Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Ebiker
Beiträge: 699
Registriert: Mo 16. Mai 2016, 10:06
Benutzertitel: Elektrowitsch 1. Ordnung

Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon Ebiker » So 25. Sep 2016, 09:31

Die Empfehlung zur Vorratshaltung wurde ja schon woanders besprochen. Es besteht wohl weitgehend Einigkeit darüber das ein möglicher Blackout dafür ursächlich ist. Nun fanden in rel. kurzem Abstand Planspiele des THW bei einem möglichen Blackout in Thüringen und SAH statt, auch die Stadtwerke Leipzig haben schon das Szenario einer Inselversorgung durchgespielt.
Für mich Anzeichen das die Politik einen Blackout für durchaus möglich hält. Ursachen können ein Terrorangriff aber auch das Versagen der Regelmechanismen in Folge der Energiewende sein.
Wie seht ihr das, wie hoch ist die Gefahr eines Blackouts derzeit und in Zukunft ?
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
Houari Boumedienne
Benutzeravatar
yogi61
Moderator
Beiträge: 47167
Registriert: So 1. Jun 2008, 10:00
Benutzertitel: Lupenreiner Demokrat
Wohnort: Bierstadt von Welt

Re: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon yogi61 » So 25. Sep 2016, 09:45

Dazu bedarf es keines Terroranschlags. Wenn der Bundestag laufend gehackt wird, dann ist auch ein Blackout möglich.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
Benutzeravatar
H2O
Beiträge: 11027
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon H2O » So 25. Sep 2016, 21:53

Ebiker hat geschrieben:(25 Sep 2016, 10:31)

Die Empfehlung zur Vorratshaltung wurde ja schon woanders besprochen. Es besteht wohl weitgehend Einigkeit darüber das ein möglicher Blackout dafür ursächlich ist. Nun fanden in rel. kurzem Abstand Planspiele des THW bei einem möglichen Blackout in Thüringen und SAH statt, auch die Stadtwerke Leipzig haben schon das Szenario einer Inselversorgung durchgespielt.
Für mich Anzeichen das die Politik einen Blackout für durchaus möglich hält. Ursachen können ein Terrorangriff aber auch das Versagen der Regelmechanismen in Folge der Energiewende sein.
Wie seht ihr das, wie hoch ist die Gefahr eines Blackouts derzeit und in Zukunft ?


Warum sollten verschiedene Stellen sich auf den unmöglichen Fall eines Netzausfalls vorbereiten? Damit ist doch Ihre Frage beantwortet. Ja, der Ausfall ist möglich. Wie wahrscheinlich? Das spielt doch gar keine Rolle... ähnlich wie die Wahrscheinlichkeit eines GAUs. Die Schrecken als Folge eines Netzausfalls sind entscheidend.

Darauf sollte man sich vorbereiten, damit nicht wirklich der persönliche Weltuntergang eintritt. Die Vorbereitung läßt sich aber völlig unaufgeregt abarbeiten, wenn man etwas nachdenkt.
Zuletzt geändert von H2O am So 25. Sep 2016, 22:01, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 40311
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon frems » So 25. Sep 2016, 22:00

yogi61 hat geschrieben:(25 Sep 2016, 10:45)

Dazu bedarf es keines Terroranschlags. Wenn der Bundestag laufend gehackt wird, dann ist auch ein Blackout möglich.

Ist okay. Wenn der Bundestag so lahmgelegt ist, dass er keine Bundesregierung aufstellen kann, haben wir gewonnen. Unterm Trojaner liegt der Strand. Venceremos.

Wenn politisch Stillstand droht, blühen Ängste vor dem wirtschaftlichen Absturz. Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn keiner dazwischenregiert.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/vorwah ... 11516.html

Ebiker hat geschrieben:Ursachen können ein Terrorangriff aber auch das Versagen der Regelmechanismen in Folge der Energiewende sein.
Wie seht ihr das, wie hoch ist die Gefahr eines Blackouts derzeit und in Zukunft ?

Die Energiewende ist gegen einen kontinentalen Stromausfall an sich sehr gut, da dezentrale Systeme resilienter sind, sprich, wenn es zu Betriebsstörungen (ob durch technische Fehler, Hacker- oder Terrorangriff) kommt, sind nur kleine Einheiten betroffen. Wird eine Großstadt nur durch ein AKW beliefert, ist das ein sehr leichtes Ziel, um Chaos zu verursachen. Bei zigtausenden kleinen Einheiten wird das schwieriger. Da bleibt nur ein Angriff auf die Netze und auch die bestehen aus reichlich Redundanzen.
Labskaus!
Fazer
Beiträge: 3948
Registriert: Mi 21. Okt 2015, 09:40

Re: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon Fazer » So 25. Sep 2016, 23:44

Ebiker hat geschrieben:(25 Sep 2016, 10:31)

Die Empfehlung zur Vorratshaltung wurde ja schon woanders besprochen. Es besteht wohl weitgehend Einigkeit darüber das ein möglicher Blackout dafür ursächlich ist. Nun fanden in rel. kurzem Abstand Planspiele des THW bei einem möglichen Blackout in Thüringen und SAH statt, auch die Stadtwerke Leipzig haben schon das Szenario einer Inselversorgung durchgespielt.
Für mich Anzeichen das die Politik einen Blackout für durchaus möglich hält. Ursachen können ein Terrorangriff aber auch das Versagen der Regelmechanismen in Folge der Energiewende sein.
Wie seht ihr das, wie hoch ist die Gefahr eines Blackouts derzeit und in Zukunft ?


Vor ein pasar Jahren hatten wir (ich glaube im Münsterland) in einer Region aufgrund von Schnee und Eis tagelange Stromausfälle. Katastrophenschutz heisst so, weil er das an sich unvorstellbare sich vorstellt und Vorsorge dafür trifft, auch wenn man das nicht für wahrscheinlich hält.
Freiheit bedeutet Verantwortung; das ist der Grund, weshalb sich die meisten vor ihr fürchten. (George Bernard Shaw)
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon HugoBettauer » Mo 26. Sep 2016, 07:45

frems hat geschrieben:(25 Sep 2016, 23:00)

Ist okay. Wenn der Bundestag so lahmgelegt ist, dass er keine Bundesregierung aufstellen kann, haben wir gewonnen. Unterm Trojaner liegt der Strand. Venceremos.

Wenn politisch Stillstand droht, blühen Ängste vor dem wirtschaftlichen Absturz. Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn keiner dazwischenregiert.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/vorwah ... 11516.html


Die Energiewende ist gegen einen kontinentalen Stromausfall an sich sehr gut, da dezentrale Systeme resilienter sind, sprich, wenn es zu Betriebsstörungen (ob durch technische Fehler, Hacker- oder Terrorangriff) kommt, sind nur kleine Einheiten betroffen. Wird eine Großstadt nur durch ein AKW beliefert, ist das ein sehr leichtes Ziel, um Chaos zu verursachen. Bei zigtausenden kleinen Einheiten wird das schwieriger. Da bleibt nur ein Angriff auf die Netze und auch die bestehen aus reichlich Redundanzen.

Man muss die Energiewende dazu auch richtig machen. Lokal verfügbare kleinteilige Energieerzeugung hat andere Probleme und Angriffspunkte als die Bündelung alternativer Energieerzeuger an einzelnen Punkten, die nur über Ferntrassen in anderen Regionen nutzbar werden.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 791
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 26. Sep 2016, 09:26

Seit digitale Vernetzung aus anderen Gründen als der techn. Notwendigkeit enorm zunimmt, werden darin befindliche Systeme stetig angreifbarer.

Eine "Wende" hin zu dezentralen "Strominseln" hin hilft (frems hat bereits völlig "ungehört" daraufhin gewiesen) zumindest bei "Wiederaufbau" eines warum auch immer kollabierten Netzes.

Große, nicht schwarzstartfähige Einheiten (Kohle & Atom) können nicht zu einem Neustart beitragen. Sind eher ein "gewichtiger Grund" für flächendeckender Ausfälle auch schon ganz ohne Eingriffe über die digitale Vernetzung.

Das Problem wirklich ernst zunehmen ist bei den absehbaren Folgen längerer flächendeckender Stromausfälle angesichts der totalen Abhängigkeit von elekt. Strom eine hoheitliche Pflichtveranstaltung. Keineswegs etwas Neues im Sinn von politisch initiierter Katastrophenstimmung. Bereits 2011 hat sich das "Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)" damit eingehend beschäftigt wie die BT-Drucksache 17/5672 - DIP des Bundestages vom 27.04.2011 auf immerhin 136 Seiten zeigt.

Eigentlich (was die "Eile" angeht) unverdächtig und lediglich ein Zeichen wie langsam "die Mühlen" mahlen.
TAB hat geschrieben:Vorwort des Ausschusses
Als Lebensadern hochtechnisierter Industrienationen gelten ihre Infrastrukturen wiesichere Energieversorgung, funktionierende Wasserver- und Abwasserentsorgung,leistungsfähige Verkehrsträger und Transportwege sowie eine jederzeit zugänglicheInformations- und Telekommunikationstechnik. Deshalb beauftragte der Ausschussfür Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) zu untersuchen, wie sich ein lang-andauernder und großflächiger Stromausfall auf besonders kritische Infrastrukturenwie z. B. Trinkwasser, Abwasser, IuK-Systeme, Finanz- und Gesundheitsdienstleistungen auswirken könnte, insbesondere im Fall eines Kaskadeneffekts über Länder-und nationale Grenzen hinweg.

Die Abhängigkeit von solchen (kritischen) Infrastrukturen hat sich in Deutschland inder Folge von Naturkatastrophen und technischen Störungen in den letzten Jahren bereits mehrfach gezeigt (Elbe- und Oderhochwasser 2002/2005, Stromausfall Münsterland 2005, Sturm Kyrill 2007).

Versorgungsengpässe, Störungen der öffentlichen Sicherheit und Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr haben einen Eindruck von der Verletzbarkeit moderner Gesellschaften gegeben sowie höchste Anforderungen an das Gesundheits-, Notfall- und Rettungswesen gestellt.
Aufgrund der großen Abhängigkeit nahezu aller Kritischen Infrastrukturen von derStromversorgung, kommt dem Szenario eines großflächigen und längerfristigen Stromausfalls mit der Folge massiver Versorgungsstörungen, wirtschaftlicher Schäden sowie Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit eine zentrale Bedeutung zu.

Die im Jahr 2004 durchgeführte Bund-Länder-Krisenmanagementübung (LÜKEX) hatdie problematischen Folgen und Folgenketten sowie die enormen Schwierigkeiten,eine solche Krisen- und Gefahrenlage ohne Vorwarnung in den föderalen Strukturen zu bewältigen, deutlich gemacht. Gleichwohl sind – soweit erkennbar – die möglichen Folgen eines solchen Ereignisses in der Literatur ebenso wie in offiziellen behördlichen Dokumenten noch nicht intensiv und systematisch durchdacht worden.

Die Analysen des TAB zeigen, dass die Folgen eines solchen Stromausfalls einer nationalen Katastrophe zumindest nahekommen könnten. Es bedürfte einer Mobilisierung aller internen und externen Kräfte des Bevölkerungsschutzes, um die Auswirkungen zumindest zu mildern
Das dies hier (und nicht nur in diesem Forum) zu den üblichen hirnlosen Beschuldigungen führen wird, war voraussehbar. Eine gute Gelegenheit auch in dieser Sache zur "Echokammer" zu werden und so "nachhaltig" dafür zu sorgen, das Vernunft - vernünftiger Umgang mit realen Problemen - ganz sicher auf der Strecke bleiben.

"Gefühle" vs. "Fakten" da steht der Sieger (nicht nur in D - aber besonders in D) von vornherein fest... :dead:

Für einige, die sich solchen Themen durchaus mit echtem Interesse "nähern" wollen vs. derer, die freiwillig blind für technische Zusammenhänge sind, auf Seite 39 Absatz 2.1.4.1 "Stromausfall in Nordamerika (2003) zeigt sich, es können wohl eher nicht die üblichen Verdächtigen die "EE" zum Sündenbock gemacht werden. Wenn etwas dazu stimmt, ist es das politische Vorgehen in Form der "Echternacher Springprozession" was Planung und Realisation der längst total erlahmten "Energiewende" angeht. :rolleyes:

Gerade PV wäre durchaus "schwarzstartfähig" (Resilienz) wenn man immerhin 1,4 Millionen Anlagen entsprechend einbindet. Gegenwärtig sind auch diese Anlagen solange tot, wie es nicht gelingt ein synchrones Netz aufzubauen (das klassische "Henne - Ei" Problem). Was wie passiert, kann im "Stundentakt" ab Seite 51 TAB 2.2.3 "Folgen" nachgelesen werden.

Das Ziel, schrittweiser Aufbau des Stromnetzes über "Inselnetze" wird ausschließlich von schwarzstartfähigen Komponenten abhängen. Sollte das "Problem" auch unsere Nachbarn z.B. "F" erfasst haben, kommt zu der allgemeinen "Stromlosigkeit" noch die überlebenswichtige Versorgung von bis zu 58 AKWs mit Strom zur Aufrechterhaltung der Nachkühlung der nach dem "Reaktorschnellschluss" =
kernfraqgen.de hat geschrieben:Reaktorschnell­abschal­tung
Möglichst schnelles Abschalten eines Kernreaktors, im allgemeinen durch schnelles Einfahren der Abschaltstäbe. Notfälle oder Abweichungen vom normalen Reaktorbetrieb führen dazu, dass die automatische Regeleinrichtung den Reaktorschnellschluss auslöst.
anfallenden Nachzerfallswärme, die für Stunden der Nettoleistung des betreffenden AKW entspricht. Diese "Notkühlung" muss für Wochen aufrechterhalten werden. Übrigens, je nach Zeitpunkt der Abschaltung auch bei den dauerhaft "vom Netz genommenen AKW" - alle davon betroffenen AKW müssen also über Tage mit ausreichend Dieselkraftstoff versorgt werden um "gewisse thermische Folgen" sicher zu vermeiden.

Wem das TAB zu bürokratisch ist, kann sich ja stattdessen mit BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman von Marc Elsberg zum Thema "einstimmen". Interessanter Aspekt (zur Handlung im Roman) Italien hat diese "Smartmeter" tatsächlich und hat nach meiner Quelle "leider" noch nichts "flächendeckendes" unternommen um den fiktiven Szenario entgegenzuwirken...

Sicher ein Roman mit (bislang) rein fiktiven Handlungen, aber bestens recherchiert und technologisch "durchaus machbar". Besonders interessant, was inzwischen alles sehr schnell wegfällt in der zur "IP-Telefonie" übergehenden Gesellschaft. Besonders die inzwischen sehr zahlreichen Smartphonebetreiber dürften zum einen zum schnellen Zusammenbruch der Mobilnetze beitragen und danach recht hilflos ohne die im Minutentakt ablaufende Kommunikation sein.

Einfach mal recherchieren, wie lange diese Kommunikation bei einem flächendeckenden Blackout noch funktionieren wird..... :?
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon HugoBettauer » Mo 26. Sep 2016, 09:33

Übrigens läuft auch die Fernsteuerung von einspeisegeregelten kleineren EE-Anlagen in der Regel über das normale Mobilfunknetz.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 791
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 26. Sep 2016, 18:33

Das "gute alte analoge Telefonnetz" (nebst digitalem ISDN) hatte seine eigene Stromversorgung. Die Telekom plant bis 2018 komplett auf "IP-basierte Anschlüsse umzustellen. Damit wäre dann auch das komplette, früher eigenständige analoge Festnetz Geschichte.

Das waren noch "spannende Zeiten" analoge Leerlaufspannung 48 bis 60 V DC / ISDN ca 100 V DC - Rufspannung >60 Volt 25Hz daher war das telefonieren in der Badewanne irgendwie ein Selbstmordversuch..

Schön auch der "ZB-Betrieb" meint mit einer Batterieanlage im "Amt" - den Vermittlungsstellen mit gewissen "Reserven" alles wech in der schönen neuen schon begonnen Zukunft. Da wäre noch ein Überbleibsel beim Militär / Technisches Hilfswerk mit batteriegespeisten Inselnetzen - Rufspannung per Kurbel...

Für die veraltete analoge & ISDN Technologie gehen langsam die Ersatzteile aus

Die Teilnehmer haben zukünftig alle keinen physikalischen Anschlusspunkt mehr. "Voice over IP" (VoIP) - digital zum analogen Hörerlebnis... Daneben Mobilfunk und Satellitentelefonie.

Wie die "Verbindungsstrecken" VoIP mit Mobilfunk, Satellit usw. aussehen wissen nur noch Eingeweihte. Was da alles "von abhängt" kann man nur ahnen Hausnotrufsysteme, Alarm- oder Brandmeldeanlagen („Gefahrenmeldeanlagen“), Elektronische-Cash-Terminals, Aufzugnotrufsysteme, Münztelefone, Notruf Feuerwehr / Polizei und, und ...

Interessant in Bezug auf einen "europaweiten mehrtägigen Blackout" :
telekom.com hat geschrieben:...Auf Netzseite sorgt die Deutsche Telekom ihrerseits mit Notstromversorgungen oder im Fall von Servicearbeiten mit mobilen Batterie-Koffern dafür, dass das Netz betriebsbereit bleibt.

In der Regel wird man bei großflächigen Stromausfällen jedoch einen gegebenenfalls erforderlichen Notruf einfach mit dem Handy und somit übers Mobilfunknetz absetzen.
Na denn.... Wie lange wird wohl ein dann völlig überlastetes Mobilfunknetz erhalten bleiben - 7 ... 8 Std :?:

Auf der "Teilnehmerseite" ist bei Stromausfall und VoIP sofort "Hängen im Schacht". Smartphone & Co leben etwas länger - wenn der Akku leer ist, war´s das dann ebenfalls... Die allerwenigsten dürften eine private Notstromversorgung ihr eigen nennen. Nun ja ich versuche gerade herauszufinden, wie eine "kleine" Batterieanlage welche meine komplette Kommunikation einschließlich PC abdeckt aussehen müsste und was das in "Blei" oder "Modern" kosten könnte. Schön wäre ja ein hübscher Sinus um die eigene PV auch bei Netzausfall (Inselbetrieb) betreiben zu können.

Fertige Anlagen bietet z.B. die österreichischen Firma Mavero zu ca. 700€ / kWh (Tesla rechnet mit 1.000€ / kWh) Interessant auch das "Backup-Unit von :
Hometec.at hat geschrieben:Backup-Unit
Stro­maus­fall – kein Prob­lem
Die PIKO BA Backup Unit bietet zusätzliche Sicherheit. Kommt es zu einem Stromausfall im öffentlichen Netz, so baut Ihr Speichersystem sekundenschnell eine vollständige dreiphasige Versorgung Ihres Hausnetzes auf. Maximale Sicherheit, Unabhängigkeit und Komfort durch intelligente Lösungen mit HOMETEC Produkten.
Pro­duk­t­merk­male PIKO BA Backup Unit:
Sichere Versorgung während eines Stromausfalls
VDE geprüfte Ersatzstromfunktion
Automatische Umschaltung innerhalb weniger Sekunden
Dreiphasige Stromversorgung
Abmessungen: 680 mm x 366 mm x 173 mm (H x B x T)
Bis zu 10 Std. Betrieb in der Nacht (bei einem Verbrauch von 500W und einer vollgeladenen Batterie)
Geeignet für Verbraucher bis 4.700 W
Bleibt zu hoffen, der "Ernstfall" tritt nicht in der Winterzeit auf, wo im Januar / Februar vergleichsweise geringe solare Erträge zu erwarten sind. Wenn dadurch wenigstens die Heizanlage (welche ja auch kein eigenes Backup hat) betrieben werden kann, wäre das sicher nicht ganz so übel. Auf dem "flachen Land" dürfte auch Nachbarschaftshilfe leichter zu bewerkstelligen sein. Die Investition nur für einen möglichen länger anhaltenden Blackout zu tätigen, ist sicher übertrieben, aber wer eine PV mit Überschusseinspeisung betreibt, hat tatsächlich einen "Mehrwert" bei dann größerem Eigenverbrauch.

Ansonsten, sind die Städte mit vielen mehrgeschossigen Wohnhäusern übel dran. In den Städten dürfte "weiter oben" bald alle Toiletten zugeschi... sein ohne Spülung - auch Wasserpumpen mögen Strom - ist bald Schluss mit Lustig.

Alles in allem hilft ein wenig Nachdenken was man wie tun kann sicher - auch wenn Optimisten (das sind die gewöhnlich schlechter informierten Zeitgenossen) an einen wie immer "wahrscheinlichen Blackout" nicht glauben wollen.

Wer sich einen Speicher zulegen möchte, kann sich das lustige Video 3.6kWh All in One (Ger) ansehen das Ding ist für schlappe 6.148 € inkl. MwSt) zu haben :rolleyes:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 10063
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon Teeernte » Fr 4. Nov 2016, 21:15

immernoch_ratlos hat geschrieben:(26 Sep 2016, 19:33)

Das "gute alte analoge Telefonnetz" (nebst digitalem ISDN) hatte seine eigene Stromversorgung. Die Telekom plant bis 2018 komplett auf "IP-basierte Anschlüsse umzustellen. Damit wäre dann auch das komplette, früher eigenständige analoge Festnetz Geschichte.


Wer sich einen Speicher zulegen möchte, kann sich das lustige Video 3.6kWh All in One (Ger) ansehen das Ding ist für schlappe 6.148 € inkl. MwSt) zu haben :rolleyes:


Auch hier -unzureichendes Halbwissen.

Mobilfunk - Sammler halten bis zu 8 h. Wichtige Stationen 2 h.... Normale Stationen haben NULL
Wenige Stationen haben zusätzlich einen Notstromanschluss - und noch weniger Stationen haben den dazugehörigen "Notstromer".

Alle 10 Jahre werden die Akkus gewechselt... (Kosten) und der zusätzliche Ladestrom (Geräte , Wartung, Meldungen... Personal) sind ebenfalls Kosten.

Ist der "Strom" weg VoIP - wer hat denn seinen Router Notstromgepuffert ? & Zur Ausleitung der Notrufe gibts Vorschriften....

Wer will - nimmt einen kleinen Notstromer 1kW - mit dem Sprit - den das heimische Auto/Motorrad auch nimmt...

mit max 200 eu ist man dabei.......eine Schutzschaltung - mit nem einfachen Hand - Umschalter.

Fernseher Kühltruhe Licht...Strom der Heizanlage - reicht....

Wann war - unvorhergesehen der letzte Stromausfall - länger als 2 Stunden Großflächig ?
Benutzeravatar
immernoch_ratlos
Beiträge: 791
Registriert: So 10. Apr 2016, 16:59

Re: Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 5. Nov 2016, 12:23

Teeernte hat geschrieben:Auch hier -unzureichendes Halbwissen.
Mobilfunk - Sammler halten bis zu 8 h. Wichtige Stationen 2 h.... Normale Stationen haben NULL
Wenige Stationen haben zusätzlich einen Notstromanschluss - und noch weniger Stationen haben den dazugehörigen "Notstromer".


häh :?: Was habe ich den da anderes behauptet als :

i_r hat geschrieben:Na denn.... Wie lange wird wohl ein dann völlig überlastetes Mobilfunknetz erhalten bleiben - 7 ... 8 Std :?:


Die Lage - was die Möglichkeit von "flächendeckende Stromausfällen in Deutschland" angeht - wird mit zunehmendem Eindringen von angreifbarer "IT" nicht besser. Wo noch vor wenigen Jahren Menschen "schalteten und walteten", haben inzwischen "Algorithmen" das "Ruder" übernommen. Sicher der einzige größere Stromausfall - flächendeckend - und für die Dauer von drei Tagen - am 25. November 2005 - Stichwort "Münsterländer Schneechaos" ist ein nur relativ lokales Ereignis gewesen. Aber ~250.000 Betroffene, lernten auf die harte Tour, was ein völliger Stromausfall bedeutet. Speziell, in einem Land, wo gewöhnlich Netzausfälle in Minuten, höchsten in Stunden gemessen werden. :eek:

Noch verfügen dt. Stromnetze (aus Zeiten, wo Geld nicht vor der Physik angesiedelt war) über beachtliche Redundanzen, aber die schwinden dahin. D ist praktisch untrennbar mit allen Nachbarländern verbunden und deren "Netzprobleme" können sehr schnell zu den unseren werden. Sich darauf vorzubereiten - wenigstens Bilanz zu ziehen, wo es Schwachpunkte gibt, ist und bleibt eine hoheitliche Aufgab.

Was die kleinen Stromaggregate angeht die Du anführst, wer schon mal in Ländern mit eher fragiler Stromversorgung längere Zeit gelebt hat, weiß definitiv, die können wirklich nur kurze Hilfe sein. Kaum einer der kleinen Helferlein ist auf Dauerbetrieb ausgelegt. Hier "reicht" auf einmal :
Wer will - nimmt einen kleinen Notstromer 1kW - mit dem Sprit - den das heimische Auto/Motorrad auch nimmt...

mit max 200 eu ist man dabei.......eine Schutzschaltung - mit nem einfachen Hand - Umschalter.
Fernseher Kühltruhe Licht...Strom der Heizanlage - reicht....
OK, wenn Du das glaubst - nur schon Deine Zweifel an der Möglichkeit das es einen längeren Blackout überhaupt geben könne in D, wird nicht nur Dich sondern die Masse der möglichen Betroffenen davon abhalten so ein Gerät vorzuhalten. Ob es dann auch funktioniert. wenn es benötigt wird :?:

Wesentlich sinnvoller für eine schon vorhandene eigenen Stromversorgung ist da gewisse ein entsprechender Speicher, der ja nur als "Nebenaufgabe" bei einem Stromausfall (beschränkt) weiter nutzbar bleibt.

Es ist schon erstaunlich, wie Leute mit viel Abwehr, gegen alles und jedes anschreiben, das durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Einfach mal "dagegensein" - passt schon ...

Was das "TAB" (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag) herausgefunden hat, findet sich in den folgenden PDF :

als 30seitige Zusammenfassung oder im 264seitigen vollständigen Arbeitsbericht

Je nach ideologischer oder sonstiger Weltsicht darf das jeder sehen wie es ihm / ihr am besten in den Kram passt. Was das mögliche Ereignis angeht - schau mer mal - aber bitte nicht weinen, wenn es jemanden plus Familie trifft, der nur weil es irgendwie auch mit der "Regierung" zu tun hat, nonchalant über jegliche Argumente hinweggegangen ist...

Wenigstens ein paar Vorräte - ein wenig "Low-Tech " - Lampen und passende Batterien - ein paar Kerzchen für den gemütlichen Katastrophenabend - könnte sicher niemandem schaden ..... :thumbup:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

Zurück zu „42. Energie - Umweltschutz“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast