AKW Fessenheim - schwerer Unfall

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Elvis Domestos

Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Elvis Domestos » Fr 4. Mär 2016, 22:30

staatliche Garantien sind etwas anderes als überzogene und nicht gerechtfertigte Rendite. Der Rohstoff der Windkraft ist Wind, wer diesen in D. pauschal vergütet, der sollte einmal genau hinschauen wie sich das auswirkt. Alle guten Argumente der Energiewende in Ehren, aber wer dann auf beiden Augen blind ist, oder ideologisch verblendet ist, der gibt allen Abzockern den richtigen Wind in den Segeln, mehr nicht!
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frems
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon frems » Fr 4. Mär 2016, 23:19

Du hattest früher mehr Planwirtschaft als heute. Das lag schon an den zentralisierten Netzen und den Monopolisten. Zudem sind Atomausstieg und Energiewende keine Synonyme. Bei letzterem geht's primär um die fossilen Energieträger Kohle, Gas und Öl.

Und vermutlich ist es nicht für jeden vorstellbar, aber Windräder kosten ein paar Cent bei Planung, Bau und Betrieb (inkl. Wartung). Fessenheim ist aber auch bald Geschichte. Ganz ohne Merkel.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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syna
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon syna » Sa 5. Mär 2016, 12:13

Elvis Domestos hat geschrieben:(04 Mar 2016, 22:30)

staatliche Garantien sind etwas anderes als überzogene und nicht gerechtfertigte Rendite. Der Rohstoff der Windkraft ist Wind, wer diesen in D. pauschal vergütet, der sollte einmal genau hinschauen wie sich das auswirkt. Alle guten Argumente der Energiewende in Ehren, aber wer dann auf beiden Augen blind ist, oder ideologisch verblendet ist, der gibt allen Abzockern den richtigen Wind in den Segeln, mehr nicht!


Das mag in Teilen so sein: Die Aufstellung von Windkraftanlagen wird ja über die EEG-Umlage
subventioniert. Und zwar ganz bewusst.

Wenn man sich aber im Vergleich dazu vor Augen hält, mit welch immensen Summen die
Atomkraft subventioniert wurde (Forschung+Entwicklung, Brennstab-Infrastruktur,
Entsorgung (Gorleben, Asse), Rückbau der Atomruinen, Erlass der GAU-Schadensversicherung),
dann, ja dann kann einem richtig schlecht werden.

Wenn Du dann im Hinblick auf die erneuerbaren Energien von "Planwirtschaft" sprichst, dann
sind Dir die Maßstäbe wohl vollkommen verrutscht. ;)
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » Sa 5. Mär 2016, 12:30

Tom Bombadil hat geschrieben:(04 Mar 2016, 15:36)

Tja, daran sieht man, was der deutsche Atomausstieg bringt: gar nichts.


Du meinst, weil die Nachbarn eh ihre AKW behalten, brauchen wir auch keine abstellen? Das ist mir in dieser Angelegenheit viel zu pragmatisch und viel zu konservativ.

Nur ein abgeschaltetes AKW ist ein gutes AKW. Und der deutsche Atomausstieg gehört vielleicht in die Top 10 der wertvollsten zivilisatorischen Leistungen der Menschheit im 21. Jahrhundert. Insebsondere, da er gleichzeitig mit einer Energiewende gelingt und auch die Kohle in wenigen Jahrzehnten sich nicht mehr rechnen wird. Es ist immer eine Leistung, wenn man es schafft, progressives Denken umzusetzen. Die Energiewende ist endlich mal eine technologische Revolution, die nichts mit Kriegen zu tun hat. So wie es sonst immer war.

Wenn es immer so wäre, dass niemand etwas macht, weil die anderen ja auch nichts tun, dann säßen wir heute noch auf den Bäumen.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » Sa 5. Mär 2016, 12:32

Die Nachbarn stellen nur dann ihre AKW ab, wenn ihre Nachbarn es auch tun. Deutschland mag nur ein Anfang sein. Aber ohne Anfang auch kein Prozess.

Und Nachteile am Atomausstieg habe ich noch nie feststellen können.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon nichtkorrekt » Sa 5. Mär 2016, 12:54

Ich bin absolut kein Freund der Grünen, aber der Atomausstieg war richtig und gesellschaftlicher Konsens, er hätte allerdings geplant stattfinden sollen, wie von der Regierung Schröder beschlossen und nicht übereilt nach dem Ausstieg vom Ausstieg durch die Merkel-Junta.
Wer nicht AfD wählt, wählt Merkel.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon H2O » Sa 5. Mär 2016, 13:35

NMA hat geschrieben:(05 Mar 2016, 12:30)

Du meinst, weil die Nachbarn eh ihre AKW behalten, brauchen wir auch keine abstellen? Das ist mir in dieser Angelegenheit viel zu pragmatisch und viel zu konservativ.

Nur ein abgeschaltetes AKW ist ein gutes AKW. Und der deutsche Atomausstieg gehört vielleicht in die Top 10 der wertvollsten zivilisatorischen Leistungen der Menschheit im 21. Jahrhundert. Insebsondere, da er gleichzeitig mit einer Energiewende gelingt und auch die Kohle in wenigen Jahrzehnten sich nicht mehr rechnen wird. Es ist immer eine Leistung, wenn man es schafft, progressives Denken umzusetzen. Die Energiewende ist endlich mal eine technologische Revolution, die nichts mit Kriegen zu tun hat. So wie es sonst immer war.

Wenn es immer so wäre, dass niemand etwas macht, weil die anderen ja auch nichts tun, dann säßen wir heute noch auf den Bäumen.


Sehr weitgehend Zustimmung! Dennoch sehe ich voller
Sorge eine schlimme Versorgungslücke in Zeiten, wenn
weder die Sonne scheint noch der Wind weht. Praktisch
müsste für solche nicht ganz ungewöhnlichen Zeiten
eine große Kraftwerksleistung vorgehalten werden, die
in wenigen Minuten Windkraft und Sonnenkraft ersetzen
kann. Oder wir müssten Energiespeicher für diese Zeit
vorhalten... was noch besser wäre. Aber da ist bisher
kein gangbarer Weg zu erkennen, der das Problem
großtechnisch und wirtschaftlich löst.

Ich verstehe überhaupt nicht, daß öffentlich aus diesem
fehlenden Baustein der Energiewende kein Aufreger ent-
steht. Was übersehe ich da nur?
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Cat with a whip » Sa 5. Mär 2016, 14:45

Versutus hat geschrieben:(04 Mar 2016, 19:33)

Jedes vom Netz genommene AKW kann schon mal keinen Schaden mehr anrichten.

Natürlich. Ist wie beim Klimaschutz. Etwas ist besser als nichts. Daher wird ja auch die Verweigerungshaltung anderer kein Gegenargument fürs eigene Handeln.
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Sa 5. Mär 2016, 15:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Cat with a whip » Sa 5. Mär 2016, 15:08

Übrigens ist die Medienberichterstattung der ARD etwas überzogen. Den Schilderungen nach handelt es sich nicht um einen Unfall. Es könnte maximal ein ernster Störfall INES 3 sein, oder nach dem Geschilderten ein Störfall nach INES 2 sein. Gleichwohl natürlich meldepflichtig. Gerade dass dieser Störfall nicht ausserhalb des Landes an die IAEA gemeldet wurde müsste eigentlich für Frankreichs Behörde ernste Folgen nach sich ziehen. Wenn es da nun keine umfassenden Untersuchungen und ausgeweitete Kontrollen gibt, dann Gute Nacht Europa, denn noch 50% der französischen Kraftwerke sollen nach 2025 laufen. Der Vorfall wird sicher innenpolitische Folgen haben und könnte die Macht der Atomkraftlobby reduzieren, sodass Laufzeiten weiter reduziert werden können.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 5. Mär 2016, 16:46

H2O hat geschrieben:(04 Mar 2016, 18:46)

Tja, dann hätten diese Leichtfüße eben die Energiewende
ausrufen sollen; selbst schuld! ;)

Günstige Energie ist wichtig.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 5. Mär 2016, 16:53

NMA hat geschrieben:(05 Mar 2016, 12:30)

Das ist mir in dieser Angelegenheit viel zu pragmatisch und viel zu konservativ.

Habe ich kein Problem mit, ich bin aber auch niemand der meint, dass Deutschland irgendeine Vorreiterrolle spielen muss. Günstige Energie ist wichtig, das wurde ja auch erkannt, indem man die Industrie so gut wie möglich voin den Preiserhöhungen verschont hat. Bezahlen muss es wie immer der dumme Bürger, der sich dem nicht entziehen kann.

Es ist immer eine Leistung, wenn man es schafft, progressives Denken umzusetzen.

Quark. Merkel hat das aus rein populistischen Gründen gemacht, um Wählerstimmen beim nach Fukushima hysterischen Wähler abzufischen. Ginge es um Umwelt- oder Katastrophenschutz, hätte nur eine europäische Lösung Sinn gemacht. So werden jetzt überall neue AKW gebaut, in Europa und dem Rest der Welt und der deutsche Alleingang verpufft wirkungslos.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 5. Mär 2016, 17:06

H2O hat geschrieben:(05 Mar 2016, 13:35)

Dennoch sehe ich voller
Sorge eine schlimme Versorgungslücke in Zeiten, wenn
weder die Sonne scheint noch der Wind weht.

Es werden eben weiter massenhaft fossile Energieträger verbrannt: Kohle, Gas und Erdöl.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Elvis Domestos » Sa 5. Mär 2016, 17:10

syna hat geschrieben:(05 Mar 2016, 12:13)

Das mag in Teilen so sein: Die Aufstellung von Windkraftanlagen wird ja über die EEG-Umlage
subventioniert. Und zwar ganz bewusst.



Eine perfekte Umverteilungsmaschine von arm zu reich, die sich jeglicher Kritik von Anti- Atomkraftgegnern entzieht, die Geburt einer neuen Klasse. Pseudolinkes, eben grünes Ideologiegeschätz, nach dem Motto > grüne Blätter, brauner Stamm < , sie wissen ihre neue Klasse eben zu schätzen. Siehe daher meine Kritik an die unkontrollierte EEG- Verteilung, als harsche antideutsche Gesellschaftskritik, die sich insbesondere an den grünen Geist richtet, auch an deinen. Ob CUM CUM, CUM EX oder zu recht kritisierte EEG Umverteilung, mein linker Stolz verpflichtet.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Cat with a whip » Sa 5. Mär 2016, 19:48

Das EEG wurde erst zum Witz nachdem immer mehr Ausnahmen davon für Gewerbe gemacht wurden zuungunsten der privaten Haushalte. Und das geht vor allem auch wieder auf die korrupten Regierungen unter Merkel zurück.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 12270.html

Merkel war ebenso dafür verantwortlich dass die einst unter Rot-Grün beschlossenen Laufzeiten unter Schwarz-Gelb unter skandlösen Umständen verlängert wurde. Der Tusch kam dann kurz nach der angekündigten Verfassungsklage der Länder Februar 2011 mit Fukushima im März.

Zitate von Merkel:
1994:
"Im Licht des CO2-Problems ist die Kernkraft eine saubere, unter Sicherheitsaspekten verantwortbare Energie und auch für die Zukunft wichtig."

2009:
Wenn ich sehe, wie viele Kernkraftwerke weltweit gebaut werden, dann wäre es wirklich jammerschade, sollten wir aus diesem Bereich aussteigen.

12.03.2011
"An so einem Tag darf man sicher nicht sagen, unsere Kernkraftwerke sind sicher. Sie sind sicher."

http://www.sueddeutsche.de/politik/japa ... -1.1071326

Hä?

Sodann brach die Schwarzgelbe Regierungskoalition in den Umfragen auf 40% ein und die Grünen schossen hoch auf 23%. Panik! Dann kam die Wendehälsin Merkel und schraubte mit dem Verweis sie sei froh, dass es ihre Idee gewesen sei, die eigene Laufzeitverlängerung wieder zurück. Kurzerhand die eigene Inkonsequenz und Opportunismus nach Wetterlage zum persönlichen Sieg umdefinieren.

Noch'n Merkelquote zu ihrer Ethik:
Politik heißt nicht, ständig nach dem Wetterhahn auf dem Dach zu schauen, sondern seine Überzeugungen umzusetzen.


Und sowas wird hier leider mit 35 bis 40% gewählt. :D
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon H2O » Sa 5. Mär 2016, 21:50

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Mar 2016, 17:06)

Es werden eben weiter massenhaft fossile Energieträger verbrannt: Kohle, Gas und Erdöl.


Nein, das kann so nicht gewollt sein. Vielleicht ist dann
mit Biogas, Pumpspeicherwerken und was weiß ich
etwas möglich.

Aber die Unsicherheit bleibt natürlich, bis ein guter und
gangbarer Weg gefunden wurde.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon H2O » Sa 5. Mär 2016, 21:52

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Mar 2016, 16:46)

Günstige Energie ist wichtig.


Das werden sich die Menschen bei Fukushima
und Tschernobyl mehrfach täglich versichern.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon Elvis Domestos » So 6. Mär 2016, 02:34

syna hat geschrieben:(05 Mar 2016, 12:13)

Das mag in Teilen so sein: Die Aufstellung von Windkraftanlagen wird ja über die EEG-Umlage
subventioniert.[u] Und zwar ganz bewusst.
[/u]


ganz bewusst. OK, glaube ich dir sofort! Und deswegen verteidigst du auch das EEG, welches ich GANZ BEWUSST harsch kritisiere!
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » So 6. Mär 2016, 09:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(05 Mar 2016, 16:46)

Günstige Energie ist wichtig.


Fortschritt und Einsparung sind wichtiger. Das Bevölkerung und Industrie mit höheren Energiepreisen zurechtkommen müssen, sollte einfach mal akzeptiert werden. Nur wer nicht nach vorne schaut, begreift das als Hemmnis. Wer proaktiv damit umgeht, erfährt das als beflügelnde Innovation.
Abgesehen davon braucht mal ja nicht so tun, als würde sich der Preis wegen AKW-Abschhaltungen gleich vervielfachen ... das wäre wie Teufel an die Wand malen.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon H2O » So 6. Mär 2016, 10:23

NMA hat geschrieben:(06 Mar 2016, 09:51)

Fortschritt und Einsparung sind wichtiger. Das Bevölkerung und Industrie mit höheren Energiepreisen zurechtkommen müssen, sollte einfach mal akzeptiert werden. Nur wer nicht nach vorne schaut, begreift das als Hemmnis. Wer proaktiv damit umgeht, erfährt das als beflügelnde Innovation.
Abgesehen davon braucht mal ja nicht so tun, als würde sich der Preis wegen AKW-Abschhaltungen gleich vervielfachen ... das wäre wie Teufel an die Wand malen.


So ganz kann ich Ihren Gedanken nicht folgen:
Energiefressende Technik wird sich schon dahin
zurück ziehen, wo sie peisgünstig ihren "Rohstoff"
beziehen kann. Der Preis einer zerstörten Umwelt
kann sicher ermittelt werden, aber den bezahlen
wir zusätzlich zum Preis unserer Energiewende,
die wir uns eigentlich auferlegt haben, um die Umwelt
zu schonen.

Im übrigen teile ich Ihre Sichtweise schon; nur wird
unser Verzicht nicht gerade dadurch belohnt, daß unsere
Nachbarn AKW gleich hinter unseren Landesgrenzen
betreiben und erweitern, oder daß sie im Lande vor-
handene Kohle in riesigen Kraftwerksblöcken in preis-
werte elektrische Energie umwandeln.

Diesen Widerspruch muß man schon offen ansprechen,
wenn man eine Lanze für die Energiewende brechen will.

Sie drücken sich auch auffallend um das Thema der
Energiespeicherung für Zeiten der Flaute oder ohne
Sonneneinstrahlung. Kennen Sie eine Abhilfe dafür,
daß man also einige Tage einen solchen Zustand
überbrücken kann? Nur mit einer Stromtrasse durch die
Republik dürfte das nicht zu machen sein.
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Re: AKW Fessenheim - schwerer Unfall

Beitragvon NMA » So 6. Mär 2016, 10:56

H2O hat geschrieben:(06 Mar 2016, 10:23)

(...)

Sie drücken sich auch auffallend um das Thema der
Energiespeicherung für Zeiten der Flaute oder ohne
Sonneneinstrahlung. Kennen Sie eine Abhilfe dafür,
daß man also einige Tage einen solchen Zustand
überbrücken kann? Nur mit einer Stromtrasse durch die
Republik dürfte das nicht zu machen sein.


Vorab: Was es braucht, ist Handlungs-/ Leidensdruck, für alle. Nur so kann man das weitertreiben. Nicht durch billige Energie.
Handlungsdruck erzeugt Innovationsdruck und die technologische Entwicklung wird vorangetrieben. Deutschland wird sich daran mal dumm und dämlich verdienen.

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