Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Moderator: Moderatoren Forum 4

Audi
Beiträge: 1727
Registriert: Di 22. Mär 2016, 11:57

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Audi » Di 6. Dez 2016, 15:28

Ger9374 hat geschrieben:(06 Dec 2016, 14:25)

Energiewende heißt bei uns:
Das Wohl einiger weniger durch die blöden
Energiekunden zu Finanzieren.Damit auch der letzte Öko sagen kann wir haben es geschafft.
Was helfen sinkende Energiekosten wenn durch
Aufschläge für die Energiewende alles und mehr wieder weg gefressen wird.Verarschung wie immer!!

Nächstes Jahr soll es erheblich teurer werden obwohl man Strom exportiert. Wie das???? Warum?
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 758
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 8. Dez 2016, 09:04

Nun ja, in D ist alles furchtbar schrecklich - speziell die Strompreise (nicht das es da keine Verbesserungsmöglichkeiten gäbe). Doch ich wage mal einen Blick über den "Tellerrand" zu unseren Nachbarn ins schöne F. :?

Eine ältere Meldung der "linksradikalen FAZ" vom April 2011. Nicht vergessen, Electricité de France (EdF) ist ein Staatskonzern ohne "private Einmischungen" Protektionismus auf Kosten der französischen Steuerzahler. Was da scheinbar billig daherkommt, ist massiv mit Steuergeldern subventioniert. Leider will diese Zusammenhänge weder in D, noch in F irgendwer wahrnehmen : Frankreich - Atomstrom gar nicht so günstig
Die Strompreise in Frankreich gehören zu den niedrigsten in Europa. Der jüngste Vergleich von Eurostat zeigt, dass die französischen Haushalte 12,5 Cent je Kilowattstunde bezahlen, während die Deutschen auf 23,7 Cent kommen. Liegt das tatsächlich an den vielen Kernkraftwerken, wie deren Befürworter sagen? Frankreichs Strom wird zu rund 80 Prozent in den 58 Nuklearreaktoren des Landes erzeugt – soviel wie nirgendwo sonst auf der Welt. Mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren sind die Kraftwerke zum großen Teil abgeschrieben. Doch das Kalkül vom billigen Atomstrom wird zunehmend in Frage gestellt.
Klingt fantastisch - sooo schön billig - leider eben nur auf den ersten naiven Blick... :?:
Die EdF-Konkurrenten fürchten bereits, dass Präsident Nicolas Sarkozy das Thema auf die lange Bank schiebt, um im Präsidentschaftswahlkampf 2012 eine Debatte über steigende Stromkosten zu vermeiden. EdF dringt auf eine kräftige Anhebung der Strompreise, um die Kosten für die Instandhaltung seines Kraftwerkparks zu decken. Sarkozy könnte lieber einen Streit mit den Wettbewerbshütern der EU-Kommission in Kauf nehmen, als sich den Unmut der Wähler zuzuziehen, vermuten politische Beobachter.
Der ist ja inzwischen Geschichte - wie auch bald sein Nachfolger. Dessen Nachfolger, darf sich über 58 inzwischen in die Jahre gekommenen AKW "Gedanken machen".
Teures Gesetz
Strittig ist zudem die Frage, ob die Nuklearindustrie genügend finanziell vorsorgt für die Entsorgung des Atommülls und den Abbau der Kraftwerke. Schon die Kostenschätzung spaltet die Fachleute.

Frankreich testet seit Jahren eine Endlagerstätte beim Örtchen Bure in Lothringen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, doch könnte dort das erste französische Endlager entstehen. Die ursprünglich geschätzten Kosten werden sich nach Meinung vieler Experten von 15 auf 35 Milliarden Euro erhöhen.

Nach dem Gesetz müssen alle wichtigen Akteure der französische Nuklearindustrie Rückstellungen für den Atommüll und den Kraftwerksabbau bilden: der staatliche Kraftwerkskonstrukteur Areva unter anderem für seine Wiederaufarbeitungsanlage La Hague, das CEA, EdF und das Militär für die nuklearen Waffen. EdF wird vorgeschrieben, 17,9 Milliarden Euro zurückzustellen: 6,5 Milliarden Euro für die Lagerung des Atommülls, den Rest für den Kraftwerksabbau.

Also auch in F weiß keiner so recht wohin mit dem Müll und den "Resten" von stillgelegten AKW. "Feiner Unterschied" dort werkeln 58 meist in die Jahre gekommene AKW "so vor sich hin". Irgendwann müssen die ja alle mal "entsorgt" werden. Bis dahin gibt es durchaus Grund zu Sorgen :
„Auf jeden Fall sind die Rückstellungen viel zu niedrig“, meint Maryse Arditi, Energieexpertin von der Organisation France Natur Environnement. „Rund 1 Milliarde Euro je Reaktor erscheint mir realistischer“, meint sie. Das wären rund 58 Milliarden Euro anstatt der heute vorgeschriebenen 17,9 Milliarden Euro.

Die Erfahrungen mit den von EdF schon teilweise abgebauten Anlagen zeigten, dass die Kostenschätzungen immer überschritten würden. Dies bestätigt der französische Rechungshof. Der Abbau des vor 25 Jahren stillgelegten Reaktors von Brennilis in der Bretagne ist vom französischen Staatsrat 2007 angehalten worden, um eine gründliche Untersuchung vorzunehmen. Der Grund: Man weiß nicht, wohin mit den am stärksten verstrahlten Teilen.
Soweit diese Zahlen von 2011
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 758
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 8. Dez 2016, 09:49

Nun das war vor einer Ewigkeit - inzwischen 2016 ist sicher alles viel besser ?

Atomstrom in Frankreich: 28 Millionen EDF-Kunden müssen nachzahlen
Der französische Atomstrom-Hersteller subventionierte den Strom und wehrt sich gegen die Abschaltung von Fessenheim

Dass in Frankreich die Kosten für den angeblich billigen Atomstrom aufgehübscht werden, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Dazu muss nun nicht einmal mehr auf die massiven Verluste des fast komplett staatlichen Energieerzeugers EDF verwiesen werden, der kürzlich eine Kapitalerhöhung von vier Milliarden Euro brauchte, um das laufende Geschäft in baufälligen Meilern zu finanzieren, welche die Steuerzahler drei Milliarden gekostet hat.
OK das merkt wie in D eh keiner, sind ja nur Steuern...
Es muss nun nicht mehr auf den staatlichen Atomkraftwerksbauer Areva und seine Pleiten beim Kraftwerksneubau und seine Fälschungen von Dokumenten hingewiesen werden, die ihn in die Pleite getrieben haben. Deshalb wird er nun zerschlagen. Nun aber hat der Staatsrat ein Urteil gesprochen, weil nicht einmal die Kosten für die direkte Stromerzeugung an die Verbraucher weitergegeben werden. Eigentlich hätte der Strompreis im November 2014 um 5% steigen sollen. Doch die Regierung hatte die Erhöhung auf 2,5% begrenzt. Das reichte aber nicht aus, um die von ihr zuvor in der Krise eingefrorenen Tarife zu kompensieren.

Jetzt müssen 28 Millionen Haushalte nachzahlen, zunächst erst einmal für die Periode zwischen dem 1.November 2014 bis zum 31. Juli 2015. Der EDF spült das gut 750 Millionen Euro in die Kassen. Doch dabei wird es vermutlich nicht bleiben, weil die Kläger noch eine zweite Klage für die Zeit danach laufen haben, als erneut Tarife nur um 2,5% erhöht wurden. Und es wird erwartet, dass die nach Ansicht des Staatsrats ebenfalls nicht zur Kostendeckung gereicht haben.

Im jetzt entschiedenen Fall sprechen die Richter von einer "offenkundigen unzureichenden" Erhöhung um die "Tarifunterschiede" auszugleichen, durch die andere Anbieter benachteiligt werden. So gehen Beobachter nun davon aus, dass neben der Nachzahlung weitere bedeutende Preiserhöhungen auf die Franzosen zukommen werden.
Immer noch der Meinung in D ist alles sooo schrecklich ? Eben nur, wenn man die Augen fest vor dem Hintergrund verschließt.

Zum Hintergrund gehören auch die unterschiedlichen Einkommen in den beiden Ländern D & F. Im Durchschnitt ist der Unterschied nicht derart dramatisch, wie die unterschiedlichen Preise suggerieren. Oft möchten Deutsche die Lebenshaltungskosten - hier die Strompreise - vom Nachbarland für sich reklamieren, beim Einkommen im Nachbarland ist man da eher wenig begeistert dies ebenfalls für sich zu reklamieren. :?

Aus Strompreise in Europa entnommen :
In den letzten 10 Jahren sind die Strompreise für Verbraucher im europäischen Durchschnitt um 56% gestiegen. Die größten Veränderungen hatten die Menschen in Griechenland [157%], Großbritannien [142%] und Spanien [110%] zu bewältigen. Nur sehr leicht stiegen die Preise in den Niederlanden [0,1%].


Für Haushaltskunden
Seit vielen Jahren müssen Verbraucher in Dänemark am meisten Geld für ihren Strom ausgeben, denn dort kostet die Kilowattstunde 30,7 Cent. Den zweiten Platz des Eurostat Rankings belegt Deutschland mit 29,5 Cent|kWh. Damit ist der Strom bei den beiden Tabellenführern mehr als 3-mal so teuer wie in Bulgarien [9,4Cent]. Italien und Irland belegen Platz 3 und 4 der teuersten Länder Europas. Spanien fällt auf Platz 5, weil die Preise dort 2014 etwas nachgegeben haben.

Die Energiepreise werden von einer Reihe Faktoren beeinflusst, wie Steuern, Netzentgelten oder Kosten für den Klimaschutz. * Den größten innereuropäischen Unterschied verursachen Steuern und Abgaben. Im EU-Durchschnitt liegt dieser Anteil bei 32%. Doch die Werte variieren von Land zu Land und sind mit 57% in Dänemark am höchsten. In Deutschland, wo die staatlich veranlassten Preisbestandteile ebenfalls mehr als die Hälfte [52%] des Preises ausmachen, ist mit 21% die EEG-Umlage enthalten, die den Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglicht.

Am anderen Ende der Abgaben-Skala steht Großbritannien, das mit 16% nur einen sehr niedrigen Steueraufschlag zahlt.
Nun ich hätte gern die Strompreise von Bulgarien - aber auch deren Einkommen ???

Stromkosten im Vergleich zum Nettoeinkommen [2014]
Die Energiepreise sind seit 2010 in fast allen Ländern Europas gestiegen. Doch neben dem Preis für die Kilowattstunde gibt es auch erhebliche Unterschiede beim Einkommen, das den Menschen zu Verfügung steht.

Haushalte in Dänemark und Deutschland bezahlen mit Abstand die höchsten Preise für Strom, während die Menschen in Bulgarien am wenigsten zahlen. Setzt man die Kosten jedoch in Relation zum Nettoeinkommen, ist Bulgarien der Ort mit dem teuersten Strom, gefolgt von Lettland und Schweden. Den im Vergleich günstigsten Strom gibt es in Luxemburg, Italien und den Niederlanden.

Ein durchschnittlicher bulgarischer 1-Personen-Haushalt gibt 3,0 % seines mageren Monatseinkommens [356 €] für die Stromrechnung aus. Das europäische Mittel liegt bei 1,9%. Im Gegensatz dazu zahlt ein luxemburgischer Single-Haushalt nur 0,7% seines Gehalts, denn er hat im Vergleich das höchste Einkommen in Europa [3.149 €] und die Energiepreise sind mit 18 Cent für die Kilowattstunde relativ niedrig.

In Deutschland liegt der Anteil mit 2% nur leicht über dem europäischen Durchschnitt.

Energiearmut ist jedoch ein europaweites Problem. Im Durchschnitt kann sich jeder Zehnte die hohen Stromkosten nicht mehr leisten. Doch in einigen Ländern ist der Anteil einkommensschwacher Haushalte besonders hoch.
Laut Eurostat kann ein Drittel der bulgarischen Bevölkerung [33%] den Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. In Kroatien waren 30% und in Rumänien 29% der Haushalte mit den Stromkosten überfordert. Am anderen Ende der Scala stehen Luxemburg und Schweden mit etwas mehr als 3%.

In Deutschland ist der Anteil um knapp 17% gestiegen, von 3,6% in 2013 auf 4,2% in 2014.
* Den größten innereuropäischen Unterschied verursachen Steuern und Abgaben. dabei werden eben nur "direkte Steuern und Abgaben" die für Strom anfallen und auf dt. Stromrechnungen ausgewiesen werden müssen berücksichtigt. Würden speziell in D all die Subventionen der nicht "Erneuerbaren" und insbesonders deren "Ewigkeitskosten" den Strompreis tatsächlich und direkt belasten, würde D und sicher auch F auf einem unschlagbaren Spitzenplatz stehen. Nun da in beiden Ländern (besonders in F) dies Kosten klammheimlich einfach nur über den Steuertopf finanzierte Kosten sind, sehen die Naiven unter uns eben nur das bereitwillig hingehaltene "rote Tuch EE". Wollte unser Staat die Strompreise auch für private Kunden senken, wäre es durchaus möglich zumindest einen verminderten MwSt. Satz für Strom zu beschließen. Doch so wie es ist, subventioniert die private Stromsteuer all die auf der Rechnung ungenannten fossilen und atomaren Subventionen schlicht und einfach "quer" :mad2:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 10531
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon H2O » Do 8. Dez 2016, 10:44

Ger9374 hat geschrieben:(06 Dec 2016, 14:25)

Energiewende heißt bei uns:
Das Wohl einiger weniger durch die blöden
Energiekunden zu Finanzieren.Damit auch der letzte Öko sagen kann wir haben es geschafft.
Was helfen sinkende Energiekosten wenn durch
Aufschläge für die Energiewende alles und mehr wieder weg gefressen wird.Verarschung wie immer!!


Wer hat Ihnen denn eingeflüstert, daß mit der Energiewende unser Strom billiger zu haben sein wird? Ist Ihnen denn entgangen, daß landauf-landab und in der See Windräder stehen und daß auf Millionen Dächern und Brachflächen Photovoltaik-Felder auf ein paar Sonnenstrahlen warten? Das kostet nun einmal viel Geld, das eine Gesellschaft möglichst vernünftig auf alle Schultern verteilen muß: Die energiehungrige Wirtschaft soll möglichst am Ort bleiben, die Verbraucher sollen ihre Rechnungen bezahlen können. Strahlende Abfälle müssen gelagert und bewacht werden, verbrauchte Kernkraftwerke abgebrochen und entsorgt werden. Da findet sich keine Zauberfee, die uns von diesen Altlasten befreit. Die Kosten tragen die Verbraucher.

Als Einzelperson können Sie sich "rächen": Ihre Wohnung gut gegen Wärmeverluste dämmen, stromsparende Geräte beschaffen, wenn Ersatz ansteht, und viele allgemein bekannte Maßnahmen ergreifen, die ihre Stromrechnung mindern. Dabei werden Sie sogar zum Teil von Staats wegen unterstützt... raten Sie einmal, wer das wieder bezahlt... :D (...wenigstens zum Teil Sie selbst!)

Wichtig ist mir hier jedoch, mit dem Märchen auf zu räumen, daß wir eine Energiewende auf erneuerbare Energien hinlegen können, die uns am Ende geringere Energiekosten auferlegt als die Gesamtheit der Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke und Gaskraftwerke. Wer so etwas meint, der hat aber viele Jahre lang nicht verfolgt, was zu diesem Thema gesagt wurde!
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 1331
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 8. Dez 2016, 10:55

Ger9374 hat geschrieben:(06 Dec 2016, 14:25)

Energiewende heißt bei uns:
Das Wohl einiger weniger durch die blöden
Energiekunden zu Finanzieren.Damit auch der letzte Öko sagen kann wir haben es geschafft.
Was helfen sinkende Energiekosten wenn durch
Aufschläge für die Energiewende alles und mehr wieder weg gefressen wird.Verarschung wie immer!!


Selbst China hat gemerkt daß es mit fossilen Energieträgern und endlichen Mengen an Uran bald nicht mehr weitergeht. Auch da drehen sich immer mehr Windmühlen und man arbeitet wie hier an vielen weiteren Energieerzeugungsmöglichkeiten um den Paradigmenwechsel zu gestalten.

Es geht nicht um ein paar Ökos. Es geht um die Aufrechterhaltung der technischen Zivilisation. Es geht um die Wurst.
Und wer wie Donald Trump zurück will ins Kohlezeitalter schafft sich selber ab.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 10531
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon H2O » Do 8. Dez 2016, 11:08

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Dec 2016, 10:55)

Selbst China hat gemerkt daß es mit fossilen Energieträgern und endlichen Mengen an Uran bald nicht mehr weitergeht. Auch da drehen sich immer mehr Windmühlen und man arbeitet wie hier an vielen weiteren Energieerzeugungsmöglichkeiten um den Paradigmenwechsel zu gestalten.

Es geht nicht um ein paar Ökos. Es geht um die Aufrechterhaltung der technischen Zivilisation. Es geht um die Wurst.
Und wer wie Donald Trump zurück will ins Kohlezeitalter schafft sich selber ab.


Auch völlig richtig! Um so erstaunlicher finde ich die Kritik an den Kosten der Energiewende. Als ob eine solche riesige Umstellung von allein abliefe.
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 758
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 8. Dez 2016, 16:45

Ohne kleinkariert daherzukommen - "Kosten" - welche "Folgekosten" ergeben sich aus einer Investition ? Am einfachsten wird das wohl verständlich, jemand kauft einen PKW und fährt das Gerät bis das der TÜV ihn von seiner teuren Investition in seine individuelle Mobilität trennt.

Unabhängig vom Wertverlust bis zur Verschrottung, benötigt bislang jedes Fahrzeug dieser Art neben vorgeschriebener Versicherung und sonstigen Belastungen durch Behörden und den Fiskus, immer irgendwelche "Betriebsstoffe" und davon der teuerste Einzelposten den jeweiligen Kraftstoff um den den "Selbstbeweger" in Bewegung zu bringen.

Nun zum Vergleich, ein fossiles Kraftwerk ist eine Investition, die ähnlich und vergleichbar permanent Kosten verursacht. Eine WKA oder PV unterscheidet sich grundsätzlich in der Notwendigkeit, eben keinerlei Kraftstoffe zu benötigen. Nix wirklich neues, was WKA angeht, wo es Wind gab, konnte auf den Antrieb durch Esel oder Ochsen verzichtet werden.

Nun, je höher der Anteil EE am Strommix ist, desto geringer sind die Kosten für den Kraftstoff, der leider bei fossilen Kraftwerken immer Voraussetzung für deren Betrieb ist. Wie hoffentlich alle wissen, D hat außer (nur noch schlecht und teuer erreichbarer) Steinkohle und "landschaftsfressender" Braunkohle keinerlei Ressourcen aufzubieten. Wind und Sonne gibt es ohne das irgendwer dazu etwas beitragen müsste als "Kraftstoff" völlig zum Nulltarif. Auch nix wirklich Neues, eine anderer Erwerbszweig - genannt "Landwirtschaft" nutzt zumindest die Sonne direkt. Dort hat man sich sowohl auf jahreszeitliche Schwankungen eingestellt - einstellen müssen - und das die Sonne in unseren Breiten nachts wech ist, ist dort seit Jahrtausenden ein bekanntes Phänomen. :rolleyes:

Keiner würde da auf die Idee kommen, nur weil es ganz natürliche "Energieschwankungen" und in der Nacht es keine (sichtbare - nutzbare) Sonne gibt, deswegen die Landwirtschaft aufzugeben. "Man" hat sich damit arrangiert und "lagert" ein, was zu gewissen Zeiten nicht produziert werden kann. :?

Wenn man den kompletten "Wald" erst einmal abgeholzt hat (rund ums Mittelmeer kann das besichtigt werden), weiß auch der letzte Zweifler, wo nix mehr ist, kann auch keiner noch was holen. Nun fossile "Brennstoffe" scheint es im Moment noch "genügend" - "ausreichend" zu geben. Doch, wenn das letzte Fässlein herausgepumpt und das letzte Schippchen Kohle geschippt wurde, dann fangen die Penner unter uns darüber nachzudenken - was nun ???

Ein andere Planet wo wir weitermachen können, ist soweit mir bekannt, weder in "Sicht" noch ist es wahrscheinlich, das der irgendwie plötzlich auftaucht. Da bleib wohl nur - für einige unbegreiflich - sich noch rechtzeitig auf EE zu konzentrieren, BEVOR ganze Industrien in Ermangelung ausreichender und noch bezahlbarer Energie den Laden dicht machen müssen. Die Weltwirtschaft wird mit Sicherheit nicht von jetzt auf gleich zu einem knirschenden Halt kommen, aber man muss schon sehr faktenresistent sein um zu glauben es reiche irgendwie nochmal wenigstens 100 Jahre ohne Probleme.

Wie in jedem vernünftigen Unternehmen müssen JETZT die notwendigen Investitionen betätigt werden. Wer da die "Weichen" rechtzeitig stellt, der wird auch Vorteile daraus ziehen können - zuerst einmal für sich - leider eben nicht nur für D allein - dazu ist allein keiner auf Dauer in der Lage.

Aufwachen ! Wenn selbst die Hälfte des verwendbaren Sand auf diesem Planeten schon verbraucht ist (das hat mich dann doch überrascht), dann muss man nicht allzu gläubig - aber sehr dumm sein, um nicht zu erkennen, jetzt ist die Zeit für dringende Veränderung gekommen...

Schließlich will ja keiner irgendwelche nutzlosen Pyramiden bauen, sondern Generatoren, die schlicht das vergleichsweise (lokal) "dünne" Energieangebot nutzen.... :?
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 8976
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 20:49

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Cat with a whip » Sa 10. Dez 2016, 14:52

NMA hat geschrieben:(12 Oct 2016, 20:57)

Jeder einzelne Euro davon ist exzellent investiert. Wir sollten stolz darauf sein, dass wir das in Angriff nehmen und schaffen! Das ist kein Wahnsinn, das ist das beste und progressivste, was eine im Gesellschaft im 21. Jahrhundert vollbringen kann.


Da ist ne Menge fehlinvestiert. Das Problem fing mit einer halbgaren Liberalisierung am Strommarkt unter Kohl an, die keine wirkliche Konkurrenz schuf, sondern die Energieriesen stärkte. Und die haben seit einem viertel Jahrhundert nun alles daran gesetzt die Energiewende hinauszuzögern und ihre Lobbyisten auf Entscheidungsträger unserer Regierungen loszulassen, damit die Energiepolitik nach deren Interessen machen. Zuletzt hat die FDP zusammen mit Merkel den deutschen Bürgern enormen Schaden zugefügt weil sie nochmals den Atomaustieg und Netzumbau verzögerten und zusätzlich hohe Entschädigungszahlungen den Atombetreibern zulasten der Steuerzahler vertraglich zusicherten. Ausserdem haben die es durchgesetzt, dass Netzbetreiber eine zu hohe Eigenkapitalredinte von 9% erhalten. Tja. Zusätzlich verursacht der hinausgeschleppte Netzumbau unnötige Kosten bei der Regelung der Netzlast. Nicht die Wende verursacht die zu hohen Kosten, sondern deren Verzögerung.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
Benutzeravatar
Ebiker
Beiträge: 673
Registriert: Mo 16. Mai 2016, 10:06
Benutzertitel: Elektrowitsch 1. Ordnung

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Ebiker » Sa 10. Dez 2016, 15:01

immernoch_ratlos hat geschrieben:(08 Dec 2016, 16:45)

Eine WKA oder PV unterscheidet sich grundsätzlich in der Notwendigkeit, eben keinerlei Kraftstoffe zu benötigen. Nix wirklich neues, was WKA angeht, wo es Wind gab, konnte auf den Antrieb durch Esel oder Ochsen verzichtet werden.

Nun, je höher der Anteil EE am Strommix ist, desto geringer sind die Kosten für den Kraftstoff, der leider bei fossilen Kraftwerken immer Voraussetzung für deren Betrieb ist. Wie hoffentlich alle wissen, D hat außer (nur noch schlecht und teuer erreichbarer) Steinkohle und "landschaftsfressender" Braunkohle keinerlei Ressourcen aufzubieten. Wind und Sonne gibt es ohne das irgendwer dazu etwas beitragen müsste als "Kraftstoff" völlig zum Nulltarif.



Warum ist der Strom daraus trotz jahrzehntelanger Forschung und milliardenschwerer Subventionierung immer noch teurer als konventioneller Strom ?

Keiner würde da auf die Idee kommen, nur weil es ganz natürliche "Energieschwankungen" und in der Nacht es keine (sichtbare - nutzbare) Sonne gibt, deswegen die Landwirtschaft aufzugeben. "Man" hat sich damit arrangiert und "lagert" ein, was zu gewissen Zeiten nicht produziert werden kann. :?


Nur gibt es diese Einlagerung für elektrische Energie nicht in nennenswertem betriebswirtschaftlich sinnvollen Umfang.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 10531
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon H2O » Sa 10. Dez 2016, 15:19

Ebiker hat geschrieben:(10 Dec 2016, 15:01)

Warum ist der Strom daraus trotz jahrzehntelanger Forschung und milliardenschwerer Subventionierung immer noch teurer als konventioneller Strom ?


Wie kommen Sie darauf, daß der eingesparte Brennstoff nun bei Windrädern und PV-Feldern zu günstigeren Strompreisen führen soll? Dazu müßte die eingesetzte HW und die Stromverteilung der erneuerbaren Energien nicht aufwendiger zu beschaffen, auf zu bauen und zu betreiben sein als die bestehenden Kraftwerke (Kohle, Öl, Gas) sein. Davon wissen wir aber nur sehr wenig.

Die Sache mit dem billigen Naturstrom dürfte ein Märchen sein, das ihre Gegner in die Welt setzen, um Stimmung zu machen. Das Ziel war jedoch, von den gespeicherten Brennstoffen weg zu kommen, um unsere Erde nicht immer stärker zu vergiften. Die Energieeinsparung spielt in diesem Zusammenhang eine sehr große Rolle!

Nur gibt es diese Einlagerung für elektrische Energie nicht in nennenswertem betriebswirtschaftlich sinnvollen Umfang.


Das ist richtig; die richtig zündende Idee ist bislang aus geblieben. Vielleicht ist mit gespeichertem Wasserstoff aus Dialyse etwas zu machen. Billig wird auch das nicht werden!
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 1331
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 10. Dez 2016, 16:59

Ebiker hat geschrieben:(10 Dec 2016, 15:01)

Warum ist der Strom daraus trotz jahrzehntelanger Forschung und milliardenschwerer Subventionierung immer noch teurer als konventioneller Strom ?
Nur gibt es diese Einlagerung für elektrische Energie nicht in nennenswertem betriebswirtschaftlich sinnvollen Umfang.


Weil die Subventionen für konventionellen Strom/Atomstrom wesentlich höher waren. Die Forschung war im übrigen jahrzehntelang eine Nische für die sich nur Enthusiasten begeistern konnten und für die es sehr wenig Forschungsgeld gab. Und man sollte nicht so viel über die Subventionen schimpfen. Wer eine Windanlage baut bekommt im Laufe der Zeit immer weniger Subventionen. Man hat bei den Grünen aus den Dauersubventionen für Atomstrom gelernt und die Sache klüger gemacht. Man kann den Grünen nur vorwerfen daß man selbst vom Erfolg der Alternativen überrascht war. So brauchte es am Ende doch höhere Subventionen als geplant.

Bedenke auch mal daß die Weiterentwicklung der alternativen Energien auf vielen Ebenen sehr dynamisch weitergeht. Energieversorgung wird viel weniger zentral. Und damit weniger monopolistisch. Es verdienen mehr Leute am Strom und nicht nur wenige die dann alles bestimmen.
Die Technologie der konventionellen Energieerzeugung ist dagegen ziemlich ausgereizt.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Kibuka
Moderator
Beiträge: 20774
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 20:35
Benutzertitel: Der schon länger hier lebt
Wohnort: München

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Kibuka » Sa 10. Dez 2016, 21:40

Nach dieser desaströsen Energiewende ist Deutschland im Energiesektor ein Sanierungsfall. Die Kosten explodieren und es ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Have no heroes, look up to no-one, for if you do, the best you'll ever be is second. If you have to ask why, you'll never understand!

„Weil das Wohl von einem genauso schwer wiegt, wie das Wohl von vielen.“
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 10531
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon H2O » Sa 10. Dez 2016, 23:24

Kibuka hat geschrieben:(10 Dec 2016, 21:40)

Nach dieser desaströsen Energiewende ist Deutschland im Energiesektor ein Sanierungsfall. Die Kosten explodieren und es ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.


So ist das mit neuen Techniken: Kaum erfunden, und schon wird weiter erfunden. Da ist hoffentlich kein Ende absehbar, weil immer neue Techniken einfließen. Bloß bei dynamischen Energiespeichern sollte endlich einmal der Groschen fallen.
Benutzeravatar
Ger9374
Beiträge: 1454
Registriert: Sa 19. Nov 2016, 05:39
Benutzertitel: Einigkeit,Recht und Freiheit!!

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Ger9374 » Mo 12. Dez 2016, 02:28

Ich stimme zu, das einzige was wirklich Hand und Fuss hat ist Energiesparen. Das ist einigermaßen
kalkulierbar. Da muss noch mehr gefördert werden.Der Rest ist ein Wettrennen der Erfinder.
Und dann was sich durchsetzt. Zu viele Variablen.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 758
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 13. Dez 2016, 00:13

Ebiker hat geschrieben:Nur gibt es diese Einlagerung für elektrische Energie nicht in nennenswertem betriebswirtschaftlich sinnvollen Umfang.

& @all
Schön - dazu gibt es schon einige andere Fragen bzw. Anmerkungen :

Wie betriebswirtschaftlich sinnvoll ist es fossile Kraftwerke auch dann durchlaufen zu lassen, wenn wegen des geringen Strombedarfs diese am unteren Rand ihrer sowieso schlechten Wirkungsgrade betrieben werden ? :?:

Wie sinnvoll mag es volkswirtschaftlich sein, in diese reichlich mit "Nebenwirkungen" gesegnete fossile Technologie Abermillionen an von Steuern finanzierten Subventionen umzuleiten - statt damit INVESTITIONEN zu finanzieren, welche wie alle sinnvolle Investitionen Gewinne erwirtschaften ?

Neben den zahlreichen realen Projekten elektrische Energie auf chemischem Weg "einzulagern" gibt es einen ganzen "Strauss" an Erfindungen, welche durchaus Realisierungschancen haben. Wer, ohne die "richtige" Kristallkugel, will entscheiden, was davon realisiert wird und was einer der vielen technologischen Flops sein wird, von denen es neben den sehr erfolgreichen Entwicklungen immer schon gegeben hat und auch weiter geben wird ?

Was war zuerst "die Henne oder das Ei ?" - in Sachen EE sind es die Generatoren, welche vollkommen logisch ab einer bestimmten Größenordnung ihrer Realisierung, Speichersysteme benötigen. Die "üblichen Speicher" fossile Stoffe aller Art werden in absehbarer Zeit immer teurer, weil alle leicht erreichbaren Quellen längst aufgebraucht sind. Aktuell haben sich die "Produzenten" (aka Plünderer der letzten fossilen Ressourcen) entschlossen, die Förderung zu reduzieren um den Preis auf "realistische Höhe" zu bringen. Was bedeutet dies für EE ? Die Investition in derartige Generatoren wird noch attraktiver.

Getreu der Regeln des Marktes, erhöht die Nachfrage den Preis. Hohe Energiepreise bedingen wiederum höhere Produktionskosten. Längst sind alle Schlüsselindustrien durch ihren hohen Grad an Automatisation auch abhängig von den Energiekosten. Warum also nicht selbst in das Generieren von Strom investieren ? Was ist so anders, gegenüber der ständigen Investition in bessere Produktionsmethoden - noch effektivere Maschinen ? Warum soll die Energieeffizienz nicht ein ganz genauso sinnvolle Investition sein ? Nur weil einige ewig Gestrige die sich bietenden Chancen nicht ergreifen wollen :?:

Ist es nicht recht naiv diese sog. "Probleme" die eine höchst notwendige Veränderung nun einmal mitsichbringt, höher zu bewerten als eine dringend notwendige Lösung ? Keine Ahnung was die offensichtlichen Zauderer hier beruflich treiben, aber glaubt man den Einwänden hier, scheint das wohl hauptsächlich "Personal" von Typ - "haben wir immer so gemacht - wieso etwas ändern usw. usf." Ganz gewiss also niemand, mit dem in Sachen sinnvollem Fortschritt irgendetwas zu gewinnen ist.

Die Idee sich den Anforderungen dieser Welt "postfaktisch" / "der gefühlten Wahrheit" - also besser nicht - zu stellen, wird überall spürbar. Die Weltbevölkerung wächst exponentiell - es wäre mehr als verwunderlich, wenn sich der Weltenergiebedarf nicht ebenfalls so verhalten würde.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Nutzung fossiler Energieträger "sprunghaft" (also nicht linear, sonder exponentiell ! ) angewachsen. In immer kürzeren Zeiträumen wurde das jeweils doppelte der GESAMTEN Menge davor abgefackelt. Die Idee, das bei der nächsten Verdoppelung NOCHMAL die SELBE bereits verbratene Energiemenge fällig wird, scheint leider nicht in alle Gehirnwindungen vorgedrungen zu sein - all diese Kubikkilometer an "Erdöläquivalent" das bis "Heute" schon verbrannt wurde, wird "Morgen" NOCHEINMAL fällig.

Verbraten, mit geradezu irrsinnig niedrigen Wirkungsgraden. Nicht das dies nur der anfänglichen Technologie geschuldet war. Nein, es gibt da schlicht physikalische "Obergrenzen". Jeder, der sich nun über die noch nicht ausgeschöpften Möglichkeiten EE und deren Speicherung - Rückverstromung oder was immer - so gekonnt aufregt, hat entweder keine Ahnung oder ist einfach nur "postfaktisch" und folgt dem Zeitgeist, wo eben nicht sein kann, was nicht sein darf (was ebenfalls nicht gerade neu ist).

Man muss immer bezahlen. Besser sofort, wenn die Kosten anfallen oder dumm gelaufen, wenn es überhaupt nicht mehr anders geht. Das ist leider auch mit der Energie kein bisschen anders. Nur Energie ist eben nicht virtuelle wie Geld, wenn nicht mehr genügend preiswerte Energie zur Verfügung steht, kann diese nicht wie Geld aus dem Nichts geschaffen werden. Jetzt genügend Geld ausgeben und tatsächlich mit dieser Investition einen realen nachhaltigen Wert schaffen, ist jedenfalls deutlich intelligenter, als "Morgen" wegen Energiemangel auch keine ausreichende Produktion mehr zu haben.

Hier noch ein Beispiel : ein e-car kommt mit ~15 kWh 100 km weit. Das benzinbetriebene Fahrzeug benötigt ~5 Liter für ebenfalls 100 km Fahrstrecke. Nun 5 Liter Benzin entsprechen dem Primärenergiegehalt von ca. 42,5 kWh . Kommen die 15 kWh el. aus fossilen Quellen, ist eher kein Unterschied zu verzeichnen. Die selbe Energie von der häuslichen PV dagegen ist in der Bilanz um 27,5 kWh ergiebiger ohne jede Nebenwirkung oder inkl. des sinnlos verbrannten Anteils käme man mit der selben Energie ~283 km weit - der o.g. "Benziner" würde dafür ~14,15 Liter verbrennen was dann einem Primärenergiegehalt von 120,28kWh entsprechen würde.

Es macht also wenig Sinn, weiter das ca. 2,8fache zu "verbrennen", wenn es durchaus ohne weitere Umwege von eigenen Dach eben um den selben ~2,8fach geringeren Betrag zu haben ist. Klar, auch wenn ich diese Leistung über hunderte von km beziehen muss, das diese um alle Leitungs- und Transformationsverluste reduzieren muss, aber niemals in diesem gigantisch schlechten Verhältnis. Selbst bei PtG "vorwärts und rückwärts" komme ich allenfalls zu einem ähnlich schlechten Verhältnis (was zu berechnen wäre !) wie bei Verwendung von fossilen "Brennstoffen". OHNE die bei Verbrennungsprozessen üblichen erheblichen kostenpflichtigen Nebenwirkungen.

Ob jemand mehrere PV-Anlagen und oder WK-Anlagen baut oder eben konventionelle Kraftwerke, die Kosten (pro kW) für Umwelt plus die Kosten für die pure Investition bleib sich gleich - mit zunehmender Fertigungstiefe, schneiden die EE ohnedies inzwischen günstiger ab. Auch Investoren in "eigener Sache" können in eigene PV inkl. Speicher investieren - durch erheblich gefallenen Investitionskosten, die längst die Vergütung weit unter Marktpreis mehr als wettmachen.

Bin mir allerdings sicher, das wird an der habituellen Ablehnung EE nicht das geringste ändern - oder täusche ich mich und spielen letztendlich doch Fakten eine tragende Rolle ?

Ach ja zum guten Schluss, Ger9374 das Wettrennen der Erfinder ist bereits in vollem Gang und jede kWh die sich durch cleveres Energiemanagement, Dämmung und was es da noch alles gibt, einsparen lässt, macht die notwendige Investition ebenfalls geringer. Man muss beides tun um aus dem "Keller des momentanen Energiewahnsinns" zu kommen - wobei ich - das sollte wohl inzwischen klar sein, keineswegs die laufenden dringend notwendigen Veränderungen hin zu einer komplett 100prozentigen EE-Wirtschaft meine, sondern den Irrsinn, diese Notwendigkeit mit völlig unsinnigen Rückzugsgefechten zu behindern. Längst gilt, die Investitionen in EE sind inzwischen höher als alle Investitionen in fossile Energiegewinnung. Hat da jemand Geld zu verschenken ???

NEAS ENERGY (2016.04.08) hat geschrieben:Laut dem "Global Trends Report" des Frankfurt School-UNEP Collaborating Centres und von Bloomberg New Energy Finance haben die EE im Jahr 2015 mit einem Anteil von 53 Prozent erstmals fossile Kraftwerke bei den Neubauten weltweit übertroffen.

[Nicht so schön :]Deutschland war mit 8,5 Milliarden Dollar der der zweitgrößte europäische Markt für EE. Das ist ein Minus von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der niedrigste Stand seit zwölf Jahren. Weltweit liegt Deutschland hinter China, Amerika, Japan und nun auch Indien auf Platz sechs. In ganz Europa gingen die Investitionen von 58 auf 49 Milliarden Dollar zurück, den niedrigsten Wert in neun Jahren. :dead:
Ähnlich wie beim e-car, ist D dabei den Anschluss zu verlieren..... :?
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
William
Beiträge: 4382
Registriert: Di 19. Jan 2016, 17:36

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon William » Sa 17. Dez 2016, 20:40

Sozialdemokrat hat geschrieben:(17 Dec 2016, 15:57)

Hmm, ich dachte, wir befinden uns historisch gesehen am Ende einer Warmzeit:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 71893.html
Auszug:
"Die Zeit für eine neue Kälteperiode ist reif. Davon sind etliche Wissenschaftler überzeugt. Unsere jetzige Warmzeit, das Holozän, begann vor 11.500 Jahren. Doch es gilt als gesichert, dass Warmzeiten nur etwa 10.000 Jahre dauern, bevor die Welt für die folgenden 100.000 Jahre wieder in Kältestarre versinkt. So lange währt der längste der sogenannten Milankovitch-Zyklen, benannt nach dem Astrophysiker Milutin Milankovitch, der die Eiszeit-Rhythmen 1941 als erster berechnete."



Angenommen die These würde stimmen, so frage ich mich warum die Menschheit dann überhaupt etwas gegen die Erderwärmung tun sollte?!
Mehr noch: Wenn der Planet auch nur annähernd vor einer erneuten Kälteperiode stünde, welche zudem auch noch "1500 Jahre überfällig ist", wer wollte da nicht alles dafür tun um den derzeitigen Zustand noch so lange als irgend möglich zu erhalten?
Ferner: Warum reden dann alle von globaler Erwärmung?
Das wäre die absolute Antithese zur derzeit vorherrschenden Meinung und deswegen ein Grund erst recht alles dabei zu belassen wie es jetzt ist bzw. bis vor wenigen Jahren war.

Was stimmt also nun?
Kann mein Nachwuchs in 100 Jahren mit Zitrusfrüchten im Garten rechnen oder Eisblumen mitten im Juli?
Benutzeravatar
Sozialdemokrat
Beiträge: 1453
Registriert: Mo 4. Jan 2016, 11:54

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Sozialdemokrat » Sa 17. Dez 2016, 22:25

William hat geschrieben:(17 Dec 2016, 20:40)

Angenommen die These würde stimmen, so frage ich mich warum die Menschheit dann überhaupt etwas gegen die Erderwärmung tun sollte?!
Mehr noch: Wenn der Planet auch nur annähernd vor einer erneuten Kälteperiode stünde, welche zudem auch noch "1500 Jahre überfällig ist", wer wollte da nicht alles dafür tun um den derzeitigen Zustand noch so lange als irgend möglich zu erhalten?
Ferner: Warum reden dann alle von globaler Erwärmung?
Das wäre die absolute Antithese zur derzeit vorherrschenden Meinung und deswegen ein Grund erst recht alles dabei zu belassen wie es jetzt ist bzw. bis vor wenigen Jahren war.

Was stimmt also nun?
Kann mein Nachwuchs in 100 Jahren mit Zitrusfrüchten im Garten rechnen oder Eisblumen mitten im Juli?


Im folgenden Artikel wird darauf eingegangen:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klima ... -1.2891854

Auszug:
"Wissenschaftler streiten über die Gründe, warum wir nicht bereits seit einigen Tausend Jahren in einer Eiszeit stecken."
"....als in der Jungsteinzeit die Landwirtschaft aufkam, nahm die CO₂-Konzentration in der Luft auf einmal stetig zu. Der einsetzende Treibhauseffekt hielt die Erde warm.........".

Ich glaube, Dein Nachwuchs kann mit Citrusfrüchten im Garten rechnen. Das ist nicht mehr aufzuhalten. Der Klimawandel durch CO2 ist schon lange da.
Die Balkanroute ist nicht ganz dicht!
ebi80
Beiträge: 547
Registriert: Mo 7. Nov 2016, 21:06

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon ebi80 » Sa 17. Dez 2016, 22:45

Sozialdemokrat hat geschrieben:(17 Dec 2016, 22:25)

Im folgenden Artikel wird darauf eingegangen:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klima ... -1.2891854

Auszug:
"Wissenschaftler streiten über die Gründe, warum wir nicht bereits seit einigen Tausend Jahren in einer Eiszeit stecken."
"....als in der Jungsteinzeit die Landwirtschaft aufkam, nahm die CO₂-Konzentration in der Luft auf einmal stetig zu. Der einsetzende Treibhauseffekt hielt die Erde warm.........".

Ich glaube, Dein Nachwuchs kann mit Citrusfrüchten im Garten rechnen. Das ist nicht mehr aufzuhalten. Der Klimawandel durch CO2 ist schon lange da.


Und da er nicht mehr zu stoppen ist, so will man die Erwärmung wenigstens so gering wie möglich halten um Zeit vor dem Eis zu gewinnen. Denn technisch hätten wir dem nichts entgegen zu setzen, sollte der Schwung von heiß zu kalt zu früh kommen. Auch will man den Anstieg des Meeres hinauszögern und den stürmischen Beilagen eines solchen Wandels.
Es gilt nicht das Klima zu retten, mehr die Katastrophe hinaus zu zögern, um Zeit zu bekommen Lösungen zu finden.
Benutzeravatar
Sozialdemokrat
Beiträge: 1453
Registriert: Mo 4. Jan 2016, 11:54

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Sozialdemokrat » Sa 17. Dez 2016, 23:16

ebi80 hat geschrieben:(17 Dec 2016, 22:45)

Und da er nicht mehr zu stoppen ist, so will man die Erwärmung wenigstens so gering wie möglich halten um Zeit vor dem Eis zu gewinnen. Denn technisch hätten wir dem nichts entgegen zu setzen, sollte der Schwung von heiß zu kalt zu früh kommen. Auch will man den Anstieg des Meeres hinauszögern und den stürmischen Beilagen eines solchen Wandels.
Es gilt nicht das Klima zu retten, mehr die Katastrophe hinaus zu zögern, um Zeit zu bekommen Lösungen zu finden.

Dass aber überhaupt noch eine Eiszeit kommt ist sehr umstritten. In dem Artikel, den ich verlinkt habe steht:
"Das Ergebnis: Werden weiter Öl, Kohle und Gas verfeuert, wird wohl auch die nächste Eiszeit unterdrückt, die eigentlich in 50 000 Jahren fällig wäre. Denn Kohlendioxid verweilt extrem lange in der Luft."
Wenn man davon ausgeht, dass durch das CO2 eine Eiszeit dauerhaft unterdrückt wird, was wäre dann die Katastrophe und wann würde sie kommen, wenn man so weitermacht wie bisher?
Die Balkanroute ist nicht ganz dicht!
William
Beiträge: 4382
Registriert: Di 19. Jan 2016, 17:36

Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon William » Sa 17. Dez 2016, 23:43

Sozialdemokrat hat geschrieben:(17 Dec 2016, 22:25)

Im folgenden Artikel wird darauf eingegangen:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klima ... -1.2891854

Auszug:
"Wissenschaftler streiten über die Gründe, warum wir nicht bereits seit einigen Tausend Jahren in einer Eiszeit stecken."
"....als in der Jungsteinzeit die Landwirtschaft aufkam, nahm die CO₂-Konzentration in der Luft auf einmal stetig zu. Der einsetzende Treibhauseffekt hielt die Erde warm.........".

Ich glaube, Dein Nachwuchs kann mit Citrusfrüchten im Garten rechnen. Das ist nicht mehr aufzuhalten. Der Klimawandel durch CO2 ist schon lange da.


Genau damit rechne ich auch und wäre nicht böse (obwohl ich das nicht mehr erlebe) wenn es so kommt.
Allerdings hinkt die Begründung in dem Artikel. In der Zeit lebten nicht so viele Menschen um eine deutlich erhöhte Konzentration an CO2 zu erklären, auch verfügten sie noch nicht über effektive Werkzeuge welche eine beachtliche Rodung von Wäldern hätten ermöglichen können.
Wie also hätte der Mensch den Klimawandel bedingen sollen? Durch die Landwirtschaft nicht, denn Verbrennungsmotoren gab es damals noch nicht. Ein erhöhter Pflanzenbewuchs auf den Feldern hätte eher noch zusätzliches CO2 gebunden denn emittiert. Ausnahme nur, wenn dafür Bäume gefällt wurden.
Aber auch das macht den Kohl nicht ernsthaft fett, denn größter CO2-Speicher ist und bleiben die Weltmeere. Sie speichern naturgemäß umso weniger je wärmer sie werden, aber wie wollen ein paar Hanseln die Meere signifikant erwärmen? Ein einziger größerer Vulkanausbruch brachte wohl mehr Treibhausgase in die Atmosphäre ein als die gesamte Menschheit zum Ende der Jungsteinzeit in 100 Jahren.
Nein, um eine merkliche Erwärmung zu bedingen braucht es mehr freigesetzte Energie und somit CO2-Emissionen als ein paar Mio. Menschen ohne Maschinen.
Zudem wären mit der These lang anhaltende, strenge Winter mit entsprechend verheerenden Hungersnöten im Mittelalter (dazu existieren wenigstens halbwegs glaubhafte Unterlagen) nicht so recht erklärbar.
Und selbst wenn: Wie sollte die Menschheit, so sie denn den aktuellen Temperaturanstieg verursacht hätte, dem entgegentreten? Sich gegenseitig abschlachten bis nur noch 1, 10 oder vielleicht 100 Mio. übrig sind? Falls das nichts hilft, nochmals reduzieren auf 100.000, 50.000 oder gar weniger?
Nun, klar ist das utopisch aber wäre nach oben verlinkten Bericht wohl die einzig schlüssige Lösung.

Was bringt es jedoch auf jetzigen Fundament fußend zu versuchen (angenommen) 20...30% der derzeitig verbrauchten Energie zu sparen? Das wäre ein Sturm im Wasserglas, mehr nicht, denn deswegen wird es kein 1/10 Grad kühler.
Man kann es drehen und wenden wie man will, die Politiker und Experten können faseln, Gesetze erlassen und sich anstrengen wie sie wollen, sie werden nichts ändern können. Überhaupt nichts. Sie jetten um die Welt, klopfen sich auf einem Weltklimagipfel nach dem anderen gegenseitig auf die Schultern und bewegen nichts.... außer ihren eigenen Hintern. Jeder einzelne Liter Kerosin, Sekt und Selters komplett für die Tonne!
Groß angelegte Volksverarsche!

Genauso wie das Wetter macht das Klima (nahezu) was es will - keiner wird es im großen Stil und wie gewünscht beeinflussen können.

Sollte sich die Welt am Ende einer Warmphase befinden, ist jedes Gramm CO2-Einsparung obsolet. Genauso gut könnte es aber bereits in ein paar Jahren zu einem Ausbruch "von Weltformat" z.B. in Indonesien kommen, unter dessen Vulcan einen ähnlich großer Plum vermutet wird wie seinerzeit im Sibirischen Trapp, welcher zum Massensterben führte. Selbst bei einem Bruchteil an freigesetzten Treibhausgasen und Staubpartikel fänden wir uns binnen weniger Jahre in einer Eiszeit wieder, in der wir uns über abschmelzende Polkappen keinerlei Sorgen mehr machen bräuchten.
Laut Geologen ist - rein rechnerisch - ein verheerender Vulkanausbruch zeitlich genauso überfällig wie die augenscheinlich von anderen erwartete Kälteperiode. 1000 Jahre sind ein Wimpernschlag für die Erde, sie richtet sich nicht nach Generationen oder einem Menschenleben, diese Zeitabstände sind geradezu lächerlich für sie. Wenn überhaupt etwas das Klima ernsthaft oder gar dramatisch verändern kann, dann ist es das was wir fatale Naturkatastrophen nennen.

Sollte es einen triftigen Grund geben weniger fossile Brennstoffe zu verbrauchen, dann höchstens um sie für die zukünftige Menschheit zu erhalten, damit sie auch noch etwas davon hat. Das Klima regelt sich früher oder später von selbst. +/- 2ºC sind hier keine Messgröße welche auch nur annähernd ins Gewicht fällt. Für uns Menschen vielleicht, nicht jedoch für den Planet Erde.
Zuletzt geändert von William am Sa 17. Dez 2016, 23:49, insgesamt 1-mal geändert.

Zurück zu „42. Energie - Umweltschutz“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast