Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

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Ebiker
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Ebiker » Sa 5. Nov 2016, 14:36

Und immer noch nichts zu den Kosten. 20 Jahre Garantie auf Akkus ? Quelle bitte. Und 20MW Leistungsabgabe bei 40MWh Kapazität sind nicht mal 2h Versorgung . Top.

Markersdorf hat übrigens 1050 MW Leistung

https://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherwerk_Markersbach
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Teeernte
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » Sa 5. Nov 2016, 20:50

immernoch_ratlos hat geschrieben:(05 Nov 2016, 12:38)

Nun ja, wenn Du meinst ....



Wo da die Pumpspeicher ins Spiel kommen - besonders warum plötzlich und nur hier der Wirkungsgrad "unrelevant" gern auch "irrelevant" sein soll, bleibt wie oft Dein Geheimnis :?


Nebenbei...

Das Pumpspeicherwerk Langenprozelten liefert nur Bahnstrom und ist ein wichtiges Spitzenlastkraftwerk im Bahnstromnetz. Der Netzanschluss erfolgt auf der 110-kV-Hochspannungsebene in das Stromnetz der DB Energie.[2] Das maximale Energiespeichervermögen beträgt 950 MWh.[1]


Aus dem Aschaffenburger Main-Echo:
"Zwei künstliche Seen, eine riesige Röhre

Das Pumpspeicherwerk im Sindersbachtal liefert seit über 25 Jahren ökologisch erzeugten Strom für die Bahn

Gemünden/Lohr. Seit über 25 Jahren produziert das Pumpspeicherwerk im
Sindersbachtal zwischen Langenprozelten und Ruppertshütten zuverlässig
Strom für die Bahn. Zwei künstliche Seen mit einer möglichst großen
Höhendifferenz und einer riesigen Röhre dazwischen sind das einfache
technische Prinzip. Vom Oberbecken auf der Sohlhöhe schießt das Wasser
bei einem Höhenunterschied von zirka 300 Meter durch einen Druckstollen
in das Unterbecken im Sindersbachtal und treibt dabei zwei große
Stromturbinen an.

Das Pumpspeicherwerk funktioniert wie ein gigantischer Akku, der meist
nachts aufgeladen wird und der Bahn in den Spitzenverbrauchszeiten am
Morgen und am Abend zusätzliche Energie liefert. Die Anlage produziert
ökologischen Strom für ein ökologisches Verkehrsmittel.

Erste Planung schon 1929
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » Sa 5. Nov 2016, 21:14

immernoch_ratlos hat geschrieben:(05 Nov 2016, 14:17)

Ich frag dazu eben mal nen Chinesen....



Während der jährlichen Vollversammlung des Nationalen Volkskongresses kritisierten gleichzeitig einige Abgeordnete den Plan der Zentralregierung zur Reduktion von Überkapazitäten in der chinesischen Industrie und im Kohlesektor. Die Hauptkritik richtete sich gegen die geplante Aufteilung der Kosten, die durch die Umstrukturierungen zwischen Peking und den Lokalregierungen entstehen werden. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Kohle- und Stahlindustrie bis zu 6 Mio. Arbeitsstellen wegfallen könnten. Peking hatte verkündet einen 100 Mrd. RMB (etwa 13,6 Mrd. EUR) schweren Fond einrichten zu wollen, der unter anderem Umschulungen für Arbeiter finanzieren soll. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass auch Provinzregierungen und betroffene Unternehmen sich beteiligen müssten.


Schnee in China: Stromrationierung und Rekordkälte

Etwa 20 Provinzen mussten bereits Strom rationieren

Peking - Es war mehr als ein kleines Warnsignal: Im April wurde jeden dritten Tag der Strom abgestellt. Anfang Mai war es schon jeder zweite Tag. "Jetzt ist es etwas besser, im Moment schalten sie nur noch jeden vierten Tag ab",
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » So 6. Nov 2016, 11:26

China, dort zeigt sich dramatisch, was auch bei uns eintreten wird - und das nicht wegen der notwendigen Veränderungen hin zu einer möglichst hohen energetischen Unabhängigkeit. Wir haben alle Voraussetzungen das zu bewerkstelligen. Dafür müssen eine Menge Dinge verändert werden. Was schon existiert im Sinn von EE kann selbstverständlich bleiben oder "repowert" werden.

Ist doch schön wenn es diese Pumpspeicher GIBT. Die Frage bleibt dennoch, wo und wie wird zukünftig der Strom herkommen ? Wer das Ganze aus der Perspektive einer quasi Eintagsfliege sieht, der kann nur alles anführen was es bereits gibt.

Klar kann alles was für diese Argumentation "stört" weggelassen werden. Dennoch die Probleme, welche ein Land wie China hat, die werden das "Wolkenkuckucksheim" D wo alles am besten bleibt wie es ist, nicht erst bald erreichen, sie sind mitten unter uns. Ganz offensichtlich wird der Druck auf Rohstoffe und Energie wohl kaum kleiner, wenn nach und nach gleich zwei nach Milliarden zählende (China & Indien) Wirtschaftssysteme auf den Plan treten.

In D mit einer Bevölkerung, die mehrheitlich von EE fantasiert, aber das auf geheimnisvolle Weise ohne jedwede Veränderung "bewerkstelligt haben möchte" nach dem Motto "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" ? Soweit man das an euer beider Beiträge festmachen kann, gehört ihr genau zu diesem Verein.

WKA - ? NEIN !!! (völlig egal wo) der Infraschall wird uns alle umbringen ..... :thumbup:

PV - ? NEIN (ist ja nur "Zappelstrom") und wie sieht das aus ? - deutsche Dächer haben ziegelrot oder war es schieferschwarz ? egal nicht hässlich blau glänzen ! :thumbup:

AKW - ? JAEIN - bloß nicht in meiner Nähe (zu den Abfällen wird irgendwelchen Urenkeln schon was einfallen) :thumbup:

Neue Pumpspeicherwerke - ? NEIN - das würde die schöne Landschaft verschandeln (einmal ganz davon abgesehen wo noch rein theoretisch es möglich wäre) :thumbup:

Braunkohle - ? JA mehr davon ! Belegbare Nebenwirkungen - sind egal - weg mit den störenden Dörfern - weg mit intakter Landschaft - Hauptsache der Preis auf meiner Stromrechnung bleibt klein... :thumbup:

Steinkohle - ? JA die Welt wird uns damit beliefern - dazu ist sie ja da - schei... auf irgendwelche Nebenwirkungen :thumbup:

Netzausbau - ? JAEIN - solange diese Dinger nicht in meiner Nähe gebaut werden - Netzverluste ? gibt´s nicht - Frequenzschwankungen - ein EE Probleme :thumbup:

E-Mobilität - ? NEIN wozu soll das gut sein ? - Städte und Luftverschmutzung - alles nur "EU Diktatur" :thumbup:

F-Mobilität - ? JA ! Diesel und Benzin wird es immer genügend geben :thumbup: :thumbup:

Dämmung im Bestand (egal wo) - ? NEIN ist nur eine Idee von den bösen Kapitalisten und ganze Städte werden abfackeln bzw. im Schimmel versinken :thumbup:

Die Liste lässt sich noch deutlich verlängern und "verfeinern".

Ein Prädikat kann ich euch beiden - kann gern erweitert werden - vergeben - totale Faktenresistenz bis hin zu vollkommen Tatsachenverleugnung - alles ist gut - nichts muss sich verändern...... :thumbup: :thumbup: :thumbup:

Dies könnte die Überschrift für alle Bereiche sein - völlig gleichgültig um welche Fassette im Bereich - Energie - Mobilität oder was immer - es gehen mag...

Besonders lustig ist es, wenn hier jemand nach einer "Quelle" ruft, statt sich für seine eigenen "Einsprüche" erst mal selbst zu versorgen. Oder wahlweise, was schon verlinkt ist daraufhin zu überprüfen. :rolleyes:

Auch interessant, wer glaubt, ein Speicher dieser Technologie wäre als "Akku" gedacht, der hat "Netzstabilisierung" womöglich nicht begriffen. Die liefern keinen Strom im Sinn von Lieschen Müller, sondern sorgen für Netzstabilität - etwas - was schon immer notwendig war, wenn z.B. einer der großen Kraftwerksblöcke "ungeplant" von jetzt auf gleich, vom Netz geht (oder gleich mehrere). :dead:
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » So 6. Nov 2016, 17:53

immernoch_ratlos hat geschrieben:(06 Nov 2016, 11:26)

Ein Prädikat kann ich euch beiden - kann gern erweitert werden - vergeben - totale Faktenresistenz bis hin zu vollkommen Tatsachenverleugnung - alles ist gut - nichts muss sich verändern...... :thumbup: :thumbup: :thumbup:

Dies könnte die Überschrift für alle Bereiche sein - völlig gleichgültig um welche Fassette im Bereich - Energie - Mobilität oder was immer - es gehen mag...

Besonders lustig ist es, wenn hier jemand nach einer "Quelle" ruft, statt sich für seine eigenen "Einsprüche" erst mal selbst zu versorgen. Oder wahlweise, was schon verlinkt ist daraufhin zu überprüfen. :rolleyes:

Auch interessant, wer glaubt, ein Speicher dieser Technologie wäre als "Akku" gedacht, der hat "Netzstabilisierung" womöglich nicht begriffen. Die liefern keinen Strom im Sinn von Lieschen Müller, sondern sorgen für Netzstabilität - etwas - was schon immer notwendig war, wenn z.B. einer der großen Kraftwerksblöcke "ungeplant" von jetzt auf gleich, vom Netz geht (oder gleich mehrere). :dead:


Energie für JEDEN aus EE ->> die selbe Menge wie Heute wird es nicht geben. - JA ? (ICH rechne mit einem Drittel des heutigen Verbrauchs)

Das wird in Zukunft - wie auch Heute über den PREIS geregelt - JA ??

Schlussfolgerung -> Der Energiepreis steigt auf das DREIFACHE.

Es gibt dann Leute - die können sich AUSSUCHEN - ob sie Diesel oder Elektro Heizung/Auto/.... nutzen und können das zahlen.

Sowie einem gewissen Rest - der auf ein paar EE-Krumen in der Überflusszeit (Wind) hoffen darf.
InfrarotHeizung - dort kurz warm wo die Leute sind - und Strom bezahlen können...

Ob diese Menge auf Atomstrom drängt - ist dann Unrelevant.... da geb ich Dir Recht!

Auch der letzte Tropfen Öl .....geht an DEN - der das bezahlen kann.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Ebiker » So 6. Nov 2016, 17:59

immernoch_ratlos hat geschrieben:(06 Nov 2016, 11:26)



Auch interessant, wer glaubt, ein Speicher dieser Technologie wäre als "Akku" gedacht, der hat "Netzstabilisierung" womöglich nicht begriffen. Die liefern keinen Strom im Sinn von Lieschen Müller, sondern sorgen für Netzstabilität - etwas - was schon immer notwendig war, wenn z.B. einer der großen Kraftwerksblöcke "ungeplant" von jetzt auf gleich, vom Netz geht (oder gleich mehrere). :dead:


Dafür brauchte man früher keinen Akku, dazu reichten die rotierenden Massen der Kraftwerke, fehlt leider bei Solar und Co.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » So 6. Nov 2016, 20:18

Ebiker hat geschrieben:Dafür brauchte man früher keinen Akku, dazu reichten die rotierenden Massen der Kraftwerke, fehlt leider bei Solar und Co.
Soweit mir bekannt ist wird daran bereits gearbeitet ..

Aber - also - früher war alles besser ?

1950 - da war ich 5 Jahre alt - gab es in D 68,724 Millionen Einwohner
2000 - da war ich 55 Jahre alt - gab es in D 82,260 Millionen Einwohner

Ein sehr moderates Wachstum vergleicht man das mit dem der "restlichen Welt" .

1950 - da war ich 5 Jahre alt - gab es auf Terra 2,53 Milliarden Einwohner
2000 - da war ich 55 Jahre alt - gab es auf Terra 6,13 Milliarden Einwohner
2020 - da werde ich 75 Jahre alt - oder tot sein - Prognose Terra 7,72 Milliarden Einwohner
2030 - da werde ich 85 Jahre alt - oder noch wahrscheinlicher tot sein - Prognose Terra 8,42 Milliarden Einwohner
2040 - da werde ich wenig wahrscheinlich 95 Jahre alt - aber sehr viel wahrscheinlicher tot sein - Prognose Terra 9,04 Milliarden Einwohner
2050 - da werde ich tot sein - Prognose Terra 9,55 Milliarden Einwohner....

Da das Bevölkerungswachstum exponentiell ist (~1,1% /a) und es schon sehr naiv wäre, anzunehmen das Anwachsen des Energiebedarf macht parallel dazu eine Ausnahme. Die Frage sind die noch vorhanden fossilen Reserven endlich, können nur Vollidioten mit nein beantworten. In D gibt es geringe Mengen, dafür aber durch die Nebenkosten bedingt, sehr teuer Reserven an fossilen Energien. Rohstoffe daran hat es in D schon immer gemangelt - das kann dann wohl auch in Zukunft kaum besser werden.

Wir konsumieren und exportieren nahezu ausschließlich etwas, was zuvor teuer irgendwo auf der Welt eingekauft wurde. Dort werden dazu bereits große Energiemengen die ebenfalls fossilen Ursprungs sind verbraucht - eine Spirale.... :rolleyes:

Was D wirklich gut kann - jedenfalls bis Dato - ist, Rohstoffe und Halbzeug extrem erfolgreich zu veredeln. Da soll es nicht gelingen, die rotierenden "Windmühlen" und PV "netzdienlich" zu gestalten - zusammen mit den bereits vorhandenen Massespeichern und neuen sekundengenau reagierenden elektrischen Speichern - oder gern auch Schwungrädern - auch das gibt es ja.

Da wäre noch der vernünftige Umgang mit den "Tälern und Spitzen" im Netz. Warum nicht netzsynchron große Verbraucher regulieren ? Deutschlands größter Aluminium-Hersteller Trimet verbraucht pro Stunde soviel Strom wie Essen, Bochum und Dortmund zusammen. Für die kWh zahlen die 0,02 €

Aluminium - in den verschiedene Produktionszuständen - flüssig und "gebrauchsfertig" wird mit Spezial-LKW zu den Gießereien gekarrt. Gut durchorganisiert, können solche Unternehmen sowohl als Puffer, als auch durch zeitweise voll geplante Verbrauchsreduzierungen ganz schön "netzdienlich" sein.

So was wird "Lastmanagement" oder inzwischen "Intelligentes Stromnetz" genannt.
Hier ein Beispiel, das neben den technologischen Vorteilen auch "geldwerte Vorteile hat.
Quelle hat geschrieben:Lastmanagement Stromverbrauch kann warten
Mit der Energiewende rückt das Management die Stromnachfrage in den Fokus. Erste Pionierfirmen sind bereits dabei.

Die Brauerei Paulaner in München ist stolz darauf, beim Thema Energie immer schon etwas voraus gewesen zu sein. Der neueste Clou: Die Kühlaggregate, in denen die Sole auf etwas über 0 °C heruntergekühlt wird, schalten sich ab, wenn das Stromnetz stark belastet ist.

Bei hoher Netzbelastung wird der Verbraucher abgeschaltet


Wo steht geschrieben, dass sich nicht auch die Stromabnehmer an das "Stromangebot" so flexibel wie nur möglich anpassen können ? "Demand Response ist inzwischen kommerziell interessant" aus dem selben Artikel weiter unten.

"Demand Response", sagt Oliver Stahl, Chef von Entelios, "ist inzwischen kommerziell interessant. Entelios leistet damit einen Beitrag zur Netzstabilität, den sich die Netzbetreiber etwas kosten lassen. Faktisch wirkt das ähnlich wie ein virtuelles Pumpspeicherwerk." Entelios sucht sich größere gewerbliche Stromverbraucher zusammen, deren Verbrauch entweder zeitlich verschoben oder vorübergehend abgesenkt werden kann. Dazu zählen neben Kälte- und Wärmeanlagen auch Pumpen und Straßenlicht.


Erstaunlich was die Amis angeht :

In den USA ist das Modell bereits sehr viel weiter entwickelt. Dort sind Verbraucher mit einer Leistung von 20 GW bis 25 GW in das Nachfragemanagement einbezogen. Nach Ansicht von Experten ist es damit auch gelungen, die Gefahr von großen Stromausfällen, wie zuletzt 2003 geschehen, in den Griff zu bekommen.

Wie hoch das Potenzial in Deutschland für das Lastmanagement auf der Nachfrageseite insgesamt ist, ist umstritten. Serafin von Roon von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft sieht es in der Größenordnung von 5 GW bis 7 GW. Allerdings hängt die Höhe entscheidend vom Zeitraum ab: Für einen kurzen Zeitraum von 5 min gibt es sogar Schätzungen von 9 GW, die vom Netz gehen können. Bei einer Stunde wären es noch 2,5 GW – immerhin
so viel wie zwei bis drei Großkraftwerke
.


Und was die gegenwärtige "rotierenden Regelung" angeht kann man die auch total überschätzen :

Quelle hat geschrieben:Speicher-Kapazitäten im Vergleich

Aber kommt der Bedarf auch durch die Zunahme von Wind- und Sonnenstrom im europäischen Kontinental-Verbundnetz zustande? Prof. Dr. Matthias Luther vom Lehrstuhl für Elektrische Energiesysteme der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg relativiert den Speicher- und Regelleistungsbedarf im Verhältnis zum gesamten Stromfluss gewaltig.

Gerade mal 3.000 MW (3 GW) werde „rotierend vorgehalten für die Primärregelung im Sekundenbereich, etwa 2.000 MW (2 GW) für die Sekundärregelung im Minutenbereich“. Zum Vergleich: Die Solarstrom-Spitzenleistung in Deutschland beträgt zurzeit etwa 90.000 MW; das wiederum entspreche der maximalen Gesamt-Abnahme im deutschen Stromnetz, so Luther.

Und auch die vieldiskutierte Reserveleistung deutscher Pumpspeicher-Wasserkraftwerke ist für ihn nur ein kleiner Punkt im Stromverbrauchskuchen: 7 GW Leistung haben alle zusammen, und eine Energiemenge von 0,04 TWh können sie zur Verfügung stellen, klärt der Uni-Professor auf, „übrigens genauso viel wie die Batterien von 2 Mio. Elektroautos“, ebenfalls immer wieder ins Speicher-Spiel gebracht.

Um dagegen 50 MW – also ungefähr die halbe Spitzenlast – für zwei Wochen aus Speichern zur Verfügung zu stellen, sei eine Strommenge von 16,8 TWh notwendig, so Prof. Luther: „Das geht nur über‘s Gasnetz. Die Lösung für Langzeitspeicher ist für mich P2G (Power to Gas) – der Nachteil sind derzeit der Elektrolyse-Wirkungsgrad von 60% und zusätzliche Verluste bei der Rückverstromung“, mahnt er Entwicklungsbedarf an. Aber für Kurzzeitregelung und andere Netzdienstleistungen genießen auch bei Matthias Luther offensichtlich Batteriespeicher Priorität.


Du und auch andere Kritiker könnten an all diesen Bemühungen sehen (was sie ja leider nicht wollen) ein Hochindustrieland wie D verfügt durchaus über genügend geistige Kapazität um sich der veränderten Lage anzupassen. Ob das allerdings in all den rückständigen Echokammern (die sich für "konservativ" halten) noch rechtzeitig ankommt, das muss man sich leider schon fragen....
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » So 6. Nov 2016, 20:31

immernoch_ratlos hat geschrieben:(06 Nov 2016, 20:18)

Soweit mir bekannt ist wird daran bereits gearbeitet ..



Lastmanagement .... hatte die DDR. Die Carbidproduktion hat den Nord und den Südring geregelt.

Elektroden runter .....viel Stromverbrauch - fast raus - nur noch die Schmelze warm halten.

Hier bezahlt vorrangig nur die Bevölkerung die EE..... (Verursacherverschulden......Wahleffekt)

Natürlich könnte man die Aluproduktion für Windmühlen durch Windmühlen produzieren lassen - .....aber dann kostet die Mühle das 10 Fache....

Es gibt viele Großverbraucher - die Gesteuert arbeiten könnten - nur wer zahlt für den Ausfall den Rest der ZEIT ?

Man könnte sich als Verbraucher "Zusammenschliessen" ....und als Hamburg/Berlin....auch nur 2 Cent die kWh zahlen wollen.... :D :D :D - nur da bekommt man die vielen Alt Politiker dann garnicht mehr unter - und das Sponsoring und die Nachtbeleuchtung fällt dann auch weg.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 7. Nov 2016, 17:17

Heute geht es nicht nur um "Lastmanagement" und wenn man alles bunt durcheinanderwürfelt kommt selten etwas vernünftiges heraus.

Wenn ein Großverbraucher durch seine vergleichsweise große "Marktmacht" Strom generell günstiger einkauft, als der einzelne Kleinabnehmer, entspricht das der Idee vom freien Markt. Das der Gesetzgeber da regulierend eingreift, stellt die Idee vom "freien Markt" auf eine unangenehme Probe.

Nach Vorstellung der Marktteilnehmer ist das "Stromnetz" eine gigantische Kupferplatte und es ist gleichgültig woher der Strom physikalisch tatsächlich kommt. Wenn es also Übertragungskosten im Netz gibt, werden die einfach "freihändig" festgestellt. Für die Netzbetreiber, welche so nicht nach Aufwand, sondern "pauschal" Nutzen aus diesem System ziehen, eine recht feine Sache.

Es gibt keine konkurrierenden Trassen - es wäre (jedenfalls hier) "volkswirtschaftlich nicht lohnend, parallele Stromtrassen oder Gasleitungsnetze aufzubauen". So wird es in einem nach Zonen unterteilten Netz, keinen wie immer gearteten "Wettbewerb" geben. Ein Grund mehr, erhebliche Zweifel daran zu haben, ob es wirklich so intelligent war, die "Hauptadern" der dt. Wirtschaft zu privatem Eigentum zu machen. Ein Pachtverfahren, wo der Eigentümer - wir - die Bundesrepublik Deutschland, Gewinne erwirtschaftet ohne selbst das Netz zu "verbeamten", wäre schon aus hoheitlichen Gründen vernünftiger gewesen.

Würden die physikalischen Ströme direkt zu höheren Kosten führen, würde ein ganz normaler "marktkonformer Druck" aufgebaut den Strom möglichst regional zu beziehen und auf lange "Anmarschwege" zu verzichten. Das hätte sicher auch Nachteile - Regionen mit geringem Industrieanteil - würden teurer versorgt, als solche mit voller Auslastung. Das wiederum, würde zu einer aus vielen Gründen günstigeren, Dezentralisierung führen. Auch wer die Netze wenig oder kaum benutzt zahlt dennoch diese Gebühren. Das dabei gerade der Kleinverbraucher oft die Zeche für Großverbraucher zahlt, scheint auch wenig "marktkonform".

Wen das näher interessiert, kann sich ja mal bei der "Bundesnetzagentur" schlau machen. Das WIKI "Netznutzungsentgelt" vermerkt dazu :
Entwicklung der Netznutzungsentgelte 2010 bis 2016

Laut Bundesnetzagentur betrugen die Kosten der Netzentgelte (Strom) für Haushaltskunden in der Grundversorgung 2010 etwa 6 ct/kWh und somit etwa 25 % des Strompreises für Privatkunden, eine Verringerung von über 20 % seit 2006. Bis 2013 sind die Netzentgelte auf circa 6,5 ct/kWh angestiegen. 2015 werden 24 der 33 großen Netzbetreiber ihre Gebühren zwischen 10 und 19 % anheben.

Bis 2023 wird (Stand 2014) ein Anstieg der Netznutzungsentgelte auf durchschnittlich 7,6 ct/kWh prognostiziert.

Beim Gas steigen die entsprechenden Netzentgelte tendenziell seit 2006 und lagen 2010 bei etwa 1,3 ct/kWh, was ungefähr 20 % des damaligen Gaspreises für Haushaltskunden ausmachte. Für Industriekunden sind die Netzentgelte wesentlich geringer. :dead:


Interessant auch das hier :
Vermiedene Netznutzungsentgelte

Da EEG-Anlagen nicht wie Großkraftwerke in Hochspannungsleitungen einspeisen, von wo aus dann in Mittelspannungs- und Niederspannungsnetze umtransformiert wird, bis der Endkunde den Strom abnimmt, sondern verbrauchsnah ins Niederspannungs- oder ins Mittelspannungsnetz einspeisen, entstehen dem Netzbetreiber durch EEG-Anlagen geringere Aufwendungen, als bei Einspeisung aus Großkraftwerken.

Diese Einsparungen werden bei der Berechnung der Umlagekosten des EEG berücksichtigt, die der Netzbetreiber letztlich an den Übertragungsnetzbetreiber weiterreicht. EEG-Anlagenbetreiber haben nach den Vorschriften des § 18 Abs. 2 StromNEV keinen Anspruch auf vermiedene Netznutzungsentgelt, das diese bereits mit der EEG-Vergütung abgegolten sind.
Eine klare Aussage - PV-Strom "verstopft nicht die Netze" wie von eingefleischten Gegnern jeglicher EE gern behauptet wird. Mindestens 800.000 der üblichen Kleinanlagen auf Hausdächern verlassen das Niederspannungsnetz (Ortsnetz) zu keinem Zeitpunkt. Wo schon Strom ist - das sollte auch ein Laie verstehen - kommt kein anderer Strom hingeflossen - einfache Physik. :? Damit fließt auch in den Mittelnetzen weniger Strom, sie werden schlicht dadurch entlastet. Was zu Einbußen bei den "üblichen Lieferanten" führt. Verkauft wird dieser Strom der über die Bezugszähler in die umliegenden Häuser gelangt, vom lokalen EVU.

Kommen nun noch immer mehr lokale Kleinspeicher hinzu, wird das Ganze weiter dezentralisiert. Ein solcher "Schwarm" kann und wird zu virtuellen - praktisch "unkaputtbaren" Virtuellen Kraftwerken zusammengeschaltete werden usw. usf.

Über solche Verbünde entsteht auch für die einzelnen Kleinproduzenten eine Teilhabe am Marktgeschehen. Kein Wunder, das dies von den "üblichen Markt dominierenden Playern" als Bedrohung aufgefasst und mit allen Mitteln bekämpft wird. Dazu lassen sich auch einige "Energietrolle" ganz offensichtlich freudig einspannen und verbreiten die gewünschte Propaganda kostenlos. :mad:

Dagegen hilft nur selbstständiges Denken, Wissen und Fakten (wie eigentlich überall in dieser doch recht komplexen Welt).

Den Unsinn, ein WKA für "Aluproduktion" kostet "das 10 Fache...." kann ich jedenfalls auch mit viel gutem Willen nicht nachvollziehen. Auch das " viele Großverbraucher - die Gesteuert arbeiten könnten - nur wer zahlt für den Ausfall den Rest der ZEIT ?" überhaupt eine Ausfall haben, wenn die Absenkung planmäßig verläuft, will sich mir nicht erschließen. Sobald durch "Demand" in Zeiten von hoher Nachfrage, höhere Kosten entstehen (so sollte ja Markt funktionieren) würden sich Großabnehmer durchaus überreden lassen ihr Lastmanagement entsprechend anzupassen.

Ob das für den üblichen Kleinabnehmer über die demnächst fälligen "Smartmeter" (Abnahme >= 6.000 kWh/a) funktionieren kann, bezweifle ich schon. Aber beim Kleinvieh ist eben immer mehr zu holen, als bei Großverbrauchern mit einer gut "ölenden" Lobbyorganisation. Das klappt besonders gut, wenn viele möglichst wenig von all dem verstehen und sich zusätzlich noch vor deren Karren spannen lassen.... :mad:
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » Mi 9. Nov 2016, 09:40

immernoch_ratlos hat geschrieben:(07 Nov 2016, 17:17)



Wen das näher interessiert, kann sich ja mal bei der "Bundesnetzagentur" schlau machen. Das WIKI "Netznutzungsentgelt" vermerkt dazu : Laut Bundesnetzagentur betrugen die Kosten der Netzentgelte (Strom) für Haushaltskunden in der Grundversorgung 2010 etwa 6 ct/kWh und somit etwa 25 % des Strompreises für Privatkunden, Strompreis für PRIVATKUNDEN jetzt 28,69 Cent....




Den Unsinn, ein WKA für "Aluproduktion" kostet "das 10 Fache...." kann ich jedenfalls auch mit viel gutem Willen nicht nachvollziehen. Auch das " viele Großverbraucher - die Gesteuert arbeiten könnten - nur wer zahlt für den Ausfall den Rest der ZEIT ?"


Großverbraucher zahlen im Moment 2 Cent die kWh....

Bei 100 % EE 8,4 Cent die kWh Vergütung Windkraft ....die es nur bei 1800 h im JAHR gibt - also braucht man noch 10 Cent Speicherkosten - on TOP - (Das selbe Geld für einen GESTEUERTEN Lastwiderstand...)

machen 18,4 Cent - bei 100% EE + Aufschläge + Steuern.... ( rund 24 Cent) >> machen statt (im Moment) 2 Cent Alustrom >> Nun 42 Cent ...bei 100% EE....

18,4 + 24 = 42 Cent. :D :D :D

Der Aufschlag für Privatkunden -----die Steuervergünstigung Industriestrom wird über kurz oder lang fallen !

Da es zu teuer ist - dass nur Privatkunden allein diesen Unsinn bezahlen KÖNNEN....
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immernoch_ratlos
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 9. Nov 2016, 11:59

Wie bitte sag ich´s meinem Kinde :?:

Meint das WIKI "Leistungsbilanz" :
In der elektrischen Energietechnik bezeichnet die Leistungsbilanz die Summe der Scheinleistungen der zu erwartenden Verbraucher der elektrischen Anlage. Errechnet wird die Leistungsbilanz der elektrischen Energie (Energietechnik) aus der installierten elektrischen Leistung, also aus der Summe aller elektrischen Verbraucher.

In einer ersten Stufe werden alle elektrischen Verbraucher der Netzverteilung zusammengefasst und mit einer Gleichzeitigkeit g verknüpft. Die Gleichzeitigkeitsfaktoren liegen dabei üblicherweise zwischen g=0,1 bis g=1,0.

In der nächsten Stufe werden die Verbraucher der übergeordneten Verteilerstufe, also zum Beispiel der Niederspannungshauptverteilung (NSHV) zusammengefasst. Bei dieser Verteilungsstufe ist die elektrische Leistungsbilanz die Summe aller Scheinleistungen der Hauptverteiler, die mit einer Gesamtgleichzeitigkeit zusammengefasst werden können.

Hier wird üblicherweise mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 0,4 bis 0,8 gerechnet. Die Abstufungen der Ebenen lassen sich beliebig erweitern, jedoch ist in der Praxis von maximal zwei bis drei Verbraucherstufen auszugehen.

Nun ja, was auf der "Verbraucherseite" recht ist, soll nun auf der Erzeugerseite nicht billig sein ?

Einmal ganz davon abgesehen, auch F-Kraftwerke erreichen durchschnittlich keine 8760 h/a "Volllast". Selbst Braunkohlekraftwerke kommen auf hohe Durchschnittswerte (~7.000 h/a) aber eben nicht auf 8760 h/a. Wenn man so einen Tageslauf auf der Verbraucherseite ansieht, das wird auch in keinem Fall rund um die 24h die selbe Energiemenge beansprucht. Warum soll dann die Erzeugerseite immerzu 100% leisten ? Das ist doch geradezu hirnrissig.

Was Dir offensichtlich völlig gleichgültig ist, wer partout keine EE nutzen möchte, weil die ja - PV z.B. - nachts (zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang) keine Leistung bringen können oder auch der Wind nirgendwo auf der Welt 24h exakt mit der selben "gewünschten" Intensität weht, muss bei F-Kraftwerken (Erdgaskraftwerke ausgenommen), dass die sich nur in ganz beschi... Prozentsätzen überhaupt regeln lassen. Dadurch sinkt deren Wirkungsgrad zum Teil drastisch und immer wird etwas verbrannt, was nicht wie eben Wind und Sonne komplett ohne finanzielle bzw. energetische Zusatzkosten auskommt.

Seit es Menschen gibt, mussten sie sich der Natur anpassen. Wenn einmal die F-Akkus leer sein werden oder was da noch förderbar ist weder ausreicht, noch bezahlbar sein wird, ist es zu spät für eine allmähliche Anpassung. Das ist etwas, was nicht nur Du anscheinen nicht kapierst - oder schlimmer nicht kapieren willst.

Die Rechnungen die Du aus Deinen "Kurzschlüssen" ziehst, entbehren jeder Logik. "Strom" aus Österreich, Frankreich und Deutschland wird in Leipzig - EEX (European Energy Exchange) gehandelt und die einzelnen Händler decken sich dort (mit Graustrom) im Terminmarkt für bis zu mehrere Jahre im Voraus ein. Was lokal und zeitlich darüber hinaus geht wir zugekauft - am "Spottmarkt" in Paris (EPEX SPOT SE) bzw. verkauft. Da sind auch Überschüsse aus Termingeschäften dabei. Alles passiert so, weil sich el. Energie derzeit nur in sehr geringen Mengen speichern lässt.

Bei einer solch großen Anzahl verschiedenster Parameter, ist die Betrachtung eines bestimmten WKA Standorts eher nebensächlich. Ein Großverbraucher wie ein Aluminiumwerk, hat selbstverständlich seinen Bedarf lange zuvor "geordert" und kann günstige kWh Preise beanspruchen, weil ein Großkonsument durchaus eine Wahl hat von wem er zu welchen Konditionen einkauft. Im Prinzip ist es denen völlig gleichgültig woher sie beliefert werden. Wenn es "Spottmengen" zu günstigen Konditionen gibt, wird das verwertet. Da die Preise wie an allen Börsen Schwankungen unterworfen sind, lohnt es sich auch selbst zu handeln. Wenn zu Spitzenlastzeiten das eigene Lastmanagement greift, kann durchaus vom eigenen Kontingent verkauft werden.

Ob nun eine solcher Konzern selbst WKA "irgendwo" in D besitzt, hat keinen direkten Einfluss auf seine Nutzung. Das ist ähnlich wie bei mir, mein "Winterkontingent" kauft "Naturstrom" für mich aus österreichischer Wasserkraft ein - zu fixen Preisen die ich vertraglich vereinbart habe. Tagsüber teurer und nachts ~0,02 € billiger. Klar, das mein physikalischer Strombezug nicht wirklich aus österreichischen Quellen stammt. Dennoch wird damit ein Verdrängungseffekt garantiert. In der Bilanz, ist dann eben der Anteil EE (hier aus Wasserkraft) höher. Meinen Strom kann es ja nur einmal geben.

Aus welchen "Quellen" der Strom bei jedem so fließt lässt sich HIER unter Eingabe der PLZ - dem Wohnort oder für eine vollständige Adresse zeitbezogen berechnen. Bei mir sah das gerade eben so aus :
52% Steinkohle
18% Erdgas
7% Kernenergie
6% Wind
5% Biomasse
4% Solar
2% Mineralprodukte
2% Abfall
2% Sulfitablauge
1% Wasser
0% Müllverbrennung
0% Laufwasser
0% Deponiegas
0% Sonstiges


Damit dürfte wohl klar sein, der Strom kann je nach Standort durchaus und hauptsächlich aus ein, zwei Quellen stammen - das ändert sich ständig, weil die Verhältnisse im Netz keineswegs homogen sind.

Quelle hat geschrieben:Die Strompreise sinken und sinken – aber nur für Grosskunden.“ schreibt man bei MoneyCab für die Schweiz.

In Deutschland sieht es nicht viel besser aus, auch wenn sich das Preisniveau an der Spottbörse für die Produkte hierzulande in den letzten Monaten eher einem Trend zur Seite folgen.

Beim Stromkunden kommen von Bezugspreisen von unter 4 Cent je Kilo-Wattstunde aus der Steckdose ein vergoldetes Produkt zum Preis von meist mehr als 25 Cent. :mad:

Eine mit großen Tönen angekündigte Reform des Strommarktes im vergangen Jahr zeigt seine Wirkung in immer neuen Ideen, die letztendlich nur den Preis nach oben drücken – nicht aber den Stromkunden erreichen.

Am 15. Oktober eröffnet die Verkündung der Umlage des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) für das Jahr 2017 die Saison der Strompreisdiskussion.
Was ist es, was die Schere zwischen Großkundenpreis und privaten Stromkunden so weit auseinander gehen lässt?

Weiterlesen - na dann...


In Berlin kommt derzeit 61% aus Erdgaskraft....
Hamburg 24 % Steinkohle + 17% Wind + 14% Erdgas....
München 79% Erdgaskraft....
Leipzig 42% Erdgas + 38% Braunkohle....
Frankfurt (Oder) 45% Braunkohle + 12% Wind....

Ach ja, gleichgültig wie sich der Strommix zusammensetzt - D ist eine "Kupferplatte" und für private Abnehmer sind die Preise nach unten deutlich "gedeckelt".

Einfach mal entweder Ort oder Postleitzahl eingeben....
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Teeernte
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » Mo 14. Nov 2016, 02:34

DÜSSELDORF. Die Energiewende wird für die Bürger weitaus teurer als in den vorherigen Jahren angenommen. Das Projekt kostet bis zum Jahr 2025 rund 520 Milliarden Euro. Dies hat das Institut für Wettbewerbsökonomik der Uni Düsseldorf (Dice) berechnet. Bereits zwischen 2000 und 2015 beliefen sich die Kosten auf rund 150 Milliarden Euro. Bis 2015 kommen 370 Milliarden hinzu.

„Pro Einwohner, vom Neugeborenen bis zum Greis, ergibt sich somit ein Gesamtbetrag von über 6.300 Euro, welcher im Zeitraum 2000 bis Ende des Jahres 2025 anfällt“, erklärte Dice-Direktor Justus Haucap. „Eine vierköpfige Familie zahlt somit direkt und indirekt über 25.000 Euro für die Energiewende.“ Das Gros komme dabei erst noch auf die Verbraucher zu. In den kommenden zehn Jahren seien dies 18.000 Euro für eine vierköpfige Familie.

Größter Kostenanteil ist die EEG-Umlage

Den größten direkten Kostenanteil von 80 Prozent macht die EEG-Umlage zur Förderung der Produktion erneuerbarer Energie aus. Allein hierfür wurden bis Ende 2015 rund 125 Milliarden Euro aufgewendet. Bis 2025 dürfte dieser Betrag laut Dice wegen der stark wachsenden Zahl von Ökostrom-Anlagen auf 408 Milliarden Euro steigen.

Hinzu kommen die indirekten Kosten der Energiewende für den Stromleitungsausbau (56 Milliarden Euro), die Absicherung der Offshore-Windkraft, die Forschung sowie das Einspeisemanagement. Kostensenkende Effekte, wie fallende Elektrizitätspreisen am Großhandelsmarkt oder geringere Importkosten für Steinkohle, Gas und Uran, seien laut Haucamp in den Berechnungen bereits berücksichtigt.

„Die Energiewende ist nicht nur für überzeugte Marktwirtschaftler wie uns ein Problem. Das Chaos zahlt am Ende der Stromverbraucher“, sagte Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die die Studie in Auftrag gegeben hatte.

Deutschlands CO2-Ausstoß der gleiche wie 2009

Haucap betonte, die 520 Milliarden Euro seien eine vorläufige Schätzung, die sich nur auf den Zeitraum bis 2025 und auf den Stromsektor beziehe. Inzwischen habe die Politik jedoch mit der „Sektorkopplung“ auch die Treibhausneutralität des Verkehrs und der Landwirtschaft als offizielles Ziel formuliert, was weitere Gelder beanspruchen wird.

Bei alledem sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis extrem schlecht. Deutschland stoße immer noch genauso viel CO2 aus wie 2009. Die Energiewende habe „null Tonnen CO2 gespart – für sehr viel Geld.“ (gb)
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 14. Nov 2016, 21:26

Entweder liest Du nur irgendwo in der Mitte oder willst etwas "aufwärmen" was bereits in nun 51 Beiträgen ausführlich diskutiert wurde. Dabei wurden zahlreich "unabsichtliche" Fehler aufgedeckt die klar in eine Richtung weisen - es soll der Eindruck erweckt werden ohne EE wären keinerlei Kosten entstanden. Typisch für viele, die sowieso praktisch gegen alles sind das aufzugreifen und skandalisieren möchten.

"Ohne Moos nix los" - ohne Investitionen durch hauptsächliche privat, wurde deutlich mehr Geld in EE investiert, als das von den 4 Monopolisten bis dahin getan wurde. Nicht zu erkennen, das es sich hier um eine "disruptive Technologie" handelt, gehört zu dem allgemeinen Versagen eben dieses Klientel. Nun nachdem Strom aus EE mit jedem MW Neuinstallation zunehmend preisgünstiger wird, versuchen sie es nochmal - bei den üblichen "Schnelldenkern" mit Erfolg.... :?

Damit soll wohl der Eindruck weiter verstärkt werden das was "sichtbar auf der Rechnung steht" ist alles was teuer macht. Die Kosten für fossile Energie werden dagegen in Steuern und Subventionen verpackt für die etwas "unterbelichteten" Wutbürger unsichtbar gehalten. Auch diese "sensationelle" Berechnung ist lächerlich. :dead:

Jemand der z.B. eine Mobilfunkvertrag hat und je nach Ausformung ~10 € / Monat = 120 € /a ergibt die stattliche Summe von 1.200 € pro Person in 10 Jahren. Dann noch eine "superbilliger" Vertrag fürs Festnetz mit ~ 20 € / Monat = 240 € und nach 10 Jahren 2.400 € wobei diese Kosten nicht wirklich zu dem gehören was "überlebenswichtig" genannt werden kann. So kann man alles bei Bedarf im wahrsten Sinn "hochrechen"... Und erst die Miete plus die Nebenkosten, auch da ein nettes Sümmchen ( ersteres habe ich mir vor nun ~45 Jahren ausgerechnet und angesichts dieser Summe gleich in eine Haus "investiert" eine schöne und stabile Alterssicherung).

Alles was täglich / wöchentlich / monatlich auf Dauer als Kosten anfällt, ist über Jahre aufsummiert eine meist sehr hohe Summe. Nur gewöhnlich rechnet (leider) niemand auf diese Weise. Doch hier "passt es gerade" und immer die Gleichen fallen darauf herein. Im Übrigen wäre eine Quellenangabe bei einem solch umfangreichen Zitat schon aus rechtlichen Gründen erforderlich. Auch um herauszufinden, welche der Anfang Oktober 2016 ! Sensation Du da wieder aufwärmen möchtest. OK es ist nahezu Winter, da hilft Aufwärmen über diese tristen Novembertage ein wenig hinweg.... :thumbup:
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Nathan » Mo 14. Nov 2016, 23:55

Jaja. Dann wollen wir uns eure Quelle einmal etwas genauer anschauen und wir werden erstaunliche Dinge zu Tage fördern.

Wie schrieb mein lieber Genosse Teeernte so wahr:

Die Energiewende ist nicht nur für überzeugte Marktwirtschaftler wie uns ein Problem. Das Chaos zahlt am Ende der Stromverbraucher“, sagte Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die die Studie in Auftrag gegeben hatte

Mhm. Wer ist denn das und warum schreibt er das? Aha, er ist GF der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft", kurz "INSM", die ganz wacker über sich selbst schreibt:

Die INSM ist eine branchen- und parteiübergreifende Plattform und offen für alle, die sich dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen. Finanziert wird ihre Arbeit durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie.

Nojo. Das ist ja nichts ehrenrühriges. Allerdings passt "sozial" und "Arbeitgeberverbände" heutzutage noch viel schlechter zusammen als zu Zeiten von Berta Krupp. Aber weiter im Text:

Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens engagieren sich als Botschafter und im Kuratorium der INSM. Sie haben eine beratende Funktion, geben Impulse und werden in die Planung und Schwerpunktsetzung des Arbeitsprogramms der INSM einbezogen. Der frühere Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit und ehemalige Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. h.c. Wolfgang Clement, ist Vorsitzender dieses Kuratoriums

Sieh da, sieh da, Timotheus, die Ibiche des Kranikus! Der Clement mal wieder, ja dann, dann kommen wir der Sache ein gutes Stück näher:

Nachdem Wolfgang Clement als Minister tiefgreifende Arbeitsmarktreformen vorgenommen hatte und in dieser Zeit die Leiharbeitsbranche in vielerlei Hinsicht begünstigte,[8][9][10][11] wechselte er nicht einmal ein Jahr nach Ende der rot-grünen Koalition in den Aufsichtsrat der Zeitarbeitsfirma Deutsche Industrie Service AG (DIS AG). Als diese vom schweizerischen Konkurrenten Adecco übernommen worden war, wurde er zum Vorsitzenden der firmeneigenen Denkfabrik Adecco Institut zur Erforschung der Arbeit berufen[12] Von 2006 bis 2008 war er zudem Mitglied im Konvent für Deutschland (KfD), einer elitären wirtschaftsnahen Lobbygruppe, die eine „Reform der Reformfähigkeit“ propagiert, mit dem Ziel eines schlanken und wettbewerbsorientierten Staates mit reduzierten Sozialsystemen

Na jut, das haben wir geahnt, mit "sozial" isses nicht weit her in dieser angedachten Markwirtschaft. Aber es kommt noch besser, es kommt direkt auf den Punkt:

2006 wurde Clement in den Aufsichtsrat der RWE-Kraftwerkstochter RWE Power AG gewählt.[14] Als Wirtschaftsminister konnte er maßgeblichen Einfluss auf Regierungsbeschlüsse und Gesetze nehmen, die die Energiebranche und somit auch RWE betrafen; auffällig dabei war sein besonderer Einsatz für Kohlesubventionen[15] „Ein Posten im Aufsichtsrat als Dank für besondere Verdienste?", spekuliert die taz.[16] Clement unterzeichnete im August 2010 den "Energiepolitischen Appell" der Atomlobby für eine AKW-Laufzeitverlängerung und fand die Kernkraft auch nach Fukushima gut.[


Da haben wir den Wert dieses "500 Milliarden" Gutachtens...enttarnt als reiner Lobbymüll der Atomindustrie. Soviel wert wie dreilagiges Softpaper vom Kaufmarkt, aber auch nur dann, wenn man ein entsprechendes Bedürfnis verspürte...

Wolfgang Clement missbraucht seine frühere Führungsrolle in der SPD, indem er sie nun als bezahlter Lobbyist in klingende Münze umsetzt", zitiert Spiegel-Online Hermann Scheer, damals SPD-Kandidat für das Amt des hessischen Wirtschafts- und Umweltministers


[alle Zitate aus den angegebenen Links]
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Nathan » Di 15. Nov 2016, 00:05

Teeernte hat geschrieben:(14 Nov 2016, 02:34)


Lieber Teeernte, alter Haudegen, keiner versteht dich, nur ich. Und deswegen kriegste auch immer von mir aufn Sack, also das ist nichts persönliches, es ist der in deinen Beiträgen enthaltene Unsinn und für den kann ich ja nichts, du wahrscheinlich auch nicht, hat man manchmal den Eindruck...:

Schau mal:

Deutschland stoße immer noch genauso viel CO2 aus wie 2009. Die Energiewende habe „null Tonnen CO2 gespart – für sehr viel Geld

Ich sage mal, das ist genau richtig. Auch der bayerische Rundfunk, dem Atom näher als dem Atem (des Windes, wäre zu ergänzen, bitte entschuldige diesen Ansatz eines Wortspiels), hat dies heute bestätigt, aber irgendwie anders formuliert, ich gebe das mal mit eigenen Worten, aber ganz sinngemäß wieder:

Die Energiewende, die erst am Anfang ihres Vollzugs steht, hat bereits bewirkt, dass der Anstieg der CO2 Produktion seit 2009 praktisch komplett gestoppt werden konnte. Sicher, das ist keine Reduzierung, aber eine Verhinderung eines weiteren Anstiegs ist schon mal ein erster großer Erfolg.

Das sehe ich aber sowas von genauso.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » Di 15. Nov 2016, 19:22

Nathan hat geschrieben:(15 Nov 2016, 00:05)

Lieber Teeernte, alter Haudegen, keiner versteht dich, nur ich. Und deswegen kriegste auch immer von mir aufn Sack, also das ist nichts persönliches, es ist der in deinen Beiträgen enthaltene Unsinn und für den kann ich ja nichts, du wahrscheinlich auch nicht, hat man manchmal den Eindruck...:

Schau mal:


Ich sage mal, das ist genau richtig. Auch der bayerische Rundfunk, dem Atom näher als dem Atem (des Windes, wäre zu ergänzen, bitte entschuldige diesen Ansatz eines Wortspiels), hat dies heute bestätigt, aber irgendwie anders formuliert, ich gebe das mal mit eigenen Worten, aber ganz sinngemäß wieder:

Die Energiewende, die erst am Anfang ihres Vollzugs steht, hat bereits bewirkt, dass der Anstieg der CO2 Produktion seit 2009 praktisch komplett gestoppt werden konnte. Sicher, das ist keine Reduzierung, aber eine Verhinderung eines weiteren Anstiegs ist schon mal ein erster großer Erfolg.

Das sehe ich aber sowas von genauso.


Danke.... für das Diskutieren miteinander haben wie uns ja hier zusammengefunden - um grade TIEFE Spalten zuzuschütten - oder Verständnis ....zumindestens eine Erklärung zu finden - oder den Standpunkt des anderen zuminestens zu erkennen.

Gestoppt ?

Wir sind "mehr" geworden.... ? Nö.

Wir fahren weiter ....haben viel mehr PKW ? Nö.

Du heizt mehr ??? ...ich hab ja gedämmt - und verbrauche noch die Hälfte wie 1995 .

Also auch nicht.....

Flugreisen ? (Ich bins nicht...) Statt dem 5,2 L Jeep fahr ich Polo die gleiche Strecke.

Der Server 365*24h von IBM 3*750W wurde durch einen kleinen Apple max 100 W (Durchschnittlich 40W) getauscht.

Insgesamt ist die ENERGIE teuerer geworden, .....das Sparen zahlt sich nicht aus - es ist genau so teuer wie 2009 .... (Ja - hätt ich nicht gespart ...wärs viel teuerer.)


Irgendwer prasst da mit der von MIR eingesparten Energie ! - ....für den MUSS die Energie billiger geworden sein. Berlin - volle Festbeleuchtung ?

Da VIELE eingespart haben - sich die Energie möglicherweise garnicht leisten können .... ist das mit dem STOPPEN nicht wahr.....

Jemand HEIZT da auf VOLLER FLAMME.....KOHLE - denn es ist ja CO2.... soviel bekommt man mit Öl garnicht weg.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Nathan » Di 15. Nov 2016, 20:29

Teeernte hat geschrieben:(15 Nov 2016, 19:22)

Danke.... für das Diskutieren miteinander haben wie uns ja hier zusammengefunden - um grade TIEFE Spalten zuzuschütten - oder Verständnis ....zumindestens eine Erklärung zu finden - oder den Standpunkt des anderen zuminestens zu erkennen.

Gestoppt ?

Wir sind "mehr" geworden.... ? Nö.

...

Natürlich "gestoppt". Der CO2 Ausstoß ist nicht weiter angestiegen = der Anstieg wurde gestoppt. Warum auch immer. Man ist der Meinung das läge hauptsächlich an den Chinesen, die so langsam im eigenen Industriedreck ersticken und Gegenmaßnahmen eingeleitet haben. Könnte so sein, weiß ich nicht. Aber die Tatsache bleibt einfach mal, global gesehen, und die Wirkung von Klimaeffekten sollte man auch aus der antionalen Betrachtung lösen und global sehen. It's a small planet...

Nur ein Beispiel, wo ich dir nicht folgen kann: Selbstverständlich bin auch den Weg der Miniaturisierung gegangen. Innerhalb von nur 2 Semestern von einer Zuse Z23 an der FH zu einem privaten Texas Instruments TI SR-50 (nicht viel mehr hat auch mein erstes Auto gekostet), weiter zu einem C64, gefolgt von einem Amiga, dann die erste MS-Dose IBM XT, dann AT, dann die ersten Pentiums und was heute in meinem Rechner so genau drin ist will ich nicht mehr wissen, außer dass ich solange rumgepfriemelt habe, bis windows endlich von einer nachträglich eingebauten SSD startet. So, nu sind Stromverbrauch und Rechenpower überhaupt nicht mehr mit der Zuse vergleichbar, power groß, Stromverbrauch klein und wegen SSD-Start lohnt es sich auch, den Rechner zwischendurch auszuschalten, während der Vorgänger bis vor kurzem ziemlich genau 4 Jahre fast ohne Unterbrechung lief. Allerdings gibt es nun sehr viel mehr Rechner auf der Welt als Anfang der 70er. Trotz Miniaturisierung dürfte der Stromverbrauch aller privaten Computer dieser Welt sehr viel höher sein als damals. Ähnliches gilt für das Auto. Ein moderner Mittelklasse Diesel hat einen CO2-Ausstoss von unter 100gr/km. Ein VW-Käfer dürfte die Messeinrichtung bereits beim ersten Versuch zerstören...aber es gibt eben sehr viel mehr Autos als noch in den 70ern.

Alles ist sparsammer, alles ist umweltfreundlicher, alles ist gesünder(?), aber wir sind sehr viel mehr Menschen als früher. Auch mehr als 2009.

Ein paar Gruselzahlen:

In der Nacht zum 1. Januar 2010 werden voraussichtlich 6.834.509.000 Menschen...


Für das Jahr 2016 werden 7.432.663.000 Menschen erwartet. In nur 7 Jahren 600 Millionen Menschen mehr...

Un wir reden in Deutschland davon, die Zugbrücken hochzuziehen. Sollen sie doch da draußen möglichst schnell und umfangreich verhungern, von Bomben zerfetzt und von Rechtsextremisten gekillt werden. Weg, Hauptsache weg. Augen zu, dann sieht man das Elend nicht...

Nur, so wird das nicht laufen. Irgendwann werden sie schon kommen und für eine gerechtere Verteilung der Lebensflächen auf diesem Planeten sorgen. Da mag dann der Reichsbürger die ersten zwei, drei noch mit seiner Pumpgun erwischen, aber gegen die nächsten zweihundert, dreihundert Millionen wird er dann nichts mehr ausrichten. Abschotten und Augen zu und durch ist mit Abstand die dümmste Versagerstrategie, die möglich ist.
Bei Zeiten teilen, für Bildung sorgen, die Geburtenkontrolle in den Griff kriegen, den Hunger in den Griff kriegen, die Nahrungsmittel sinnvoll produzieren und z.B. nicht deutsche Agrarflächen mit Kollektoren zustopfen und die Sahara bewässern, sondern umgekehrt scheint mir die sinnvollere Vorgehensweise zu sein. Aber dann teilen, weltweit, versteht sich, Energie und Nahrung, Wasser und Luft.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » Di 15. Nov 2016, 20:35

Nathan hat geschrieben:(15 Nov 2016, 20:29)

Natürlich "gestoppt". Der CO2 Ausstoß ist nicht weiter angestiegen = der Anstieg wurde gestoppt. Warum auch immer. .


Ich hatte mich auf Deinen Beitrag....zum Stop des CO2 IN DEUTSCHLAND bezogen....

Denn IN DEUTSCHLAND ist Kein GRAMM CO2 eingespart - aber dafür ? 200 Mrd Eu ? (zwecks CO2 Einsparung seit 09) ausgegeben worden ..
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon frems » Di 15. Nov 2016, 20:41

Teeernte hat geschrieben:(15 Nov 2016, 20:35)

Ich hatte mich auf Deinen Beitrag....zum Stop des CO2 IN DEUTSCHLAND bezogen....

Denn IN DEUTSCHLAND ist Kein GRAMM CO2 eingespart - aber dafür ? 200 Mrd Eu ? (zwecks CO2 Einsparung seit 09) ausgegeben worden ..

Wieso nimmst Du das Jahr der Krise und setzt es in Relation mit einem, als die Konjunktur überdurchschnittlich gut ist? :p

Schau mal -> http://www.verivox.de/dateien/co2-ausst ... 85429.aspx

Logisch, dass man sich dann den historischen Tiefststand herauspickt, ne? Die schönen Zahlen, die man unkritisch einfach irgendwo aufschnappt. Leider ignorierst Du die entscheidende Frage und die geht nicht nach der Produktion bzw. Konjunktur in zwei gezielt herausgepickten Jahren, sondern um die Tendenz und die Frage, wie der Ausstoß ohne Energiewende wäre. So fällst Du darauf herein, dass die bisherigen Maßnahmen wirkungslos seien. Büschn schwach.
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Re: Energiewende kostet halbe Billion Euro bis 2025

Beitragvon Teeernte » Di 15. Nov 2016, 20:57

frems hat geschrieben:(15 Nov 2016, 20:41)

Wieso nimmst Du das Jahr der Krise und setzt es in Relation mit einem, als die Konjunktur überdurchschnittlich gut ist? :p



Weil ich nicht wie ein Depp auf den CO2 Ausstoß je Einwohner in D schaue.....

..sondern auf den Ausstoß D insgesamt ....over all - so wie WELTWEIT verglichen wird....pro Land .....?

40 Prozent weniger Treibhausgaseim Vergleich zu 1990 - das will die EU bis 2030 schaffen. Mit dem Klimaziel zieht der Staatenbund in die entscheidende Klimakonferenz.


Für die DEMENTEN..... 1990 ist das MASS... für das Land INSGESAMT ....bereits kurz vor Kyoto.

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