Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

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Wähler
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Wähler » Do 13. Okt 2016, 05:31

Um die Kosten der verschiedenen Energieträger in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft wirklich vergleichen zu können, müssen neben den üblichen Vollkosten auch die externen Kosten möglichst umfassend einbezogen werden. Die Energiewende ist eine hochkomplexe Angelegenheit, deren Kosten unsere Generation schultert und deren wirklichen Auswirkungen erst die nächste Generation beurteilen kann.
Wähler hat geschrieben:(15 Apr 2015, 16:04)
"http://www.vdi-nachrichten.com/Technik-Gesellschaft/Oettinger-legt-umstrittene-Energiekennzahlen-vor"
http://webcache.googleusercontent.com/s ... clnk&gl=de
Zitat VDI Nachrichten 24 Oktober 2014
"Bei den im Vergleich zu 2011 geringen Zahlen für die klassischen Stromerzeugungstechnologien wurde nicht die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten oder Steuervorteile auf der Grundlage des Energieverbrauchs berücksichtigt, räumt die EU-Kommission ein....
In der Studie wird vom noch nicht vollständig quantifizierten Umfang der Interventionen in der Vergangenheit gesprochen, die sich für Kohle und Kernenergie als erheblich darstellen. In der Studie heißt es: „Um zu einer fundierteren Schätzung früherer Subventionen zu gelangen, sind jedoch noch weitere Arbeiten erforderlich.“
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Teeernte
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » Do 13. Okt 2016, 09:55

H2O hat geschrieben:(12 Oct 2016, 22:57)

Wenn wir als Industrieland in Europa diese Energiewende erfolgreich abschließen können, dann haben wir eine sehr weitgehend unabhängige Energieversorgung. Schon diese Aussicht ist den Einsatz wert, abgesehen von der eigens entwickelten Technik und einem neuen Angebot unserer Industrie für den Weltmarkt.


20% Anteil am Energieverbrauch ist Elektroenergie..... davon haben wir - hochgeschätzt 30% mit EE .....

um die 20% Antel Strom voll zu ersetzen (EE) fehlen noch 500 Mrd. €.....

Fangfrage - wieviel Geld wird benötigt um (den popeligen Rest) die 80% Energie .... Treibxstoff, Raumwärme.....Kohle mit EE zu ersetzen ?

null Tonnen CO2 gespart – für sehr viel Geld.“
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H2O
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon H2O » Do 13. Okt 2016, 10:27

Wähler hat geschrieben:(13 Oct 2016, 06:31)

Um die Kosten der verschiedenen Energieträger in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft wirklich vergleichen zu können, müssen neben den üblichen Vollkosten auch die externen Kosten möglichst umfassend einbezogen werden. Die Energiewende ist eine hochkomplexe Angelegenheit, deren Kosten unsere Generation schultert und deren wirklichen Auswirkungen erst die nächste Generation beurteilen kann.


Vielleicht ist es ein Ablenkungsmanöver, sich in die Kosten für die Energiewende zu verbeißen. Wir wissen, daß unsere Vorräte an fossilen Energieträgern immer schwerer zu fördern sind, und daß sie die Atmosphäre vergiften, Feinstäube ausstoßen. Die Folgekosten dafür kann niemand vernünftig abschätzen.

Ich vermute, daß wir uns mehr fragen müssen, ob wir uns die Energiewende wirtschaftlich zumuten können. Das sieht bisher ganz vernünftig aus. Darum kann es also gar kein Zurück oder Verharren geben. Die Würfel sind zugunsten der Energiewende gefallen, und nun heißt es Kurs halten bis das Ziel erreicht ist. Bis 2050 wird es immer wieder solche Rechnungen geben. Und danach dürfte das große Schweigen ausbrechen, weil das Endziel erreicht wurde.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 13. Okt 2016, 21:22

Liebe Teeernte,

Du stellst einerseits die richtigen Fragen und meist auch so komplex, das kaum einer durchsteigt (jedenfalls ich nicht, was an meiner persönlichen Begriffsstutzigkeit liegen mag).

Wenn EINE kWh durch EE EINE kWh "irgendwo sonst" ersetzt, muss sie jedenfalls in der Physik die mir zugänglich ist, nicht noch einmal eingekauft werden.

Ich persönlich entnehme meiner PV jährlich regelmäßig >3.000 kWh für den Eigenbedarf. Darauf erhebt der Vater Staat 19% MwSt. womit ich - plus entsprechender Einkommenssteuer - den selben Staat pflichtgemäß - zugegeben sehr bescheiden - mitfinanziere.

Da diese ~3.000 kWh nicht nur niemals das Netz des örtlichen EVU "betreten" und mir auch jährlich eben diese 3.000 kWh nicht verlustbehaftete geliefert werden müssen, verkleinert auch meinen "ökologischen Fußabdruck" recht ansehnlich. Statt mit bestenfalls 40% Wirkungsgrad 3.000 kWh (also ~7.500 kWh "Brutto") zu erzeugen und dann nochmal "verlustbehaftet" auf die Reise zu mir zu schicken, wandle ich einfach Sonne die sowieso auf mein Dach geschienen hätte ohne jede Beeinträchtigung der Umwelt in el. Energie um.

Das passiert gegenwärtig auf ~800.000 privaten Hausdächern und ungefähr bei derzeit in Summe ~1,5 Millionen PV-Anlagen von denen einige deutlich größer sind als meine. Dabei wird eben KEIN CO2 fällig :thumbup:

Nun darfst Du darüber nachdenken, wie sich das auswirkt. Immerhin habe ich für den Preis von ~3.000 kWh mehr Geld für den "Binnenmarkt" zur Verfügung. Mein PV-Strom ~ 10 ... 11 MWh /a hat keinerlei Nebenwirkungen - außer, die üblichen "Großen Vier" verkaufen eben jeweils die Summe aller PV-Leistungen - in 2015 ~37 TWh total saubere Energie nicht mehr in D. Kein Wunder, also das die jede Form von Propaganda nutzen um das wieder zu ändern :mad2:

Was die ganz sicher notwendigen Einsparungen an Energie auf allen Gebieten angeht, ist nur für jene, die glauben es gäbe unerschöpfliche Mengen an billiger Energie :? , kein Thema, da kommt halt der Strom aus der Steckdose, das Gas aus RUS und das Erdöl von den Saudis - D wird weiter für Braunkohle umgepflügt usw. usf. :dead:

Und jetzt mal Deine Lösung und nicht ständig da Herumgeeiere was Dir so alles missfällt ...
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » Do 13. Okt 2016, 22:07

immernoch_ratlos hat geschrieben:(13 Oct 2016, 22:22)

Liebe Teeernte,

Und jetzt mal Deine Lösung und nicht ständig da Herumgeeiere was Dir so alles missfällt ...


Es gibt eigentlich 3 - ....nur 2 Wege.

1. Weiter So - (bis in den Abgrund...)

2. Die "Brasilianisierung"

3. Der Weg der entwickelten industrialisierten Länder.

Wir haben MARKTWIRTSCHAFT .

Solange unterschiedliche Preise für Abnehmer und Produzenten durch Staatliche Regelung belastet werden - ohne wirklichen Sinn - alle möglichen Steuern , Umlagen ....draufgeschalgen werden - geht es nur darum - dem Hasen das Fell abzuziehen.


Fehler NUMMER 1 ! Die CO2 Briefe/Kontingente den HERSTELLERN und nicht den Konsumenten zuzuordnen.

Sonst hätte JEDERMANN selbst sein CO2 selbst "auszugeben"....zu lenken.

Wieviel CO2 in so einem Windrad steckt (inkl Fundament, Transport...Kabelanschluss, Wartung) will ja auch keiner sagen - jede Studie (over all ) ist zurückgezogen.

Also MUSS Otto Normalverbraucher in EURO rechnen.

Solange es also keinen ALLGEMEINEN Co2 "Aufschlag" //Steuer auf das Produkt gibt - möglicherweise statt mehrwertsteuer - braucht man sich doch garnicht wundern.

Wenn JEDER die Energie bezahlen MUSS - die in SEINEM Produkt stecken - würdest Du morgen sofort sehr gute Energiesparer haben !

Keine Flugzeugimportblumen CO2 aus Südamerika... die Flugreise - CO2 hat dann auch ihren PREIS...

Dass man nun alles am Carbon festhällt statt dessen lieber Wasserstoff als energieträger will....oder Strom - ist genau so deppert.

JEDER Energieverbrauch ist zu besteuern.... Nahverkehr Subventionierung GESTRICHEN. (Kostenfreier Schulbus ist zur PFLICHT zu machen)

.....und dem Arbeitgeber ist der Anfahrweg der Arbeitskräfte in Rechnung zu stellen... Nicht dem Arbeitnehmer.

Förderung von Unternehmen - auf der "grünen" Wiese - ohne Angestelltenwohnungen - ohne Arbeitskräfte in der Nähe - ist zu untersagen...

HomeOffice ist staatlich zu fördern... Neubau an Bürofläche ist natürlch mit CO2 Steuer zu belegen...

.............................

Schulkinder werden zig Kilometer umhergekarrt.....statt Lehrer zu den Schülern zu fahren.

Je mehr ÖPNV - um so mehr GESCHÄFT ! Umhergekarrte SCHÜLER sind ein Geschäft.

So weit erstmal - die Richtung sollte klar sein.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 13. Okt 2016, 23:20

Eigentlich wollte ich nun Schluss machen Teeernte...

Doch da Du so umfangreich geantwortet hast noch "schnell" eine Antwort.

Die meisten Forderungen sind logisch und in einer Welt wo der Homo sapiens tatsächlich ein denkender Mensch wäre, würde wohl niemand anders handeln. Leider interessiert sich ein Teil der aktuellen Menschheit nicht für "solche Sachen", ein Teil will möglichst schnell reich werden und das geht nur, wenn man all die Tricks nutzt für soziale Aspekte bleibt da keine Zeit.

Der größere Teil der Menschheit weiß nix und versteht nix von solchen Zusammenhängen. Die müssen eben nehmen was "wir" rein zufällig für sie übriglassen.

Meine einzige mir richtig erscheinende Antwort ist - "wir" sollten der "Natur" abschauen wie "die" das macht. Dort hängt alles in Ursache und Wirkung zusammen. Dem entgehen "wir" auch nicht - völlig gleichgültig wie "wir" versuchen diese einfachen Zusammenhänge zu ignorieren.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 14. Okt 2016, 08:37

Leider wachen die allermeisten nur mal kurz auf, wenn mal wieder die EE-Sau durchs "Dorf" getrieben wird. Kurz geblinzelt ob der ungeheuerlich hohen Zahl (unsere Welt hat selten mehr als 5 Stellen) und schon schläft er wieder der dt. "Wutbürger". Würde das Aufwachen - "sich informieren" - länger als eine "Schrecksekunde" am "Ball" bleiben - bedeuten, wäre allen bekannt, was leider nur einer kleinen Gruppe von "Kümmerern" längst bekannt ist. Nebenbei ohne Probleme über das WWW ins Haus geholt werden kann.

Wer allerdings nur bei der sich selbst beauftragenden "INSM" nachliest - nun ja... Es gibt auch andere Organisationen welche beauftragt wurden und sich mit all diesen Fakten befasst haben und es weiterhin tun. Warum also nicht dort nachlesen und vergleichen, was da jeweils behauptet wird. Wie logisch und wie realistisch ist deren Vorgehen. Was wird schlicht weggelassen um den ach so schön bösen Eindruck nicht zu gefährden ?

Eine schöne und detaillierte Kostenbetrachtung stellt das "Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS)* Schwedenstraße 15a, 13357 Berlin http://www.foes.de in schöner Regelmäßigkeit immer wieder ins WEB. In diesem Fall in drei Ausführungen - eine 24 seitige "Kurzfassung", die 132 seitige "Langfassung" und für die immer eilige Presse, welche selbst mit Einzelheiten überfordert scheint oder aber soviel Information ihren geneigten Lesern "nicht zumuten möchte", das 3 seitige "Factensheet".

Daraus möchte ich um der realistischen Information mal zitieren. Mir erscheint da besonders bemerkenswert, würde man das existierende System weiter am Leben erhalten, was ja die Botschaft des "INSM" wohl sein soll, sollte man die "Vollkosten für neue Anlagen (Zahlen aus 2014) kennen. Laut "FÖS" :
Der Kostenvorteil der Erneuerbaren wird noch deutlicher, wenn man die so genannten „Vollkosten“ neuer Anlagen miteinander vergleicht, die auch die Investitionskosten beinhalten.
Die Vollkosten belaufen sich 2014 für die jeweiligen Energieträger auf:
Wasser : 4,7 bis 19,3 Cent pro Kilowattstunde
Wind : 5,1 bis 8,7 Cent pro Kilowattstunde
Photovoltaik : 10,4 bis 17,1 Cent pro Kilowattstunde
Braunkohle : 12,6 bis 14,1 Cent pro Kilowattstunde
Steinkohle : 14,7 bis 16,7 Cent pro Kilowattstunde
Atomenergie : 18,5 bis 49,8 Cent pro Kilowattstunde
Das ist leider immer noch so (was die fossil / atomare Kohorte angeht) dort steigen die notwendigen Investitionskosten weiter, dort entstehen eben keine Kostensenkungen durch "Lernkurven- und Skaleneffekte" - bei gleichbleibender Fördersummen (seit 1970) für diese nicht eben geraden jungen Methoden :
Die Fördersummen für die einzelnen Energieträger (Anteil Stromerzeugung) belaufen sich im Zeitraum 1970 bis 2014 auf folgende Werte (real):
Atomenergie : 190 Mrd. Euro
Steinkohle : 186 Mrd. Euro
Erneuerbare* : 85 Mrd. Euro
Braunkohle : 69 Mrd. Euro
*) Erneuerbare Energien profitieren erst seit Mitte der 90er Jahre von nennenswerten Fördersummen


Nun wenn von Kosten die Rede ist wird folgendes gern unterschlagen :
Gesamtgesellschaftliche Kosten der Stromerzeugung

Die fossilen und atomaren Energieträger verursachen
hohe Folgekosten
durch Umwelt - und Klimaschäden
sowie durch die mitder Atomenergie verbundenen Risiken.

Diese „externen“ Kosten – für Luft- und Klimaschäden oder für das Risiko nuklearer Unfälle – werden den Betreibern der jeweiligen Kraftwerke nur zu geringen Anteilen in Rechnung
gestellt.

Kohle und Atomenergie verursachen zudem kaum bezifferbare Folgekosten, die auch nach Abschaltung der Kraftwerke fällig werden – als solche „Ewigkeitskosten“ gelten etwa Endlager für radioaktive Abfälle oder die Grubenwasserhaltung in ehemaligen Steinkohlebergbaugebieten.


Das führt lt. "FÖS" zu den "gesamtgesellschaftlichen Kosten der Stromerzeugung im direkten Vergleich" :
Wasser : 8,5 Cent pro Kilowattstunde
Wind : 9,2 Cent pro Kilowattstunde
Atomenergie : 14,3 bis 37,1** Cent pro Kilowattstunde :?
Steinkohle : 14,4 Cent pro Kilowattstunde
Braunkohle : 14,9 Cent pro Kilowattstunde

**) oberer Wert der Bandbreite bei Betrachtung der externen Kosten der Atomenergie


In der "Langfassung" meint "FÖS" :
Die Zusatzkosten der konventionellen Energieträger im Jahr 2014 sind sogar deutlich teurer als die Förderung der erneuerbaren Energien durch das EEG. Sie betragen in den Jahren 2014 und 2015 jeweils ca. 40 Mrd. EUR, während beim EEG im Jahr 2014 erwartete 19,4 Mrd. EUR Differenzkosten auf die Verbraucher umgelegt wurden.

Würde man die Belastungen des Staatshaushalts und die externen Kosten durch die koventionellen Energieträger nach EEG-Methode auf den Verbrauch der nicht privilegierten Stromabnehmer umlegen, läge diese Konventionelle-Energien-Umlage im Jahr 2014 bei umgerechnet 10,6 Cent pro Kilowattstunde.

Im Jahr 2015 wird dieser Wert voraussichtlich auf 11,0 Cent steigen. :mad:
Während die EEG-Umlage im Jahr 2015 sinkt, wird die Konventionelle-Energien-Umlage somit voraussichtlich sogar weiter steigen, je nachdem wie sich der Anteil von Strom aus Stein- und Braunkohle entwickelt

Das "elegante" an solchen versteckten vs. offenen Kosten ist die beabsichtigte Wirkung - eine quasi "optische Täuschung" - welche Kosten das fossil / atomare System tatsächlich verursacht hat und "nolens volens" auch teilweise "bis ans Ende aller Tage" (oder was sonst ist "Ewigkeit" ?) auch noch verursachen wird, wenn diese Methode längst kein "Wattsekündchen" Energie liefern wird. :mad2:

Was betont werden muss, die o.g. Subventionen werden selbstverständlich jedem privaten "Stromkunden" über Steuern abverlangt, nur "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß". Ganz genau deswegen werden die Zusatzkosten bei allen EE so akribisch auf jeder Stromrechnung ausgewiesen, weil das die Kurzdenker - die Wutbürger - so schön auf die Palme bringt. Dabei könnte man sich noch trefflich über die einzelnen Posten in der "EEG-Zulage" streiten - was ist tatsächlich dem Komplex "EE" geschuldet und was wird dort einfach nur an zusätzlichen Kosten hineininterpretiert :mad:

Nun kann getrost weitergeschlafen werden - bis die nächste Sau für das andauernde Rückzuggefecht wieder mal durchs "globale Dorf" getrieben wird.... :mad:
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Kibuka » Mi 26. Okt 2016, 16:51

Kennt jemand die Offshore-Haftungsklausel?

Ich nenne sie auch, die Lizenz zur Abzocke oder für Risiken und Nebenwirkungen haftet der Nachbar.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Der Neandertaler » Mi 26. Okt 2016, 17:24

Hallo Edmund.
Edmund hat geschrieben:https://www.welt.de/wirtschaft/article158668152/Energiewende-kostet-die-Buerger-520-000-000-000-Euro-erstmal.html

Das ist doch mal ein richtiges Schnäppchen für uns Bürger.
[...]
Ich sag's ja:
    Die Welt nähert sich immer mehr BILDzeitungsniveau an. Dies war zur Flüchtlingsaera so - wo sie mit einem Gutachten aufwartete, welches die Kosten dessen bis zum Jahre X auf XXXX Euro festlegte. Es ist nunmehr das Selbe mit den Energiwendekosten.
Abgesehen davon, daß, wie schon mehrfach erwähnt wurde, die Kosten des (verstärkten) Klimawandels in der Bilanz nicht berücksichtigt worden sind. Es ist aber auch nicht berücksichtigt worden, daß ...
    ... bis andere Länder diesen (verstärkten) Klimawandel anerkannt haben und sie diesen Schritt der Energiewende ebenfalls vornehmen (müssen), ... bis dahin haben wir einen Vorsprung - weil wir diesen Schritt schon hinter uns haben.
    Vorteil heißt aber nicht nur zeitlichen Vorsprung, sondern ebenfalls finanziellen Vorteil.
Sollte man alles berücksichtigen. Ich kann grundsätzlich alles und immer die Ist-Situation ... die Ist-Zahlen einfach hochrechnen. Ob dies aber seriös ist?
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 27. Okt 2016, 23:50

Es gibt da noch viele "Schnäppchen", welche auch ohne die "böse Energiewende" existieren. Ein sehr reales Beispiel :

Steinkohle: Pumpen müssen ewig laufen, sonst versinkt das Ruhrgebiet (2013.11.12) :?

"Ewig" ? jedenfalls länger als nochmal 25 Jahre - die Zeit davor, also schon über 100 ! Jahre
Im Jahre 1914 öffnete die Emscher-Genossenschaft das erste Pumpwerk. Die anderen zehn Wasserwirtschafts-Verbände folgten über die Jahrzehnte.
"war ja auch schon "kostenpflichtig" für den Steuerzahler und nun angesichts der geringen Zinsen meint man :
„Sollte die RAG-Stiftung wider Erwarten irgendwann nicht mehr in der Lage sein, die Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben dauerhaft zu sichern, stellen die Kohleländer NRW und Saarland sowie der Bund auf Grund ihrer Gewährleistung die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung.“
Och jo - wie schön und ohne jede Gegenleistung - mal davon abgesehen das das Ruhrgebiet nicht "...innerhalb weniger Wochen absaufen" soll.

Idealer Weise, wird das ein "Begleitumstand" sein, wenn sich herausstellen sollte, dass die fossilen Vorräte irgendwie endlich sind und oder zu teuer werden. Aber die braune Kohle (falls man die noch fördert, deren "Ewigkeitskosten" sind da (hier) noch nicht eingepreist) gibt es ja noch für eine "Ewigkeit" von 400 Jahren.....

Dumm gelaufen, da draußen gibt es weitere " Ewigkeitsaufgaben" die mit der Energiewende und den Fehlern die dabei selbstverständlich auch gemacht wurden und werden (sie jetzt zu verlangsamen - aufzuhalten - ist so ein kostenpflichtiger Fehler), nicht das Geringste zu tun haben. "Altlasten" die einige gern noch weiter anhäufen möchten - sieht ja keiner auf irgendwelchen Rechnungen.... :dead:
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Wildermuth » Fr 28. Okt 2016, 00:16

Kibuka hat geschrieben:(26 Oct 2016, 17:51)

Kennt jemand die Offshore-Haftungsklausel?

Ich nenne sie auch, die Lizenz zur Abzocke oder für Risiken und Nebenwirkungen haftet der Nachbar.


Das ist bei jedem AKW-gau so. Nicht nur off-shore. Ohne öffentliche haftung für die risiken der atomernergie hätte es nie ein akw gegeben. Die konzeren sind doch nicht blöd und tragen das risiko selber.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon H2O » Fr 28. Okt 2016, 08:39

Kibuka hat geschrieben:(26 Oct 2016, 17:51)

Kennt jemand die Offshore-Haftungsklausel?

Ich nenne sie auch, die Lizenz zur Abzocke oder für Risiken und Nebenwirkungen haftet der Nachbar.


Das Gemeinwesen kann diesen Unverschämtheiten seelenruhig durch allgemeinen Verzicht auf Stromerzeugung begegnen. Alles eine Frage des eigenen Willens, der sich in politischen Mehrheiten niederschlägt. ;)
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » So 30. Okt 2016, 10:24

Offshore-Haftungsklausel

OFFSHORE-HAFTUNGSUMLAGE FÜR 2017 NACH § 17F ENWG
Offshore-Haftungsumlage je Letztverbrauchergruppe Jahr 2017

LV Gruppe A' -0,028 ct/kWh

LV Gruppe B : 0,038 ct/kWh

LV Gruppe C : 0,025 ct/kWh

Letztverbrauchergruppe A´:
Strommengen von Letztverbrauchern für die jeweils ersten 1.000.000 kWh je Abnahmestelle

Letztverbrauchergruppe B´:
Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Abnahmestelle 1.000.000 kWh übersteigt, zahlen nach derzeit gültigem KWKG zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale Offshore-Haftungsumlage von 0,05 ct/kWh.

Letztverbrauchergruppe C´:
Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Abnahmestelle 1.000.000 kWh übersteigt und deren Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr 4 Prozent des Umsatzes überstieg, zahlen nach derzeit gültigem KWKG zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale Offshore-Haftungsumlage von 0,025 ct/kWh.


Wer hat`s erfunden : Regierung entscheidet über Offshore-Haftung - Bundeskabinett beteiligt Verbraucher an Zusatzkosten des Netzausbaus (2012.08.29)

...0,25 Cent pro Kilowattstunde dürfen höchstens auf den Strompreis geschlagen werden, um die Kosten irgendwie zu verteilen, wenn die der Windparkanlagen auf hoher See wegen Anschlussproblemen nicht zuverlässig liefern. Pro Jahr sind das nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler nicht mehr als neun Euro für einen durchschnittlichen Haushalt. :thumbup: :thumbup: :rolleyes:

"So komisch das klingen mag, durch die Regelung die wir jetzt getroffen haben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Haftungsfall überhaupt eintritt, minimiert, denn jetzt können wir den Offshore-Masterplan auf den Weg bringen, den Ausbau voran treiben, Windparks bauen lassen, genauso wie den entsprechenden Netzanschluss."


weiter unten - Cem Özdemir :

"Es krankt nicht an der Wirtschaft. Es krankt nicht an den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Es krankt nicht am Sachverstand in dieser Republik alles davon ist da. Das Einzige, woran es bislang gekrankt hat, ist der politische Wille in Berlin. Jetzt ist glaube ich entscheidend, dass wir uns überhaupt mal bewegen, dass der Netzausbau vom Fleck kommt."

Jetzt könnte man sich noch fragen, wer sind die Begünstigten in diesem Fall ?

WIKI - Liste der Offshore-Windparks

Ob die alle wegen fehlender Leitungskapazitäten nicht liefern können ? Auch nicht uninteressant wer die "Windmühlen" baut. Kann auch nicht sooo irre sein diese "Solarwandler" zu bauen - gute Idee, wenn die Verbindungsleitungen schon mal fertig sind BEVOR so eine Anlage "gern ans Netz gehen möchte".... :mad2:
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Adam Smith » So 30. Okt 2016, 11:04

Kibuka hat geschrieben:(26 Oct 2016, 17:51)

Kennt jemand die Offshore-Haftungsklausel?

Ich nenne sie auch, die Lizenz zur Abzocke oder für Risiken und Nebenwirkungen haftet der Nachbar.


Auf jeden Fall ist jetzt bekannt wer die Endlagerung bezahlen wird.

Zitat faz.net.
Der Abbau von Atommeilern und die Endlagerung kosten 170 Milliarden Euro. Während die Konzerne nur einen Bruchteil zahlt, fällt die Hauptlast auf den Steuerzahler.


Zitat faz.net.
Die Trittin-Kommission legte nun all diese Annahmen zugrunde und kam damit, Stand heute, auf einen Kapitalbedarf von 48,8 Milliarden Euro. Davon sollen die Energieversorger die Kosten für den Rückbau der Kraftwerke selbst tragen, das ist ein überschaubares Geschäft mit kalkulierbarem Risiko. Bleiben die Kosten für Zwischen- und Endlagerung. Dafür haben die Konzerne bislang 17,2 Milliarden Euro zurückgestellt. Dieses Geld sollen sie nun in den Fonds einzahlen, zuzüglich eines Aufschlags von sechs Milliarden Euro und der seit Anfang vorigen Jahres aufgelaufenen Zinsen - macht insgesamt rund 24 Milliarden Euro.

Der Clou dabei ist: Damit sind die Firmen alle Sorgen los, die gewaltigen finanziellen Restrisiken bleiben am Steuerzahler hängen. Dementsprechend sprang der Aktienkurs der Stromfirmen nach Bekanntgabe des Kommissionsberichts sofort nach oben.


http://www.faz.net/aktuell/finanzen/ste ... 09053.html

Wobei das natürlich richtig ist. Die Stromkonzerne könnten das ja gar nicht finanzieren. Und sollten die Stromkonzerne das finanzieren müssen, dann müsste das ja über den Strompreis umgelegt werden.

Sorgen macht mir hier vor allem unser Nachbarland. Die Kosten für diesen Unsinn dürften da ja noch sehr viel höher sein.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Ebiker » Mo 31. Okt 2016, 10:50

Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 1. Nov 2016, 20:30

Sehr schönes Beispiel. Es zeigt überdeutlich, eine "zentralistische" Versorgung mit nur einem Kraftwerk ist egal aus welcher Energiequelle der "Kraftstoff" kommt, ist schlicht falsch. Das liegt aber keinesfalls an den EE.

Das liegt an einem völlig falschen Konzept - warum können nicht PV UND WKA ZUSAMMEN die notwendige Energie zur Verfügung stellen ? Statt eine Anlage, die bei Ausfall gleich nur noch Null produziert, muss die geringe Energiedichte die nun einmal eine physikalische Eigenschaft aller Formen solarer Energie ist nur an einer Stelle "transformiert" werden ?

Mit Deinem Beispiel hast Du sehr schön dargestellt wo der Fehler liegt - schlicht in Zentral und möglich groß. Wobei die Berechnung der im Speichersee enthaltenen potentielle Energie (Energie der Lage) sicher nicht so schwer zu berechnen war. Wie viele PV - mit und ohne Speicher hätte man dafür wohl bauen können :?:

WIKI hat geschrieben:In Deutschland ist eine Pumpspeicherleistung von etwa 7 GW (Gigawatt) installiert. Die Speicherkapazitäten reichen dabei täglich für 4–8 Stunden Dauerbetrieb. Daraus ergab sich 2010 eine Gesamtspeicherkapazität von etwa 40 GWh. Im Jahr 2006 erzeugten die deutschen Pumpspeicherkraftwerke 4.042 GWh elektrischer Energie. Dem stand eine Pumparbeit von 5.829 GWh gegenüber, so dass der durchschnittliche Wirkungsgrad bei etwa 70 % lag


2015 wurden in D 38 TWh = 38.000 GWh aus PV genutzt das ist ~9,4fache was mit Pumpverlusten von ~30% zuvor gespeichert wurde. Pumpspeicher sind ein sehr aufwendige Methode um kurzfristig gerade mal max. 7 GW ins Netz zu pumpen.

China macht es uns vor, wie das auch anders geht :
Quelle hat geschrieben:Größter Batteriespeicher der Welt ging in China ans Netz (2014.10.27)

Der weltweit größte Batteriespeicher ist jetzt in Shenzhen in der Nähe von Hongkong ans Netz gegangen. Mit 20 Megawatt Wechselrichterleistung bei 40 Megawattstunden (MWh) Kapazität liegt die Leistung viermal so hoch wie die des derzeit größten deutschen Speichers in Schwerin und doppelt so hoch wie eine Anlage im brandenburgischen Feldheim, die Anfang 2015 in Betrieb gehen soll.

Der chinesische Batterie- und Autohersteller BYD hat den Pufferspeicher auf dem eigenen Firmengelände errichtet. Der Speicher soll vor allem Lastspitzen ausgleichen und überschüssigen Strom, der nachts in den chinesischen Kohle- und Kernkraftwerken anfällt, speichern und tagsüber ins Netz einspeisen.

„Die Dimensionen und Kennzahlen dieses Systems sind beeindruckend. Hier ist in einem Gebäude etwa so viel Batteriekapazität installiert, wie wohl alle bisher in diesem Jahr in Deutschland vereinten Heimspeicher zusammen haben“

....Ganze neun Monate vergingen zwischen Baubeginn und dem Start der Inbetriebnahme. Die Rekorde wollen die Chinesen sich nicht nehmen lassen. Derzeit prüft BYD drei Standorte für ein 1000 MW / 200 MWh Speicherkraftwerk.
Derartige Systeme sind durch ihre überaus schnelle Verfügbarkeit ideal zum Halten der 50 Hz Vorgabe. Deutlich schneller, als jede Gasturbine und überall entsprechend im Netz verteilt auch wirksamer, als ein auf Grund ihrer vorgegebenen Lage ein Pumpspeicherwerk irgendwo im Schwarzwald ...

Auf Inseln lässt sich mit einem geschickten Mix aus Elementen der EE und entsprechender Speicherkapazitäten ein weitgehend dezentrales Netz aufbauen. Anders als in Ländern mit entsprechender Industrie, dürfte nach Sonnenuntergang entweder lokale Speicherkapazität oder wo eine Vernetzung bereits existiert, auch die WK ausreichen. Wer das genau wissen möchte muss eben vorher nachrechnen...
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » Fr 4. Nov 2016, 20:44

immernoch_ratlos hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:30)

. Pumpspeicher sind ein sehr aufwendige Methode um kurzfristig gerade mal max. 7 GW ins Netz zu pumpen.

China macht es uns vor, wie das auch anders geht : Derartige Systeme sind durch ihre überaus schnelle Verfügbarkeit ideal zum Halten der 50 Hz Vorgabe. Deutlich schneller, als jede Gasturbine und überall entsprechend im Netz verteilt auch wirksamer, als ein auf Grund ihrer vorgegebenen Lage ein Pumpspeicherwerk irgendwo im Schwarzwald ....



PSW.... Bahnstrom.. und Prozeßstrom der Energieversorger... um KURZFRISTIG den Betrieb der SICHERHEITSRELEVANTEN Bahnanlagen/Energieversorgung sicherzustellen.

Der Wirkungsgrad ist daher vollkommen Unrelevant.

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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 5. Nov 2016, 12:38

Teeernte hat geschrieben:PSW.... Bahnstrom.. und Prozeßstrom der Energieversorger... um KURZFRISTIG den Betrieb der SICHERHEITSRELEVANTEN Bahnanlagen/Energieversorgung sicherzustellen.
Der Wirkungsgrad ist daher vollkommen Unrelevant.
Schutz der Bahn.....Schutz der Bürger.... mit einfachen Mitteln - PSW.


Nun ja, wenn Du meinst ....

Quelle hat geschrieben:
Das Bahnstromnetz

Die elektrische Energie, die die Bahnen zum Betrieb benötigen, wird in manchen Ländern (auch in Deutschland) durch ein separates Bahnstromnetz verteilt, also ein vom öffentlichen Stromnetz separates Stromnetz. Es verfügt teils über eigene Kraftwerke, bezieht teilweise aber auch Energie aus dem öffentlichen Stromnetz. Die Verteilung der Energie erfolgt über 110-kV-Hochspannungsleitungen (die teilweise auf den Masten anderer Hochspannungsleitungen verlegt sind) bis zu den Unterwerken, die die Spannung mit einem Transformator anpassen, um in die Oberleitungen einspeisen zu können.

Das Bahnstromnetz unterscheidet sich in manchen Punkten vom öffentlichen Stromnetz:

Da die Zufuhr von Drehstrom über Oberleitungen wenig praktikabel ist (nämlich zwei oder drei Oberleitungen benötigen würde), arbeitet man fast überall mit Einphasen-Wechselstrom. Der Strom fließt von den Oberleitungen über den Stromabnehmer und wird über die Schienen abgeleitet. Die Schienen befinden sich nahezu auf Erdpotenzial, so dass ihre Berührung im Normalfall völlig harmlos ist.

In Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Schweden wird das Bahnstromnetz mit einer Netzfrequenz von 16,7 Hz betrieben, nicht mit 50 Hz, wie es in vielen anderen Ländern üblich ist. Dies liegt daran, dass es in der früheren Zeit der Elektrifizierung schwierig war, leistungsfähige Motoren für 50 Hz zu bauen. (Bei einphasigen Motoren ist die Funkenbildung am Stromwender dann recht stark.) Heute ist dies längst nicht mehr der Fall: Moderne Umrichter in Lokomotiven erzeugen Drehstrom, mit dem dann ein robuster Drehstrommotor ohne Schleifkontakte betrieben werden kann. Von daher wäre es heute günstiger, das Bahnstromnetz würde doch mit 50 Hz (oder gar mit Gleichstrom) betrieben. Es wäre aber ein enormer Aufwand, das gesamte Bahnstromnetz entsprechend umzubauen – insbesondere solange noch viele alte Elektrolokomotiven im Einsatz sind, die kaum umzurüsten wären.


Wo da die Pumpspeicher ins Spiel kommen - besonders warum plötzlich und nur hier der Wirkungsgrad "unrelevant" gern auch "irrelevant" sein soll, bleibt wie oft Dein Geheimnis :?
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Ebiker » Sa 5. Nov 2016, 12:55

immernoch_ratlos hat geschrieben:(01 Nov 2016, 20:30)



China macht es uns vor, wie das auch anders geht : Derartige Systeme sind durch ihre überaus schnelle Verfügbarkeit ideal zum Halten der 50 Hz Vorgabe. Deutlich schneller, als jede Gasturbine und überall entsprechend im Netz verteilt auch wirksamer, als ein auf Grund ihrer vorgegebenen Lage ein Pumpspeicherwerk irgendwo im Schwarzwald ...



Du kannst uns doch sicher auch vorrechnen was eine kwh derartig gespeicherter Strom kostet ? Diese Akkus halten schließlich nicht ewig.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 5. Nov 2016, 14:17

Ebiker hat geschrieben:Du kannst uns doch sicher auch vorrechnen was eine kwh derartig gespeicherter Strom kostet ? Diese Akkus halten schließlich nicht ewig.


Ich frag dazu eben mal nen Chinesen....

Was Dir ganz offensichtlich entgangen ist hier zählt nicht die Kapazität (gemessen in MWh) sondern die Leistung die kurzfristig ins Netz zur Stabilisierung - daher finden sich hier immer zwei Angaben für diese doch sehr unterschiedlichen Verwendungszwecke (hier der derzeit größte Batteriespeicher in Shenzhen) :

20 Megawatt (MW) Wechselrichterleistung bei 40 Megawattstunden (MWh) Kapazität

In Schwerin geht es etwas bescheidener ans Netz : 5 Megawatt (MW) Wechselrichterleistung bei 5 Megawattstunden (MWh) Kapazität
Dennoch beachtlich, stellt diese Anlage die Regelleistung eine 50 MW Gasturbine bereit und stellt diese in Millisekunden zur Verfügung.

Bezahlt wurde diese Anlage mit Hilfe einer "Anschubfinanzierung durch das Innovationsprogramm des Bundesumweltministeriums in Höhe von 1,3 Mio. Euro " Der Zellenlieferant "Samsung SDI" garantiert die Leistung des "Batteriekraftwerks" für "mindestens 20 Jahre". Da "Regelenergie" ein durchaus lukratives Geschäft ist, wird sich diese Investition sowohl lohnen, als auch amortisieren.

Weiter ist die Anlage für Systemdienstleistungen wie "Blindleistung" und besonders wichtig durch "Schwarzstartfähigkeit" ein wichtiger Bestandteil im modernen Netz.

Nicht die einzige Anlage ihrer Art in Feldheim Ortsteil der Stadt Treuenbrietzen in Brandenburg ist das "autarke Dorf" mit einem Batteriespeicher von 10 Megawatt (MW) Wechselrichterleistung bei 5 Megawattstunden (MWh) Kapazität mit WKA, PV und anderen Varianten der EE ausgestattet und am Netz. :thumbup:

Da bekanntlich auch "Kleinvieh" nützlichen Mist macht, nimmt parallel die Anzahl privater Speicher (in Kombination mit PV-Anlagen ) zu. Inzwischen gibt es allerdings bislang nur ~25.000 solcher Speicher, aber werden diese zu virtuellen Speichern zusammengeschaltet, kann lukrative Regelenergie auch so bereitgestellt werden. Hier werden also auch zunehmend private Kleininvestoren aktiv. Mir wurden bereits zwei Größenvarianten angeboten.

Wie bei anderen Unternehmungen ist das keineswegs risikolos - aber hier unterscheiden sich eben die Menschen die etwas sinnvolles "unternehmen" von denen, die nur permanent des Deutschen Lieblingshobby nachgehen, überall nur das Allerschlimmste zu befürchten und sich dabei wenig bis garnicht um Fakten kümmern. :mad:

Ach ja, da wäre noch dies im Angebot (beim "Elektro Praktiker")

Weltweit größter Batteriespeicher aus Altbatterien geht ans Netz :?

Nach knapp einjähriger Bauphase steht das 13 MWh-Projekte vor der Vollendung: Insgesamt 1.000 Batteriesysteme aus Smart Fortwo Electric Drive Fahrzeugen der zweiten Generation werden im westfälischen Lünen zu einem stationären Batteriespeicher gebündelt. Die ersten Systemstränge sind bereits am Netz.


Der effiziente Umgang mit energetischen und stofflichen Ressourcen gilt auch für alle Komponenten in der Elektromobilität. Auf diese Weise können gebrauchte elektromobiler Batteriesysteme zweitverwertet werden. Denn der Lebenszyklus einer Plug-in oder E-Fahrzeug-Batterie endet nicht nach dem Automobilbetrieb. Auch nach der vom Hersteller garantierten Betriebszeit sind die Systeme im stationären Betrieb noch voll einsatzfähig – geringe Kapazitätsverluste spielen hier nur eine untergeordnete Rolle.

Ein wirtschaftlicher Betrieb im stationären Bereich ist für schätzungsweise mindestens zehn weitere Jahre möglich. Die Weiterverwendung der Module aus Elektroautos in einem Batteriespeicher verdoppelt deren wirtschaftlichen Nutzen und steigert außerdem nachweislich deren Umweltbilanz. :thumbup:
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