuropäischen Konsumenten nötig ist. Somit belasten wir unsere Böden für Exporte in aller Herren Länder. Zum anderen sollen Länder wie die Niederlanden viel höhere Gülle-Auflagen und Strafzahlungen haben, was dazu führ, dass sie ihre Gülle an deutsche Landwirte verkaufen und somit noch Geld sparen, weil die Entsorgung in den Niederlanden teurer wäre. Somit gibt's für einige Euro eine weitere Belastung des Bodens. Aber das kann auch falsch sein.


Das war auch mein Kenntnisstand. Auf jeden Fall im wahren Wortsinne eine Riesensauerei!
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon Hans Albers » Di 8. Nov 2016, 00:12

frems hat geschrieben:(07 Nov 2016, 22:25)



Solche sich die EU in solche Angelegenheiten überhaupt einmischen? Hat die Bundesregierung zulange Rücksicht auf die deutsche Agrarlobby genommen, die ganz gerne die Gülle der Nachbarländer gegen Geld in den deutschen Boden pumpt? Fragen über Fragen.


Ja, die EU sollte sich einmischen.
ja, die Regierung hat viel zu lange Rücksicht auf die Agrarlobby genommen.
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon Welfenprinz » Di 8. Nov 2016, 09:32

Der Welfenprinz kann dir da nicht auf die Sprünge helfen,weil er parteiisch ist. :D
Es gibt 4 Nitratmessnetze in Deutschland und das UBA verwendet das Belastungsnetz für die Meldungen nach Brüssel.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon JJazzGold » Di 8. Nov 2016, 09:35

Welfenprinz hat geschrieben:(08 Nov 2016, 09:32)

Der Welfenprinz kann dir da nicht auf die Sprünge helfen,weil er parteiisch ist. :D
Es gibt 4 Nitratmessnetze in Deutschland und das UBA verwendet das Belastungsnetz für die Meldungen nach Brüssel.


Ist mir egal, dass Du parteiisch bist. Kannst Du die Netze bitte näher erklären? Mich interessiert das auch.
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon Welfenprinz » Di 8. Nov 2016, 09:44

http://blogagrar.de/2015/10/06/so-ein-m ... ist-duenn/

(Ist aber auch parteiisch) :)

Ich hatte letztes Frühjahr mit den Rohdaten von 7 Wasserschutzgebieten zu tun(Auswertung,Darstellung für Antragsformulierung ans Land). Südheide.

In der Primärerstellung wurde vom begleitenden Ingenieursbüro explizit drauf hingewiesen,dass die steigenden Austragsraten und Versauerung unter Brachen und Forsten zum Problem werden. Da aber die Wasserschutzkooperativen dazu da sind “die Austräge aus landwirtschaftlichen Nutzflächen zu minimieren“ .......


werden diese Daten weg gelassen und nicht berücksichtigt. :D
Zack,so geht das.
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon H2O » Di 8. Nov 2016, 09:58

Welfenprinz hat geschrieben:(08 Nov 2016, 09:32)

Der Welfenprinz kann dir da nicht auf die Sprünge helfen,weil er parteiisch ist. :D
Es gibt 4 Nitratmessnetze in Deutschland und das UBA verwendet das Belastungsnetz für die Meldungen nach Brüssel.


Na ja, wenn das Umweltbundesamt Messungen durchführt, sie technisch-wissenschaftlich für nicht angreifbar hält, das Amt dann diese Meßwerte zur EU durchleitet... wie kann man da parteiisch sein? Sind die Meßwerte fehlerhaft, beschreiben sie nicht den vorhandenen Zustand? Was sagen die Wasserversorger zur Nitratbelastung? Sind die Grenzwerte wissenschaftlich gesehen Unsinn... und wenn ja: Warum werden sie nicht so verändert, daß sie unmittelbar eine Gefahr beschreiben?

Mir stinkt selbstverständlich auch die ständige Aufregung um irgendwelche Umweltdaten, wenn hinter den alarmierenden Werten keine wirkliche Bedrohung oder Beeinträchtigung steht.

Allerdings sollte man hier nicht mehr so lange warten mit Gegenmaßnahmen:

http://www.tagesschau.de/ausland/indien-smog-101.html
https://www.tagesschau.de/multimedia/bi ... a-101.html
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 8. Nov 2016, 10:02

Einen "schönen" Überblick was die Grundwasserbelastung mit Nitrat angeht gibt es HIER Bis das im Trinkwasser ankommt - so das Umweltbundesamt - scheint noch eher unproblematisch - meinen die doch Zu viel Nitrat im Grundwasser. Im Trinkwasser kein Problem! Mit einem "Pferdefuß" wie der Text darunter signalisiert :( :
Trinkwasser wird in Deutschland größtenteils aus Grundwasser hergestellt. Dieses Grundwasser ist häufig zu stark mit Nitrat belastet, etwa weil die Bauern zu viel stickstoffhaltigen Dünger auf die Äcker bringen. Auch Gülle aus Mastställen oder Biogasanlagen landet immer öfter auf den Feldern – und was die Pflanzen nicht verbrauchen können, endet als Nitrat im Grundwasser. Rund 50 Prozent aller Grundwasser-Messstellen in Deutschland zeigen derzeit erhöhte Nitrat-Konzentrationen von über 10 Milligramm/Liter – 15 Prozent des Grundwassers hält gar den für Trinkwasser geltenden Grenzwert von 50 Milligramm/Liter nicht ein.

Das Trinkwasser selbst ist trotzdem fast allerorten unbelastet - nur 0,08 Prozent der Trinkwasser-Messstellen liegen in Deutschland über dem Grenzwert von 50 Milligramm/Liter. Dass das so ist, liegt an den Wasserversorgern. Einige verdünnen zu stark belastetes Grundwasser schlicht mit unbelastetem Wasser und schützen so das Trinkwasser und unsere Gesundheit. Immer mehr Versorger müssen das Nitrat allerdings technisch aus dem Grundwasser entfernen, weil zu wenig unbelastetes Grundwasser vorhanden ist. Das ist relativ teuer und erhöht letztlich die Wasserrechnung der Verbraucher.

Daher ist es wichtig, hohe Nitrateinträge in das Grundwasser zu vermeiden. Dazu kann eine sparsame Düngung beitragen. Aber vor allem dem massiven Bau von Mastställen könnte durch weniger Verzehr von billigem Fleisch Einhalt geboten werden.
Wir müssen uns nur dann wohl Sorgen machen, wenn "wir" nach ca. 20 Jahren noch unter den Lebenden weilen. :cool: So lange soll es dauern, bis das Nitrat das sich bereits jetzt in den oberen Bodenschichten befindet - "zum tieferen Grundwasserspiegel durchmarschiert sein wird". Das passiert auch dann, so eine Sendung im ARD, wenn ab sofort nix mehr dazukommt (was eher unwahrscheinlich sein dürfte). Uns geht´s gut, sollen doch die Mädels und Jungs nach uns sehen wo sie bleiben. :thumbup:

Eine etwas egoistische "Leitlinie" aber wie jeder, der mal genauer hinsieht, nahezu überall feststellen kann. Was bin ich doch glücklich und froh das nicht erleben zu müssen....

Ach ja, wer da selbst "Hand anlegen möchte" sollte mal hier : Nitrat im Trinkwasser – zuverlässig und sicher entfernen nachsehen (nur als Beispiel - es wird sicher noch andere geben, die sich dieser neuen Einkommensquelle annehmen). Nicht alles ist böse - "Was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall" - gut ist was Arbeit schafft ! :mad2:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon H2O » Di 8. Nov 2016, 10:06

Welfenprinz hat geschrieben:(08 Nov 2016, 09:44)

http://blogagrar.de/2015/10/06/so-ein-m ... ist-duenn/

(Ist aber auch parteiisch) :)

Ich hatte letztes Frühjahr mit den Rohdaten von 7 Wasserschutzgebieten zu tun(Auswertung,Darstellung für Antragsformulierung ans Land). Südheide.

In der Primärerstellung wurde vom begleitenden Ingenieursbüro explizit drauf hingewiesen,dass die steigenden Austragsraten und Versauerung unter Brachen und Forsten zum Problem werden. Da aber die Wasserschutzkooperativen dazu da sind “die Austräge aus landwirtschaftlichen Nutzflächen zu minimieren“ .......


werden diese Daten weg gelassen und nicht berücksichtigt. :D
Zack,so geht das.


Leistet die Versauerung unter Brachen und Forsten einen Beitrag zur Nitratbelastung des Grundwassers, oder ist das ein neuer Grund zu großer Aufregung?
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon Welfenprinz » Di 8. Nov 2016, 10:35

Es würde zu einem Gesamtbild dazu gehören,wie z. B. auch der Zustand städtischer Kanalisationsnetze . :)

Also,der Focus auf die landwirtschaftlichen Nutzflächen ist im prinzip richtig. Weil dort eben machbare Eingriffsmöglichkeiten bestehen.
Wenn das Gesamtbild aus den Augen verloren wird,kann es kontraproduktiv werden.

Hier
https://www.enercity.de/presse/presseme ... kt-wasser/
(Im letzten Kapitel)
ein Beispiel dafür welche Bedeutung Waldart und -alter für das Grundwasser hat . (Komplette Bestandsumforstung zum Zweck der Wasserwualitätsverbesserung)
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon JJazzGold » Di 8. Nov 2016, 11:35

@ Welfenprinz

Danke für die Info. Die lese ich mir heute Nachmittag bei einer Tasse Tee in Ruhe durch.
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon Welfenprinz » Di 8. Nov 2016, 12:15

Der blog selbst ist wie gesagt auch parteiisch um nicht zu sagen polemisch.
Aber verwendet werden ausschliesslich belastbare Primärquellen.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon DieBananeGrillt » Fr 18. Nov 2016, 01:13

frems hat geschrieben:(07 Nov 2016, 22:25)

Bekanntlich laufen einige Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland, u.a. weil in etlichen Städten die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide regelmäßig überschritten werden und die Gesundheit der Bürger gefährden.

Nun betrifft es eher den ländlichen Raum:

EU reicht Nitrat-Klage gegen Deutschland ein
Die EU verklagt Deutschland vor dem EuGH wegen der steigenden Nitratbelastung des Grundwassers - und weil der Bund nicht genug dagegen tut. Für die Bauern könnte das schwere Folgen haben. [...] Spätestens 2012 hätten Bund und Länder die Vorschriften zum Schutz der Gewässer vor zu viel Nitrat aus der Landwirtschaft verschärfen müssen, zitiert der Sender aus der Klageschrift. Denn schon damals hätten die von Berlin vorgelegten Daten bewiesen, dass die geltenden Regelungen unwirksam sind. Die Wasserqualität habe sich zudem über Jahre hinweg nicht verbessert, sondern tendenziell sogar verschlechtert. Die entsprechende EU-Richtlinie schreibe für diesen Fall jedoch zwingend vor, dass die betroffenen Staaten ihre Maßnahmen verschärfen müssen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 20036.html

Solche sich die EU in solche Angelegenheiten überhaupt einmischen? Hat die Bundesregierung zulange Rücksicht auf die deutsche Agrarlobby genommen, die ganz gerne die Gülle der Nachbarländer gegen Geld in den deutschen Boden pumpt? Fragen über Fragen.



Richtig so !!
Endlich jemand der der ultrakonservativen Reformstau -Bundesregierung zeigt, wo der Hammer hängt !
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon H2O » Fr 18. Nov 2016, 09:20

DieBananeGrillt hat geschrieben:(18 Nov 2016, 01:13)

Richtig so !!
Endlich jemand der der ultrakonservativen Reformstau -Bundesregierung zeigt, wo der Hammer hängt !


Nö; so etwas klingt nach Rachebedürfnis. Das ist mir Wurst. Aber ich finde es bemerkenswert, daß eine gesamte politische Klasse das wirtschaftliche Wohlergehen von vergleichsweise wenigen
Leuten so viel höher bewertet als die gesundheitlichen Belastungen der Allgemeinheit. Ich hätte erwartet, daß DIE GRÜNEN gegen solche Mißstände Amok laufen und sich deshalb notfalls auch verteufeln lassen.

Vor allem ist das ja keine Entscheidung von Vollgas oder Notbremse, sondern ein beharrliches Drehen an den Stellschrauben. Tja, ist schon lange her, daß DIE GRÜNEN das Dosenpfand durchgesetzt haben. Von den "Wirtschaftsparteien" und ihrem Filz erwarte ich in der Hinsicht überhaupt nichts.
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon DieBananeGrillt » Fr 18. Nov 2016, 11:34

Das grüne Establishment ist vorzugsweise nur mit sich selbst beschäftigt.....
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon H2O » Fr 18. Nov 2016, 12:48

DieBananeGrillt hat geschrieben:(18 Nov 2016, 11:34)

Das grüne Establishment ist vorzugsweise nur mit sich selbst beschäftigt.....

...oder eingeschüchtert? :?
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon Cat with a whip » Fr 18. Nov 2016, 13:13

frems hat geschrieben:(07 Nov 2016, 23:34) So wie ich das bisher aber sehe, liegen die Überschreitungen zum einen daran, dass sehr viel Fleisch (u.a. Schwein) in Deutschland produziert und verkauft wird; viel mehr als für den deutschen bzw. zentraleuropäischen Konsumenten nötig ist. Somit belasten wir unsere Böden für Exporte in aller Herren Länder. Zum anderen sollen Länder wie die Niederlanden viel höhere Gülle-Auflagen und Strafzahlungen haben, was dazu führ, dass sie ihre Gülle an deutsche Landwirte verkaufen und somit noch Geld sparen, weil die Entsorgung in den Niederlanden teurer wäre. Somit gibt's für einige Euro eine weitere Belastung des Bodens. Aber das kann auch falsch sein.


Die Gülle wird tatsächlich macherorts regelrecht verklappt bzw. entsorgt.

Dass in einigen Gebieten aufgrund der Gülleausbringung die Nitratbelastung von Grundwasser gemessen an Grenzwerten zu hoch ist, liegt letztlich nur darin dass die Agrarministerien die schärfere Regeln Sinne der Agrar-Lobby verhinderten. Selbst die neue Novelle des Düngegesetzes wird vermutlich der Kommission nicht genügen.

Interessant zu wissen ist dass nicht so sehr die Millardenstrafe droht, sondern dass wirklich in einigen nitratbelasteten Gebieten Deutschlands dann Landwirtschaft untersagt wird wenn die Politiker weiter im Sinne der Agrarlobby herumhampeln. Dann bleibt Bauer Meckel zuhause und spielt Landmaschinensimulator. :p
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Re: EU verklagt erneut Deutschland (Nitrat im Grundwasser)

Beitragvon Elser » Mo 19. Dez 2016, 18:20

Cat with a whip hat geschrieben:(18 Nov 2016, 13:13)

Die Gülle wird tatsächlich macherorts regelrecht verklappt bzw. entsorgt.

Dass in einigen Gebieten aufgrund der Gülleausbringung die Nitratbelastung von Grundwasser gemessen an Grenzwerten zu hoch ist, liegt letztlich nur darin dass die Agrarministerien die schärfere Regeln Sinne der Agrar-Lobby verhinderten. Selbst die neue Novelle des Düngegesetzes wird vermutlich der Kommission nicht genügen.

Interessant zu wissen ist dass nicht so sehr die Millardenstrafe droht, sondern dass wirklich in einigen nitratbelasteten Gebieten Deutschlands dann Landwirtschaft untersagt wird wenn die Politiker weiter im Sinne der Agrarlobby herumhampeln. Dann bleibt Bauer Meckel zuhause und spielt Landmaschinensimulator. :p



Da wird es dann bestimmt eine "Landhüte-Subvention" oder ähnlichen Quarck geben. Bei uns wird manchmal so viel Gülle ausgebracht, dass im Sommer die Leute, trotz gutem Wetters, im Haus bleiben. Ein einzelnes Schweine-KZ schafft es bei uns, wenn der Wind günstig steht, eine ganze Kleinstadt, am Wochenende, lahm zu legen. Wendet man sich an die Polizei, so zeigt sich diese als überfordert. Früher gab es in NRW mal ein Emisionstelefon, das man in solchen Fällen anrufen konnte. Das wurde abgeschafft.

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