Tüten sollen teurer werden

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JJazzGold
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon JJazzGold » Sa 24. Okt 2015, 11:27

Milady de Winter » Sa 24. Okt 2015, 11:31 hat geschrieben:Ich nehme zum Einkaufen in 9 von 10 Fällen einen Korb oder eigene Tüten mit. Wenn ich wirklich mal ungeplant ein paar Dinge im Supermarkt besorge, suche ich mir dort meist einen kleinen leeren Karton, in den ich meine Artikel lege.

Meinen Einkauf lasse ich mir eigentlich nur in Boutiquen (also Bekleidungsgeschäften) in Tüten packen, denn wenn ich "shoppen" gehe, weiß ich selten, in welchem Umfang oder in welcher Größe ich Tüten benötige.

Wenn die Wiederverwendung von Tüten, speziell im LEH, durch höhere Kosten angeregt werden kann, wäre das für mich absolut in Ordnung.


Für spontane Einkäufe habe ich eine kleine, in sich faltbare Tragetasche in der Handtasche, die hat mir vor längerer Zeit eine Freundin aus RSA mitgebracht, früher habe ich auch zu einem freien Karton gegriffen. Bei Shoppen bon Kleidung ist mir aufgefallen, dass zunehmend Papiertaschen verwendet werden. Nur in den Duty free shops bekommt man nach wie vor die Plastiktüten versiegelt.
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H2O
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon H2O » Sa 24. Okt 2015, 18:35

JJazzGold » 2015-10-24, 12:27 hat geschrieben:
Für spontane Einkäufe habe ich eine kleine, in sich faltbare Tragetasche in der Handtasche, die hat mir vor längerer Zeit eine Freundin aus RSA mitgebracht, früher habe ich auch zu einem freien Karton gegriffen. Bei Shoppen bon Kleidung ist mir aufgefallen, dass zunehmend Papiertaschen verwendet werden. Nur in den Duty free shops bekommt man nach wie vor die Plastiktüten versiegelt.


Sie beschreiben hier lobenswerte Einzeltaten
zur Vermeidung von Umweltfreveln.

Um den Verpackungswahn nachhaltig ein zu
dämmen, müsste aus meiner Sicht mit gesetz-
lichem Pfandgeld dafür gesorgt werden, daß
umweltschädliche Verpackungen auch syste-
matisch zurück gegeben werden. Dazu wäre ein
gründliches Nachsinnen über sinnvoll mögliche
Kreislaufwirtschaften angezeigt!

Das Thema lautet zwar "Plastiktüten sollen teurer
werden"... aber der Umweltfrevel ist doch weitaus
breiter angelegt als infolge bunter Plastiktüten. Die
natürlich auch!


Man muß nur einmal in den Dünen europäischer
Küsten hinsehen, was da alles an Plastikflaschen,
Körperpflegemitteln, Reinigungsmitteln, Farbeimern...
von der See angespült wird. Das ist wirklich nieder-
schmetternd!

Man kann auch einmal nachdenken, wie sich der
im "Gelben Sack" gesammelte Plastikabfall unserer
Haushalte entwickelt hat. Gefühlt hat sich in 10
Jahren diese Menge verdoppelt. Ein Wahnsinn!
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon jack000 » Sa 24. Okt 2015, 19:00

H2O » Sa 24. Okt 2015, 19:35 hat geschrieben:Man muß nur einmal in den Dünen europäischer
Küsten hinsehen, was da alles an Plastikflaschen,
Körperpflegemitteln, Reinigungsmitteln, Farbeimern...
von der See angespült wird. Das ist wirklich nieder-
schmetternd!

Das ist richtig, aber nicht Müll aus deutschen Haushalten vom Festland. Der Müll stammt i.d.R. von Schiffen.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Moses
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon Moses » Sa 24. Okt 2015, 20:52

Milady de Winter » Sa 24. Okt 2015, 11:31 hat geschrieben:Ich nehme zum Einkaufen in 9 von 10 Fällen einen Korb oder eigene Tüten mit. Wenn ich wirklich mal ungeplant ein paar Dinge im Supermarkt besorge, suche ich mir dort meist einen kleinen leeren Karton, in den ich meine Artikel lege.

Meinen Einkauf lasse ich mir eigentlich nur in Boutiquen (also Bekleidungsgeschäften) in Tüten packen, denn wenn ich "shoppen" gehe, weiß ich selten, in welchem Umfang oder in welcher Größe ich Tüten benötige.

Wenn die Wiederverwendung von Tüten, speziell im LEH, durch höhere Kosten angeregt werden kann, wäre das für mich absolut in Ordnung.


Stimmt, beim Hemden Kaufen landen die meist doch in der Tüte, richtig.
Wenn ich allerdings das Auto quasi vor der ladentür habe bin ich auch so frei zu sagen, !Lass ma weg die Tüte, muss ja nich."
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon jack000 » So 25. Okt 2015, 16:32

Milady de Winter » Sa 24. Okt 2015, 11:31 hat geschrieben:Ich nehme zum Einkaufen in 9 von 10 Fällen einen Korb oder eigene Tüten mit. Wenn ich wirklich mal ungeplant ein paar Dinge im Supermarkt besorge, suche ich mir dort meist einen kleinen leeren Karton, in den ich meine Artikel lege.

Meinen Einkauf lasse ich mir eigentlich nur in Boutiquen (also Bekleidungsgeschäften) in Tüten packen, denn wenn ich "shoppen" gehe, weiß ich selten, in welchem Umfang oder in welcher Größe ich Tüten benötige.

Wenn die Wiederverwendung von Tüten, speziell im LEH, durch höhere Kosten angeregt werden kann, wäre das für mich absolut in Ordnung.

ggf. wird es die nicht mehr kostenlos geben:
Die Deutschen verbrauchen weiterhin zu viele Plastiktüten. Deshalb sollen nun auch Modeketten und Kaufhäuser Geld für Tragetaschen verlangen - und zwar deutlich mehr als bislang die Supermärkte.
Plastiktüten werden nächstes Jahr teurer – die Verbraucher müssen mit Preisen von 20 Cent pro Stück rechnen. Das geht aus einem Vorschlag des Handelsverbands Deutschland (HDE) an das Bundesumweltministerium hervor. Die Händler wollen mit der freiwilligen Vereinbarung verhindern, dass der Bund zu einer gesetzlichen Regelung greift, um die viel kritisierte Tüten-Flut einzudämmen. Es bestehe kein dringender Handlungsbedarf, begründete HDE-Geschäftsführer Kai Falk den Verzicht auf drastischere Maßnahmen wie beispielsweise ein gesetzliches Verbot oder eine Zwangsabgabe.

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Verbr ... ahlen.html
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon Boracay » So 25. Okt 2015, 17:00

In Deutschland sind Plastiktüten kein Problem, Müll sieht man so gut wie nirgendwo. Das ist in so richtig verdreckten asozialen Ländern wie Indien anders (noch nie so viel Dreck auf einem Haufen gesehen wie in dem ekligen Land).

Darauf bitte den Focus und nicht nach D wo Plastikverpackungen in 99.9% aller Fälle der thermischen Verwertung zugeführt werden.
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frems
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon frems » So 25. Okt 2015, 17:11

John Galt » Fr 23. Okt 2015, 17:21 hat geschrieben:Ist das nur eine lasche Empfehlung des HDE soll das ein Gesetz werden?

Beides. Das zuständige Bundesministerium sitzt derzeit mit dem HDE und Umweltverbänden zusammen, um eine Lösung auszuarbeiten, die zunächst als freiwilliger Aufruf gelten soll. Je nachdem, wie die Geschäfte es annehmen bzw. umsetzen, könnte es dabei bleiben -- oder, falls der "Erfolg" ausbleibt, Gesetz werden.

In Deutschland dürfte sich da aber auch nicht viel ändern. Plastiktüten kosten ja meist schon 15-30 Cent (je Größe) und zur Zeit wird "mind. 20 Cent" angedacht (Umweltverbände wollen 50 Cent). Zudem ist der Verbrauch an Plastiktüten in Deutschland schon sehr gering, sodaß die Ziele recht unproblematisch zu erreichen sein sollten. In Südeuropa ist das etwas anders. Da wird Dir ohne Nachfrage für jeden Kleinkram eine kostenlose Tüte mitgegeben. Bist beim Supermarkt, kaufst Brot sowie Aufstrich, öffnest schon Deinen Rucksack, aber die Kassiererin packt die drei Teile trotzdem in eine Tüte, die sie Dir dann in die Hand drückt. Oder beim Kiosk ein Bier kaufen. Da gibt's gerne mal zwei Tüten, weil eine ja reißen könnte.

Die Verschmutzung im öffentlichen Raum ist aber nicht so sehr das Problem, sondern daß die meisten Bürger (auch bei uns) zu blöd zum Trennen von Müll sind. Da gibt's dann auch gut gemeinte Sachen wie Tüten, die sich nach einer Weile auflösen. Aber es ist eben nur gut gemeint und nicht gut, denn der Prozeß dauert meist drei bis vier Wochen (andernfalls würden Supermärkte die gar nicht erst anschaffen), während eine Tüte im Schnitt nach sechs, sieben Tagen bei der Stadtreinigung landet. Da die Kunden solche abbaubaren Tüten aber mal wie normales Papier behandeln und mal wie Bananenschalen, müssen sie manuell von Mitarbeitern herausgezogen werden. Obwohl solche Tüten keine 5% am Markt ausmachen, sind sie für über 50% der Arbeit verantwortlich. Da wäre etwas Aufklärung aus meiner Sicht sinnvoller als Gesetze, aber auf mich hört man ja nicht. :|
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Teeernte
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon Teeernte » So 25. Okt 2015, 17:25

frems » So 25. Okt 2015, 18:11 hat geschrieben:Beides. Das zuständige Bundesministerium sitzt derzeit mit dem HDE und Umweltverbänden zusammen, um eine Lösung auszuarbeiten, die zunächst als freiwilliger Aufruf gelten soll. Je nachdem, wie die Geschäfte es annehmen bzw. umsetzen, könnte es dabei bleiben -- oder, falls der "Erfolg" ausbleibt, Gesetz werden.

In Deutschland dürfte sich da aber auch nicht viel ändern. Plastiktüten kosten ja meist schon 15-30 Cent (je Größe) und zur Zeit wird "mind. 20 Cent" angedacht (Umweltverbände wollen 50 Cent). Zudem ist der Verbrauch an Plastiktüten in Deutschland schon sehr gering, sodaß die Ziele recht unproblematisch zu erreichen sein sollten. In Südeuropa ist das etwas anders. Da wird Dir ohne Nachfrage für jeden Kleinkram eine kostenlose Tüte mitgegeben. Bist beim Supermarkt, kaufst Brot sowie Aufstrich, öffnest schon Deinen Rucksack, aber die Kassiererin packt die drei Teile trotzdem in eine Tüte, die sie Dir dann in die Hand drückt. Oder beim Kiosk ein Bier kaufen. Da gibt's gerne mal zwei Tüten, weil eine ja reißen könnte.

Die Verschmutzung im öffentlichen Raum ist aber nicht so sehr das Problem, sondern daß die meisten Bürger (auch bei uns) zu blöd zum Trennen von Müll sind. Da gibt's dann auch gut gemeinte Sachen wie Tüten, die sich nach einer Weile auflösen. Aber es ist eben nur gut gemeint und nicht gut, denn der Prozeß dauert meist drei bis vier Wochen (andernfalls würden Supermärkte die gar nicht erst anschaffen), während eine Tüte im Schnitt nach sechs, sieben Tagen bei der Stadtreinigung landet. Da die Kunden solche abbaubaren Tüten aber mal wie normales Papier behandeln und mal wie Bananenschalen, müssen sie manuell von Mitarbeitern herausgezogen werden. Obwohl solche Tüten keine 5% am Markt ausmachen, sind sie für über 50% der Arbeit verantwortlich. Da wäre etwas Aufklärung aus meiner Sicht sinnvoller als Gesetze, aber auf mich hört man ja nicht. :|


...der Müll wird verfeuert.... Die Trennung bringt also ? ??

2 Anfahrten - für Müll ......und Gelben Sack/Tonne , .....Sortierung .......und gemeinsame Verbrennung der Kunstofftüten.

Nutzen = 2 Anfahrten und eine Sortierung ? (Mehr Arbeitskräfte-, mehr Sprit-, mehr Strom - Einsatz.... ..mehr Umwelt verbraten)

Nachtrag - auch selbstauflösende Tüten werden verfeuert.

Frems.....es gibt keine Mülldeponie für Hausmüll in D.
Zuletzt geändert von Teeernte am So 25. Okt 2015, 17:27, insgesamt 1-mal geändert.
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JJazzGold
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon JJazzGold » So 25. Okt 2015, 17:32

H2O » Sa 24. Okt 2015, 18:35 hat geschrieben:
Sie beschreiben hier lobenswerte Einzeltaten
zur Vermeidung von Umweltfreveln.

Um den Verpackungswahn nachhaltig ein zu
dämmen, müsste aus meiner Sicht mit gesetz-
lichem Pfandgeld dafür gesorgt werden, daß
umweltschädliche Verpackungen auch syste-
matisch zurück gegeben werden. Dazu wäre ein
gründliches Nachsinnen über sinnvoll mögliche
Kreislaufwirtschaften angezeigt!

Das Thema lautet zwar "Plastiktüten sollen teurer
werden"... aber der Umweltfrevel ist doch weitaus
breiter angelegt als infolge bunter Plastiktüten. Die
natürlich auch!


Man muß nur einmal in den Dünen europäischer
Küsten hinsehen, was da alles an Plastikflaschen,
Körperpflegemitteln, Reinigungsmitteln, Farbeimern...
von der See angespült wird. Das ist wirklich nieder-
schmetternd!

Man kann auch einmal nachdenken, wie sich der
im "Gelben Sack" gesammelte Plastikabfall unserer
Haushalte entwickelt hat. Gefühlt hat sich in 10
Jahren diese Menge verdoppelt. Ein Wahnsinn!


Hoppla, das hätte ich jetzt fast übersehen.

Ja, der Dreck wird immer mehr, nicht nur in den Meeren, wer einmal die blauen Plastiklandschaften im Jemen gesehen hat, der überdenkt - hoffentlich.

Fragt sich nur, mit welchen Maßnahmen man das Überdenken anregen will. Das anzuregen hat schon mal einer versucht, mit dem Dosenpfand, das führte dazu, dass heute jedes zweite Getränk in Einwegflaschen über die Kasse geht, statt im damalige Verhältnis (Einweg) 1:2 (Mehrweg).

Bauern, bei denen man sich frische Milch ins mitgebrachte Kandl abfüllen lassen kann gibt es immer weniger und frische Milch schon gar nicht mehr, nur noch pasteurisierte und die ewig haltbare.

Mit Zwang erreicht man hier meines Erachtens gar nichts, selbst wenn das Plastikflaschenpfand um das Dreifache steigen würde, oder der Preis einer Platiktüte auf EUR 1,- hochgesetzt würde. An kostenlosen Einkaufsbeuteln mangelt es auch nicht, die werden von allen möglichen Firmen als Werbung umsonst abgegeben, oder kosten beim Supermarkt gerademal mal EUR 2,-.

Wie man Plastikflaschen mit Pflegeprodukten abschaffen will, oder durch was man sie ersetzen will, weiß ich auch nicht. Durch Glas und Keramik ganz sicher nicht, wer nimmt bei vorgeschriebenem Gewicht/Koffer der jeweiligen Airline schon schwere und zerbrechliche Gefäße mit, oder an den Badesee, oder zum Familientreffen?

Punktuell lässt sich sicher ein Umdenken anregen, aber generell?

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Teeernte
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon Teeernte » So 25. Okt 2015, 17:54

JJazzGold » So 25. Okt 2015, 18:32 hat geschrieben:
Hoppla, das hätte ich jetzt fast übersehen.

Ja, der Dreck wird immer mehr, nicht nur in den Meeren, wer einmal die blauen Plastiklandschaften im Jemen gesehen hat, der überdenkt - hoffentlich.

Fragt sich nur, mit welchen Maßnahmen man das Überdenken anregen will. Das anzuregen hat schon mal einer versucht, mit dem Dosenpfand, das führte dazu, dass heute jedes zweite Getränk in Einwegflaschen über die Kasse geht, statt im damalige Verhältnis (Einweg) 1:2 (Mehrweg).

Bauern, bei denen man sich frische Milch ins mitgebrachte Kandl abfüllen lassen kann gibt es immer weniger und frische Milch schon gar nicht mehr, nur noch pasteurisierte und die ewig haltbare.

Mit Zwang erreicht man hier meines Erachtens gar nichts, selbst wenn das Plastikflaschenpfand um das Dreifache steigen würde, oder der Preis einer Platiktüte auf EUR 1,- hochgesetzt würde. An kostenlosen Einkaufsbeuteln mangelt es auch nicht, die werden von allen möglichen Firmen als Werbung umsonst abgegeben, oder kosten beim Supermarkt gerademal mal EUR 2,-.

Wie man Plastikflaschen mit Pflegeprodukten abschaffen will, oder durch was man sie ersetzen will, weiß ich auch nicht. Durch Glas und Keramik ganz sicher nicht, wer nimmt bei vorgeschriebenem Gewicht/Koffer der jeweiligen Airline schon schwere und zerbrechliche Gefäße mit, oder an den Badesee, oder zum Familientreffen?

Punktuell lässt sich sicher ein Umdenken anregen, aber generell?



Die Lobby arbeitet hin zu brennbarem Müll - da ist Glas blöd. Noch schöner ist - wenn der Bürger den Müll beim Kauf bezahlen muss - damit der Müll dann verbrannt wird. Doppelt Kasse.

Mit "Steuern" auf Tüten ....könnte man das auf 3 mal Abzocke bringen.



(Mannnnnnn war die DDR da ökologisch.... :D :D :D )
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon Schnitter » So 25. Okt 2015, 18:15

Ich benutze Plastiktüten.

Dass sie statt 10 ct dann 20 ct kosten sollen ist mir aber egal. Meinetwegen kann sie auch 1€ kosten.
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H2O
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon H2O » Di 27. Okt 2015, 13:16

JJazzGold » 2015-10-25, 18:32 hat geschrieben:
Hoppla, das hätte ich jetzt fast übersehen.

Ja, der Dreck wird immer mehr, nicht nur in den Meeren, wer einmal die blauen Plastiklandschaften im Jemen gesehen hat, der überdenkt - hoffentlich.

Fragt sich nur, mit welchen Maßnahmen man das Überdenken anregen will. Das anzuregen hat schon mal einer versucht, mit dem Dosenpfand, das führte dazu, dass heute jedes zweite Getränk in Einwegflaschen über die Kasse geht, statt im damalige Verhältnis (Einweg) 1:2 (Mehrweg).

Bauern, bei denen man sich frische Milch ins mitgebrachte Kandl abfüllen lassen kann gibt es immer weniger und frische Milch schon gar nicht mehr, nur noch pasteurisierte und die ewig haltbare.

Mit Zwang erreicht man hier meines Erachtens gar nichts, selbst wenn das Plastikflaschenpfand um das Dreifache steigen würde, oder der Preis einer Platiktüte auf EUR 1,- hochgesetzt würde. An kostenlosen Einkaufsbeuteln mangelt es auch nicht, die werden von allen möglichen Firmen als Werbung umsonst abgegeben, oder kosten beim Supermarkt gerademal mal EUR 2,-.

Wie man Plastikflaschen mit Pflegeprodukten abschaffen will, oder durch was man sie ersetzen will, weiß ich auch nicht. Durch Glas und Keramik ganz sicher nicht, wer nimmt bei vorgeschriebenem Gewicht/Koffer der jeweiligen Airline schon schwere und zerbrechliche Gefäße mit, oder an den Badesee, oder zum Familientreffen?

Punktuell lässt sich sicher ein Umdenken anregen, aber generell?



Ganz so schicksalsergeben sollten wir uns dieser
Vermüllungsgeschichte aber doch nicht nähern.

Hierzulande ist jeder Haushalt verpflichtet, eine
Restmülltonne der Müllabfuhr auf zu stellen. Sicher
fliegt noch genug Dreck in der Landschaft herum...
aber man stelle sich das einmal ohne diese Ver-
pflichtung vor...

Der Gesetzgeber muß sich dann eben auch in
Sachen "Einwegverpackung" bemühen, dort sinnvolle
Regeln zu erlassen. So gäbe es doch Möglichkeiten,
Plastikflaschen für Körperpflege, Spülmittel usw mit einem
deftigen Pfand zu belegen, und Nachfüllbeutel als alltägliche
Verpackung im Verkauf davon aus zu nehmen. Warum
also dafür nicht 2 € Pfand erheben? Dann wird es immer
noch Leute geben, die solche Flaschen in die Gegend
werfen, aber es wird auch Leute geben, die gezielt nach
solchen "Wertgegenständen" suchen.

Ganz klar muß dem Erfindungsreichtum der Leute, die
Geld verdienen wollen durch Umweltbelastung, in etwa
gleicher Erfindungsreichtum der Gesellschaft entgegen
wirken. Das geht sicher nicht ohne ständige Beobachtung
solcher Entwicklungen.

Der ökologische Fußabdruck von Mehrwegflaschen muß
auch berücksichtigt werden. Ich habe schon Mühe, mir den
Rücktransport von Leergut von Flensburg nach München als
ökologische Glanztat vor zu stellen. Vielleicht sind also stofflich
vor Ort verwertbare Pfanddosen und -flaschen dabei günstiger?
Dazu ist Forschung notwendig, und ein kühler Kopf ohne
ideologische Scheuklappen.

Dieser Vermüllung einfach freien Lauf lassen, das kann
niemals gut enden! Das war ja auch der Ausgangspunkt
dieser Betrachtungen...
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Fadamo
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon Fadamo » Di 27. Okt 2015, 14:47

Milady de Winter » Sa 24. Okt 2015, 10:31 hat geschrieben:Ich nehme zum Einkaufen in 9 von 10 Fällen einen Korb oder eigene Tüten mit. Wenn ich wirklich mal ungeplant ein paar Dinge im Supermarkt besorge, suche ich mir dort meist einen kleinen leeren Karton, in den ich meine Artikel lege.

Meinen Einkauf lasse ich mir eigentlich nur in Boutiquen (also Bekleidungsgeschäften) in Tüten packen, denn wenn ich "shoppen" gehe, weiß ich selten, in welchem Umfang oder in welcher Größe ich Tüten benötige.

Wenn die Wiederverwendung von Tüten, speziell im LEH, durch höhere Kosten angeregt werden kann, wäre das für mich absolut in Ordnung.


50 Cent für eine plastetüte wäre ok , aber eine ordnungsgemäße Entsorgung sollte auch mit 5 Cent belohnt werden.
Die Sammler würden sich freuen.
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon DieBananeGrillt » Mi 28. Okt 2015, 16:29

Cloudfox » Fr 23. Okt 2015, 19:11 hat geschrieben:Tüten sollen teurer weder...von mir aus. Ich benutze sie nicht.

Aber was soll das bringen, denn alles, aber auch praktisch alles, ist in Plastikfolien verpackt :rolleyes:



Stimmt, völliger Schwachsinn, der Verpackungswahn ist überall zu finden.
Das wird dann wieder so eine Pseudo Alibi Sache werden, die Einkaufstüten einzusparen und die restlichen plastikverpackten Nahrungsmittel dann in der Textiltasche mitzunehmen.
pikant
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon pikant » Mi 28. Okt 2015, 16:32

in Luxembourg sind nur Umwelttueten erlaubt - die kosten 3cent in den meisten Geschaeften und das ist erschwinglich.
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jack000
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon jack000 » Sa 2. Apr 2016, 18:23

[MOD] - Die Thematik "Tüten" ist in dem "Sammelstrang Kriminalität durch Flüchtlinge" kein Thema mehr:
Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Mar 2016, 20:02)Der Plastikmüll wird zu kleinsten Partikeln geschreddert, die zwangsläufig im Wasser landen

Wieso landen die zwangsläufig im Wasser? Entweder Tüten (Wie auch Plastik sonst) wird entweder in Wertstoffhöfen oder auf Müllkippen recycled/entsorgt.
=> Von dort gelangen die doch nicht mehr ins Wasser.
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon Fadamo » Sa 2. Apr 2016, 18:56

Ich benutze die Plastetüten so oft,bis sie kaputt sind.
Diese Dinger kann man auch als Müllbeutel benutzen.
Warum also immer Neuen kaufen ?
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Quatschki
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon Quatschki » Sa 2. Apr 2016, 19:55

jack000 hat geschrieben:(23 Oct 2015, 20:37)

Es ist so oder so keine Option, denn es geht darum vor der eigenen Tür zu kehren ... nur so hat man dann Argumente dafür wenn man anderen Ländern erklären möchte was sinnvoll ist und was nicht.

Wir haben doch das ganze Recycling mit vielen bunten Tonnen und Weltrekord-Rücklaufquoten?!
Und selbst wenn es am Ende in der thermischen Verwertung landet - da hat eben das Heizöl eine kleine Zwischenexistenz als Plastiktüte durchlaufen, bevor es sowieso verbrannt wird!
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
Voltaire

Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon Voltaire » Sa 2. Apr 2016, 22:48

Ich nehme oft Plastiktüten, weil ich meine Einkaufstasche halt oft nicht bei mir habe.

wenn ich dafür monetär bestraft werde, solls mir recht sein. :)
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Teeernte
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Re: Tüten sollen teurer werden

Beitragvon Teeernte » So 3. Apr 2016, 00:11

Quatschki hat geschrieben:(02 Apr 2016, 20:55)

Wir haben doch das ganze Recycling mit vielen bunten Tonnen und Weltrekord-Rücklaufquoten?!
Und selbst wenn es am Ende in der thermischen Verwertung landet - da hat eben das Heizöl eine kleine Zwischenexistenz als Plastiktüte durchlaufen, bevor es sowieso verbrannt wird!


Hey - da stehen ein paar Leute - für die ist so eine Kunstoff-Einkaufstüte wie eine Lümmeltüte des Antichristen. Jedes mal eine Provokation - von der Länge ganz zu schweigen. Es geht denen NICHT um die Gummibärenverpackung, auch nicht um die Wurst- und Käsescheibenverpackung - (die ja zu duzenden eben in die Teufelspräser gepackt werden)....diese Verpackung ist DIE Gute ! - da ja bereits mit dem GRÜNEN Punkt beaufschlagt.

Was "Grün" bepunktet ist ist GUUT - so wie ein Diesel in der Innenstadt.

Nach den gut recycelbaren Bierdosen - (auch wieder so ein bööööses Phallussymbol) - muss nun die Kunstofftüte dran glauben.

Weil in Indien die Kunstofftüte NICHT Thermisch verwertet wird - muss die Tüte in D verboten werden - weil in D so wieso keine Tüte auf der Deponie landet . Logisch.

Das beste Transportbehältnis für Lebensmittel ist ? .....der Pappkarton von Amazon mit Kunstoff-Folie ausgelegt - geliefert bis an die Wohnungstür .... :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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