AKW Fessenheim - schwerer Unfall

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Tom Bombadil
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » So 6. Mär 2016, 14:22

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 14:00)

Selbst chinesische Innovationen sind besser als keine Innovationen.

Windrädchen und Solarpaneele sind keine Innovation und kein Hightech, auch die aus China nicht, wo zudem bei der Produktion die Umwelt total versaut wird, aber gut, darüber wird nonchalant hinweg geguckt, ist ja weit weg und für eine gute Sache. Außerdem haben gibt es keinerlei Zusatznutzen, die Kernenergie kann zB. auch in der Medizin und in der Forschung genutzt werden.

bakunicus: du willst mir ernsthaft weismachen, Merkel hätte den Ausstieg aus der Kernenergie nicht aus populistischen Gründen beschlossen? :D Kernenergie in Deutschland war preiswert und sicher, da beißt die Maus keinen Faden ab. Ja, die Kernenergie wurde auch subventioniert, das lehne ich ab, weil ich grundsätzlich alle Subventionen ablehne, und es wird auch nicht besser, wenn man jetzt "grüne" Energie subventioniert und den Verbraucher auch nochmal bluten lässt. Perfekt wird die Heuchelei, wenn man dann Kernenergie für den Iran fordert und den Atomdeal feiert :cool:
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Elvis Domestos » So 6. Mär 2016, 14:45

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Mar 2016, 14:22)

Windrädchen und Solarpaneele sind keine Innovation und kein Hightech, auch die aus China nicht, wo zudem bei der Produktion die Umwelt total versaut wird, aber gut, darüber wird nonchalant hinweg geguckt, ist ja weit weg und für eine gute Sache. Außerdem haben gibt es keinerlei Zusatznutzen, die Kernenergie kann zB. auch in der Medizin und in der Forschung genutzt werden.

bakunicus: du willst mir ernsthaft weismachen, Merkel hätte den Ausstieg aus der Kernenergie nicht aus populistischen Gründen beschlossen? :D Kernenergie in Deutschland war preiswert und sicher, da beißt die Maus keinen Faden ab. Ja, die Kernenergie wurde auch subventioniert, das lehne ich ab, weil ich grundsätzlich alle Subventionen ablehne, und es wird auch nicht besser, wenn man jetzt "grüne" Energie subventioniert und den Verbraucher auch nochmal bluten lässt. Perfekt wird die Heuchelei, wenn man dann Kernenergie für den Iran fordert und den Atomdeal feiert :cool:


Heuchelei ist der momentane Stand der Energiewende, um es mit Schwintoski auszudrücken: Ein nationales System, das ausländische Grünstromerzeuger benachteiligt, ist oberhalb dieser europäisch gesetzten Grenze nicht mehr rechtfertigungsfähig. Das gilt darüberhinaus für das gesamte EEG-Fördersystem, da es im Verhältnis zum europäischen Emissionhandelssystem redundant ist, folglich leerläuft. Eine Klima- und Umweltschutzwirkung kann das EEGSystem
nicht erreichen. In gleicher Weise wird weder vom EuGH noch von der Kommission im Freistellungsbeschlusszum EEG 2014 auch nur ein einziges Wort zu der Frage verloren, ob die Verletzung der europäischen Warenverkehrsfreiheit möglicherweise dann nicht mehr gerechtfertigt ist, wenn das nationale Recht erneuerbare Energien auch dann noch fördert, obwohl die Investition in die Erzeugungsanlagen amortisiert ist. Eine Förderung bereits amortisierter Anlagen
löst – wie oben schon im einzelnen dargestellt wurde – keinerlei Anreizeffekte für die Installierung weiterer Anlagen für erneuerbare Energien aus, sondern beschränkt sich auf schlichte Mitnahmeeffekte. Solche Mitnahmeeffekte (windfall-profits) sind aus der Perspektive der europäischen Warenverkehrsfreiheit verboten, denn sie schränken diese Freiheit ohne jeden erkennbaren Sachgrund übermäßig ein. Eine Förderung bereits amortisierter Erzeugungsanlagen erweist sich als unverhältnismäßig, nämlich als weder erforderlich, noch geeignet, noch angemessen. Ein Gesetz – das wie das deutsche EEG 2014 – keine Amortisationsklausel und
damit auch keinen Förderungsdeckel, der Mitnahmeeffekte verhindert, enthält, erweist sich somit nicht nur als verfassungs- sondern auch als europarechtswidrig. Auch aus diesem Grunde verstößt das EEG 2014 gegen Art. 36 AEUV. Zitatende. Ich will es einfacher ausdrücken, Deutschland befindet sich in einer Illusionsblase!
Auch ist eine Radikalisierung der Mitte zu vernehmen, wo die Mitnahmen von Windfall-Profits zu einem gefährlichen Bestandteil antidemokratischer Kräfte werden.
Nicht umsonst sprach die Presse von Goldgräberstimmung auf dem Acker. Wer diese Umstände in der Energiewende absichtlich oder unwissend übersieht, ist Bestandteil der Radikalisierung.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » So 6. Mär 2016, 14:48

@Tom Bombadil

Festhalten an und Ausbau der Atomenergie sind auch keine Innovationen. Das Vorantreiben zukunfstfähiger Technologien und die Senkung der Herstellungskosten, die Erhöhung der Marktfähigkeit, das alles ist in jedem Fall besser als der Verbleib bei dieser altvorderen Energiequelle. Egal woher, es wird immer besser als Atomenergie sein. Der Vormarsch der Atomenergie andernorts ist mitnichten ein Argument, den Ausstieg nicht voranzutreiben.
Wenn es denn einmal, ein einziges Mal mühelos gelingt, tatsächlich irgendwo eindrucksvoll mit gutem Beispiel voranzugehen, dann soll man es lassen, weil es nichts bringt? Und das, obwohl es sowieso nur um die Verschrottung von Altlasten geht?

populistischen Gründen


In Zukunft braucht sich die Politik überhaupt nicht mehr nach der Mehrheit richten, denn das ist ja alles sowieso Populismus. Schröders Regierung hat auch nur aus Populismus mit dem Ausstieg begonnen – quasi gedacht, was nicht mehr zurückgenommen werden konnte? Außerdem ist es wurscht wie und warum, Hauptsache, es geht weiter und die Atomkraft dient aus.

Bizarr, die Vorstellung, wir müssten uns heute noch um die sichere Lagerung des Mülls aus der Donauzivilisation oder aus Mesopotamien kümmern. Für die Menschen in 10.100 Jahren (die Zahl ist grob und die 100 Jahre stehen Pate für die AKW, die in diesem Jahrhundert noch gebaut werden :rolleyes: ) maximalen wird das Gewohnheit sein. Ist uns ja wurscht. Hauptsache, wir zahlen nicht aus Versehen 5 cent mehr für die Kilowattstunde und wir haben ein paar Tausend Arbeitsplätze aus der Aluminiumindustrie erhalten.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Elvis Domestos » So 6. Mär 2016, 14:58

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 14:48)

Außerdem ist es wurscht wie und warum, Hauptsache, es geht weiter und die Atomkraft dient aus.



Auch wenn du mich explizit nicht angeschrieben hast, ich finde du solltest deine Aussage nochmals überdenken. Ich meine es ist eine sehr radikale und gefährliche Aussage! Aber, du darfst es auch so stehen lassen.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » So 6. Mär 2016, 15:00

Gefährlich?

Weil unsere energieintensive Schwerindustrie investieren muss ,um weniger Energie zu brauchen?

Wie lange hält es eigentlich noch an, bis AKW-Strom günstiger ist als EE? 10 Jahre? 20?
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Cat with a whip » So 6. Mär 2016, 15:01

Elvis Domestos hat geschrieben:(06 Mar 2016, 14:13)

Weltweit ist die Atomenergie auf dem Vormarsch, selbst in Japan. Das die Atomkraft eine Last ist, will ich unterstreichen. Aber es gibt auch Fortschritte, zB in Australien.


Deren Energiepolitik ist doch stark von der Präferenz für Kohleverstromung und Uranbergbau geprägt auch wenn der Anteil der Renewables langsam in den zweistelligen Prozentbereich wächst.
Die haben Angst dass ihre Wirtschaft wegen Kohleexport leidet. Bei Kyoto sind die ja immer noch nicht dabei. Da sieht mans schon dass deren Wind und Solar Power eher Beiwerk ist, wenn sie die Kohle nicht im Boden lassen. Der fossile Kohlenstoff wird dann als CO2 halt dann nicht unter australischen Himmel sondern woanders in die Atmopshäre gejagt.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Cat with a whip » So 6. Mär 2016, 15:07

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 15:00)

Gefährlich?

Weil unsere energieintensive Schwerindustrie investieren muss ,um weniger Energie zu brauchen?



Da sehe ich nur ganz wenig einsparungspotential. Verhüttung und Metallveabeitung sind nicht beliebig weniger energiehungrig, da für eine Schmelze einer Masse nunmal eine bestimmte Menge innerer Energie vorliegen muss und Verformung nunmal Arbeit kostet.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » So 6. Mär 2016, 15:12

Cat with a whip hat geschrieben:(06 Mar 2016, 15:07)

Da sehe ich nur ganz wenig einsparungspotential. Verhüttung und Metallveabeitung sind nicht beliebig weniger energiehungrig, da für eine Schmelze einer Masse nunmal eine bestimmte Menge innerer Energie zugeführt werden muss.


Das ist auch nicht relevant. Aber wegen ein paar Tausend Arbeitsplätzen für den Erhalt der Atomenenerige zu plädieren ist grotesk. Das Arbeitsplätze-Mantra eignet sich nicht in jedem Fall als Innovationsbremse.

Die menschenverachtende Erhöhung der Stromkosten nach der Abschaltung der AKW in Deutschland soll mir erst einmal jemand vorrechnen. :rolleyes:
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Cat with a whip » So 6. Mär 2016, 15:20

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 15:12)

Das ist auch nicht relevant. Aber wegen ein paar Tausend Arbeitsplätzen für den Erhalt der Atomenenerige zu plädieren ist grotesk.

Das ist relevant. Es ist für die energetische Betrachtung völlig egal ob die Arbeitsplätze hier oder woanders sind.

Es ist halt leider so dass Großindustrie abwandern könnte wenns hier zu teuer wird zu produzieren. Das sah man ja am Niedergang der mitteuropäischen Montanindustrie weil in anderen Erdteilen Kohle und Erz viel billiger gefördert werden konnten. Das einzige was man tun kann ist internationale Abkommen treffen die vor diesen markverschiebungen schützen indem sie überall ähnliche Bedingungen schaffen.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » So 6. Mär 2016, 15:25

Selbst wenn auch dann mal wieder Ideenlosigkeit gegen Innovationspotenzial siegen sollte und es zu restlosen Abwanderungen kommen sollte: Das kann nicht der Grund dafür sein, an Atomkraft festzuhalten.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Cat with a whip » So 6. Mär 2016, 15:45

Es wird ja auch nicht zu einer restlosen Abwanderung kommen, da Energiepreise nicht der einzige Faktor für Rentabilität ist. Kernkraft ist auch global gesehen quantitativ nicht das Problem, sondern Kohle und Öl. Ausserhalb der ersten Welt ist Kernkraft marginal. Es wird zwar immer gerne in der Verblödungspropaganda der Atomkraftfans auf die weltweit steigende zahl der KKW verwiesen als ob der Deutsche Ausstieg ein Sonderweg sei, aber dabei wird geflissentlich verschwiegen dass diese im gesamten Energiemix dieser Länder kaum eine Rolle spielen. Lediglich in einigen Ländern Europas wie Deutschland, Frankreich und England, den USA und Japan ist Kernkraft einigermaßen relevant. Selbst in Russland ist Kernkraft im unteren einstelligen Prozentbereich fast bedeutungslos.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon H2O » So 6. Mär 2016, 15:54

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 15:12)

Das ist auch nicht relevant. Aber wegen ein paar Tausend Arbeitsplätzen für den Erhalt der Atomenenerige zu plädieren ist grotesk. Das Arbeitsplätze-Mantra eignet sich nicht in jedem Fall als Innovationsbremse.

Die menschenverachtende Erhöhung der Stromkosten nach der Abschaltung der AKW in Deutschland soll mir erst einmal jemand vorrechnen. :rolleyes:


Wer soll Ihnen denn solche Zahlen anliefern?
Das kann hier doch niemand!

Aber: War es nicht so, daß für die Einspeisung
von Solarstrom eine hohe Vergütung zugesagt
worden war, um überhaupt private Investitionen
aus zu lösen? Jetzt gibt es davon wohl so viel,
daß an einem Sonnentag mehr Strom angeliefert
wird, als die Verbraucher benötigen.

Praktisch wird es also so sein, daß die Verbraucher
diese Vergütung mit ihren Strompreisen aufbringen.
Und natürlich auch die Kosten, die der alte Kraftwerks-
betrieb verursacht, plus Kosten für die Stromverteilung
im internationalen Strommarkt.

Waren da nicht zusätzlich niedrige Strompreise für
Starkverbraucher, um diese Betriebe im Lande
halten zu können? Das bezahlt Otto Normalverbraucher
natürlich auch. Marktwirtschaft kann dieses Verfahren
bestimmt nicht sein.

Diese Kostenbelastung ist am Ende aber immer noch
fairer als sie mit einer Solidaritätsabgabe zu erheben.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon schokoschendrezki » Do 10. Mär 2016, 09:22

Cat with a whip hat geschrieben:(06 Mar 2016, 15:45)

Es wird ja auch nicht zu einer restlosen Abwanderung kommen, da Energiepreise nicht der einzige Faktor für Rentabilität ist. Kernkraft ist auch global gesehen quantitativ nicht das Problem, sondern Kohle und Öl. Ausserhalb der ersten Welt ist Kernkraft marginal. Es wird zwar immer gerne in der Verblödungspropaganda der Atomkraftfans auf die weltweit steigende zahl der KKW verwiesen als ob der Deutsche Ausstieg ein Sonderweg sei, aber dabei wird geflissentlich verschwiegen dass diese im gesamten Energiemix dieser Länder kaum eine Rolle spielen. Lediglich in einigen Ländern Europas wie Deutschland, Frankreich und England, den USA und Japan ist Kernkraft einigermaßen relevant. Selbst in Russland ist Kernkraft im unteren einstelligen Prozentbereich fast bedeutungslos.


Bei der Energiebilanz und hinsichtlich der Kosten vielleicht ... beim Gefahrenpotenzial sicherlich nicht. Besonders, wenn man berücksichtigt, dass in einem Land wie Japan hinter der Atomkraftlobby nicht zuletzt maffiöse, yakuza-Organisationen stecken, die dafür sorgen, dass auch nach Fukushima das Geschäft wieder anläuft (Nähere aktuelle Informationen dazu: http://www.deutschlandfunk.de/japanische-akw-tageloehner-am-reaktor.1170.de.html?dram:article_id=342970). In Frankreich wirds nicht so viel anders aussehen, in Russland womöglich noch schlimmer.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Cat with a whip » So 13. Mär 2016, 01:37

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Mar 2016, 09:22)
In Frankreich wirds nicht so viel anders aussehen[...]


Es hilft nichts zu spekulieren. Der Bericht lässt leider auch viel Raum für Spekulation was die wirkliche Strahlendosis betrifft, und wenig neu ist auch dass in Japans havarierten Reaktor Leiharbeitsfirmen und Susubunternehmenr tausende Leute durchjagen die nicht wissen welchem Risiko sie ausgesetzt sind. Es lässt aber vermuten dass das Risko für die Arbeiter viel höher ist als offiziell gewünscht. Dass die Mafia das Geschäft mitführt ist ein gesllschaftliches Problem Japans. Die Japaner haben ein Mentalitätsproblem bei Autoriäten. Das Individuum zählt wenig und nach oben wird genickt. Das begünstig diese Zustände wenn keine Kritik geäussert wird.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Cat with a whip » So 13. Mär 2016, 02:24

Jedenfalls wird Fessenheim nun doch wie in den Jahren zuvor angedroht früher stillgelegt. 2013 machte die sozlialistische Regierung dies von Baumaßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit abhängig. 2015 sollte diese Bedingungn doch nicht gelten und und nun ist diese Verlängerungsoption wieder mit einer 180°-Wendung ganz vom Tisch. Man sieht schon wie schwierig es die Politk hat bei einer so mächtigen Lobby wie der Atomkraftbetreiber in Frankreich. Da müssen die Unternehmen erst ganz kräftig ins Klo langen bevor die Politk sich traut zu handeln.

Interessant:
Im September 2015 wurde berichtet, dass eine Stilllegung des AKW Fessenheim im Jahre 2017 oder 2018 fraglich ist. Die Rechte um Sarcozy hat sogar erklärt, dass sie nach einem Wahlsieg 2017 die Laufzeit der Anlage verlängern möchte.[21]

http://de.atomkraftwerkeplag.wikia.com/ ... nkreich%29
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 12. Apr 2016, 20:59

Tom Bombadil hat geschrieben:Kernenergie in Deutschland war preiswert und sicher, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Aha ! Tolles Statement. Wer von den Anwesenden und besonders die Befürworter hat in seinem Leben schon mal ein AKW von innen gesehen ?

Oder gar ein deutsches, das gerade mit Ach und Krach an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist ? Preiswert und sicher ich lach mich tot. Von allen Kraftwerkstypen ist diese Sorte schon zu "Lebzeiten" das teuerste was es zu kaufen gibt.

Unsere Nachbarn haben gleich noch ein "serielles Problem". In D war und ist nahezu jedes AKW eine singuläre Erscheinung. Passt was nicht, schaltete man die Kiste einfach mal ab - monatelang und das des öfteren. In F wäre der Zusammenbruch da, wenn sich herausstellt, das da was seriel-konstruktives schief läuft.

Entweder, man verheimlicht so was und die "Rückrufaktion" (bekannt aus der Autoindustrie) bleib einfach aus - und hofft, der erkannte Fehler soundsovielmal der selbe, weil sonundsoviele AKW baugleich sind - bleibt folgenlos - alles geht gut. Kein "Supergau" beim Nachbar... Statistik die nur einen Gegenstand betrachtet, kommt zu anderen Ergebnissen, wenn es eben sonundsoviele baugleiche AKW zu berechnen gibt.

Mich würde besonders interessieren woran es liegen mag das :
Tom Bombadil hat geschrieben:Windrädchen und Solarpaneele .... wo zudem bei der Produktion die Umwelt total versaut wird
??? Ist das nur so ein persönliches Gefühl oder gibt es da irgendwelche Fakten ?

Was Arbeitsplätze angeht, im Bereich EE gibt (gab) es schön über D verteilt jede Menge nachhaltiger Arbeitsplätze. Nicht in der Massenproduktion von PV-Modulen sondern da wo D gut ist und gut sein muss im "Drumherum". Jede Menge neue technologische Entwicklungen. Genau das Richtige für ein Land ohne nennenswerte Bodenschätze viel "Dienstleistung" und nahezu Null Bedarf an Hilfsarbeitern in der Industrie 4.0 Jeder vernünftige Elektroinstallateur kann eine PV-Anlage montieren - warten und reparieren. Alles "Binnenarbeitsplätze".

So ein Blödsinn man bräuchte "Kernenergie (die) kann zB. auch in der Medizin und in der Forschung genutzt werden." Heilige Einfalt. Was alle brauchen ist ein ungestörtes Verhältnis zu unseren Ressourcen. Einfach mal schlau machen, wo überall Massen von Energie gebraucht werden und wie "man" damit umgeht. ganz so als gäbe es kein Morgen.

Das größte Problem liegt darin, EE-Generatoren können zunächst nur mit "grauer Energie" überhaupt erst einmal gebaut werden. Das erfordert erhebliche energetische Investitionen. Werden die nicht rechtzeitig getätigt, kollidiert der ganz "normale" Energiebedarf mit dieser Produktion. Ich rede bewusst nicht von Geld, sondern von "energetischer Investition".

Auch wenn es schwerfällt, egal wie viele €uro, Dollar oder was immer man in eine versiegende Erdöl oder Erdgasquelle "wirft" es bleiben trotz gewaltiger Anstrengungen ~30% im Boden. Da ist dann noch die Betrachtung, wie viel Energie muss ich aufwenden um ein Vielfaches an Energie zu fördern. Zu Beginn der amerikanischen Ölförderung kamen auf 100 Fässer Öl der äquivalente Energiebedarf von einem einzigen Fass. Als nach und nach eine Quelle nach der anderen versiegte, hat man spätestens dann aufgehört, wenn man genauso "viel" Energie gewinnen konnte, wie man "investieren" musste. All das muss ich mir nicht aus den Fingern saugen. Jeder der das wirklich wissen will, kann da nachlesen.

Das besondere an den "EE-Generatoren" ist die Tatsache, sie sind die einzige Möglichkeit mehr Energie zur Nutzung bereitzustellen, als für Transport, Bau und Betrieb notwendig ist. Stichwort EROI oder deutsch Ertntefaktor.

So so, "Windrädchen und Solarpaneele sind keine Innovation" ??? Außer Fließwasserkraftwerke kenne ich bis zur Realisierung von WKA und PV kein einziges Kraftwerk das einen positiven EROI hat. Der Kunstgriff, einfach die zum Betrieb notwendige Betriebsstoffe Kohle, Öl und Uran (nebst deren Förderung, Verarbeitung, Transport und Beseitigung der "Überbleibsel") aus der Rechnung zu lassen, kann eigentlich nur Vollidioten verborgen bleiben.

Einfaches Beispiel, ich kaufe mir ein schönes neues Auto - Bau und Transport in allen Variationen berechne ich, aber den notwendigen Treibstoff, Benzin, Diesel - Erdgas berechne ich nicht. Tolle Milchmädchenrechnung. Ohne Sprit läuft da garnix. Bis die Kiste auf dem Schrott landet, hat sie noch jede menge Sprit geschluckt.

So nachzulesen in einem WIKI. Da schneiden AKW fantastisch gut ab in nur 17 Tagen reproduziert sich so ein Kraftwerk energetisch selbst. Ob das auch ohne Brennstäbe funktioniert ? Wohl eher nicht !

Ganz anders und hier liegt die Innovation, werter "Tom Bombadil" - egal wie ich es betrachte - finanziell oder energetisch - außer der Investition kommen keine Betriebskosten ("Brennstoffe") dazu. Bei PV praktisch keine Wartungskosten. Und was die energetische Amortisation angeht :
WIKI hat geschrieben:Für südeuropäische Standorte liegt die Energierücklaufzeit (2011) zwischen 0,8 bis 1,5 Jahren für Dünnschichttechnologien und etwa 1,7 Jahren für Anlagen auf Basis mono- und multikristalliner Solarzellen
Womit sich meine eigene Anlage demnächst in ein paar Monaten zum dritten mal energetisch reproduziert hat. Bei neueren PV-Typen werden sich diese Zeiten nochmal verkürzen.

Ja, ja " Solarpaneele sind keine Innovation" tz tz tz...
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Cat with a whip » Do 14. Apr 2016, 06:26

Die Kontrolle in der BRD scheint noch einigemassen transparent zu sein, wenn Unstimmigkeiten durch Betriebsinterne Revision bekannt werden und nach aussen mitgeteilt werden.

So wird jetzt im Laufe einer Überprüfung eines meldepflichtigen Ereignis bekannt, dass ein externer Dienstleister in mindestens sieben Fällen die Prüfprotokolle eines Störfallmonitors (unklar inwieweit sicherheitrelevant) fingiert hat, anstatt tatsächlich zu Prüfen. Der Fall ereignete sich im ENBW-Werk Phillipsburg 2.
Der derzeit für die Revision vom Netz genommene Block 2 wird erst wieder in normalen Betrieb gehen dürfen, wenn sichergestellt wird dass eine solche Vortäuschung ausgeschlossen wird. Der Block verliert spätestens per §7 AtG am 31.12.2019 endgültig die Betriebsgenehmigung, auch wenn die Reststrommenge nicht geliefert wurde.

http://orf.at/stories/2334357/
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/m ... 77380.html
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » Do 14. Apr 2016, 06:48

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Apr 2016, 21:59)

Aha ! Tolles Statement. Wer von den Anwesenden und besonders die Befürworter hat in seinem Leben schon mal ein AKW von innen gesehen ?

Ich, gar ein deutsches. Wir waren mit der Schule in einem AKW. Du auch schon? Und was hat diese persönliche Erfahrung für eine Bedeutung? Wird man dadurch zum Experten?

Unsere Nachbarn haben gleich noch ein "serielles Problem".

Ist das nur so ein persönliches Gefühl oder gibt es da irgendwelche Fakten?

In F wäre der Zusammenbruch da, wenn sich herausstellt, das da was seriel-konstruktives schief läuft.

Wurden eigentlich alle Kernreaktoren des Typs RBMK-1000 abgeschaltet?

Ist das nur so ein persönliches Gefühl oder gibt es da irgendwelche Fakten ?

Die Produktion vieler getriebeloser Windräder verursacht katastrophale Umweltzerstörungen in China.
Chinesische Solarzellen haben eine verheerende Umweltbilanz

Ja, ja " Solarpaneele sind keine Innovation" tz tz tz...

Korrekt. Windräder sind uralt und das Prinzip von Solarzellen ist erforscht, da ist keine Innovation mehr zu erwarten, nur noch eine Verbesserung des Wirkungsgrades. Die Massenproduktion findet größtenteils in China statt, mit den o.g. Auswirkungen für die Umwelt.

Heilige Einfalt, Vollidioten

Gratulation, so schnell wie du hat es kaum ein neuer User auf die Ignoreliste geschafft, falls du denn hier tatsächlich neu bist. Ich wünsche dir aber auf alle Fälle gute Gesundheit und hoffe für dich, dass du nicht irgendwann einmal an einem aggressiven Krebs erkrankst, denn für dich wird es dann ja ganz sicher keine Therapie geben, die auf den Erkenntnissen aus der Kernernergieforschung basiert. Da bist du sicherlich prinzipientreu.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 14. Apr 2016, 09:02

Mit einer Schulklasse - darf ich raten - 1, 2 Stunden ? Was mich angeht nun ja wenn dass hilft, habe mehrere Jahre in einer solchen Anlage gearbeitet und in einer ganz besonderen anderen Monate.

Ja ein ganz besonders "Gefühl" für technische Zusammenhänge. Genau, wirtschaftliche Gründe sind es, die es verhindern das bei Störungen sofort alle betroffenen Anlagen "zurückgerufen" werden - um bei der Analogie zum Automobil zu bleiben.

Was gerade chinesisch Produktionsmethoden angeht, dürften die was Umweltschäden angeht, wohl in allen Bereichen "Spitze" sein. Daraus dann abzuleiten das PV besonders schlecht für die Umwelt sei, ist doch sehr schlicht. Alles was "wir" so produzieren hat meist bei der "Beschaffung" der Rohstoffe "irgendwo da draußen" einen katastrophalen Einfluss auf die Umwelt. Entscheidend ist zumindest bei PV die Tatsache, es gehen keinerlei schädliche Emissionen im Betrieb solcher Anlagen aus und da die Sonne egal wo ohne "weitere Nebenwirkungen" zur Erdoberfläche gelangt, kann auch hier selbst der größte Ignorant nix daran herummäkeln.

Google hat geschrieben:In·no·va·ti·o_n Substantiv [die]

der Vorgang, dass durch Anwendung neuer Verfahren und die Einführung neuer Techniken ein Bereich erneuert und auf den neuesten Stand gebracht wird.
Wie Du problemlos erkennen kannst geht es um Einführung einer Technology. Auf den neusten Stand bringen, nun ja, schon mal darüber nachgedacht, das womöglich das fossile Zeitalter zu Ende geht ?

Was "Vollidioten" angeht, ganz einfach auf den Kontext achten. Warum sollte ich damit hiesige User meinen ? Ach ja, ich bin tatsächlich neu hier. Doch braucht es erst tausend nichtssagende Beiträge um dann auf den Punkt zu kommen ? Könnte es nicht auch sein, das es auch hier einige User gibt, die in anderer Form Dir durchaus schon mal widersprochen haben ?

Wo hat diese Technologie - mit atomarem Zerfall - heißes Wasser bzw. Dampf zu erzeugen - irgendwelchen medizinischen Fortschritt gebracht ? Das solltest Du (keinesfalls mir) mal näher erklären.

Was "ignorieren" angeht, da darf jeder tun was ihm/ihr beliebt. Allerdings muss eine Ignorant sich fragen warum er/sie das tut. Die Weisheit des WIKI hilft da weiter :
WIKI hat geschrieben:Ignoranz, Unwissenheit (auch Unwissen oder Unkenntnis) oder Missachtung zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person etwas – möglicherweise absichtlich – nicht kennt, nicht wissen will oder nicht beachtet (missachtet).
Erfreulich, dass Du Dir Sorgen um meine Gesundheit machst. Die Chance, in einem AKW an einer Krebsart zu erkranken war tatsächlich recht hoch. Dabei war wohl auch entscheidend wie lange die Anlage schon in Betrieb war/ist. Mit fortschreitender Betriebsdauer und zunehmenden Kontamination des Kontrollbereichs wird das Personal immer häufiger "exponiert" und nach und nach auch wachsender Lebensalterdosis, wächst das Risiko. Kollegen, die in einem der ältesten dt. AKW seit Jahren arbeiteten, hatten da durchaus beachtliche Werte angehäuft. Dort musste manche oft Stunden ausharren (nach einem dortigen "miniGAU" ) bevor man wieder den Kontrollbereich verlassen durfte. Auch das mehrmalige Waschen der Hände mit der üblichen Zitronensäure konnte winzige strahlende Partikel nicht beseitigen. Da war eben Warten angesagt - oder dann eine "Freischaltung" durch den "Strahlenschutz". Nicht das irgendwer gern darüber reden würde. Für viele geht es ja um den Arbeitsplatz und leider erzeugt das nur sehr wenig kritisches Nachdenken....
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 28. Apr 2016, 18:36

Nachgereicht - endlich eine Lösung für eventuell außer Kontrolle geratene AKW in Belgien : Belgische Bevölkerung erhält Jod-Tabletten

So entsteht Schutz - einfach keine Radioaktivität über die Grenze lassen ! Was bei Flüchtlingen nun dank vielfältiger Forderungen inzwischen funktioniert, warum sollte sich die ungeliebte Radioaktivität nicht einfach "wunschgemäß" draußen halten lassen ?

Belgier, die brav ihre Jodtabletten schlucken, werden so jeden erdenklichen GAU gewiss überleben. Was kommt als nächstes im Kampf gegen den Atomtod - Voodoo ?

OK wir dürfen beruhigt sein will doch :
Belgien will im nächsten Jahr vorsorglich Jod-Tabletten an die gesamte Bevölkerung verteilen zum Schutz vor radioaktiver Strahlung. Betroffen seien alle Bürger in einem Umkreis von 100 Kilometern um ein Atomkraftwerk, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Bisher würden die Tabletten nur in einem Umkreis von 20 Kilometern ausgeteilt. Die Folgen der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima hätten allerdings gezeigt, dass ein größerer Bereich nötig sei, um die Bevölkerung zu schützen.

Der Plan ist vor dem Hintergrund einer Pannenserie in belgischen Atommeilern entstanden. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks forderte bereits, die Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 herunterzufahren, bis alle Sicherheitsfragen geklärt seien. Die belgische Atomaufsicht wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Meiler seien sicher. :thumbup:
Mal sehen welche Erfahrungen wir sammeln dürfen, wenn nun mal bei einem belgischen AKW der Deckel wegfliegt... :?

Also ich persönlich verwende nur noch Jodsalz zur Jodprophylaxe auch "JodF11 Körnchen" die früher meinem Kanarienvogel zustanden, nehme ich präventiv anlässlich solcher Nachrichten ein. Nebenwirkung, mein Gesang kommt nun sehr viel fröhlicher.
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

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