Diskriminierung von Grünstrom aus der EU

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Elvis Domestos

Re: Diskriminierung von Grünstrom aus der EU

Beitragvon Elvis Domestos » Di 26. Apr 2016, 14:07

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Elvis Domestos

Re: Diskriminierung von Grünstrom aus der EU

Beitragvon Elvis Domestos » Di 26. Apr 2016, 14:10

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immernoch_ratlos
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Re: Diskriminierung von Grünstrom aus der EU

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 26. Apr 2016, 17:28

"Thema : Diskriminierung von Grünstrom"

Woher bitte, um beim ursprünglichen Thema zu bleiben, kommt überhaupt "Grünstrom aus der EU" den man "diskriminieren" könnte ?

Zunächst einmal die Frage wie kann etwas "diskriminiert" werden, wenn es über "Strombörsen" gehandelt wird. Auch wenn sich das jeder selbst "ergoogeln" kann, hier ein Auszug aus dem WIKI "Strombörse" :
Eine Strombörse ist ein organisierter Markt für Strom, der ähnlich wie eine Wertpapierbörse funktioniert.

Als Produkte werden zeitlich abgegrenzte Mengen an Strom gehandelt. Der Vorteil des Stromhandels an der Börse ist die Bündelung von Angebot und Nachfrage, wodurch eine hohe Liquidität erreicht werden kann. Standardisierte Produkte ermöglichen einen geregelten Handel und schaffen einfache Vergleichsinstrumente, wodurch die Transaktionskosten sinken.

Strom aus Österreich, Frankreich und Deutschland wird an der Strombörse EEX (European Energy Exchange) in Leipzig gehandelt, Strom aus fünf skandinavischen Ländern an der Börse Nord Pool. Spanien und Portugal, Tschechien, die Slowakei haben eine Börse; ebenso Ungarn, Italien und Slowenien. Großbritannien und Irland handeln ihren Strom bisher rein national.

Anfang Oktober 2013 hat die EU-Kommission den EU-Mitgliedstaaten den Vorschlag vorgelegt, eine einheitliche europäische Strombörse (siehe auch Binnenmarkt) bis Ende 2015 zu schaffen.


Dann wäre da noch :
Die europäische Strombörse European Power Exchange (EPEX SPOT SE) ist eine Börse für kurzfristigen Stromgroßhandel in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. EPEX SPOT hält 100 % der Anteile der APX Group, welche die kurzfristigen Strommärkte in Belgien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich betreibt.
in Paris.

Alle Beteiligten betrachten Europa in diesem Zusammenhang wie ein "durchgehende Kupferplatte" in der Strom frei in jede beliebige Richtung fließen kann. Weiter kann man sich allerdings nicht vom physikalischen Stromfluss entfernen. Auch, wenn ich meinen Strom über einen "Naturstromprovider" hauptsächlich aus Österreich (österreichische EXAA) "kommen lasse", kommt der reale Strom schlicht von den mir am nächsten gelegen Kraftwerken und ist weder "gelb" noch "grün" aber immer "tiefgrau". Im Nachhinein muss "mein Provider" dann noch seinen "Strommix" deklarieren, einmal alle Jahre - tolle Informationspolitik.

Strom ist seit der fortgeschrittenen "Liberalisierung", ein Handelsgut wie alles, was sich irgendwie sonst verkaufen lässt. Das Besondere an diesem "Markt" respektive den Börsen, sog. "Insiderhandel" und Manipulationen, welche an den "normalen Börsen" sanktioniert werden, sind bei "Strombörsen" völlig "normal". Die Diskrepanz zwischen langfristig verkauftem Strom und dem "Spotmarkt" (Paris) ist um das ~15fache größer (Leipzig).

Der private Kunde ist davon vollkommen abgekoppelt. Der bezahlt was die einzelnen EVU und deren Eigner "für richtig halten". Wobei Preiserhöhungen immer sofort "durchgereicht" werden, Preissenkungen dagegen "traditionell" eher nicht.

Da wäre dann noch die "EEG - Umlage", mit allem, was "man" noch "oben draufsatteln" kann. Gebrandmarkt mit dem Namen "EEG" ist auch gleich für alle naiv Denkende der "wahre Schuldige" gefunden. Das funktioniert besonders prächtig, weil "schlecht informiert & denkfaul" zu der Einsicht "doof regiert sich gut" kumuliert. Das der Erlös aus dem Verkauf eben an diesem "Spotmarkt" praktisch umgekehrt proportional zu den dort erzielbaren Preisen ist, also je billiger der Strom dort gehandelt wird, desto größer ist die Lücke dessen, was in den EEG-Topf wandert, ist eine Glanzleistung in cleverer Manipulation. Das nun gerade "normale Verbraucher" zu den "nicht privilegierten Strombeziehern" gehören, ist Wille einer durchaus lobbylastigen von uns gewählten Regierung - und ganz gewiss nicht der allerersten. Da aber genau diese Leute mehrheitlich "stets was anderes zu tun haben", als sich mühsam zu informieren, wird außer starken Worten, rein garnix passieren.

Nun, statt irgendwelche Parolen nachzubeten, könnte man sich ja auch mal der Mühe unterziehen und wenigstens versuchen nachzuvollziehen, was da in einem Gesetz das mal ursprünglich mit ~25 Seiten auskam, heute in der kommenden Novelle 2016 mit ~250 Seiten drinsteht. Leider ist das Lesen und Verstehen von Gesetzen, allgemein keine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung. Daher können alle, die "uns" etwas unterjubeln wollen, problemlos darauf vertrauen, das liest ja eh keiner.

Im Zweifelsfall ist man erst mal entrüstet und folgt den "stärksten Parolen". Warum das nun auch in all den "politischen Foren" nicht anders ist, will sich mir nicht so recht erschließen.
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Elvis Domestos

Re: Diskriminierung von Grünstrom aus der EU

Beitragvon Elvis Domestos » Mi 27. Apr 2016, 14:41

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immernoch_ratlos
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Re: Diskriminierung von Grünstrom aus der EU

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 7. Mai 2016, 06:15

Könnte ganz gut zu diesem Thema passen : Die große Stromlüge Es lohnt sich die Zeit von 01:19:40 zu opfern und diese Doku zu verfolgen.

Womöglich können ja einige daraus mehr über die ach so "nutzlosen" EE lernen und verstehen, warum eine mächtige Lobby alles tut, um deren Verbreitung zu verhindern - was ja einige hier voll unterstützen. :rolleyes:

Mit diesem Link kommt man direkt "zur Sache" das "mp4 Format" lässt sich auch speichern....
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