AKW Fessenheim - schwerer Unfall

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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon H2O » So 6. Mär 2016, 11:15

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 10:56)

Vorab: Was es braucht, ist Handlungs-/ Leidensdruck, für alle. Nur so kann man das weitertreiben. Nicht durch billige Energie.
Handlungsdruck erzeugt Innovationsdruck und die technologische Entwicklung wird vorangetrieben. Deutschland wird sich daran mal dumm und dämlich verdienen.


Na ja, der Leidensdruck hat dazu geführt, daß die
Aluminiumhütte bei Stade mit dem Aus für das dortige
AKW nun an anderer Stelle Aluminium herstellt...
vermutlich nicht in Deutschland. Damit will ich keines-
wegs kämpferisch auftreten, sondern eher sachlich
feststellend.

Ich halte wie jeder andere vernünftige Mensch umwelt-
schonende Energieerzeugung und Energieeinsparung
an möglichst vielen Stellen für sehr sinnvoll, keine Frage.

Erneut: Die Energiewende befindet sich in einer ganz
schwierigen Lage, weil die Speichertechnik nicht mit
den Erwartungen und Hoffnungen Schritt gehalten hat.
Die großen Kohlekraftwerke behalten ihre Bedeutung
mit dem "Segen" des Wirtschaftsministers. Vermutlich
sind diese Zugeständnisse an Umweltverschmutzer tat-
sächlich dem Leidensdruck fehlender Energiespeicher
geschuldet.

Muß man die Erzeugung erneuerbarer Energien vielleicht
doch mehr als einen umweltfreundlichen zeitweisen Ersatz
umweltschädlicher Energieerzeugung verstehen?
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » So 6. Mär 2016, 12:16

H2O hat geschrieben:(05 Mar 2016, 21:50)

Nein, das kann so nicht gewollt sein.

Es ist Tatsache und wird die nächsten Jahrzehnte auch so bleiben.

H2O hat geschrieben:(05 Mar 2016, 21:52)

Das werden sich die Menschen bei Fukushima
und Tschernobyl mehrfach täglich versichern.

Das Leben ist voller Risiken, das lässt sich nicht vermeiden. Wie stehst du denn zum Autoverkehr oder zur Hausarbeit? Abschaffen? Beides fordert deutlich mehr Todesopfer und Verletzte als die Kernenergie.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Umetarek » So 6. Mär 2016, 12:17

Offensichtlich ergänzen sich Sonne und Wind, an wieviel Prozent des Jahres gibt es großflächig weder Wind noch Sonne? Hier eine Tabelle zum Thema Anteile Solar- und Windstrom von 2011-2014.
http://i.imgur.com/9kK72Bh.jpg und hier der Link zum pdf-Dokument, der die Tabelle entnommen ist https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroef ... chland.pdf
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Umetarek » So 6. Mär 2016, 12:18

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:16)

Es ist Tatsache und wird die nächsten Jahrzehnte auch so bleiben.


Das Leben ist voller Risiken, das lässt sich nicht vermeiden. Wie stehst du denn zum Autoverkehr oder zur Hausarbeit? Abschaffen? Beides fordert deutlich mehr Todesopfer und Verletzte als die Kernenergie.

Weil es deutlich weniger Kernkraftwerke gibt.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » So 6. Mär 2016, 12:22

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 09:51)

Das Bevölkerung und Industrie mit höheren Energiepreisen zurechtkommen müssen, sollte einfach mal akzeptiert werden.

Warum sollte man ideologischen Unsinn "einfach mal" akzeptieren? Die Welt wird durch den deutschen Ausstieg aus der Kernenergie nicht sicherer, noch nichtmal für Deutschland sinkt die Gefahr. Überall auf der Welt werden neue AKW gebaut, auch in unserer unmittelbaren Umgebung. Für den stark erdbebengefährdeten Iran machen sich vor allen Dingen diejenigen dafür stark, dass dort Kernenergie genutzt wird, die in Deutschland so tun, als würden deutsche AKW schnurstracks in die Apokalypse münden. Aber ok, diesen Irrsinn kennt man ja.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon H2O » So 6. Mär 2016, 12:23

"Das Leben ist voller Risiken, das lässt sich nicht vermeiden. Wie stehst du denn zum Autoverkehr oder zur Hausarbeit? Abschaffen? Beides fordert deutlich mehr Todesopfer und Verletzte als die Kernenergie."

Allgemeine Lebensrisiken, die unsereiner auch bewußt
eingeht, unterscheide ich schon von grundsätzlich ver-
meidbaren Lebensrisken. Autoverkehr und Hausarbeit
ensteht durch millionenfache persönliche Entscheidung;
AKW-Betrieb ist eine nur scheinbar wirtschaftliche
Energieversorgung; nach Fukushima und Tschernobyl
haben sich Millionen Menschen in diesem Lande gegen
den weiteren Betrieb dieser Technik entschieden. Das
muß Demokraten genügen; unüberlegt ist das Spiel ja
auch nicht beendet worden.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » So 6. Mär 2016, 12:28

Umetarek hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:18)

Weil es deutlich weniger Kernkraftwerke gibt.

Und deshalb ist das Risiko, bei einem Autounfall zu sterben, extrem höher.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » So 6. Mär 2016, 12:31

H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:23)

Allgemeine Lebensrisiken, die unsereiner auch bewußt
eingeht, unterscheide ich schon von grundsätzlich ver-
meidbaren Lebensrisken.

Autoverkehr und Hausarbeit sind prinzipiell auch vermeidbar. Welches Risiko wurde denn jetzt vermieden? Rund um Deutschland gibt es immer noch viele AKW.

Das
muß Demokraten genügen; unüberlegt ist das Spiel ja
auch nicht beendet worden.

Guter Witz, Merkel war auf Stimmenfang, das war die einzige Überlegung dabei.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon H2O » So 6. Mär 2016, 12:40

Umetarek hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:17)

Offensichtlich ergänzen sich Sonne und Wind, an wieviel Prozent des Jahres gibt es großflächig weder Wind noch Sonne? Hier eine Tabelle zum Thema Anteile Solar- und Windstrom von 2011-2014.
http://i.imgur.com/9kK72Bh.jpg und hier der Link zum pdf-Dokument, der die Tabelle entnommen ist https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroef ... chland.pdf


So gesehen hätten wir in Deutschland ja gar kein Problem
mit unserer Energiewende. Dann könnte man doch gleich auf
eine energieautarke Versorgung unserer Wirtschaft setzen
und auf jeglichen Energieimport aus Kernkraft und Kohle
verzichten.

Auch könnte man sich die aufwendige Forschung nach
wirtschaftlichen Energiespeichen ersparen, und unser Wirt-
schaftsminister Gabriel triebe ein ganz übles Spiel mit dem
weiteren Betrieb der Braunkohleverstromung.

Das glaube ich aber nicht so recht! Dann würden ihn sicher
alle Hunde hetzen!

Wir haben vermutlich gar kein Problem mit der Energiemenge,
sondern mit ihrer stetigen Verfügbarkeit. Stromtrassen sind ein
Element auf dem Weg zur Lösung dieses Problems. Immerhin
denkt man hier sogar über Pumpspeicherwerke in Norwegen
nach... wahrhaft gigantische Vorhaben, aber auch ein Hinweis
auf erkannte Schwierigkeiten. Strom aus Solarkraftwerken in der
Sahara... toller Gedanke. Und jetzt so viele "kalte Füße".
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » So 6. Mär 2016, 12:42

Aha!

Stimmenfang. Wenn die Politik mal tut, was die Mehrheit will, dann ist das verwerflich. Als sei die Politik nicht eigentlich dafür gedacht. Ich befürworte den Atomausstieg, auch wenn er höhere Energiekosten zufolge haben sollte. Und wenn alles sinnlos ist, nur weil die anderen nicht mitmachen, können wir gleich auf den Bäumen sitzen bleiben.

"Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie." Albert Einstein
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon H2O » So 6. Mär 2016, 12:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:31)

Autoverkehr und Hausarbeit sind prinzipiell auch vermeidbar. Welches Risiko wurde denn jetzt vermieden? Rund um Deutschland gibt es immer noch viele AKW.

Halten Sie diese Meinung für mehrheitsfähig?
Guter Witz, Merkel war auf Stimmenfang, das war die einzige Überlegung dabei.

Na prima, dann die Kanzlerin abwählen und gleich
neue AKW bauen. Etwas mehr Ernsthaftigkeit könnte
hier nicht schaden!
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » So 6. Mär 2016, 12:50

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:42)

Wenn die Politik mal tut, was die Mehrheit will, dann ist das verwerflich.

Nur mal gut, dass das im Moment nicht auch so gemacht wird, damit wärst du dann ganz sicher nicht einverstanden und würdest das auch nicht einfach mal akzeptieren.

Ich befürworte den Atomausstieg, auch wenn er höhere Energiekosten zufolge haben sollte.

Yep, der arbeitslose Aluminiumarbeiter wird darüber auch sehr dankbar sein.

Und wenn alles sinnlos ist, nur weil die anderen nicht mitmachen, können wir gleich auf den Bäumen sitzen bleiben.

Wie oft willst du dieses Null"argument" noch wiederholen? Kernkraft ist innovativer als Windrädchen und Solarpaneele.

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"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » So 6. Mär 2016, 12:50

H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:44)

Halten Sie diese Meinung für mehrheitsfähig?

Diskutieren wir oder machen wir Wahlkampf?

Na prima, dann die Kanzlerin abwählen und gleich
neue AKW bauen. Etwas mehr Ernsthaftigkeit könnte
hier nicht schaden!

Ich bitte darum.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon H2O » So 6. Mär 2016, 12:54

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:50)

Diskutieren wir oder machen wir Wahlkampf?


Ich bitte darum.


Dieser Aufruf richtet sich aber auf Sie!
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » So 6. Mär 2016, 12:59

H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 12:54)

Dieser Aufruf richtet sich aber auf Sie!

1. Gebot: du sollst nicht projizieren :P Glaubst du ernsthaft, dass Merkel die Umwelt und die radioaktive Unversehrtheit der deutschen Bevölkerung am Herzen lag? Dass sie Angst vor einem Erdbeben mit anschließendem Tsunami hatte, der die deutschen AKW dahin raffen und den Super GAU auslösen würde? Ich glaube das nicht, meiner Meinung nach hat sie sich die an Fukushima anschließende Hysterie in Deutschland (wie erinnern uns: Geigerzähler waren binnen weniger Tage ausverkauft) zu Nutze gemacht, um Stimmen für sich und ihre Partei zu gewinnen.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » So 6. Mär 2016, 13:07

Tom Bombadil hat geschrieben:Yep, der arbeitslose Aluminiumarbeiter wird darüber auch sehr dankbar sein.


Kollateralschaden. Das Ziel ist zu wichtig, als dass man - mal wieder - allein mit dem augenscheinlichem Totschlagargument, dem Arbeitsplätze-Mantra, alles blockieren können sollte. Auch Steinkohlekumpels mussten gehen. Das hat die Gesellschaft gut verkraftet. Der Erhalt von Arbeitsplätze ist ja schön und gut, aber eine Innovationsbremse darf er nicht sein.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » So 6. Mär 2016, 13:11

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 13:07)

Der Erhalt von Arbeitsplätze ist ja schön und gut, aber eine Innovationsbremse darf er nicht sein.

Innovation mit Windrädchen und Solarpaneelen aus China. Super :D
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon bakunicus » So 6. Mär 2016, 13:41

@ tom bombadil
ich denke doch, dass merkel als physikerin eine sehr gute vorstellung von den gefahren und lasten der atomenergie hat.
wir müßen ein paar dinge mal festhalten

1. atomstrom ist nicht billig, und schon gar nicht billiger als die regenerativen energien; der atommüll muß 500.000 bis eine million jahre lang sicher gelagert und beschützt werden.
alleine das wird kosten verursachen, die jeden rahmen einer kosten- / nutzenbilanz sprengen werden.
und wie wir jetzt wissen, wird der rückbau von atomkraftwerken hunderte milliarden € kosten, die am steuerzahler hängenbleiben, da die vorgesehenen rücklagen der betreiber diese kosten nicht mal ansatzweise decken.
und als anmerkung dazu sei noch gesagt, dass der abriss auch ohne den ausstieg kommen muß, da diese anlagen eine begrenzte lebensdauer haben, und mit zunehmendem alter das risiko eines unfalls oder sogar GAUs erheblich steigt.
auch haben wir immer noch keine funktionierenden endlager, womit ein entscheidendes moment fehlt, da eine gesicherte entsorgung rechtlich vor dem betrieb steht; leider hat man sich seitens der politik und justiz in der vergangenheit darüber hinweggesetzt.

2. die gefahr eines unfalls und supergaus besteht jederzeit, auch ohne akute erdbebengefahr. das belegen zahlreiche störfälle, und auch die möglichkeit eines terroristischen anschlags ist keine utopie.
für diesen fall gibt es nicht mal ansatzweise ausreichende notfallpläne, die konsequenzen wären in jeder hinsicht unvorstellbar katastrophal, schlichtweg nicht beherrschbar.
da müßen bei jedem politiker sämtliche alarmglocken schrillen.

3. der atomausstieg ist längst auch von den betreibern vollzogen; kein einziges energie-unternehmen plant noch einen neubau eines atomkraftwerks, weil sich das ohne große subventionen des staates nicht wirtschaftlich betreiben lässt, man will nur die bereits vorhandenen meiler so lange wie möglich nutzen.
völlig unabhängig von der politik ist das ende also abzusehen.

wenn man sich das alles vor augen führt, dann ist die nutzung der amtomenergie ein verbrechen an zukünftigen generationen, das wir sehenden auges an unsere kinder und enkel vererben, die den preis dafür zahlen müßen, ohne einen nutzen davon zu haben.
das muß endlich aufhören, und ich bin merkel und schröder dankbar, dass sie hier die reißleine gezogen haben.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » So 6. Mär 2016, 14:00

Tom Bombadil hat geschrieben:(06 Mar 2016, 13:11)

Innovation mit Windrädchen und Solarpaneelen aus China. Super :D


Selbst chinesische Innovationen sind besser als keine Innovationen. Und du wirst ja wohl kaum bestreiten, dass Deutschland da nicht auch in der Oberliga mitspielt. Ein zukunftsfähiger Wirtschaftsfaktor. Atomenergie ist jetzt schon nichts mehr weiter als Altlast.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Elvis Domestos » So 6. Mär 2016, 14:13

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 14:00)

Selbst chinesische Innovationen sind besser als keine Innovationen. Und du wirst ja wohl kaum bestreiten, dass Deutschland da nicht auch in der Oberliga mitspielt. Ein zukunftsfähiger Wirtschaftsfaktor. Atomenergie ist jetzt schon nichts mehr weiter als Altlast.


Weltweit ist die Atomenergie auf dem Vormarsch, selbst in Japan. Das die Atomkraft eine Last ist, will ich unterstreichen. Aber es gibt auch Fortschritte, zB in Australien.

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